Beiträge von Heimfinderin

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Hallo zusammen,


    ich habe ja gerade meinen "Re-Read" (bzw. Re-Hear) der ersten vier Bücher geschafft und es war toll, nun direkt weiterlesen zu können. Ich habe mir schon überlegt, ob es nicht besser gewesen wäre, darauf zu warten, bis Tad Williams alle Folgebücher fertiggestellt hätte, um dann alles am Stück zu lesen. Wahrscheinlich schon, bei Shadowmarch habe ich das auch so gemacht, aber andererseits war ich eben auch sehr neugierig und hätte die Warterei wohl nicht lange ausgehalten. :breitgrins:



    Kennt ihr die Tolkien Times vom Klett-Cotta-Verlag?


    Die habe ich auch abonniert und natürlich auch gleich entdeckt, dass ein großer Bericht über die Bücher drin ist. Das ist auf jeden Fall bestimmt hilfreich, wenn die Lektüre schon eine Weile her ist, um sich wieder zu orientieren. Das kam ja dann echt passend. :smile:



    Dann habe ich natürlich Tad Williams' Vorwort gelesen und war schon ein bisschen gerührt, dass er aufgrund der Leserreaktionen die Rückkehr nach Osten Ard gewagt hat.


    Das fand ich auch irgendwie berührend. Ich fühlte mich bei dem Vorwort so direkt angesprochen. :smile:


    Ich hatte den Autor ja vor ewigen Jahren mal auf der Buchmesse gesehen und war damals dermaßen unvorbereitet (ich glaub mein zweiter Messebesuch) auf der Buchmesse gewesen und hatte gar nicht auf dem Schirm, dass man Bücher signieren lassen konnte. Ich hatte also nichts dabei und als ich ihn dann habe signieren sehen, bin ich an den Verlagsstand und habe mir einen der dort herumliegenden leeren Briefumschläge geben lassen und den dann signieren lassen. Hauptsache, ich hatte meine Unterschrift. Der Brief steckt nun eben im Buch drin. Aber dieses Jahr gibt es ja eine neue Gelegenheit und dann nehmen ich ein richtiges Buch auf die Messe mit. :breitgrins:


    Andererseits sagt so ein böses Stimmchen in meinem Ohr, dass seine letzten Projekte ja nun nicht gerade der große Wurf waren; "Die Drachen der Tinkerfarm" fand ich mäßig und die Reihe ist auch nicht fortgesetzt worden, "Bobby Dollar" scheint auch nicht gerade der große Erfolgsschlager zu sein. Warum nicht auf Bewährtes setzen? Ich hoffe, diese Idee funktioniert dann auch; so manches Comeback wurde zu einem lauwarmen Aufguss und ist fehlgeschlagen. Aber das werden wir ja bald sehen.


    Ich hoffe ja mal sehr, dass es kein Fehler von ihm war. Mir hat Bobby Dollar gut gefallen, aber das kann man irgendwie schlecht vergleichen, da es ein ganz anderer Stil war, den er da mal ausprobiert hat. Das war ähnlich wie die "Dresden Files" von Jim Butcher und ich fand es amüsant. Die Tinkerfarm habe ich nicht gelesen, hat er das nicht mit seiner Frau zusammen geschrieben? Shadowmarch hat mir jedenfalls sehr gut gefallen und das war ja wieder "normale" :zwinker: Fantasy.


    Ja, Comebacks sind immer ein Risiko, daher finde ich es um so mutiger, dass er das wagt. Aber ich vertraue jetzt einfach mal auf seine Fähigkeiten, auch wenn seine ersten Bücher für mich am Ende vielleicht weiterhin etwas ganz Besonderes bleiben werden, das nicht mehr getoppt werden kann. Insoweit gehe ich das jetzt mal entspannt an. Mich hat es schon positiv überrascht, dass ich die ersten Bücher nach etwa zwanzig Jahren immer noch genauso gut fand und so wie früher in die Welt einsinken konnte, wie damals. Das ist ja auch manchmal eine Enttäuschung, wenn man ein Buch nach so vielen Jahren wieder liest und sich dann wundert, was man damals so gut daran fand. Das war hier bei mir überhaupt nicht so und ich finde es toll, dass dieses Lesegefühl, diese besondere Atmosphäre, nun wohl fest bei mir in Erinnerung bleibt.



