Beiträge von Anne

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Moin, ihr Lieben,


    es ist mir ein bisschen peinlich, aber gut, es ist nicht meine Schuld. Die Maus meines Laptops funktioniert nicht mehr. Das scheint wieder so ein Ding zu sein, das nach zwei, drei Jahren einfach ausfällt, damit man sich ein neues Gerät kaufen muss. Und es wird mir tatsächlich nichts anderes übrig bleiben. Denn auch die externe Maus geht nicht, obwohl sie in Ordnung ist. Am PC meines Mannes klappt es nämlich.
    Mein Mann hat mir nun zwar ein eigenartiges Pad hier hingelegt, mit einem Stift, den man als Maus nutzen kann. Allerdings ist das Ganze so unbequem, dass ich damit nur versuche, meinen Blog am Laufen zu halten.


    Ich muss nun erst mal mein Sparbuch plündern und schauen, dass ich einen neuen PC bekomme. Sobald (ich weiß noch nicht, ob es so schnell was wird) ich den habe, werde ich hier richtig loslegen.


    Verstehe was du meinst. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass eine Buchvorstellung, die "nur"(wieder dieses nur...) den Inhalt zusammenfasst zuviel verrät . Und da die in den Rezensionen auftauchen kann das für potentielle Leser die ganze Geschichte spoilern. Habe keine von deinen Buchvorstellungen gelesen,daher weiss ich nicht ob und wie das bei dir so ist.


    Ne ne, Igela, da pass ich schon drauf auf, dass ich nicht zu viel verrate. Spoilern tu ich nicht.


    Wenn du dir Notizen machst,hast du eine Rezension ja schon fast beisammen.Warum "nur "(und das soll nicht abwertend sein )Buchvorstellungen ?


    Das stimmt. Im Endeffekt bin ich dann fix fertig damit.
    Ich weiß nicht. Vielleicht habe ich da ein bisschen Minderwertigkeitskomplexe. Das ist blöd, ich weiß. Als ich mit dem Bloggen begann, habe ich mich mit anderen verglichen. Und da sind ja wirklich einige, die bewundere ich für ihre Art zu schreiben.
    Aber mittlerweile sehe ich das lockerer. Ich bin kein Redakteur und kein Schriftsteller. Ich möchte anderen halt nur gerne ein Buch schmackhaft machen.


    Okay...ist das nicht unbefriedigend, dass du ein Buch zwar vorstellst, deine Meinung dazu aber nicht schreibst?
    Du musst dich nicht entschuldigen...da muss nichts professionell sein. Ich schreibe auch keine Rezensionen, die professionell sind, sondern als Hobby.


    Jein. Für mich selbst erkenne ich ja daran, wie und wie viel ich über ein Buch schreibe, ob es mir gefällt oder nicht. Für Blog- oder Forumsleser muss ich es ein wenig deutlicher machen. Aber wenn man mich länger kennt, merkt man das auch so.


    Wie macht ihr das...macht ihr Notizen während ihr lest ?


    Ich nenne mein Geschreibsel ja eher Buchvorstellung und nicht Rezension. Von einer Rezension bin ich immer weit ab. Wahrscheinlich kommt das daher, dass ich jahrelang Lesetagebuch geschrieben habe. Da ging es zumeist um den Inhalt.
    Und so sehen meine "Rezis" auch aus. 97-99 Prozent Inhalt, der Rest ein wenig meine Meinung. Obwohl ich ja zwischendurch auch schon mal durchblicken lasse, ob und wie begeistert oder auch nicht begeistert ich bin.


    Ich weiß, es ist nicht professionell, aber das ist halt meine Art, das Hobby anzugehen.

