Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon (Teil 2 Kapitel 19 - 23)

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Es gibt 10 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von wolves.

  • In diesem Bereich könnt ihr zu Teil 2 Kapitel 19 - 23 schreiben!

  • Hallo,
    in diesem Teil waren die von Prado geschriebenen Abschnitte mE zu lang/viel.


    Die Schulabschlussrede hat mir ziemlich gut gefallen. Ich mag Kathedralen auch, auch wenn ich hier mit Kirchen vorlieb nehmen muss, aber was die katholische Kirche zelebriert, ich meine diese verschmückten, älteren Herren in Rom, hat mit der Lehre Christi imho nicht mehr viel zu tun. Und die Zweifel an Gott, der die Menschen so geschaffen hat, wie sie sind und sie bestraft, weil sie nicht so handeln wie er möchte, ich kann das gut verstehen.
    Auch der Kommentar zu den Beichtstühlen "Eine solche Demütigung" hat mir sehr gut gefallen. Das Prinzip der Beichte fand ich schon immer zweifelhaft, wenn ich ein paar "Ave Maria" oder "Vater Unser" bete ist alles vergeben und vergessen!?


    Als nächstes Erfahren wir, was damals passiert ist, als Prado Mendes das Leben rettet. Klar, er ist Arzt, hat somit den Eid geschworen Menschen zu helfen, aber manchmal ist es vielleicht doch besser, die Hände für einige Augenblicke in den Schoß zu legen.


    Oder in der Selbstbetrachtung,Seite 229, "Habe ich es für ihn getan?"
    "Schießen wir nicht auf jemanden, den wir auf jemanden schießen sehen? ...
    ...Und geht das nicht viel weiter als das, was du hättest tun können: nichts?"


    Da steht noch ein toller Satz auf Seite 225 "Die Wahrheit über sich selbst ist dem Menschen zumutbar."


    "Die verwirrenden Schatten des Todes", fand ich furchtbar anstrengend zu lesen, da hatte ich das Gefühl, das hört gar nicht mehr auf.


    Zum Schluss noch eine Formulierung, die mich zum einen geekelt hat, über die ich aber auch Schmunzeln musste, Seite 247
    "Gregorius wußte nicht, was ihn mehr störte: dieser angestrengte epileptische Blick mit der hochgerutschten Iris auf gelblichem Grund oder das manische Lippenkauen, das ihn damals bei dem Jurassier verrückt gemacht hatte."
    LG aquacat

    &quot;Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.&quot; Jorge Luis Borges<br /><br />:leser: <br />Cryptonomicon - Neal Stephenson

  • Diesen Abschnitt habe ich nun auch beendet.


    Das Buch zieht mich immer mehr in seinen Bann! Allerdings ist es auf keinen Fall ein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen kann, viel zu viele Gedanken schiessen mir durch den Kopf und sind es wert, dass ich noch eine Weile darüber nachdenke.


    Was die Länge und Häufigkeit von Prados Texten betrifft: ich finde sie genau richtig. Ohne sie würden wir nichts über die Gedanken und Gefühle dieses Mannes erfahren, der doch im Mittelpunkt des Romanes steht. Dieser zweite Teil hat ja den Titel "Die Begegnung", und ich rätselte anfangs, welche Begegnung Gregorius' damit gemeint sei; die mit Adriana? Oder die mit Senor Eca? Oder Pater Bartolomeu?


    Jetzt am Ende des zweiten Teiles ist es mir klar: es ist keine andere Begegnung gemeint als die mit Prado *andiestirnklatsch*.


    Zu meinen Eindrücken im einzelnen:


    Kapitel 19


    Die mit Spannung erwartete Abschiedsrede in der Schule! Gregorius liest sie am Schauplatz des damaligen Geschehens, was dem ganzen eine sehr stimmige Note gibt. Die Rede selbst fand ich verblüffend direkt, Prado redet nicht lange um den heißen Brei herum, sondern sagt, was es zu sagen gibt. Sein Text kommt mir einfacher und geradliniger vor als die späteren Texte; als ob der Autor hier bewusst einen kleinen Unterschied zwischen dem jugendlichen und dem erwachsenen Prado machen - auch wenn die von Gregorius wahrgenommene stilistische Eleganz auch beim jungen Prado schon vorhanden ist. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein... :zwinker:


    Kapitel 20


    Die zweite Begegnung mit Adriana ist noch gespenstischer und verstörender als die erste. In der Praxis scheint sie noch verwirrter und abwesender als in der Wohnung, obwohl oder vielleicht gerade weil die Vergangenheit hier noch klarer ans Tageslicht tritt. Dieser Eindruck entsteht auch durch die Tonbandaufnahme; Prado wird auf einmal greifbarer, weil er plötzlich eine Stimme hat. Gregorius trifft mit seiner Frage nach Mendes auf einen Nerv; seine Rettung war für Prado ein sehr einschneidendes Erlebnis und hat sein weiteres Leben bestimmt. Adriana schildert die damaligen Vorkommnisse aus ihrer Sicht, und was in Prado selbst vorging, erfahren wir im nächsten Kapitel.


