J. R. R. Tolkien - Der Hobbit

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 83 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von BlackTimmi.

  • Also, ich muss Yvaine recht geben, Loch ist hier schon etwas unpassend. Und zwar einfach wegen seiner negativen Konnotation, nach dem Motto 'In was für einem Loch wohnst du denn??'.


    Genau damit spielt Tolkien ja ... opa.gif

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)


  • Also ich hätte "hole" hier auch nicht mit "Loch" übersetzt, sondern mit "Höhle". Wie geht der deutsche Satz denn dann weiter? Wird dann auch "sandiges Loch" und "Hobbit-Loch" übersetzt?


    Das kommt ein bißchen darauf an, welche Übersetzung man wählt.


    [quote author=Walter Scherf]In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit. Nicht in einem schmutzigen, nassen Loch, in das die Enden von irgendwelchen Würmern herabbaumelten und das nach Schlamm und Moder roch. Auch nicht etwa in einer trockenen Kieshöhle, die so kahl war, daß man sich nicht einmal niedersetzen oder gemütlich frühstücken konnte. Es war eine Hobbithöhle, und das bedeutet Behaglichkeit.[/quote]


    [quote author=Wolfgang Krege]In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit. Nicht in einem feuchten, schmutzigen Loch, wo es nach Moder riecht und Wurmzipfel von den Wänden herabhängen, und auch nicht in einer trockenen, kahlen Sandgrube ohne Tische und Stühle, wo man sich zum Essen hinsetzen könnte: nein, das Loch war eine Hobbithöhle, und das heißt, es war sehr komfortabel.[/quote]


    Beide Übersetzungen haben bekannt Schwächen. Der neueren Kregeschen Übersetzung ist zweierlei zugute zu halten: Namen und verschiedene Bezeichnungen sind mit dem HdR konsistent und insgesamt ist sie die „werktreuere“ Ausgabe, auch wenn Krege wieder seinem Modernisierungsdrang nachgeben mußte. An dieser Stelle muß ich einfach noch mal auf meine obige Aussage verweisen und auch sandhofer zustimmen: Tolkien hat den Begriff mit Sicherheit bewußt gesetzt, weil er im ersten Schritt genau diese Assoziationen hervorrufen wollte. Daher ist dier Übersetzung mit „Loch“ m. E. die stimmigere.


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Ich freue mich einfach nur total darüber, dass "Der Hobbit" verfilmt werden soll! Das hat die Geschichte auch wirklich verdient, das Buch hat mir super gut gefallen! Ich muss ehrlich sagen, dass es mir besser gefiel als der erste Herr der Ringe Band. (ich habe erst den ersten gelesen ^^") Mir kam es so vor, als wäre der Schreibstil flüssiger, es liess sich einfacher lesen und riss mich irgendwie mehr mit als das andere. Und Bilbo, hach den fand ich einfach nur knuffig! Und die Zwerge erst! Haha, als die da in seine Höhle gepurzelt kamen, da konnte ich einfach nur noch lachen! Ein tolles, tolles Buch! Ich würde zu gerne bald die Verfilmung sehen...


  • Mir kam es so vor, als wäre der Schreibstil flüssiger, es liess sich einfacher lesen und riss mich irgendwie mehr mit als das andere. Und Bilbo, hach den fand ich einfach nur knuffig! Und die Zwerge erst! Haha, als die da in seine Höhle gepurzelt kamen, da konnte ich einfach nur noch lachen! Ein tolles, tolles Buch! Ich würde zu gerne bald die Verfilmung sehen...


    Liegt daran, das "Der Hobbit" eigentlich ein Kinderbuch ist/sein soll...

    [center]If I could go back in time, wouldn&#39;t change a damn thing in my life. Love the dumb things we do when we&#39;re young, but the best is yet to come...<br />[/center]

  • Ich hab mal eine Frage zu den verschiedenen Auflagen des Buches.


    Es gibt die gebunden Ausgabe "Der Hobbit" von Klett Kotta und das Taschenbuch "Der kleine Hobbit" vom dtv u. a..
    Gibt es da einen Unterschied vom Inhalt her?


    Ich hab Interesse an dem Buch, weiß aber nicht von welchem Verlag.

    Weniger ist mehr.


  • Ich hab mal eine Frage zu den verschiedenen Auflagen des Buches.


    Es gibt die gebunden Ausgabe "Der Hobbit" von Klett Kotta und das Taschenbuch "Der kleine Hobbit" vom dtv u. a..
    Gibt es da einen Unterschied vom Inhalt her?


    Ich hab Interesse an dem Buch, weiß aber nicht von welchem Verlag.


    Es sind unterschiedliche Übersetzungen. Ich würde persönlich in diesem Fall die bei Klett-Cotta erschienene neuere Übersetzung von Wolfgang Krege wählen, die ihm deutlich besser geglückt ist, als die HdR-Neuübersetzung.


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Was ist aus der guten alten Ausgabe in der Übersetzung von Margaret Carroux geworden? Die finde ich gut und auch werkgetreu. Habe den Hobbit aber seit Jahren nur noch auf englisch gelesen.

    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.


  • Was ist aus der guten alten Ausgabe in der Übersetzung von Margaret Carroux geworden? Die finde ich gut und auch werkgetreu. Habe den Hobbit aber seit Jahren nur noch auf englisch gelesen.


    Margaret Carroux hat zwar Der Herr der Ringe übersetzt (und das besser als Krege vor wenigen Jahren), aber nicht den Hobbit. Davon gibt es zwei Übersetzungen, die neuere von Krege bei Klett-Cotta und die ältere von Walter Scherf. Kreges Neuübersetzung hat Differenzen der Erstübersetzung zum HdR ausgeglichen (z. B. bei Namen) und die Gedichte und Gesänge mit übernommen. Außerdem hat das Buch etwas von dem Kinderbuchcharakter verloren. Daher würde ich hier Kreges Übersetzung vorziehen. Beim HdR natürlich nicht. :zwinker:


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Gut zu wissen. Danke für den Hinweis. :daumen:
    Dann werde ich mir die gebundene Ausgabe für ein paar Euro mehr holen.

    Weniger ist mehr.

  • Also ich hab das Buch vor Jahren mal Geschenkt bekommen, hab es aber bis heute noch nicht gelesen .
    Wahrscheinlich weil ich Grad in HP Fieber war :redface:
    aber wenn ich Biss zum Morgengrauen gelesen hab nehme ich mir den Kleine Hobbit vor :breitgrins:

  • Hallo!


    Ich habe den Hobbit nun zum zweiten oder dritten Mal gelesen. Trotzdem hatte ich vieles schon wieder vergessen, weswegen die Handlung erneut viele Überraschungen für mich barg. :zwinker:


    Da ich neulich erst "Der Herr der Ringe" wieder gelesen habe, war es diesmal besonders interessant für mich, die Verbindungen zwischen den beiden Büchern zu entdecken. Der Ton im Hobbit ist jedoch ein gänzlich anderer, wahrscheinlich weil es als Kinderbuch angelegt ist. Das fand ich jedoch sehr erfrischend, denn so sehr ich "Herr der Ringe" mag - die Schwere von Frodos Aufgabe mag einen manchmal schier erdrücken, während der Hobbit eher leicht daherkommt, obwohl natürlich auch Bilbo gefährliche Abenteuer bestehen muss.


    Auffällig ist, dass die Elfen hier ganz anders sind. Sie scheinen weniger unnahbar und viel fröhlicher - was sie vor allem durch ihre Lieder beweisen, die ich sehr mochte. :breitgrins:


    Da "Herr der Ringe" eines meiner Lieblingsbücher ist, kann ich für Bücher aus Mittelerde nicht weniger als
    5ratten geben.

