Zizou Corder: Lionboy - Die Entführung (1)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Zizou Corder: Lionboy - Die Entführung


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    Inhalt:
    Charlie ist ratlos: Wer hat seine Eltern entführt? Wie kann er ihnen helfen? Und wie soll er selbst dem skrupellosen Rafi Sadler entkommen? Zum Glück hat Charlie eine besondere Fähigkeit: Er spricht Katz - und die Katzen unterstützen ihn tatkräftig! Mit der Hilfe seiner Nachbarkatze gelangt er auf das Zirkusschiff Circe, wo er mit sechs stolzen Löwen einen Plan schmiedet. Ob es mit ihrer Hilfe gelingt, Charlies Eltern zu befreien?
    (Buchklappentext)


    Über die Autorin:
    Zizou Corder ist ein Synonym für Journalistin Louisa Young und ihre 10 Jahre alte Tochter Isabel Adomakoh. Die Idee zu der Geschichte haben sie gemeinsam entwickelt und geschrieben.
    (Informationen dazu stehen im Buch.)


    Bewertung:
    Charlie hat eine außergewöhnliche Fähigkeit: Er spricht Katz, kann also mit Katzen reden. Seine Eltern sind auch etwas Besonderes, denn sie sind unheimlich schlau. Genau das bringt sie in Gefahr. Eines Tages kommt Charlie nach Hause und seine Eltern sind verschwunden - entführt. Der Junge begibt sich auf die Suche nach ihnen, wobei er von den großen und kleinen Katzen dieser Welt unterstützt wird. Seine Suche ist zugleich auch eine Flucht vor dem skrupellosem Rafi Sadler.
    Auf seinem Weg landet Charlie bei einem Zirkus, wo er auf Löwen trifft.


    Charlie kann zwar eine Menge (S.83), ist aber trotzdem ein Kind und das merkt man auch. Er fürchtet sich, macht Fehler und ist kein Superheld, der alles lesen kann. Dadurch wirkt er lebensecht. Ich mag ihn trotz einiger seltsamer Anwandlungen. Außer ihm glänzen vor allem die Katzen. Einige vom ihnen sind wirklich cool. Wussten wir nicht alle schon immer, dass Katzen, egal welcher Größenordnung, unheimlich schlau sind?.
    Charlies Eltern sind nicht nur schlau, sondern auch lustig, manchmal vielleicht nicht ganz freiwillig.


    Harry Potter (Ich mag diesen Vergleich nicht, aber das fiel mir sofort ein...) spricht mit Schlangen, Charlie spricht mit Katzen. Kinder, die mit Tieren sprechen, sind nicht neu. Dennoch hat dieses Buch seinen Zauber. Es ist ein Mix aus Abenteuer, Tragik und humorvollen Einlagen.


    Die Handlung kreist abwechselnd um das, was Charlie tut und um das, was mit seinen Eltern geschieht. Der Leser kann also erfahren, was beim jeweiligen Standort gerade geschieht.


    Ein Zirkus als Schauplatz scheint recht beliebt zu sein (gab es auch schon häufiger), was auch nicht verwunderlich ist, denn können dort unzählige verschiedene Menschen und Tiere auftreten. Ganz gelingt es leider nicht die Atmosphäre dort herüberzubringen.


    Unterstützt wird der Text durch Noten von Liedern sowie einigen Schemata von Fahrzeugen, Gebäuden usw. Bei letzterem sollte man besonders die Maßstäbe beachten, die zwar nicht unbedingt hilfreich, dafür aber lustig sind. Auch sonst gibt es noch ein paar äußerliche Besonderheiten, die ich jetzt aber nicht alle verraten möchte.


    Das Buch hat einen leichten, lockeren Stil, weswegen ich von der letzten Seite überrascht wurde (Was? Das ist jetzt wirklich schon die letzte Seite?).


    Eine schöne Geschichte, mit kurzen Hängern, die man auch als nicht Katzenfan lesen kann.
    Fraglich bleibt aber, ob der Hintergrund der Entführung genug Stoff für die Folgebücher bietet ebenso wie Charlies Fähigkeit Katz zu sprechen. Ich befürchte nämlich, dass sich das abnutzen wird. In diesem Buch hat es mir jedoch gefallen.


    3ratten und :marypipeshalbeprivatmaus:


    Liebe Grüße


    Nirika

    „Jeg ser, jeg ser …<br />Jeg er vist kommet på en feil klode! <br />Her er så underligt …“<br /><br />Sigbjørn Obstfelder - Jeg ser