Beiträge von Pandora

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.


    Bei mir war eindeutig Trapez von Marion Zimmer Bradley DAS Highlight des Jahres.


    :herz: Ich glaube das stünde mal wieder ein Reread an. Hach.


    Ich habe in diesem Jahr sehr wenig gelesen. Die beiden besten Bücher während dieser Zeit waren für mich:


    John Green und David Levithan: Will Grayson, Will Grayson
    Alex Capus: Léon und Louise

    Ich lese das Buch auch gerade, nachdem ich schon 2 Jahre um die englische Ausgabe herumgeschlichen war. Was bin ich froh, dass Rowohlt die schöne Gestaltung behalten hat.


    Zu der Einstiegsszene (ich denke nicht, dass das ein Spoiler ist, konkret anzusprechen, was auf den ersten Seiten passiert): Was ist das eigentlich immer mit diesen ausufernden Geburtsszenen? Ich finde es immer überflüssig das so ausgiebig zu zelebrieren, es scheint mir nur immer des Effekts wegen gemacht zu werden, und das mag ich nicht. Danach gefällt mir das Buch ganz gut. Aber ich stelle fest, dass mir persönlich Mitchells Sprache etwas zu mächtig, fast schon zu überladen, ist

    Nur als Hinweis: E-Books sind nicht preisgebunden - was durchaus nicht unproblematisch ist (aber damit würde ich jetzt nur ein neues Fass aufmachen, also lasse ich das). Und gerade Backlist-Titel, die nicht mehr so gefragt sind bzw. ihre Kosten wieder eingespielt haben, werden in der Zukunft mit Sicherheit günstiger angeboten. Schon jetzt ist es so, dass zeitweise Preise herabgesetzt werden, als Aktion sozusagen.
    Ich denke wir werden im nächsten Jahr da einiges mehr an Aktivität sehen, jetzt wo das Geschäft mit E-Books langsam in nennenswerte Größenordnungen für Verlage kommt und die nötigen Strukturen weitgehend aufgebaut sind.

    Ich bin in der gleichen Situation, weil ich beruflich viel lesen muss. Wenn ich dann Freizeit habe, kommt Lesen mir vor, als würde ich arbeiten. Ich bin mittlerweile dazu übergangen, Hörbücher zu hören, während ich andere Dinge mache: Hausarbeit oder ein simples Browsergame spielen. Mir hilft das mich auch nicht mehr selbst so unter Druck zu setzen, weil ich das Gefühl habe trotzdem noch zu lesen. Nur eben mit den Ohren. :)


    Ich kann mir vorstellen dass der Preisunterschied zwischen Taschenbüchern und gebundenen Ausgaben auch zu dieser Denkweise verleitet. Wenn ich sehe dass ein gebundenes Buch 20-30 EUR kostet, die entsprechende Taschenbuchausgabe dann 10-15 EUR entsteht doch schon der Eindruck dass man eher die "Verpackung" als den Inhalt bezahlt. Da kann ich schon nachvollziehen dass man erwartet dann für eine rein digitale Ausgabe nochmal die Hälfte vom Taschenbuch ausgeben zu müssen.


    Das ist sicher wahr. Deshalb sage ich auch, dass das Format an sich das Problem ist. Für beide Seiten.


    Das stimmt natürlich und deine Einschätzung klingt durchaus realistisch.
    Aber ich würde ja auch für ein Taschenbuch nicht nur 1-2 € weniger zahlen als für ein gebundenes Buch. Nein, da ist die Preisspanne wesentlich höher. Und bei beiden dürften diese ganzen Fixkosten ja auch gleich sein, abzüglich dass beim E-Book noch zusätzlich Lagerung und Transport weg fallen (dafür aber Serverkosten entstehen).


