Wenn du befehlen könntest, ein Buch zu lesen...

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 87 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Lucidique.

  • @sandhofer:Also findest du nicht das geht ETWAS zu weit??


    Meinst du nur weil ich allen Frauen ein Buch empfehlen würde, damit sie mit Gewalt in ihrer Umgebung oder vielleicht sogar Ehe anders umgehen.. oder auch nicht... reiße ich jede mir sich offenbarende Gewalt an sich?? :grmpf: Ich wollte damit einfach nur helfen... :rollen:


    Ich denke wir sollten hier -wieder einmal- betonen das es ganz allein um den theoretischen Aspekt geht und dieser überwiegt nun mal deutlich, da man nunmal in der heutigen Zeit niemandem BEFEHLEN KANN ein bestimmtes Buch zu lesen.. nicht mal in der Schule... Der Schritt zur Praxis ist da meiner Meinung nach sehr groß!


    Und ich glaube auch nicht das der Thread nur eröffnet wurde um unser verborgenes "Unterdrückungs-Potenzial" zu testen!


    Ich finde man sollte nicht hinter jedem un dallem etwas vermuten... :Kreuz: :verschwoerung:

    ♪♫♪<br /><br />Luci ♥<br /><br />&lt;a href=&quot;http://www.BuchSaiten.de&quot;&gt;Mein Bücherblog: BuchSaiten.de&lt;/a&gt;<br /><br />SLW 2010 - 4/10 noch 6 Bücher<br /><br />Das gute Gefühl, ein schönes Buch beendet zu haben ist irgendwie nicht vergleichbar ♥

  • Hallo zusammen!


    Der Schritt zur Praxis ist da meiner Meinung nach sehr groß!


    Insofern als die meisten zu träge sind, sich die Möglichkeit einer Umsetzung in die Praxis in grossem Stil zu erkämpfen: ja. Insofern, als dass bei jeder sich bietenden Möglichkeit der Mensch sofort zugreift: nein. Leider nein.


    @sandhofer:Also findest du nicht das geht ETWAS zu weit??


    Nein. Ich denke einen Gedanken zu Ende, das ist alles ...


    Wehret den Anfängen


    Maioribus praesidiis et copiis oppugnatur res publica quam defenditur, propterea quod audaces homines et perditi nutu impelluntur et ipsi etiam sponte sua contra rem publicam incitantur; boni nescio quo modo tardiores sunt et principiis rerum neglectis ad extremum ipsa denique necessitate excitantur, ita ut non numquam cunctatione ac tarditate, dum otium volunt etiam sine dignitate retinere, ipsi utrumque amittant. Propugnatores autem rei publicae qui esse voluerunt, si leviores sunt, desciscunt, si timidiores, desunt: permanent illi soli atque omnia rei publicae causa perferunt, qui sunt tales, qualis pater tuus, M. Scaure, fuit, qui a C. Graccho usque ad Q. Varium seditionis omnibus restitit, quem numquam ulla vis, ullae minae, ulla invidia labefecit.


    Der Staat wird mit größeren Bollwerken und Truppen bestürmt als verteidigt, da verwegene und verruchte Menschen durch eine kleine Geste und sogar auf eigene Veranlassung gegen den Staat aufgebracht werden; die anständigen Bürger sind auf irgendeine Art träger, kümmern sich nicht um die Anfänge politischen Unheils und werden schließlich erst durch die Unausweichlichkeit selbst aufgerüttelt, so dass sie selbst manchmal durch ihr Zögern und durch ihre Trägheit, während sie sogar unter Verlust ihres Ansehens die Ruhe behalten wollen, beides verlieren. Diejenigen aber, welche die Vorkämpfer des Staates sein wollen, bleiben sich nicht treu, wenn sie zu leichtfertig sind; wenn sie zu ängstlich sind, lassen sie den Staat von vornherein im Stich: nur diejenigen halten durch und nehmen alles um des Staates willen hin, die von der Art sind, von der dein Vater, Marcus Scaurus, war, der allen Aufrührern von Gaius Gracchus bis hin zu Quintus Varius Widerstand leistete, den niemals irgendeine Gewalthandlung, irgendwelche Drohungen, irgendeine Anfeindung ins Wanken brachte.