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    Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Zwei junge Mädchen vom Lande, Guðfinna und Stefanía, gehen nach Reykjavik, um dort ihr Glück zu machen - eine Anstellung in einem feinen Haus. Doch erst mal sind sie Tagelöhnerinnen, Kohleträgerinnen und Waschfrauen oder arbeiten im Fisch.
    Es ist Ende des 19. Jahrhunderts, die beiden lernen andere Frauen kennen, denen es genauso geht wie ihnen. Sie meistern ein schweres Leben, haben gegen gesellschaftliche und patriarchale Machtstrukturen zu kämpfen.
    Und doch, sie träumen und lachen - und sterben, da kein Geld für einen Arzt da ist. Guðfinna vermisst Stefanía und gibt sich selbst die Schuld an deren Tod.


    Kristín Steinsdóttir führt uns dieses schwere Leben der Frauen vor Augen. Es ist fast deprimierend, mit anzusehen, dass keine es schafft, aus ihrem Korsett auszubrechen.
    Bei der Arbeit können die Frauen unsanft miteinander umgehen. Aber wenn eine wirkich Hilfe braucht, halten sie auch zusammen, wie an einem Tag im letzten Sommer, als eine der Waschfrauen direkt bei der Arbeit ihr Baby zur Welt brachte.


    Manchmal blitzt ein Aufbegehren auf - als die Waschfrauen an den Quellen von einem Unwetter überrascht werden und am nächsten Tag ein vermisstes Mädchen erfroren finden. Das hätte nicht passieren können, hätten die Frauen eine Schutzhütte, in der sie unterschlüpfen könnten.


    Guðfinna glaubt nicht mehr an den Traum von der Anstellung in einem feinen Haus, den sie mit Stefanía geträumt hat. Sie ist nur noch bei den heißen Quellen, Wäsche waschen. Dort, wo es nicht nur für die Frauen gefährlich werden kann. Die Mütter müssen ihre Kinder mitbringen. Guðfinna wird von einer schreienden Menge aus ihren Gedanken gerissen. Ein Junge ist ins Wasser gefallen. Sie konnten ihn zwar rausholen, aber der Fünfjährige hat es nicht überlebt.


    Wird ihr Leben so weitergehen? Ohne irgendwelche Höhepunkte? Ohne ein wenig Glück?


    Die Isländer scheinen mit ihren Schriftstellern Glück zu haben. Ich habe zwar noch kaum was von ihnen gelesen (mal einen Krimi und drei Bücher von Kristin Marja Baldursdóttir), aber ich habe auch noch kaum was Schlechtes über ihre Autoren mitbekommen.
    Kristín Steinsdóttir ist da keine Ausnahme - ohne viel Drumherumgerede zeigt sie uns, wie hart das Leben der Frauen war und wie sie sich wirklich jedes Quentchen Glück hart erkämpfen mussten. - Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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    Kennt ihr euch mit DDR-Sängern aus? Jugendliebe war eines der bekanntesten Lieder; gesungen von Ute Freudenberg und der Gruppe Elefant. Sobald dieses Lied beginnt, kann ich bis zum Ende mitsingen. Kürzlich habe ich mir eine alte Schallplatte von der Band gekauft.


    Wollt ihr mal reinhören?



    Ich war sehr gespannt, was ich über die Sängerin erfahre, die immer noch singend unterwegs ist, aktuell schon mit dem 3. Album gemeinsam mit Christian Lais.


    Und ich kann einfach nur "Wow" sagen. Was für eine Biografie, eine wie ich sie noch nie gelesen habe. Ich frage mich nur, wie viel davon ist Christine Dähn und wie viel Ute Freudenberg? Christine Dähn, TV- und Hörfunkjournalistin, war Moderatorin bei DT 64, Fernsehmoderatorin beim MDR und VOX. Im Verlag Neues Leben erschienen von ihr zuletzt zwei Biografien über Thomas Natschinski und über die Band KARAT.


    Die Frage kann ich mir wohl erst beantworten, wenn ich noch ein Buch von Christine Dähn lese, was ich ganz sicher tun werde.


