Rezensionen schreiben

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 23 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von JaneEyre.

  • Hallo ihr Lieben,


    da ich im Internet nicht wirklich etwas zu diesem Thema gefunden habe, hab ich mir gedacht hier einfach mal nachzufragen.
    Es geht um das schrieben von Rezensionen. Ich hab mich immer wieder daran versucht, doch ist leider nie etwas brauchbares dabei raus gekommen.
    Ich weiß einfach nicht wie ich anfangen soll, was man konkret erwähnen sollte und was nicht.
    Ich hoffe mir kann jemand helfen. Tipps sind erwünscht. :klatschen:


    Mfg
    Tetr4

  • Hm ich versuche es mal mit ein paar Tips. Vielleicht hilft dir das ja ein bissl:
    ... schreib doch wie dir die Stimmung gefallen hat, ob dir die handelnden Persenen sympathisch waren oder nicht. Hat dir der Stil gefallen? Fandest du es anstrengen zu lesen oder flutschte es beim Lesen nur so. Musstest du noch tagelang über das Buch nachdenken oder ist es eher eines das man sofort wieder vergisst? Vielleicht hilft es dir ja auch wärend dem Lesen ab und an ein paar Notizen zu machen?

  • Ich finde es hilfreich, bei Rezensionen mit einer selbstformulierten Inhaltsangabe anzufangen und nicht einfach den Klappentext oder die Amazon-Zusammenfassung abzuschreiben. Da merkt man schon ganz von selbst, wo die eigenen Schwerpunkte liegen, was einem wichtig war, welche Szenen/Passagen nicht gefallen haben, welche Personen besonders beeindruckt haben etc. Diese subjektiven Eindrücke muss man dann hinterher nur noch begründen.

    Viele Grüße aus dem Zwielicht<br />[size=9px]Rihla.info | blooks - Rezensionen und mehr<br />[b][url=http://www.librarythi

  • Hallo Tetr4 :winken:!


    Sehr guter Thread, das frage ich mich auch immer. Habe auch meistens Panik zu viel zu verraten. Ich hab mich einfach mal dran gesetzt (seit ich hier angemeldet bin :zwinker:) und einfach mal was runtergeschrieben. Weiß zwar leider nicht ob das ok ist, aber mit jeder Rezi wird es besser denke ich :zwinker:.


    Schön wäre es, wenn Leute zu den Rezi´s was schreiben würden. So wie bei Amazon z.B. "war hilfreich"...

    Kai Meyer ~ Lanze und Licht

  • [quote author=Vela]Schön wäre es, wenn Leute zu den Rezi´s was schreiben würden. So wie bei Amazon z.B. "war hilfreich"...
    [/quote]


    Jein. Für den Rezensenten ist es sicher schön, wenn er/sie Feedback bekommt. Aber für den Threadleser, der eigentlich etwas über das Buch wissen wollte, ist es nachher mühsam, wenn nach der Rezi zehn Postings à la "schöne Rezi", "Rezi gelungen" etc kommen :zwinker:


    Ich kann es nur immer wieder schreiben: Bei den Rezensionen in diesem Forum gibt es grosse Unterschiede bezüglich Stil und Länge. Aber: Jede Rezi ist willkommen und falsch kann man eigentlich auch nichts machen. Es gibt nur zwei Dinge, die man vermeiden sollte:


    1. Nicht den ganzen Inhalt oder den Schluss verraten (es gibt viele Leute, die solche Spoiler gar nicht mögen)
    2. Nicht nur eine Inhaltsangabe machen, sondern auch die eigene Meinung schreiben und diese auch begründen. Wobei "begründen" nicht bedeutet, dass man eine halbwissenschaftliche Abhandlung schreibt, es reicht auch, wenn die Argumente rein persönlicher Natur sind. Ein Beispiel: "Charakter XY mochte ich gar nicht." ist ein bisschen dünn. Aber "Charakter XY mochte ich gar nicht, weil er ständig an allem und jedem rumgenörgelt hat und es ihm nie jemand recht machen konnte."