  • Zur Zeit lese ich "Der Hobbit" gerade mit meinen Kindern und sie finden es derart spannend und toll, daß es immer schwer ist überhaupt aufzuhören :smile: . Macht sehr viel Freude ihnen die Geschichte vorzulesen. Ich kenne das Buch gut, aber ist nochmal was anders wenn man vorliest. Obwohl ich es schon einige Male gelesen habe, gibts es manches das mir erst jetzt, ganz neu auffällt. Gestern hab ich das Gespräch zwischen Smaug und Bilbo vorgelesen ... eine wahre Wonne :klatschen: für den Vorleser und die Zuhörer ;)

  • @ Yvaine: Wie alt sind deine Kinder, wenn ich fragen darf? Mich würde das nur mal so interessieren, weil DER HOBBIT jetzt ja auch keine Kleinkinderlektüre ist. :)

    MfG Mandel :-)<br />-------------------------------------------------------<br /><br />&quot;Ein Apartment voller kluger Bücher ist das<br />Erotischste überhaupt&quot; - Nick Hornby<br /><br />&lt;b&gt;Mein Blog: http://www.BuchLeben.com&lt;/b&gt;

  • Der Kleine ist bald 6 und der Große 7 1/2 :smile: .
    Einzig die Rätsel bei Gollum waren etwas intensiver erklärungsbedürftig, ansonsten gibts wenig Erklärungsbedarf, Gesprächsbedarf (wie bei den meisten Büchern) natürlich schon :) . Ich dachte ja daß das Spinnenkapitel für sie zu gruselig wird, habs extra so gelegt daß wir es eher früh am Tag gelesen haben, also nicht gerade vor dem Zubettgehen, aber sie fanden dann vor allem beindruckend wie mutig Bilbo in der Situation wurde um seine Freunde zu retten. Naja... lag bei mir wahrscheinlich daran daß es mich vor solchen Spinnenszenen so gruselt. Die beiden finden Spinnen ja spannend xD . Nur daß es so große Spinnentiere nicht wirklich gibt, fanden auch sie beruhigend :breitgrins:
    Momentan sind wir ja schon bei Smaug und da sind sie natürlich völlig gebannt...


    Am meisten gegruselt haben sie sich vor Gollum. Ich muß aber dazu sagen daß sie noch nie Bilder von ihm gesehen haben, auch nicht von den Ork's, sie sich also ihre Vorstellung nur aus dem gelesenen Text gebildet haben und ich denk das ist auch besser so.


    Vom Text oder der etwas älteren Sprache und den langen Sätzen gabs keinerlei Probleme, aber beides sind vorlesegewöhnte Kinder und an die Länge der Sätze in "Der kleine dicke Ritter" (Robert Bolt) oder auch das Orignalbuch von "Wickie" (Runer Jonnson) reicht Tolkien gar nicht mal heran *lach*

    Einmal editiert, zuletzt von Yvaine ()

  • Na, dann bin ich ja mal gespannt was deine Kleinen zu "Der Herr der Ringe" sagen. Das fand ich persönlich sehr anstrengend. :) Aber das ist vielleicht auch ein bisschen viel zum Vorlesen. :D

    MfG Mandel :-)<br />-------------------------------------------------------<br /><br />&quot;Ein Apartment voller kluger Bücher ist das<br />Erotischste überhaupt&quot; - Nick Hornby<br /><br />&lt;b&gt;Mein Blog: http://www.BuchLeben.com&lt;/b&gt;

  • Mandel


    "Der Herr der Ringe" ist meines Erachtens erst was für Jugendliche, ab .. hm.. ich würd sagen frühestens 13 oder so. Und wenn sie das lesen wollen, dann sollen sie selber tun *lach* . "Der Hobbit" eigent sich aber gut als Kinderbuch für nicht mehr allzu kleine Kinder, wenn sie vorlesegewohnt sind und ist ja auch urspünglich als Kinderbuch geschrieben worden. Es gibt ja die Geschichte darüber daß der 9jährige Sohn des Verlegers das Buch probegelesen und für gut befunden hat bevor es verlegt wurde.