    Dann habe ich mich erstmal in den hinteren Teil des Buches vertieft; die erklärenden Worte zu den Feenwesen fand ich trotz meiner Vorkenntnisse schon sehr hilfreich, weil ich das echt nicht mehr auf dem Schirm hatte, wie da die Zusammenhänge sind.


    Die Zusammenfassung zu den Feenwesen (ach ja, der gute kleine Tiamak :smile: ) ist bestimmt besonders hilfreich auch für die, die die ersten Bücher noch gar nicht kennen. Allein schon die Vielzahl an Namen, die die Feen jeweils haben, sind doch etwas verwirrend, am Anfang.


    So, jetzt lese ich erst mal den ersten Abschnitt fertig, damit ich dann hier richtig einsteigen kann.

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    Kurzbeschreibung:


    “Meine Schwester ist das gestohlene Meisterwerk. Ich bin nur die Fälschung.“


    Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 21.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 07.04. Wer mag noch mitlesen? Wir brauchen noch Teilnehmer, damit die Leserunde stattfinden kann. :winken:

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    Kurzbeschreibung:


    Als Liv ohne ein Wort der Erklärung auf eine Fähre verfrachtet wird, glaubt sie, dass ihre Mutter sie in eine Besserungsanstalt abschiebt. Doch das Internet »Aranea Hall«, das abgeschieden auf einer Insel liegt, ist luxuriös und technisch hochklassig ausgestattet. Liv stellt fest, dass jeder ihrer Mitschüler über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und sie fragt sich, was sie selbst in »Aranea Hall« verloren hat. Als sie mehr Zeit mit Jayce, einem attraktiven »Bad Boy« verbringt, erfährt sie von der »verborgenen Geschichte der Welt«, dem epischen Kampf zweier Geheimgesellschaften »Arachne« und »Nadir« - und dass »Aranea Hall« ein Ausbildungscamp für »Arachne« ist. Doch noch schockierender ist die Erkenntnis, dass ihre Mutter sie ihr ganzes Leben lang belogen hat. Wer ist Liv wirklich und wem kann sie überhaupt noch trauen?



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 14.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 31.03. Wer mag noch mitlesen?

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    Kurzbeschreibung:


    Zwischen den Sternen tobt ein Krieg um tote Welten. Die letzten Menschen fliehen auf Großraumschiffen durch die Galaxis, gejagt von einem erbarmungslosen Feind. Um Nahrungsmittel aufzunehmen, muss die Flotte auf Cochada zwischenlanden, einem Planeten, der überraschende Ähnlichkeit zur Erde aufweist. Doch was bedeutet dieser Kontakt für die Bewohner des Planeten – ihren Untergang oder eine Blüte ihrer Zivilisation? Und während die Menschen um ihre Existenzsicherung kämpfen, ereignet sich auf der SQUID, dem einzigen außerirdischen Raumschiff der menschlichen Flotte, Unglaubliches. Denn die SQUID ist eine riesige Lebensform und Ugrôn, ein Besatzungsmitglied und Priester des Void, lauscht auf den Gesang des Schiffes in seinem Fleisch. Er betritt einen Pfad, den niemals zuvor ein Mensch beschritten hat.



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 14.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 31.03. Wer mag noch mitlesen?

    Ich kann es mir ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen, wie sich das "Brückenbuch" liest, wenn man die Vorgänger nicht kennt und nicht miterlebt hat, was alle durchgemacht und erlebt haben und wie sich die Beziehungen etc. entwickelt haben in der Zeit. Mir würde es sehr fehlen, glaube ich. Aber andererseits glaube ich das wahrscheinlich auch nur, WEIL ich die Vorgeschichte kenne. :schulterzuck:


    Interessant ist es bestimmt zu erfahren, wie es sich liest, wenn man mittendrin beginnt.