    Es war ein Spaß ohnegleichen, dieses Buch zu lesen, auch wenn manche Erinnerungen nicht ganz so spaßig sind. Auch wurden nicht einfach nur Daten und Fakten aufgezählt. Mit etwas Fantasie kann man sich vorstellen, man sitzt Ute Freudenberg gegenüber und lässt sich ihre Lebensgeschichte erzählen. Wie man sie als kleine Dicke in der Kindergruppe an die Tische der Dünnlinge setzte, um diese zu motivieren, ein paar Happen zu essen. Das ist wohl ein Problem auf Lebenszeit: Alles Essbare, was sie auch nur sah oder roch, sprang auf ihre Hüften.
    Dabei springt sie in ihren Erinnerungen auch schon mal vor und zurück.


    Viel Persönliches aus ihrer Kindheit wird berichtet, über ihre Familie, über ihre Leidenschaft: das Singen. Dabei ist es ihr


    Zitat

    egal, auf welche Bühne ich gehe, auf eine windschiefe, miserable, kleine oder eine großzügige, ein exklusives Chrom- und Glasparkett, oder ob die Umstände unmöglich sind, mein Leben fühlt sich mit dem ersten Schritt vor das Publikum wie Samt und Seide an, und es beginnt der schönste Teil des Tages.


    Wir erleben die Gründung und die Hochs und Tiefs der Gruppe Ute Freudenberg und Elefant. Und wie Ute Freudenberg sich, als sie in der DDR nicht mehr atmen konnte, in den Westen absetzte und dort einen Neuanfang starten musste.


    Wunderschön zu lesen, wie sie über die Menschen an ihrer Seite erzählt. Obwohl man kein böses Wort von ihr liest, man spürt, wer ihr unsympathisch ist und wen sie ins Herz geschlossen hat.


    Doch nicht nur Ute Freudenberg, auch Menschen um sie herum kommen per Interview in diesem Buch zu Wort. Unter anderem auch Bernd Henning, Gitarrist von "Elefant" und Komponist der Jugendliebe. Er erzählt, wie das Lied entstand und wie er den ersten Auftritt mit diesem Lied verkorkste.


    Das Buch ist gespickt mit sehr vielen Fotos aus Ute Freudenbergs Leben. Und zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es eine persönliche Notiz von ihr.


    Titel angepasst. LG, Valentine

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    Fast jeden Sommer verlebt die Schriftstellerin Ulrike Draesner mit Kind und Hund auf der wunderschönen Insel Hiddensee. Und jedes Mal, wenn sie ankommt, ist es anders, als sie sich erinnern kann.
    Schon bei der Ankunft macht sie sich so ihre Gedanken über die Insel. Wie lange sie wohl noch eine Insel bleibt. Wenn man sich eine Karte anschaut, stößt sie ja fast schon mit Rügen zusammen.
    Und während die Autorin über sich selbst nachdenkt und die Umgebung beschreibt, erfährt man so nebenbei, welch berühmte Personen sich noch auf der Insel aufgehalten haben.
    Aber das war für mich dann schon das Interessanteste.
    Ich hatte mir von dem Buch etwas anderes versprochen. Wäre vielleicht gewarnt gewesen, wenn ich mir vorher einige Rezensionen angeschaut hätte. Dann hätte ich mir das Buch wohl nicht ausgesucht.
    An vielen Stellen liest es sich wie ein Gedicht, poetisch, was ich auch sehr schön finde, aber bitte dann als Gedicht, nicht als Roman. Obwohl, als Roman ist das Buch auch nicht gekenntzeichnet.
    Ich möchte nicht sagen, dass es schlecht ist, es trifft nur einfach nicht meinen Lesegeschmack.

    Das Lesezimmer war ein Hochzeitsgeschenk. Alleine hätte ich mir das nicht zulegen können. Wie ich mir alleine auch nie so viele Bücher hätte anschaffen können.