W. Hohlbein - Fantastische Weihnachten

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von nimue.

  • Das Buch habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen und auch schon zwei Geschichten daraus gelesen:

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    Beschreibung von amazon: Die opulente Weihnachtsanthologie der unbesinnlichen Art versammelt bislang unveröffentlichte Geschichten namhafter Autoren, die in fremde, farbenprächtige Winter- und Weihnachtswelten entführen und schlaflose Nächte bereiten.


    Es sind fantastische Geschichten, geschrieben unter anderem von Nina Blazon, Monika Felten, Christopher Marzi, Hohlbein selber und noch vielen anderen.


    Zwei Geschichten habe ich daraus schon gelesen und die waren wirklich sehr schön und nett.
    Kennt das Buch sonst noch jemand?


    Katrin

  • Ich habe das Buch auf meinem Wunschzettel, weil eine Geschichte von Christoph Marzi enthalten ist.
    Aber mir war es einfach zu teuer, auch wenn die Ausstattung sehr schön ist.
    Kannst Du vielleicht schreiben, wie es Dir gefallen hat? Manchmal sind ja auch nur einige wenige Geschichten wirklich gut.

    viele Grüße<br />Tirah

  • Die Geschichte von Marzi habe ich schon gelesen. Sie ist zwar nicht schlecht, aber es gibt bessere. Am besten hat mir bisher die Geschichte von Reinhold Ziegler "Verzauberte Zeit" gefallen. Da geht es um eine Zeitreise durch einige Weihnachtstage. Die war wirklich sehr gut.


    Ich finde, dass das Buch das Geld wirklich wert ist. Da einige Autoren mitgewirkt haben, lernt man auch einige andere kennen. Ich kenne Ziegler bisher nicht, aber jetzt werde ich sicher mal schauen, was er sonst noch so geschrieben hat.


    Katrin

  • Dieses wunderschön aufgemachte Buch habe ich zur Weihnachtszeit gelesen, es lag für mich unter dem Weihnachtsbaum :smile: Einige Geschichten waren herausragend gut, an vorderster Stelle möchte ich Das Messer von Zoran Drvenkar nennen. Ein ganz besonderer Stil, der einem unter die Haut geht.


    Eine Geschichte habe ich nicht gelesen und zwar die von Wolfgang Hohlbein. Ich halte ja nicht besonders viel von seinen Schreibkünsten (falls er diese Geschichte überhaupt selbst geschrieben hat) und traue mich an diese doch mit ca. 70 Seiten recht lange Geschichte mit meiner raren Lesezeit nicht so recht ran. Hat von euch vielleicht jemand die Geschichte gelesen und falls ja, wie hat sie euch gefallen? In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, ob ihr Herrn Hohlbein auch eher kritisch gegenüber steht oder ein großer Fan seid.


    Vielen Dank schon mal im Voraus :winken:


  • In dem Zusammenhang würde mich auch interessieren, ob ihr Herrn Hohlbein auch eher kritisch gegenüber steht oder ein großer Fan seid.


    Ich war/bin ein großer Fan, stehe ihm aber mittlerweile sehr kitisch gegenüber. Im Grunde ist es bei ihm so: Kennt man eines seiner Bücher, kennt man alle. Außer ein paar sehr guten Ausnahmen, die er früher geschrieben hat (wie Märchenmond), ist jetzt alles nur mehr Einheitsbrei. Die neuesten Bücher von ihm kaufe ich mir nicht mehr, da mir meine Lesezeit zu kostbar ist. Daher kenne ich auch diese Geschichte von ihm nicht. Die restlichen Geschichten sind allerdings sehr zu empfehlen. :winken:


    Katrin

  • Ich zitiere mich mal selber:



    Davor kannte ich eine Kurzgeschichte von Hohlbein, die mir so gar nicht gefallen hatte. Aber diese etwas längere Kurzgeschichte hat mir doch ganz gut gefallen, ganz entgegen meiner Befürchtungen. Es geht um einen Journalisten, der quasi "undercover" für eine Artikelreihe über Obdachlose recherchiert. Er hat sich ihnen gegenüber als Obdachloser ausgegeben, und lebt mit ihnen. Das gibt natürlich auch Stress mit seiner Frau, er ist ja kaum zu Hause - gerade zur Weihnachtszeit.
    An Heilig Abend will er dann zur Bescherung (2 Kinder gibt es auch) nach Hause kommen. Er ist spät dran, und weil es so kalt ist und eben Weihnachten, bringt er seine neuen "Freunde" mit. Das gibt nicht nur Ärger mit seiner Frau, sondern auch die Obdachlosen staunen nicht schlecht. Einer davon weigert sich auch, in sein Haus zu kommen - also gibt es zwei Gäste: einen Mann, mit dem er ein recht gutes Verhältnis hat, und eine Frau, die irgendwie nicht ganz bei sich ist. Im Laufe des Abends passiert so einiges, und besonders hat mir das Ende gefallen.


    Lesenswert. Fängt realistisch an, bei der Bescherung und vor allem zum Ende hin wird es geheimnisvoll.
    Obwohl ich Herrn Hohlbein eher skeptisch gegenüber stehe. Die Kurzgeschichte von ihm in "Drachengift" mochte ich so gar nicht, und mein erster Hohlbein-Roman "Der Ring der Nibelungen" (oder so ähnlich) war ein totaler R(h)einfall. Das Hagen-Buch musste ich mir dann aber doch besorgen, subbt aber noch.

