Markus Zusak - The Book Thief (Die Bücherdiebin)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 141 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.


  • Bin jetzt auch sehr neugierig auf dieses Buch geworden, hab es mir jetzt spontan gekauft. :-) Ich bin mal gespannt, ob es mich auch zu Tränen rühren wird, das hat bisher noch kein Buch geschafft...


    Viel vergnügen mit dem Buch! :winken:


    Tina : Geweint habe ich bis jetzt nicht, bin auch fast fertig mit dem Buch. Gerührt war ich aber sehr oft. :smile:

  • Da schreibe ich heute, dass ich bis heute nicht geweint habe und lese das Buch weiter und was passiert nach dem ich mit dem 10. Teil anfange. Ich heule ununterbrochen- wobei ich das Lesen doch oft abbrechen musste, da ich durch die Tränen gar nicht mehr lesen konnte.


    Fazit: Ein Buch voller Wunder, Trauer, Freundschaft, Hoffnung, Grausamkeit, Liebe und Tod.
    Und noch viel mehr...
    Der Autor hat so viele Gefühle in 585 Seiten reingesteckt, die ich gar nicht beschreiben kann. Ich bin sehr überrascht wie wunderbar das Buch ist. Wenn ich bedenke, dass ich die ersten 40 Seiten dachte, das Buch ist nichts für mich. Schön das ich mich geirrt habe und noch besser, das ich über das Buch keine Rezis gelesen habe. Ich konnte meine eigene Meinung bilden, eigene Vorstellungen und Fantasie anregen und fördern dazu wurde ich oft überrascht.
    Und was für wunderbare Charaktere ich in dem Buch kennen gelernt habe.
    Irgendwie macht es mich traurig, dass es jetzt vorbei ist. Ich hätte ewig so weiter lesen können.


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Irgendwie macht es mich traurig, dass es jetzt vorbei ist. Ich hätte ewig so weiter lesen können.


    Das sagt eigentlich alles über ein Buch, was? :breitgrins:

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Oh Mann!


    Ich hatte das Buch bei Erscheinen gelesen, dann aber als wenig interessant wieder weiter gegeben (hatte mir etwas anderes darunter vorgestellt).
    Nun bin ich heute stark erkältet zu Hause geblieben, konnte ab 5 Uhr morgens nicht mehr schlafen und habe dann von 7 bis 11 noch einmal den Roman gelesen.
    Nachdem mein eigener Bruder ja 2013 verstorben ist, hatte ich einen anderen Bickwinkel auf die Geschichte und habe Rotz :zwinker: und Wasser geheult, was sich dann schlussendlich wohl positiv auf meine verstopfte Nase ausgewirkt hat.


    Das war bis jetzt das erste Buch, dass ich wirklich beim wiederholten Lesen mit ganz anderen Augen betrachtet habe.


    Wer gerade trauert, sollte sich die Lektüre vielleicht noch mal überlegen. :gruebel:


    Mich störte allerdings bei der ersten Lektüre massiv, dass ich von Anfang an nicht verstand, wie denn der Tod die ganze Geschichte erzählen konnte, wenn er die Bücherdiebin nur dreimal gesehen hat und das erst am Ende aufgeklärt wurde.
    Mich hat das beim Lesen immer wieder stocken lassen und überlegen lassen, ob ich das Konzept nicht verstanden habe.


    Was ich auch wirklich nicht verstanden habe war, warum die Hubermanns überhaupt Liesel aufgenommen haben. Waren sie mit der Mutter verwandt?
    Sie hatten ja selbst kaum Geld und anfangs nicht wirklich ein Motiv dafür (besonders Frau Hubermann).
    Wurde das irgendwo erklärt und ich habe es übersehen?


    Ganz nebenbei wurde mir nicht klar, was denn nun an Frau Hubermanns Suppen so schrecklich war: Anfangs dachte ich, allg. der Geschmack, später wurde aber angedeutet, dass es sich nur um die Konsistenz handele (aufgrund des fehlenden Geldes musste halt gestreckt werden). In dem Fall würde man aber nicht ständig betonen, wie übel diese Suppen schmeckten, oder? Dann würde man sich einfach beschweren, dass man nach der Mahlzeit noch nicht satt war.


    Ein anderer Punkt: Ich hatte das Buch erst im Original gelesen, jetzt auf Deutsch. Die "Saumensch"-Einwürfe fühlten sich für mich v.a. beim ersten, aber auch beim zweiten Lesen nicht richtig an. Also irgendwie grammatisch nicht ganz sauber.
    Ich kann aber den Finger nicht drauf legen.
    Wie habt Ihr das empfunden?


    LG von
    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Irgendwie macht es mich traurig, dass es jetzt vorbei ist. Ich hätte ewig so weiter lesen können.


    Seit ich mir noch mal die gebrauchte Version von amazon bestellt habe, fragt amazon mich ständig, ob ich nicht den "Joker" von Markus Zusak ("I am the messenger", glaube ich) lesen möchte.


    Vielleicht wäre das etwas für Dich?


    LG von
    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Keshia : Hast du denn schon Joker gelesen ?


    Ich glaube nicht, dass die mit der Mutter von Liesel verwandt waren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es überhaupt erwähnt wurde, wieso sie Liesel aufnahmen.

  • Der Joker ist auch ein sehr gutes Buch. Vielleicht nicht ganz so stark wie die Bücherdiebin, aber ich habe es auch gerne gelesen :winken:

    //Grösser ist doof//


  • Was ich auch wirklich nicht verstanden habe war, warum die Hubermanns überhaupt Liesel aufgenommen haben. Waren sie mit der Mutter verwandt?


