Beiträge von Anne

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Hans Petersen: Erkundungen – 31 australische Erzähler

    Dieser Band erkundet Inhalt und Reichweite, Tendenzen und Strömungen der zeitgenössischen australischen Kurzprosa. Etablierte Schriftsteller und kaum erprobte Talente, Professionelle und Amateure, schöpferisch Tätige aus vielen Berufen und mit reichen, oft ungewöhnlichen Erfahrungen, Schreibende aus verschiedenen sozialen Schichten kommen mit ihren Texten zu Wort. Ihre Handschrift ist unterschiedlich, bemerkenswert die Freude am Experiment, an dem Versuch, ihre Welterkenntnis und die Grenzen der klassischen Form der Short Story zu erweitern. Sie spüren in poetisch einfühlsamen oder erbarmungslos sezierenden, in makabren, burlesken oder absurd verzerrenden, in leicht nostalgischen, hintergründigen, fast verletzend satirischen, aber auch in humorvollen Kurzgeschichten den Erscheinungsformen der Wirklichkeit nach. Ziel ihrer kritischen Auseinandersetzung sind alarmierende Anzeichen in den zwischenmenschlichen Beziehungen, Symptome, die allein durch literarische Behandlung zwar nicht geheilt, die aber dadurch bewußtgemacht werden können.

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    Hans Petersen: 30 irische Erzähler

    Dieser Band stellt Kurzprosa vor, die in einem Zeitraum von etwa zwanzig Jahren in der Republik Irland und in Nordirland entstanden ist. Die einbezogenen Schriftsteller repräsentieren unterschiedliche Strömungen und Tendenzen, sie bieten Traditionelles, Neues und Versuche in neue Richtungen, nicht aber literarisch fixierte Mißverständnisse über die Aufgabe des geschriebenen Worts. Der Radius ihrer Erkundung ist groß, er reicht von der Monotonie des Landlebens bis zum Lager eines Luxusweibchens, vom Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen auf einer einsamen Insel an der Westküste bis zum Gewissenszwang in konfessionellen Schulen, vom tragischen Bruderzwist in Nordirland bis zur bürgerlichen Konvenienzehe und zu den Liebesbeziehungen junger Menschen. Intellektueller Anspruch und Aussage, literarische Ambition und technische Bewältigung, Tradition und ihre schöpferische Aufhebung – dies sind die Herausforderungen, die irische Schriftsteller angenommen haben und denen sie sich auf dem Gebiet der Short Story gewachsen zeigen.



    Karla El-Hassan, Helga Militz: 26 kanadische Erzähler

    Die Literatur Kanadas, des zweitgrößten Landes der Erde, wird im wesentlichen von den Schriftstellern der beiden vorherrschenden Kulturkreise repräsentiert. Unterschiedliche historische Wurzeln und geistige Traditionen bestimmen den Charakter der anglophonen und frankophonen Belletristik.

    Die „Kanadischen Erkundungen“ versuchen, mit Texten, die überwiegend in den siebziger und achtziger Jahren entstanden, die Umrisse einer literarischen Landschaft nachzuzeichnen. Autoren wie die 1983 verstorbene Gabrielle Roy und Margaret Atwood, Yves Thériault und Leo Simpson sind inzwischen weltbekannt. Andere, der jüngeren Generation angehörende Erzähler sind noch auf der Suche nach Themen und Ausdrucksmittel. Gemeinsam ist ihnen das Engagement, besorgniserregende oder nachdenklich stimmende Tatbestände in ihrer Umwelt aufzuhellen, sei es nun die Einsamkeit oder die im Alltag verborgene Grausamkeit, heuchlerische Konventionen oder der schmerzlich empfundene allseitige Kommunikationsverlust. Der liebenswerte Schnorrer, die verbittert über ihr Leben reflektierende Arbeiterin, der skrupellose Waffenhändler, aber auch die attraktive Gespielin einer Liebes-Kooperative – sie alle sind einfühlsam charakterisierte, lebendige Repräsentanten einer Wirklichkeit, die dem Leser kritisch, humorvoll oder satirisch vorgeführt wird.

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    Bei mir ist es wohl derzeit buchabhängig. Ich hatte zwei Bücher am Wickel, mit denen ich nicht recht vorwärts gekommen bin. Nun habe ich gestern mit einem Dritten begonnen und habe am Abend 70 Seiten am Stück gelesen.

    Die kleinen Trompeterbücher


    Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Liebe Sonne, scheine wieder

    „Liebe Sonne, scheine wieder“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben mit Illustrationen von Renate Jessel erschien 1961 als Band 16 in der Reihe „Die kleinen Trompeterbücher“ im „Kinderbuchverlag Berlin“.

    Das Buch „Liebe Sonne, scheine wieder“ enthält eine Auswahl von Liedtexten und Gedichten von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben für Kinder. Insgesamt schrieb der Dichter 550 Kinderlieder. Die Lieder in diesem Trompeterbuch sind auch ein Spaziergang durch die Jahreszeiten.

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    Karl Neumann: Sebastian und die Blindschleiche Laura

    Sebastian ist ein munterer, neun Jahre alter Junge. Fleißig ist er und ein guter Pionier. Seit fünf Wochen ist Sebastian Aufbauhelfer und als solcher hilft er seinem Vater auf der Baustelle. Die Stadt wächst und mit ihr der Bedarf an Wohnungen. Neben der Baustelle befindet sich Ödland. Als Sebastian auf dem anliegendem Ödland etwas sucht, entdeckt er durch Zufall eine Blindschleiche. Die Blindschleiche wohnt dort seit ihrer Geburt. Noch findet sie dort genügend Nahrung, nur der Lärm stört die Blindschleiche. Der Vater rät und verlangt, dass Sebastian die Blindschleiche weiterkriechen lässt. Der Junge aber weiß, dass in absehbarer Zeit auch das Ödland bebaut wird und hat Angst, dass Laura dort etwas passiert. Kurzentschlossen nimmt Sebastian die Schlange mit nach Hause und die Zwei erleben so manches Abenteuer.



    Arkadi Gaidar: Tschuk und Gek

    Tschuk und Gek sind zwei muntere Jungen und wie alle Geschwister streiten und versöhnen sie sich. Es kommt vor, dass die Mutter die zwei Streithähne auf verschiedene Zimmer schickt, wenn es ganz zu toll ist. Der Vater der beiden Moskauer Jungen Tschuk und Gek arbeitet im hohen Norden. Er bekommt zum Jahreswechsel keinen Urlaub, obwohl er bereits seit einem ganzen Jahr nicht bei seiner Familie war. Er lädt Frau und Kinder zu sich ein, obwohl das eine sehr weite und sehr anstrengende Reise ist. Bei einer Rangelei zwischen den Jungen in der Abwesenheit der Mutter, fällt eine Blechkiste, in der ein ungelesenes Telegramm des Vaters liegt, der alle drei auffordert, die Reise zu verschieben, im Tiefschnee unter dem Fenster. Die Jungen finden die Kiste nicht und beschließen zu schweigen. Sie wollen nur dann etwas verraten, wenn die Mutter fragt. Aber kann die Mutter nach etwas fragen, von dessen Existenz sie gar nichts weiß?