  • Zu den restlichen Geschichten sollte ich vielleicht auch noch etwas schreiben! Bis auf eine haben mir alle gut gefallen, es war eine bunte Mischung mit einigen Highlights. :smile:


    Im einzelnen:


    Christoph Marzi - Der Krähenengel
    Mit einer tollen Atmosphäre, eifersüchtigen Engeln, einem Zirkus und Sternen, die auf der Erde einen Auftrag erfüllen müssen. Durch die Sterne musste ich natürlich an Neil Gaimans "Sternwanderer" denken, auch wenn es eine andere Geschichte war.


    Brigitte Melzer - Der Turm der Zauberer
    Das hat mir so gar nicht gefallen. Die Protagonistin war mir zu naiv und frech, alles war so oberflächlich. Am besten war noch das ungewöhnliche Ende, welches die Geschichte etwas aufwertet.


    Sabine Streufert - Moorwinter
    Sehr winterlich, liebenswert und auch unheimlich. Die Ereignisse waren für mich nicht wirklich eine Überraschung, aber es war eine nette Geschichte.


    Katja Brandis - Bethanior
    Eine wunderbare Geschichte! Ein Junge belauscht in einer U-Bahn ein rätselhaftes Gespräch, in dem es um Wesen geht die sich in neuen Weihnachtskugeln verbergen - und die an Weihnachten "schlüpfen" sollen.


    Zoran Drvenkar - Das Messer
    Spannende Geschichte, in der ein Junge namens Jesus anderen Leuten Leid zufügt und sich daran erfreut. Es geht um zwei Geschwister, die noch nicht lange in der Stadt sind. Und um ein Messer, das Magie besitzt. Der Stil erinnert mich teilweise an Christoph Marzi (auch durch die kurzen Sätze), daher muss ich von dem Autor noch etwas lesen...


    Monika Felten - Trollnächte
    Eine sehr "nordische" Geschichte über Trolle, die im Winter ihr Unwesen auf den Höfen treiben. So auch auf dem Hof, auf dem zwei Brüder leben. Ihr Onkel hat Erfahrung mit Trollen, ist zur Zeit aber nicht da - im Winter ist er immer viel unterwegs. Da er ihnen aber viele Troll-Geschichten erzählt hat, meint der ältere Bruder zu wissen, wie man die Trolle vom Hof vertreiben kann... Eine tolle Erzählung mit einem überraschendem Ende!


    Nina Blazon - Das Fest
    Hier geht es um die Familie eines Verwalters, ein "wildes" Nomaden-Volk und ihr Fest - und um Gräber. Rätselhaft, ein wenig gruselig, stimmungsvoll und wunderschön erzählt.


    Susanne Rauchhaus - Verfluchter Schnee
    Ein Mädchen verflucht ihren großen Bruder zu dem Schicksal des eben von ihr gebauten Schneemanns. Erschreckenderweise funktioniert dieser Fluch, obwohl sie nur ein paar Hexen-Bücher gelesen hat. Die Geschichte liest sich viel besser, als es sich vielleicht vom Inhalt her anhört - und bietet ein sehr gelungenes Ende!


    Reinhold Ziegler - Verzauberte Zeit
    Hier geht es um eine wunderschöne Weihnachtsuhr und einen Fluch, der auf der Familie zu liegen scheint. An jedem Heilig Abend passiert ein Unglück, z.B. brennt der Weihnachtsbaum trotz elektronischer Lampen. Der Sohn der Familie stellt zwischen diesen beiden Dingen eine Verbindung her, da an dem Heilig Abend als die Uhr stehen geblieben ist, kein Unglück passierte. Während der Rest der Familie bei einem weihnachtlichen Pflichttermin ist, versucht er hinter das Geheimnis der Uhr zu kommen...


    Florian Wendland - Chrissa
    Diese Geschichte fand ich sehr unheimlich - es geht um einen künstlerisch begabten Jungen, seine Freundin und seine Figuren. Seine neueste Steinfigur hat er nach dem Vorbild seiner lange verstorbenen Mutter erstellt - oder zumindest nach dem, wie er sie sich vorstellt. Nach Vollendung dieser Figur passieren merkwürdige Dinge...


    Susanne Gerdom - Das Elfenauge
    Hier geht es um Charlotte, deren Mutter verschwunden ist, ihr aber ein Schmuckstück hinterlassen hat. Und um verschiedene Welten, die wilde Jagd, Oberon und Titania. Eine wunderschöne geheimnisvolle Geschichte, an der mir auch der Gedanke an Schattenzwillinge gefallen hat.


    Zu der Geschichte von Herrn Hohlbein hatte ich ja schon etwas geschrieben.
    Eine Lieblingsgeschichte kann ich gar nicht nennen, aber besonders gefallen haben mir die Geschichten von Christoph Marzi, Katja Brandis, Zoran Drvenkar, Monika Felten und Susanne Gerdom.


    4ratten

  • Da der Thread "Hohlbein-Euphorie" geschlossen worden ist, [...]


    Siehste, so was fällt einem gar nicht auf, wenn man immer über "Neue ungelesene Beiträge" geht. Ich habe die Diskussion dort eigentlich gar nicht schlimm oder gar ausartend gefunden. Darf ich fragen, warum der Thread geschlossen wurde?

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

  • Aeria : Der Text ist spitze. Genauso ist es leider wirklich. :breitgrins:


    sandhofer : Warum er geschlossen wurde, weiß ich nicht. Aber am Schluss wurde nur mehr darum diskutiert ob Hohlbein und Rowling ihre Bücher aus marketingtechnischen Gründen schreiben - vielleicht war das der Grund.


    Katrin

  • sandhofer : Warum er geschlossen wurde, weiß ich nicht. Aber am Schluss wurde nur mehr darum diskutiert ob Hohlbein und Rowling ihre Bücher aus marketingtechnischen Gründen schreiben - vielleicht war das der Grund.


    Nun gut. Aber das war ja im weiteren Sinne nicht mal off-topic.

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)