    Cicero: Pro Sestio 100


    Grüsse


    Sandhofer

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Ich finde das Ganze hier wird in ein völlig falsches Licht gerückt. Es ging um persönliche Meinungen und den theoretisdchen Aspekt. Es ging keinesfalls darum sich "die Durchsetzung dessen zu erkämpfen"... meine Güte man kann Sachen aber auch wirklich überbewerten... :rollen:


    Manche Sachen sollte man schlicht und ergreifend lockerer sehen.. weil sie locker zu sehen sind! :hallo:

    ♪♫♪<br /><br />Luci ♥<br /><br />&lt;a href=&quot;http://www.BuchSaiten.de&quot;&gt;Mein Bücherblog: BuchSaiten.de&lt;/a&gt;<br /><br />SLW 2010 - 4/10 noch 6 Bücher<br /><br />Das gute Gefühl, ein schönes Buch beendet zu haben ist irgendwie nicht vergleichbar ♥

  • Ich habe bisher hier nichts geschrieben, weil ich lange darüber nachdenken musste, wem ich befehlen würde ein Buch zu lesen. Und meine Antwort ist ganz einfach: Niemanden.


    Erstens: hätte es keinen Sinn, da derjenige der das Buch liest es nicht so lesen wird, dass es einen Sinn hat und
    Zweitens: Ich ehrlich nicht wüsste welches Buch jeder oder eine bestimmte Gruppe gelesen haben muss.


    Irgendwie kann ich sandhofers Meinung nicht teilen und dann wieder gebe ich ihm recht, aber aus anderen Gründen, als er angeführt hat. Ich finde es nicht gut, dass man jemanden etwas aufzwingen sollte zu lesen. Aber nicht wegen der Gewaltbereitschaft, die fürchte ich nicht, sondern weil dann das Lesen keinen Sinn mehr hat. Wenn ich etwas lesen muss, dann tue ich es unwillig (wie in der Schule eben). Lesen sollte aber Spaß machen.


    Katrin

  • Mir ist beim Durchlesen aufgefallen, dass das einzige Buch, auf dessen Empfehlung eine (von mir zumindest so empfundene) abwertende, negative Reaktion kam, die Bibel war. Auch das ist imho bezeichnend. Und ich glaube auch nicht, dass es hier nur um die Theorie geht. Claudi will "zwingen", Phistomefel verwendet den Imperativ, adia will "den Muslimen befehlen" - das sind jetzt nur relativ wahllos herausgegriffene Beispiele, aber ich empfinde die hier verwendete Sprache als alles andere als gewaltfrei. Und vielleicht sollte jeder mal darüber nachdenken, ob er die Gelegenheit nicht doch ergreifen würde, seine Vorstellung von empfehlenswerter Literatur auch nicht ganz so theoretisch gewaltlos wie hier postuliert durchzusetzen - wenn er sie denn hätte und keine Sanktionen fürchten, vielleicht sogar Zustimmung ernten würde.

    Viele Grüße aus dem Zwielicht<br />[size=9px]Rihla.info | blooks - Rezensionen und mehr<br />[b][url=http://www.librarythi

  • Das ist durchaus ein "überdenkenswerter" Ansatz. Aber bei meinem vorgeschlagenen Buch lautet die Antwort definitiv: Nein. Auch wenn es sicherlich die Gruppe wäre die sich leicht definieren lässt: Alle Frauen.


    Und die Bibel zu empfehlen finde ich ehrlich gesagt schwachsinnig, aufgrund der verschiedenen Religionen und der damit verbundenen Religionsfreiheit und außerdem sollte auch die Kirche wollen, dass nur Menschen die Bibel lesen, die sich auch wirklich dafür interessieren. Obwohl ich mich frage ob sie das ernstahft interessieren wird, da sie ja auch seit Jahrzehnten ihrte Anhänger weniger durch Überzrugungsarbeit als durch Taufe gewinnen.


    Aber da braucht sich jetzt niemand auf sie Füße getreten fühlen, das ist eben meine Meinung.