    Das hat aber mehr mit deinem subjektiven Gefühl zu tun. Das Gefühl kann ich gut verstehen, ich habe das selbst. Aber ich weiß eben, dass das was an einem Buch Kosten verursacht weniger seine äußerliche Form, sondern mehr sein Inhalt ist (und ist es das nicht auch, was am wichtigsten an einem Buch ist?). Die Preisspanne, die die meisten sich wünschen, ist schlicht nicht möglich, weil (wie ich in meinem vorherigen Posting vorgerechnet habe) die Ersparnis der Verlage nicht annähernd so hoch ist, wie viele sich das so vorstellen. Schon jetzt machen die Verlage mit vielen Büchern mehr ein Minus als ein Plus. Da ist nicht mehr viel Raum nach unten.
    Mich stört einfach gewaltig, dass überall jeder - ohne jede Kenntnis der Materie - Milchmädchenrechnungen darüber anstellt, wie hohe Summen Verlage sich angeblich sparen, um damit zu rechtfertigen, dass ihnen ein Preis nicht gefällt. Und nennt man dann die realen Bedingungen, dann erntet man Schweigen oder trotzige Antworten a la: "Na und, ich will den Preis, der mir gefällt." Das ist so frustierend und ermüdend. Ich wünschte die Leute würden nur einmal versuchen auch nur einmal die andere Seite zu sehen, bevor sie Anschuldigungen in den Raum stellen.


    Zitat

    Und besonders muss man bedenken, dass ich bei einem E-Book nur eine Nutzungslizenz erhalte. Ich habe letztlich gar nichts in der Hand. Mir gehört die Datei nicht, ich zahle nur dafür, dass ich sie lesen darf. Ich darf nicht mal (in den meisten Fällen) eine sichere private Kopie erstellen. Ich kann das E-Book nicht verschenken, verleihen oder verkaufen.
    Dafür dann nahezu so viel zu zahlen wie für ein gedrucktes Buch ist eben doch reichlich heftig!


    Das ist ein anderes Problem. Ich bin absolut gegen DRM. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass man ein eBook nicht dauerhaft zum halben Preis der Taschenbuchausgabe verkaufen kann, ohne sich dabei früher oder später zu ruinieren. Mit oder ohne DRM.


    Für mich ist das Problem eher das eBook selbst. Es suggiert uns, die wir daran gewöhnt sind, Waren anfassen zu können, es wäre viel weniger wert. Dabei ist Papier nur ein Trägermedium für die eigentliche Ware und dabei kein großer Kostenfaktor. Aber wenn wir diesen Haufen Papier nicht haben und trotzdem den Inhalt bezahlen müssen, haben wir das Gefühl betrogen zu werden. Eigentlich absurd.

    Also Romantik kann man bei ihm eher nicht vermuten. Der Autor ist eher einer, der anspruchsvoll sein möchte. Allerdings hat er es sich mit mir im letzten Jahr verdorben, als er im Rahmen einer von ihm verfassten Rezension für ein anderes Buch fröhliches Genreleser-Bashig betrieb, das verdächtig nach gekränktem Seelchen klang, weil sein Roman keine allzu guten Rezensionen auf Amazon erhalten hatte.
    Und ich bin leider jemand, der die Lust auf ein Buch verliert, wenn er den Autor nicht mag.

    Mir geht es in Teilen ähnlich. Ich habe kein Problem mit dem Konzept eBook, hatte mir bereits vor 2 Jahren einen Reader zum Arbeiten zugelegt, aber schnell gemerkt, dass ich ihn privat nicht nutzen möchte.


    Das eBook ist nicht schlecht, was schlecht ist, ist wie es derzeit gehandhabt wird: DRM, Formatewirrwarr und nein, ich möchte meine Bücher nicht in der Cloud von irgendjemandem (Amzon) speichern, der nicht nur mein Leseverhalten auswerten, sondern auch Kontrolle über das von mir Gekaufte behält. Solange das so ist, bleibe ich beim Papierbuch. Und wenn es sich nicht vermeiden lässt, weil es kein Papierbuch gibt, dann ist das erste, was ich mache den Kopierschutz entfernen und die Datei auf einen Reader laden, der keine Internetverbindung hat.

    Nein, zumindest in Deutschland gibt es diese Grenzen meines Wissens nach nicht.


    Und die Preisbasis ist unter anderem anders, weil in Amerika von einem Buch viel mehr Exemplare abgesetzt werden können, sich entsprechend bestimmte Kosten auf mehr Exemplare verteilen lassen können und somit ein güstigerer Preis möglich ist. Dazu kommt, dass amerikanische Verlage Zusatzeinkünfte durch Lizenzverkäufe in alle Welt haben, die es in dieser Größenordnung hier nicht gibt.


    Meine Hypothese: Verlage sparen beim E-Book (a) Druckkosten, Verlegung etc. (b) Lagerung und Transport. Ich denke das macht vielleicht 50% oder 70%? vom Preis aus.


    Kurz gesagt: Nein.


    Nehmen wir ein Taschenbuch, das 10 € kostet.
    Dann nehmen wir die Mehrwertsteuer (7%)weg und landen bei 9,34.
    Dann will der Händler auch noch was ab vom Kuchen (und in diesem Fall ist es meist Amazon, die richtig schön zugreifen bei Rabatten), nämlich durchschnittlich 50%.
    Bleiben noch um die 4,60 für den Verlag.
    Dann bekommt der Autor irgendwas zwischen 5 und 10 % vom Nettoladenpreis (beim E-Book wird vom nettoverlagserlös vergütet, weil wir keine Preisbindung haben, aber es kommt auf einen ähnlichen Betrag am Ende raus).
    Sind wir noch irgendwo bei 4 € vom Preis.


    Der Druckkosten liegen um 1 € +/- 30 Cent -> die spart man sich beim E-Book in der Tat,


    Was man weiterhin an Kosten hat, und das wird irgendwo mit den restlichen 3 € gedeckt: Lektorat, Redaktion, eventuell Übersetzung (ein großer Kostenfaktor!), Covergestaltung, Mieten für die Verlagsräumlichkeiten, Kosten für Arbeitsgeräte und Elektrizität, Kosten für Marketing, Kosten für Pressearbeit, Kosten für Vertrieb (also Betreung von Handelspartnern), etc. Und wenn man Glück hat, dann hat man am Ende noch Gewinn.


    Die Ersparnis bei einem Ebook liegt also weit weg von deinen geschätzten 50 bis 70 %. Tatsächlich dürfte es irgendwo bei 10-20% liegen. (Eine Hypothese meinerseits, denn ein eBook habe ich noch nie kalkuliert). Dazu muss man noch bedenken, dass der Mehrwertsteueranteil in einem E-Book-Preis höher ist.


    Und der Vergleich mit Amerika hinkt, weil der Markt dort anders und vor allem viel größer ist. Und auch da macht Amazons agressive Preispolitik den Verlagen zunehmend Probleme.


    Nach dem Messe-Sonntag habe ich überhaupt keine Lust mehr an einem der Publikumstage auf die Frankfurter Messe zu gehen. Zu viel los und zu wenig Charme. Leipzig mag ich viel, viel lieber. Dort fühle ich mich besser aufgehoben und unterhalten.


    Ich mag Frankfurt auch nicht. Ich finde es kühl, unübersichtlich, ungemütlich. Ich war gar nicht so traurig, dass ich in diesem Jahr zwischen diversen Terminen kaum Zeit hatte, mich umzusehen. Frankfurt ist halt doch in erster Linie die Messe, auf der sich die internationale Branche trifft, während in Leipzig mehr die Leser im Vordergrund stehen. Entsprechend ist es in Leipzig bunter, lebendiger und heimeliger.

    British_Soul: Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass die Perspektive das Problem ist, weshalb du ihre Handlungen nicht nachvollziehen konntest, sondern, dass der Roman gerade in dieser Schlussphase einfach große handwerkliche Probleme hat. Bei diesen Figuren findet über das Buch hinweg kein emotionaler Prozess statt, sondern da wird am Ende mit dem Kitschholzhammer passend gemacht, was noch nicht passt. Für mich eines der Hauptprobleme dieses Buches.

    Ich fand das Buch ja leider eher dröge, trotz guter Ideen, und dieser zur Schau getragene im Hinblick auf die Zeit extrem unrealistische Feminismus hat mich am Ende doch sehr genervt. Plötzlich will jede sich selbstverwirklichen. :rollen:
    Ich sehe gerade, dass ich es auch mit drei Sternchen auf Goodreads bewertet hatte. Aber es scheint eins der Bücher zu sein, die in der Erinnung immer schlechter werden. Hm.

    Nichts. Weshalb sollten sie? Das sind Bücher, die gibt's schon morgen nicht mehr. Und übermorgen nicht mal mehr antiquarisch. Dann kann man weder Zeit noch Geld noch Gedanken ans Cover verschwenden. Das hat wahrscheinlich der 3-jährige Sohn der Praktikantin der Marketing-Abteilung am Abend vor der Drucklegung noch schnell gezimmert ... gratis natürlich ...


    Nicht wirklich. *g* Oft stecken hinter so einem Cover lange Diskussionen (man mag es bei so manchem Ergebnis kaum glauben). Und Mira hat durchaus Erfolg mit solchen Trashcovern, wie die Reihe von Kerelyn Sparks beweist.