Beiträge von Heimfinderin

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Die Sache mit der Rallye fand ich wieder spannend und amüsant zu lesen. Der Satz "Ihr Gesicht glühte vor Eifer, während Irati neue Gebete erfand" beschreibt alles! :D Das waren wieder filmreife Szenen, was da so alles während den Fahrten passierte. Allerdings musste ich auch etwas schlucken über die Änderung der Richtung - hier dachte ich mir, oh weh, das hätte auch schief gehen können. Das hat mich ein bisschen erschreckt, auch wenn dann nichts Schlimmes passiert ist. Bitterer fand ich dann das Ende, was dem Thema Monte Carlo dann etwas für mich den "Witz" nahm, nämlich die Tränen des Fahrers Ogier. Seine Angst, er könnte den vermeintlichen Fan überfahren haben, war dann schon mies und er tat mir leid. Er hat so einen Schreck nicht verdient, war ja immer nett.


    Ich bin etwas enttäuscht von Dominique. Ich habe gedacht, sie will wirklich was für die Frauen am Steuer tun, vielleicht hat sie das auch, weil zumindest die Diskussion wieder aufgenommen werden könnte, aber mir hätte auch besser gefallen, wenn sie ihren eigenen Rennstall aufgebaut hätte.

    Ja, das hätte mir auch besser gefallen. Aber Dominique scheint nicht zu tun, was uns gefällt, sondern ihr. Oder das von dem sie glaubt, dass es ihr gefallen würde. Im Endeffekt scheint sie aber ja nie genug zu bekommen. Scheint auf der Suche nach etwas zu sein, dass sie aber bisher nicht hat finden können.

    Ich habe hier auch erst gedacht, sie wird bestimmt ihren eigenen Rennstall aufbauen. Aber kurzfristig hätte ihr das halt nichts für diesen einen Sieg gebracht. Und langfristige Ziele scheinen sie nicht zu interessieren. Ich habe auch den Eindruck, sie sucht etwas bzw. hetzt von einem zum anderen, um so viel wie möglich zu erreichen. Obwohl sie ja auf neue Ideen im Laufe ihrer anderen Coups erst kommt, sieht es auch ein bisschen so aus, als würde sie eine Liste abarbeiten - eben eine Liste, die sich immer wieder kurz vor der Ausführung füllt ...

    Na endlich beendet Luc sein Rumgeeier und spricht seine Chefin an - ich musste grinsen, dass er sämtliche mögliche Situationen und Gesprächswendungen monatelang durchgeprobt hatte :D Und dann kommt mal wieder überhaupt keine Reaktion von Dominique auf seine Geschenke, auch wenn das Gespräch eigentlich ganz gut gelaufen ist - armer Kerl ^^

    Oh ja, der arme Luc. Ich war richtig stolz auf ihn, wie er das Gespräch im Aufzug geführt hatte und Dominique war wohl auch etwas überrascht. Aber ich habe das Gefühl, diese Überraschung war für Dominique nur eine Momentaufnahme, die mit dem nächsten Schritt vergessen war (wie ja auch das "Nicht-Auspacken" der Geschenke zeigt). Für sowas scheint sie nicht offen zu sein.


    Aber wer weiß, evtl. schlägt nun Lucs große Stunde, da er noch Student an der Sorbonne ist? Ich weiß zwar nicht wie, aber evtl. kann er einen Coup planen, der Dominique nachhaltig beeindrucken kann.

    Ja, vielleicht kommt er hier ja endlich richtig zum Zug. Ich bin gespannt!


    Die Sache mit dem Präsidenten lief ja echt mal richtig schief. Anfangs war die Genugtuung ja noch groß, aber dann ging es nach hinten los. Ich habe mich schon gewundert, warum sie ihm so offen gegenübersteht. Klar hat das Stil und es ist ihr eine große Genugtuung ihm so gegenüber zu stehen, aber es muss ihr doch klar gewesen sein, dass man sie erkennt?! Und dass der Präsident genug Macht und Falschheit besitzt, um es ihr heimzuzahlen... Irgendwie war die Sache wohl zu emotional, um mit bewährter Kaltblütigkeit, Planung und Vorsicht zu agieren. Ihre nachfolgende Wut und ihr Verhalten haben ihr ja dann auch nur geschadet. Es kommt mir so vor, als resultieren diese Emotionen, die sie dann nicht mehr im Griff hatte, aus den Geschehnissen in der Vergangenheit, die wir noch nicht kennen.


    Eine Superschurkin hätte kaltblütig reagiert und den nächsten Plan geschmiedet, wie der Präsident die Wahl verliert. Das wäre mal ein sinnvoller und kluger Plan, denn sicher kann man daraus auch Geld schlagen.

    Ich glaube nicht, dass sie überhaupt die perfekte Superschurkin ist. Sie versucht sich anzunähern und hetzt irgendwas hinterher. Und von rationalem Vorgehen sehe ich bei ihr nur selten etwas. Mir scheint das alles etwas durcheinander und von einem unzufriedenen, vielleicht verletztem und unsteten Geist getrieben. *ich werde schon wieder philosophisch, sorry*

    ..

    Ja, das Gefühl habe ich auch.

    ....Die exakte Planung mit genauen Zahlen, ob Mengen oder Zeit, ließen mich ein bisschen nach Hagetmau zurückversetzen. Diese Zahlen ... ^^

    :redface::redface::redface: Ein wiederkehrendes Faible von mir ... Damit habe ich auch schon die Leser von DIE DÄMONEN II - FREIHEIT ODER FINSTERNIS zur Weißglut getrieben ... und natürlich in der von Dir angedeuteten SIEBEN-HEERE-Trilogie...

    Aber irgendwie will ich wohl immer beweisen, dass die ganze Sache nicht einfach nur irgendwie an den Haaren herbeigezogen wurde, sondern richtig richtig richtig gut durchdacht ist... :redface::redface::redface:


    :belehr:: Tobias

    Ach ich find das gut!, Ich prüfe die Zahlen zwar nie nach ;) , aber das Lesegefühl dabei ist irgendwie für mich besonders. Zum einen weiß ich dabei, dass ich gerade ein Buch von dir lese ;) und zum anderen, und das finde ich irgendwie so klasse, entsteht damit immer eine besondere Stimmung, eben WEIL da etwas so "wissenschaftlich trocken" eingebettet wird, während doch gerade voll Action ist und sein wird. Diese Stimmung fand ich bei den "Sieben Heeren" auch toll.


    .....kennst du zufällig die TV-Serie "Scorpion"? Die schmeißen auch immer mit Zahlen um sich, während sie gerade dabei sind eine Bombe zu entschärfen oder ein abstürzendes Flugzeug notzulanden, etc. .....^^

    Ich kann mich noch gut an die Sache mit dem streitbaren Kleid erinnern. Ich bin immer Team Blau-Schwarz gewesen und verstehe nach wie vor nicht wie es sein kann, dass Menschen Farben so unterschiedlich wahrnehmen. Für mich ist dieses Kleid ganz klar schwarz und blau.

    Oh ja, die Sache mit dem Kleid! :D Was für ein Drama das war! Für mich war das Kleid auch blau. Keine Ahnung, wie man da andererseits eine so gegenteilige Farbe sehen konnte. Aber wie lustig, hier nun wieder davon zu lesen, ich hatte das schon wieder vergessen.


    Was mich zu der Frage bringt: Wie bist du darauf gekommen?Hast du gezielt nach irgendwelchen passenden skurrilen Geschehnissen im Internet gesucht, um es hier einzusetzen oder war das mit dem Kleid sowieso für dich noch so präsent, dass du quasi nur darauf gewartet hast, es im Buch zu verwenden? ^^


    Jedenfalls war das eine echt coole und durchdachte Sache mit den Banküberfällen und den 25 Teilen vom Kleid. Ich konnte mir gut vorstellen, wie es in Mr. Right gebrodelt haben muss!


    Was mir bezüglich der Armee und der Planung der Überfälle aufgefallen ist, war das Gefühl eines leichten Déjà Vu. Die exakte Planung mit genauen Zahlen, ob Mengen oder Zeit, ließen mich ein bisschen nach Hagetmau zurückversetzen. Diese Zahlen ... ^^


    Und wieder achtet sie darauf, dass niemand verletzt wird und sie macht das auch clever, dass sie in jedem Fall allen Beteiligten an den Raubüberfällen das gleiche bezahlt, da kann schon gar keine gefährliche Gier untereinander aufkommen. Wobei ihr Söldnerorganisator hier auch ganze Arbeit leistet. Nach wie vor steht mir die Superschurkin näher als der Superheld. von Luc Berühmtheit mitbekommt, wer weiß, vielleicht würde sie dann mal das Wort an ihn richten und den armen Kerl kurzzeitig von seinem Elend erlösen? ^^

    Ja, sie ist mir auch immer noch sympathisch. Sie ist gerecht und denkt an alles bisher und beugt damit natürlich auch Schwierigkeiten vor, was ihr selbst zugute kommt. Ich bin gespannt, ob das so bleibt, oder ob sie im Laufe der Geschichte diese Korrektheit verliert, weil vielleicht ihre Wut oder ihre Rachegefühle überhand nehmen und sie dann nicht mehr an so etwas wie gerechte Bezahlung etc. denkt.


    Philian Schrimm muss allerdings auch unter ihrem Frust auf Mr. Right mal wieder leiden. Fragt sich der Typ eigentlich mal, warum immer ihm so viel Mist passiert? Wenn ja, hat er vielleicht eine Idee, wer oder was dahinterstecken könnte?

    Das habe ich mich auch schon gefragt. So viel Übles kann man ja nicht mehr als normale Pechsträhne betrachten. Ich bin gespannt, ob wir mal noch mehr von ihm erfahren. Ich habe sogar mal zwischenzeitlich gedacht, ob er nicht der Erzähler ist und sich bis zum Ende die Sache mit ihm und Dominique in irgendeiner Form klärt, so dass er zu diesem Erzähler werden kann... (ich glaube übrigens auch, dass Dominique wirklich in Paderborn war)


    Und Luc bringt es einfach nicht auf die Reihe, seine Chefin anzusprechen. Lachen musste ich, dass er seine Rolle richtig gut spielt, weil er sich im Selbstmitleid und in Melancholie räkelt :D Schade, dass Dominique nichts von Luc Berühmtheit mitbekommt, wer weiß, vielleicht würde sie dann mal das Wort an ihn richten und den armen Kerl kurzzeitig von seinem Elend erlösen? ^^

    Ach je, der arme Kerl. Wird er noch zum begnadeten Schauspieler, ohne es zu merken. :D

    Wäre Dominique mit ihren hehren Absichten mir übrigens nicht so sympathisch, würde ich ihre Privatarmee als deutliche Bedrohung wahrnehmen. Sie baut da schon eine ziemlich große Macht auf. So aber habe ich eher das Gefühl, sie könnte Großes bewegen. Allerdings hoffe ich sehr, dass sie nicht plötzlich Stimmungsschwankungen bekommt. Ok - umso länger ich drüber nachdenke, meine Gefühle Dominique gegenüber sind doch eher ambivalent :S:|8|:)

    So geht es mir auch. Wenn ich das jetzt mal "von außen" betrachte, also Dominiques Gedanken dazu nicht wüsste, dann würde mich die Armee evtl. auch ängstigen, selbst wenn man (noch) beobachten könnte, dass sie helfend unterwegs sind. Gerade auch ihr Outfit vermittelt ja mit der "Coolness" nicht automatisch Vertrauen. Solange die Absichten "Schutz" bedeuten und man nichts Gegenteiliges beobachtet, fühlt man sich sicher wohl, wenn man sie sieht. Aber ich stelle mir gerade vor, Dominique "stellt den Knopf um", die Armee durchzuckt ein Ruck und dann ist der Teufel los. =O

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    Inhalt
    Alex Verus ist ein Magier mit der seltenen Fähigkeit des Wahrsagens. In einem Londoner Stadtteil führt er einen kleinen Zauberladen, in dem er Zaubertricks und allen möglichen „Zauberschnickschnack“ verkauft. Dort versucht er möglichst unauffällig zu bleiben und weder dem Hohen Rat der Weißmagier noch dem Blick der Schwarzmagier aufzufallen, denn aufgrund vergangener Erlebnisse, möchte er nichts mehr mit diesen zu tun haben. Doch dieser Wunsch wird ihm nicht erfüllt, denn eines Tages bekommt er Besuch von einem ehemaligen Freund, der ihm ein Angebot des Hohen Rates unterbreitet, das ihn wieder in dessen Gunst bringen soll. Dafür soll er helfen, ein Artefakt zu finden, wofür sein Wahrsagezauber notwendig ist. So gerne er sich da heraushalten will, so unmöglich wird es bald für ihn und schon bald steht er zwischen den Fronten der Weißmagier und Schwarzmagier, die ebenfalls das Artefakt an sich bringen wollen.

    Meine Meinung
    Mit Alex Verus begleitet man einen sympathischen Charakter durch eine spannende Geschichte, die in der Ich-Form geschrieben ist und damit Nähe zur Figur bringt. Der Magier spricht zudem den Leser im Buch direkt an und bindet ihn damit noch zusätzlich in die Geschichte ein. Diesen Stil mag ich sehr gerne, gerade auch dann, wenn die Figur etwas zynisch und „cool“ dabei rüberkommt. Ein ganz kleines bisschen erinnert der Stil an die „Dresden Files“ von Jim Butcher, wo der Charakter auf ähnliche Weise mit dem Leser kommuniziert. Nur, dass die Dresden Files für mich mehr Ausstrahlung haben und auch „erwachsener“ wirken und irgendwie die Geschichten noch mehr Intensität haben.

    Alex Verus war mir gleich sympathisch und auch seine Fähigkeit des Wahrsagens fand ich sehr spannend und eindrucksvoll beschrieben. Wenn Alex den Zauber anwandte und die vielen Fäden der unglaublich vielen Zukunftsmöglichkeiten durchspielte, dann fand ich das gut gemacht. Aber auch die anderen Figuren fand ich überwiegend interessant und lebendig beschrieben, seltsamerweise wirkten dabei aber die „Bösen“, also die Gegenspieler, etwas blasser auf mich. Viel Ausstrahlung hatten für mich dagegen Alex Freunde, zum einen Luna, die mit einem besonderen Fluch zu kämpfen hatte, dessen Auswirkungen auf sie und ihren Charakter sehr gut zu spüren waren und zum anderen das Luftelementar Starbreeze, das für einigen Wirbel sorgte. Und Arachne, obwohl sie nur einen kurzen, aber unvergesslichen Auftritt hatte.

    Die Geschichte selbst, die zu einem Wettlauf wurde, wer das Artefakt zuerst in die Hände bekommt, war spannend, aber nicht immer so temporeich, wie ich es mir gewünscht hätte. Zwischendurch gab es für mich ein paar kleine Längen, bei denen ich das Gefühl hatte, es müsste jetzt mal endlich richtig losgehen. Andererseits ist gerade bei einem ersten Band einer Reihe auch oft etwas mehr Zeit für die Vorstellung der Charaktere und deren Hintergründe vorgesehen, was in Folgebänden dann evtl. wegfällt. Insgesamt habe ich das Buch mit Vergnügen gelesen und sehr gerne die Figuren begleitet, aber es fehlte mir irgendetwas an Tiefe und Atmosphäre, was mich richtig hätte mitreißen können. Meine Neugier auf den nächsten Band der Reihe hat das Buch aber auf jeden Fall geweckt.

    Ha, dachte ich mir doch, dass der Superheld Mr. Right den ein oder andern Haken hat, es sind sogar einige Haken an diesem aufgeblasenen Kerl dran :D Für sein Aussehen kann zwar keiner was, aber dass er dem amerikanischen Präsidenten ähnelt, macht ihn auch nicht symathischer - im Gegenteil :evil:

    Der Typ mag zwar ein Superheld sein, aber er ist auch ein Kotzbrocken, bisher ist mir Dominique immer noch sympathsicher als Schurkin wie dieser "Held".

    Ja, der sogenannte Mr. Right war mir auch auf einen Schlag unsympathisch und unsere Schurkin ist mir bisher auch sympathisch. Noch kann man eigentlich kaum anders, als mit ihr mitzufiebern und ihr für alle ihre Vorhaben die Daumen zu drücken, Superverbrecherin hin oder her.;)


    Ihre Armee, die auf jeden Fall "cool" sein musste, war ja auch wieder ein voller Erfolg in der Öffentlichkeit, zusammen mit ihrer Wahl zur Miss Universe ...(ich möchte wirklich gerne eine Verfilmung haben, das sind so tolle Bilder, die vor meinen Augen entstehen!)


    Ich finde es toll, wie wir Häppchenweise etwas über Dominiques Vergangenheit erfahren und dabei auch neue Rätsel aufkommen. Ihre Geheimnisse zu lüften macht wirklich Spaß und es erhöht massiv die Spannung, wenn wieder ein neues Puzzleteil aufgedeckt wird.

    Das gefällt mir auch sehr gut hier im Buch. Ich bin wirklich sehr gespannt auf die Auflösung der Hinweise, auf die es im Laufe des Buches noch Antworten geben soll. Im "echten Leben" allerdings nervt es mich immer total, wenn z. B. mein Mann zu mir sagt "ich habe eben endlich xy am Telefon erreicht und ich weiß jetzt wie die Sache geplant ist." Ich: "Oh prima, und wie?" - Er: " Ich erzähl es dir nachher beim Essen, ich muss grad noch erst....erinnere mich später nochmal dran" :cursing:


    Was aber hat es mit Philian Schrimm auf sich? Da Dominique in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, vermute ich, dass es sich dabei um jemanden aus ihrem früheren Leben handelt. Aber was hat der Kerl damals getan, dass sie immer noch so einen Hass auf ihn schiebt? Nach so vielen Jahren verliert man eigentlich eher mal die Lust, jemanden ständig zu schikanieren, vor allem, wenn derjenige weit weg wohnt, aber Dominique lässt diesbezüglich in ihren Bemühungen nicht nach.

