Beiträge von finsbury

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich möchte auch noch mitmachen und melde an:

    Edward Rutherfurd: Im Rausch der Freiheit (Originaltitel: New York)


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    Der Autorenname und deutsche Titel enthalten zusammen sieben Mal den Buchstaben R/r und der Originaltitel besteht aus sieben Buchstaben. Außerdem besitze ich das Buch seit 2012 und damit seit sieben Jahren, da muss es ja auch von seinem elenden SUB-Dasein erlöst werden.

    Tja, wie ihr schon oben schreibt, plätschert die Handlung so dahin und auch das ganze Drumherum; Allerdings finde ich - wie @Gabi - schon, dass Rudis Auflehnung gegen Franzens altbekannten Egoismus dem herkömmlichen Figurenreigen eine neue Farbe gibt. Franz kommt ins Nachdenken, ohne gleich zum Gutmenschen zu werden und auch der Flötz rafft sich auf.


    Insgesamt reichen mir die Spannung und das Vergnügen an den Figuren noch aus, um die Reihe weiterzulesen, aber langsam nimmt das Interesse ab. Vielleicht erscheinen, wie bei vielen Reihen, die Bände auch in zu kurzer Folge hintereinander. Da reicht es dann halt nur zur Konfektion.

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    "Tote Wasser" ist der fünfte Krimi aus der Shetland-Reihe um Inspektor Jimmy Perez und erschien 2013 auf Englisch, ein Jahr später auf Deutsch.

    Original- und deutscher Titel stimmen inhaltlich überein.

    Inhalt


    Jimmy Perez trauert immer noch um den Verlust seiner Verlobten Fran, die im Vorgängerband getötet wurde, als ein bekannter, von den Inseln stammender Journalist ermordet aufgefunden wird. Weil Perez noch nicht vollständig einsatzbereit ist, wird Willow Reeves, eine Inspektorin, die auf dem Festland arbeitet, hinzugezogen. Eine weitere Leiche wird kurze Zeit später gefunden, und die aus den anderen Bänden bekannte Staatsanwältin Rhona Laing scheint etwas zu verbergen .

    Meine Meinung:

    Die Atmosphäre des Krimis und die Interaktion des Ermittlerteams ist so gelungen wie in den anderen Bänden, aber die Ermittlungen ziehen sich kaugummiartig in die Länge und die Auflösung ist in Bezug auf das Motiv des Mörders so hanebüchen, dass ich am liebsten die letzten Seiten umgeschrieben hätte. Auch der Titel hat nichts mit den Geschehnissen und der Auflösung zu tun und erscheint daher sehr rätselhaft.
    Das kann Cleeves viel besser!

    finsbury : Nix passiert. Im Gegenteil - endlich ist mir wieder einmal etwas anderes als nur "verlinkt" eingefallen. Wobei sich die Meldung rein auf die Qualität des Buches und nicht dich persönlich bezogen hat. Ich habe gerade erst gesehen, dass man den Spruch auch anders lesen könnte. Das wollte ich selbstverständlich nicht. Entschuldige, falls das bei dir anders angekommen ist.

    Alles gut, ich hab nichts missverstanden, musste nur selbst über mich schmunzeln. Meine Aussage oben bezieht sich nur auf das Präfix ver-, das ja häufig negative Verben einleitet wie verwerfen, vergehen, verwesen … . War aber nicht psychologisch gemeint, weder in Bezug auf mich noch auf andere. Das aber alles off Topic und jetzt hier nichts dergleichen mehr von mir.

    Doris hat schon eine wunderbare Rezension zu dem Roman verfasst, die ich durchaus teile. Hier meine kürzeren Anmerkungen:


    Elizabeth Gaskell: Frauen und Töchter


    Gaskell konnte ihren letzten Roman nicht mehr fertigstellen, sie starb im November 1865, kurz bevor sie das Ende hatte schreiben können. Dennoch ist der Roman so gut wie fertig, das Happy End bahnt sich schon heftig an.

    Zum Inhalt:

    Molly Gibson, Arzttochter in der kleinen Stadt Hollingford, wächst mutterlos heran und erhält mit 17 eine Stiefmutter, ehemalige Gouvernante der führenden Adelsfamilie der Gegend, dünkelhaft wie diese und nur auf ihre Annehmlichkeiten bedacht. Hyacinth, wie sie von ihrem neuen Mann genannt werden möchte, bringt ihre Tochter Cynthia aus erster Ehe mit, die ungefähr im gleichen Alter ist. Mithandelnde sind außerdem noch die oben genannte Adelsfamilie Cumnor, der Squire, seine Frau und die beiden Söhnen Osborne und Roger, letzterer ein aufstrebender Forschungsreisender und Wissenschaftler sowie die ganze Ortschaft mit ihren Gerüchten und Borniertheiten. Die eigentlich liebenswerte und sehr hübsche, aber auch flatterhafte und wenig bindungsfähige Cynthia verlobt sich im Laufe der Handlung dreimal und fügt mit zwei ihrer Verlobungen der ernsthaften und hilfsbereiten Molly großes Ungemach zu.

    Daneben gibt es noch Schicksalsschläge, große Geheimnisse und Liebe auf Umwegen.


