Beiträge von Heimfinderin

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    ? Die haben Pfeifstimmen? *lach*


    Ja, so als würden sie "aus dem letzten Loch pfeifen". Gruselig :entsetzt::breitgrins:




    Einerseits was die Detailtiefe angeht: Wir bekommen finde ich verhältnismäßig wenig detaillierte Beschreibungen der Landschaften, in denen wir uns befinden, der Personen, die uns begegnen, nur recht wenig Gedanken der Personen, aus deren Perspektive wir das Geschehen erleben. Das verstärkt für mich noch diesen gewissen Novellencharakter.
    Ich habe extra noch mal in den Drachenbeinthron reingelesen, ob ich mir das nur einbilde, aber der Unterschied ist (für mich zumindest) ziemlich deutlich.


    Da ist auf jeden Fall ein Unterschied, ich habe ja gerade das letzte Buch beendet und konnte kaum wieder richtig daraus auftauchen. :zwinker: Aber ich habe das nicht anders erwartet, als dass dieses "Zwischenbuch" ein "schnelles Buch" ist. Das Buch ist so dünn, sprich es hat so wenige und auch kleinere Seiten als die vier anderen Bücher, da kann ja nicht so viel Inhalt drin sein, nicht so viele Details und nicht so viel Tiefe, wie gewohnt. Das erwarte ich dann erst wieder bei der folgenden Trilogie. Das ist zwar ein anderes, "schnelleres" Lesegefühl momentan, aber darauf habe ich mich eingestellt. Tad Williams bedeutet für mich normalerweise bildhafte detaillierte Beschreibungen, tiefe Dialoge und intensive Figurendarstellung. Dieses kleine Buch kann das ja gar nicht bieten, das wäre von der Länge her normalerweise der Platz für seine Einleitungen :breitgrins: . Ich sehe das also ganz entspannt und genieße damit einfach einen "Appetizer" ins neue Abenteuer. :smile:



    Was die Sprache angeht, fallen mir viele eher fast schon flapsige Formulierungen auf (Sie war groß für eine Frau, aber noch im Rahmen (S.78), Verwendungen von 'ja', 'recht', 'ganz' etc.), die mir nicht besonders gut gefallen. Ich habe auch extra noch nachgesehen: Die Übersetzerin hat gewechselt. Keine Ahnung, ob das etwas damit zu tun hat.
    Natürlich gibt es so was wie Dies ist eine wahre Geschichte, wenn Worte wahr sein können. Wenn nicht, dann sind es nur Worte.
    Und auch einige Yaarikes Worten sind klasse. Aber das sind eher Inhalte, die hier begeistern. Die richtig schöne malerische Sprache in der Prosa vermissen ich bisher.


    Das stimmt allerdings, die Sprache wirkt moderner, nicht so schön "altmodisch" wie gewohnt. Aber ich hoffe, auch das ist nur ein Symptom seiner "schnellen Geschichte" und wird dann später wieder seinem alten Stil angepasster. Wenn nicht, wäre das etwas schade, das finde ich auch, und dann hätte ich gerne wieder die vorherige Übersetzung.



    Von Sludig hätte ich hier eigentlich mehr erwartet, immerhin war er doch eine Weile mit den Sithi zusammen unterwegs, richtig?


    Mit den Sithi wurde er nicht so warm, die Rimmersmänner waren ja sowieso besonders mit den Sithi verfeindet. Sludig hat sich im Laufe der Geschichte aber ganz gut mit den Qanuk angefreundet, die er vorher nicht leiden konnte. Er war ja eine ganze Weile mit Simon und Binabik unterwegs auf der Suche nach dem Schwert Dorn und hat dabei auch Binabiks Stamm kennengelernt.



