Beiträge von Anne

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    dodo  marimirl


    Wie ich das aus der gesehenen Serie in Erinnerung habe, hat sie ihm in der Beziehung eins ausgewischt, weil er sie belogen hat:


    Eins wird das gerade von Anne gelesene und rezensierte Helga Schubert Buch sein

    Da wäre ich ja mal gespannt, wie es aufgenommen wird. Bis auf einen Beitrag von Elke Heidenreich und eine Sendung von 3Sat habe ich noch nichts weiter über das Buch gelesen.

    Ein 5. Buch ist beendet, für das ich länger gebraucht habe, da ich es für die Frauensammlung aufgearbeitet habe:


    Brigitte Ebersbach & Sascha Nicoletta Simon - Büchernärrinnen

    Meine Ausbeute, die in den letzten Tagen so eingetrudelt ist:


    Julia Quinn - Bridgerton. Der Duke & ich

    Angela Rohr - Zehn Frauen am Amur. Feuilletons für die Frankfurter Zeitung aus der Sowjetunion (1928-1936)

    Angela Rohr - Der Vogel. Gesammelte Erzählungen und Reportagen

    Angela Rohr - Lager

    Rita Süssmuth/Helga Schubert - Bezahlen die Frauen die Wiedervereinigung?

    Maxie Wander - Ein Leben ist nicht genug

    Annegret Langenhorst - Mit Leidenschaft leben und glauben. 12 starke Frauen Lateinamerikas

    Oriana Fallaci - Briefe an ein nie geborenes Kind


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    Hat ja auch nur fast 34 Jahre gedauert 8o

    Tja, jedes Buch braucht seine Zeit ^^


    Moin tosamen, habe gerade gefrühstückt und die ersten 50 Seiten von Adrienne Monniers Aufzeichnungen gelesen. Es ist interessant, aber auch mühsam, da sehr viele Titel und Gedichte usw. in Französisch sind. Auch die - zumeist Autoren -, die benannt werden, kenne ich kaum, wenn überhaupt, dann nur vom Namen her. Ich konzentriere mich mehr auf das Allgemeine, das sie erzählt, ihre Eindrücke über ihre Mitmenschen. Habe mir gerade rausgeschrieben, wie sie Sylvia Beach beschrieben hat. Von sich selbst schrieb sie mal: „Wie man sieht, war ich weder Mann noch Frau. Ich war eine Buchhandlung.“


    Als Zweitbuch schnappe ich mir für die Monatsrunde noch ein Elisabeth-Sandmann-Verlag-Buch über Köchinnen.

    Jetzt werde ich noch die täglichen DDR-Bücher bloggen und dann ist erst mal der Haushalt dran.


    Habt einen schönen Tag - hier schaut er nicht so berauschend aus.

    Ich grüße mal in die Runde und wünsche einen schönen Abend und ein tolles Wochenende. Nach Kate Chopins deprimierendem "Das Erwachen" freue ich mich jetzt auf Adrienne Monniers Aufzeichnungen aus der Rue de l'Odéon. Den Straßennamen kennt ihr sicherlich von Sylvia Beachs Shakespeare & Company. Habe das Buch ganz preiswert bekommen und werde jetzt drin versinken.

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    Helga Schubert ist für diesen Text 2020 mit dem Bachmann-Preis ausgezeichnet worden. Da war sie 80 Jahre alt und somit die älteste Teilnehmerin an diesem Wettbewerb überhaupt. Laut Wikipedia sei ihr Text


    "eine Hommage an Ingeborg Bachmanns Erzählung Das dreißigste Jahr', die mit einer Reflexion über das Aufstehen beginnt und die den Protagonisten am Ende zum Aufstehen auffordert – Ich sage dir: Steh auf und geh! Es ist dir kein Knochen gebrochen –, sagte Schubert in ihrer Dankesrede, die sie live in einer Videoübertragung von zu Hause aus hielt. Ursprünglich hätte sie den Text, anspielend auf ihr eigenes Alter und Ingeborg Bachmanns Text, Das achtzigste Jahr nennen wollen, habe die Idee dann aber verworfen".


    Dies war nicht die erste Einladung zu dem Wettbewerb. Die Schriftstellerin, 1940 in Berlin geboren, erhielt schon mal eine auf Vorschlag von Günter Kunert, das war 1980. Sie sollte ihren Ausreiseantrag zurückziehen, was sie nicht tat. So verbot man ihr die Ausreise aus der DDR nach Österreich. Begründung? Es gebe keine "deutsch Literatur". Mit dem Unternehmen "Bachmannpreis" wolle man nur das Phänomen der deutschen Literatur vorantreiben. Außerdem sah die Stasi Marcel Reich-Ranicki, der Juryvorsitzender war, als "berüchtigten Antikommunisten" an.


    Neunundzwanzig Erzählungen enthält dieses Buch - Erzählungen aus einem reichen Leben, einem deutschen Jahrhundertleben. Helga Schubert erzählt ganz unaufgeregt aus der Kinderzeit, in der ihr der Vater fehlt, der im Krieg gefallen ist, und sie die Sommer bei der Großmutter verlebt. Aus ihrem Leben in der DDR, wo sie sich erst mit Macht an den Gedanken zu gewöhnen versucht, dass dieses Leben, in einem eingemauerten Land, wirklich ihres ist. Mit 47, das war 1987, durfte sie nach Amerika. Da dachte sie, völlig verausgabt, dass sie diese wunderbare Welt nie sehen würde.


    "Es hat seine eigene Komik, dass ein E-Book-Verlag alle meine Bücher, auch die ohne Druckgenehmigung innerhalb

    der DDR-Zeit und die nach 1990 erschienenen, unter dem Label DDR-Autoren herausgibt." - (S. 60)


    Die Wendezeit, als die Mauer fiel - für mich damals eine unwirkliche Zeit, da ich mich immer wieder fragte: Passiert das gerade wirklich? Eine glückliche Zeit für die Autorin, die mehr als 14 Jahre von einem Spitzel des MfS (Deckname Adler), der ein früherer SS-Mann war, beobachtet wurde.


    Helga Schubert lässt uns teilhaben an ihren Gedanken zum Thema Heimat, an Erinnerungen an ihre Mutter, die sie nie lieben konnte und die einen größeren Raum einnehmen. Was soll man aber auch von einer Mutter halten, die ihrer Tochter erklärt, sie hätte sie nicht abgetrieben, sie während des Zweiten Weltkriegs auf die Flucht mitgenommen und sie beim Einmarsch der Russen nicht erschossen, wie es der Großvater verlangte. Und damit soll es nun gewesen sein? Mehr Ansprüche braucht sie an sie nicht stellen?

    Ich kann solche Mutter-Tochter-Probleme gut nachvollziehen. Die hat man nicht nur als Kind und streift sie als Erwachsene ab. So etwas kann einen ewig begleiten. Entweder man schafft es, für sich einen Schlusspunkt zu setzen und sein Leben weiterzuleben, oder man geht dran zugrunde. Ich freue mich, dass Helga Schubert ihren Weg gefunden hat.


    Und sie denkt übers Alter nach:


    "Denn ich habe mir in meinem langen Leben alles einverleibt, was ich wollte an Liebe, Wärme, Bildern, Erinnerungen, Fantasien, Sonaten. Es ist alles in diesem Moment in mir. Und wenn ich ganz alt bin, vielleicht gelähmt und vielleicht blind, und vielleicht sehr hilfsbedürftig, dann wird das alles auch noch immer in mir sein. Das ist nämlich mein Schatz." - (S. 170)


    Glücklich, wer das von sich sagen kann.


    Glück wünsche ich auch diesem Buch, das hoffentlich sehr viele Leser*innen findet.


    4ratten