Beiträge von finsbury

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Außerdem mag ich Krimis, die in Wien spielen. Ich kenne die Stadt recht gut und es macht Spaß, genau zu wissen, wo Täter oder Opfer

    herumliegen und Kommissare herumirren! Momental lese ich gerade "Wiener Blut" von Frank Tallis - eine perfekte Kriminalgeschichte, die zu Beginn des 20 Jh in Wien spielt. Zeitgeschichte und Medizingeschichte (Freud!) werden immer wieder erwähnt! Genau, wie ich es mag!

    Kommen die nicht gerade als "Vienna Blood" verfilmt im Fernsehen? Die Verfilmungen haben mir sehr gut gefallen, interessante Figuren und durch die Verbindung zur Psychoanalyse mal ein interessanter Twist. Außerdem wunderschön ausgestattet!

    Mich interessieren fast alle Geschichtsepochen, und so mag ich auch gerne, wie auch morgenfee, Familienromane, die sich über mehrere Generationen hinziehen und damit die historischen Ereignisse widerspiegeln ebenso wie historische Romane, die aber die Epoche, in der sie spielen, sich nicht nur als buntes Mäntelchen umhängen.

    Aber auch geografische Themen wie die Klimageschichte, die (Kultur-)Landschaftsgenese beschäftigen mich, daneben auch die Evolution des Menschen.

    Aber mein größtes Interessengebiet ist die Literaturgeschichte, im wesentlichen der deutschen, englischen und europäischen Literaturen, aber auch der amerikanischen und asiatischen.

    Und zur Entspannung immer wieder Krimis insbesondere englischer, skandinavischer und deutscher Herkunft.

    Wie oben schon Igela schrieb, hat der Roman ein typisches Agatha Christie- Setting: eine überschaubare Anzahl Leute, die an einem Ort zusammen sind, von dem sie nicht so leicht wegkommen, und fast alle tragen ein Geheimnis mit sich herum.


    Das mag ich und auch Ort und Jahreszeit haben mir zugesagt. Allerdings ging es mir zunächst ähnlich wie Kirsten, die Yuppis, die sich da zunächst in der Bahn und dann in der Lodge versammelten, interessierten mich nicht.

    Aber die Autorin hat durchaus was daraus gemacht. Mir gefällt im Gegensatz zu Igela der ständige Perspektivwechsel, weil er die Charaktere der Personen besser entschlüsselt und die Spannung immer wieder aufrechterhält. Allerdings ist mir nicht verständlich, warum der einzige Mann - Doug -, aus dessen Sicht erzählt wird, im Er- Erzähler-Modus läuft, während die ganzen Frauen in der Ich-Perspektive dargestellt werden. Ich sehe dafür weder eine dramaturgische noch eine inhaltliche Notwendigkeit.
    Ich fühlte mich gut unterhalten, auch die Umgebung und der Winter tragen genügend zur Handlung bei und wirken nicht beliebig. Allerdings bleiben am Ende doch einige Handlungsstränge offen, was egal wäre, wenn nicht wieder anderes unnotwendigerweise zu Ende erzählt wird.
    Ordentliche Krimikost für trübe Januartage, ohne dass man jetzt vor Begeisterung aus dem Sessel springen würde.

    Habe die ersten beiden Romane des Zyklus "Die Ahnen" von Gustav Freytag gelesen und damit zwei Aufgaben abgedeckt:


    Kniffel 15: Lies ein Buch, in dem jemand eine Reise unternimmt.
                    
    Gustav Freytag: Ingo Der Protagonist Ingo reist aus seiner vandalischen Heimat jenseits der Order zuerst an den römischen Limes und dann nach Thüringen


    24 Namen b: Lies ein Buch mit einem Namen einer Figur, den du als "noch nie gehört" einstufst.

                          Gustav Freytag: Die Ahnen 2: Ingraban Der Name des Titelhelden war mir bis dato unbekannt.

    Vom Romanzyklus " Gustav Freytag: Die Ahnen" habe ich die ersten beiden Romane - :belehr: Ingo und Ingraban :belehrerin:- gelesen. Da es sich um einen Romanzyklus handelt, werde ich vielleicht noch einen Band im Januar schaffen, aber nicht alle sieben. Das wird sicher bis März /April dauern.


    Ich fahre jetzt zunächst mit "Neuschnee" :frieren:fort, um mich ein wenig von der altertümelnden Professoralität zu erholen.

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    Maria Grappas dreißigster und letzter Fall in Bierstadt (= Dortmund)

    Die Redakion des Bierstädter Tageblatts steht kurz vor der Auflösung, denn der Verleger Damm will seine Zeitung verkaufen, da sich Printmedien nicht mehr lohnen. Doch kurz vorm Ende hat Maria Grappa, die Reporterin für Mord und Totschlag noch was Aktuelles für die Tasten: In Bierstadt gibt es interessante Verquickungen zwischen einem arabischen Clan und der bekannten Neonazi-Szene, und es fließt reichlich Blut. Wie gewohnt mit lockerer Zunge und Blick für den Misstand in den unterschiedlichsten sozialen Gruppen macht sich Grappa Feinde und wird bald selbst des Drogenhandels und sogar Mordes beschuldigt. Im Angesicht einer romantischen Zukunft im geerbten Palais ihres Lovers an der Amalfi-Küste gelingt es Grappa aber auch hier noch ein letztes Mal, die wahren Täter ausfindig zu machen und ihren eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen.