    Ich weiß nicht, ob ich das in den alten Büchern bei den Sithi nur nicht wahrgenommen hatte, oder ob es tatsächlich nicht deutlich erwähnt wurde: Die Bedeutung von Musik bzw. Gesang für die Nornen:
    Das Wirken von Magie und Gesang scheinen zusammenzuhängen, der "Große Gesang" (musste da noch jemand sofort an Tolkien und die Schöpfung Mittelwerdes denken?)
    Und klasse auch, wie diese Bedeutung sich in der Sprache niederschlägt:


    Ich finde schon, das kam gut rüber. Bei den Sithi sowieso, da hatten Lieder ja sehr großes Gewicht. Worte wie "Gesang" und "Lied" und "Melodie" kamen da immer wieder vor. Die Nornen selbst kamen zwar nicht so viel zu Wort, aber sie sind ja ein Volk und wenn ich an die Gegenüberstellung der Sithi und Nornen denke, als die Sithi die von den Nornen besetzten Mauern von Naglimund mit ihrem magischen Gesang zum Einsturz brachten, bekomme ich jetzt noch Gänsehaut, wenn ich die Szene vor mir sehe, wie sie sich da gegenüberstehen.


    Allein schon aufgrund ihres Alters würde ich erwarten, Unterschiede deutlicher zu spüren. Gerade Viyeki wirkt teilweise noch recht jung wie ich finde. Oder kann ich das einfach darauf zurückführen, dass sie eben aufgrund ihres Alters auch langsamer reifen?

    Ich glaube, sie reifen auch langsamer. Adito war ja auch schon alt im Vergleich zu den Menschen, aber wirkte oft noch jung, wenn sie Simon neckte.



    Und auch ihre "Grausamkeit" ist mir noch zu undurchsichtig. Einerseits behauptet Ayaminu, die Nornen hätte nur aus Notwendigkeit getötet. Andererseits bekommen wir dann wieder so eine Aussage von Suno'ku:


    Wird das dann hier ausschließlich damit gerechtfertigt, dass die Rimmersmänner angegriffen haben? Abgesehen davon, dass wir hier immer noch von Kriegsnachwehgen sprechen und die Nornen immerhin Dörfer geplündert und gemordet haben. Für mich klang es nämlich eher nach generellem Blutdurst. Nicht, dass ich damit generell ein Problem hätte. Aber im Moment weiß ich bei den Nornen noch nicht wirklich, woran ich bin.


    Das ist mir auch aufgefallen, dass das widersprüchlich klingt. Aber Ayaminu kann ja einerseits recht haben, dass sie vielleicht üblicherweise so nicht handeln oder sie kennt die Nornen vielleicht aus der Vergangenheit nicht anders. Aber warum sollten alle Nornen gleich sein? Auch dort wird es welche geben, die grausamer handeln als andere, gerade auch durch die Kriege, die sie gerade hinter sich haben und gerade dort waren sie ja auch besonders grausam unterwegs (mich hat sogar eher die Aussage erstaunt, dass sie nur aus Notwendigkeit töten sollten). Ich glaube kaum, dass Ayaminu so pauschal für alle Nornen sprechen kann, gerade die Generalin scheint ja eine ganz besonders auffällige Figur zu sein. Vielleicht wird Ayaminu noch erkennen, dass die Zeiten (und die Nornen) und ihre "Prinzipien" sich verändert haben? (oder die Plündereien und die Morde waren nicht nur die Nornen alleine, sondern werden ihnen auch teilweise in die Schuhe geschoben?)



    Überhaupt kommen die Rimmersmänner finde ich ganz schön schlecht weg. Beim initialen Sturm, beim Eintreffen der Nornen-Verstärkung, beim Ausfall der Nornen: Obwohl zumindest ein großer Teil erfahrene Soldaten sind und teilweise sogar bereits gegen Nornen gekämpft haben, stehen sie nur mit offenem Mund rum oder ergreifen schreiend die Flucht.


