Phillipe Gigantès - Eine kurze Geschichte der Welt

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Untertitel: Alles, was man wissen muss.


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    Klappentext
    Eine kurze Geschichte der Welt ist für die Weltgeschichte das, was Sofies Welt für die Philosophie ist. Was treibt die Menschheit an? Dieses leicht zugängliche Geschichtsbuch behandelt die Themen menschliche Habgier und ewiges Verlangen nach Macht, das in jeder Epoche und Kultur den Verlauf der Geschichte in aller Welt bestimmt hat. Gigantès führt den Leser auf eine Reise durch die Zeit und stellt die großen Männer vor, die Regeln zur Ordnung der Gesellschaft aufgestellt haben – wie Moses, Solon, Jesus, Mohammed – und die Menschen, die diese Regeln gebrochen haben, die so genannten „großen Akquisitioren“.


    Mein Eindruck
    Das Buch gliedert sich in zwei Teile: Zu Beginn werden die wichtigsten Philosophen und Stifter der großen Weltreligionen mit ihren Dogmen vorgestellt, die zum Großteil heute noch Gültigkeit haben, so z. B. die von Solon schon Jahrhunderte vor Christus formulierten Grundzüge der Demokratie. Mit leichtem Erstaunen las ich den Abschnitt über Platon, der hier in einem etwas anderen Licht erscheint als üblicherweise. Den zweiten, weitaus umfangreicheren Teil nehmen die Akquisitoren ein. Beginnend mit dem Niedergang des Römischen Reiches beschreibt der Autor bis ins 21. Jahrhundert, aus welchen Ursachen Konflikte, Revolutionen oder Kriege immer wieder angezettelt wurden. Um nur einige zu nennen: Das Byzantinische Reich, die Kreuzzüge, die Geburt des Protestantismus, die Französische Revolution oder der Erste und Zweite Weltkrieg.


    Die Essenz des Ganzen liegt darin, dass Machtbestreben und der Wunsch nach Unabhängigkeit sich während der Jahrhunderte nicht verringert haben und auf Kosten der Ärmsten und Schwächsten immer wieder gewaltsam durchgesetzt werden. Den Untertitel empfinde ich allerdings etwas weit hergeholt. Wenn „alles, was man wissen muss“ sich auf einige geschichtliche Persönlichkeiten bezieht und man lediglich den Eindruck gewinnt, dass Kriege geführt werden müssen, um zum Erfolg zu gelangen, fühlt man sich doch etwas irregeleitet und fragt sich unwillkürlich, wer hier das falsche Weltbild hat – Leser oder Autor.


    Das Buch liest sich sehr einfach und liefert eine Fülle von Informationen und Daten, eigentlich zu viele, um sie beim einmaligen Lesen alle zu behalten. Allerdings gibt Gigantès keine wirklich neuen Erkenntnisse preis und bietet wenig Denkansätze. Das Buch eignet sich aber gut, um in kurzer Zeit und kompakter Form sein Wissen über wesentliche weltpolitische Ereignisse aufzufrischen. Ergänzt werden die Informationen durch ein Stichwortregister, eine umfangreiche Bibliographie, eine Auflistung von Kriegen während der Jahre 1469 und 1679 sowie zahlreiche Quellen und Anmerkungen, die allerdings während des Lesens nicht unbedingt hilfreich sind.


    Trotzdem 4ratten


    Grüße
    Doris

  • Ich habe das Buch auch gelesen, da ich leider in der Schule unter schlechten Geschichtslehrern leiden musste und das Fach schließlich entnervt abgewählt habe.
    Naja, es entsprach nicht wirklich meinen Vorstellungen.
    Ich hatte mir erhofft, durch das Buch einen allgemeinen, groben Überblick über die Weltgeschichte zu bekommen. Tatsächlich war die Themenauswahl dann ziemlich begrenzt.
    Außerdem sprang mir an einigen Stellen doch eine sehr subjektive Färbung ins Auge. Das finde ich wirklich problematisch, da Geschichtslaien wie ich, die ja die Zielgruppe des Buches sind, hier nicht differenzieren können.