Beiträge von finsbury

Literaturschock & das Forum machen eine (Sommer)Pause! Deaktivierung der Seiten vom 01.07. bis mindestens 30.09.!

    Grundsätzlich lese ich gerne in Leserunden, weil einem der Austausch hilft, sich des Inhalts und der Bedeutung eines Buches gewiss zu werden. Das gilt allerdings nur für etwas anspruchsvollere Bücher, bei normaler Unterhaltungsliteratur benötige ich keinen Austausch.

    Ein sehr erhellendes Thema in dieser dunklen Jahreszeit.

    ich melde zwei Bücher an:

    Jurek Becker: Jakob, der Lügner

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    In diesem modernen Klassiker geht es um Jakob, der für seine Mithäftlinge im KZ positive Lügen erfindet, um ihre Hoffnung wach zu halten und ihr Leben erträglicher zu machen. Wenn das kein Licht im Dunkeln ist ... .

    Clara Maria Bagus: Die Farbe von Glück

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    Den Roman habe ich mir mal für umsonst aufs Ebook geladen, bin nicht so sicher, ob das mein Genre ist, und so wäre die Monatsaufgabe ein Anreiz, sich daran zu versuchen. DIe Farbe von Glück muss ja leuchtend sein, und außerdem sind auf dem Buchcover ein goldener Kreis und viele goldene Vögel.

    Und hier sind meine Listen:


    Musik, Musik, Musik

    Carpentier, Alejo: Le sacre du printemps

    Passuth, Lászl; Divino Claudio. Ein Monteverdi-Roman

    Marten t'Haart: Bach und ich

    Erik Fosnes Hansen: Choral am Ende der Reise

    Mechtild Bormann; Der Geiger


    Na dann mal Prost 2.0

    Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Waldbruder - Pimms (Natur)

    Lily Brett: Einfach so - Cosmopolitan (New York)

    Joyce Carol Oates: Die Schwestern von Bloodsmoor - Swimmingpool (blaues Cover)

    José Frèches: Die Dracheninseln - Touchdown (Cover gelb/rot)

    Simon Beckett: Die ewigen Toten - Gin Tonic (spielt in GB)


    Alles übernommen! LG, Valentine

    Auch ich möchte wieder mitmachen. Sind folgende Listen okay?


    Musik, Musik, Musik

    Carpentier, Alejo: Le sacre du printemps

    Passuth, Lászl; Divino Claudio. Ein Monteverdi-Roman

    Marten t'Haart: Bach und ich

    Erik Fosnes Hansen: Choral am Ende der Reise

    Mechtild Bormann; Der Geiger


    Na dann mal Prost 2.0

    Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Waldbruder - Pimms (Natur)

    Lily Brett: Einfach so - Cosmopolitan (New York)

    Joyce Carol Oates: Die Schwestern von Bloodsmoor - Swimmingpool (blaues Cover)

    José Frèches: Die Dracheninseln - Touchdown (Cover gelb/rot)

    Simon Beckett: Die ewigen Toten - Gin Tonic (spielt in GB)

    Die Frage bezieht sich ja auch automatisch nicht nur auf das Wo sondern auch auf das Wann. Ich hätte auf keinen Fall im Mittelalter leben wollen, egal wo dort. Vom literarischen Ort her fand ich faszinierend, aber auch abschreckend das Outback in Australien und die Kernwüsten Afrikas und Asiens. Lieber im immerfeuchten Regenwald als in trockener Hitze!

    Ich glaube, ich horte "Der Wal und das Ende der Welt" lieber als Kniffel Nr. 26, als als Genre-Buch für Päckchen Nr. 8 zu nehmen. :)

    Ich liebe ja eure Gedanken. Stell dir vor, dass du so einen Satz im realen Leben raushaust. Die würden dich echt komisch angucken.s

    Manchmal überlege ich, was spätere Erben oder andere Erwerber meiner Bücher aus dem Nachlass denken, wenn da in Bleistift z.B. vorne drin steht:

    "3a selber Buchstabe des Vornamens wie meiner" oder Ähnliches (Septimus Harding von Anthony Trollope)

    Ich haber auch schon was zum Horten für das nächste Päckchen, obwohl ich im derzeitigen Päckchen noch kaum gelesen habe.

    Als Erholung neben meinem Langzeit-Ahnen-Projekt habe ich von

    Thomas Brussig: Das gibt's in keinem Russenfilm


    gelesen und prompt kommt da ein attraktiver Mann passend zu Kniffel 4 vor:

    Ferry Düren ist ein Schauspieleraspirant an der Filmhochschule Babelsberg, denn er "sah blendend aus, und dank seiner Reit-und Fechtkenntnisse blühte ihm ein gleichsam unausweichliches Schicksal als Held in Mantel- und Degenfilmen."

    Es wird aber wohl noch bis weit in den Januar dauern, bis ich diesen Kniffel als Bezahlung für das nächste Päckchen verwenden kann.

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    Der "autobiografische" Roman erschien 2015.


    Zum Inhalt

    Thomas Brussig erzählt sein Leben - jedenfalls auf den ersten Blick.
    Geboren in eine verständnis- und liebevolle Familie im Zentrum Ostberlins der 60er Jahre ist Thomas von Anfang an am Puls der sozialistischen Welt. Er macht seine Erfahrungen mit dem System früh, bekommt während des Wehrdienstes aufgrund von Tagebuchaufzeichnungen Ärger mit der Stasi und wandert für ein paar Tage in den Bau. Früh erkennt er sein Talent und seine Leidenschaft für das Schreiben und bekommt auch die Möglichkeit, seinen ersten Roman "Wasserfarben" beim renommierten Aufbau-Verlag zu veröffentlichen. Er wird nach allerlei Ausflügen in unterschiedliche Jobs von Lothar Bisky (dem realen späteren langjährigen Chef der PDS) für die Filmhochschule Babelsberg angeworben , veröffentlicht weiterhin Bücher, schreibt Kabarett-Programme und steht in häufigem Clinch mit der Stasi. Soweit so gut, aber nun driften Realität und Roman weit auseinander: Es kommt zwar zur Wende in der Sowjetunion, aber nicht in der DDR, die besteht in Brussigs Roman bis zum Ende von dessen Handlung 2014 lustig weiter. Der autoritäre Staat bleibt, aber die Zensur wird gelockert und die Luft zum Atmen etwas mehr. Und in den Neunziger Jahren kommt neuer Aufwind, da die Ingenieure der DDR frühzeitig erkennen, dass Autobatterien mit umweltfreundlichem Strom aus Windenergie und Akkutauschstationen nicht nur das Mobilitätstproblem der DDR lösen, sondern diese gleichzeitig nicht nur konkurrenzfähig und auf Dauer überlegen gegenüber dem Autoexportland BRD, sondern sogar gegenüber den Erdölstaaten machen. Die durch Reise- und Verdienstmöglichkeiten ruhiggestellten Bürger sind mit ihrem Staat zufrieden, nur Brussig bleibt ein Mahner auf verlorenem Posten gegenüber der "Elektrokratie" dieser weiter entwickelten Parteiendiktatur.



    Meine Meinung

    EIgentlich mag ich den Erzählstil von Brussig und schätze besonders seinen Roman "Wie es leuchtet" sehr, aber mit diesem Buch bin ich nicht gut zurechtgekommen. Einerseits ist die Erzählidee sehr originell, und das Konzept des KFZ-Akkutauschs mit erneuerbarem Strom macht Brussig einige Jahre, bevor es auch hier in den Köpfen der Allgemeinheit angekommen ist, im Roman bereits massentauglich.
    Andererseits ist es schon eine Krux, wenn er sich als Ich-Erzähler als sein eigenes Selbst ausgibt, sich aber in eine teils fiktive, teils wohl auch reale Handlungswelt begibt. Ist es nun die Figur oder ist es der Autor, die mir sehr oft in der Handlung oder in ihren/seinen Meinungen unsympathisch ist? An kaum einem seiner Zeitgenossen, insbesondere seinen Schriftstellerkollegen lässt er ein gutes Haar, je bekannter diese sind, desto mehr übergießt er sie mit seinem beißenden Spott, z.B. Christa Wolf. Selbst seine fiktive oder echte Frau macht er zum Objekt der Lächerlichkeit während ihrer Schwangerschaft. Er stellt sich teilweise als unwiderstehlichen Frauenheld dar. Zwar ist der Ich-Erzähler auch manches Mal selbstkritisch in Bezug auf seine Sturheit, sein mangelndes soziales Engagement und sein Zurückweichen vor der Stasi, aber insgesamt bleibt der Witz und Spaß bei diesem Erzähler für mich auf der Strecke.

    .