    Ja, ihre Emotionen sind da schon sehr spürbar. Wenn es kein Ex ist oder gar eine Missbrauchssache war, dann vielleicht ein Vorfall, der sie in ihrer Verbrecherehre gekränkt hat. Etwas, das sie zur Superverbrecherin hat werden lassen mit dem Schwur, niemals (mehr) Verliererin zu sein, weil er sie hintergangen, reingelegt oder um ihren Gewinn gebracht hat (weil sie mal ein Verbrechen gemeinsam geplant hatten, also sowas wie "gegen die Gaunerehre", was dann aber bedeuten würde, dass sie schon früher eine kleine Verbrecherin war)


    S. 75: Sehr gut - noch ein Pluspunkt. Dominique liebt Comics! Insbesondere Manga und deren Verfilmungen als Anime.

    Ich habe schon lange keine Comics mehr gelesen. Als Kind ständig, aber das "erwachsenste" Comic war dann wohl Asterix. Ansonsten bin ich da dann ganz rausgekommen und bei Mangas kenne ich gar nichts. Vielleicht sollte ich mir mal wieder welche anschauen, einige haben wir ja bei uns in der Bücherei.

    Woran ich mich nun noch spontan erinnere sind die Umschreibungen zu der Transgenderperson mit "sier" und "sihn".

    Stimmt, das "sihn" war mir auch aufgefallen, das hatte mich beim Lesen gestoppt. Ich dachte erst, dass wäre ein Druckfehler im Buch, aber dann hab ich es kapiert.


    :pling: (dieses Smiley heißt übrigens im Smileykatalog "Pling", also die salomonische Mischung aus "Ping" und "Bling"): Tobias

    ^^

    Den Tour de Montparnasse musste ich erst mal googeln ... Himmel, was für ein Monstrum =O Passt perfekt zu Dominique.

    Ich musste auch googeln! Ich kannte den Turm gar nicht (wow, der ist echt gigantisch!), wusste gar nicht, dass es so etwas in Paris überhaupt gibt. Aber das kann man ja mal übersehen ...:D


    Hallo zusammen, hier bin ich nun auch und ich habe den ersten Abschnitt gestern mit Vergnügen gelesen! Die Figuren hatte ich toll vor Augen. Gerade gestern Abend war ich noch in einer Musicalaufführung von "The Addams Family" und die junge Frau dort, die Morticia gespielt hatte, hatte genau den unbeweglichen Blick und das unnahbare Gehabe drauf, das ich hier bei Dominique vor Augen hatte, als sie z. B. mit Luc im Fahrstuhl fuhr. Genial!


    Die Erzählform macht mir viel Spaß. Die Kommunikation mit mir als Leserin und auch das Geheimnis um den oder die Erzählerin. So etwas hatte ich bisher noch nicht gelesen und ich werde wohl dauernd neu rätseln, wer es wohl ist. Vielleicht gleich Irati? Immerhin hat sie offensichtlich viel Kontakt zu Dominique. Aber das ist sicherlich zu einfach, es ist ja bisher noch nicht so viel Personal vorhanden, also mal sehen. Sehr tolle Idee, finde ich jedenfalls.


    Oh je, er arme Luc. Der ist ja völlig von den Socken! Wenn Dominique ihm nicht bald mehr Aufmerksamkeit schenkt, dann wird er eingehen. =O



    Tobias, bist Du was Mode(marken) angeht wirklich so tief in der Materie drin oder war dafür erst einmal umfassende Recherche notwendig? ;)

    Haha, die täglich wechselnden Modemarken fand ich witzig. Ich war froh, wenn ich mal was davon vom Namen her kannte. :D Es wirkte aber klasse und beschrieb Dominiques Darstellung super. Als Filmszene sah ich es toll vor mir, immer mit einem "Bling" der Aufzugtür im Ohr.


    Ja und der Coup mit den Kronjuwelen war dann auch genial. Die Art und Weise, wie der Prinz (Williams Jüngster? ) in einer Nebelaktion entführt wurde, war wieder filmreif. Total überrascht hat mich dann aber, dass Dominique brav Steuern zahlte. OK, nur einmal - aber immerhin.


    Sie hatte also bis dahin alles clever durchdacht. Es passierte alles Schlag auf Schlag wie gewünscht. Da bin ich jetzt natürlich sehr gespannt, was folgt!