    ♪♫♪<br /><br />Luci ♥<br /><br />&lt;a href=&quot;http://www.BuchSaiten.de&quot;&gt;Mein Bücherblog: BuchSaiten.de&lt;/a&gt;<br /><br />SLW 2010 - 4/10 noch 6 Bücher<br /><br />Das gute Gefühl, ein schönes Buch beendet zu haben ist irgendwie nicht vergleichbar ♥

  • Hallo



    Die Frage bzw. einige der Antworten zeigen m.M.n., wie dünn der zivilisatorische Firniss nach wie vor auf uns allen aufgetragen ist: Wenn uns auch nur potentiell eine Macht angeboten wird, sind wir sofort bereit, sie ideologisch zu missbrauchen.


    Ich denke eher die ideologischen Bücher kommen daher in diese Liste, dass man denkt in einem Thread wie diesem unbedingt ein Buch mit tieferem Sinn nennen zu müssen und da fallen einem dann wohl erst mal solche Bücher ein. Da steckt vielleicht eher der "Druck" etwas sinnvolles schreiben zu wollen, als der (auch unbewusste) Versuch jemandem seine Meinung oder Ideologie aufzwingen zu wollen.


    Die Gefahr des ideologischen Machtmißbrauchs ist mit Sicherheit vorhanden und leider viel zu oft sichtbar (der aktuelle amerikanische Groß-Cowboy wurde ja schon angesprochen), die Verbindung zu diesem Thread sehe ich aber nicht so stark.



    Um auch noch was zum eigentlich Thread-Thema beizutragen:
    Ich würde auch niemanden zwingen ein Buch zu lesen, und wenn ich denn die Möglichkeit hätte jemandem ein Buch auszusuchen würde ich versuchen etwas zu finden was in der Person vielleicht den Spaß am Lesen wecken würde und das wäre wohl bei jedem ein anderes Buch.


    Gruß Seoman

  • Achnein, was für eine merkwürdige Diskussion mal wieder... Der Unterton gefällt mir nicht...


    Befehlen kann man eh keinem was, könnte ich es wäre es:


    Food Revolution von John Robbins, und zwar allen Menschen die nicht in der dritten Welt leben und sich keine Gedanken machen was sie einkaufen und essen/trinken! Da erfährt man wie unser Lebensmittelkonsum, der Umgang mit Tieren, der Umgang mit unserer Natur diesen Planeten vernichten und wie wir persönlich für den Welthunger mitverantwortlich sind. Ich wünsche mir dass viele Menschen endlich mal darüber nachdenken was da auf ihrem Teller liegt...



    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links

  • Hallo lieber, aufrührerischer sandhofer,


    warum musst Du eigentlich solchen Themen grundsätzlich einen negativen Beigeschmack geben? Ist das ein kleiner Tick von Dir? :zwinker:


    Nehmen wir doch vorher einfach mal das Startposting auseinander.


    Das beginnt zuerst einmal mit einem Zwinkersmiley.


    Dann heißt es im Titel "Wenn du befehlen könntest, ein Buch zu lesen..."


    Befehlen können, heißt


    a) nicht, es auch zu tun und
    b) nicht, den Befehlen folgen zu müssen.


    Es gibt auch so etwas wie Befehlsverweigerung, oder? Und es gibt so etwas wie Äußerungen ohne weitreichende Hintergedanken.


    Tut mir leid, aber ich kann dieses "Wehret den Anfängen" so langsam nicht mehr sehen! Man kann alles übertreiben - auch Ermahnungen!


    @all: Ich hoffe, dass dieser Thread hier zum harmlosen Anfangsposting zurückkehrt und befehle jedem, das folgende Buch zu lesen:


    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    :zwinker:


    Liebe Grüße
    nimue

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

    Einmal editiert, zuletzt von nimue ()


  • Achnein, was für eine merkwürdige Diskussion mal wieder... Der Unterton gefällt mir nicht...



    Und es gibt so etwas wie Äußerungen ohne weitreichende Hintergedanken.


    Tut mir leid, aber ich kann dieses "Wehret den Anfängen" so langsam nicht mehr sehen! Man kann alles übertreiben - auch Ermahnungen!