    Ich würde gerne Päckchen 2 erwerben mit folgenden Spezifikationen:


    Päckchen Nummer 2:

    - Lies ein Buch, auf dessen Cover eine Kopfbedeckung zu sehen ist
      Jurek Becker: Jakob, der Lügner. Auf meiner Ausgabe ist Robin Williams (der in der Verfilmung die Hauptrolle spielte) mit einer Schiebermütze abgebildet)

    - Lies ein Buch, auf dessen Cover ein Schmuckstück zu sehen ist
    Rebecca Gablé: Der Palast der Meere. Auf dem Cover ist eine Brosche oder ein Orden - aber das ist ja auch ein Schmuckstück - mit einem Segelschiff zu sehen

    - Lies ein Buch, auf dessen Cover eine eindeutig erkennbare und in Krimis gebräuchliche Waffe zu sehen ist.
    Gustav Freytag: Die Ahnen 4: Markus König - Ich habe eine alte Gustav Freytag-Gesamtausgabe, auf deren Ahnen-Bänden eine symbolische Bündelung von Gegenständen zu sehen ist, darunter Speere, ein Schwert und Pfeile. Damit wird ja auch in dem einen oder anderen Krimi gemordet.


    Gehst du unter diesen Bedingungen den Handel mit mir ein, Igela?

    Nie hätte ich es gedacht, aber das erste Buch, das ich seit der Eröffnung des Ladens der wunderbaren Glückseligkeit lese, qualifiziert sich doch tatsächlich für Kniffel 2, den ich sehr schwierig zu bedienen fand: Lies ein Buch, in dem jemand Chips isst.

    Tatsächlich isst Peter Grant, der Held in Ben Aaronvitchs Reihe und auch im 6 .Band: Der Galgen von Tyburn als Fastfood beim Berichte verfassen Krabbencocktail-Chips (würg!).


    Jetzt schaue ich mal, welche Glückseligkeiten ich mir mit meinen ersten verdienten Moneten kaufen kann ... .

    Dem, was Vandam sehr gut im Eröffnungsbeitrag darstellte, kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen:

    Spannend, lustig, aber auch unübersichtlich, mit einigen Längen und ein wenig Verschleißerscheinungen behaftet kommt dieser sechste Fall daher, aber es reicht immer noch für prima Unterhaltung, besonders wenn man London und Umgebung kennt und mag. Aaronovitch ist außerdem einer der vielen britischen Unterhaltungsautoren, die über eine profunde Kenntnis ihrer Kultur und insbesondere Literatur verfügen und diese überall einfließen lassen: Man muss sich schon sehr gut auskennen, um all diesen Verweisen nachzukommen. Da ich in der britischen Kultur zwar etwas, aber nicht umfassend beschlagen bin, ist der Wikipedia-Zugang bei der Aaronovitch-Lektüre immer offen, sehr lohnend auch bei diesem Band.

    Ein großer Lesespaß mit leichten Mängeln

    Das heißt aber tatsächlich:

    Wenn ich eine bestimmte Aufgabe gar nicht bedienen kann, stecke ich fest - für immer.

    :redface:

    Davor habe ich jetzt auch ein bisschen Angst...

    Aber ich habe es so verstanden, dass man die Pakete ansehen und auswählen kann. Das bedeutet dann eben, dass man vor dem Kauf schauen muss, ob man die drei entsprechenden Bücher auch hat bzw. besorgen kann. Bei je drei Büchern kann ich damit leben :daumen:.

    Das ist ja mal eine originelle Idee! Da bin ich natürlich mit dabei:


    Einkaufskorb von finsbury:

    Gruppe: Staubfänger


    Erledigte Päckchen, Anzahl: 1

    Ausgegebene Kniffel, Anzahl: 1


    Päckchen: 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 11 / 12 / 13 / 14 / 15 / 16 / 17 / 18 / 19 / 20 / 21 / 22 / 23 / 24 / 25 / 26 / 27 / 28 / 29 / 30

    Kniffel/ Bezahlung: 1 / 1 / 2 / 2 / 3 / 3 / 4 / 4 / 5 / 5 / 6 / 6 / 7 / 7 / 8 / 8 / 9 / 9 / 10 / 10 / 11 / 11 / 12 / 12 / 13 / 13 / 14 / 14 / 15 / 15 / 16 / 16 / 17 / 17 / 18 / 18 / 19 / 19 / 20 / 20 / 21 / 21 / 22 / 22 / 23 / 23 / 24 / 24 / 25 / 25 / 26 / 26 / 27 / 27 / 28 / 28 / 29 / 29 / 30 / 30 / 31 / 31




    aber gut geht anders.


    Ich falle aber trotzdem immer wieder darauf rein, genau aus den eben angegebenen Gründen. :redface:

    Ich habe vor ein paar Bänden aufgegeben und trauere manchmal meiner Begeisterung der ersten Bücher hinterher. Du bestätigst mich aber gerade wieder, in der Angelegenheit hart zu bleiben. ^^

    Seufz! Ich wollte, ich hätte deinen Durchhaltewillen. Aber wenn dann wieder ein Band auf dem Büchertisch liegt und so schöne Coverbildchen hat, tja dann ... .