Haruki Murakami - Sputnik Sweetheart

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 28 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Firiath.


  • Allerdings könnte ich dir "Hard-boiled wonderland und das Ende der Welt" empfehlen


    Mein bisheriges Lieblingsbuch von Murakami :herz: Ebenso eine Empfehlung meinerseits!

    //Grösser ist doof//

  • Dann sollte ich das wohl mal lesen. :breitgrins:
    Avila - das liegt hier auch noch rum. Vielleicht ist es mal wieder Zeit für eine Leserunde reloaded.

    &quot;Bücher sind Spiegel: Man sieht in ihnen nur, was man schon in sich hat&quot;<br />Carlos Ruiz Zafón<br />:lesen:


  • Avila - das liegt hier auch noch rum. Vielleicht ist es mal wieder Zeit für eine Leserunde reloaded.


    Bei so einer LR wäre ich wohl auch dabei - falls man da auch mitmachen darf- :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • Klar darfst du, Jari. Allerdings solltest du gewarnt sein. Solche LR können bei Ninette und mir ein Jahr oder so dauern. :redface:


  • Klar darfst du, Jari. Allerdings solltest du gewarnt sein. Solche LR können bei Ninette und mir ein Jahr oder so dauern. :redface:


    Wow, das klingt ja nach "Leserunde extrem" :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • Jaaa eher nach, wir schnecken gerne vor uns hin und lesen dann noch ein Buch zwischen und dann kommt das Leben ab und an dazwischen. Ich weiß auch gar nicht warum das so ist. :breitgrins:
    Soll ich einen Buchvorschlag eröffnen?

    &quot;Bücher sind Spiegel: Man sieht in ihnen nur, was man schon in sich hat&quot;<br />Carlos Ruiz Zafón<br />:lesen:


  • Soll ich einen Buchvorschlag eröffnen?


    Warum nicht? Vielleicht finden sich noch mehr Leute, die Interesse daran haben?
    Aber eure Leserunden-Philosophie ist irgendwie cool :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • Meine Meinung:
    Ich würde sagen Murakami ist mit einer meiner Lieblingsautoren überhaupt. Aber "Sputnik Sweetheart" konnte mich trotzdem nicht so recht überzeugen. Ich glaube an manchen Stellen war es mir zu kurz geraten und es war eben auch irgendwie ein Ende das ich nicht so richtig befriedigend fand. Ich habe immer noch das Gefühl es würde etwas fehlen. Außerdem war mir Sumire auch irgendwie zu fremd. Natürlich wird sie durch den Blickwinkel des Erzählers idealisiert, er ist immerhin in sie verliebt und kann daher nicht anders. Aber trotzdem, ich konnte nicht so recht nachvollziehen was an ihr so toll ist. Außerdem fand ich dann den Übergang nach Europa zu abrupt. Das hat für mich die ganze Handlung zerschnitten und ab da hat es mir dann auch noch weniger gefallen als vorher. Es konnte mich einfach nicht mehr für sich gewinnen.
    Natürlich war klar das bald wieder etwas außergewöhnliches passieren würde, das ist ja bei Murakami im Grunde Standard *g* aber auch hier konnte mich der Autor wieder nicht überzeugen. Es war wie verhext aber "Sputnik Sweetheart" konnte mich einfach nicht packen.
    Sehr schade, denn normalerweise ist Murakami für mich ein Garant für ein Lesehighlight. In dem Fall hat er mich aber enttäuscht und ich bin froh das es nicht mein erster Roman des Autors war. Das Gute ist nur, das ich weiß der Autor kann es zum Glück sehr viel besser. Es gibt eben immer einen Roman der einen nicht so ganz überzeugen kann. So ist das eben.


    Von mir gibt es grade so 3ratten (und die glaube ich auch nur weil es Murkami ist *gg*)


    Zum Bechdeltest, den ich im Rahmen des SWL durchgeführt habe:
    Immerhin eines muss man Murakami lassen, den Test hat der Roman bestanden. Die beiden Hauptfiguren des Romans sind weiblich und haben beide Namen.
    Sumire unterhält sich relativ am Anfang mit Miu, der Frau in die sie sich verliebt hat. Sie treffen sich auf einer Hochzeit und unterhalten sich über Sumires Namen. Es gibt noch mehrer Gespräche der beiden, in denen sie sich fast ausschließlich über andere Themen unterhalten. Unter anderem auch über die jeweilige Vergangenheit, Literatur, das Leben im allgemeinen, aber auch den Job den Miu Sumire anbietet. Der männliche Erzähler ist im Grunde eine Nebenfigur, wenn auch eine sehr wichtige in Sumires Leben. Im Roman wird aber nur erwähnt das sie über ihn spricht. Ein konkretes Gespräch erleben wir nicht. Insofern hat der Roman den Test mit bravur bestanden.

  • Im Rahmen des diesjährigen SLW hab ich nun endlich "Sputnik Sweethart" aus seinem Schlummer in meinem Regal befreit.

    Der eher kurze Roman hat im Grunde alles was ich bei Murakami mag, die unaufgeregte und dennoch sehr flüssige, lebendige Erzählart, die leicht philosophische, immer etwas melancholische Nachdenklichkeit, das unvermittelte Abdriften ins Irreale; dennoch hat es mich diesmal nicht so gepackt, wie ich das von anderen Romanen des Autors kenne. Alles blieb ein bisschen entfernt und vage, die Motive der Akteure bleiben unklar oder schwer nachzuvollziehen. Jeder liebt auf die ein oder andere Art, aber wirklich als Liebesroman, wie der Klappentext oder andere werbewirksame Ankündigungen andeuten ist es für mich eher nicht.


    Ein Zitat aus dem Buch:

    "Warum müssen die Menschen so einsam sein? Wozu soll das gut sein? Stets sind wir auf der Suche nach der Nähe der anderen, und dennoch sind wir so allein. Wozu? "


    Wenn der Autor die Einsamkeit der aneinander vorbei und einander umkreisenden Protagonisten vermitteln wollte, so ist ihm dies auf jeden Fall gelungen, allerdings blieb ich diesmal auch als Leserin gewissermaßen einsam und nur aus Entfernung beobachtend, so als streifte man die Wege von Sumire, Miu und des (sehr Murakai-typischen) Erzählers nur gelegentlich. Überhaupt ist Einsamkeit, in der Art des "Alleinseins" zwischen all den Menschen, das zentrale Thema des Romans, wie auch später in einer anderen, kleineren Nebengeschichte noch einmal klar wird.

    Alles in allem hab ich den "Sputnik" ganz gern gelesen, er hat mich aber nicht so gefesselt wie manch andere Bücher des Autors.


    3ratten+:marypipeshalbeprivatmaus:

    “There is a crack in everything, that’s how the light gets in.” (Leonard Cohen)

    Einmal editiert, zuletzt von Firiath ()