    Ich habe das Buch bzw. die ganze Trilogie gerade beendet und habe mich auch gut unterhalten gefühlt. Ich kenne einige Bücher der Autorin, die mir gut gefallen hatten, weshalb ich spontan auch zu diesen Büchern gegriffen habe, auch ohne zu wissen, dass es sich um Bücher mit Bezug zu einem Spiel handelte. Das habe ich beim Lesen aber nicht gemerkt, es las sich ganz "normal".


    Die Charaktere waren mir sympathisch und auch gerade die Mutter Derata, wie du es erwähnst, hat mir besonders gut gefallen. Was sie betrifft, wurde man am Ende nochmals sehr überrascht. Auch ein anderer Charakter bot noch Überraschungen, so dass die Geschichte nicht ganz so vorhersehbar war, wie man es oft erwartet, wenn sympathische Charaktere sich zusammenfinden, um die Welt zu retten. ;) Ich mag die Schreibweise der Autorin und habe mit den drei Büchern ein paar kurzweilige spannende Stunden verbracht. :)

    Inhalt
    Hartmann ist aus gutem Grund aus dem Polizeidienst ausgeschieden und fristet sein Dasein nun mit mehr oder weniger Begeisterung als Privatdetektiv. Meist auf der Spur nach untreuen Ehefrauen- und männern, treibt ihn ein Anruf aus seiner Routine. Er soll den Besitzer einer exklusiven Hundeschule beschatten und das Geld auftreiben, das dieser seinem neuen Auftraggeber noch schuldet. Hartmann sagt zu und steht vor einem Problem: er hat keinen Hund. Um unauffällig eine Hundeschule zu bespitzeln, ist dies aber unbedingt notwendig. Also leiht er sich im Tierheim die Hündin Gitte aus, die flugs zu Bruno wird, macht einen Termin für eine Trainingsstunde – und findet sich im chaotischen Alltag unterschiedlicher Hundeerziehungsmethoden, dickköpfiger Hunde, eifersüchtiger High-Society-Damen und einer anziehenden Hundetrainerin wieder. Richtig interessant wird es für ihn aber, als Wolf dann plötzlich tot im Wald liegt. Zum einen: wie kommt er jetzt zu dem gesuchten Geld? Zum zweiten: ein Mord muss aufgeklärt werden, warum nicht gleich von ihm, wenn er schon mal vor Ort ist? Und so erweitert Hartmann seine Ermittlungen und wird dabei tatkräftig unterstützt von der Hundetrainerin Marlene – und von der Hündin Gitte.



    Meine Meinung
    Von Michael Frey Dodillet kenne ich schon viele Bücher: Die humorvollen und gleichzeitig tiefsinnig und emotionalen Geschichten um die Toskana-Männer und auch die lustigen und berührenden Hundegeschichten um Luna (genannt Krawallmaus) und Wiki. Nun gibt es den ersten Krimi und den auch mit Hund und da war für mich klar, dass ich auch dieses Buch lesen musste. Und ich hatte sehr viel Spaß!


    Mit dem Privatdetektiv Hartmann hat der Autor eine Figur geschaffen, die auf den ersten Blick gar nicht so sympathisch erscheint. Seine manchmal fragwürdigen Methoden und seine unfreundliche Art ließen ihn für mich nicht gerade in positivem Licht erscheinen, die Herkunft seiner Lebensgrundlage ganz zu schweigen. Aber ich mochte ihn trotzdem bald und es brauchte dann nur die richtige Frau und den richtigen Hund, um ihn etwas aus seiner Spur zu bringen. Die Hundetrainerin Marlene war dafür wie geschaffen, da sie selbst nicht auf den Mund gefallen war und Gitte-Bruno war eine Hündin, die sowieso selbst am besten wusste, was sie wollte und sich so gar nicht von Hartmann aus der Ruhe bringen ließ – und sich dabei ganz langsam aber sicher in sein Herz schlich.


    Auch die anderen Figuren waren alle sehr lebendig beschrieben. Ich sah den schmierigen Fiesling Wolf direkt vor mir und hatte sogar seinen Tonfall im Ohr, wenn er sich vor den anderen aufspielte. Auch die nervösen High-Society-Damen waren toll dargestellt und sorgten bei mir für einiges Kopfschütteln. Und natürlich gab es neben Marlene und dem autoritären Wolf noch eine weitere Hundetrainerin mit wieder ganz anderen mehr oder weniger erfolgreichen Erziehungsmethoden. Nicht zu vergessen die jeweiligen Hunde, die ebenfalls sehr lebendig dargestellt wurden und für einige aufregende Szenen sorgten. Und das Aufeinandertreffen von Hartmann mit seinem nervenden Nachbarn war immer wieder ein Knaller und auch die Szenen mit einigen Verdächtigen waren einfach klasse.