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    Kurzbeschreibung:


    Eine Liebe wie der Anbeginn der Welt


    Josie hat sich schon immer gewünscht, dass ihr Leben einmal große Gefühle, dramatische Leidenschaften und spannende Wendungen für sie bereithält.


    Als sie sich im Jahr nach ihrem 16. Geburtstag in die langen Ferien stürzt, ahnt Josie noch nicht, dass eben jener Sommer vor ihr liegt, der ihr Schicksal bestimmen wird. Niemand würde schließlich vermuten, dass die idyllische Pferderanch ihrer Familie einmal Schauplatz mysteriöser Ereignisse werden könnte. Doch Josie muss erkennen, dass dieser Schein trügt, als sie den faszinierenden Ray kennenlernt. Denn ihre große Liebe trägt ein Geheimnis mit sich herum, dass Josies Welt in große Gefahr bringen könnte.


    Und so muss Josie sich entscheiden. Auch wenn der Preis dafür vielleicht ihre Liebe ist ...


    Zu diesem Buch gibt es ab dem 07.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 24.03. Wer mag noch mitlesen?

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    Kurzbeschreibung:


    Wir kennen uns noch nicht, aber darf ich dich lieben?


    Marianne wohnt mit ihrem Kater Johnny Depp in Hamburg. Nachdem ihr Freund Martin sie betrogen hat, tröstet sie sich mit romantischen Komödien – und mit Keksen, die sie in Hülle und Fülle bäckt. Ein Teil davon verkauft sie im Café Wallenstein, wo sie als Kellnerin arbeitet. Als sie eines Tages mit ihrer Freundin Tasha auf den Hamburger Dom geht, überredet Tasha sie, eine Wahrsagerin zu besuchen. Diese sieht sofort, dass Marianne mit einem gewissen Martin nicht glücklich werden konnte – schließlich dürfen nicht mehr als zwei Buchstaben der Vornamen zweier Liebender übereinstimmen. Und sie sieht Schottland: Dort wartet die Liebe auf sie.


    Zu diesem Buch gibt es ab dem 07.04.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 24.03. Wer mag noch mitlesen?


    Ich habe ein bisschen Angst davor. Gefällt es dir auch beim zweiten Mal lesen so gut?


    Ja, ich bin wieder genauso begeistert wie vor über 20 Jahren! Und damals war es eine meiner ersten Fantasyreihen/-bücher überhaupt, ich hatte also kaum Vergleiche, bin einfach nur recht unbedarft in diese tolle Welt gesunken. Doch obwohl ich mittlerweile viel Fantasy gelesen habe, fesselt mich der erneute Ausflug nach Osten Ard wieder sehr. Einerseits habe ich vieles vergessen, es ist also wieder sehr spannend zu lesen und andererseits fühlt es sich so vertraut an und ist wie ein Heimkommen zu den lieb gewonnen Figuren, dass es mich selbst erstaunt, wie das nach so langer Zeit geht. :smile:


    Nein, ich fand die Reihe um Osten Ard richtig gut und ich mag mir gar nicht ausmalen, ich hätte das Buch vor 20 Jahren gelesen ohne die Aussicht, jemals nach Osten Ard zurückzukehren.


    Ich habe die Reihe vor etwa 20 Jahren gelesen. :breitgrins: Und ja, ich hätte am liebsten noch viel viel mehr aus der Welt gelesen. Als es dann jetzt bekannt wurde, dass Tad Williams wieder nach Osten Art zurückkehrt, konnte ich es erst gar nicht glauben, denn nach so vielen Jahren hätte ich das einfach nicht mehr erwartet.


