Beiträge von finsbury

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Ich mag Walter Moers' "Ensel und Krete" sehr gern. Es war das erste Buch, das ich von Moers gelesen habe und ich halte es immer noch für eins seiner besten. Gibt's leider momentan nur noch antiquarisch.

    Freut mich, dass die Kinder auch heute noch auf Geburtstagen richtig spielen und nicht nur an den Handys daddeln .

    Mit einem Klassiker kann ich mein Punktekonto noch etwas erhöhen:


    Kniffel n: Lies ein Buch, das sich gefühlt schon 100 Jahre auf deinem SuB befindet. Ich besitze die dreibändige Schiller-Ausgabe aus dem Hanser-Verlag seit 40 Jahren, aber den "Wallenstein" habe ich erst jetzt gelesen.

    Friedrich von Schiller: Wallenstein-Trilogie : Wallensteins Lager, Die Piccolomini, Wallensteins Tod

    Und ich stimme auch Kirsten und Cuddles zu, dass die Persönlichkeit von Connie Burns doch sehr ambivalent ist.

    Schön, dass du mir zustimmst, aber ich kann mich überhaupt nicht mehr an das Buch erinnern. Bei den anderen Büchern von Minette Walters weiß ich zumindest noch, dass ich sie gelesen habe und kann mich an Teile der Handlung erinnern. Aber bei dem hier ist nur ein schwarzes Loch:rolleyes:

    Das wird mir in zehn Jahren mit diesem Werk wohl ähnlich gehen :gruebel:. Am besten kann ich mich an ihre ersten zwei bis drei Thriller erinnern.

    Mein Monatsrundenbuch passt auch zu einer Kniffelaufgabe:

    In Minette Walters: Des Teufels Werk heißt die Protagonistin Conny - genauso wie eine Mitschülerin aus der Grundschule. Puh, ist das lange her... .:entsetzt: Ich kann mich nur noch an ihren Namen und die Lage ihrer Wohnung erinnern. Außerdem habe ich auf ihrem Geburtstag mal was Tolles (fand ich damals, weiß aber gar nicht mehr was) beim Topfschlagen bekommen. Gibt's das Spiel heute eigentlich noch?

    Die ambivalente Einschätzung meiner Vorschreiberinnen teile ich auch noch nach zehn Jahren. In den ersten hundert Seiten entfaltete sich der typische Minette Walters- Sog, und ich dachte schon, das wäre, nach dem von mir als ambivalent wahrgenommene "Schlangenlinien" wieder ein richtig guter Thriller, aber wie ihr oben schreibt, die Handlung war durch die zusätzliche Geschichte zwischen Jess und ihrer Familie

    einfach überladen. Und ich stimme auch Kirsten und Cuddles zu, dass die Persönlichkeit von Connie Burns doch sehr ambivalent ist. Gut gefallen hat mir, wie das eigentliche Geschehen um die Entführung langsam aufgedeckt wurde, das hatte gute Thrillerqualitäten, aber da aus der Ich-Erzähler-Perspektive mit Innensicht geschrieben wird, ist die Wandlung von dem zu Tode verängstigen willenlosen Opfer zur kaltblütigen Rächerin gar nicht glaubwürdig. Auch die Auflösung ist mir zu ungenau. Mir wird nicht klar, wie der Täter ins Meer gelangt ist und man nur einen Arm von ihm fand. Vielleicht hab ich da was überlesen, aber dann wäre es sehr versteckt gewesen.


    Aber spannend war's trotzdem! :leserin:

    17 a von Bücherliebe ist geschafft: ein Buch, das ich vor acht Jahren zum Geburtstag geschenkt bekam

    Adriana Altaras: Titos Brille. Geschichte meiner strapaziösen Familie

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    Damit habe ich immerhin meine erste Runde geschafft. Nichts gegen andere Leistungen hier, aber ich habe nicht so viel Zeit zum Lesen und bisher noch nie so schnell eine Challenge so früh geschafft. Mehr Runden werden es nicht mehr, ab jetzt sammle ich Punkte.

    Diese Autobiografie habe ich jetzt auch gelesen. Und auch mich beschleichen ähnliche Gefühle wie Kiba.


    Vieles in der (Auto)biografie ist sehr interessant und aufschlussreich. So habe ich bisher kaum bisher etwas gewusst über das Schicksal der Juden während des Zweiten Weltkriegs auf dem Balkan.


    Ich kann darüber hinaus gut nachvollziehen, wie traumatisiert auch die Kindergeneration der vom Zweiten Weltkrieg vernichteten und geschädigten Juden war. Die Restitutionsansprüche und ihre aufschiebende Behandlung in den Nachfolgestaaten mag Menschen, die damit keine Schwierigkeiten hatten, wie nervtötendes Herumreiten erscheinen, aber tatsächlich wurden Milliardenwerte der Juden an widerrechtlichem Besitz auch nach dem Zweiten Weltkrieg von den Nachfolgestaaten und Privatpersonen einbehalten und nicht wiedergegeben. Das würde sich auch sonst niemand gefallen lassen wollen.


    Was mich aber stört:
    Die Autorin verbreitet selbst Vorurteile über Juden, die ich nie hatte. Sie schildert übelnehmerische Menschen wie ihren Freund Raffi, die ihr Geld verdienen, indem sie alles kritisieren, was die Staaten, nichtstaatliche Vereinigungen und die Kulturszene im Zusammenhang mit dem Holocaust und der heutigen Situation der Juden in Europa veröffentlichen, aber auch das Verhalten der Juden selbst. Sie verweist immer wieder auf Geldgier und bedient damit völlig unnötig und ärgerlicherweise ein Klischee.

    Nun habe ich auch öfter Probleme mit Satire . Wie ist das Ganze gemeint? Überfordert es nicht etwas den Leser?

    Den Nachfolgeband werde ich jedenfalls nicht mehr lesen. Es gibt viel interessantere und weniger subjektive Bücher über die Schicksale dieser so schrecklich verfolgten und ermordeten Menschen, die einen so großen und wichtigen Beitrag zur europäischen Kultur geleistet haben.

    Und ich einen AIDS-Virus.

    Ich bastele nicht, in der Zeit lese ich lieber. Aber an Lesezeichen habe ich die Menge, aus verschiedenen Kalendern und viel selbst Aufbewahrtes. Bevor ich ein Buch beginne, suche ich gerne nach dem passenden Lesezeichen. Für Krimis und Literatur für Kopf und Seele sowie für Fachbücher habe ich allerdings jeweils ein bestimmtes und festgelegtes Lesezeichen - z-T. schon seit Jahrzehnten.

    Von meiner Liste "Märchenhaft" ist "Die Schöne und das Biest" abgehakt.

    In Alexandre Dumas' père Roman: Die Bartholomäusnacht können sich zwei wichtige Personenpaare zunächst bist auf den Tod nicht ausstehen: Marguerite von Valois und der ihr aus politischen Gründen als Ehemann aufgezwungene König Henry von Navarra einerseits, andererseits die beiden Grafen de la Môle und Coconnas, die sich in mehreren Duellen bis auf das Blut bekämpfen, bevor sie zu Freunden - buchstäblich "treu bis in den Tod" werden. Ein schöner Schmöker, sehr empfehlenswert für Freunde historischer Romane.

    Und als ihm 1858 Alfred Russel Wallace von Borneo aus - wo er gerade Tiere sammelte - einen Aufsatz schickte, in dem Wallace praktisch die ganze Evolutionstheorie ebenfalls und unabhängig von ihm entwickelt hatte. Einen Aufsatz, den Wallace zur Publikation vorgesehen hatte, und Darwin nur noch zur Begutachtung geschickt hatte. Nun eilte es auch Darwin mit einer Publikation.

    Neffe geht auch darauf ein, dass Darwin die Vorteile seiner gegenüber Wallaces Herkunft gehobener Klasse in Anspruch nahm, um schnell eine Anerkenntnis zu bekommen, dass er die Evolutionstheorie als erster aufgestellt hatte und um sein Buch dann schnell zu veröffentlichen. Auch Darwin neigte wohl, wie viele seiner Rezipienten, wenn auch nicht in derem Ausmaß, dazu, seine Klassenvorteile als evolutionär bedingt zu sehen und sie so selbstverständlich zu nutzen. Allerdings hat er nie Menschen als verschiedenen Rassen zugehörig gekennzeichnet, war aber schon von dem höheren Entwicklungsstand des gebildeten Europäers überzeugt.

    25c ist geschafft mit der Darwin-Biografie von Jürgen Neffe: Darwin - Das Abenteuer des Lebens

    Im Klappentext finden sich die zusammengepuzzelten Wörter: Ich mache, was ich möchte:

    " In seiner mitreißenden Wissenschaftsreportage (2 mache) schildert ... Jürgen Neffe die Entstehung der Evolutionstheorie, die die Weltsicht (1 ich) ... revolutionierte. Gleichzeitig beschreibt er den Menschen Darwin und dessen Wandlung vom gottesgläubigen (3 was) Anhänger der Schöpfungsgeschichte zum .... .... . MIt dem Autor erlebt der Leser die Faszination des Reisens ... und begegnet den unterschiedlichsten (4 ich) Menschen. ... "Zu den seltsamsten Resultaten meiner Reise gehört eine optimistischere Sicht auf die Zukunft meiner Spezies ( 5 möchte) ... .""

    Uff, das war gar nicht so einfach!