    Meine Meinung

    Zunächst ein netter Unterhaltungsroman. Gaskell hat aber aufgrund ihrer Erfahrungen und Veranlagung einen durchaus analytischen Blick auf gesellschaftliche Strukturen, sie entlarvt die sterbende Welt des in seinen Traditionen und Verpflichtungen gefangenen Landadels, aber auch die Engstirnigkeit und Borniertheit der Kleinstädter. Diesen entgegen setzt sie die Menschen der Zukunft, den hart arbeitenden Arzt, die Vertreter von Wissenschaft und Forschung und auch am Rande das Stadtbürgertum mit seinen aufstrebenden Wirtschafts- und Verwaltungskarrieren. Und sie erkennt und thematisiert vor allem auch, wie eng das Leben der Frauen gefasst ist, wie wenig Möglichkeiten sie nur haben, es selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Und dennoch halten sie die Gesellschaft zusammen.

    Gaskell ist nicht annähernd so brillant wie die aus der vorherigen Generation stammende Jane Austen, aber durchaus ein gewichtiger Teil der literarischen Generation um die Brontes, Dickens, George Eliot und Thackeray, nicht mit ihnen auf der gleichen Stufe, aber in einzelnen Szenen doch zu ihnen aufschließend.

    Ein dicker Wälzer von über 800 Seiten, aber durchaus lesenswert!

    Da geht es mir genauso, Kirsten , wobei ich die Vera Stanhope -Krimis nur aus den Verfilmungen kenne. Die Perez-Krimis gefallen mir sowohl als Bücher als auch als Verfilmungen wegen des Settings auf den Shetland-Inseln und der schön lakonischen Art der Leute-

    Auch ich bin kein Fan dieses Bandes. Es zieht sich über sechshundert Seiten hin, was man auch gut in der Hälfte hätte bewältigen können. Auch das Ermittlerteam erhält nicht wirklich neue Facetten, nur so ein paar Häppchen werden dargereicht.
    Den nächsten habe ich schon auf Halde und hoffe, dass er besser ist, sonst war's das.

    Habe den zweiten von meiner Liste: Und immer geht das Morden weiter …
    gelesen, allerdings habe ich oben in meiner Liste aus Versehen den falschen Titel angegeben. Richtig ist:
    Jussi Adler-Olsen: Verheißung
    ist der sechste Band der Reihe.
    Allerdings wirklich vernachlässigbar, deshalb spare ich mir eine ausführliche Rezi.


    Wenn das verheißene Verhängnis nicht hält, was es verspricht, ist Hopfen und Malz verloren. LG, dodo

    Endlich habe ich ein Buch gelesen, bei dem der Vorname des Autors mit dem gleichen Buchstaben anfängt wie der meines Nicknames (Nr. 23). Er ist zwar nur der Herausgeber, hat aber auch mehrere Beiträge für das Bändchen geschrieben. Ich hoffe, das gilt, denn auf meinem SUB befinden sich fast keine Bücher, deren Autorenvornamen mit F beginnen, und die sehr wenigen, die es dort gibt, interessieren mich im Moment überhaupt nicht.
    Freddy Langer: Grönland. Ein Reiselesebuch

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    .
    Das kleine Buch wurde von Freddy Langer 2008 herausgegeben und enthält kleine Aufsätze, Essays und Mythennacherzählungen zum Thema Grönland. Die Aufsätze, die sich mit der aktuellen Lage der Grönländer beschäftigen, sind zum Teil, wie ich nach meinem Besuch in den letzten Wochen feststellen konnte, schon etwas veraltet. Das Land ist in einem starken Umbruch und daher nach mehr als zehn Jahren, wobei die Beiträge meist noch älter sind, viel weiter als dort dargestellt. Aber einiges findet man auch noch heute, und anscheinend sind die dort nacherzählten Mythen immer noch lebendig, nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Lebenswelt der Grönländer, die in den kleineren Siedlungen leben.
    Das Buch vermittelt insgesamt einen gewissen Eindruck von diesem riesigen, extrem dünn besiedelten Land, ist aber meiner Ansicht nach auch durchaus entbehrlich, wenn man die Mythen in anderen Büchern finden kann.

    Aus dem Urlaub zurückgekehrt entdecke ich das neue Monatsthema, einmal auch ein gesellschaftspolitisches Thema, vielen Dank dafür, Kritty .
    Ich steuere einen Klassiker aus dem 19. Jahrhundert bei, von einer berühmten Autorin und mit dem Thema im Titel:

    Elizabeth Gaskell: Frauen und Töchter


    Ein Riesenschinken, der eigentlich nicht zu meinen unmittelbaren Lesevorhaben gehört. Aber das ist ja das Schöne an den Monatsrunden, dass man auch verstecktere Sub-Schätze bergen kann.


    Der Roman ist bei Manesse als gebundene Ausgabe lieferbar. Ich bekomme den Einkaufslink aber weder über die Copy-Funktion noch händisch hin.

    Ja, das muss wohl schon sehr lange her sein. Der Band kam 2012 nochmal in einer er-weiterten Auflage heraus, also muss das schon mindestens sieben Jahre her sein. Wie Lanz sonst ist, darüber kann ich keine Aussage treffen, da ich prinzipiell keine Shows ansehe.