    Ja, die Soldaten sind etwas durch den Wind. Aber ich kann sie auch verstehen. Als sie damals gegen die Nornen kämpfen mussten, war das eine extreme Situation, ich kann das noch gut nachempfinden, wie es ihnen da ergangen ist, als sie die Wesen das erste Mal erlebten. Da konnte man die Panik zwischen den Zeilen beim Lesen gut spüren. Die, die das gerade erst miterlebt hatten, kennen das Grauen und haben verständlicherweise nicht viel Mut, das nochmals durchzumachen (wie gesagt, man musste ihnen deutlich klar machen, dass diese Wesen tatsächlich getötet werden können). Und die, die es nur vom Hörensagen wissen, erleben den Anblick hier zum ersten Mal. Dazu verstärkt es die Angst wohl noch, dass sie nun in der Heimat der Nornen kämpfen und nicht auf vertrautem Boden, also kein Heimvorteil besteht (Endri hatte doch so Probleme damit).


    Eines fällt mir auch in diesem Buch auf. Williams lehnt den Glauben in seinen Büchern stark an den christlichen Glauben an, finde ich. Was meint ihr dazu?


    Ja, das ist mir auch aufgefallen, dass es da Anlehnungen gab. Ich habe mal bei Wikipedia geschaut, da steht folgendes: Link


    [quote author=Wikipedia]Religionen
    Das Ädonitertum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
    Das Ädonitertum ist eine dem Christentum stark verwandte monotheistische Religion auf Osten Ard. Ihr Stifter, von den Gläubigen Erlöser genannt, Usires Ädon lebte in Nabban zur Zeit des dortigen Imperiums. Er starb auf Befehl des damaligen Imperators an einem Hinrichtungsbaum, war jedoch von diesem später verschwunden, während genau zu dieser Zeit ein gewaltiges Naturereignis geschieht: Der Einschlag eines mächtigen Eisenmeteoriten in den Tempel des damals höchsten Gottes Nabbans. Der Hinrichtungsbaum wird zum Symbol der Ädoniter, die ähnlich den Katholiken Heiligen- und Reliquienverehrung, einen Papst-Ähnlichen Erzprälaten mit weltlicher Macht in Nabban und Mönchsorden kennen. Auch werden die ädonitischen Kultstätten Kathedralen, Kirchen und Kapellen genannt. Einige Zeit ist die Doktrin der ädonitischen Kirche stark dogmatisch, mäßigt sich jedoch in der Epoche der Hochkönige. Die Erkynländer, die meisten Rimmersmänner, die Nabbanai und Pedruinesen sowie eine kleine Minderheit der Hernystiri gehören dem ädonitischen Glauben an.


    Die Feuertänzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
    Als fanatisch-religiöse Anhänger des Sturmkönigs treten in der Zeit des Hochkönigs Elias immer stärker die sogenannten Feuertänzer in Erscheinung, v.a. in den ädonitischen Gebieten von Osten Ard. Sie kleiden sich in weiße, lange Roben, sind autoritär organisiert und stark konzentriert auf Visionen und die Vorbereitung der nach ihrer Meinung kommenden Sturmkönig-Herrschaft. Ihr Fanatismus gipfelt in rituellen Morden und Selbstverbrennungen. Die Bewegung bricht mit dem Sieg gegen den Sturmkönig zusammen.


    Weitere Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
    Außer dem Ädonitertum sind alle Religionen auf ein Volk beschränkt. Mit Vorbildern in der germanischen und keltischen Mythologie erscheinen die ehemaligen Religionen der Rimmersmänner, die noch von einem Teil ausgeübt wird und die der hernystirischen Mehrheit. Einer eng mit den Sümpfen verbundenen Naturreligion gehören die Wranna an, die Gartenvölker erscheinen weitgehend unreligiös und desinteressiert an religiösen Fragen.


