Beiträge von Pandora

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Das ist doch kein Problem. In größeren Buchhandlungen liegen extra Ansichtsexemplare aus, in die man reinlesen kann und solange du die Bücher pfleglich behandelst, wird niemand etwas dagegen haben, dass du auch mal einen längeren Blick reinwirfst. Solange du die Ware dabei nicht beschädigst, brauchst du auch keine Gewissensbisse haben.
    Ärgerlich sind nur die, die das Buch ganz durchlesen und einem dann ein unverkäufliches Exemplar hinterlassen, das nur noch für die Tonne gut ist. Oder die, die die Seiten, die sie brauchen einfach in einer dunklen Ecke rausreissen oder Fotos von Buchseiten machen. Das sind die Sachen, wo ich immer ärgerlich wurde. Aber gegen das reine Hineinlesen spricht nichts.

    Ich habe Taschenbücher im Schrank stehen, die kosteten 20 Mark. Und die meisten aktuellen TBs, die ich habe kosten 9-12 Euro. Und das nach über 10 Jahren. Wenn ich mir dagegen die Steigerung in anderen Bereichen ansehe ...


    Ein normales Taschenbuch kostet auch heute keine 15 Euro. Das sind oft Zwischenformate, die größer sind als ein normales Taschenbuch. Alternative wäre es, diese Bücher entweder gleich als HC oder gar nicht zu machen, denn die meisten Bücher lassen sich schon der Kosten wegen nicht als Original im Taschenbuch für um die 10 Euro realisieren. Das Taschenbuch ist eigentlich klassischerweise ein Zweitverwertungsmedium. Die Zwischenformate kamen in den letzten Jahren auf, um der Preissensiblität des Kunden entgegenzukommen, die bestimmte Bücher als HC nicht kaufen würden.


    Die Verlage müssen nicht zwingend ihre Bücher selbst vertreiben; schon bei Printausgaben gibt es Verlage, die das unterschiedlich handhaben (Grafit ja, Diogenes nein); bei eBooks dito, denn spezialisierte Anbieter sind ja da. Aber es sind weniger Schritte vom Verlag bis zum Anbieter: Einer. Eine Datenanlieferung kann man direkt abwickeln. Ich habe nicht geschrieben, dass ich die Buchhändler abschaffen will.


    Das verstehe ich nicht ganz. Ist ein Anbieter nicht wieder ein Händler? Die wollen ja schließlich auch immer ihren Teil vom Kuchen abhaben (der etwa bei 50% der Einnahmen liegt).


    Ich stimme Emily übrigens in allem zu, was sie sagt, entspricht ziemlich genau den Tatsachen.


    Ich denke E-books werden schon etwas billiger werden, wenn sich erst alles eingependelt hat und nicht das gleiche Format auf dem einen Reader funktioniert und auf dem anderen nicht und wieder mühsam angepasst werden muss. Aber ich glaube zu Preisen, wie die meisten sie sich wünschen, werden wir wahrscheinlich nur bei Titeln kommen, die ihre Kosten bereits wiedere ingespielt haben, nicht bei neu erscheinenden Büchern.

    Nein, man muss sie nicht zwingend kennen, weil außer Tony, und manchmal Henry, so gut wie niemand aus der ersten Reihe vorkommt. Aber es ist netter, wenn man die "Vorgeschichte" kennt.


    Ich mag übrigens die Blut-Reihe lieber. Mir sind die Tony-Bücher alle etwas zu langatmig, obwohl ich die Figuren und den Humor extrem gerne mag.