    So kommt es, dass die Drei mit dem nötigen Gepäck ausgerüstet, den Fernzug besteigen, der Tausende Kilometer zurückzulegen hat bis zu der Station, wo der Vater auf sie warten wollte. Der Vater ist weder an diesem Bahnhof, noch ist er in der kleinen Geologen-Station, wo er mit neun weiteren Männern und einem Wächter arbeitet. Der Wächter erzählt von dem Telegramm, dass er eigenhändig zur Bahnstation gebracht hat. Jetzt erfährt die Mutter der Knaben davon. Doch Jammern und Schimpfen hilft wenig. Es gilt, das Leben in dieser absoluten Einsamkeit zu organisieren. Der Wächter bringt die drei Besucher in seiner Behausung unter: Er schläft auf dem Ofen, sie zu dritt in der Bettstatt. Während der Wächter dem Vater die Nachricht von der Ankunft seiner Familie überbringt, sorgt Gek für Aufregung. Er ist verschwunden und die Mutter befürchtet, dass er in den Wald gelaufen ist, in dem die Wölfe leben. Sie schnappt sich die Flinte des Wärters und sucht ihn. Als der Wächter zurück ist, sieht er die verzweifelte Mutter und sofort befielt er seinem Hund, Gek zu suchen. Der Hund aber verlässt das Zimmer nicht, bleibt vor einer Truhe stehen. In dieser Truhe findet er den schlafenden Gek. Dort hatte er sich versteckt, als die Mutter und Tschuk Wasser holten. Jetzt wird die Familie ins Zimmer des Vaters gebracht, der pünktlich zum Neujahrsfest zurück sein will. Der Wächter geht in den Wald und kommt mit einer wunderschönen Tanne zurück. Man bastelt Baumschmuck und bereitet das Zimmer vor. Und tatsächlich, der Vater kommt mit den anderen Männern pünktlich zum Neujahrsfest zurück. Alle feiern gemeinsam, ein besinnliches aber auch lustiges Neujahrsfest.

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    Mir ist nach einem schönen Roman und da mir kürzlich "George Sand und die Sprache der Liebe" von Beate Rygiert sehr gut gefallen hat, vertiefe ich mich nun in "Die Diva" von Michelle Marly.


    Ich lese ja schon seit zig Jahren Biografien, habe bisher Romanbiografien gemieden. Doch die Reihe vom Aufbau-Verlag gefällt mir schon rein optisch, obwohl es natürlich viel schönere Bücher gibt. Und obwohl mir das Buch über George Sand gut gefallen hat, plädiere ich doch dafür, solche Romane auch dafür zu nutzen, um auf Persönlichkeiten aufmerksam zu werden; sie näher in Biografien, Autobiografien, Briefen und Tagebüchern kennenzulernen.


    Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende <3

    Das Wochenende steht vor der Tür, wie wäre es mit ein paar Gedichten?


    Helmut Preißler: Postleitzahlen-Limericks ins Bild gesetzt von Gerhard Goßmann

    In seinen Limericks geht Helmut Preißler die Landkarte der DDR rauf und runter und macht sich auf so manchen Ort seinen Reim – dafür müssen nicht nur die skurrilen Namen herhalten, da geht es vielmehr um die Bewohner und ihre alltäglichen oder ungewöhnlichen Eigenarten und um schier unglaubliche Geschehnisse. Helmut Preißler hat in seinen Versen schon immer auch heitere Töne angeschlagen, doch ist die ironische und spaßige Dichtung neu für ihn. Nicht neu die Zusammenarbeit mit Gerhard Goßmann. Nach „Cuba – Grafiken und Gedichte“ (1981) folgt nun dieser Band Limericks.

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    Eva Strittmatter: Mondschnee liegt auf den Wiesen – Gedichte


    Das Wirkliche, was bleibt, ist Sprache.

    Verfestigt wird, was flüchtig ist.

    Noch aus der trübsten Lebenslache

    Erglänzt das Wort. Wenn man vergisst,

    Was ging und kam - selbst die Berührung

    Der Liebe wird man einst vergessen -

    Das Wort lebt weiter als Verführung

    Und macht nach unsrer Zeit besessen

    Von unsrer Sehnsucht, die es lesen.

    Mit unserm Maß werden sie messen

    Und lieben, als wärn sie gewesen

    In unsern Leibern eine Zeit.

    An unserm Wort solln sie genesen.

    Den Wortpreis zahlen wir. Seis Leid,

    Seis, was wir dafür halten: Glück.

    Bleibt nur von unsrer Wirklichkeit

    Das Wirkliche als Wort zurück.

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    Walther von der Vogelweide: „Gedichte“ (Hrsg. Carl von Kraus)

    Die Einleitung gibt eine Rede wieder, die in der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität München am 4. März 1925 gehalten wurde. Die Gesamtausgabe der Gedichte Walthers, nach der Ausgabe von Karl Lachmann neu herausgegeben von Carl von Kraus, erschien im Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin. In demselben Verlag veröffentlichte Carl von Kraus sein Werk: Walther von der Vogelweide. Untersuchungen (1935).

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    Joachim Meinert: Erkundungen II – 22 chilenische Autoren

    „Niemand in Chile bangt heute um seine Sicherheit“ – diesen Ausspruch von Juntachef Pinochet setzt die Zeitung „La Tercera“ am 22. März 1974 in dicken roten Lettern als Schlagzeile. In ebenjenen Tagen wurde der junge Schriftsteller Hernán Valdés – ein Fall unter Tausenden – im KZ Tejas Verdes bei Santiago grausam gefoltert. Valdés‘ packender und erschütternder Erlebnisbericht über seine Hafterfahrungen ist ein Kernstück in dieser Sammlung neuer Chilenischer Texte. Verfolgung und Terror, die die Menschen bis an die Grenzen der physischen und psychischen Zerstörung treiben, sind jedoch nur ein Thema dieser Anthologie. Sie sucht die Wirklichkeit des heutigen Chile in ihren vielfältigen Aspekten einzufangen: den alltäglichen Faschismus, der ein Klima der Spitzelei, Unsicherheit und Existenznot schafft; die Bitternis des Exils, das über 150.000 Chilenen kennenlernten; den historischen Hintergrund der jüngsten Ereignisse. Die 22 Autoren der Anthologie leben gegenwärtig verstreut in 13 Ländern der Welt. Ihre Texte, alle nach dem September 1973 entstanden, unterscheiden sich nach literarischer Form – Erzählung, Skizze, Augenzeugenbericht – und Erzählduktus. Sachlich-nüchtern und handlungsbetont, lyrisch-reflexiv oder ironisch-distanziert, zuweilen mit tragikomischen Untertönen, erheben sie Anklage gegen ein unmenschliches Regime und künden von der Zuversicht des chilenischen Volkes, daß die Tyrannei keinen Bestand haben wird.

