Beiträge von finsbury

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Erledigt:

    16.Lies ein Buch, das dich an etwas Besonders in deinem Leben erinnert.
        Gustav Freytag: Die Brüder vom Deutschen Haus 07/21

    In diesem Teilroman der "Ahnen" geht es am Ende um die deutsche Ostkolonisation, bei der der sogenannte Deutschherren- oder auch Marienorden eine entscheidende Rolle gespielt hat.
    In den Neunzigern war ich in Nordostpolen, dem ehemaligen Ostpreußen, aus dem mein Vater stammte. Im Rahmen dieser Reise besuchten wir auch die Marienburg in  Malbork,den ehemaligen Ordenssitz des Hochmeisters des Deutschherrenordens, eine gewaltige Backsteinburg aus dem 13. /14.Jahrhundert. Das Bauwerk hat mich einerseits sehr beeindruckt, insbesondere der Große Remter im Hochmeisterpalast, ein wunderschöner gotischer Festsaal, dessen Gewölbe auf einem einzigen Mittelpfeiler ruht .
    Andererseits strahlt dieses Gebäude sehr stark die Arroganz der Macht aus, die selbstverständlich auch dieser frühen Kolonisation im Namen Christi zugrundelag.

    Talisker ist nicht so meins, ich mag am liebsten die Islay-Whiskys, insbesondere den Lagavulin. Aber auch einige Lowland-Whiskys können ganz schön lecker sein, z.B. Glenkinchie, der nichts Torfiges hat, aber auch nicht so süß ist wie viele andere Single Malts. Aber das ist off topic :spinnen:

    Sagota, die Whiskytrinkerei finde ich wirklich reichlich übertrieben, obwohl ich selber gerne einen guten Whisky trinke, aber nur einmal pro Woche und dann in Maßen zum Genuss ... . Hier aber wird fröhlich volltrunken Auto gefahren, als ob man damit nicht andere gefährden könnte. Es ist halt ein Whisky-Märchen, mit der Realität hat das Setting eh weniger zu tun. Als entspannende Lektüre nach harten Arbeitstagen aber ganz gut geeignet, weil man sein Hirn nur sehr wenig anstrengen muss. Slàinthe Math!:elch:

    Kann auch wieder einiges ergänzen:


    20 b. Lies ein Buch, in dem jemand eingesperrt ist ( Gefängnis, im eigenen Körper gefangen…Beeinträchtigung ).
    --> Die Heldin Abigail Logan wird am Schluss von den Mördern in einem Höhlengang eingesperrt, der in alten Tagen zum Whiskyschmuggel benutzt wurde.
    Melinda Mullet: Whisky für den Mörder

    29 a. Lies ein Buch, indem ein Hund oder eine Katze erwähnt wird. --> Der Hund Liam der Heldin Abigail Logan schlürft natürlich gerne Whisky und spielt bei den Ermittlungen eine nicht zu unterschätzende Rolle
    Melinda Mullet: Whisky mit Schuss 


    18 c. Lies ein Buch, auf dem der Verlag auf dem Cover nicht nur geschrieben, sondern auch mit einem Merkmal, Logo oder Zeichen verewigt ist. -->Das Buch stammt aus dem Scherz-Verlag, der wohl inzwischen zur Fischer-Gruppe gehört, deren Fische-Logo jedenfalls das Cover ziert
    Jörg Maurer: Am Tatort bleibt man ungern liegen  


    19 a. Lies ein Buch, das einen Prolog enthält, der als Vorgeschichte zu der folgenden Handlung steht. Dh zeitlich vor der Geschichte handelt. --> Im Prolog geht es um die Krönungsfahrt Anne Boleyns auf der Themse, und das liegt ja nun locker einige hundert Jahre vor der Jetzt-Zeit der Handlung
    Emma Goodwyn: Tod im Schatten der Tower Bridge 

    Der vierte Band der Reihe um Beefeater John Mackenzie vereint wieder die gewohnten Elemente, die einen die Reihe recht gerne lesen lassen. Die Protagonisten sind sympathisch und in ihrem Hintergrund verankert. Durch Johns Nichte Renie wird mal wieder ein neues Milieu in die Reihe integriert - hier das der Schauspieler und Schauspielschüler. Neben einer recht spannenden Handlung lernt man auch wieder nebenbei einiges aus der englischen Geschichte, und mit der androhenden Junggesellenversteigerung John Mackenzies werden schon Fäden in den nächsten Band ausgeworfen.
    Einfach und erholsam zu lesenden Krimikost für die Entspannung zwischendurch.

    Leichte Kost für GB-Krimifans:
    Melinda Mullet hat bisher drei Krimis auf Deutsch veröffentlicht, die sich um die Erbin einer Whisky-Destillerie in den schottischen Lowlands drehen:


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    Ihre Heldin Abigail Logan ist eigentlich Pressefotografin mit Einsatz weltweit -gerne auch in Kriegsgebieten. Als ihr Onkel stirbt, bei dem sie nach dem frühen Tod ihrer Eltern aufwuchs, vererbt er ihr eine altehrwürdige Whisky-Destillerie, die er zunächst mehr als Hobby gekauft, dann aber mit Leidenschaft zusammen mit dem Destilleur Grant zu neuem Erfolg führte.
    Nun wird im ersten Band ein Angestellter der Destillerie ermordet, der zweite Band beschäftigt sich mit einem Mord im Rockermilieu: Im dritten Band geht es um Morde im Umkreis einer Preisverleihung für Whiskys.


    Die Romane sind recht unterhaltsam erzählt, die Fälle nachvollziehbar und das Ambiente sehr schottisch. Insbesondere wird Whisky getrunken, als gäbe es kein Morgen.

    Im Spätsommer erscheint ein weiterer Band.

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    Dieser 12. Krimi um Kommissar Jennerwein handelt von Verbrechen im Zusammenhang mit Bankenschließfächern. Polizeiobermeister Hölleisen ist hier der führende Ermittler, denn der Rest vom Team leidet mehr oder weniger noch an den Folgen des furiosen Showdowns des Vorgängerkrimis "Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt".
    Wie immer ist vieles an den Haaren herbeigezogen, aber schräge Ideen und merkwürdige Auftritte machen diese Alpenrkrimis ja erst aus. Diesmal sind es Don Quichotte und Sancho Pansa, die dem Alpenkurort ihren Besuch abstatten. Aber das ist nur das Buffo-Paar, das Opfer dagegen eine akademisch vorbelastete Putzkraft und die Verdächtigen stammen aus dem Villenviertel oder haben interessante Hobbys ... .
    Wie immer lesenswert und wunderbar schräg, wenn ich auch das eigentliche Team ein bisschen vermisst habe.

    1. Krimis ca- 50%

    2. Klassiker und anspruchsvollere Belletristk ca. 25%

    3. Historische Romane ca. 15%
    4. Fach- und Sachbücher ca. 10%


    Der Beginn des Jahres hat mir wegen Kniegenesung Zeit für komplexere Lektüre gegeben, dafür waren die letzten Monate arbeitsmäßig echt heftig, so dass im Wesentlichen nur Krimis zur Entspannung ins Lesefutter kamen.

    Nun, 11 Jahre nach der Veröffentlichung ist das Känguru auch hier eingezogen, und ich habe mich durch die kleinen Geschichten sehr gut unterhalten gefühlt. Insbesondere deshalb, weil hier nicht stumpfe Comedy stattfindet, sondern das Känguru einen klaren gesellschaftskritischen Standpunkt einnimmt, wie auch schon Suse und Valentine hervorheben, und durch seine anarchischen Aktionen unsere dumpfe Konsumgesellschaft ein ums andere Mal entlarvt. Manchmal muss man schon seine kleinen grauen Zellen ein wenig anschmeißen, um den philosophischen und wirtschaftstheoretischen Apercus gerecht zu werden, dann darf man sich wieder bei klamaukigen Szenen entspannen. Eine gute Mischung! Grundsätzlich lese ich nicht so gerne solche kurzen Geschichten, aber das Buch war doch eine sehr angenehme Abwechslung gegenüber all dem tiefergelegten Comedy-Mist, der sonst so auf dem medialen Markt stattfindet.

    Ich fand den Blick in den drei Kriegsbänden auch interessant, wenn auch sehr zurückgenommen, wie du es ja auch beschreibst, Kirsten. Mich überkam das Gefühl, dass der Erzähler den Krieg nur durch eine dicke Dunstschicht wahrnimmt, die ihn auch teilweise quält, weil er das Ganze zwar einerseits zu seinem Glück, aber doch auch bedrückend als mehr oder weniger "Etappenhengst" erlebt.

    Auch mir haben die eifrigen Seniorenermittler*innen ein paar entspannte Lesestunden gebracht. Allerdings hatte ich mir nach der ganzen Werbung noch ein wenig mehr erhofft. Setting und Personal sind wirklich gut gelungen, die Wendungen sind überraschend und die meisten Handlungsfäden sauber aufgelöst.
    So richtig schwarzhumorig, was ich mir erhofft hatte, ist das Ganze aber nicht, und die Witzigkeit bewegt sich doch auf recht ausgefahrenen Gleisen. Mich störte auch, dass am Ende so viele Verdächtige ihr herzensgutes Geheimnis lüften: Dasist mir ein bisschen zuviel des Guten. Was die Buchrückenwerbung mit "warmherzig und weise" auslobt, kann ich nur im ersten Punkt bestätigen. Unter "weise" stelle ich mir dann aber doch Einsichten vor, die darüber hinausgehen, dass alte Herrschaften sich gegenseitig ihre Fehler im Dienste der alttestamentarischen Gerechtigkeit verzeihen. Aber insgesamt war es ein netter Zeitvertreib.

    Diesen Krimi habe ich jetzt auch gelesen, er scheint der letzte der Reihe zu sein, da Georg Schüppe am Ende seine Sachen packt und schon lange nichts Neues von Thomas Schweres erschienen ist.
    ech hat das Buch oben schon gut präsentiert. DIe Erzählidee ist ausgesprochen originell und trägt auch gut durchs ganze Buch. Manchmal nerven mich in Schweres' Romanen diese Ruhrgebiets-,Frauen. und auch Migrantenklischees. Mir ist immer dabei unwohl, ob das noch Satire oder doch eher ernst gemeint ist.
    Aber für jeden, der im Ruhrgebiet lebt, ist es eine Genugtuung, mal diese grausame Verkehrssituation auf der A 40 und den benachbarten "Schnell"straßen auf diese witzige Weise angeprangert zu sehen.

    Dann solltest du es auf jeden Fall lesen, Valentine und dir vielleicht auch das eine oder andere Walther-Gedicht in einer Anthologie anschauen. Ich hatte mich vor urlanger Zeit im Germanistikstudium am Rande mit ihm beschäftigt, war aber jetzt richtig froh, über den Roman wieder auf diesen unruhigen und komplexen Autoren, der weit über seine Mitlyriker hinausragte, aufmerksam zu werden.

    Alles in Ordnung, HoldenCaulfield, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Für mich klang deine Formulierung eben abwertend, oder, sagen wir es anders, wenn ich sie in Bezug auf ein Werk der gehobenen Literatur verwendete, dann würde ich sie abwertend meinen.