    Ansonsten haben wir hier wahrscheinlich so viele Rezensionsstile wie Rezensenten. Lasst eurer Fantasie freien Lauf :zwinker:


    Liebe Grüsse


    Alfa Romea

    Wer anderen folgt, wird nie zuerst ankommen.


  • Habe auch meistens Panik zu viel zu verraten. Ich hab mich einfach mal dran gesetzt (seit ich hier angemeldet bin :zwinker:) und einfach mal was runtergeschrieben. Weiß zwar leider nicht ob das ok ist, aber mit jeder Rezi wird es besser denke ich :zwinker:.


    Mir geht es genauso. :winken:


    Ich überlege auch oft, was ich jetzt genau in die Rezi schreibe. Sie soll ja auch nicht zu viel verraten, aber doch informativ sein.
    Ob mir das immer gelingt? Sicher nicht, aber ich bemühe mich weiter und hoffe, dass es mit der Zeit immer besser wird. :breitgrins:
    Dabei freue ich mich immer riesig, wenn sich noch jemand meldet und seine Meinung zu dem Buch schreibt. :klatschen:


    LG


    Aurian

  • Ich hab hier jetzt mal ein Paar probeweise geschrieben. Es läuft wirklich viel besser, wenn man zunächst einmal mit einer eigenen Inhaltsangabe anfängt. So erübrigt sich der Rest schon fast :zwinker:

  • Rezensionen schreiben ist auch nicht gerade meine Stärke. Ich hätte jetzt auch gedacht, dass es wie z. B. bei einer Nacherzählung oder Gebrauchsanweisung, konkrete Dinge zu berücksichtigen gibt, die eine gute Rezension ausmachen.


    Mit der Inhaltsangabe anzufangen, ist eine gute Idee. Allerdings fände ich das hier etwas viel, wenn jeder, der ein Buch beurteilt, eine Inhaltsangabe dazu schreibt. Meistens stehen sie ja direkt am Anfang eines Threads.


    Die Tipps von HoldenCaulfied finde ich ganz gut. Ich werde mal versuchen, sie umzusetzen.


    LG Murkxsi

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Ich habe auch große Probleme mit den Rezis. Am meisten hilft mir, wenn ich mir meine spontanen Gedanken während des Lesens notiere und sie dann nachher ausformuliere. Was ich gar nicht mag, ist, wenn zu viel von der Handlung verraten wird, deshalb halte ich mich dabei auch selbst zurück.


    Meist heißt es ja, dass man mit zunehmender Häufigkeit beim Rezensieren besser wird, aber davon habe ich bei mir nicht den Eindruck.


    Grüße
    Doris

  • Bei mir hängt es sehr vom Buch ab, ob mir eine Rezension leicht fällt oder nicht. Mit dem Inhalt tue ich mir immer schwer, da ich sowieso dazu neige zu knapp zu schreiben, und auch nicht zuviel verraten will. Da verrate ich wohl meistens eher zuwenig.


    Meine eigenen Rezensionen gefallen mir grundsätzlich nicht, aber ich schreibe fleißig weiter um Übung zu bekommen. Vielleicht werden sie ja wirklich irgendwann besser.

  • Ich traue mich auch nie über eine Rezi....Obwohl - so schwierig kanns ja nicht sein, oder?


    lg, Frau 32

  • Ich schreibe jede Rezi anders.


    Einmal schreibe ich etwas über meine Empfindungen beim Lesen, dann wiederrum wie mir das Buch gefallen hat. Was ich aber wichtig finde, ist die Frage warum es einem gefallen/nicht gefallen hat.


    Rezi schreiben ist nicht schwer und bei jeder Rezi kommt man mehr hinein und tut sich leichter. Viele machen sich neben dem Lesen Notizen um sich nachher besser daran erinnern zu können, das mache ich nur bei Leserunden. Ich denke vor der Rezi noch einmal an das Buch und was mir im Gedächtnis geblieben ist, das schreibe ich dann auch.


    Jeder schreibt sie anders und keine Art ist falsch. Immerhin sind wir hier nicht in der Schule und nichts wird benotet. Jeder macht es so wie er es kann und wie er meint, dass er es gerne lesen würde.