    Die Ermittlungen im Mordfall haben mir sehr viel Spaß gemacht und auch wenn ich bald einen Verdacht hatte, so waren die Puzzleteile gut verteilt und ließen mich immer wieder hin und her schwanken. Eine Kleinigkeit in der Auflösung war dann zwar etwas zu konstruiert, aber darüber konnte ich im Gesamtbild gut hinwegsehen, dagegen hat mir gut gefallen, dass Hartmann nicht ganz ohne Verbindung zu ehemaligen Polizeikollegen und deren Informationen ermittelten konnte.


    Ganz besonders gut gefiel mir neben den Figuren der Humor. Die Dialoge waren einfach klasse und die Situationskomik und die teils schrägen Ereignisse, nicht selten verursacht durch Hunde, waren einfach nur toll und machten das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen. Ich hoffe sehr, noch viele Fälle des Menschen-Hunde-Gespanns verfolgen zu können und freu mich auf den nächsten Fall.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Inhalt
    Nach einem Selbstmordversuch gibt es für Lila nur noch einen Weg, ihr Leben in den Griff zu bekommen und damit die Beziehung zu ihren Freunden und vor allem zu Ben zu retten: eine Therapie. So landet sie in einer Klinik für Psychotherapie in Bochum und damit in einem neuen Fall. Denn nur widerstrebend lässt sie sich auf ihre Behandlung ein, da kommt ihr ein Mord im Haus fast gelegen, um von ihren eigenen Problemen abzulenken. Warum musste eine Psychologin sterben? War es ein Patient, der ein Problem mit ihrer Behandlungsweise hatte oder gibt es Kollegen und Kolleginnen, die nicht gut auf sie zu sprechen waren? Lilas Instinkte erwachen und zwischen Einzelgesprächen, Gruppengesprächen und Kunsttherapien beginnt sie zu ermitteln...


    Meine Meinung
    Dies ist nun endgültig der letzte Teil der Reihe und nach dem erschütternden Ende des Vorgängerbandes war ich sehr froh, noch einmal Gelegenheit zu einem Wiedersehen mit Lila zu haben und auf ein Happy End für sie zu hoffen. Und hier kommen nun auch alle offenen Fäden zusammen und Lila und damit auch wir Leser arbeiten die Vergangenheit auf. Doch wird Lila es schaffen, das Schreckgespenst in Gestalt ihres Vaters zu bekämpfen und zu überwinden und ein neues Leben anzufangen? Diese Frage verfolgte mich währende des Krimis und ließ mich angespannt die Geschehnisse verfolgen und ich hätte Lila mehrfach schütteln können, wenn sie sie wieder einmal jegliche Hilfsangebote ignorierte und lieber weiter an ihren Suizid dachte.


    So war es nicht nur für Lila, sondern auch für mich als Leserin eine Art Ablenkung, mich mit dem Mord in der Psychiatrie zu beschäftigen und unter den Patienten und Angestellten nach Motiven für das Verbrechen zu suchen und zu spekulieren, wer es wohl gewesen war. Und wieder hat die Autorin die Charaktere mit ihrem Schreibstil so treffend dargestellt, dass sie für mich, einschließlich der Nebenfiguren, mit all ihren teils schrägen aber auch schmerzhaft traurigen Eigenschaften wunderbar lebendig erschienen. Wieder blitzt der Humor und Wortwitz durch, der mich zum Lachen bringt, aber es erscheinen eben auch immer wieder ernste und intensive Gedanken, Beobachtungen und Gespräche, die Lilas Verletzlichkeit und die anderer Personen deutlich machen. Eine spannende Mischung, die die Autorin in ihren Büchern meiner Meinung nach immer wieder perfekt beherrscht, um die oft gesellschaftlichen Themen, mit denen sich die Fälle befassen, auch mal kritisch zu betrachten. Diesmal: eine Psychiatrische Klinik und die Probleme und Spannungen der Patienten und Therapeuten dort.


    Auf gewohnt vorlaute und unvorsichtige Art und Weise knöpft sich Lila also den ein oder anderen Patienten und Therapeuten der Klinik vor, um den Fall zu lösen und auch ihr eigener ganz persönlicher Fall scheint der Auflösung endlich entgegen zu streben, denn die vorher schon immer wieder verstreuten Erinnerungsfetzen fügen sich nach und nach zu einem Bild. Nachdem mir nun Lila und auch ihre Freunde im Laufe der Reihe sehr ans Herz gewachsen sind, nehme ich mit diesem Buch nun also mit einem weinenden und einem lachenden Auge Abschied.