    Ich lese das Buch gerade in der wunderschönen britischen Trade-Ausgabe:

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    Ich habe etwa 100 Seiten gelesen und bin sehr angetan. Dieses Buch ist nichts für Leute, die gerne eine geradlinige Geschichte und Charaktere zum Identifizieren brauchen. Es ist ein Buch, das man am besten langsam und genüßlich liest und genau das tue ich im Moment. Ich schwelge in der poetischen Sprache und den Bildern, die das Erzählte in meinem Kopf hevorruft. Von diesen Bildern und der Atmosphäre lebt das Buch auch und so stört mich die relative Handlungsarmut in dem ersten Viertel, das ich bis jetzt gelesen habe, auch nicht sonderlich. Es ist weniger ein Roman zum schnellen Wegkonsumieren, ein wenig Denkleistung und Konzentration verlangt es von seinem Leser schon.


    @Morwen: Danke noch einmal für deine Begeisterung. Eventuell hätte ich mich sonst von den schlechten Leserstimmen für's erste abschrecken lassen. Ich glaube jetzt auch deinen Ärger über die negative Amazon-Rezension zu verstehen.

    Hm, dann fange ich am besten nächste Woche endlich mal mit Band 4 an, dann kann ich beide hintereinander lesen. Oh je, von ein paar Figuren wird mir wohl der Abschied schrecklich schwer fallen. Aber ich finde es gut, wenn ein Autor einen Schlusspunkt setzen kann. Diese immer schlechter werdenden Endlosreihen sind ja auch nicht gut.

    Doris: Landschaftsbeschreibungen meinte ich jetzt auch nicht gerade. ;) Du hattest eben auch von Charakteren und Empfindungen gesprochen, die man durch Dialoge nicht darstellen könne. Natürlich kann man nicht alles mit Dialogen darstellen, aber ich denke, dass Dialoge eine tolle - und zu wenig genutzte - Möglichkeit sind, um zwischen den Zeilen Informationen zu übermitteln, ohne sie plump hinschreiben zu müssen. Eben wie jemand sich fühlt oder was für ein Charakter er ist.

    Kann jemand gute, dynamische Dialoge schreiben: Großartig!


    Kann es jemand nicht: Ein Graus.


    Generell mag ich Dialoge sehr und lege auch viel Wert auf gute Dialoge. Wer gute Dialoge schreiben kann, der kann durch sie indirekt unglaublich viel über seine Figuren erzählen, ohne sich lange an irgendwelchen Beschreibungen abzuarbeiten (da bin ich ganz anderer Meinung als Doris).


    Wer kauft denn hier eigentlich Reclam? Welcher Nicht-Schüler und Nicht-Literaturstudent hat denn im letzten Jahr ein Reclam-Band gekauft?


    Ich gehöre nicht dazu. Die gebundenen Ausgaben mit neuen Übersetzungen reizen mich durchaus, nicht jedoch die Reclam-Universalbibliothek.


    Gruß, Thomas


    Ich habe sie schon während der Schulzeit nicht gekauft, außer man hat mich dazu genötigt oder es gab keine Alternative. Diese winzige Schrift macht mich kirre. Ich will ein lesefreundlich gesetztes Buch - dafür zahle ich dann auch gerne mal mehr.

    Wenn ich noch einmal das Wort "Knospen" lese ... :kommmalherfreundchen:


    Oh, und der Held nervt. Jetzt grabscht er sie auch noch ganz schamlos an. Aber sie wehrt ihn ganz gut ab. Weiter so Mädchen! Wobei ich noch immer nicht verstehe, warum sie ihm nicht gestehen kann, dass sie gar keine Prostituierte ist. :hm:

    @Holden: Dunkelrot.


    Und jetzt überlegt sie, ob sie ihre "bemalten Knospen aufblitzen lassen" muss. Aber ansonsten nimmt sie's mit Humor. Irgendwie mag ich die Heldin, sie ist irgendwie ziemlich tough im Vergleich zu dem üblichen Heldinnentypus.


    Annabas: Bist du sicher, dass Dragon nicht einen eigenen Band bekommt?

    Seite 80. Ich bin leicht gelangweilt und um einige Erkenntnisse reicher:


    Offenbar gehört "innere Schönheit" zu den Qualitäten einer Kurtisane. Wer hätte das gedacht.