    Danke Jona.. Danke Nimue... scheinbar ist nicht nur mir aufgefallen das man bei manchen Sachen wirklich auch zu weit gehen kann.


    Auch ich wünsche mir das es hier ganz unbefangen -wie geplant- weiter geht :winken:

    ♪♫♪<br /><br />Luci ♥<br /><br />&lt;a href=&quot;http://www.BuchSaiten.de&quot;&gt;Mein Bücherblog: BuchSaiten.de&lt;/a&gt;<br /><br />SLW 2010 - 4/10 noch 6 Bücher<br /><br />Das gute Gefühl, ein schönes Buch beendet zu haben ist irgendwie nicht vergleichbar ♥

  • Danke nimue :zwinker:.


    Und das Buch schau ich mir auch mal an, manchmal braucht man echt Drogen um die ein oder andere Diskussion hier zu ertragen...


    EDIT: Hab Dich wohl überholt Lucidique :smile:

    Einmal editiert, zuletzt von Jona77 ()

  • hallo,
    einen negativen Beigeschmack hat für mich die Verharmlosung dieses Themas und vor allem mancher Antworten.
    Natürlich kann ich Augen und Ohren schliessen vor all dem, was um mich herum passiert, solange es mir gut geht, solange ich das Recht habe Befehle zu verweigern. Sieht die Welt nicht genau aus diesem Grund so aus?
    Ich empfinde es aber überhaupt nicht harmlos, wenn alle Muslime in einen Topf geworfen werden, ich finde es überhaupt nicht übertrieben Magenschmerzen zu bekommen, wenn jemand mich, und sei es nur theoretisch, zwingen will Gottes Liebe zu empfangen, ich erlaube mir entsetzt zu sein, wenn ein zu Ende gedachter Gedanken, der leider nicht einer zu blühenden Phantasie, sondern tagtäglicher Realität entspricht, nur Genervtheit und Überheblichkeit hervorruft.
    Unbefangenheit kann und will ich hier nicht empfinden.
    gruss
    dora

  • Ich würde jedem empfehlen,
    Frühlingserwachen von Frank Wedekind
    zu lesen. ich hoffe, das wir das jetzt in der Oberstufe noch durchnehmen. Das Buch kritisiert vor allem (so hab ich das zumindest verstanden :redface:) die Moralvorstellungen mancher Eltern. Ich finde, es ist ein tolles Buch ...

    :kaffee:

    Ella Danz - Eisige Weihnachten

  • Hallo dora,


    einen negativen Beigeschmack hat für mich die Verharmlosung dieses Themas und vor allem mancher Antworten.


    was mich eher entsetzt ist, dass das Thema Ehrenmord und politische Verfolgung dann doch offensichtlich von der "Gegenseite" verharmlost wird. Davon betroffen sind Frauen, die verbrannt und gesteinigt werden, davon betroffen sind Autoren wie Orhan Pamuk und Salman Rushdie. Das ist es, wovor hier gewarnt werden soll. Hätte das mit Fremdenhass zu tun, hätten wohl hier auch die Leute, die entsprechende Bücher empfehlen, keinerlei Mitleid mit den Opfern. Hier ist - wie ich meine - schon mal der erste Denkfehler. Und was wäre, wenn hier jemand ein Buch über Kindesmißbrauch erwähnt hätte? Wäre das dann auch schon verwerflich, weil man ja etwas gegen die Täter haben könnte?


    Tja, und die Liebe Gottes.. naja, ich bezweifle zwar, dass sie in der Bibel zu finden ist, aber wenn sie doch jemand finden kann, dann sucht er auch danach. Nur durch den Befehl, die Bibel zu lesen, wird man nicht zum Religionsfanatiker.


    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und es ist niemand in einen Topf geworfen worden.


    Liebe Grüße
    nimue

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • Hallo,


    ich würde nur dann jemandem ein Buch zu lesen befehlen, wenn ich merke, dass er über ein Buch quatscht, das er noch nie gelesen hat.
    Das ist zum Beispiel häufig bei denen die über Bibel oder Koran sprechen ohne inhaltliche Ahnung davon zu haben,


    Judith

  • hallo Nimue,

    Zitat

    was mich eher entsetzt ist, dass das Thema Ehrenmord und politische Verfolgung dann doch offensichtlich von der "Gegenseite" verharmlost wird


    Wo hast du das gelesen?