    5ratten

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    Kurzbeschreibung:


    In »Das Erwachen« nimmt sich Bestsellerautor Andreas Brandhorst eines der brandaktuellen Themen der Wissenschaft an: Wann werden die Maschinen uns übertrumpfen und was wird das für unser Leben bedeuten? Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein ...



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 13.10.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 29.09. Wer mag noch mitlesen?

    Inhalt
    Seit den Ereignissen im letzten Buch versteckt sich der jüdische ehemalige Kriminalkommissar Richard Oppenheimer mit seiner Frau Lisa bisher erfolgreich in einem verlassenen Gärkeller in Berlin. Ganovenfreund Ede hat ihnen das Versteck zur Verfügung gestellt und eines Tages erscheint ein weiterer „Gast“. Dessen Verhalten und besonders sein Koffer wecken sogleich Oppenheimers Neugier - nicht unberechtigt, denn gerade an diesem Koffer haben einige Leute mörderisches Interesse, wie sich später herausstellt. Meldungen über das immer schnellere Vorrücken der Alliierten lassen die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende steigen. Und tatsächlich stürmen eines Tages Soldaten der Roten Armee in die ehemalige Brauerei. Haben Oppenheimer und Lisa den Tag der Befreiung auch lange sehnsüchtig erwartet, so sieht die Wirklichkeit erst mal gar nicht so schön aus – und daran hat ein Koffer nicht wenig Anteil. Oppenheimer gerät zwischen die Fronten...


    Meine Meinung
    Auch als Leser habe ich das Kriegsende für Oppenheimer und seine Frau herbeigesehnt und entsprechend spannend waren die letzten Kriegstage und -wochen für mich zu lesen, immer die Angst im Nacken, es könnte den beiden kurz vor Ende noch etwas zustoßen. Und tatsächlich verläuft die Befreiung durch die Rote Armee nicht nur glücklich, sondern wird getrübt durch einen Schicksalsschlag, der Oppenheimer aus der Bahn zu werfen droht. Die Emotionen zu Kriegsende hat der Autor ganz besonders intensiv beschrieben und mit detailreichen Beschreibungen der damaligen Situation und der Erlebnisse der Berliner Bevölkerung lebendig werden lassen. Seine akribische Recherche und die Umsetzung in die Handlung geben einem beim Lesen das Gefühl, mitten dabei zu sein und ein Stück deutscher Geschichte vor Ort mitzuerleben. Es sind manchmal nur kleine Details, z. B. die Begeisterung der Menschen über das Lösen eines Straßenbahn-Tickets für eine kurze reparierte Teilstrecke ohne wirkliches Ziel - einfach nur um damit zu fahren und damit den Wunsch nach etwas Normalität zu erfüllen nach so langer gefährlicher und entbehrungsreicher Zeit, die mich sehr mitfühlen ließen.


    Das Kriegsende bringt viele Hoffnungen und Erwartungen nach Zeiten der Angst und des Hungers. Doch neben Lebensmittelrationen, Befreiung und Wiederaufbau bringt es auch neue Unsicherheiten, Vergewaltigungen und Willkür. Die gebeutelte Bevölkerung ist noch nicht erlöst und der Autor vermittelt sehr eindringlich, wie die Bewohner Berlins mit der neuen Situation umgehen und versuchen, wieder Fuß zu fassen. Das liest sich schon selbst alles so spannend wie ein Krimi, so dass es kaum auffällt, dass der Kriminalfall hier eine eher untergeordnete Rolle spielt. Oppenheimer bekommt zwar mysteriöse Aufträge und ermittelt schon alleine aus Instinkt und eigenem Antrieb heraus, weil ihn der Fall persönlich tief trifft, aber viel mehr liegt der Fokus diesmal auf der persönlichen Situation und Entwicklung Oppenheimers, der hier an seine ganz persönlichen Grenzen geführt wird und gefährlich nah darankommt, seine rationalen Fähigkeiten und damit auch sich selbst zu verlieren. Das ist sehr spannend zu lesen und gerade, wenn man die vorherigen Bücher kennt und schon miterlebt hat, was er und seine Frau in diesem Krieg bisher schon alles durchmachen mussten, fiebert man sehr mit, zumindest ging es mir sehr nah.


    So ist auch dieses Buch wieder ein ganz besonders spannendes und intensives Leseerlebnis gewesen, das zudem noch sehr viele große und kleine historische Details vermittelte und Geschichte dabei lebendig werden ließ. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie es Oppenheimer im nächsten Buch ergehen wird.


    5ratten