Markus Heitz - Die Zwerge

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    Inhalt:
    Tungdil wächst fern ab von den Zwergen bei dem Magier Lot-Ionan auf. Eines Tages schickt dieser ihn auf eine Reise, die länger und aufregender wird, als Tungdil sich dies hätte träumen lassen. Er trifft zum ersten Mal in seinem Leben auf andere Zwerge und muss beweisen, dass in ihm mehr steckt, als nur "der Gelehrte".


    Meinung:
    Wieder ein mitreißendes Buch von Markus Heitz, das mich schnell in seinen Bann zog. Er beweist einmal mehr, dass er es schafft den Figuren Leben einzuhauchen, und über die doch recht beachtliche Seitenzahl kaum eine Länge aufkommen zu lassen.
    Wären manche der sehr blutigen Szenen etwas schonender umschrieben gewesen, hätte ich alle fünf Leseratten gegeben. Aber mitunter war es mir persönlich einfach ein bisschen zu plastisch.
    Alles in allem ist "die Zwerge" empfehlenswert für alle die gern gute Fantasy lesen, bei der man auch mal herzlich lachen kann.


    4ratten


    Klein F. :winken:


    [size=1]EDIT: Amazonlink eingefügt. LG, Saltanah[/size]

    Einmal editiert, zuletzt von Saltanah ()

  • Hi...


    ich habe dieses Buch auch verschlungen. Viele behaupten ja, dass dieses Buch als Antwort ( Fortsetzung?) auf "Die Orks" von Stan Nicholls geschrieben wurde, oder geschrieben werde mußte. Also sowas wie ein *dringendes Auftragsbuch*.


    Dies mag ja nun gut möglich sein. Und selbst wenn dem so sei, so hat Herr Heitz dies doch recht gut hin bekommen. Ich kann mich also Sandra nur anschließen...


    mfg RM

    "Die Leute wissen nicht, was es einen Zeit und Mühe kostet, um Lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht und kann noch nicht sagen, daß ich am Ziele wäre."
    <br />
    <br />Johann Wolfga

  • Hallöle...


    Japp. Das mit dem Auftrag konnte ich mir auch schon fast denken :)


    Aber es ist auf jedenfall gut geworden. Lohnt sich also...


    mfg RM

    &quot;Die Leute wissen nicht, was es einen Zeit und Mühe kostet, um Lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht und kann noch nicht sagen, daß ich am Ziele wäre.&quot;
    <br />
    <br />Johann Wolfga

  • Hi ihr zwei!


    Und es gibt bereits die Fortsetzung! Auftragsarbeit hin oder her, ich fand´s super und werde auch "der Krieg der Zwerge" lesen.


    Liebe Grüße
    Sandra

  • Gestern habe ich es endlich geschafft die Zwerge auszulesen und möchte hier auch mal meine Meinung dazu kundtun. :zwinker:


    Aufmerksam bin ich erst durch dieses Forum hier auf das Buch geworden.Zu meiner Schande muss ich gestehen,dass ich es vorher nicht kannte... :entsetzt: Aber ich habe auch vorher eher weniger Fantasy gelesen.
    Die Hauptfigur,Tundgil,fand ich von Anfasng an sehr sympathisch und nach einigen Seiten habe ich ihn richtig in mein Herz geschlossen. :smile: und mit ihm gelitten.


    Zugegeben,es waren einige schon sehr grausige Szenen dabei,z.B.



    Zitat von "Spoiler Seite 98"

    Tundgil schaute genauer hin und rang neuerlich mit dem Bedürfnis sich zu übergeben.Was manche Bestien über dem offenen Feuer garten und mit Hingabe verspeisten,hatte die Form von menschlichen Körperteilen....


    Was die Orks essen Menschen???Und Tungill schläft auf dem Baum oben ein,wacht ganz unschuldig auf,und entdeckt unter ihm eine ganze Horde Orks!!! :entsetzt: Da ist mir schon richtig der Schweiß ausgebrochen!!!


    Um nur eine von den vielen Szenen zu nennen.Dafür lernt er schon bald 2 neue Freunde kennen,die ihm über viele schwierige Situationen hinweg helfen und ihn als "richtigen" Zwerg ausbilden.Alles in allem hat mich die Gemeinschaft ,die sich später im Buch bildet schon sehr an "die Gemeinschaft des Ringes" aus Herr der Ringe erinnert.Der Zusammenhalt und die Freundschaften ,die sich daraus ergeben hat mir aber trotzdem sehr gefallen.


    Ein sehr schönes Buch das ich als "unbedingt lesenswert" einstufen möchte.Die Fortsetzung steht schon in meinem Regal und ist soeben an oberster Stelle meines Subs gerutscht. :zwinker:


    Deshalb vergebe ich


    5ratten


    LG Anja

  • Am Anfang fand ich das buch ein bissl langweilig, was sich jedoch schnell gelegt hat.Icf finde das buch super, endlich mal ein Buch wo es um Zwerge geht.Die kommen aus meiner Sicht oft zu kurz

  • @Mihawk-DuLacre Zu deinem Witz mit kurz. Ich zitiere aus dem 3 Band vor beginn des Buches stehen Sprüche aus Büchern:


    Zitat von "Boindil Ingimmsch Zweiklinge"

    "Die überragende Länge eines Lebewesens oder eines Gliedmaßes ist nicht alles. Das sieht man an den Elben. Ich sage immer: Wer lang ist, wird einfacher getroffen!


    :zwinker::breitgrins:


    @hertzi da kann ich dir nur zustimmen es ist ein tolles Buch. Die Textstelle die du beschreibst fand ich auch eine echt Spannende.

  • Suche schon die ganze Zeit nach einem Thread zu dem Buch "Die Trolle" von Christoph Hardebusch. Das hat mein Cousin gestern zum Geburtstag bekommen. Gehört auch zu diesen Büchern wie "Die Orks" oder die "Zwerge".


    Wie findet ihr das Buch?


    Lieben Gruß, Majorana


    edit: Sorry, hat sich inzwischen erledigt, da ich den Button "SUCHE" endlich entdeckt habe! Sorry für die Störung :winken:

    Einmal editiert, zuletzt von Majorana ()


  • Suche schon die ganze Zeit nach einem Thread zu dem Buch "Die Trolle" von Christoph Hardebusch. Das hat mein Cousin gestern zum Geburtstag bekommen. Gehört auch zu diesen Büchern wie "Die Orks" oder die "Zwerge".


    Zusammen gehören diese ganzen Bücher übrigens nicht. Es handelt sich nur um die Aufmachung, die gleich ist - der Inhalt von z. B. Die Trolle, Die Zwerge und Die Orks hat nichts miteinander zu tun, auch wenn der Heyne-Verlag uns das weiß machen möchte. ;-)

  • Habe alle drei Teile von den Zwergen gelesen und ich lese eigentlich nur Krimis aber diese drei bekommen von mir
    volle 5ratten


    Das einzig ärgerliche ist das Ende von dem dritten Teil. :grmpf:


  • Das einzig ärgerliche ist das Ende von dem dritten Teil. :grmpf:


    Oh ja, ich hatte mich so auf ein schönes Ende gefreut! Und dann dieser mega Cliffhanger... :rollen:

    [size=9px]&quot;I can believe anything, provided that it is quite incredible.&quot;<br />~&quot;The picture of Dorian Gray&quot;by Oscar Wilde~<br /><br />:leser: <br />Henry Fielding - Tom Jones<br /><br />Tad Williams - The Dragonbone Chair<br /><br />Mark Twai

  • Am meisten regt mich auf das er erst schreibt das er nicht weiss ob er noch nen vierten Teil herraus bringt.


    Ich weiss nicht ob er ahnt wie schmerzhaft Teeren und Federn sein kann. :breitgrins:


    Ne echt voll übel. Naja lassen wir uns mal überraschen.

  • Hallo mark,


    Markus hat hier auf literaturschock bereits bestätigt, dass ein vierter Zwergenband herauskommt ;-) Also gibt es Hoffnung, bald wieder etwas von den "Kleinen" lesen zu können.


    Bitte sei doch so nett und begründe, warum du das Buch so gerne magst, eine einfache Aussage, wie dass sie dir gut gefallen haben, hilft hier leider niemandem, weil keiner deiner Geschmack kennt. Bitte aber ohne Spoiler, danke :-)


  • Am meisten regt mich auf das er erst schreibt das er nicht weiss ob er noch nen vierten Teil herraus bringt.


    Ich weiss nicht ob er ahnt wie schmerzhaft Teeren und Federn sein kann. :breitgrins:


    Ne echt voll übel. Naja lassen wir uns mal überraschen.


