Beiträge von Anne

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Da das Buch vom Festa-Verlag rausgebracht wurde, habe ich mich irgendwie auf Horror eingestellt. Auch der schwarze Schutzumschlag mit dem roten Auge lässt eine Lektüre in diese Richtung erwarten. Doch von Horror habe ich nichts mitbekommen. Außer dem, dass wieder mal bestätigt wird, wozu eine aufgeheizte Menschenhorde fähig ist.

    Nichtsdestotrotz kann ich mich Neil Gaiman anschließen, der über Shirley Jackson meint: "Eine erstaunliche Autorin ... Wenn du sie nicht gelesen hast, hast Du etwas Wunderbares verpasst."


    Denn Horror oder nicht, Shirley Jackson ist eine Erzählerin par excellence.


    Merricat lebt mit ihrer Schwester Constance und dem krankenOnkel Julian, der an den Rollstuhl gefesselt ist, im Schloss der Familie Blackwood am Rande eines Dorfes. Der Rest der Familie wurde vor Jahren vergiftet. Als Verdächtige galt Constance, sie wurde jedoch vor Gericht freigesprochen. Seitdem sind sie aus der Gemeinschaft ausgestoßen.

    Es ist bedrückend zu lesen, wie abgeschnitten die drei Menschen im Schloss von allem sind. Einzig Merricat verlässt einmal in der Woche das Heim, um im Dorf Erledigungen und Einkäufe zu machen. Doch die drei scheinen glücklich zu sein. Erst als Charles auftaucht, der unbedingt an den Inhalt des Familiensafes kommen will, gerät das Gefüge ins Wanken.


    Das Lesen der Geschichte war unheimlich spannend. Nicht nur allein, weil ich mich fragte, wann nun der Horrorteil beginnt. Nein, Shirley Jackson versteht es, so zu erzählen, dass man jedes Wort, jeden Satz, jeden Absatz, jedes Kapitel in sich aufsaugt. Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig darauf, mehr von ihr zu lesen.


    5ratten

    Moin tosamen, ich genieße seit gestern ein langes Wochenende.


    Mit "Wir haben schon immer im Schloss gelebt" von Sherley Jackson betrete ich neue Lesepfade. Ein Horrorbuch aus dem FESTA-Verlag. Empfohlen von der Berliner Buchhändlerin, deren Newsletter und monatliche Buchhempfehlungen über Instagram ich immer kaum erwarten kann.

    Ich bin auf Seite 93 von 252; bisher ist es noch nicht gruselig. Ich bin also gespannt, was da noch kommt. In Amerika ist die Autorin keine Unbekannte. Sie hat viele Autor*innen beeinflusst, darunter auch Stephen King. Im Biografischen Blog habe ich sie kurz vorgestellt.

    Die Lektüre ist bei mir schon einige Jahre her, deshalb kann ich mich nicht mehr so gut erinnern.

    "Menschenkind" habe ich soeben beendet. Was für eine Erzählerin. 1885, der Bürgerkrieg ist 20 Jahre vorbei - es geht darum, wie die ehemaligen Sklaven mit der Freiheit nun umgehen - psychisch und physisch. Manche schaffen es, sich ein Leben aufzubauen, andere werden wirr im Kopf. Ich muss gestehen, ich habe zwar das Lesen genossen, aber so einiges auch nicht verstanden. Da werde ich noch ein zweites Mal ran müssen.

    Moin tosamen, mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Die Puste fürs Forum ist raus. Will sagen, dass ich mich gar nicht mehr so gerne über Bücher, die ich lese, austausche. Ich mache lieber auf fast oder ganz vergessene Autorinnen aufmerksam. Dafür muss ich deren Bücher nicht gelesen haben. Von daher twittere ich ziemlich viel.


    Von "Menschenkind" habe ich noch knapp 100 Seiten vor mir. Dann habe ich mein Scoobe-Konto gekündigt und den Kindle ins Leben zurückgeholt. Auf ihm lese ich nebenher "Wo kein Zeuge ist" von Elizabeth George.


    Und in meiner Bucherfassungsdatei habe ich Bücher, die ich unbedingt vor allen anderen lesen möchte, rot und blau markiert.


    Ich wünsche euch einen wundervollen Sonntag und einen guten Wochenstart. Ich brauche nur Montag und Dienstag arbeiten und habe dann ein gaaanz langes Wochenende :banane:

    Wenn ich ein Mann wäre, hätten sich mehr, hätten sich auch Frauen gefunden, die den Hochmut, die Hingabe an eine Sache, an mir vergötterten. Wenn ich ein Mann wäre... Bei einer Frau erscheint ein solcher Charakter widernatürlich, er erregt aus Tradition, aus Gewohnheit Empörung.


    Maja Ganina - Im Sternbild der Zwillinge