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    Alfred Antkowiak: Erkundungen – 21 Erzähler aus Belgien und den Niederlanden

    Der vorliegende Band schließt eine Lücke in unserem Literaturangebot aus Belgien und den Niederlanden: Erstmals wird die reichhaltige und vielschichtige neuere kurze Prosa niederländischer Sprache im Überblick vorgestellt. Den Vorzug erhielten solche Erzählungen, die in den letzten 15 Jahren entstanden. Unter den Autoren sind viele hierzulande unbekannte Namen. Zu ihren Gunsten ist darauf verzichtet worden, noch mehr Beiträge von Schriftstellern der älteren Generation aufzunehmen.

    Die Auswahl reicht thematisch zurück bis zur faschistischen Okkupation, ist aber auf die Gegenwart konzentriert. Daß dabei die Darstellung von Lebensproblemen einzelner Individuen aus kleinbürgerlichem und intellektuellem Milieu überwiegt, entspricht dem Literaturangebot. Vor allem die jüngeren Autoren wehren sich in solchen Erzählungen gegen die Resignation, mit der die meisten ihrer Zeitgenossen ein leeres Leben ertragen.


    Die kritische Absicht ist aber nicht immer schon auf den ersten Blick erkennbar. Vorgänge und Zustände sind überwiegend aus der Sicht der Figuren wiedergegeben, so daß jeweils nur relativ kleine Wirklichkeitsausschnitte subjektiv vermittelt werden, und die Autoren sind mit eigenem Kommentar zurückhaltend. Diese Literatur der „Innenschau“ ist auf die Ergänzung durch den Leser angewiesen, der die vorgeführten Figuren und deren Lebensumstände nach eigenen Vorstellungen beurteilt.


    Wie die 21 Erzählungen dieses Bandes beweisen, gibt auch diese Haltung Spielraum für die Entfaltung unterschiedlicher Stilarten und künstlerischer Temperamente. Die Information über ein uns nahezu unbekanntes literarisches Terrain verbindet sich mit eindrucksvollen ästhetischen Erlebnissen.

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    Udo Birckholz: Erkundungen II – 21 Erzähler aus Belgien und den Niederlanden

    Die Wirklichkeit, in der sich die Frauen und Männer in diesen 21 Geschichten bewegen, ist kein Ort der Behaglichkeit. Daher sind sie unterwegs – hoffnungsvoll, unsicher oder verzweifelt -, um etwas Neues zu wagen, auf andere Art als bisher zu leben. Und jeder folgt dabei eigenen, oft verschrobenen Vorstellungen und recht ungewöhnlichen, manchmal sogar kriminellen Wegen: Drei Freunde geben den soliden Brotberuf auf, um in ein verlockendes Geschäft „einzusteigen“, doch eine Fehlprognose der Meteorologen wird ihnen zum Verhängnis; ein Vereinsamter sammelt abgetragene Schuhe, um so den Verlust einer früheren Gemeinschaft auszugleichen; die Auslandsreise eines Angestellten, der für seine Karriere alles auf eine Karte setzt, endet mit einem Fiasko; einem Studenten bietet sich die unverhoffte Chance, auf schnelle Art zum großen Geld zu kommen, aber der Preis dafür ist ein Verbrechen.

    Unterschwellige Komik ist ein auffälliges Merkmal der in dieser Anthologie vorgestellten Erzählungen, die flämische und niederländische Kurzprosa der letzten zehn Jahre repräsentieren. Doch es ist ein schwarzer Humor, der befreiende Heiterkeit nie so recht aufkommen lassen will. Der ironische Stil und der Hang zur Satire erweisen sich vorwiegend als Mittel, schmerzliche Situationen und Erfahrungen mildernd zu kolorieren. Denn hinter absonderlichem Gebaren treten Menschen hervor, die aus Furcht handeln, von der Monotonie eines unerfüllten Daseins ausgehöhlt und zerrieben zu werden.

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    Titus Livius: Die Hand im Feuer - Sagen und Geschichten

    Titus Livius ist die Ausnahme unter den römischen Geschichtsschreibern: Nicht ein erfahrener Politiker und Militär kommentiert in seiner Muße die Geschehnisse der Vergangenheit, sondern ein dichterisch begabter junger Mann, der die übliche Karriere ausschlägt, nimmt sich vor, die "Geschichte Roms seit Gründung der Stadt" zu beschreiben. Daß ihn dieses Vorhaben bis ins hohe Alter festhalten wird, ahnt er sicher nicht. Auch wagt er Ruhm und Ehre nur in bescheidenem Maße zu erhoffen. Doch wird er schon zu Lebzeiten damit überhäuft. Er genießt sogar die Freundschaft des Kaisers Augustus, mit dem ein neues Kapitel der römischen Geschichte beginnt. Dessen ideologisches Programm, das auf die Festigung der Alleinherrschaft im Imperium Romanum abzielt, heißt: Besinnung auf die Werte der Vergangenheit, verkörpert in den altrepublikanischen Tugenden. Ebendiese Tugenden entdeckt Livius für seine Zeitgenossen neu, als er den Ursachen nachspürt, die Rom groß gemacht haben. Ehrfurcht vor den Göttern, Treue und Bescheidenheit, Gehorsam und Beharrlichkeit, Gerechtigkeitssinn und vor allem Tapferkeit im Kampfe machen seine Sagengestalten und historischen Personen zu wahren Helden; fehlen ihnen diese Eigenschaften, werden sie zu Verbrechern. So entsteht ein idealisiertes, episodenhaftes Bild der Vergangenheit, das zwar den Römern als die authentische Geschichte ihres Volkes galt, den Maßstäben heutiger Geschichtswissenschaft freilich nicht genügt. Doch es besitzt eine überaus starke dichterische Wirkung, die uns alle Höhepunkte der römischen Geschichte in dramatischer Zuspitzung miterleben läßt. Wie die Marssöhne Romulus und Remus die Stadt gründen; wie Rom unter den Königen wächst und gedeiht, bis ein hochmütiger Herrscher Recht in Unrecht verkehrt; wie Horatier und Curiatier an Stelle ihrer Völker miteinander kämpfen; wie der Tod der Lucretia das Fanal zur Vertreibung der Könige wird; wie Mucius Scaevola seine rechte Hand im Feuer verbrennen läßt; wie der verbannte Coriolanus endlich davon abgehalten werden kann, seine Vaterstadt zu vernichten; wie Verginia der Wollust des Appius Claudius nur durch den Tod entgeht; wie die heiligen Gänse der Juno mit ihrem Schnattern das Kapitol retten und das dereinst weltbeherrschende Volk in allerletzter Minute davor bewahrt wird, sich mit Gold loskaufen zu müssen - das sind Geschichten, die schon die Römer an ihrem Livius liebten und die bis heute kaum an Lebendigkeit und Farbenreichtum eingebüßt haben.

    Titus Livius (59 v. u. Z. - 17 u. Z.); Angehöriger des römischen Ritterstandes; beheimatet in Patavium, dem heutigen Padua; Wohnsitz in Rom; Mitglied des Freundeskreises um Kaiser Augustus.