    Das denke ich mir nämlich immer: Würde mich das zum Lesen anregen oder nicht?


    Katrin

  • Also ich versuche als erstes immer meine Rezis einzuteilen. Eine kurze Inhaltsangabe (wenn mir gar nix einfällt auch mal der Klappentext), dann meine Meinung mit einer kurzen Zusammenfassung am Schluss, dann die Bewertung und je nachdem noch ein kurzes PS.


    Bei meiner Meinung verhalte ich mich dann allerdings ähnlich wie Jaqui und schreibe da nach Gefühl, möchte aber natürlich trotzdem so gut es geht begründen, wie ich zu meiner Meinung komme. Auch wenn da einiges an Bauchgefühl mitspielt.

  • Ich habe auch immer Mühe mit Rezi schreiben. Ich möchte auf keinen Fall zu viel Verraten, von daher greife ich meist auf den Klappentext zurück, oder versuche anhand des Klappentextes, meine eigene Version der Zusammenfassung zu schreiben.


    Bei meiner Meinung versuche ich, möglichst mein Gefühl zu vermitteln, welches ich beim lesen eines Buches bekam. Oder das aufzuschreiben, was für andere interessant sein könnte. Obwohl ich manchmal Mühe damit habe, meine Meinung in die richtigen Worte zu packen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich so umständlich oder wirr schreibe, dass kein Mensch versteht, was ich damit sagen will. Meist schreibe ich die Rezi zuerst auf Windows, um es dann nochmal am nächsten Tag durchzulesen und zu ändern was mir nicht mehr gefällt.


    Trotzdem sage ich mir, Übung macht den Meister. Von daher werde ich euch ganz frech weiterhin mit meinen stümperhaften Rezis belästigen. :teufel:

    Liebe Grüsse Hanni 8)

  • ... von daher greife ich meist auf den Klappentext zurück, oder versuche anhand des Klappentextes, meine eigene Version der Zusammenfassung zu schreiben.


    Ist doch ohnehin eine gute Ausgangslage, weil da oft Aufhänger für die Rezi drin stecken. Da werden Personen oder Handlungen genannt, die man dazu nutzen kann.


    Und Rezis schaue ich mir oft auch ein zweites Mal an. Andere Texte, die ich schreibe, lese ich auch grundsätzlich mehrfach durch.

    ☞Schreibtisch-Aufräumerin ☞Chief Blog Officer bei Bleisatz ☞Regenbogen-Finderin ☞immer auf dem #Lesesofa

  • Hallo miteinander,


    Hier ist eine ganz gute Anleitung: klick


    Viele Grüße von Annabas

  • Ich tippe gern als erstes den Klappentext ab, weil der ja auch von "euch" gelesen werden würde, wenn euch das Buch irgendwo in die Hände fallen würde.
    Von Amazon übernehme ich keinen Text.

    Viele Grüsse,

    Weratundrina :verlegen:


    Help me, help me ~ Won't someone set me free? ~ There's no right side of the bed ~ With a body like mine and a mind like mine

    ~ IDLES ~


  • Hallo,


    Klappentext benutze ich nur als grobes Hilfsmittel, um ungefähr zu wissen, worum es in etwa geht. Für Rezensionen benutzte ich Klappentexte aber nicht, weil oft was falsches darin steht, oder auch wichtiges einfach unterschlagen wird.


    Eine Rezension ist eine persönliche, etwas ausführlichere Meinugsbildung über ein Buch, die schriftliche fixiert wird. Als ich begonnen habe Rezensionen zu schreiben, habe ich mich in erster Linie auf den Inhalt konzentriert, von dieser Methode bin ich aber weggekommen. Meistens bildet eine Rezension ein Gemisch von verschiedenen Dingen.


    Beispiele:


    Worum geht es überhaupt? (damit könnte man beginnen.)
    Natürlich wird auf den Inhalt eingegangen, eine Rezension ist aber keine Inhaltsangabe.
    Welche Erzähltechnik verwendet der Autor (Chronologisch, verschiedene Zeitebenen u.ä.)
    Wie hat der Autor die Thematik bewältigt? Was gefällt mir daran, was nicht?
    Wie sind die Charaktere herausgearbeitet (Scharfe Konturen oder eher blass).
    Das Kolorit: Wann spielt der Roman und wo. Ist der Roman ein Spiegel seiner Zeit? Spielt er auf bestimmte Dinge an, die z.Zt. des Autors gesellschaftlich von Bedeutung sind?


    Wie gefällt mir der Schreibstil des Autors? Mag ich lieber lange Satzkonstrukte und komme ich damit zurecht, oder schätze ich kurzbündige Sätze? Lässt ein Autor vieles weg, sodass meine Fantasie gefordert ist?


    Ist es ein spannender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe, weil ich mitgefiebert habe, ihn aber dann doch schnell wieder vergessen habe, oder beschäftigt mich ein Roman noch eine längere Zeit, weil so viele schöne tiefe Gedanken in dem Buch vorkamen? Welche Bücher von den beiden genannten Arten, gefallen mir den besser? Möchte ich beim Lesen nachdenken und sinnieren oder reicht mir die Spannung allein?


    Nun denn, lange Rede, kurzer Sinn. Es geht um eine Meinungsbildung. Wie man eine Meinung formuliert ist dann auch Übungssache. Wer Freude daran hat, mag sich daran entwickeln. Interessant finde ich es, eine Rezension zu schreiben und danach vergleichen, wie das Buch bei Berufskritikern angekommen ist. Das Internet bietet dazu eine gute Möglichkeit (bes. bei zeitgenössischen Romanen).


    In einer Rezension kann man auch Bezüge zu anderen Büchern herstellen. Bücher vergleichen, die eine ähnliche Thematik haben. Dieses fällt allerdings auch mir nicht leicht. Man lernt nie aus, man entwickelt sich nur.


    Liebe Grüße
    mombour

    Einmal editiert, zuletzt von mombour ()

  • Toller Thread, könnte sich als sehr hilfreich herausstellen.


    Ich bin auch so ein Problemfall :zwinker: wenn es um Rezis schreiben geht. Ich verwende immer den Klappentext oder die Amazon Kurzbeschreibung, zusätzlich bei Bedarf dann oft noch eine eigene kleine Zusammenfassung, da in Klappentexten oft Blödsinn steht. Ich habe auch angefangen, mir schon beim Lesen Stichworte zu notieren, die ich dann eventuell in der Rezi wieder aufnehme. Man möchte nicht glauben, wie hilfreich das ist. Nachdem ich die Rezi geschrieben habe, suche ich mir im I-net noch ein paar ebendieser zusammen und lese sie durch. Hin und wieder fallen mir dann ein paar Punkte auf, auf die ich vergessen habe. Mir ist auch aufgefallen, dass es nicht gerade ideal ist, die Rezi gleich nach dem Schreiben zu posten. Kürzlich habe ich eine gepostet, von der ich mir nach mehrmaligen Durchlesen dachte, sie wäre halbwegs ok. Als ich sie mir am nächsten Tag durchlas, habe ich mich in Grund und Boden geschämt für den Schmarrn und hoffte, dass die schnell mal ganz weit runter rutscht ohne dass sie jemand liest.

    "Man hat in der Welt nicht viel mehr, als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit." A. Schopenhauer

    :blume::engel::katze:


  • da in Klappentexten oft Blödsinn steht.


    genau :winken:



    Ich habe auch angefangen, mir schon beim Lesen Stichworte zu notieren, die ich dann eventuell in der Rezi wieder aufnehme.


    Das ist eine gute Idee. Da ich bisher zu faul dafür bin, muss ich dann später immer nach Textstellen suchen. Das dauert natürlich länger. :pueh: Einmal habe ich es wenigstens geschafft, Seitenzahlen zu notieren. Auf diese Weise hatte ich Textstellen sehr schnell wieder parat gehabt.


    Liebe Grüße
    mombour

    Einmal editiert, zuletzt von mombour ()