    Ich selbst mag sowohl "Der Hobbit" als auch "Der Herr der Ringe" sehr :)
    Eher werd ich aber im Laufe der Jahres vielleicht noch "Roverandom" mit den Kindern lesen wenn sie wollen. Ursprünglich hatte ich geplant damit anzufangen, aber mein Großer wollte zuerst unbedingt die Geschichte mit den Zwergen, dem Zauberer und dem Drachen hören *g*

  • Hallo!


    Ich habe ein wenig Bedenken, den "Hobbit" solch kleinen Kindern vorzulesen, wegen dem Kapitel "Die Wolken bersten", das doch ziemlich harter Tobak ist für dieses Alter. Als ich Kind war, habe ich diesen Teil des Buches ziemlich verabscheut.

    &quot;Cessent iam nunc rapaces officialium manus, cessent inquam!&quot;<br />&quot;Zurück, ihr gierigen Beamtenhände, zurück, sag ich!&quot;<br />&nbsp;&nbsp; - Konstantin der Große

  • So, ich zerre den Thread mal wieder ans Tageslicht, immerhin gehöre ich jetzt auch zu den "Der-kleine-Hobbit"-Eingeweihten. Da ich mir gerade "Der Herr der Ringe" als Hörbuch zu Gemüte führe, dachte ich, ich könnte ja endlich mal die Vorgeschichte kennenlernen. Folgende Ausgabe habe ich gelesen:

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    Meine Meinung
    Irgendwie war ich fast ein bisschen enttäuscht von "Der kleine Hobbit". Ich wusste zwar, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, konnte mir aber nicht so richtig vorstellen, wie das funktionieren sollte. Beeinflusst von "Der Herr der Ringe" erwartete ich Landschaftsbeschreibungen, in welchen man sich verlieren kann, und ausgefeilte Charaktere. Aber leider kam ich keinem der Charaktere wirklich nah.
    Bilbos Entwicklung war natürlich spannend zu beobachten und ihn habe ich auch richtig in mein Herz geschlossen. Aber die Zwerge fand ich durchweg eher unsympathisch und ziemlich oberflächlich dargestellt. Es ist schon klar, dass nicht alle 13 Zwerge eine seitenlange Charakterdarstellung bekommen können, aber zumindest von Thorin hätte ich gerne mehr erfahren. Für ein Kinderbuch reichen die Beschreibungen wahrscheinlich aus, aber wie gesagt: ich hatte ganz andere Vorstellungen. So schien mir auch die Aneinanderreihung der Abenteuer etwas zu gehetzt, Ruhepausen gibt es kaum.


    Jetzt aber mal zu den positiven Seiten des Buches, so schlecht, wie es nach der obigen Kritik erscheint, fand ich das Buch nämlich gar nicht. Ich habe mich sehr darüber gefreut, bestimmte Orte und Ereignisse aus "Der Herr der Ringe" endlich in einen Zusammenhang stellen zu können, wie z.B. die versteinerten Trolle oder das Rätselraten mit Gollum. Und auch die verschiedenen Wesen in Mittelerde haben mich wieder fasziniert, zumal hier ja einige, für mich neue, Kreaturen auftauchen. Beorn fand ich klasse und auch Smaug als übermächtiger Gegner hat mir gut gefallen. Außerdem habe ich bereits bekannte Völker wie die Zwerge oder die Elben aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen dürfen.


    Ich denke, wenn ich "Der kleine Hobbit" vor "Der Herr der Ringe" gelesen hätte, wäre er besser weggekommen. So gibt es von mir leider nur:
    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    "Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne." (Jean Paul)


  • Da ich mir gerade "Der Herr der Ringe" als Hörbuch zu Gemüte führe, dachte ich, ich könnte ja endlich mal die Vorgeschichte kennenlernen. Folgende Ausgabe habe ich gelesen:


    Das ist die alte Übersetzung von Walter Scherf. So wenig gelungen ich Kreges Neuübersetzung vom HdR finde, beim Hobbit hat er gute Arbeit geleistet, da gefällt mir seine Fassung besser als die Scherfsche Übertragung.