    Auf seiner Homepage hat er die aufgebrachten Fanscharen beruhigt. Es wird einen vierten Band geben, aber nicht vor 2007, eher 2008. Vorher steht wohl noch einiges andere an.


    Ups, das hatte Ingroscha schon geschrieben, man sollte schauen, ob es noch eine zweite Seite gibt *g* Dann hast Du es jetzt doppelt bestätigt :zwinker:

  • hi @ all


    ich hab die ersten zwei bände der zwerge nach anfänglichem Zögern verschlungen und lieben gelernt. sie sind wirklich spannend und hat auch nen ganz guten hintergrund. nur der dritte hat mich ehrlich gesagt entäuscht, kam mir irgendwie ideenlos vor... :zwinker:

  • Hallo!


    Ich habe "Die Zwerge" vor einiger Zeit gelesen und hier kommt meine Meinung:



    Der eigentlich noch unzwergische Tungdil Bolofar hat, in der Geborgenheit des Stollens seines Ziehvaters und Magus´ Lot-Ionan lebend, noch nie einen anderen seines Volkes zu Gesicht bekommen. Doch das soll sich bald ändern, denn er gerät nichts ahnend in ein großes Abenteuer, wobei sich ihm nur langsam offenbart, dass im an den Grenzen von den Zwergen beschützten Geborgenen Land seltsame Dinge vorgehen und große Gefahr droht. Im Zuge seines Abenteuers entdeckt er sowohl sich selbst neu als auch das Wesen seines Volkes. Mehrfach auf die Probe gestellt, liegt es bald zu einem nicht unbedeutenden Teil in seinen Händen und an seiner Axt, das Geborgene Land zu retten…


    Wenn auch die Geschichte in „Die Zwerge“ nach meiner Meinung als eine einzuschätzen ist, die für Fantasy recht typisch ist, so präsentiert sie Markus Heitz doch so geschickt und mit vielen Wendungen, dass das Geschehen reich an Abwechslung und das Buch durchweg hoch spannend ist. Richtig gut hat mir persönlich gefallen, dass die Zwerge hier ihren großen Auftritt haben, da sie die Helden und ihr Wesen und ihr Verhalten in dieser Geschichte maßgeblich sind. Das in diesem ersten Teil zentrale Abenteuer wird am Ende abgeschlossen, was für mich bis zum letzten Drittel des Buches nicht absehbar war. Für den zweiten Band gibt es lediglich einen kleinen Hinweis, den all diejenigen, die nur den ersten Teil zu lesen planen, getrost überlesen könnten - das Suchtpotenzial des Buches außen vor gelassen.


    Die Sprache ist flüssig, liest sich sehr zügig, ist ausgeschmückt mit vielen Adjektiven. Es kommt sehr viel an Atmosphäre beim Leser an, bei der sich besonders im ersten Drittel des Buches Frieden und eitler Sonnenschein mit grausamer Brutalität abwechseln. Der Leser bekommt Gefühle zu den verschiedenen Orten des Geborgenen Landes vermittelt, was sowohl durch den Sprachstil als auch durch die sich an den jeweiligen Orten abspielenden Ereignisse und der zugehörigen Gefühle des Protagonisten geschieht. Sprachlich wurde das Buch für mich durch die Wahl bestimmter, dem Buch eigener, Wörter zu etwas Besonderem. So wird eine Magierin beispielsweise als Maga bezeichnet, Tage als Umläufe und Jahre als Sonnenzyklen. Außerdem regen humorvoll geschriebene Szenen den Leser häufiger zum Lächeln oder Schmunzeln an.


    Die Charaktere werden vom Autor derart präsentiert, dass der Leser recht schnell eine gute Vorstellung von ihnen bekommt. Allerdings muss vor allem auf der ersten Hälfte ein nicht wenig verschwenderischer Umgang mit sympathischen und schnell vertrauten Personen erwähnt werden - eine anfängliche Befürchtung meinerseits, die sich sehr schnell bestätigte. Man sollte sich daher nicht allzu sehr an einige Figuren klammern. Den Protagonisten Tungdil lernt der Leser recht gut kennen; er ist auf Anhieb sympathisch und mit dessen Entdeckung seines Volkes wird auch dem Leser dieses von der Körpergröße her kleine Volk nahe gebracht und ein umfangreiches, charakteristisches Bild der Zwerge aufgebaut. Dass die Zwerge die Hauptrolle in dem Buch einnehmen, bedeutet nicht, dass nicht auch Menschen, Elfen, Trolle und weitere Völker wie Bogglins und Albae vorkommen und ihren eigenen Beitrag zur Story liefern. Auch stellt der Autor einige zweifelhafte Figuren vor, die nicht eindeutig einer Seite zugeordnet werden können, sondern sich eher in der Grauzone bewegen. Erst nach und nach kommt deren wahres Gesicht zum Vorschein.