    Ah, da sind sie die rötlichgoldenen Kaskaden ihrer Haare... Klar, das Covermodel ist nämlich dunkelhaarig. :breitgrins:


    Clarissa ist Jasper gegenüber zunächst noch renitent, aber als er seinen gebieterischen Tonfall auspackt, himmelt sie ihn fast ein wenig an. Wie es sich halt gehört. :rollen:


    Clarissa willigt nach einer gefühlten Ewigkeit ein, seine falsche Ehefrau zu werden, stellt aber die Bedingung, dass sie ihn nicht ranlassen muss. Das schockiert den Earl doch sehr, immerhin ist er Gottes Geschenk an die Frauen und wer sollte ihn schon nicht wollen? (Vor allem, weil er sie ja noch immer für eine Prostituierte hält und sie ihn auch in dem Glauben lässt).


    "Sie war eine Dirne, die er vor einer einschlägigen Laufbahn bewahrte - und anstatt ihm dankbar zu sein, stellte sie ihm eine geradezu infame Bedingung."


    Ja, ein echtes bescheidenes Herzchen unser Jasper mit den Spitzenkrägen.

    So, Prolog und Kapitel 1 sind gelesen.


    Im Prolog erfahren wir, dass der Erbonkel unseres Helden Jasper sein Ende nahen sieht und deshalb ein Testament aufsetzt: Seine drei Neffen erben sein riesiges Vermögen, wenn es ihnen gelingt, noch vor seinem Tod ein gefallenes Mädchen zu finden, es zu ehelichen und auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Und da die drei Jungs ziemlich abgebrannt sind und ihre verstorbenen Eltern ihnen nichts als Schulden hinterlassen haben, bleibt ihnen wohl nichts anderes übrig, als dem zu folgen. (Wetten, es gibt noch zwei Bände, in denen die anderen Brüder verarztet).


    Und wie der Zufall es so will, läuft Jasper gleich so ein Mädchen in die Arme. Eigenlich stößt sie nur mit ihm zusammen, aber er denkt sofort, dass sie eine Taschendiebin ist und absichtlich mit ihm zusammengestoßen ist (Paranoia olé). Praktischerweise hat sie "ein Paar jadegrüner Augen" und ein hübsches Gesicht und er braucht ja gerade ein gefallenes Mädchen zum Heiraten. Bzw. er braucht eins, das vorgibt, seine Frau zu sein.


    Bislang keine Besonderheiten. Außer dass ständig die Klamotten den Helden (viel Spitze und neckische Kopfbedeckungen) beschrieben werden. Außerdem machen mich die Perspektivwechsel mitten im Text kirre.

    So, ich habe mich heute nach der ACTA-Demo noch ins Kaufhaus geworfen und dieses Schmuckstück erstanden (nachdem ich die Lesenacht fast vergessen hatte und nicht rechtzeitig bei Tauschticket einen erjagen konnte):


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    Jane Feather: Die charmante Teufelin


    Klappentext: "Jasper Sullivan, Earl of Blackwater, braucht eine Kurtisane … und zwar zum Heiraten! Nur dann kann er Hand an das dringend benötigte Erbe seines Onkels legen. Als er eine hübsche Straßendirne dabei erwischt, wie sie nach seiner Börse greift, zögert er nicht und macht ihr ein pikantes Angebot. Doch Clarissa Astley ist keineswegs, wofür Jasper sie hält. Trotzdem willigt sie ein, seine Geliebte zu spielen. Eine riskante Scharade für die unschuldige Kaufmannstochter, denn Jasper lässt sie alles andere als kalt …"


    Zum Wachhalten gibt es alles, was die Aldi-Süßwaren-Ecke hergab, die ich direkt danach überfallen habe.


    Einen frohen Abend voller Liebe und Leidenschaft wünsche ich uns! :breitgrins: