Andreas Eschbach: Das Marsprojekt - Die blauen Türme (2)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Andreas Eschbach: Das Marsprojekt - Die blauen Türme (2)


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    Inhalt:
    Seit Ariana, Ronny, Carl und Elinn die rätselhaften blauen Türme entdeckt haben, ist der Mars in aller Munde: Wer hat die Türme erbaut und wozu? Wissenschaftler und Journalisten reisen an, um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Die Marssiedlung wächst rasant und mit den Raumschiffen von der Erde kommen nicht nur Freunde des Marsprojekts. Ein Saboteur treibt plötzlich sein Unwesen auf dem Mars und will die Forschungsarbeiten zum Stillstand bringen. Die vier Freunde kommen ihm in die Quere – und finden Hilfe von unerwarteter Seite ...


    Bewertung:
    Nachdem der Erhalt der Marssiedlung nun erst mal gewährleistet ist, kommen viele neue Erdlinge auf dem Mars an. Doch es scheint so als kämen nicht alle von ihnen in guter Absicht, denn mit ihrer Ankunft hält das Verbrechen auf dem Mars einzug. Ein Saboteuer treibt sein Unwesen, der nicht nur die Menschen auf dem Mars, sondern das gesamte Projekt gefährdet.
    Die Sabotage und ihrer Folgen sind der Hauptinhalt dieses Buches, nicht wie zu erwarten die blauen Türme, obwohl sie natürlich eine Rolle spielen. Bisher haben die Wissenschaftler leider nichts weltbewegendes über ihre Funktion oder Herkunft herausfinden können, doch was nicht ist, kann ja noch werden.


    Es taucht auch ein neuer Charakter auf, der vor allem für die Kinder interessant ist (Das ist kein Spoiler, da es a) schon am Ende des ersten Buches angekündigt wurde und b) bereits auf der ersten Seite des zweiten Buches verraten wird). Es handelt sich um den Sohn des Statthalters, Urs Pigrato. Auch dessen Mutter ist dabei, immerhin war es ihre Idee ihrem Mann auf den Mars zu folgen. Wer glaubt, Pigrato würde dadurch umgänglicher oder netter, der irrt. Er gibt sich genauso unliebsam wie gewohnt.
    Urs hat mit einigen Eingewöhnungsschwierigkeiten zu kämpfen, was ein ganz interessanter Aspekt ist, da bisher nur die vier Kinder bekannt waren, die nur das Leben auf dem Mars kennen.


    Ein bisschen nervig war es, dass Pigrato ständig als Vater bezeichnet wurde, also z.B.: „[...] erklärte Vater.“ (Seite 122) oder „Bis Vater schließlich [...]“ (seite 184). Am blödesten wurde es dann als seine Frau nur noch als Mutter bezeichnet wurde, also: „[...] schmunzelte Mutter.“ (Seite 179). Das klingt so als wäre Pigrato der Vater von allen und seine Frau so eine Art Übermutter oder als wäre es ein Titel oder so. Auf jeden Fall war es für mich gewöhnungsbedürftig.


    Lustig fand ich die Stelle hier:
    Spoiler bis Seite 260


    Und Pigrato kapiert natürlich nichts. :breitgrins:


    Während die Spannung sonst im Buch zwar vorhanden, aber eher schleichend war, wird es zum Ende hin richtig dramatisch und das Buch endet natürlich mit einem äußerst interessanten Punkt, den ich unbedingt weiterverfolgen will. Da werde ich mir wohl das nächste Buch besorgen müssen. :breitgrins:


    Von den bereits bekannten Personen gibt es nicht viel neues zu erfahren. Dafür lernt man Urs ziemlich gut kennen. Die Teile in dem Buch, in denen er mitwirkt, sind hier in der Überzahl. Das ist aber nicht weiter schlimm, da Urs häufig da ist, wo es was zu sehen bzw. mitzuerleben gibt.


    Am Ende und am Anfang des Buches finden sich ein paar Karten, die ich nicht ganz so nützlich fand wie die im ersten Buch, aber natürlich kann man die auch gebrauchen.


    Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, jedenfalls hatte ich es schon nach kurzer Zeit durch. Eine Reise (oder ein Leben) auf diesem Mars lohnt sich auf jedenfall, immerhin ist einiges los und es gibt noch so viel zu entdecken.


    4ratten


    Liebe Grüße


    Nirika

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser