Beiträge von qantaqa

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Da hast Du absolut Recht. Bildung ist da ein gutes Mittel gerade für Frauen, Selbstvertrauen und -sicherheit zu entwickeln und Schritte in die richtige Richtung zu unternehmen.

    Nachdem ich das Buch jetzt beendet habe, muss ich einige Einschätzungen aus meinem vorherigen Posting relativieren. Manches hat sich anders entwickelt, als ich erwartet hatte. Es bleibt aber der Eindruck eines wirklich lesenswerten Buches, das dem Leser einen Einblick in die Lebensverhältnisse asiatischer Migranten mitten in Europa gewährt. Und es zeigt deutlich, dass die Menschen ihre Kultur nicht 1:1 auf den neuen Lebensraum in der Fremde übertragen können; das muss scheitern. Wurzeln kann man in einem neuen Land nur schlagen, wenn man sich auf die neue Lebensart einlässt, aber die eigene Herkunft nicht verleugnet.


    4ratten

    Gerade mit dem Buch begonnen und schon fündig geworden:


    "Nur die roten Fahnen an allen Fenstern raschelten leise im Wind. Irgendwo bellte ein Hund. Oder war es eine menschliche Stimme, die aus einem fernen Lautsprecher kam?"


    Erika Mann, Wenn die Lichter ausgehen (S. 7)

    Ich lese das Buch zur Zeit, nachdem ich lange gezögert habe, damit zu beginnen. Ich kann mich dem allgemein positiven Urteil nur anschließen. Allerdings muss ich sagen, dass ich besonders den Briefwechsel der Schwestern interessant und gelungen finde. Anstrengend zu lesen sind die Briefe der in Bangladesh verbliebenen Schwester schon, machen aber auf besonders eindrucksvolle Weise die Kluft zwischen beiden Welten und die Erwartungen, die beide Frauen an das Leben stellen, deutlich. Die eine lebt aus dem Bauch, wenn auch in bescheidensten Verhältnissen, die andere lebt in unglaublichem Luxus mit fließendem Wasser etc und ist entwurzelt und wie erstarrt.


    Nazneens Passivität ergibt sich für mich aus ihrem bisherigen Leben. Immer hat ihr jemand gesagt, was sie tun soll, für sie entschieden und gedacht und sie hat gelernt, dass ihre Meinung niemanden interessiert. Warum sollte sie dann mehr sagen als "Wie du willst"? Die intensiv verzahnte und streng traditionelle Bangladeshi-Gemeinde, in der jeder unter dem Mikrosop liegt, fördert die Bildung einer eigenen Meinung auch nicht gerade. Im Gegenteil: man kann nur bestehen, wenn man sich anpasst und möglichst wenig auffällt.
    Der eintönige Alltag wird minutiös beschrieben und nervt beim Lesen. Wie muss sich eine Frau fühlen, für die dieser Alltag jeden Tag Realität ist? Abgeschnitten von ihrer Heimat und der Welt, in der sie lebt und in die sie nicht passt, bleibt Nazneen nur diese Albtraumwohnung, die gelegentlichen Besuche ihrer Freundin und die Briefe ihrer Schwester.
    Das Buch schildert eindringlich die Gefühle und Erwartungen von Menschen, die sich in einer fremden Welt und mit fremden Werten zurecht finden müssen. Ich bin gespannt, wie Nazneen sich weiter entwickelt.

    Wieder musste ein Büchergutschein auf den Kopf gehauen werden:


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    [li]Kader Abdolah - Die geheime Schrift[/li]
    [li]John Keegan - Der erste Weltkrieg, eine europäische Tragödie[/li]


    Zitat

    Rakesh Khanna (Hrsg.) - The Blaft Anthology of Tamil Pulp Fiction


    Hört sich echt schräg an. Viel Vergnügen damit! :breitgrins:

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    Alexander von Humboldt - Die Reise nach Südamerika
    Fattaneh Haj Seyed Javadi - Der Morgen der Trunkenheit
    Matt Beynon Rees - Ein Grab in Gaza
    Dan Simmons - Terror


    edit: fast vergessen!
    Tad Williams - Der Engelsturm

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    Damit ist die Osten-Ard-Saga in der wunderschönen Klett-Cotta-Ausgabe endlich komplett. :klatschen:

    Zitat

    Ich hoffe übrigens, dass du das Buch bald liest, denn zwei Meinungen sind ja immer besser als eine. Vielleicht gefällts dir ja auch.


    Ich habe im vergangenen Jahr erst Die Rache des Samurai gelesen. Wenn ich mich recht erinnere, war Ichiro glücklich, die edle Reiko für sich gewonnen zu haben. Da ich zur Zeit sehr viel aus dem Nahen Osten lese, dauert es bestimmt noch eine Weile, bis ich mich in den Fernen Osten vorgearbeitet haben werde.

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    Kurzbeschreibung von Amazon:
    Carla: Es sind nur wenige Tage, die Carla von ihrem Kind getrennt im Krankenhaus verbringt, Tage, die alles verändern. Als die Schwester ihr das Baby in die Arme legt, stellt Carla entsetzt fest: Das ist gar nicht ihr Kind! Doch niemand glaubt ihr ┤ Fiona: Fiona wacht in ihrer Badewanne auf. Kerzen stehen am Wannenrand, Blütenblätter schwimmen auf dem Wasser, das sich allmählich rot färbt ═ von ihrem Blut! Mit letzter Kraft schleppt sie sich zum Telefon. Im Krankenhaus behauptet sie, jemand hätte versucht, sie zu töten. Doch niemand glaubt ihr ┤


    Meine Meinung:
    Das Buch ist kein Thriller, sondern ein zu Papier gebrachter Albtraum. Und spannend ist es! Ich habe es mit viel Vergnügen gelesen und es hat mich, was schon lange bei einem Krimi nicht mehr passiert ist, auch in der lesefreien Zeit beschäftigt.
    Zum Inhalt sage ich gar nichts, weil die Kurzbeschreibung von Amazon so unheimlich gespannt auf das Buch macht und man selbst dahinter kommen soll. Auch wenn es am Ende nicht ganz hält, was die Kurzbeschreibung versprochen hat, ist es ein solider, lesenswerter Krimi und Zoë Beck ist eine Autorin, deren Stil mir gefällt.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:


    Den ganzen positiven Meinungen kann ich mich gar nicht anschließen.
    So einen albernen Schmarrn habe ich lange nicht mehr gelesen.


    Dem kann ich mich nur aus vollem Herzen anschließen.


    Zitat

    Ein bestialischer Serienmörder geht um. Lösen soll den Fall das Team um die FBI-Agentin und Ich-Erzählerin Smoky Barrett. Leider scheitert in meinen Augen der Versuch des Autors, dass Team menschlich erscheinen zu lassen. Zu kalt, präzise und analytisch ist die Erzählweise von Smoky. Und das ganze FBI ist perfekt, sie können alle gebogen, aber nicht gebrochen werden :entsetzt:. Diese ganz besonders tollen und besten ihres Fachs lassen mich mehr erschauern als alle aufgeschlitzten Leichen zusammen...


    Ja, taff san's, die FBI-Agenten. *schüttel*
    Aber auf die detailreichen Gewaltdarstellungen hätte ich, wie dubh, gut verzichten können.


    Zitat

    Auf den nachfolgenden Band werde ich getrost verzichten.


    Ich auch.


    Irgendwie habe ich kein Glück mit meiner Thriller-Wahl, denn auch dieser hat mich nicht vom Stuhl gehauen.