    Lockere Krimikost, die seit 1993 immer die aktuellsten Themen in der Gesellschaft und im östlichen Ruhrgebiet speziell aufgreift und durch die ich inzwischen eine Art Stadtgeschichte im Regal stehen habe, die fast eine ganze Generation umfasst. Tschüss, Grappa :trinken:

    Vielen Dank für euren zahlreichen Zuspruch. Aber es ist wirklich nichts Besonderes, und wenn es auch am Anfang schon ordentlich Schmerzen gibt, bleibt doch die Perspektive auf eine lange arbeitsfreie Zeit. Und darauf freue ich mich.

    Sven Plöger, der bekannte Wettermoderator und Diplom-Meteorologe hat dieses Buch mit dem Untertitel "Den Klimawandel verstehen und aus der Krise für die Welt von morgen lernen" Mitte letzten Jahres veröffentlicht, sodass sogar noch Erkenntnisse aus der Corona-Krise einfließen konnten. Das Dargestellte ist also auf hochaktueller Datenbasis.


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    Zunächst erklärt Plöger den Unterschied zwischen Klima und Wetter, zwei Begriffe, die immer wieder verwechselt werden und dadurch auch häufig für Missverständnisse in der Diskussion zum Klimawandel sorgen. Dann veranschaulicht er uns die Komponenten, die unser Klima beeinflussen und führt und daraufhin durch die natürliche Klimageschichte unseres Planeten. Im Kontrast dazu macht er im Folgenden klar, wie sich der anthropogene Eintrag auf das Klima auswirkt und weist dabei auch immer wieder auf die Wechselwirkungen und Rückkoppelungseffekte der verschiedenen Faktoren hin. Er zeichnet ein Panorama, was passiert, wenn wir weiterhin nichts oder viel zu wenig gegen den Klimawandel tun.
    Im zweiten Teil des Buches, für den sich Plöger zur Faktenrecherche mit Andreas Schlumberger zusammengetan hat, werden nun alle einzelnen Bereiche genau aufgedröselt, die durch die menschlichen Eingriffe zerstört werden - Wälder, Moore, Ozeane als Kohlenstoffsenken - bzw. werden die menschlichen Eingriffe nach dem Verursacherprinzip aufgefächert und auch Tipps dazu gegeben, was jede*r Einzelne von uns dagegen tun kann.

    Meine Meinung:

    Super erklärt, gut verständlich ohne auf wissenschaftliche Genauigkeit zu verzichten ... und sehr schmerzhaft. Denn Plöger führt uns genau vor Augen, was wir alle so in unserem Leichtsinn und unserer Unwissenheit falsch machen, nicht ohne dass er natürlich immer wieder daran erinnert, dass hier ohne harte politische Entscheidungen nichts laufen wird. Aber auch die beeinflussen wir durch unser Verhalten als Verbraucher, Wähler und mündige Bürger, die sich immer wieder in die politische Diskussion einbringen sollten.
    Sicherlich kann man nicht an allen Stellschrauben gleichzeitig arbeiten, aber ich will jetzt schon versuchen, einiges an meinem Konsumverhalten zu ändern und mich auch in der Diskussion nicht durch den Bequemlichkeitssprech beeinflussen oder gar mundtot machen zu lassen.

    Das Buch macht noch einmal dramatisch klar, dass der Wendepunkt, ab wann das Geschehen kaum mehr beeinflussbar ist, unmittelbar bevorsteht.
    Einziges Manko: Ich hätte mir mehr Schautafeln, Diagramme und Tabellen gewünscht, da sie die Inhalte noch besser visualisiert und in Szene gesetzt hätten.

    Unbedingt lesenswert!!

    Das ist immer der beste Spruch "Ich bin selbst kein Nazi, aber ...", und dann kommen irgendwelche Forderungen, dass man rechtsnationale Meinungen dulden soll, gerne im unmittelbaren Zusammenhang mit irgendwelchen Postulaten, wie man Minderheiten besser einschränken könnte. Die machen sich die Demokratie nur dann zu eigen, wenn es ihren eigenen Interessen dient.

    Die letzte Woche habe ich im Krankenhaus - nix Narrets - verbracht, da habe ich mit den "Ahnen" von Gustav Freytag begonnen, dem dicksten Schmöker meiner Listen für dieses Jahr. Aufgrund der OP werde ich in den nächsten zwei Monaten mehr Lesezeit haben, deshalb habe ich mir mehr vorgenommen als im letzten Jahr. Freytags "Ahnen" altertümeln sehr: Der erste Band spielt zu Beginn der Völkerwanderungszeit in Thüringen und beschäftigt sich mit Ingo, einem vandalischen Königssohn, der sich nach einer Auseinandersetzung mit den Römern einen neuen Platz im Leben sucht. Wenn das Buch weniger schwer auf dem operierten Bein läge, läse es sich noch süffiger :autsch:. Außerdem bin ich fast fertig mit dem sehr interessanten, wenn auch wenig vergnüglich zu lesenden Sachbuch von Sven Ploeger: Zieht euch warm an, es wird heiß". Dazu schreibe ich noch eine Rezi.