    In seiner "Römischen Geschichte seit Gründung der Stadt" (Ab urbe condita) stellt Livius in annalistischer Form die Ereignisse von der sagenumwobenen Gründung Roms bis zum Tode des Drusus im Jahre 9 v. u. Z. dar. Von den insgesamt 142 Büchern sind nur 35 überliefert. Sein dichterisch inspiriertes Werk gehört zu den kulturellen Glanzleistungen des Augusteischen Zeitalters.

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    Ludwig Tieck: Die Gesellschaft auf dem Lande

    Ludwig Tiecks Novellen, der literarische Ertrag jener Dresdener Jahre, in denen der alternde Dichter zur Berühmtheit wurde, sind farbige Gesellschaftsbilder aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

    Ihre "unerhörten" Begebenheiten tragen sich inmitten eines wohlgeordneten Alltagslebens zu, das märkische Barone, gutsituierte Mittelstandsbürger, Beamte und Handwerker, deren Söhne und Töchter scheinbar immer noch führen. Diese sichtbare Welt aber trügt: ihre Wunderlichkeiten werden uns mit leiser Ironie und einem Hauch gravitätischer Distanz offenbart. Das Unerwartete ereignet sich: Die adlige "Gesellschaft auf dem Lande" pflegt zwar kultivierte Konversation über Pflichtgefühl, Staats- und Rechtsangelegenheiten, Religion und Kunst, doch ihre althergebrachten Traditionen werden zum alten Zopf, dem man einen von ihnen unversehens auch wirklich abschneidet.

    Während langer "Abendgespräche" am Kaminfeuer erzählt der wiedergekehrte Sohn des Hauses von vergeblichen Reisen auf der Suche nach der Geliebten. Unerklärt bleiben "im tiefsten Winkel unserer Phantasie" geheimnisvolle Begegnungen mit einem gespenstischen grauen Männchen, das alles zum Guten wendet.

    Mondbeglänzte Zaubernächte und die blaue Blume sind verschwunden. Die "Waldeinsamkeit", einst herbeigesehnte Idylle, wird für Ferdinand von Linden zum Ort erzwungener Einsamkeit.

    Nur das "Alte Buch" erzählt noch einmal von der "Reise ins Blaue hinein". In der verzauberten Natur begegnet Athelstan der Fee Gloriana und den Großen der Literatur. Dort spricht er einen Wunsch aus, der wohl nicht nur als Bekenntnis des Dichters, sondern auch als Aufforderung an uns gelten mag, nämlich "das Innere der Welt, den Zusammenhang aller Begebenheiten zu verstehen und zu fühlen, selbst das im Herzen zu erleben, was den Menschen nur als Historie oder Fabel vorübergeht, das Wunderbare wie ein Natürliches zu fassen und im Gewöhnlichen ... das Wunder zu sehn".

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    Günther Weisenborn: Die Furie

    Günther Weisenborn hörte die schwarzgekleideten Caballeros unter ihren Strohhüten vom Zinnhandel und den Teepreisen plappern, sah die blauen Madonnenscheitel der Señoritas in der argentinischen Sonnenglut glänzen, und wenn er als Postreiter 1930 im Urwald des Gran Chaco auf den Dächern der Indianer zu Schindeln zerschnittene Benzintanks entdeckte, dann fügten sich diese exotisch-schimmernden Eindrücke zu einer Erfahrung: es ist Krieg im Lande. Der Direktor des eleganten Hotels, in dem Waffenhändler und Geschäftsleute aus New York und London abgestiegen waren, trug unter dem Smoking einen Revolver. „Man schläft einige Meter über den Gräbern der Azteken, aber man schläft in Daunen“, bemerkte der Autor in seiner Erinnerung. „Ich, der Nachfahre einer nördlichen Wildnis, liege müde und sinnierend im modernen Hotel nicht weit von der Reiseschreibmaschine, die meine Eindrücke aufzeichnen soll. Gott schütze ihre Fragezeichen, man wird sie gebrauchen müssen, scheint es.“ In diese Welt bricht Dr. Christian Munk, der Erzähler des Romans, auf, um die Furie Schmerz, von der das Land geschüttelt wird, wissenschaftlich zu ergründen. Als Kriegsberichterstatter gerät er zufällig mitten ins Geschehen des Urwaldkrieges. Nicht allein für seine Berichte wird auch er viele Fragezeichen brauchen.

    Christian Munk war das Pseudonym Weisenborns in der Zeit, als seine Bücher verboten waren, und unter diesem Namen hatte der Bühnenautor und Filmszenarist im „Wutalltag“ des Nazireiches großen Erfolg, während er schon illegal kämpfte und später als Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ zum Tode verurteilt wurde. 1937 schrieb Weisenborn den Roman „Die Furie“, und er war bereits aus dem Zuchthaus Luckau befreit worden, als sein Buch vom Aufbruch eines Kontinents erstmals erschien.

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    Barbara Antkowiak: Erkundungen – 18 bulgarische Erzähler

    In der bulgarischen Prosaliteratur hat sich, wie der vorliegende Sammelband zeigt, ein Verjüngungsprozeß vollzogen. Die achtzehn Autoren, die hier zu Wort kommen, wurden zwischen 1933 und 1948 geboren, sie haben ihre ersten literarischen Arbeiten in den vergangenen sechs bis sieben Jahren veröffentlicht, und sie treten mit dem gemeinsamen Anliegen auf, Auskunft über unsere Gegenwart zu geben.

    Dabei gehen diese jungen Schriftsteller fast ausnahmslos vom authentischen Erlebnis aus, sie rufen Kindheitserinnerungen wach, Reminiszenzen aus der Schüler- und Studentenzeit, erste Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag. Und sie begegnen der sie umgebenden Wirklichkeit nicht mit Vorurteilen und fertigen Antworten, sondern mit Fragen und wacher Neugier. So entdeckt jeder auf seine Weise, daß das Leben voller Überraschungen ist, die Menschen für Menschen bereitet haben, und Begebenheiten, die auf den ersten Blick bedeutungslos erscheinen, machen plötzlich die Hintergründe und Motive zwischenmenschlicher Beziehungen sichtbar. Da ist von Freundlichkeit die Rede, von Liebe und Verantwortungsbewußtsein, aber auch von moralischem Fehlverhalten aus Gedankenlosigkeit und Gleichgültigkeit.

    Mag auch stets das individuelle Erlebnis im Mittelpunkt stehen, über das nachdenklich, heiter oder voller selbstbewußtem Optimismus berichtet wird – im Ensemble fügen sich diese Erzählungen zu einem Spiegel der sozialistischen Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Zukunft.

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    Ilse Losa, Egito Concalves: Erkundungen – 30 portugiesische Erzähler

    Portugal – ein Land jenseits der Pyrenäen, an der Atlantikküste. Eine geographische und geistige Region in Europa und dennoch bisher immer etwas außerhalb unseres Blickfeldes gelegen; und für manch einen von uns noch fern und kaum erst erschlossen. Was wissen wir von jenen Menschen, die durch Lissabons Straßen eilen oder in der verträumten Provinz ein gar nicht so friedliches, geruhsames Dasein führen. Was wissen wir von ihren Nöten und Zweifeln, von ihren Hoffnungen und kleinen Freuden? Dieser Erzählungsband versucht Antworten zu geben. Dreißig Autoren – viele unter ihnen der jungen Generation angehörend – berichten von den Schauplätzen eines Alltags, der Mut und Entschlußkraft fordert und der, an Erlebnissen reich, Enttäuschung oder Erfüllung bringen kann.