    [/quote]

    Am überraschendsten und spannendsten, aber auch ganz besonders seltsam finde ich die Perspektive der Nornen. Auf den ersten Blick weiß ich gar nicht, ob mir das gefällt, dass ich sie nun so "menschlich" erlebe :zwinker: , wo es mich doch gerade erst so grausig gegruselt hat vor ihnen, die in den ersten vier Büchern so unheimlich und unnahbar, so als irgendwie total unwirkliche Unwesen dargestellt wurden. Und da ich ja das Hörbuch gehört habe, hatten sie auch noch so gespenstige "Pfeifstimmen" . Wie können sie sich hier so normal unterhalten?! :breitgrins:


    Aber im Ernst, das ist schon spannend, nun auch mal ihre Seite kennenzulernen, aber eben extrem gewöhnungsbedürftig, finde ich. Sie verlieren etwas ihren extremen Schrecken, gerade auch, weil der Meister und sein Schüler recht sympathisch erscheinen. Die sarkastische Art des Meisters ließ mich z. T. etwas grinsen und auch seine Worte waren z. T. gut. Die Erklärung zu den Fehlern, die man nicht isoliert untersuchen sollte und dass die Welt ohne Fehler viel ärmer wäre...


    Die Sache mit dem Sarkophag und dem brennenden Floki war dann wieder typisch grausam und auch die unheimlichen Worte aus dem Feuer vermittelten wieder etwas grausiges Nornen-Feeling. Gerade den Satz " Wir holen uns zurück, was uns gehört", den hatte man ja schon in den Vorgängerbüchern als Drohung vernommen.


    Die Generalin war ja auch klasse, als sie sagte, der Leichnam ihres Ahnen wird halt auf ein Pferd gebunden und Bußgebete gesprochen. :breitgrins:



    Zu den Rimmersmännern, hier begegnen wir ja durchaus bekannten Gesichtern, wobei meine Erinnerung an Isgrimnur und auch an den Tod seines Sohnes Isorn getrübt ist. Sie waren für mich nicht die Hauptprotagonisten von Osten Ard, aber nun muss ich sie halt wieder neu kennen lernen.


    Isgrimnur hatte ich schon sehr gemocht, er hat sich immer sehr um Josuah gesorgt und war dann ja auch auf der Suche nach Miriamel, nachdem sie abgehauen war. Auch seine so sympathische Liebe zu seiner Frau Gutrun fand ich immer süß. Und als sein Sohn starb, hat mich seine Trauer sehr berührt. Ich kann hier seinen Hass und seine Wut auf die Nornen sehr gut nachvollziehen und noch ganz frisch nachspüren. Auch dass Sludig, der ja auch alles miterlebt hatte, so eine Wut hat, ist glaubhaft dargestellt, finde ich. Isgrimnur reißt sich bisher wirklich gut zusammen, aber er weiß wohl auch nach allem, was bisher geschah, dass blindes Losrennen nicht der beste Weg ist gegen die Nornen, die eben nicht so einfach zu bekämpfen sind, wie Menschen, auch wenn man sie töten kann.


    Darüber musste ich nämlich hier auch grinsen, als Porto Endri eindringlich erklärte, dass man die Nornen töten kann, dass sie bluten und sterben können, wie die Menschen und es keine Geister sind. Genau das hatte ja damals der Sithi-Prinz Jiriki den Menschen im Endkampf vor dem Hochhorst mehrfach eingeschärft, dass der Hauptmann seinen Leuten immer wieder klarmachen soll, dass die Nornen aus Fleisch und Blut sind und getötet werden können. Die Panik, die die Soldaten vor den Nornen hatte, hatte sie ja manchmal fast gelähmt vor Angst. Porto hatte diese Worte wohl auch gehört, als er damals am Hochhorst mitkämpfte und nun dem verängstigen Endri weitergegeben. :breitgrins:


    Sehr gut gefiel mir hier, dass der Autor die besondere Stimmung zwischen den Menschen und den Sithi wieder eingefangen hat. Von Anfang an spürte ich diese besondere Fremdheit der Sithi und auch hier wurde das wieder deutlich. Nicht nur durch Isgrimnurs Feststellung, dass man mit den Sithi kein Gespräch führen kann, "weil die Gespräche sich im Kreis drehen, bis man den Anfangspunkt vergessen hat". :breitgrins: Seine Ungeduld ihr gegenüber deutet es ja an und ich erinnere mich, dass meine Nerven das ein oder andere Mal etwas gekitzelt wurden, wenn die Sithi nicht auf den Punkt kamen, bzw. in Rätseln sprachen. Aber auch ihre Gestik, Mimik, ihre fehlenden Regungen, ihre Worte, eben ihr ganzes Verhalten fühlten sich für mich immer besonders fremd an. Nicht negativ fremd, sondern sehr interessant. Ich spürte regelrecht, dass es fremde Wesen waren. Das hat mich beim Lesen immer begeistert und das Gefühl bekam ich hier gleich wieder bei der Sitha, die Isgrimnur begleitet. Falls sie hier in dem Buch nicht so viel Gewicht haben sollten, hoffe ich sehr auf ein verstärktes Wiedersehen in den Folgebüchern.


    Porto und Endri finde ich bisher beide sympathisch. Sie bieten eine weitere Perspektive und ich bin gespannt, was noch auf sie zukommt. Endri wird es offensichtlich nicht leicht haben, er ist ja jetzt schon ein Nervenbündel.

    . Aber habe ich es überlesen, oder wurde gar nicht erklärt, warum sich Sithi und Nornen überhaupt aufgespalten haben? Ich kann mich an den Grund gar nicht mehr erinnern.


    Beide flohen damals aus dem Garten vor dem Nicht-Sein und trennten sich dann, weil die Nornen die Menschen extrem hassten und die Sithi irgendwie eine Art Frieden mit ihnen haben wollten. Bei Kämpfen zwischen Nornen und Menschen wurde von einem Menschen, ich glaube ohne Absicht, die Geliebte eines Nornenprinzen getötet und die Sithi wollten nicht, dass es daraufhin erst recht wieder Krieg gibt. Das zerstörte dann wohl endgültig die Verbindung und die Nornen gingen dann in den Norden und beide wollten nichts mehr miteinander zu tun haben und hielten sich voneinander fern. Als dann Ineluki es nicht mehr aushielt, dass die Sithi sich so vor den Menschen duckten und seinen "schwachen" Vater tötete und alles in Flammen aufgehen ließ und zum Sturmkönig wurde, hat dann die Nornenkönigin sich zu allem Übel auch noch mit ihm verbündet bzw. sich auf seine Seite gestellt. So standen die Nornen und die Sithi, die ja wiederum den Sturmkönig bekämpften, wieder als Feinde gegenüber.




    Vielleicht eine Frage an diejenigen, denen die Lektüre der anderen Bände noch näher ist. Im Vorwort wird in einem Zitat von der Geburt von Zwillingen und einer Prophezeiung geredet, kann mir noch mal jemand auf die Sprünge helfen, worauf sich das bezieht?


    Die Zwillinge sind die Kinder von Josuah und seiner Gefährtin Vrana. Die beiden sind geboren worden, während der Prinz gegen seinen Bruder Elias und den Sturmkönig kämpfte. Die Sithi Aditu, Schwester des Sithi-Prinzen Jiriki, hatte bei der Geburt eine Vision von deren Werdegang, die die Eltern der Zwillinge etwas erschreckte. Als die Vision ausgesprochen wurde, hatte ich auch gedacht, es wäre spannend, davon zu lesen.

    Hallo zusammen,


    ich habe ja gerade meinen "Re-Read" (bzw. Re-Hear) der ersten vier Bücher geschafft und es war toll, nun direkt weiterlesen zu können. Ich habe mir schon überlegt, ob es nicht besser gewesen wäre, darauf zu warten, bis Tad Williams alle Folgebücher fertiggestellt hätte, um dann alles am Stück zu lesen. Wahrscheinlich schon, bei Shadowmarch habe ich das auch so gemacht, aber andererseits war ich eben auch sehr neugierig und hätte die Warterei wohl nicht lange ausgehalten. :breitgrins:



    Kennt ihr die Tolkien Times vom Klett-Cotta-Verlag?