    Zitat

    Das ist es, wovor hier gewarnt werden soll. Hätte das mit Fremdenhass zu tun, hätten wohl hier auch die Leute, die entsprechende Bücher empfehlen, keinerlei Mitleid mit den Opfern.


    zweimal nein.
    1.Es geht nicht ums Empfehlen, sondern ums Befehlen, für mich existiert da noch ein klarer Unterschied! In diesem Forum werden viele Bücher empfohlen, aber nicht befohlen, oder habe ich jetzt 2 Monate lang alles falsch verstanden?
    2. Nein, ich habe kein Mitleid mit Opfern. Mitleid ist ein lähmendes Gefühl, was hat ein Opfer von meinem Mitleid? Ich kann Solidarität empfinden und dann handeln, mich für Menschen einsetzen, auch wenn es kleine Taten sind. Mitleid kostet nichts, Mitleid ist gratis!
    Aber es sind ja sowieso nicht diese "Empfehlungen" die ich angesprochen habe.

    Zitat

    Nur durch den Befehl, die Bibel zu lesen, wird man nicht zum Religionsfanatiker.


    nein, aber wie steht es um den, der solche Befehle ausführt?

    Zitat

    Es gibt immer zwei Seiten der Medaille und es ist niemand in einen Topf geworfen worden.


    Das stimmt nicht. Wenn allen Muslimen unterstellt wird, Rushdie verurteilt zu haben, dann sind alle Muslime in einen Topf geworfen worden.
    liebe Grüsse
    dora

  • Hallo zusammen!


    was mich eher entsetzt ist, dass das Thema Ehrenmord und politische Verfolgung dann doch offensichtlich von der "Gegenseite" verharmlost wird.


    Ach, nimue, ich streite ja gerne stundenlang mit Dir ... Aber es führt zu nix ...


    Nur eine Frage, nimue: Ein Buch über Kindesmissbrauch - wem würdest Du die Lektüre befehlen?


    Grüsse


    Sandhofer


    PS. Die Lektüre der Bibel ist in diesem Thread übrigens nicht befohlen worden, sondern nur empfohlen. Und das sogar äusserst zurückhaltend im Konjunktiv II. Als Reaktion darauf "schwachsinnig" zu lesen, disqualifiziert sich selber, finde ich. (Aber da braucht sich jetzt niemand auf sie Füße getreten fühlen, das ist eben meine Meinung.)

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Hallo Dora,



    Wo hast du das gelesen?


    Zwischen den Zeilen... so wie der Vorwurf des in einen Topf werfens auch zustande kam.



    2. Nein, ich habe kein Mitleid mit Opfern. Mitleid ist ein lähmendes Gefühl, was hat ein Opfer von meinem Mitleid? Ich kann Solidarität empfinden und dann handeln, mich für Menschen einsetzen, auch wenn es kleine Taten sind. Mitleid kostet nichts, Mitleid ist gratis!


    Solidarität ist ein großes Wort. Die wenigstens empfinden sie wirklich. Deshalb bin ich immer vorsichtig, wenn ich das Wort in den Mund nehme. Tatsächlich gibt es so viele Opfer auf der Welt, dass ich mich nicht allen solidarisch fühlen kann - das würde meine Grenzen weit überschreiten und das gebe ich auch offen und ehrlich zu.


    nein, aber wie steht es um den, der solche Befehle ausführt?


    Keine Ahnung... ich finde diejenigen immer bedenklicher, die Befehle ohne Nachzudenken ausführen.


    Das stimmt nicht. Wenn allen Muslimen unterstellt wird, Rushdie verurteilt zu haben, dann sind alle Muslime in einen Topf geworfen worden.