    Ich habe jetzt den vierten Band angefangen und bin wieder völlig gefangen von der Welt und den Figuren. Aber eins gefällt mir überhaupt nicht: die Hörbücher, die ich höre, sind ja neu aufgelegt und auch wenn im direkten Vergleich mit meinen "alten" Büchern nicht viel am Text verändert wurde (zumindest nicht bei den Stichproben, die ich gemacht habe, da wurden nur mal ab und zu einzelne Sätze etwas verändert oder mal ein Wort weggelassen oder "moderner" ausgetauscht) Aber ich kann einfach nicht verstehen, warum man den Namen Heimfinderin in Heimfinder geändert hat! Hallloooooo? Das ist eine Stute! Wie bescheuert hört sich das denn an, wenn Simon von Heimfinder und "sie" in einem Satz spricht. Das ist mir völlig unverständlich und lässt mich immer wieder zusammenzucken. :grmpf::breitgrins:


    Und, kommt ihr auch alle zur Frankfurter Buchmesse! Samstags ist Williams dort und hat eine Lesung, habe ich heute gelesen. :smile:

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    Kurzbeschreibung:


    Für Paul, in Liebe, so lautet die Widmung, die der jüdische Silberschmied Johann Blumenthal aus Hamburg 1914 für seinen Sohn auf eine Spieldose graviert. Es ist sein Abschiedsgeschenk, denn Johann meldet sich freiwillig in den Kriegsdienst, um für seine geliebte Heimat zu kämpfen. Das kostbare Andenken seines Vaters wird für Paul und seine Kinder zu einem Symbol für Hoffnung und Zusammenhalt, während der Hass auf sein Volk wächst und sich die Schlinge um die renommierte Juwelierfamilie enger zieht. Das Erbstück wird den Blumenthals Trost schenken, sie in Gefahr bringen und eines Tages trennen. Bis es fast fünfzig Jahre später über Schicksalswege in die Hände der jungen Londonerin Lilian Morrison gerät und sich die silberne Spieldose ihrer älteren Schwester jede Nacht wie ein ungebetener Gast in ihre Träume schleicht. Doch was hat das Andenken der Familie Blumenthal mit ihr zu tun?



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 31.03.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 17.03. Wer mag noch mitlesen?

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    Kurzbeschreibung:


    Düster, intensiv, geheimnisvoll: "Seelenspalter" ist Assassinen-Fantasy für die Fans von "Assassin’s Creed" und Licia Troisi, von der mehrfach preisgekrönten Autorin Ju Honisch
    Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Elixier lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.



    Zu diesem Buch gibt es ab dem 31.03.17 eine autorenbegleitete Leserunde. Anmeldeschluss für Freiexemplare ist der 17.03. Wer mag noch mitlesen?

    Inhalt
    Endlich erhält Cornelia den Schlüssel zu ihrer neuen Wohnung und kann mit ihrer Tochter aus der Villa ausziehen, in der sie Jahre voller Gewalt erlebt hatte, bevor sie sich nun zur Scheidung von ihrem prügelnden Ehemann Hans durchgerungen hat. Makler kümmern sich um den Verkauf der Villa, ihre letzte Nacht dort hat sie hinter sich und hofft nur noch, dass sie auf dem Weg nach draußen nicht mehr von ihrem Mann aufgehalten wird. Doch der steht ihr nicht mehr im Weg, denn ihre Tochter Astrid findet ihn grausam ermordet in seinem Gästebett.


    Schnell fällt der Verdacht auf Cornelia, die von seinem Tod profitiert, auch finanziell. Doch Tochter Astrid will einen fremden Mann in der Nacht in ihrem Zimmer gesehen haben, der sie sogar zärtlich gestreichelt hat, bevor er wieder ihr Zimmer verließ. Sollte tatsächlich ein Fremder in die Villa eingedrungen sein, der eine eigene Abrechnung mit Hans hatte? Für die junge Ermittlerin Emma, im dritten Monat schwanger, ist der Fall eigentlich klar und schnell gelöst, doch ein paar Zweifel bleiben...