    Die habe ich auch abonniert und natürlich auch gleich entdeckt, dass ein großer Bericht über die Bücher drin ist. Das ist auf jeden Fall bestimmt hilfreich, wenn die Lektüre schon eine Weile her ist, um sich wieder zu orientieren. Das kam ja dann echt passend. :smile:



    Dann habe ich natürlich Tad Williams' Vorwort gelesen und war schon ein bisschen gerührt, dass er aufgrund der Leserreaktionen die Rückkehr nach Osten Ard gewagt hat.


    Das fand ich auch irgendwie berührend. Ich fühlte mich bei dem Vorwort so direkt angesprochen. :smile:


    Ich hatte den Autor ja vor ewigen Jahren mal auf der Buchmesse gesehen und war damals dermaßen unvorbereitet (ich glaub mein zweiter Messebesuch) auf der Buchmesse gewesen und hatte gar nicht auf dem Schirm, dass man Bücher signieren lassen konnte. Ich hatte also nichts dabei und als ich ihn dann habe signieren sehen, bin ich an den Verlagsstand und habe mir einen der dort herumliegenden leeren Briefumschläge geben lassen und den dann signieren lassen. Hauptsache, ich hatte meine Unterschrift. Der Brief steckt nun eben im Buch drin. Aber dieses Jahr gibt es ja eine neue Gelegenheit und dann nehmen ich ein richtiges Buch auf die Messe mit. :breitgrins:


    Andererseits sagt so ein böses Stimmchen in meinem Ohr, dass seine letzten Projekte ja nun nicht gerade der große Wurf waren; "Die Drachen der Tinkerfarm" fand ich mäßig und die Reihe ist auch nicht fortgesetzt worden, "Bobby Dollar" scheint auch nicht gerade der große Erfolgsschlager zu sein. Warum nicht auf Bewährtes setzen? Ich hoffe, diese Idee funktioniert dann auch; so manches Comeback wurde zu einem lauwarmen Aufguss und ist fehlgeschlagen. Aber das werden wir ja bald sehen.


    Ich hoffe ja mal sehr, dass es kein Fehler von ihm war. Mir hat Bobby Dollar gut gefallen, aber das kann man irgendwie schlecht vergleichen, da es ein ganz anderer Stil war, den er da mal ausprobiert hat. Das war ähnlich wie die "Dresden Files" von Jim Butcher und ich fand es amüsant. Die Tinkerfarm habe ich nicht gelesen, hat er das nicht mit seiner Frau zusammen geschrieben? Shadowmarch hat mir jedenfalls sehr gut gefallen und das war ja wieder "normale" :zwinker: Fantasy.


    Ja, Comebacks sind immer ein Risiko, daher finde ich es um so mutiger, dass er das wagt. Aber ich vertraue jetzt einfach mal auf seine Fähigkeiten, auch wenn seine ersten Bücher für mich am Ende vielleicht weiterhin etwas ganz Besonderes bleiben werden, das nicht mehr getoppt werden kann. Insoweit gehe ich das jetzt mal entspannt an. Mich hat es schon positiv überrascht, dass ich die ersten Bücher nach etwa zwanzig Jahren immer noch genauso gut fand und so wie früher in die Welt einsinken konnte, wie damals. Das ist ja auch manchmal eine Enttäuschung, wenn man ein Buch nach so vielen Jahren wieder liest und sich dann wundert, was man damals so gut daran fand. Das war hier bei mir überhaupt nicht so und ich finde es toll, dass dieses Lesegefühl, diese besondere Atmosphäre, nun wohl fest bei mir in Erinnerung bleibt.



    Dann habe ich mich erstmal in den hinteren Teil des Buches vertieft; die erklärenden Worte zu den Feenwesen fand ich trotz meiner Vorkenntnisse schon sehr hilfreich, weil ich das echt nicht mehr auf dem Schirm hatte, wie da die Zusammenhänge sind.


