Umberto Eco - Der Name der Rose, Fünfter Tag

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 26 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Mäusedudler.


  • eilan blue , ja, das fand ich auch heftig. Jeder will der bessere Christ sein, dabei beschimpfen die noblen Herren sich gegenseitig aufs übelste. "du Ziegenbock" war noch eines der netteren Worte. Ist aber interessant zu erfahren wie diese verschiedenen Parteien denken.
    William hält sich ja NOCH sehr zurück.


    dass die diskussion so ausartet, liegt wohl einerseits daran, dass es zum einen bei dieser (streit)frage um extrem viel macht bzw. geld (was auch sonst?!) :rollen: geht, zum anderen haben die an der diskussion beteiligten gelehrten das problem, dass sie beweise erbringen müssen, die es eben in dieser form nicht gibt.


    die einzige beweisquelle, die sie zu ihrer verfügung haben, ist ein mehr als tausendjähriges buch und dazu noch ein paar heiligentexte... das war's im prinzip! und wie das mit literatur nunmal so ist, kann man das geschrienbene so oder so auslegen... oder auch wieder ganz anders! wer ist da nun im recht und wer im unrecht?


    ich bin schon auf die von euch angesprochene "argumentation" von william gespannt...


  • Ja, das hab ich auch sehr traurig gefunden! :sauer:


    adson wird den namen des mädchens meiner meinung nach im gesamten buch nicht erfahren können, da es nur in seiner fuktion als frau, also als ausgeburt der sünde oder der tugend oder beidem zugleich, wichtig ist... sobald das mädchen einen namen erhielte, käme auch eine geschichte und somit eine persönlichkeit dazu und adson würde mit der zeit erkennen, dass auch das mädchen nichts weiter als ein mensch wie er selber wäre... ich denke, der einzige charakter im buch, der mehr oder weniger so weit gedacht hat, ist william und der wird sich sicher hüten müssen, entsprechende deutliche aussagen über dieses thema zu machen...

    Einmal editiert, zuletzt von eilan blue ()

  • adson wird den namen des mädchens meiner meinung nach im gesamten buch nicht erfahren können [...]


    Ähm...Das ist klar, das im ganzen Buch der Name des Mädchens nicht mehr vorkommt! :zwinker: Adson sagte doch:


    "Von der einzigen irdischen Liebe in meinem Leben kannte ich nicht- und erfuhr ich nie- den Namen."


    Und auch im Zitat, dass ich von Wikipedia hab steht, dass er den Namen nie erfährt. Und das das Mädchen wahrscheinlich der Grund für den Titel "Der Name der Rose" ist, WEIL sie eben namenlos bleibt...

    :leser: [color=#CC0077]<br />Leo Tolstoi - Anna Karenina<br />Geneva Lee - Royal Passion<br />Frank Schätzing - Tod und Teufel<br />Patrick Rothfuss - The Name of the Wind<br />Maggie Stiefvater - The Raven Boys


  • Ähm...Das ist klar, das im ganzen Buch der Name des Mädchens nicht mehr vorkommt! :zwinker: Adson sagte doch:


    "Von der einzigen irdischen Liebe in meinem Leben kannte ich nicht- und erfuhr ich nie- den Namen."


    Und auch im Zitat, dass ich von Wikipedia hab steht, dass er den Namen nie erfährt. Und das das Mädchen wahrscheinlich der Grund für den Titel "Der Name der Rose" ist, WEIL sie eben namenlos bleibt...


    ich habe auch nicht davon gesprochen, ob es wahrscheinlich ist, dass adson den namen des mädchens erfährt oder eben nicht; das wird ja bereits bei den dramatis personae geklärt:


    "das mädchen [...] namenlos, vielleicht die rose" (s. 6),


    sondern über die konzeption des romans, die dies gar nicht zulässt...


    p.s.: wer hat denn jetzt die ganzen haribo's cherryoca verputzt?! war das etwa... ICH?! leute, dieses forum ist schlecht für meine figur!! :grmpf:

    Einmal editiert, zuletzt von eilan blue ()

  • Ach so hast du das gemeint...dann hab ich's falsch verstanden! Sorry! :zwinker:


    Ps.: Mir tut das Forum auch nicht gut...neben meiner Lektüre im Bett zählt noch eine Tafel Schokolade zum Einschlafprogramm... :breitgrins: :rollen:

    :leser: [color=#CC0077]<br />Leo Tolstoi - Anna Karenina<br />Geneva Lee - Royal Passion<br />Frank Schätzing - Tod und Teufel<br />Patrick Rothfuss - The Name of the Wind<br />Maggie Stiefvater - The Raven Boys

  • Mit dem fünften Tag bin ich nun auch fertig.
    Die Verhörung von Remigius war ja der Hammer. Dem Armen wurden die Worte ja so verdreht das am Ende jeder glauben mußte das er der Mörder war. Wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, hätte ich die Morde auch gestanden, er war ja so oder so im Arsch. Die Methoden von damals sind, um die Wahrheit zu suchen, nicht gerade die besten. Wenn man mit Folter bedroht wird um etwas zuzugeben das man nicht gemacht hat, gesteht man doch alles. Was ich gut fand von Remigius war, als er am Ende noch mal allen Versammelten ordentlich Angst eingejagt hat, mit seiner Teufelbeschwörung.


    Die Predigt von Jorge fand ich klasse. Seine Anzeichen für seine Apokalypse passt auch gut in unsere Zeit, finde ich.
    "es gibt keine Ehrfurcht mehr vorm Alter, die Kinder erheben sich gegen die Eltern (braucht man nur mal die Super-nanny einzuschalten :zwinker:), die Gattin sinnt Böses gegen den Gatten, der Gatte zieht die Gattin vor Gericht, die Herren sind unmenschlich zu den Knechten, die Knechte sind ungehorsam zu den Herren, die Halbwüchsigen wollen bestimmen, die Arbeit erscheint allen nur noch als überflüssige Plackerei,...."
    Also aufgepaßt, der Tag des jüngsten Gericht kommt bald :zwinker:...


    Der Mörder scheint ja nach der Apokalypse zu gehen und ich finde Jorge redet ein wenig viel über den Untergang. Ob er vielleicht der Mörder ist?

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Besonders beeindruckt hat mich in diesem Kapitel ebenfalls die Predigt von Jorge - seine Deutung der Zeichen der Apocalypse fand ich durchaus einleuchtend. Was der Gute wohl heutzutage sagen würde - vermutlich vor lauter Zeichen komplett durchdrehen.


    Die streitenden Mönche haben mich ebenfalls köstlich amüsiert. Gehörte Demut nicht auch zu den Tugenden der Christen/Mönche :breitgrins:


    Den Prozess gegen Remigus fand ich wenig überraschend, es passte einfach zu Bernards vorigem Auftreten und den Bemerkungen, die William in den vorigen Kapiteln gemacht hat.

    :lesen: Naomi Novik - Uprooted