    Ich glaube, dass sie etwas Pflegegeld für Liesel erhalten haben. Deswegen war Frau Hubermann am Anfang auch so sauer, dass es jetzt nur ein Kind ist und nicht wie vereinbart zwei.

  • Ich stehe kurz vor Beendigung des Buches und bin wirklich sehr davon beeindruckt und auch betroffen.
    Ein ungemein intensives und nachdenklich stimmendes Werk. Gerade jetzt in dieser Zeit, wo sich die Ressentiments in Deutschland mal wieder gegen eine Glaubensgemeinschaft richten.

  • Die Menschen im Bus, die mich heute während des Lesens der letzten 40 Seiten begleitet haben, müssen gedacht haben, ich bin verrückt - mal hatte ich ein großes Grinsen im Gesicht und mal Tränen in den Augen.
    Das Buch erzählt eine relativ einfache Geschichte mit einem bekannten historischen Hintergrund, doch Markus Zusak bringt so viele Emotionen hinein, so viele kleine Details machen das Buch unvergesslich. Das Wort "Saumensch" ist inzwischen mit einer derart positiven Emotion verbunden, das ich immer lächeln musste, wenn es auftauchte.



    Ich weiß nur noch, dass es sehr hoch gelobt wurde und ich sehr enttäuscht war, weil ich jedenfalls die Sprache und den Stil als sehr einfach empfand.
    Kann natürlich sein, dass ich einfach Tiefgründigeres nicht mitbekommen habe! :rollen:


    Die Sprache ist relativ einfach, aber ich finde, das tut dem Buch keinen Abbruch. Die Ereignisse und Gefühle werden derart intensiv geschildert, dass eine hochgestochene Sprache meines Erachtens nach überhaupt nicht gepasst hätte. Zumal es die Geschichte von Liesel ist.


    Das Buch hat mich zum Nachdenken und zum Lachen gebracht, es hat Hoffnungen geweckt und mich an einigen Stellen zu Tränen gerührt.


    5ratten

  • Die Sprache ist relativ einfach, aber ich finde, das tut dem Buch keinen Abbruch. Die Ereignisse und Gefühle werden derart intensiv geschildert, dass eine hochgestochene Sprache meines Erachtens nach überhaupt nicht gepasst hätte. Zumal es die Geschichte von Liesel ist.


    War es nicht ursprünglich auch als Kinder/Jugendbuch geplant? Denn in dieser Sparte finde ich eine "leichte" Sprache auch passender. Und mir ging es wie kleinerHase, trotz des simplen Satzbaus wurde sehr viel Gefühl auf mich übertragen. Vielleicht auch gerade deshalb - alles war so klar und einfach. Kein Drumherum, kein Ausschmücken.

    //Grösser ist doof//

  • Ich war überhaupt nicht enttäuscht von diesem Buch. Im Gegenteil. Selten gibt es Bücher, die mich so berühren, wie es dieses geschafft hat. Ich fand seine Sprache genau richtig um die ganz Tragik und das Ausmass des Unfassbaren in die richtigen Worte zu hüllen. Mir kommen wirklich selten Tränen bei einem Buch, aber dieses hier hat es geschafft.


  • War es nicht ursprünglich auch als Kinder/Jugendbuch geplant?


    Hinten im Buch steht auf jeden Fall, dass es sein erster Roman für Erwachsene ist. Aber ganz ehrlich: kann ein Buch nicht einfach geschrieben und trotzdem wunderbar sein? Ich lese im Unialltag so viele Schriftstücke, die als Kunststück gelten, da sie unheimlich kompliziert sind. Dann macht es einfach auch mal Spaß, ein bewegendes Buch zu finden, wo man einen Satz nicht zweimal lesen muss. :zwinker:


    Unser Dozent sagt immer, dass ein gutes Buch nicht unnötig kompliziert sein muss, es muss nur die richtige Botschaft transportieren.


  • Unser Dozent sagt immer, dass ein gutes Buch nicht unnötig kompliziert sein muss, es muss nur die richtige Botschaft transportieren.


    :daumen: Wo er Recht hat... :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • :daumen: Wo er Recht hat... :breitgrins:


    Was nicht heißen soll, dass ich keine Freundin schöner Worte bin. "Die Bücherdiebin" fand ich einfach, aber schön - wie ein Gänseblümchen, die mag ich auch am Liebsten. :herz:

  • Gänseblümchen sind meine Lieblingsblumen :klatschen: (tut hier aber nichts zur Sache - der Vergleich ist aber wirklich schön, kleinerHase!)

    //Grösser ist doof//

  • Was nicht heißen soll, dass ich keine Freundin schöner Worte bin. "Die Bücherdiebin" fand ich einfach, aber schön - wie ein Gänseblümchen, die mag ich auch am Liebsten. :herz:


    Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. :breitgrins:

  • Was nicht heißen soll, dass ich keine Freundin schöner Worte bin. "Die Bücherdiebin" fand ich einfach, aber schön - wie ein Gänseblümchen, die mag ich auch am Liebsten. :herz:


    Schön gesagt, ich weiß genau was du meinst. :smile:

    Die Literatur gibt der Seele Nahrung,<br />sie bessert und tröstet sie.<br /><br />:lesen:<br />Alfred Kerr: Die Biographie

  • Das erste Fünftel meines Leserundenbuches habe ich beendet, werde aber demnächst wegen der Powell-Leserunde eine gute Woche Pause machen müssen.
    Im Moment komme ich in dem Roman nur langsam voran, weil ich noch andere Leseverpflichtungen habe.
    Der Roman kommt im Stil eines Jugendbuches daher, ist aber in Inhalt und Form viel komplexer. Der Tod als auktorialer Erzähler kommentiert, macht Vorausdeutungen und Rückgriffe. Dennoch ist der Roman bisher spannend und gut zu lesen.