    Kapitel 21


    Das war klar, dass ein so komplizierter Mensch wie es Prado war, über diese Lebensrettung nicht so einfach hinweg gehen konnte. Verblüffend die Tiefe seiner Gedanken; es geht nicht allein ob er Mendes gerettet hat oder nicht - diese Fragestellung wäre zu einfach. Es geht darum, warum er es getan hat, und dass er im nachhinein das Gefühl hat, es aus Eitelkeit getan zu haben. Und dass er nicht bereit war, seinen eigenen Seelenfrieden zu opfern, um Menschenleben zu retten. Eine schöner Satz in diesem Zusammenhang:


    Zitat

    Seine innere Schwerkraft, die ihn zu dem machte, der er war, hatte kein anderes Handeln zugelassen. Doch ein Zweifel war geblieben, weil der Verdacht der moralischen Selbstgefälligkeit nicht auszuräumen war, ein Verdacht, der schwer wog für einen Mann, der Eitelheit haßte wie die Pest.


    Kapitel 22


    Das Telefongespräch zwischen Gregorius und Natalie Rubin fand ich sehr interessant. Wir werfen damit einen kurzen Blick nach Bern und erfahren, wie Gregorius' plötzliches Verschwinden dort aufgenommen wurde.


    Danach ist Jorge O'Kelly an der Reihe; ich hatte mich schon gefragt, wann Gregorius ihn aufsuchen würde. Zunächst ein Text von Prado, der Jorge direkt betrifft und wieder sehr viele philosphische Gedanken enthält, diesmal zum Thema Tod und Unvollkommenheit des Lebens. Ich habe ihn gleich zweimal durchgelesen *g*.


    Nach einem kurzen Gastspiel im Schachklub, das zu meiner stillen Freude siegreich für Gregorius ausgeht (irgendwie habe ich ihn schon sehr ins Herz geschlossen), trifft er nun auf Jorge. Wieder ein anderes Bild von Prado, das des Freundes und später das des verlorenen Freundes. Warum genau ihre Freundschaft ein Ende fand, erfahren wir zwar nicht, aber es muss schon ein einschneidendes Erlebnis für beide gewesen sein. Das brennende Licht in der Apotheke hat mich sehr amüsiert; eine kleine Geste zwar, aber Jorge tut es gut, sich an seiner früheren Armut zu rächen.


    Kapitel 23


    Gregorius besucht Senor Eca und spielt Schach; das ist wieder einmal so ein versöhnlicher Abschnitt, den ich ihm von Herzen gönne. Er macht Pause bei seiner Jagd nach Prado und besucht Senor Eca um seinetwillen - er ist also nicht so verbissen, wie es manchmal den Anschein hat. Zur Belohnung gibt es ein weiteres Textfragment Prados zum Thema Enttäuschungen im Leben. Interessant fand ich am Ende das Dreiecksverhältnis Jorge, Eca und Prado - liegt hier der Schlüssel zum Verständnis der Entfremdung zwischen Jorge und Prado? Wir werden sehen....


    Nun, jetzt sollten wir ein Bild von Prado haben, das nach der langen Zeit so vollständig wie möglich ist. Jeder der von Gregorius Befragten liefert ein Stück zum Puzzle dieses Charakters, jeder auf seine Weise, da jeder von ihnen ein anderes Verhältnis zu Prado hatte. Richtig greifbar ist er für mich immer noch nicht, irgendwie habe ich nach diesen ganzen Darstellungen das Gefühl, es mit einer multiplen Persönlichkeit zu tun zu haben. Ich hoffe, in den nächsten Abschnitten ergibt sich ein komplettes und rundes Bild dieses Mannes, und das ist wohl auch das Ziel von Gregorius.


    Zitat

    "Ich möchte wissen, wie es war, er zu sein."

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen

    Einmal editiert, zuletzt von Miramis ()

  • Ich bin auch mit diesem Teil durch. Er hat mir alles in allem gut gefallen, nur die "verwirrenden Schatten des Todes" fand ich wie aquacat anstrengend. Da wurde lange rumgeredet ohne auf den Punkt zu kommen.


    Prados Schulabschlussrede hat mir auch gut gefallen. Sehr klare und auch wahre Worte findet er hier. Mutig.
    Tja die Beichtstühle :rollen:. Ich bin ja nicht katholisch kann das also gar nicht verstehen. Wenn ich früher was zu beichten hatte, dann nur meinen Eltern :zwinker:.
    Eine solche Demütigung gefällt mir und bringt es ziemlich auf den Punkt.


    Zum Schluss noch eine Formulierung, die mich zum einen geekelt hat, über die ich aber auch Schmunzeln musste, Seite 247
    "Gregorius wußte nicht, was ihn mehr störte: dieser angestrengte epileptische Blick mit der hochgerutschten Iris auf gelblichem Grund oder das manische Lippenkauen, das ihn damals bei dem Jurassier verrückt gemacht hatte."


    Schlimmer fand ich noch dieses hier mit Getöse den Rotz hochziehen Das finde ich soooo ekelig :entsetzt:


    Was mich sehr interessiert. Was für Probleme hatte Prado mit seiner Mutter. Und ja nicht nur er, sondern alle Kinder.
    Wo sie dich auf ihre sanfte Art derart gequält hat.


    Adriana tut mir leid. Prado war und ist bis heute ihr Leben. Das was natürlich noch gelöst werden muss, ist zum einen das Tuch um ihren Hals und zum anderen die Schwangerschaft die sie abgebrochen hat. Warum? gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Sachen? Von wem ist das Kind gewesen? War es die Frucht einer Vergewaltigung? Wurde sie vielleicht auch gefoltert? Wurde sie gezwungen abzutreiben und hat sich deshalb versucht umzubringen?


    Tja, Mendes Rettung. Das hat mich beschäftigt. Ich denke aber das Prado als Arzt nicht anders handeln konnte. Er sagt ja selber das seine Hände in solchen Situationen unabhängig vom Kopf funktionieren.
    Also "normaler" Mensch (ich will hier nicht sagen das Ärzte keine normalen Menschen sind, aber ihr wisst schon was ich meine)
    hätte er sicherlich die Hände in den Taschen lassen sollen. Aber wie handelt man unter so einer Extremsituation, er hatte keine Zeit zum denken nur zum handeln.
    Im nachhinein bereut er es ja auch.


    Schön die Stelle als Gregorius seine Schülerin Natalie Rubin anruft. Anfangs habe ich mir ja immer gedacht Gregorius hat sein Leben verschenkt. Hier lernen wir, dass Gregorius von seine Schülern sehr geschätzt wird und sie ihn sehr vermissen. Was immer passiert Gregorius hat seine Spuren im Leben von vielen anderen Menschen hinterlassen, er hatte eine Aufgabe und die hat er vorbildlich erfüllt.
    ....die Schüler saßen ratlos draußen auf den Stufen. Alles war aus dem Lot.


    "Der Balsam der Enttäuschung", wieder ein anstrengender Text mit dem ich nich übereinstimme.


    Joao Eca, eine wunderbare Figur. Genau wie auch Gregorius genieße ich die Besuche bei ihm.
    Er nahm die Hand aus der Jackentasche und streckte sie Gregorius entgegen. Es war die Hand mit den fehlenden Fingernägeln.


    Was für eine Geste, wahrscheinlich der größte Vertrauensbeweis den Eca Gregorius geben kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Flor ()


  • "Der Balsam der Enttäuschung", wieder ein anstrengender Text mit dem ich nich übereinstimme.


    Flor : mir hat dieser Text von allen bisher auch am wenigsten gefallen. Er ist zu negativ für meinen Geschmack und die Auswirkungen von positiven Erfahrungen im Leben bleiben total ausgespart, dabei sind die doch genauso wichtig, wenn nicht wichtiger als die negativen.

    :lesen: Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen

  • Hallo,


    ich bin auch mit diesem Abschnitt durch. Im Augenblick bin ich nicht sehr konzentriert beim lesen, so daß ich leider so meine Schwierigkeiten mit den Texten Prados habe. Teile davon verstehe ich und einiges ist mir einfach unklar.


    Kapitel 19
    Eine sehr gewagte Abschlussrede von einem Schüler. :smile: Kann ich auch nur sagen, sehr mutig von ihm.

    Kapitel 20 und Kapitel 21

    Die zweite Begegnung mit Adriana fand ich auch noch verstörender. Sie lebt ja nur in der Vergangenheit. Sie ist für sie vollkommen gegenwärtig. Das Prado Mendes behandelt hatte fand ich erst für einen Arzt vollkommen selbstverständlich. Warum er erst damit Probleme hatte, konnte ich nicht ganz verstehen. Erst dachte ich, weil Mendes "Der Schlächter" ist, aber durch seine Worte (die ich nicht ganz verstehe) wurde mir klarer, dass es das nicht war. Da stimme ich mit Miramis überein.


    Kapitel 22
    Das Gespräch mit Natalie Rubin fand ich auch interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass sein Verschwinden so positiv aufgenommen wurde. Ich hatte schon befürchtet, dass er seine Arbeit verloren hätte. Scheinbar versteht Kägi ihn, beneidet ihn sogar wahrscheinlich.


    Ich bin zwar katholisch, aber ich war nur einmal vor meiner Kommunion zur Beichte gegangen. Ich glaube auch nicht daran, dass einem mal so adhoc ein paar Sünden vergeben werden können. :zwinker: Ich bin da eher der Meinung, dass Taten mehr sagen können, als ein paar nicht ernst gemeinte Worte.

    Die Begegnung mit O´Kelly fand ich spannend. Immerhin war er ja der beste Freund von Prado gewesen.


    Zur Schachpartie kann ich nur sagen, der Partner von Gregorius war ja wohl irgendwie, hüstel, eklig! Es hat mich gefreut, dass Gregorius gewonnen hatte.
    "Die Verwirrenden Schatten des Todes" muss ich wohl noch ein paar mal lesen, um sie halbwegs verstehen zu können. Vielleicht weigert sich mein Gehirn ja diese Gedankengänge nachzuvollziehen, weil sie so negativ sind. :rollen:
    Estefânia war wahrscheinlich die Freundin von O´Kelly gewesen. Und er wollte sie opfern? :entsetzt:


    Kapitel 23
    Das freundschaftliche Verhältnis von Gregorius zu Eca finde ich auch sehr schön.


    Nun, jetzt sollten wir ein Bild von Prado haben, das nach der langen Zeit so vollständig wie möglich ist. Jeder der von Gregorius Befragten liefert ein Stück zum Puzzle dieses Charakters, jeder auf seine Weise, da jeder von ihnen ein anderes Verhältnis zu Prado hatte. Richtig greifbar ist er für mich immer noch nicht, irgendwie habe ich nach diesen ganzen Darstellungen das Gefühl, es mit einer multiplen Persönlichkeit zu tun zu haben.


    Ich habe auch so das Gefühl, mehrere Stücke von einem Puzzle in der Hand zu halten, aber es ergibt sich für mich einfach noch kein Gesamtbild.


    Liebe Grüße
    wolves

  • Flor : mir hat dieser Text von allen bisher auch am wenigsten gefallen. Er ist zu negativ für meinen Geschmack und die Auswirkungen von positiven Erfahrungen im Leben bleiben total ausgespart, dabei sind die doch genauso wichtig, wenn nicht wichtiger als die negativen.


    Wir sollten Enttäuschungen nicht seufzend erleiden als etwas ohne das unser Leben besser wäre. Wir sollten sie aufsuchen, ihnen nachspüren, sie sammeln. :rollen:


    Also wirklich, ich habe diesen ganzen Text jetzt einige Male gelesen und finde ihn immer blöder.
    Für mich sind auch positive Erfahrungen wichtiger. Warum immer alles so negativ sehen.
    Irgendwie wird mir das ganze Buch zu negativ. Ich bin im 35. Kapitel und habe im anderen Thread ja schon meinen Aufreger gehabt.
    Aber vielleicht versteh ich auch einfach den tieferen Sinn nicht :rollen:.*einfachzublödbin**kopfkratz*
    Ach Mensch....im Moment frage ich mich etwas warum dieses Buch so ein Bestseller geworden ist. Nicht das es schlecht ist, aber der breiten Masse kann das Buch doch eher nicht gefallen.
    Okay, ich muss dazu schreiben das ich ja schon einige Kapitel weiter bin und der Damen immer weiter nach unten geht :sauer:


    Grüße
    Flor

    Einmal editiert, zuletzt von Flor ()

  • Irgendwie wird mir das ganze Buch zu negativ. Ich bin im 35. Kapitel und habe im anderen Thread ja schon meinen Aufreger gehabt.
    Aber vielleicht versteh ich auch einfach den tieferen Sinn nicht :rollen:.*einfachzublödbin**kopfkratz*
    Ach Mensch....im Moment frage ich mich etwas warum dieses Buch so ein Bestseller geworden ist. Nicht das es schlecht ist, aber der breiten Masse kann das Buch doch eher nicht gefallen.
    Okay, ich muss dazu schreiben das ich ja schon einige Kapitel weiter bin und der Damen immer weiter nach unten geht :sauer:


    Uiii! Du machst mir ja Mut :entsetzt: Ich hinke ja jämmerlich hinter euch her. Und im Augenblick fehlt mir alle Konzentration für das Buch :redface: Aber ich werde erst den nächsten Teil zu Ende lesen, bevor ich in den Thread hineinschaue. Bis jetzt gefällt es mir noch ganz gut. Das Prado so negativ denkt, stört mich nicht so sehr. Es paßt irgendwo zu den Puzzleteilen von ihm. Da laß ich mich ja noch überraschen.


    Wenn ich mir das mit dem negativen so durch den Kopf gehen lasse. Für mich zählen meine positiven Erfahrungen genauso wie meine negativen. Beides hat mich zu dem Mensch werden lassen, der ich jetzt bin. Und vergessen möchte ich beides nicht. Aber ich würde niemals die Vergangenheit über meine Gegenwart Herr werden lassen.
    Vielleicht tut mir Ariadna deshalb so leid, weil sie die Vergangenheit einfach nicht los lassen kann.



    Liebe Grüße
    wolves

  • @wolves
    Nicht entmutigen lassen :bussi:. Miramis gefällt das Buch sehr gut. Ich denke es liegt wohl eher an mir. Ich brauche ein bisschen mehr Spannung und ein bisschen weniger Lebensweisheiten.


    Grüße
    Flor

  • Hi,


    ich hinke noch viel mehr hinterher, aber das liegt daran, daß ich momentan zu viele andere Gedanken im Kopf habe, die mich momentan schwer beschäftigen. Nichts desto Trotz gefällt mir das Buch ausgesprochen gut und es sind vorallem Prados Texte, auf die ich mich immer wieder am meisten freue. Gerade sie sind doch sehr aussagekräftig.


    Auch in diesem Abschnitt einige Zitate, die mir sehr gut gefallen haben:


    Zitat

    Ich wäre gerne noch einer geworden, der den Flügel zum Klingen bringen kann


    Zitat

    Das Leben ist nicht das, was wir leben; es ist das, was wir uns vorstellen zu leben


    Gerade der Abschnitt "Verwirrungen der Schatten des Tode" hat mir besonders gut gefallen. Erst wenn man sich über das Ende des Lebens Gedanken macht, dann weiß man wie wertvoll es ist. Vielleicht rafft man sich dann dazu au, Dinge zu tun, die man sonst eher nicht tun würde, weil sie vielleicht zu albern, zu unrealsitisch, zu unnütz, zu unreif oder was auch immer sind,a ber ist man erst einmal Tod, dann war's das defintiv. Wenn man dann nicht das macht, was man begehrt zu tun, weil es ein sehnlichster Wunsch ist, egal wie verrückt er in den Augen anderer sein mag, dann ist das Leben nicht komplett, denn es fehlt etwas. Etwas, was es lebenswert macht und das sind meist Dinge, d e man nicht berechnen und kaufen kann. Die muß man fühlen und erleben im wahrsten Sinne des Wortes "Er-LEBEN".


    Ich bin hundemüde und weiß nicht, ob ich heute noch alt werde, geschweige noch ein paar Seiten schaffe zu lesen. Mal sehen, ich werde mich dann morgen wieder melden und erst mal für heute meine anderen Leserunde vernachlässigen.


    Tina, die ebenfalls gerade dabei ist, ihr Leben der Komplettheit ein wenig näher zu bringen. Sch... ist das schwer.

  • Tina, die ebenfalls gerade dabei ist, ihr Leben der Komplettheit ein wenig näher zu bringen. Sch... ist das schwer.


    :knuddel: Ich hoffe, dass es bald etwas leichter für dich wird :blume:


    Liebe Grüße
    wolves

    Einmal editiert, zuletzt von wolves ()