    Phantasie, Engagement und Streben nach künstlerischer Vollendung kennzeichnen die Texte dieses Bandes. Die Beiträge, in ihrer Mannigfaltigkeit ernst und gemessen, stimmungsvoll-heiter, kritisch-satirisch, graziös oder besinnlich, machen die Auswahl zu einer anregenden, aufschlußreichen Lektüre.

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    Alfred Antkowiak: Erkundungen – 15 dänische Erzähler

    15 Erzählungen, vorwiegend in den letzten Jahren entstanden, wurden in diesem Band zusammengefaßt. Sie sind Beispiele aus dem literarischen Schaffen der jungen und jüngsten Schriftsteller Dänemarks, eines Landes, das durch den relativ hohen Lebensstandard von einem Wohlstandsnimbus umgeben ist. In dieser materiell gesicherten Welt gilt das Hauptinteresse der Autoren den „inneren“ Problemen ihrer Zeitgenossen, ihren Konflikten in Liebe und Ehe, Freundschaft und Familie. Ob es um einen rätselhaften Telefonanruf geht, um eine ungewöhnliche Bahnfahrt, eine mißglückte Party oder die zweifelhaften Geschäfte eines Studenten – in allen Beiträgen werden Erlebnisse von Menschen unserer Tage geschildert, die zum Nachdenken anregen, aber auch den Humor zu seinem Recht kommen lassen.

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    Joachim Wohlgemuth: Das Puppenheim in Pinnow

    Lehrlingszeit, Internatszeit - wovon hängt es ab, ob man sich wohl fühlt? Steffi könnte es in Pinnow gefallen: das Leben auf dem Lande, der Umgang mit Tieren. Und natürlich der Umgang mit Norbert, dem frischgebackenen Ausbildungsleiter, dessentwegen sie sich überhaupt für Pinnow entschieden hat.

    Mit Schwung und Schweinerösten sorgt er für Spaß und gute Laune. Allen will er beweisen, daß Lehrlingszeit keine traurige Zeit ist, besonders seinem ehemaligen Lehrmeister, der immer so streng und mißtrauisch war und Mädchen nicht mochte. Norbert mag Mädchen. Und alles will er anders machen, mit Großzügigkeit, Vertrauen, Liebe. Ja, mit Liebe. Doch wird das immer richtig verstanden? Und was wird aus seiner heimlichen Liebe zu Steffi?



    Benno Pludra: Insel der Schwäne

    Den Fluss wird er morgen nicht mehr sehen: hinter dem Haus und hinter dem Garten, breit von weit her in den Wiesen - morgen wird er ihn nicht mehr sehen. Heute zum letzenmal. "Ich komme wieder", sagt Stefan. "Ich komme bestimmt, dann fahren wir." "Wie denn?" fragt Tasso. "Du wirst nicht wiederkommen wenn du erstmal dort bist, in Berlin." Stefan Kolbe verlässt das Dorf, die Oma, den Freund - Stefan Kolbe, 12 Jahre, geht mit der Mutter, der Schwester hin zum Vater, in die Großstadt. Ein neues Leben beginnt. Von einem anderen, einem vergangenen muss Abschied genommen werden.

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    Jürgen Brinkmann: Der Pe-Wi kommt durch die Welt

    Der Pe-Wi ist nicht unbeliebt trotz seiner Leichtfertigkeit, er kann zupacken und Kumpel sein. Aber das was mit Eva-Maria passiert ist, versteht keiner und am wenigsten er selbst.

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    Moin ihr Lieben, es geht auf Reisen:


    Ljudmila Schaposchnikowa: Das Geheimnis der Toda

    "Es zeigte sich, daß es gar nicht so einfach war, nach Amanodr, ins Totenreich der Toda, zu gelangen. Auf meine Bitte, mich dorthin zu führen, erhielt ich stets eine abschlägige Antwort. Aber eigens deswegen sterben, das möchte man ja nun auch nicht. Die Ältesten der Sippe Karsch hörten mich an, wiegten den Kopf und schienen keinerlei Argumenten zugänglich. Schließlich wurde durch einen zufällig hingeworfenen Satz alles entschieden. Die Ältesten fragten mich: 'Warum willst du eigentlich in das Amanodr der Toda, ziehe doch in deins!' - 'Bei uns gibt es kein Amanodr.' 'Wieso das?' riefen mehrere zugleich. 'Wohin gehen die Menschen deines Stammes nach dem Tode?' - 'Das weiß ich nicht, sie haben es mir nicht mitgeteilt.' - Oh, wie kann man da überhaupt leben, was ist das nur für ein Stamm, der deine?' - 'Ein Stamm wie jeder andere, wir kommen auch ohne Amanodr aus.' Die Gastfreundschaft der Toda wurde auf eine harte Probe gestellt. Sie begriffen, was es bedeutete, einem Menschen den Besuch ins Totenreich zu verwehren, der selbst keines besaß und nach dem Tode nicht wusste, wohin. Eine Woche später machte ich mich, begleitet von Mutiken und Nashdoz, auf den Weg ins Totenreich."

    Die bekannte Indologin kommt in die entlegene Bergwelt der Nilgiris, sie gewinnt das Vertrauen des scheuen, liebenswürdigen Volkes der Toda, nimmt teil an ihrem Alltag, ihren Festen und Zeremonien und spürt dem Geheimnis dieses Stammes nach, der Frage nach seiner Herkunft. - Einfühlsam und mit Humor erzählt sie von ihren Begegnungen und Erlebnissen.


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    Ljudmila Schaposchnikowa: Bei den Australoiden Südindiens

    Kein Geringerer als der bekannte sowjetische Lyriker und langjährige Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der Sowjetunion Nikolai Tichonow war es, der im Vorwort zu einem Buch von Ljudmila Schaposchnikowa zum Ausdruck brachte, daß diese Autorin Geograph und Ethnologe, Philologe und Historiker und dazu noch eine glänzende Erzählerin sei, die es verstehe, in ihren Büchern über die kleinen Stämme Südindiens auch die dortigen Landschaften, Menschen und Tiere, Legenden und Märchen lebendig werden zu lassen. Ihr neuestes Werk " Bei den Australoiden Südindiens" ist für den Leser gewissermaßen eine Reise zu Menschen aus einer anderen Welt, aus einer längst vergangenen Epoche der Menschheitsgeschichte. Und doch leben diese Menschen sozusagen mit uns, neben uns auf dem gleichen Planeten. L. Schaposchnikowa beweist so ein übriges Mal, wie unbekannt und unerforscht so vieles auf unserer Erde noch ist. Man findet in ihrem Reisebericht Kapitel, in denen neben durchaus hieb- und stichfesten Fakten auch Erlebnisse enthalten sind, die zunächst ans Unglaubliche, Phantastische zu grenzen scheinen. Die Verfasserin hat es aber gar nicht nötig, sich etwas auszudenken, und der scheinbare Gegensatz ergibt sich daraus, daß es neben dem Leben der Bewohner der modernen indischen Großstädte eben auch das jener sogenannten Australoiden gibt, die auch heute noch ein Leben von Jägern und Sammlern führen. Ljudmila Schaposchnikowa, namhafte Wissenschaftlerin und Schriftstellerin zugleich, hat ihr Material für ihre zahlreichen Bücher - insgesamt sind es bisher sieben - im Laufe vieler Jahre gesammelt. Sie kennt Sitten und Gebräuche der einheimischen Bevölkerung, spricht deren Sprache, sie kommt also ohne Dolmetscher aus; sie scheut auch keine körperliche Strapazen, und so gelingt es ihr, schneller und enger in Kontakt zu den Vertretern der von ihr besuchten Stämme zu kommen, als andere europäische Forscher.

