Beiträge von nanu?!

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Die frisch verheiratete Nellie freut sich auf ein Leben mit ihrem Richard im neuen Haus. Doch bald muss sie feststellen, dass Richards Hände locker sitzen und es auch nicht viel braucht, um ihn unzufrieden zu stimmen.

    Um die 60 Jahre später, im Jahr 2018, ziehen die jungen Eheleute Alice und Nate in das Haus ein. Sie wollen eine Familie gründen, doch etwas scheint mit dem Haus nicht zu stimmen. Und Alice glaubt, dass Nate etwas vor ihr verbirgt. Und dann findet Alice das alte Kochbuch der Vorbesitzerin und entdeckt schauriges.


    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, obwohl es ganz anders ist als der Klappentext vermuten lässt.

    Ja, irgendwie ist die Geschichte nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen. Der Alltag der beiden Frauen im Haus und im Garten wird bis ins Detail beschrieben. Und teilweise hat man den Eindruck, die Story plätschert die ganze Zeit nur vor sich hin. Aber immer scheint etwas im Hintergrund versteckt zu liegen. Etwas bedrohliches, nur greifbar ist es zunächst nicht. Und man beginnt sich zu fragen, wo zur Hölle die Autorin mit einem hin will.


    Es gibt immer zwei Kapitel in Alices Welt, dann kommt Nellies Teil in den Fünfzigern dran. Die Kapitel werden immer entweder mit einem Rezept eingeleitet, oder mit einem besonders wertvollen Tipp, wie die sorgenvolle Ehefrau ihren Göttergatten zufrieden stellen kann. Ein Beispiel?

    Zitat

    "Nichts zerstört das Glück des Ehelebens mehr als eine faule, schlampige Frau (Mrs. Dobbin Crawford, Bath Chronicle, 1930)

    Oder

    Zitat

    "Jammern und heulen Sie nicht, weil Sie krank sind und keinen Spaß haben; der Mann geht hinaus, um den ganzen Spaß zu haben, und Ihr Lachen ist gefragt, wenn er nach Hause kommt und Ihnen davon erzählt - teilweise. Was das Kranksein betrifft, so sollten Frauen nie krank sein. (Advice to Wives, The Iles of Man Times, 12. Oktober 1895)

    Besonders Nellies Kapitel mochte ich gerne. Die damalige Rolle der Ehefrau und die Atmosphäre der Fünfziger Jahre hat die Autorin ziemlich gut dargestellt. Wie selbstverständlich die Frau ihre eigenen Bedürfnisse für den Mann hintenanstellt. Das sie ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Ehemannes nichts darf. Wie wichtig es war, den äußeren Schein zu wahren, obwohl der Haussegen schon lange schief hängt. Und wie alle wissen, hat die Frau nur zwei Lebensfragen: Was koche ich, und was ziehe ich an.

    Dann kommen Alices Kapitel und die Unterschiede von damals zu heute werden deutlich, auch das was sich immer noch nicht verändert hat.


    Auch wenn es nicht so klingt, handelt es sich bei diesem Buch doch immer noch um einen Krimi. Und ein Krimi braucht ein Verbrechen, welches es auch gibt. Aber was da genau passieren wird, muss man schon selbst entdecken.

    Ich selbst hätte das Buch trotzdem eher in die Dramaecke, anstatt ins Krimiregal gesteckt. Aber das ist nur meine Meinung. Deswegen kann ich mir vorstellen, dass es einige enttäuschte Leser geben wird, weil auch die etwas anderes erwartet hatten.


    4ratten

    Mungo , Enola Holmes finde ich auch sehr gelungen, aber ich finde ihre Ermittlungsarbeit passt in eine ganz andere Kategorie. Sie ist schon sehr professionell.


    Bei Wells&Wong ist der Funke noch nicht so richtig übergesprungen. Ich kann nicht sagen woran es lag. Wells ist mir auch zu bestimmend dem anderen Mädchen gegenüber. Aber den zweiten Band würde ich trotzdem noch versuchen. Vielleicht funkts ja dann.

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    Nachdem die Reihe um die kleine Detektivin Flavia de Luce von Alan Bradley geendet hatte und es keinen Nachschub mehr gab, war das schon ein trauriger Moment für mich. Irgendwie verabschiedet man sich da von Figuren, die man in den vielen Jahre lieben gelernt hat.

    Und von allen Buchreihen mit jungen Detektivinnen die ich seitdem gelesen habe, kommt Myrtle Hardcastle Flavia am nächsten.

    Myrtle ist nämlich mindestens genauso neugierig und hartnäckig wie ihre Vorgängerin. Sie stammt aus sehr gutem Hause, ihr Vater ist der städtische Staatsanwalt und sieht es nicht besonders gerne, dass Myrtle so ein großes Interesse an der Kriminalistik zeigt.

    Deswegen wird sie ab und zu gezwungen Zeit mit gleichaltrigen Mädchen zu verbringen. Diese Nachmittage laufen aber nie so, wie es bei wohlerzogenen jungen Damen laufen sollte.


    Myrtle hat eine Schwäche für Krimigroschenromane und würde es ihrem Lieblingsermittler, einer Figur aus ihren Krimis, gerne gleichtun.

    Sie bekommt auch bald die Gelegenheit dazu, denn etwas stimmt im Garten von Miss Wodehouse nicht. Der Gärtner ist nirgendwo zu sehen, was schon sehr seltsam ist. Seltsamer jedoch ist die Abwesenheit der alten Dame, Miss Wodehouse, die sich über das Fehlen des Gärtners nicht lauthals beschwert. Kurz entschlossen alarmiert Myrtle die Polizei, und schon wimmelt es im Garten vor Beamten.

    Natürlich glaubt die Polizei nicht an ein Verbrechen, Myrtle weiß es aber besser und nimmt die Ermittlungen auf.

    Im Gegensatz zu Flavia, ist Myrtle nicht alleine auf sich gestellt. Stehts an Myrtles Seite ist die Gouvernante Miss Judson, die es ebenfalls spannend findet, einen Fall zu lösen. Zusammen sind die beiden ein tolles Team, auch wenn Miss Judson immer Sorge hat, der Vater könnte hinter die Eskapaden seiner Tochter kommen.


    Die Stimmung im Buch ist insgesamt nicht so bedrückend, wie es oft bei Flavia der Fall war. Bei Myrtle zuhause geht es viel fröhlicher zu.

    Der Humor kommt nicht zu kurz. Die Geschichte spielt in der viktorianischen Zeit und ich mochte die Atmosphäre richtig gerne.

    Alles wird direkt aus Myrtles Sicht in der Ichform geschildert. Gelegentlich eingestreute Fußnoten vervollständigen ihre Beobachtungen.

    Der Leser erfährt so auch nie mehr, als Myrtle gerade herausgefunden hat.

    Den Fall selbst fand ich spannend, auch wenn ich am Ende ein wichtiges Detail erahnen konnte, gab es doch einige Wendungen die mich überraschen konnten. Ein paar von den Nebenfiguren fand ich so toll, ich hoffe wirklich sie in den nächsten Bänden wieder zu begegnen.


    Doch, Myrtle hat mich überzeugt. Sie ist trotz Ähnlichkeiten keine zweite Flavia und das ist auch gut so, aber die beiden hätten sich bestimmt super verstanden.

    Hab ihm/seinem Team im Frühjahr mal eine Nachricht geschickt und nach einer vollständigen Liste seiner Bücher gefragt, aber nie eine Antwort bekommen. Ist wohl ein Fall von unerwiderter Liebe.;(

    Er antwortet bloß nicht, weil er vergessen hat mitzuzählen. Er weiß es einfach nicht mehr. :schulterzuck:

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    Käse macht glücklich! Wer das nicht glaubt, findet in diesem Kochbuch mehr als 65 Rezepte, um sich zu überzeugen.

    Das Buch beginnt mit ein bisschen Warenkunde. Welchen Käse zu welchem Gericht wählt man am besten aus. Wie man richtig mit dem Käse umgeht, damit er sein volles Aroma entfalten kann. Wie man ihn korrekt lagert, und solche Fragen werden kurz erläutert.


    Dann geht es auch schon los mit den Köstlichkeiten.

    - Als erstes gibt es das Kapitel "Brot". Das klingt erst einmal banal, und das ist es eigentlich auch. Aber bekanntlich sind die einfachsten Dinge in der Küche auch die leckersten. Hier gibt es also Sandwiches in den verschiedensten Variationen. Mit Chutneys, Pasten und Saucen verfeinert. Darunter Klassiker wie das "Croûte au fromage" aus der Schweiz oder das britische "Welsh Rarebit". Aber auch originelle Toasts, Burger und auch Pizzen sind vertreten.

    - Dann folgt das größte Kapitel, "Nudeln". Hier gibt es Nudelaufläufe noch und nöcher, abwechslungsreich und bunt. Die französische Variante ist mit Ziegenkäse, Kischtomaten und provenzialischen Kräutern, die klassische mit Béchamelsauce und Cheddar. Es gibt einen herbstlichen Auflauf mit Kürbis und Salbei, oder einen spanischen mit Chorizo und Manchego. Nur um einige zu nennen, die Möglichkeiten sind unendlich.

    - Im Kapitel "Gemüse" findet man die verschiedensten Gratins und Kartoffelgerichte. Zum Beispiel "Chicorée-Gratin mit Schinken und Blauschimmelkäse, Kartoffelgratin mit Pilzen, Spinat und Fontina, Blumenkohlgratin, ...

    Das Rezept für Tartiflette finde ich hier am spannendsten, das wird unter anderem aus Kartoffeln, Speck und Reblochon gemacht. Die Gemüse-Enchiladas habe ich schon getestet und kamen selbst bei den Kindern gut an.

    - In "Zum Dippen & Löffeln" gibt es dann noch Rezepten für Ofenkäse, Fondues und Suppen.


    Die meisten Rezepte sind unkompliziert nachzukochen, die Anleitungen sind kurz gehalten, klar und verständlich.

    Die Zutatenlisten sind überschaubar. Je nachdem wo man lebt, wird nicht jede Käsesorte leicht aufzutreiben sein. Aber es werden Alternativen genannt, zumindest bei den spezielleren Sorten.

    Es gibt viele tolle Fotos, aber nicht zu jedem Rezept. Aber ehrlich gesagt sehen die meisten Aufläufe und Gratins in der Auflaufform und mit der Käsehaube eh gleich aus.

    Wer gerne deftig isst und Käse liebt, dem kann ich das Buch nur empfehlen. Uns jedenfalls, hat bis jetzt alles sehr gut geschmeckt, was wir ausprobiert haben.


    5ratten

    Ich habe jetzt auch meine Liste zusammen


    13.11 Weltnettigkeitstag: Karin Kalisa - Sungs Laden

    Auf dem Klappentext steht was von "Wärme, Witz und Lust an kleinen Wundern...", klingt für mich sehr nach Nett.


    28.11: Armer-Ritter-Tag: Bernard Cornwell - Der Erzfeind

    Cornwell geht nicht ohne Mittelalter


    11.12 Tag der Zimtsterne: Robert Dinsdale - Die kleinen Wunder von Mayfair

    Hier fallen nicht nur kleine Schneekristalle vom Himmel, auch ein Sternchen findet sich in der Gaslaterne links


    25.12 Der Tag ohne L: Barbara Wood - Bitteres Geheimnis

    Ein Relikt aus meiner längst vergangenen Barbara-Wood-Phase


    1.01 Bloody-Mary-Tag: Mark Lawrence - Waffenschwestern

    Laut Klappentext ist die Hauptfigur noch ein Kind, als sie ihr erstes Opfer umbringt, und es sollen noch viele folgen.


    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links

    Mein Vater hatte eine Festanstellung beim Rundfunkchor, und kannte dadurch natürlich viele Leute von Radio und Fernsehen. Im Kinderradio gab es eine Sendung, in der neue Kinder- und Jugendbücher vorgestellt und besprochen wurden. Die Redaktion hatte von den Verlagen immer viel mehr Rezensionsexemplare als sie besprechen und/oder verlosen konnten, und die eine Kollegin meines Vaters hat mir jeden Monat eine ganze Tasche neuer Bücher an die Haustür gehängt. Das war super! Da war echt alles dabei, und die besten habe ich immer noch.

    Oh mein Gott, mein inneres Kind ist gerade ganz grün vor Neid. Das ist ja wie Weihnachten jeden Monat.

    In unserem Zuhause waren Bücher immer Mangelware.

    Ich möchte auch wieder versuchen, wenigstens 5 Bücher zu schaffen. Es werden auch nur Bücher vom Sub sein, denn alle Rezi-Bücher sind momentan erledigt. Diesen Rezi freien Zustand hatte ich schon ewig nicht mehr.

    Ich freue mich immer, wenn die neuen Kategorien euch gefallen.

    Der Tag ohne L: "Kurgast" von Hermann Hesse vom Suhrkamp-Verlag herausgegeben (ich wollt erst "Der Insasse" von Fitzek (Droemer-Verlag) nehmen und dann knallen die tatsächlich PSYCHOTHRILLER aufs Cover!!)

    Un-fass-bar, was denken die sich eigentlich dabei? Aber ansonsten ist deine Liste perfekt, wie aus dem Bilderbuch.


    Und wer zur Hölle ist Rebecca Hohlbein, und gibt es dagegen nicht ein Kartellamt?

    Oh Mann, das habe ich ja noch gar nicht gesehen. Das mit den Hohlbeins wird wohl nie ein Ende finden.


    Weltnettigkeitstag

    Katherine Pancol - Muchachas: Tanz in den Tag

    (Bei der anderen Trilogie der Autorin hat "Wohlfühlbuch" gut gepasst, das sollte hier auch der Fall sein)

    Mmh, ich kenne das Buch, ich bin gespannt was du sagen wirst. Das Cover geht schon sehr in die Richtung Wohlfühlbuch.


    Bloody-Mary-Tag

    Sabine Appel - Heinrich VIII

    (Im Buch sollte Mary auch vorkommen. Falls das nicht ausreicht, passt das Buch auch noch halb zur Mittelalter-Kategorie, Heinrich ist am Ende des Mittelalters geboren)

    Ich lasse das gelten. Es wäre schon seltsam wenn Mary überhaupt keine Rolle in diesem Buch spielen würde.

    Ups, das ist mir verloren gegangen.

    Zählt für den Arme-Ritter-Tag auch Mittelalter-Fantasy?

    Öhm, ich sag mal ja. Aber nur weil ich das auch gerne lese :). Vielleicht schleppst du ja noch einen Geheimtipp an.


    illy , auch deine Liste geht in Ordnung.