    Da es sich hier um eine Glaubensgemeinschaft handelt, die sich - wenn sie nach ihrem Glauben handeln - auch in ihrem Denken ähneln: Warum nicht? Der größte Teil der Muslime war nachweislich für die Verfolgung und Hinrichtung und so wie ich adia kenne (ich vermute, Du beziehst Dich ausschließlich auf dieses Posting?) hat sie auch ausschließlich solche Muslime gemeint. Sogar ich erntete von meinem aufgeschlossenen, in Deutschland aufgewachsenen türkischen Kollegen nur ein Augenrollen als er vom Nobelpreis an Orhan Pamuk hörte. Für mich ist das Wort "Muslime" nicht das Synonym für Menschen, die östlicher als Deutschland wohnen, sondern das Synonym für eine Religion, die bestimmten Regeln folgt. Dass es für jede Regel auch Ausnahmen gibt, liegt auf der Hand und nicht jeder, der Befehle erteilt, möchte anderen schaden.


    Nur eine Frage, nimue: Ein Buch über Kindesmissbrauch - wem würdest Du die Lektüre befehlen?


    Die Frage zeigt uns jetzt nur den Aberwitz der Frage "Welches Buch wem befehlen?", was sie nur noch hypothetischer macht. Denn genausowenig wie ein Kinderschänder von einem entsprechenden Buch beeindruckt wäre, hätte sich Khomeini von seiner Entscheidung beeinflussen lassen.


    PS. Die Lektüre der Bibel ist in diesem Thread übrigens nicht befohlen worden, sondern nur empfohlen. Und das sogar äusserst zurückhaltend im Konjunktiv II. Als Reaktion darauf "schwachsinnig" zu lesen, disqualifiziert sich selber, finde ich. (Aber da braucht sich jetzt niemand auf sie Füße getreten fühlen, das ist eben meine Meinung.)


    Das fand ich allerdings auch recht schade.


    Liebe Grüße
    nimue

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

    Einmal editiert, zuletzt von nimue ()

  • Hallo!


    Da es sich hier um eine Glaubensgemeinschaft handelt, die sich - wenn sie nach ihrem Glauben handeln - auch in ihrem Denken ähneln: Warum nicht? Der größte Teil der Muslime war nachweislich für die Verfolgung und Hinrichtung und so wie ich adia kenne (ich vermute, Du beziehst Dich ausschließlich auf dieses Posting?) hat sie auch ausschließlich solche Muslime gemeint.


    Das wird mir jetzt ein wenig zu krass. Ich wüsste gerne, wo ich diesen Nachweis finden kann. Auf der Welt leben über 1,2 Milliarden Moslems und den größten Teil von ihnen einfach so unter einen Generalverdacht zu stellen, finde ich mehr als bedenklich.


    Was die Solidarität angeht, finde ich dass niemand von einer Person verlangen kann, mit all den Leidenden auf der ganzen Welt solidarisch zu sein. Sich aber auch nur für einen kleinen Teil zu engagieren, und nicht nur herum zu jammern, wie arm sie sind, bringt erheblich mehr. In Österreich wurde endlich durchgesetzt, dass sogenannte Ehrenmorde und das "Importieren" bzw. Entführen von jungen Frauen zwecks Heirat als eine Straftat eingestuft wird, und sich nicht mehr unter dem Deckmantel der "Tradition" verstecken darf.


    Ich finde die Eingangsfrage wurde ein wenig unglücklich gestellt. Befehlen hat so etwas Militantes an sich und da reagieren halt sehr viele Menschen empfindlich. Ich darunter auch. Die o.g. Bücher sind sicher alle gut geeignet, um Problematiken ans Licht zu bringen und sie einem weiten Publikum zugänglich zu machen, damit daraus ein öffentlicher Diskurs entstehen kann - der dann hoffentlich zu positiven Entwicklungen führt. Aber niemanden ist gut gedient, indem man pauschalisiert.


    Lg
    nikki

    Ich lese gerade:<br />Lion Feuchtwanger - Der jüdische Krieg


  • Ich finde die Eingangsfrage wurde ein wenig unglücklich gestellt.


    Ich finde es unglücklich, dass sich manche an sowas so stören können, es ist ein Smilie dabei und eine Erklärung..
    Ich verstehe wirklich nicht, wo das Problem ist.. Es wirkt auf mich wie gewolltes provozieren, jeder weiss wie der Thread gemeint ist, entweder wollen es manche nicht verstehen oder es macht ihnen Spaß einfach dagegen zu sein.