    "Bei den Australoiden Südindiens" ist bereits das dritte Buch dieser Autorin, das der VEB F. A. Brockhaus Verlag in deutscher Übersetzung herausbringt. Wie bereits in ihren beiden jeweils in mehreren Auflagen erschienenen Werken "Wege im Dschungel" und "Das Geheimnis der Toda" erzählt Ljudmila Schaposchnikowa auch hier wieder von jenen kleinen, wenig erforschten Völkern und Stämmen im Süden Indiens, die im Laufe der Zeit in oft nur schwer zugängliche Wald- und Berggebiete zurückgedrängt worden sind und denen ihre besondere Liebe gilt. Diesmal sind es die Yanadi im Unionsstaat Andhra Pradesh, die Panya und Kurumba, die Wischawan, Kanikar und andere Stämme in Kerala und Tamil Nadu, zu denen die Autorin auf bisweilen abenteuerlichen Fahrten und Märschen vordringt, unter denen sie lebt, deren Freuden und Sorgen sie teilt, deren Vertrauen sie sich erwirbt. Es sind Stämme, die als Nachfahren der ältesten Bevölkerungsschicht Indiens gelten, die der australoiden oder weddiden Rasse angehören, wie sie in der Fachliteratur bezeichnet wird.


    Wie schon die beiden anderen in deutscher Sprache vorliegenden Werke von Ljudmila Schaposchnikowa wird auch dieser neue Erlebnisbericht sicher ein gutes Echo beim Leser finden.


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    Neuguinea - das war noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kaum mehr als ein weißer Fleck auf der Landkarte, auch wenn die Insel in Europa seit dem 16. Jahrhundert bekannt war und immer wieder Händler und Forscher angezogen hatte. Und diese Forscher verstiegen sich zuweilen in die merkwürdigsten Behauptungen. Eine dieser Behauptungen lautete: Die Papuas sind keine vollgültigen Menschen, sie sind bestenfalls als Zwischenglied zwischen diesen und ihren tierischen Vorfahren zu verstehen. Nicht zuletzt um diese Behauptung zu widerlegen, reiste Mikloucho-Miklay 1871 zu den Papuas, hielt sich über ein Jahr lang dort auf und kehrte später noch zweimal hierher zurück. Es waren Reisen in eine andere Welt, Reisen ins Unbekannte, Reisen ins Abenteuer: Wie würden sich die Papuas dem Forscher gegenüber verhalten, der nicht einmal ihre Sprache kannte und lange Zeit brauchte, um wenigstens deren Grundbegriffe kennenzulernen? Würde er den Zugang, den er suchte, finden? Würde er nicht auszuschließende gefährliche Begegnungen mit den Eingeborenen , wie er es sich vorgenommen hatte, ohne Waffen meistern? Würde er schließlich das Ziel, das er sich gestellt hatte, erreichen? Es ist ein langer Weg, den Mikloucho-Maklay zu gehen hat, ein beschwerlicher Weg. Mißtrauen muß überwunden werden, Krankheiten sind zu überstehen, heraufbeschworen durch den tropischen Urwald mit seiner Fieberschwüle - ein Urwald, der sich mit Schlingpflanzen, mit reißenden Bergbächen und mit stürzenden Bäumen gegen den Europäer zu wehren scheint. Immer weitere Erkundungsgänge bringen immer neue Strapazen. Mikloucho-Maklay lernt die Pflanzen- und die Tierwelt kennen, er sammelt und katalogisiert. Und er lernt die Menschen kennen, es gelingt ihm, deren Scheu vor dem Fremden zu brechen. Er findet Freunde, die traurig sind, als er ihr Land verläßt, und die sich freuen, als er zu ihnen zurückkehrt.


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    Gertrud Bradatsch: Immer alt und immer neu – Prager Impressionen

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    „Sie werden sich ärgern. Sie haben das kleinste Haus von Prag nicht gesehen, und der Zug hat Verspätung.

    Aber so ist das Leben, man sieht und erlebt so vieles nicht.“

    Der Mann amüsiert mich wie am ersten Tag. „Sind Sie Pessimist?“ fragte ich.

    Er lachte. „Ich – Pessimist? Ich bin Prager. Und wissen Sie, was man von uns Pragern sagt?

    Wir sind

    kämpferische

    friedliche

    liebende

    ordnungsliebende

    reinliche

    eilige

    schöpferische

    nachdenkliche

    musikliebende

    sportliche

    arbeitsame…“

    Ich lachte. „Hören Sie auf! Ich möchte auch noch etwas finden.

    Also:

    gastfreundliche

    gesellige

    neugierige und

    redselige…

    …Leute!“ sagten wir beide wie aus einem Munde und lachten.



    Harald Poelchau: Die letzten Stunden – Erinnerungen eines Gefängnispfarrers

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    „Graf Alexander Stenbock-Fermor hat hier die Erinnerungen Harald Poelchaus niedergeschrieben, des Gefängnispfarrers von Tegel, der auch in Plötzensee und Brandenburg-Görden wirkte. Aus dem Munde eines Berufenen, der die letzten Stunden mit zahllosen zum Tode Verurteilten verbrachte, erfahren wir Dinge, in die bisher kaum jemand Einblick hatte. Vielen deutschen und ausländischen Widerstandskämpfern stand Harald Poelchau zur Seite. Fast alle begleitete er auf dem Wege zum Schafott. Adam Kuckhoff, Schulze-Boysen, das Ehepaar Harnack – die Angehörigen der Roten Kapelle -, Helmuth von Moltke, Yorck von Wartenburg, von Witzleben – Teilnehmer des 20. Juli -, Werner Seelenbinder und Beppo Römer – sie alle begegnen uns in diesem Buch. Es ist ein erschütterndes Dokument, zeugt es doch dafür, daß auch in der dunkelsten Epoche deutscher Geschichte der Geist tapferer Männer und Frauen das Beil und den Strick des Henkers überwand.“

    Mit diesen Worten wurde 1949 die erste Ausgabe des vorliegenden Buches angekündigt. Seitdem sind zahllose Texte aus dem Widerstand und über ihn erschienen, in Briefsammlungen und Dokumentation sind letzte Bekenntnisse vieler Opfer des Faschismus zugänglich geworden. Dennoch haben Harald Poelchaus Erinnerungen ihre erschütternde und aufrüttelnde Kraft bewahrt, nicht zuletzt um seiner selbst willen…