    Die Zusammenfassung zu den Feenwesen (ach ja, der gute kleine Tiamak :smile: ) ist bestimmt besonders hilfreich auch für die, die die ersten Bücher noch gar nicht kennen. Allein schon die Vielzahl an Namen, die die Feen jeweils haben, sind doch etwas verwirrend, am Anfang.


    So, jetzt lese ich erst mal den ersten Abschnitt fertig, damit ich dann hier richtig einsteigen kann.

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    Kurzbeschreibung:


    “Meine Schwester ist das gestohlene Meisterwerk. Ich bin nur die Fälschung.“


    Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 21.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 07.04. Wer mag noch mitlesen? Wir brauchen noch Teilnehmer, damit die Leserunde stattfinden kann. :winken:

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    Als Liv ohne ein Wort der Erklärung auf eine Fähre verfrachtet wird, glaubt sie, dass ihre Mutter sie in eine Besserungsanstalt abschiebt. Doch das Internet »Aranea Hall«, das abgeschieden auf einer Insel liegt, ist luxuriös und technisch hochklassig ausgestattet. Liv stellt fest, dass jeder ihrer Mitschüler über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und sie fragt sich, was sie selbst in »Aranea Hall« verloren hat. Als sie mehr Zeit mit Jayce, einem attraktiven »Bad Boy« verbringt, erfährt sie von der »verborgenen Geschichte der Welt«, dem epischen Kampf zweier Geheimgesellschaften »Arachne« und »Nadir« - und dass »Aranea Hall« ein Ausbildungscamp für »Arachne« ist. Doch noch schockierender ist die Erkenntnis, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang belogen hat. Wer ist Liv wirklich und wem kann sie überhaupt noch trauen?



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 14.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 31.03. Wer mag noch mitlesen?

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    Zwischen den Sternen tobt ein Krieg um tote Welten. Die letzten Menschen fliehen auf Großraumschiffen durch die Galaxis, gejagt von einem erbarmungslosen Feind. Um Nahrungsmittel aufzunehmen, muss die Flotte auf Cochada zwischenlanden, einem Planeten, der überraschende Ähnlichkeit zur Erde aufweist. Doch was bedeutet dieser Kontakt für die Bewohner des Planeten – ihren Untergang oder eine Blüte ihrer Zivilisation? Und während die Menschen um ihre Existenzsicherung kämpfen, ereignet sich auf der SQUID, dem einzigen außerirdischen Raumschiff der menschlichen Flotte, Unglaubliches. Denn die SQUID ist eine riesige Lebensform und Ugrôn, ein Besatzungsmitglied und Priester des Void, lauscht auf den Gesang des Schiffes in seinem Fleisch. Er betritt einen Pfad, den niemals zuvor ein Mensch beschritten hat.



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 14.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 31.03. Wer mag noch mitlesen?

    Ich kann es mir ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen, wie sich das "Brückenbuch" liest, wenn man die Vorgänger nicht kennt und nicht miterlebt hat, was alle durchgemacht und erlebt haben und wie sich die Beziehungen etc. entwickelt haben in der Zeit. Mir würde es sehr fehlen, glaube ich. Aber andererseits glaube ich das wahrscheinlich auch nur, WEIL ich die Vorgeschichte kenne. :schulterzuck:


    Interessant ist es bestimmt zu erfahren, wie es sich liest, wenn man mittendrin beginnt.

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    Eine Liebe wie der Anbeginn der Welt


    Josie hat sich schon immer gewünscht, dass ihr Leben einmal große Gefühle, dramatische Leidenschaften und spannende Wendungen für sie bereithält.


    Als sie sich im Jahr nach ihrem 16. Geburtstag in die langen Ferien stürzt, ahnt Josie noch nicht, dass eben jener Sommer vor ihr liegt, der ihr Schicksal bestimmen wird. Niemand würde schließlich vermuten, dass die idyllische Pferderanch ihrer Familie einmal Schauplatz mysteriöser Ereignisse werden könnte. Doch Josie muss erkennen, dass dieser Schein trügt, als sie den faszinierenden Ray kennenlernt. Denn ihre große Liebe trägt ein Geheimnis mit sich herum, dass Josies Welt in große Gefahr bringen könnte.