    Meine Meinung
    Schade, dass dieser Krimi bereits der dritte über die Ermittlerin Emma ist, so fängt man leider nicht am Anfang an und weiß nicht, was eventuell vorher schon Interessantes über die vorhandenen Protagonisten erzählt wurde. Wir lernen hier Emma als junge schwangere Ermittlerin kennen, die eine nach meinem Empfinden etwas seltsam unterkühlte Beziehung zur dem Vater ihres Kindes führt. Sexuell scheint alles ok zu sein, aber ich spüre hier keine besondere Nähe und Wärme. Kristoffer erscheint mir etwas egoistisch und wenig an Emmas Wünschen interessiert. Ihr Exfreund Hugo dagegen ist derart besessen von seiner Liebe zu ihr, dass er sie ständig verfolgt und davon überzeugt ist, sie wieder für sich zu gewinnen. Emma selbst kämpft bei diesem Fall mehr mit ihrer Übelkeit, ihren Kreislaufproblemen und ihrer Gesamtsituation als werdende Mutter, sich ungeliebt fühlenden Partnerin und vom Exfreund Verfolgte, als mit der Lösung des Mordfalles. So kommt es mir zumindest vor. Vielleicht ist es ihrer fehlenden Energie zuzuschreiben, dass sie es sich so einfach macht und den Fall so schnell als gelöst sieht mit Cornelia als perfekter Täterin. Von einem besonderen Spürsinn oder Ehrgeiz war für mich jedenfalls nichts zu spüren. Und auch ihr Partner sowie der Rest der Ermittler machten auf mich einen sehr lahmen Eindruck, während sie fast dankbar alle vom Täter gelegten Spuren aufgriffen. Das hat mir nicht gefallen, da war keinerlei Biss zu spüren.


    Für mich als Leserin war es aber dagegen recht spannend gemacht, die vielen Puzzleteile nach und nach zusammenzusuchen und so auf die Spur des Täters zu kommen. Da man auch zwischendrin immer wieder ein paar kurze Abschnitte aus der Sicht des Täters lesen konnte, war es möglich, dessen Motivation und auch ihn selbst zu überführen, auch wenn es einige Verdachtsmomente anderen gegenüber gab. Und auch wenn ich den Täter erkannte, bot das Ende noch eine überraschende Wendung und sorgte dafür, dass man nun den nächsten Fall lesen möchte, der hoffentlich ebenfalls noch übersetzt wird.


    Während die Ermittlungen etwas enttäuschend verliefen und fast nebensächlich wurden, lag fast mehr Gewicht auf den persönlichen Dramen der unterschiedlichen Protagonisten. Neben Emmas Gefühlswelt bot Cornelias Schicksal viel Stoff für Überlegungen und Spekulationen. Ihre große Angst vor Ehemann Hans war greifbar und ihre Panik, nun als Verdächtige im Gefängnis zu sitzen war, sehr gut beschrieben. Doch warum sah niemand, auch ihre Freundin Josefine nicht, auch nur eine einzige sichtbare Verletzung? Warum behauptet ein Freund von Hans, Cornelia sei eine Gefahr? Warum ist die Tochter Astrid in ihrem Verhalten auffällig, wurde sie auch missbraucht? Auch bei Freundin Josefine, gleichzeitig die Schwester von Emma, zeichnete sich ein persönliches Drama ab, das für emotionale Szenen sorgte. Hinter den Fassaden von reichen Familien in schönen Villen bröckelt so einiges. So las sich das Buch weniger wie ein Thriller, sondern mehr wie Familiendrama, gewürzt mit Morden.


    Auch wenn ich aufgrund der Beschreibung also eigentlich einen spannenden Ermittlungskrimi erwartet hatte, hat mich dieses Buch auch so recht gut unterhalten. Es war mir zwar keiner wirklich sympathisch, aber ich wollte bei allen immer wissen, wie es ihnen weiter ergeht. Die kurzen Kapitel und die Perspektivwechsel ließen die Geschichte dabei schnell und kurzweilig lesen. Ich habe auch kein Problem mit offenen Enden, wenn sie überraschen oder Stoff zum Nachdenken bieten. Was den Kriminalfall betrifft, kann ich hier also gut damit leben, aber es blieb für mich leider zu vieles offen, was Cornelias und Astrids Erzählstrang betraf, was mit dem Krimi selbst zwar nichts (mehr) zu tun hat, aber was mich mindestens ebenso viel beschäftigt hatte. Das finde ich etwas schade.


    3ratten