James Joyce - Ulysses (7. Kapitel)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Doris.

  • Dieses Kapitel hat mir gut gefallen. Durch die Überschriften war es irgendwie untergliedert und einfacher zu lesen. Allerdings tauchen auf einmal so viele Personen und Namen auf, das war etwas verwirrend.

    ~~better to be hated for who you are, than loved for who you&WCF_AMPERSAND're not~~<br /><br />www.literaturschaf.de

  • Hab ich das richtig verstanden, dass die Überschriften in diesem Kapitel, das ja in einer Zeitungsredaktion spielt, an Schlagzeilen erinnern soll?


    Die Sprache wird hier wieder ganz schön deftig. Und es wird auch klar, dass Bloom sich ziemlich krummlegen muss, um seine Annoncen an den Mann zu bringen.
    Hingegen scheint man Stephen geradezu zu drängen, mal einen Artikel abzuliefern. Dafür wird sogar der Maul- und Klauenseucheartikel mit ins Blatt genommen.
    Die Stimmung in der Redaktion ist sehr lebendig beschrieben: hektisch (vor allem die Zeitungsjungen haben mir gefallen), spöttisch und intellektuell.


    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings: neue Personen werden nie vorgestellt, sondern dem Leser mehr oder weniger "hingeschmissen". Wie Stefanie_j_h schon sagte, das verwirrt ziemlich.

  • Es gibt in diesem Kapitel wie auch in anderen, die später folgen, eine gewisse historische Entwicklung. Auch der Sprachstil der einzelnen Kapitel verändert sich bis zum Ende hin. ebenso wie die Überschriften.


    Ralf


  • Es gibt in diesem Kapitel wie auch in anderen, die später folgen, eine gewisse historische Entwicklung. Auch der Sprachstil der einzelnen Kapitel verändert sich bis zum Ende hin. ebenso wie die Überschriften.


    Ralf


    Das ist mir auch aufgefallen. Zum Ende hin werden ja die Überschriften immer länger und haben auch teilweise nichts mehr (zumindest nichts, was ich erkennen könnte) mit dem Rest zu tun.

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  • Dieses Kapitel hat mir gut gefallen. Durch die Überschriften war es irgendwie untergliedert und einfacher zu lesen.


    Da sieht man mal, wie viel die Optik des Gedruckten ausmacht. Ich finde das Kapitel auch viel einfacher zu lesen, auch wenn das vielleicht nur ein subjektiver Eindruck ist, weil die vielen fremden Personen ja gedanklich erst einmal "einsortiert" werden müssen. Aber die einzelnen Absätze sind einfach übersichtlicher als eine Seite, die von der ersten bis zur letzten Zeile vollgeschrieben ist, und machen das Lesen angenehmer.


    Inzwischen bin ich draufgekommen, dass Bloom Jude ist. Das ist wohl der Grund für sein kritisch-ironische Einstellung gegenüber der katholischen Kirche.


    Ich stecke noch mitten im Kapitel. Mal sehen, was mir noch dazu einfällt.


    Gruß
    Doris


  • Inzwischen bin ich draufgekommen, dass Bloom Jude ist. Das ist wohl der Grund für sein kritisch-ironische Einstellung gegenüber der katholischen Kirche.


    Gruß
    Doris


    Hallo Doris,


    ich dachte mir schon in der Kirchenszene, dass Bloom wohl kein Katholik ist. Dann hab ich ein bisschen gegoogelt und bin auf folgendes gestoßen:


    Das erklärt natürlich einiges.

  • @ WannaBe
    Das wird wohl erst später im Buch noch beschrieben, ich kann mich nämlich nicht erinnern, etwas von einer Konversion gelesen zu haben.


    Ich habe heute den Rest des 7. Kapitels gelesen. Auch wenn es optisch ansprechender ist und scheinbar leichter zu lesen, war es doch nicht wirklich leichter zu verstehen. Eine Menge neuer Personen treten auf und unterhalten sich über Begebenheiten, die wahrscheinlich später im Buch nicht mehr relevant sein werden. Auch einige scheinbar historische Vorkommnisse wurden erwähnt, die mir aber überhaupt nichts sagen. Also wieder ignorieren und weiterlesen :zwinker:


    Gruß
    Doris