    Und so muss Josie sich entscheiden. Auch wenn der Preis dafür vielleicht ihre Liebe ist ...


    Zu diesem Buch gibt es ab dem 07.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 24.03. Wer mag noch mitlesen?

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    Kurzbeschreibung:


    Wir kennen uns noch nicht, aber darf ich dich lieben?


    Marianne wohnt mit ihrem Kater Johnny Depp in Hamburg. Nachdem ihr Freund Martin sie betrogen hat, tröstet sie sich mit romantischen Komödien – und mit Keksen, die sie in Hülle und Fülle bäckt. Ein Teil davon verkauft sie im Café Wallenstein, wo sie als Kellnerin arbeitet. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Tasha auf den Hamburger Dom geht, überredet Tasha sie, eine Wahrsagerin zu besuchen. Diese sieht sofort, dass Marianne mit einem gewissen Martin nicht glücklich werden konnte – schließlich dürfen nicht mehr als zwei Buchstaben der Vornamen zweier Liebender übereinstimmen. Und sie sieht Schottland: Dort wartet die Liebe auf sie.


    Zu diesem Buch gibt es ab dem 07.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 24.03. Wer mag noch mitlesen?


    Ich habe ein bisschen Angst davor. Gefällt es dir auch beim zweiten Mal lesen so gut?


    Ja, ich bin wieder genauso begeistert wie vor über 20 Jahren! Und damals war es eine meiner ersten Fantasyreihen/-bücher überhaupt, ich hatte also kaum Vergleiche, bin einfach nur recht unbedarft in diese tolle Welt gesunken. Doch obwohl ich mittlerweile viel Fantasy gelesen habe, fesselt mich der erneute Ausflug nach Osten Ard wieder sehr. Einerseits habe ich vieles vergessen, es ist also wieder sehr spannend zu lesen und andererseits fühlt es sich so vertraut an und ist wie ein Heimkommen zu den lieb gewonnen Figuren, dass es mich selbst erstaunt, wie das nach so langer Zeit geht. :smile:


    Nein, ich fand die Reihe um Osten Ard richtig gut und ich mag mir gar nicht ausmalen, ich hätte das Buch vor 20 Jahren gelesen ohne die Aussicht, jemals nach Osten Ard zurückzukehren.


    Ich habe die Reihe vor etwa 20 Jahren gelesen. :breitgrins: Und ja, ich hätte am liebsten noch viel viel mehr aus der Welt gelesen. Als es dann jetzt bekannt wurde, dass Tad Williams wieder nach Osten Art zurückkehrt, konnte ich es erst gar nicht glauben, denn nach so vielen Jahren hätte ich das einfach nicht mehr erwartet.


    Ich habe jetzt den vierten Band angefangen und bin wieder völlig gefangen von der Welt und den Figuren. Aber eins gefällt mir überhaupt nicht: die Hörbücher, die ich höre, sind ja neu aufgelegt und auch wenn im direkten Vergleich mit meinen "alten" Büchern nicht viel am Text verändert wurde (zumindest nicht bei den Stichproben, die ich gemacht habe, da wurden nur mal ab und zu einzelne Sätze etwas verändert oder mal ein Wort weggelassen oder "moderner" ausgetauscht) Aber ich kann einfach nicht verstehen, warum man den Namen Heimfinderin in Heimfinder geändert hat! Hallloooooo? Das ist eine Stute! Wie bescheuert hört sich das denn an, wenn Simon von Heimfinder und "sie" in einem Satz spricht. Das ist mir völlig unverständlich und lässt mich immer wieder zusammenzucken. :grmpf::breitgrins:


    Und, kommt ihr auch alle zur Frankfurter Buchmesse! Samstags ist Williams dort und hat eine Lesung, habe ich heute gelesen. :smile: