Beiträge von TheNightingale

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Wenns ums reine Bevorzugen geht, dann bevorzuge ich es natürlich auch, nach einem Kapitel aufzuhören. Aber ansonsten habe ich keine Probleme einfach mittendrin aufzuhören. Ich merke mir meistens nur, wo ich angefangen habe, die Stelle zu finden, wo ich aufgehört habe, ist nie wirklich ein Problem. Ich kann immer und überall lesen und deswegen stört es mich auch nicht, wenn ich mitten im Satz aufhöre und irgendwann da weiterlese.

    TheNightingale Mir schenkt niemand unaufgefordert Bücher. Niemand hat einen Überblick darüber was ich gerne Lese, geschweige denn schon gelesen habe. Außer mir selbst natürlich.

    Bei mir traut sich auch keiner. Allerdings habe ich bereits einige davon überzeugt, dass es nichts Größeres für mich gibt, als Gutscheine von Hugendubel.

    genau :D wenn allerdings jemand zum Hugendubel geht, sage ich immer, sie sollen mir eins mitbringen. da sind ganz interessante dabei manchmal xD

    wenn ich das so lese, bin ich froh, dass bei mir die Leute sonst mit meinen Lesevorlieben völlig überfordert sind :D:D:D


    Bei den Geschenken letztes Jahr waren viele sogar nervös, ob ich ihr Lieblingsbuch schon kannte oder furchtbar fand. Das war so lieb.

    TheNightingale : was für ein Projekt machst du denn? :/ Liest du die Lieblingsbücher von Freunden?

    Ich hab mir letztes Jahr zum 40. die Lieblingsbücher meiner Gäste gewünscht, weil ich nicht wusste, was ich mir sonst wünschen sollte. Da kamen 14 Bücher zusammen, ganz bunt gemischt. Ich lese ja normalerweise fast ausschließlich Scifi, Horror und den einen oder anderen Krimi/Thriller. Ich fand das dann eine nette Idee, mal aus meiner Leseblase auszubrechen :)

    TheNightingale

    Ich finde das Projekt ja spannend und die Idde fand ich auch gut. Aber ich gebe auch zu, würde ich vermutlich nur mit Einschränkungen machen.

    Ich find es eigentlich gerade spannend, dass ich keine Einschränkungen gemacht habe. Ich will tatsächlich wissen, warum die mir geschenkten Büchern die Lieblingsbücher sind. Dass sogar eine Stephanie Meyer dabei war (deren Bücher ich persönlich eigentlich als grottenschlecht, handwerklich wie inhaltlich, erachte), war die größte Überraschung. Mir wurde aber versichert, das Buch sei klasse. Und deswegen lese ich es dann auch.


    Zafon z.B. kannte ich gar nicht. Da sieht man, wie ich in meiner kleinen Lesebubbel hocke und mich durch mein Lieblingsgenre grabe, ohne wahrzunehmen, was sonst noch so passiert. Auch, dass "Der Gefangene des Himmels" eigentlich ein Teil einer Reihe ist, wusste ich nicht. Bis jetzt lässt es sich aber auch so hervorragend lesen. Da es das Buch von einer meiner längsten und besten Freundinnen ist, habe ich, wann immer ein Zafon in einem offenen Bücherschrank stand, zugegriffen. Ich hab jetzt noch zwei oder drei weitere Bücher von ihm daheim. Aber "Der Gefangene des Himmels" macht den Anfang und auch die Ausgabe des Buches ist wunderschön. Ist aus der Fischer Taschenbibliothek und ich liebe so Sonderformate total.



    Zb. Meine Schwester würde mir sonst definitiv einen Coelho aufs Auge drücken ^^

    Das wäre für mich auch ein no-go:angst:

    Ich hab von Coelho noch nix gelesen, warum ist er ein No-go?

    Käsefondue ist zwar lecker, aber zu oft würde ich das nicht essen. Ich bevorzuge dann doch das Fondue mit Fett im Topf und allem, was man da an Spießen reinstellen kann xD Raclette mag ich auch sehr gern.


    Bei der Bücherauswahl gehöre ich zu den Klappentextauslesern. Spricht der mich nicht an, kann das Buch noch so toll aufgemacht oder betitelt sein. Das wird bei meiner Leseaktion 'Lieblingsbuch' spannend, weil das ja fast alles Bücher sind, die ich so selbst nicht ausgewählt hätte. Cover und Titel sind für mich eher zweitrangig. Bücher, die ich sehr liebe und schon kenne und ergo auch im Regal behalte, da schaue ich dann schon, dass ich evtl. eine Ausgabe bekomme, bei der das Cover toll ist.


    Und meine Leselust spielt eine große Rolle. Bin ich auf einem Space-Opera-Trip, dann suche ich gezielt nach solchen Büchern.

    bevor ich so Schaumstoffklötze hatte, hab ich dicke Wälzer immer als Hilfe beim Yoga genutzt, wenn die Flexibilität nicht ausreichte, eine Übung sauber durchzuführen. xD und ab und zu nehme ich schwere Bücher gern als Ersatzgewichte her, wenn ich keine Hanteln zur Hand habe xD

    Ich nehme es hin, dass bei Carter einiges überzeichnet ist. Ich war im Frühjahr auf einer Lesung mit ihm. Er war jahrelang als Profiler für Serientäter in den USA tätig und weiß durchaus, wovon er schreibt. Aber ja, er sagt auch, dass er unterhalten will und keine Sachbücher schreibt. Carter passt zu seinen Büchern - oder umgekehrt. Ein extrem cooler lässiger Typ mit viel Humor und gar nicht eingebildet oder abgehoben. Er ist ja auch Musiker und mit seinen langen Haaren und Tattoos durchaus einer, der auffällt. Er meinte, seine zwei Profiler hätten sicher ein paar Züge von ihm. Soweit ich mich erinnere waren es aber eher so Äußerlichkeiten, wie der Lieblingsdrink oder so was. :)

    ich kenne Carter nur von seinem Facebook (aus irgendeinem Grund habe ich mal angefangen, ihm da zu folgen). Er hat wohl grad seine Frau verloren und knabbert arg. Als jetzt auf der Suche nach einem Krimihörbuch sein Name aufpoppte, dachte ich mir, das versuch ich jetzt einfach mal. Dass er als Kriminalpsychologe gearbeitet hat, war mir irgendwo schon mal untergekommen. Das fiel mir dann auch wieder ein, als er es bei Hunter erwähnte. Nachdem ich mich ja schon durch die ganzen Bücher von John Douglas gewühlt habe, passt sowas genau in meinen Hörgeschmack grad :)

    Zieht sich das durch alle Bücher der Reihe? Oder wird er ein kleines bisschen menschlicher?

    Ich finde ja, er ist schon menschlich. Nur etwas überspitzt. Mit dem Verstand eines Sherlock Holmes sozusagen. Und auch ein bisserl mit seinem kühlen Gehabe.

    Carters Thriller wimmeln vor Serienkillern, die grausamer, raffinierter und gefährlicher sind, als alle, Killer, die wir kennen (lauter kleine Hannibals :D). Da ist es gut, dass auch die Ermittler "Superkräfte" haben. Carters Bücher lese ich - mit großem Vergnügen - nicht, weil sie so realistisch sind weil sie so ultimativ nervenaufreibend sind. Über die Jahre sind mir die zwei Ermittler auch ans Herz gewachsen und "menschlich" geworden.

    bis jetzt gefällt es mir wie gesagt, wirklich sehr gut. Spannend. Das einzige, was mich ein kleines bisschen stört sind die Sprünge innerhalb der Perspektiven, also wenn aus Hunters Sicht geschrieben wird und da plötzlich die Gedankengänge seines Gegenübers aufpoppen.


    Ich hatte bisher von dem Autor noch nichts gelesen.


    Kirsten das sagt Wiki dazu: ;)


    "Eine Mary Sue ist eine idealisierte und vermeintlich perfekte Kunstfigur. Diese Figur wird oft als Wunschvorstellung des Autors wahrgenommen.[1] Üblicherweise kann sie Aufgaben erheblich leichter bewältigen als vergleichbare Figuren mit ähnlicher Ausbildung und Erfahrung. Die Bezeichnung wird oft für beide Geschlechter benutzt, zeitgleich existieren aber auch die männlichen Varianten Marty Sue und Gary Stu."

    Genau. Das ist mir schon lange nicht mehr in Büchern begegnet, dass eine Figur so idealisiert geschrieben wurde. Das oozt bei Hunter echt aus jeder Pore.


    Aber auch sonst bedient sich Carter in dem ersten Band so ungefähr jedes Stereotyps, das man so aus klassischen Krimifilmen und -serien kennt. Nur halt sehr viel besser geschrieben, als es so manch andere Autoren tun.

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    Gute Horrorromane gibt es leider nicht wie Sand am Meer. Man muss schon suchen und selbst dann erlebt man entweder ein paar gruselige Beklemmungen oder fürchtet sich richtig. Leider konnte mir Kill Creek weder das eine noch das andere bieten.


    Obwohl der Roman an sich handwerklich solide ist und eine Hommage an das Horrorgenre sein will, bedient er sich leider viel zu vieler Klischees, um so richtig in Fahrt zu kommen. Es war dabei auch nicht sonderlich hilfreich, dass die Figuren stereotyp gezeichnet waren und die weiblichen Figuren hervorragend zum #men-writing-women-Hashtag auf Twitter passen. Da kam der Grusel eher aus der sexistischen Schreibweise, als aus der Geschichte selbst.


    Die vier Horrorautoren in der Geschichte selbst sind dabei grundverschieden, aber die Quotenfrau dieser Autorenrunde bestach dann mit einem sehr reizenden, extrem übersexualisierten Äußeren und dem Verhalten einer Möchtegern-Sado-Maso-Queen. Natürlich schreibt sie immer nackt. Natürlich ist eines ihrer Hobbys das Ficken und ganz abgesehen von all dem ist sie einfach nur ein Arschloch. Ja, solche Figuren nerven mich. Egal, ob nun männlich, weiblich oder non-binary.


    Versteht mich nicht falsch: der Autor hatte bei dieser Figur einen guten Ansatz und thematisierte in ihr den Sexismus und die Diskriminierung, denen Autorinnen in dieser Branche ausgesetzt sind. Aber Scott Thomas schießt dabei mächtig übers Ziel hinaus und das rebellische Verhalten und die eigentlich wirklich guten Punkte gehen bei dem Zuviel an Sex und Beschreibungen der Äußerlichkeiten einfach total unter. Hier hätte soviel mehr entstehen können.

    Die restlichen Figuren sind im Vergleich dazu eher sehr blass und besonders der männliche Held, Sam, der ‚vernünftigste‘ in der Runde, bekommt sein Happy End.


    An sich war das Buch unterhaltsam, an manchen Stellen schon fast zuviel wie ein Film geschrieben, aber es hat mich nicht vom Hocker gehauen. Für ein Debüt sicherlich keine schlechte Leistung. Hätte der Autor schon mehr geschrieben, würde mein Urteil wesentlich härter ausfallen.


    Fazit:

    Vielleicht war es keine gute Idee, zu einem Horror-Neu-Autor zu greifen nach 80 Werken des Horrorgroßmeisters Stephen King. Aber wenn ich ehrlich bin, bezweifle ich, dass Kill Creek mich vor dem Projekt mehr begeistert hätte. Es ist nette Unterhaltung für Zwischendurch aber echten Grusel und Horror findet man zwischen den Buchdeckeln hier nicht. Vielleicht ein guter Einstieg für all jene, die sich bisher nicht an das Genre rangetraut haben, aber von meiner Seite gibts nur eine sehr vorsichtige Leseempfehlung.


    3ratten

    Ich hab den ersten Band grad als Hörbuch in der Mache. Eigentlich gefällt es mir ganz gut, aber Hunter ist schon ein Gary Stu vom feinsten oder? Der Mann ist ja seelisch geplagt aber kann irgendwie alles super perfekt und ist natürlich ein Wunderkind gewesen. Zieht sich das durch alle Bücher der Reihe? Oder wird er ein kleines bisschen menschlicher?

    Ich hab mal meine Rezension dazu ausgegraben, gehöre auch zu denen, die von dem Buch absolut begeistert waren (und ja, mittlerweile habe ich mein King-Projekt beendet und somit alles von ihm gelesen)


    Love ist absolut kein typischer Stephen King-Roman. Es ist eine Liebesgeschichte. Aber es ist auch mehr als das.


    Dieses Buch war nicht einfach zu lesen. Der Erzählstil is all over the place, würde man im englischen sagen. Er springt zwischen allen möglichen Dingen hin und her wie ein hyperaktives Eichhörnchen und trotzdem fesselt er mit einer Prosa, die den Leser berührt. King beschreibt die Liebe zwischen zwei Menschen, von denen einer nicht mehr ist. Die Höhen und die Tiefen. Die intime Vertrautheit, die sich zwischen zwei Menschen im Laufe der gemeinsamen Zeit einschleicht. Die eigene Sprache, die sich entwickelt. Die Insider, die nur diese beiden Menschen kennen. Diese besonderen Dinge, die man nur mit diesem einen Menschen hat und nie mit einem anderen. Das geht unter die Haut.


    Entsprechend rührt Liseys Trauer das Herz. Die innere Zerissenheit zwischen dem, was die gesellschaftliche Norm so an Trauer erwartet und den echten vorhandenen Gefühlen, die jeglicher Norm zum Trotz einfach da sind. Die gesellschaftlich subtil vorgegebene Zeitspanne, die für eine Trauer normal ist und die echte Zeit, die man benötigt, um überhaupt ansatzweise diese Trauer bewältigen zu können.

    Dabei hat Lisey aber nicht nur mit der Trauer zu kämpfen sondern auch mit Scotts Nachlass und seinen Dämonen: dem Long Boy in der Parallelwelt Boo’ya Mond. Boo’ya Mond, die Scott immer wieder besucht hat, weil dort der Pool war, der sich als eine riesige Quelle von Inspiration entpuppte. Long Boy, der versucht, jeden zu fassen zu kriegen.


    Das, was man zu Scotts Lebzeiten vielleicht als Wahnsinn abgetan hätte, ist real. Und damit setzt sich Lisey während ihrer Trauer auseinander. Zusammen mit ihrer Schwester Amanda, die wie Scott ebenfalls als ‚verrückt‘ gilt.


    Auf den ersten Blick mag das alles wirr erscheinen und die ersten zig Seiten des Buches sind auch sehr wirr. Immer wieder schwankt Lisey zwischen Gegenwart und Erinnerungen. Ich kann mir vorstellen, dass das viele Leser eher nerven wird.


    Anfangs habe ich mich damit wirklich schwer getan, aber Love ist eine dieser Geschichten, auf die man sich wirklich, voll und ganz, einlassen muss, um ihre Schönheit und ihre Schwermut zu erkennen.


    King nannte Love sein bestes Werk. Ich würde es als sein persönlichstes Werk bezeichnen. Während die Liebe und Ehe zwischen Scott und Lisey das vordergründige Motiv ist, Liebe, die den Menschen verankert und eine Quelle birgt, aus der man soviel Kraft ziehen kann, so enthält Love auch viele andere wichtige Themen wie Sucht, Missbrauch und vor allem psychologische Erkrankungen. Bei vielen fragt man sich ja doch, was ist wirklich psychisch krank und gibt es nicht doch mehr, was manche Menschen krank scheinen lässt obwohl sie nur das sehen und erleben, was uns verborgen bleibt. King bringt dieses übernatürliche Element einfach glaubhaft rüber.


    Dass Lisey den Nachlass ihres Mannes verwalten und seine Sachen durchgehen muss, ist dabei eigentlich nur die Basis für alles andere.


    Fazit:

    Love ist ein schweres Buch, das man nach der letzten Seite erstmal sacken lassen muss. Für mich ist es ein Buch, für das man defintiv in der richtigen Stimmung sein muss, damit es für einen funktioniert. Offenbar war ich in dieser Stimmung, denn Love hat mich sehr berührt. Ich könnte zwar eine klare Leseempfehlung aussprechen, weil King sich mit diesem Buch selbst übertroffen hat, aber ich bin überzeugt, dass die eigene persönliche Situation und Stimmungslage eine riesige Rolle spielen, ob man zu diesem Buch einen Zugang findet oder nicht.


    5ratten

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    Schon wieder so ein Buch, bei dem ich nicht weiß, was ich davon halten und wie ich es einschätzen soll. Rein subjektiv gesagt hat es mir weder gefallen noch nicht gefallen. In meinen Augen ist das Buch sehr ambitioniert, trifft aber an so einigen Stellen so gar nicht meinen Geschmack.


    Die Kapitel wechseln zwischen den Ereignissen in der Kolonie, Tagebucheinträgen und der Perspektive von einigen Parentes hin und her. Dabei empfand ich den Protagonisten Parrer eher anstrengend. Er war als Figur so gar nicht mein Ding. Einerseits verheiratet mit einer Forscherin, Nihita, die noch dazu schwanger ist, ist er ein Farmer, der sich ein neues Leben aufbauen will. Andererseits sind seine Unbeholfenheit, seine totale – sorry wenn ich das so sagen muss – Dämlichkeit, seine ständigen Komplexe, einfach nur nervtötend. Er hat einfach nichts an sich, das ich als Mensch interessant finde. Auch die Tatsache, dass er sich ständig von den Brüsten seiner ‚Farmgirls‘ – Freiwillige, die auf seiner Farm helfen – aus dem Konzept bringen lässt, ging mir so ziemlich mächtig auf den Zeiger. Hinzukommt, dass er ständig zwischen Panik, Sorge um seine schwangere Frau, Trauer um seine Farm und totaler Hilflosigkeit hin- und herspringt. Das war anstrengend. Seine Frau Nihita hätte hier eine wesentlich interessantere Protagonistin abgegeben. Sie hatte zumindest eine gewisse Form von Persönlichkeit und Charakter.


    Einen richtigen Spannungsbogen konnte die Geschichte ebenfalls nicht aufbauen. Bei den Ereignissen auf dem Planeten, auch derSpezies der Pallantaurier, wurde für mich nur an der Oberfläche gekratzt. Eine richtige Atmosphäre gab es so gar nicht.

    Auch die Themen rund um die Entwicklung von künstlichen Intelligenzen und die eher blassen Parentes, konnten mich nicht wirklich fesseln.


    Das Worldbuilding hätte in meinen Augen etwas tiefer gehen können und ich hätte mir für so einige Begriffe auch ein Glossar gewünscht. Viele Wörter, die offenbar Anrede waren, erschlossen sich mir nicht unbedingt, auch wenn sie zur Anwendung kamen, schien für mich keinen klaren Regeln zu folgen.


    Es ist eigentlich sehr schade Der Klappentext versprach soviel mehr.


    Fazit:

    Leider konnte mich Apokalypse Pallantau so gar nicht überzeugen. Die Kapitel rund um die Evakuierung von Parrer, seiner Frau und den Farmgirls (dieses Wort, ich sags Euch), fand ich hauptsächlich anstrengend und kein bisschen spannend. Sehr schade. Ich hätte das Buch sehr gerne gemocht.



    1ratten

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    Verschollen klang nach dem abgefahrenen Weltraumabenteuer, das es am Ende auch war. Die im Klappentext erwähnte Hannah Elliot ist allerdings nur ein Teil einer größeren Gruppe von Protagonisten. Diese Gruppe ist bunt gemischt: da wäre der zehnjährige Corey Livingstone, der mit seinen sich fortweg streitenden Eltern und seinem fünf Jahre älteren Bruder Malik auf dem Ausflugsschiff ist. Der abgehalfterte Journalist Jack Tennant, der als Hotelkritiker rumtingelt, ein Alkoholproblem hat und noch nicht über seine letzte Beziehung mit dem Portugiesen Hector hinweggekommen ist. Lorinda, über sechzigjährige Witwe, die sich einen langersehnten Traum erfüllt. Und Roman, der Soldat.


    Während ich es sehr begrüße, dass eine sehr diverse Mischung aus Figuren präsentiert wird, machte es diese bunte Zusammenstellung auch sehr schwer für mich, zu irgendeiner der Figuren eine Bindung aufzubauen. Ein echtes Zielpublikum hat dieser Roman dadurch nicht wirklich. Und auch das Weltraumabenteuer entpuppte sich oftmals als reines zwischenmenschliches Probleme beleuchten.


    Versteht mich nicht falsch, Verschollen hat mich gut unterhalten, was ich von einem Roman ja erwarte, war solide geschrieben und unterhaltsam bis zum Schluss. Leider war es auch absolut nicht mehr als das. Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, das aber auch leider schnell wieder vergessen ist und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.


    Fazit:

    Verschollen ist eine leichte Einstiegslektüre ins Scifi-Genre, unterhaltsam bis zur letzten Seite mit einigen interessanten Twists hier und da, aber alles in allem sticht dieser Roman nicht aus dem Bulk anderer Romane hervor. Leseempfehlung für Zwischendurchunterhaltung.


    3ratten