Andrzej Sapkowski - Der letzte Wunsch

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Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kritty.

  • Der letzte Wunsch ist eine Sammlung von sechs längeren Kurzgeschichten (jeweils ca. 40 – 70 Seiten), die sehr lose durch kurze Abschnitte einer sich durchs ganze Buch ziehenden Geschichte verbunden sind.


    Die Hauptfigur der Geschichten ist Geralt von Riva, ein Hexer, dessen Job es ist, gegen Bezahlung alle möglichen Untiere zu erledigen, die den Menschen gefährlich werden. Dabei bekommt er es jedoch nicht (nur) mit den Fantasy-üblichen Drachen oder Orks zu tun, sondern mit vampirartigen Wesen, einem „Schneewittchen“ auf Rachefeldzug, oder einem Flaschengeist, der von Geralts Wunsch gar nicht begeistert ist.


    Diese Verwendung von Phantasiewesen oder auch Sagengestalten, die sich von dem üblichen Drachen/Trolle/Orks-Gemisch unterscheiden, hat mir gleich sehr gut gefallen, genauso wie eine paar kleinere und größere Anspielungen auf Märchen – Schneewittchen ist da nicht das einzige. Auch die obligatorischen Elfen sind nicht nur die überlegenen, schönen Weisen. Einige haben sich den Menschen angepasst, andere wurden von ihnen in die Berge vertrieben und drohen zu verhungern, weil sie sich nicht anpassen wollen und ein Halbelf gehört zu „Schneewittchens“ Söldnertruppe. So ist Geralts mittelalterliche Fantasywelt auch definitiv kein nettes Märchenland.


    Sapkowskis Stil liest sich sehr flüssig, lebendig und direkt und es fehlt auch nicht an einer guten Portion Humor (was aber nicht heißen soll, dass es sich hier um Funny-Fantasy handelt). Die Welt wirkt sehr lebendig und dies gilt durchaus auch für die Charaktere. Allerdings lässt eine Kurzgeschichtensammlung natürlich keine übermäßig komplexe Handlung und kein allzu großes Maß an Charakterentwicklung zu – Geralt ist bisher eine mehr oder weniger einsamer Wolf, dem sein Eingreifen nicht immer gedankt wird und der eigentlich gern ein ganz normaler Mensch wäre, doch das sind Hexer nun mal anscheinend nicht...so ganz. Die Geschichten sind spannend, es war keine dabei, die mir nicht gefallen hat, und fast immer mit einer Portion Action verbunden. Meist konzentriert sich die Handlung auf das aktuelle Abenteuer, manchmal Erfährt man aber auch ein wenig über seine Vergangenheit, wie er zum Hexer wurde, oder über Yennefer...


    Wer unbedingt eine komplexe, epische Handlung braucht und mit Kurzgeschichten überhaupt nichts anfangen kann, wird mit diesem ersten Band der Geralt-Reihe vermutlich nicht glücklich. Wer sich jedoch von spannenden Abenteuern mit einem Schuss Action und ebensoviel Humor in einer nicht gar so typischen Fantasywelt angesprochen fühlt, kann ruhig mal einen Blick riskieren. Ich habe mich jedenfalls bestens unterhalten gefühlt, bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und traue der Reihe einiges Potential zu.


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  • Nachdem ich das Computerspiel "The Witcher" mochte, wollte ich doch auch das Buch lesen, auf dem das Spiel basiert. :breitgrins:


    Meine Meinung:
    Die Abenteuer von Geralt sind zwar interessant, aber es handelt sich im Grunde genommen um Kurzgeschichten, die in diesem Band gesammelt wurden. Die Rahmenhandlung mit dem Titel "Die Stimme der Vernunft" kann die einzelnen Geschichten nicht wirklich verbinden und nicht immer ist klar, in welcher zeitlichen Abfolge die Geschichten spielen.
    Wie immer bei Geschichtensammlungen gibt es gute und weniger gute Geschichten und so ist es auch hier. Es gibt spannende und humorvolle Geschichten, aber auch solche, die einfach nur langweilig sind. Insgesamt ist es aber eine gute Mischung. Einen Roman um Geralt würde ich allerdings noch lieber lesen!


    Von mir daher:
    3ratten und :marypipeshalbeprivatmaus:

    viele Grüße<br />Tirah

  • Wenn es dtv schafft und alle Geralt-Romane rausbringt, dann kommt die komplexere, zusammenhängende Story noch.
    Die ersten beiden Bände, "Der letzte Wunsch" und "Das Schwert der Vorsehung", sind gesammelte Kurzgeschichten. Im polnischen Original folgte darauf ein fünfbändiger Zyklus richtiger Romane, die nach Plan dann im Halbjahresabstand auf deutsch veröffentlicht werden sollen.

    You see things as they are and ask, &quot;Why?&quot; I dream things as they never were and ask, &quot;Why not?&quot; (G. B. Shaw)

  • ... und weil wir gleich beim Thema sind, hier auch noch mein Fazit zum 'letzten Wunsch':



    Der letzte Wunsch.
    Geralt von Riva ist ein Hexer, ein professioneller Ungeheuer-Töter. Die Zunft der Hexer ist klein, und ihre Vertreter werden vom Volk nicht sonderlich gemocht, weil sie anders sind als gewöhnliche Menschen. Aber man duldet sie, weil sie nützlich sind, und den Bewohnern der Dörfer und Städte gegen Bezahlung unliebsame Monster vom Hals schaffen.
    Wie jeder Hexer wurde Geralt als Säugling von seiner Mutter an die Gilde gegeben, die das Kind einer besonderen Behandlung mit Giften und Kräutern unterzogen, die nur wenige Probanden überleben. Die, die sich als stark genug erweisen, gewinnen dadurch übermenschliche Fähigkeiten - eine besonders schnelle Regeneration von Wunden, Dunkelsicht, außergewöhnliche Reflexe. Doch die äußeren Zeichen, die damit einhergehen - veränderte Pupillen zum Beispiel und weißes Haar durch den Verlust der Pigmente - machen sie in den Augen der Menschen selbst zum Monster.
    Das Buch umfaßt eine Sammlung von Kurzgeschichten, Episoden aus Geralts Leben während seiner Streifzüge durch das Land. Er kämpft gegen Monster oder Banditen, legt sich mit einem Dschinn an und mit einer Zauberin, die sein Herz stielt... Die Geschichten sind locker verbunden durch eine Rahmenhandlung.


    Geralts Welt zeigt alle Facetten häßlicher Realität, trotz dass es ein Fantasy-Universum ist: Rassistisch sind die Menschen und fremdenfeindlich, brutal und undankbar und nur auf eigenen Vorteil bedacht. Das einfache Volk besteht überwiegend aus Analphabeten, getrieben von Vorurteilen und Aberglaube, und beherrscht von kirchlichen und königlichen Despoten.
    Den Sieg des Guten über das Böse gibt es nicht, nur die Entscheidung für das kleinere Übel (übrigens der Titel einer der Episoden). Doch wer kann sich anmaßen, diese Entscheidung zu treffen?


    Der Autor:
    Andrzej Sapkowski (* 21. Juni 1948 in Aódz, Polen) ist der bekannteste polnische Fantasy-Schriftsteller. Seine Bücher greifen – zumeist parodistisch – Motive der slawischen Legenden und Märchen auf. Sapkowskis erfolgreichster Fantasy-Zyklus behandelt die Abenteuer des Hexers Geralt von Riva (der Hauptstadt des Landes Rivien), der sich in jungen Jahren durch eine schmerzhafte Prozedur in einen Hexer verwandelte. Geralt reist durch eine Fantasywelt (die an einigen Stellen mit Märchenmotiven aus den Werken der Gebrüder Grimm und des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen durchsetzt ist), um gegen Bezahlung Monster und Fabelwesen zu erlegen.



    Fazit:
    Ich kannte Andrej Sapkowski nicht, bis ich durch das sehr erfolgreiche Spiel auf seine Geschichten um den Hexer Geralt gestoßen bin.
    Obwohl ich sonst nicht so der Kurzgeschichten-Fan bin, hat mich die episodenhafte Erzählweise hier überhaupt nicht gestört. Geralt ist eine schillernde und zugleich tragische Figur, eine Art dunkler Held, der die Dinge zugleich sehr pragmatisch anpackt.
    Der Schreibstil des Autors ist sehr erfrischend, geradlinig und macht Spaß zu lesen. Ein unterschwelliger sarkastischer Humor scheint immer wieder zwischen den Zeilen auf, der zu der düsteren Welt und seinem zweifelbehafteten Protagonisten paßt.
    'Der letzte Wunsch' ist absolut empfehlenswerte Erwachsenen-Fantasy; mittlerweile ist auch der zweite Band beim Verlag zu bekommen. Ich hoffe, dass auch die restlichen Kurzgeschichtensammlungen um Geralt (ich glaube, es sind so um die sieben) vom Polnischen mal ins Englische oder Deutsche übersetzt werden.
    Uneingeschränkt empfehlenswert, das heißt
    5ratten

    :lesen: Anna im blutroten Kleid

    Einmal editiert, zuletzt von elwe ()

  • Da kann ich Elwes Fazit absolut zustimmen und vergebe ebenfalls:


    5ratten

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Ich gebe auch 5ratten, diese Stimmung die dieses Buch vermittelt fand ich grossartig.
    Jedoch weiss ich nicht ob ich das Buch ohne vorher das PC-Spiel gespielt zu haben auch so toll gefunden hätte.
    Mit Figuren welche ich selber spiele und somit Ihren Charakter zumindest teilweise mitbestimme / entwickle fühle ich mich immer noch mehr verbunden.


    Tolle Fantasy, tolles Spiel :breitgrins:

  • das wird dann wohl der erste komplexe Band auf deutsch sein (ab November 2008):


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    Kurzbeschreibung
    Seit dem blutigen Überfall auf Cintra ist Ciri, die Thronerbin des Reiches, verschollen. Doch es gehen Gerüchte um, dass sie nicht tot ist, sondern von Geralt, dem Hexer, entführt und an einen geheimen Ort gebracht wurde. Und Geralt sieht sich mit heiklen Fragen konfrontiert. Hat Ciri wirklich magisches Potential? Oder ist sie nur das Medium einer bösen Macht? Der halbverfallene Stammsitz der Hexer wird zum Schauplatz einer großen Prüfung ...

  • Das Cover hatte mich sofort in den Bann gezogen. Wirklich toll gemacht! Was mich von Anfang an etwas abgeschreckt hatte, war, dass es lauter Kurzgeschichten sind. Das ist nicht mein Fall, damit konnte ich noch nie etwas anfangen.


    Das Buch beginnt mit der Stimme der Vernunft und darauf folgte eine Kurzgeschichte, immer abwechselnd. Die Stimme der Vernunft verknüpft das ganze Buch etwas, ansonsten sind die einzelnen Geschichten voneinander unabhängig. Ich hatte das Gefühl, in irgendeinen Zeitpunkt von Geralts Leben hineinzuplatzen und etwas daraus zu erfahren.


    Das Buch startet rasant, doch dann verlief sich das Buch irgendwie. Sehr oft wusste ich einfach nicht, was ich mit diesem Buch und diesen Kurzgeschichten anfangen soll. Da fand ich mich nach richtig tollen Kampfszenen plötzlich in seitenlangen Landschaftsbeschreibungen wieder. Zum Schluss wurde es dann glücklicherweise wieder richtig spannend.


    Sehr gut hat mir gefallen, dass man Untieren und Fabelwesen begegnet, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Die Beschreibungen sind sehr detailliert und ich konnte sie mir gut vorstellen. Dagegen blieb mir Geralt leider etwas verschlossen.


    Von mir gibt es aber nur 3ratten

    Pessimisten stehen im Regen, Optimisten duschen unter den Wolken.

    Einmal editiert, zuletzt von Zara ()

  • Wäre ich nicht ein großer Fan der Witcher-Spiele-Reihe, wäre ich wahrscheinlich niemals auf diese Buch-Reihe gestoßen. Seit ich die ersten beiden Teile des Spieles gespielt habe, nehme ich mir schon vor, dass ich endlich mal in die Roman-Vorlage reinschnuppere und das habe ich jetzt endlich geschafft.


    Anfangs hatte ich ein wenig Angst, dass es zu sehr in eine bestimmte Schiene gehen könnte, die Art Fantasy mit sehr aufgebauschten Männerrollen, der muskulöse Schwertkämpfer, und das arme Fräulein im Turm. Aufgrund mehrerer Rezensionen bei Amazon wurde ich aber überzeugt, dass dem wohl nicht so is und Sapkowski durchaus humorvoll und intelligent schreiben kann.
    Diesem Eindruck kann ich mich nun auch anschließen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich eher selten Kurzgeschichten lese. Ein paar der Geschichten beziehungsweise Ausschnitte daraus kannte ich bereits aus dem Spiel, auch Charaktere wie Triss Merigold und Rittersporn tauchten dort bereits auf und sind mir bekannt. Die Geschichten ergänzen sich dazu sehr gut und mir gefällt die Mischung aus Humor und Parodie aber auch aus ernsteren und leiseren Tönen.


    Ich werde die Reihe mit der Zeit sicher weiter lesen und freue mich jetzt noch mehr auf das Erscheinen des dritten Spielteils.


    4ratten

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

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    dtv, München 2007, 380 Seiten


    In dieser Sammlung von Kurzgeschichten verfolgen wir den Hexer Geralt von Riva, der sich in seinem Berufszweig mit Ungeheuern, Vampiren, Biese, Gestaltwandlern und anderen Monstern herumschlagen muss. In seiner Reise merken wir schnell, dass nicht jedes Monster tatsächlich eines ist und dass der Mensch oftmals als größeres Übel auftritt.


    Die teilweise unzusammenhängenden Geschichten von Geralt waren ein wenig gewöhnungsbedürftig. Der lose Pfaden der sich durch das Buch zieht packt einen erst ab einem Viertel des Romanes und deswegen hatte ich meine Startschwierigkeiten. Dadurch dass man einfach ohne Einleitung in diese neue Welt geschmissen wird, fällt es einem schwer sofort mit Geralt warm zu werden, der jetzt auch nicht als typischer Lieblingsprotagonist daher reitet. Hätte ich die Spiele nicht vorher gespielt hätte ich vielleicht gar keinen Zugang gefunden.


    Wenn es dann aber anfängt etwas zusammenhängender zu werden, machen die Reisen mit Geralt und Rittersporn durchaus Spaß. Das Zusammenspiel zwischen den beiden haben mich oft zum Lachen gebracht und auch die vermeintliche Liebesgeschichte am Ende empfand ich nicht als forciert und macht mich neugierig wie es denn weiter geht mit dem zynischen Geralt, dem wortgewandten Rittersporn und der gefühlskalten Zauberin Yennefer.


    Als absoluter Fan der Spielereihe ein schönes Fundbüro an Hintergrundwissen und fun facts. Für jemanden der noch nie die Welt von Geralt betreten hat vielleicht etwas zu unzusammenhängend.


    4ratten

  • Ich habe mir einen Wieholek zum erste Teil des Hexers gegönnt und habe mich wieder sehr gut amüsiert. Die Episoden sind mit einem Augenzwinkern geschrieben. Mir gefallen sie nach wie vor besser als die späteren Teile, die als kompletter Roman daherkommen.

    Wahnsinn ist bei niederer Lautstärke weniger störend.

    Dieter Nuhr

  • Der letzte Wunsch von Andrzej Sapkowski



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    Über das Buch

    Dieses Buch ist ein Prequel der "Hexer"-Reihe und beinhaltet mehrere Kurzgeschichten, eingebettet in eine Geschichte die quasi den roten Faden darstellt. Es wurde 1993 erstmals herausgegeben und die Ausgabe die ich gelesen habe zählt 380 Seiten.


    Inhalt gemäß Verlagsseite:

    "Der Hexer Geralt von Riva verdient sein Geld mit Kämpfen gegen Ungeheuer aller Art. Über einen Mangel an Aufträgen kann er sich nicht beklagen, denn es gibt genügend Leute, die dringend Hilfe gegen Vampire, Drachen und andere dämonische Wesen brauchen. Als Geralt eines Tages einen Luftgeist befreit, schlägt ihn dieser mit der verhängnisvollen und quälenden Liebe zu der schönen Zauberin Yennefer. Und dann wird Geralts bester Freund schwer verletzt und braucht seine Hilfe..."



    Stil und meine Meinung

    Die Kurzgeschichten scheinen nicht zusammenhängend, werden aber durch einen Plot irgendwie zusammengehalten, der immer wieder aufgegriffen wird. Dies war zu Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt.

    Auch an den Schreibstil musste ich mich ein wenig gewöhnen - aber das könnte auch an der Übersetzung gelegen haben. Ich kann garnicht genau sagen, an was ich mich hin und wieder zu Beginn gestört habe, aber ich habe mich zuweilen an eine Übersetzung des "Der Herr der Ringe" zurückerinnert gefühlt. Vielleicht "Herr Frodo" und "Herr Geralt".... darüber hinaus ein paar Floskeln die für mich persönlich nicht ganz in das Setting passen.

    Aber das ist Nörgeln auf höherem Niveau, schließlich betrifft das hauptsächlich die Übersetzung.

    Was das Inhaltliche angeht war und bin ich sehr angetan. Mit gefällt der Bezug zum Märchenhaften, eingesetzt in das klassische Fantasy-Gefüge. Geralt wird im Laufe der Geschichte(n) immer greifbarer als Charakter, ebenso sein musikalischer Begleiter.

    Ich kannte die meisten Geschichten bereits aus dem ersten Computerspiel und aus der Netflix-Serie, und trotzdem wurde es mir nicht langweilig. Viele Dinge wurden viel detailreicher und anders erzählt, was nicht überrascht.


    Mir gefällt der Schreibstil alles in allem und fand das Erzählte spannend, amüsant und schön dargestellt. Hin und wieder waren die Beschreibungen und Dialoge mir zu abstrakt, ich dachte manchmal ich hätte vielleicht etwas überlesen oder anderweitig nicht mitbekommen, bis ich dann zu dem Schluss kam, dass Dinge einfach nicht zuende oder ausgesprochen wurden und es vielleicht entweder später noch offenbart wird was gemeint ist, oder es einfach authentisch wirken soll (dass man sozusagen nicht immer in die Köpfe der Figuren gucken kann/soll).


    Ich gebe 4 Ratten.

    4ratten