    Das Buch enthält zwei Karten, die sich als sehr hilfreich erweisen, den Überblick über die verschiedenen Handlungsschauplätze zu behalten und die Bewegungen des Protagonisten im Geborgenen Land zu verfolgen. Außerdem gibt es eine Auflistung der wichtigsten Personen, mit jeweils einer kurzen Beschreibung, die der Zuordnung der Charaktere zu den Völkern und den Verbindungen unter den wichtigsten Personen dienlich ist. Außerdem enthält der Band gemeinerweise, wie ich persönlich finde, eine Leseprobe des zweiten Teils, genauer, dessen Prolog, den ich beim Lesen nicht aussparen konnte, was dazu führte, dass ich sehr neugierig auf den zweiten Teil geworden bin, und es mir schwer fiel, ihn nicht gleich im Anschluss zur Hand zu nehmen.


    Eine kleine Warnung für Zartbesaitete möchte ich noch anbringen, die anfällig für Übelkeit oder Albträume sind: Sie sollten sich überlegen, bei welchen Gelegenheiten sie die einigermaßen blutrünstige erste Hälfte des Buches lesen. Allerdings reduzieren sich Häufigkeit und Intensität solcher Szenen ab der zweiten Hälfte auf ein erträgliches Maß und sollten meinem Empfinden nach niemanden vom Lesen des Buches abhalten, denn auch die erste Hälfte bietet sehr viel Liebens- und Lesenswertes.


    Fazit: Ein fantastisches Buch über die Eigentümlichkeit, Sturheit und Liebenswürdigkeit der Zwerge, deren Abenteuer mir einige wunderbare Lesestunden verschafft haben und die ich in Zukunft mit etwas anderen Augen betrachten werde.


    Ich vergebe dafür: 5ratten


    Liebe Grüße,
    melima, die sich auf den zweiten Band freut

  • Oh je, schon wieder soooo viel Zeit vergangen, seit ich „Die Zwerge“ beendet habe und ich hab ganz erschrocken feststellen müssen, dass ein paar entscheidene Fragen zwar geklärt worden (das hab ich beim Nachlesen der Threads gesehen), aber nicht in meinem Kopf hängen geblieben sind. Werde ich jetzt nur als, oder war das Buch für mich nur ein belangloser Pageturner?


    Nein, das kann ich eigentlich nicht sagen, denn beim Durchlesen der Threads waren sie alle wieder da, meine geliebten Zwerge und ich war wie auch direkt zu Beginn des Buches direkt wieder ins geborgene Land eingetaucht. Markus Heitz macht einen den Einstieg sehr leicht. Vielleicht habe ich aber auch in letzter Zeit genug Fantasy gelesen, um meine Zwergenwelt vor mir zu sehen. Vor allem die Zwergenreiche, muss ich zu meiner Schande gestehen, sehen aus wie Ylorc, das Königreich von Achmed aus den Tochter-Büchern von Elizabeth Haydon. Aber das mag auch mangelnde Vorstellungskraft bei mir sein. Alles in allem war es ein bissl wie heimkommen in eine geliebte Welt, auch wenn sie von der Beschreibung natürlich schon ihren eigenen Zug hat.