    Arthur Miller: Alle meine Söhne / Der Tod des Handlungsreisenden



    Arthur Miller (geb. 1915), der bedeutende humanistische amerikanische Dramatiker, schrieb 1958 im Vorwort zur Gesamtausgabe seiner Dramen: "Diese Stücke sind in gewissem Sinne meine Antwort auf das, was ,in der Luft' liegt, hier sagt ein einzelner seinen Mitmenschen auf seine Weise: ,Das seht ihr jeden Tag, ihr denkt es oder fühlt es. Nun will ich euch zeigen, was ihr im Grunde schon wißt, was ihr aber noch nicht bewußt verstehen konntet, weil euch dazu Zeit, Unvoreingenommenheit, Einblick oder Information gefehlt haben.'" Miller läßt in "Alle meine Söhne" (1947) deutlich werden, wie das Verbrechen Joe Kellers aus einer gemeingefährlichen Haltung des einzelnen zur Gesellschaft erwächst, einer Haltung, die in ihrer letzten Konsequenz zu einer Dschungelexistenz für alle führen würde. In dem unkonventionell aufgebauten Stück "Der Tod des Handlungsreisenden" (1949) konfrontiert er den Traum des kleinen Mannes mit der kapitalistischen Realität. Willi Loman, zur Seite geschoben und zerbrochen, ist Opfer einer Ideologie, die die Jagd nach materiellem Erfolg zum Hauptziel des Menschen erklärt.

    Diese kleinen Büchlein standen sicher in jedem Kinderzimmer. Diese Buchvorstellungen sind von annarobert87:


    Alfred Wellm: Die Partisanen und der Schäfer Piel

    Es ist Mittwochnachmittag. Pioniernachmittag. Doch der droht auszufallen. Frau Berger – die Lehrerin – ist krank. Da beschließen die Pioniere trotzdem den Pioniernachmittag stattfinden zu lassen. Sie beschließen: Wir spielen Partisanen. Als Partisanen attackieren sie die Schafherde, die der Schäfer Piel hütet. Die Tiere erschrecken und flüchten. Eines der flüchtenden Tiere verletzt sich an einer Winteregge, ausgerechnet ein Muttertier. Der Schäfer flucht und droht den Übeltätern Prügel an. Die Kinder sehen, dass der Schäfer das Tier tragen muss. Das schlechte Gewissen und die Ungewissheit, was mit dem Muttertier und seinem Nachwuchs passiert ist, lässt die Pioniere wieder zum Schäfer gehen und sie ergreifen die Initiative. Gemeinsam übernehmen sie die Pflege des verletzten Mutterschafes und des Lämmchens, hüten beide separat von der Herde nach den Vorgaben des Schäfers. Das machen sie so gut, dass Schäfer Piel die Idee kommt, den Pionieren die beiden Tiere zu schenken. Er macht den entsprechenden Vorschlag im LPG-Vorstand, das findet Zustimmung, was wiederum die Kinder sehr begeistert.

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    Hans-Dieter Kitzing: Zwei Jungen in der Drachenbucht

    Dieses Buch nimmt uns mit in die Demokratische Republik Vietnam. Noch ahnen die Menschen dort nicht, dass bald ein Krieg – von den Amerikanern entfacht – ihr Land heimsuchen und zerstören will. Die Pioniere sind dort nicht anders, wie unsere Pioniere sind. Sie lieben ihr Land und helfen, wo immer sie können.


    Die zwei Jungen heißen Le und Ngo. Le ist der Sohn eines Reisbauern, Ngos Vater ist Fischer. Jetzt in den Sommerferien helfen sie den Bauern beim Reispflanzen. Eine mühsame Arbeit in der Hitze und, auch wenn sie mit freiem Oberkörper arbeiten, ihr Pionierhalstuch tragen sie trotzdem. Sie sind stolz darauf Pioniere zu sein. Am Geschichtennachmittag treffen sie sich oft bei dem alten Fischer Vi, der ihnen von der wechselhaften Geschichte Vietnams erzählt.


    Während einer Rückfahrt vom Fischfang erzählt Ngos Großvater Toan von der Insel der bösen Meergeister. Le und Ngo glauben ihm nicht und beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen. Am nächsten Morgen wollen Ngos Vater und Großvater Toan nicht in die Bucht. Die Dschunke liegt fest im Sand, das kleine Beiboot – das man hier Sampan nennt- ist mit einem Strick an der Dschunke festgemacht. Sie lösen den Strick und springen ins Boot. Die Insel liegt in weiter Ferne, doch die Kinder rudern unermüdlich. Als richtige Pioniere glauben sie nicht an Geister und haben auch keine Angst vor ihnen. Tatsächlich klärt sich die Sache bald auf. Ein paar Schatten entpuppen sich als Fledermäuse. Dann aber hören sie ein Geräusch: ein schrilles Kreischen, ein Quietschen in allerhöchsten Tönen…sollte es die Meergeister doch geben? Sie bewegen sich langsam auf Händen und Füßen weiter. Die Sträucher vor ihnen geben den Blick frei auf eine kleine Lichtung, und dort entdecken sie…eine Affenfamilie.


    Mittlerweile entdeckt Großvater Toan, dass sein Sampan verschwunden ist. Er holt Vi zu Hilfe und äußert den Verdacht, dass Le und Ngo auf die Geisterinsel gefahren sein könnten. Doch auch die Zwei machen eine Entdeckung: keiner von ihnen hat den Sampan festgemacht. Er schaukelt draußen auf den Wellen. Ausgerechnet jetzt droht ein Gewitter. Gerade noch rechtzeitig kommen Großvater Toan und Onkel Vi auf der Insel an. Bis das Gewitter vorbei ist, verstecken sie sich mit den zwei Pionieren in der Höhle. Die erzählen ihnen von den Geistern, die eigentlich Affen sind.

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    Herbert Friedrich: Wassermärchen

    Das Wassermärchen: Der Hirte Kerim will sich mit seinen drei Tieren eine kleine Hütte in der Steppe bauen. Am Himmel entdeckt er den Geier Allesfraß, der sich gerade einen Hasen geschnappt hat. Kerim gelingt es, den Hasen zu befreien. Als Dank bekommt Kerim einen Becher voller Wasser. Dieser Becher ist verzaubert und füllt sich immer wieder, wenn man ihn nicht komplett leer trinkt. Als er von einer vorbeifahrenden Karawane von der Trockenstadt hört, ist er entsetzt und will den Menschen dort helfen.


    Katharinchen:Wassertropfen Katharinchen will nicht als Schneeflocke vom Himmel auf die Erde herunterfallen. Darum begibt sie sich zur Weihnachtszeit ohne Röckchen, also als einfacher Regentropfen, auf die Erde. Dort hört sie, wie die Schneeflocken davon schwärmen, wie schön es ist, vom Himmel herunter zu schweben, und währenddessen auf die geschmückte Stadt zu sehen. Katharinchen friert fest und erwacht erst im Frühling. Sie sickert in den Boden und erlebt dort einige Abendteuer. Doch ihr größter Wunsch ist es, wieder in den Himmel zu kommen und als Tropfen mit Rock auf die Erde zu schweben.

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    Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes




    Die Abenteuer von Sherlock Holmes – Sämtliche Sherlock-Holmes-Erzählungen I


    „Die Abenteuer von Sherlock Holmes“ eröffnen die Reihe der in einer Neuübersetzung vorliegenden kommentierten fünfbändigen Gesamtausgabe der Erzählungen um den berühmten Privatdetektiv Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson. Mit dem 1891 erschienenen ersten Band begründete Arthur Conan Doyle seinen Erfolg als Kriminalschriftsteller, der mit einer großen Zahl frei erfundener, packend erzählter Kriminalfälle auch heute noch zu begeistern vermag. Der vorliegende Band enthält unter anderen folgende Erzählungen: „Der blaue Karfunkel“, „Fünf Apfelsinenkerne“ und „Das gefleckte Band“.


    Die Memoiren von Sherlock Holmes – Sämtliche Sherlock-Holmes-Erzählungen II


    Der zweite Band der Gesamtausgabe von Kurzgeschichten um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes enthält wiederum eine Fülle abenteuerlicher Kriminalfälle, zu deren Entdeckung und Aufklärung Holmes und sein Freund Dr. Watson entscheidend beitragen. Wenn auch der Detektiv nach der Verfolgung einer Londoner Verbrecherbande in einem Schweizer Wasserfall am Ende sein Leben lassen muß, so werden wir ihm, den Arthur Conan Doyle auf Drängen des Leserpublikums erneut hat aufleben lassen, im dritten Band der Gesammelten Sherlock-Holmes-Erzählungen wiederbegegnen.


    Die Wiederkehr von Sherlock Holmes – Sämtliche Sherlock-Holmes-Erzählungen III


    Sherlock Holmes lebt! Nur knapp war er dem mörderischen Anschlag auf sein Leben bei den Reichenbacher Wasserfällen entgangen, und nun, so erzählt Dr. Watson über die Wiederkehr seines Freundes und Meisters, „stand Sherlock Holmes da und lächelte mich über den Tisch hinweg an. Ich erhob mich, starrte ihn einige Sekunden lang in völliger Verwirrung an und muß dann wohl, zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben, ohnmächtig geworden sein. Grauer Nebel wirbelte mir vor den Augen, und als er sich verzogen hatte, war mein Kragen geöffnet, und auf meinen Lippen schmeckte ich den prickelnden Nachgeschmack von Kognak. Holmes stand über meinen Sessel gebeugt und hielt seine Taschenflasche in der Hand“.


    Die schwierigen, ja fast unlösbar scheinenden Kriminalfälle, an denen der Meisterdetektiv nach seiner Rückkehr sein überragendes Können einmal mehr unter Beweis stellte, hat Dr. Watson aufgezeichnet und uns in diesem Band vorgelegt.


    Der letzte Streich von Sherlock Holmes – Sämtliche Sherlock-Holmes-Erzählungen IV


    „… Kaum hatte ich in meinem Sessel Platz genommen, als ich einen dicken, nach Moschus riechenden Qualm wahrnahm, der tückisch und einschläfernd wirkte. Bereits beim ersten Hauch davon waren mein Hirn und meine Vorstellungskraft nicht mehr zu kontrollieren. Eine dichte, schwere Wolke kreiste vor meinen Augen, und mein Verstand sagte mir, daß in dieser Wolke, unsichtbar noch, aber auf dem Sprung, sich auf meine erregten Sinne zu werfen, all das lauerte, was irgendwie schrecklich war, alles Monströse und unerträglich Böse der Welt … Kaltes Entsetzen nahm Besitz von mir. Ich fühlte, daß mein Haar sich sträubte, meine Augen hervortraten, daß mein Mund sich öffnete und meine Zunge wie Leder wurde. Der Tumult in meinem Hirn war so stark, daß mit Sicherheit etwas ausschnappen mußte. Ich versuchte zu schreien und hörte nur ein undeutliches Krächzen, das zwar meine Stimme war, aber weit weg von mir und wie nicht zu mir gehörend. Im selben Augenblick durchbrach ich mit letzter Kraft die Wolke aus Verzweiflung und erhaschte einen Blick auf Holmes‘ Gesicht, das weiß war, starr und von Entsetzen entstellt…“ – Aus „Der Teufelsfuß“


    Das Notizbuch von Sherlock Holmes – Sämtliche Sherlock-Holmes-Erzählungen V


    Es ist ein Gesetz, daß sich die bizarrsten Geschehnisse als die am wenigsten mysteriösen herausstellen. Es sind die gewöhnlichen, gesichtslosen Verbrechen, die wirklich verwirren, geradeso, wie sich ein gewöhnliches Gesicht schwer identifizieren läßt.


    Verbrechen sind alltäglich. Logik ist selten. Deshalb sollten Sie lieber bei der Logik als beim Verbrechen verweilen.


    Sie kennen meine Methode: sie gründet sich auf die Beachtung von Geringfügigkeiten.


    Es ist eine meiner alten Maximen: was übrigbleibt, wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muß die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie sich auch ausnehmen mag.


    Wo keine Phantasie ist, ist kein Grauen.


    Ich bringe mein Leben hin in einem einzigen langen Versuch, den Gemeinplätzen des Daseins zu entrinnen.


    Sherlock Holmes

    Georges Simenon: Drei Zufälle im Leben des Kommissars Maigret


    Fälle sind das Salz der Kriminalliteratur, ohne sie wären die zahllosen Kommissare und Detektive arbeitslos. Aber es gibt nicht nur den "Fall" schlechthin - manchmal ist er auch gekoppelt mit Beisilben, dann haben wir es mit Einfällen, Glücksfällen, Zufällen und so weiter zu tun. Fälle wie Zufälle hält auch der weltbekannte belgische Romancier Georges Simenon (geb. 1903) für seinen nicht minder bekannten Pariser Kommissar Jules Maigret in 85 Kriminalromanen bereit. Volk und Welt präsentiert nach "Drei Fälle aus dem Leben des Kommissars Maigret" in diesem neuen Sammelband die Romane


    Maigret hat Angst

    Hier irrt Maigret

    Maigret gerät in Wut


    und was dort geschildert wird, scheint wahrlich eher zufällig für den so menschlich wirkenden und arbeitenden Kommissar zu sein.


    Gerhard Holtz-Baumert: Trampen nach Norden


    Gunnar hat eine große Klappe und trampt mit dem Seesack seines Bruders von Berlin bis nach Rostock. Gleich zu Beginn seines Trips trifft er auf die wohlerzogene Teresa, mit der er zusammen die Reise in einem Uraltmotorrad fortsetzt. Auf der folgenden abenteuerlichen Tour, die mit vielen Hindernissen verbunden ist, begegnen ihnen die unterschiedlichsten Menschen. Da wären z.B. ein Pastor auf dem Weg zu einem Sterbenden, ein Schauspieler mit Autopanne oder der zwielichtige Mercedes-Hurtig.


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