    Die Zwerge, vor allem Tungdil und seine Reisegefährten sind mir sehr ans Herz gewachsen, die etwas skurileren, „leicht durchgeknallten“ Zwerge, wie den wutschnaubenden Ingrimmsch/ Boindil, der sich nur schwer im Griff hat, der mindestens ebenso amüsante Bavragor, der gerne mal einen über den Durst trinkt und ständig am singen ist (ihm gehört mein Herz, ein Sänger!!!!) und der Ingrimmsch von Herzen hasst, aber trotzdem halten die zwei zusammen wenn es gegen Goimgar geht, den Schwächling, der ebenfalls in Tungdils Expeditionstrupp ist. Gerade Boindil mit seiner Vergangenheit und was seine Wutattacken alles angerichtet haben, schrecklich, auch schrecklich traurig mitunter. Solche Figuren sind einfach das Salz in der Suppe, geben dem Buch eine ganz besondere Note, vergleichbar in meinen Augen mit Mr. Fox und Mr. Wolf aus den Büchern von Christoph Marzi, die in der Uralten Metropole spielen. Dieser Mittelteil ist so wunderbar, dass jede Szene, in der keine Zwerge vorkommen schon richtig zum gähnen sind. Sie sind mir einfach ans Herz gewachsen und ohne sie fehlt die Würze, es prickelt nicht! Die anderen Figuren kommen einfach nicht wirklich bei mir an, wobei auch ein Großteil der „bösen“ Charaktere wieder extrem spannend und interessant beschrieben sind. Das ist gut, dann ist es wenigstens keine Schwarz-Weiß-Malerei.


    Was mir an dem Buch nicht ganz so gut gefallen hat, auch wenn ich das von „Ritus“ her kenne, war die extreme Abmetzelei. Es wurde zu viel gemetzelt, teilweise war es einfach nur noch eklig und viel zu blutrünstig, dass sich mir echt der Magen umgedreht hat und ich leichte Angst vor Alpträumen hatte. Ich habe weiß Gott nichts gegen Horror und Blut, aber es war mir einfach zu viel. Und selbst wenn nicht gemetzelt wurde, es starben mir definitiv zu viele wichtige Personen in der Geschichte, teilweise wollte ich das Buch direkt in die Ecke schmeißen und dort verrotten lassen. Ich habe mich wirklich zwischenzeitlich gefragt, ob überhaupt noch jemand überleben darf und warum manche Figuren überhaupt noch im Personenregister auftauchen mussten, für die fünf Zeilen, die sie in dem Buch mitspielen durften! Trotzdem war ich hoch erfreut, als ich sowohl Personenregister als auch Landkarten in dem Buch finden durfte. Das gehört einfach ein Stück weit dazu und ich liebe solche Specials einfach!!!


    Ein paar Szenen/ Beschreibungen haben bei mir ziemliche Verwirrung hinterlassen, allerdings nicht diese totale, hysterische, grandiose Verwirrung, wie ich sie bei Christoph Marzi hatte, sondern eher verbunden mit einem flauen Gefühl im Magen. Ich will nicht sagen, dass das Ungereimtheiten/ Unklarheiten, evtl. falsche Zahlen waren, denn vieles mag durchaus beabsichtigt gewesen sein. Vielleicht war ich auch teilweise nicht so ganz wach oder doch im Hinterkopf mit anderen Dingen noch beschäftigt, dass es für mich zu Missverständnissen gekommen ist. Ich finde das nicht weiter schlimm, zumal ich beim direkten Lesen immer noch auf die Auflösung meiner Fragen hoffen konnte und mich auch gerne überraschen lasse. Außerdem ist es auch wieder schön, wenn man an den Stellen, wo etwas vielleicht nicht ganz eindeutig ist (für den Moment), die eigene Phantasie ankurbeln und die Lücken selbst füllen muss.

    Ich empfinde das Buch im Vergleich zu "Ritus" finde ich „Die Zwerge“ viel weniger hektisch und gehetzt. Das tut gut. Das lässt sich entspannt lesen. Zwischenzeitlich wollte ich aus dem Geborgenen Land gar nicht mehr auftauchen und direkt die Folgebände anschließen. Aber die eigene Leserunden-Planung hat mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt ist es eher wieder so, dass es mich grad gar nicht zu Teil 2 und 3 zieht. Das ging mir schon bei „Ritus“ so, ich schätze, ich hätte wirklich die Folgebände wirklich direkt im Anschluss lesen sollen, dieses „Muss des Weiterlesens“ wie ich es beispielsweise bei Marzi und auch bei Elizabeth Haydon empfunden habe, spüre ich bei Markus Heitz leider nicht.


    Insgesamt wurde mir einfach zu viel gemetzelt in dem Buch, die schöne Fantasy-Atmosphäre aus dem Mittelteil, wo die Zwerge unterwegs sind, musste blutrünstigen Schlachten weichen. Außerdem sind mir zu viele liebe Figuren gestorben, deren Tod dem Buch zum Schluss seinen Charme genommen haben.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    lg
    kathrin