Beiträge von nikki

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Hallo Samsa!


    Bernard Wasserstein Israel und Palästina - Warum kämpfen sie und wie können sie aufhören aus der Beck'schen Reihe, 2003
    Gudrun Krämer Geschichte Palästinas; ebenso Beck'sche Reihe, 2002
    Noam Chomsky Offene Wunde Nahost; Europa-Verlag, 2003


    Die ersten zwei habe ich mal durchgeblättert, geben einen guten Überblick. Das Buch von Chomsky kenne ich nicht, ich habe gute und schlechte Kritiken darüber gehört. Vielleicht lohnt es sich einen Blick hineinzuwerfen.


    Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen.


    Liebe Grüße

    Ich habe im Juni Folgendes gelesen:


    Sherko Fatah - Donnie o
    Geschichte eines Fremdenlegionärs der mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Das Buch hat mich aber sprachlich eher enttäuscht, hab nicht wirklich in die Geschichte reingefunden.


    Luis Sepúlveda - Der Alte, der Liebesromane las ++
    Ein wunderschön geschriebenes Buch, das den Kampf bzw. das Zusammenleben von Mensch und Natur thematisiert. Gleichzeitig ist es eine Liebeserklärung an Bücher. Sehr schön.


    Alexander Peer - Land unter ihnen -
    Interessante Geschichte (Eroberung Mexikos), sprachlich manchmal schwer verdaulich.


    Fattanah Haj Seyed Javadi - Der Morgen der Trunkenheit +
    Man erfährt viel über die Gesellschaft in Teheran in den 1930-ern, schlußendlich war mir das Buch ein bisschen zu moralisch.


    Diane Broeckhoven - Ein Tag mit Herrn Jules o/+
    Die Geschichte erinnerte mich an meine Großeltern, mein Großvater ist auch so sanft entschlafen. Leider war die Sprache für meinen Geschmack oft recht plump und unbeholfen.


    Pino Caccuci - Ein Wunder am Ende der Welt +/++
    Witziges Büchlein über ein wundersames weißes Pulver und seine Auswirkungen auf ein Dorf irgendwo in Mexiko.


    Antonio Lobo Antúnes - Der Tod des Carlos Gardel +
    Das Scheitern einer Lissabonner Familie.


    Luis Sepúlveda - Tagebuch eines sentimentalen Killers o
    Geschichte eines verliebten und betrogenen Killers, zwischendurch sehr unglaubwürdig. Punktet aber durch treffende Beschreibungen von Mèxico D.F.


    Liebe Grüße
    nikki

    Meine No-no Autoren ohne ersichtlichen Grund sind: Hera Lind, R. Pilcher, D. Steel, und ähnliches. Die Themen über die sie schreiben und der ganze Medienrummel der über sie gemacht wird (v.a. Lind) sprechen mich überhaupt nicht an.
    Einer mit dem ich auch nicht wirklich viel anfangen kann, obwohl ich drei Bücher von ihm gelesen habe ist Paolo Coelho. Gelesen habe ich Der Alchimist, Veronika beschließt zu sterben und Auf dem Jakobsweg - Tagebuch einer Pilgerreise; er wurde vom Mal zu Mal abgehobener und esoterischer - nix für mich.
    Vom Hohlbein und King habe ich jeweils ein Buch gelesen, und dabei ist es auch geblieben; auch nix für mich.


    Im Augenblick fallen mir keine weiteren Namen ein, aber ich bin mir sicher, dass es noch einige gibt.

    Ich lese gerade Der Tod des Carlos Gardel von António Lobo Antunes


    Der heroinsüchtige Nuno liegt im im Sterben und phantasiert noch im Koma Leben und die Liebe seines Vaters Álvaro herbei. Der sitzt verzweifelt am Krankenbett und erinnert sich an den kleinen Sohn... Ebenso am Sterbebett ist Graca, Nunos Tante; Raquel, die neue Frau Álvaros.


    Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt, jede Person (Álvaro, Graca, Raquel, Claudia - Nunos Mutter, Nuno) erinnert sich an das Leben, wie es dazu kommen konnte, dass Nuno heroinsüchtig wurde und nun im Sterben liegt.
    Es ist sehr vielschichtig und komplex geschrieben, Antunes erzählt immer mehrere Ereignisse gleichzeitig, die dann ineinandergreifen. Daher ist es zwischendurch recht schwierig zu lesen, aber sprachlich einfach genial wie er es schafft, trotz diesem Wirrwarr an verschiedenen Stimmen ud Zeiten die Geschichte weiterzuspinnen und sich nicht irgendwo zu verlieren. Als Leser tut man sich da fast ein wenig schwerer. :rollen:

    Was lese ich nun als Nächstes?
    Hin und wieder weiss ich genau, was ich als Nächstes lesen möchte, also gibt es keine Probleme.
    Oft stehe ich vor meinem Regal, ziehe mind. 10 Bücher heraus und beschnuppere sie von allen Seiten, fange an zu lesen - verbringe gute zwei Stunden damit und stelle dann im Idealfall 9 zurück und behalte eines.


    Aber wenn alle Stricke reißen kommt meine Magic Box dran. In dieser befinden sich nämlich ungemein viele Zettelchen mit Titeln meiner ungelesenen Bücher. Dann setzte ich mich ruhig hin, gebe ein Stoßgebet ab und ziehe mein nächstes Buch (und versuche dabei nicht zu schummeln). :breitgrins:
    Wie gesagt, wenn ich wirklich nicht weiter weiß, funktiert diese Methode hervorragend!

    Achtung Fußballfans - und auch solche die es nicht wirklich sind!


    Pino Cacucci Ein Wunder am Ende der Welt ist ein wunderbares Büchlein über Fußball in der mexikanischen Pampa - mit ganz speziellen Ingredenzien...
    Was hat es mit dem weißen "Dünger" auf sich, den Don Álvaro laut Dorfbeschluss für die Fußballfeldmarkierung rausrücken muss? Erst schießt ein lahmer Stürmer 16 Tore, nachdem er das Zeug bei einem Sturz eingeatmet hat, und dann tauchen lauter dubiose Gestalten in San Isidro auf...


    Ich habe dieses Buch heute in meinem Regal entdeckt und bis jetzt bin ich begeistert. Es ist witzig, skurill und steckt voller Überraschungen!

    @NtM
    bei der Rezi handelt es sich wohl um Skármeta, oder? Bei den nicht dazu passenden Autoren hätte ich zwei anzubieten. Wenn du die Antwort weisst, krieg ich die Rezi :breitgrins:

    Also ich war am Wochenende wieder einmal in Wien und wie immer komme ich von dort nicht ohne neue Bücher nach Hause zurück!


    Also, da wären mal:


    Eduardo Mendoza - Die Stadt der Wunder
    Nadine Gordimer - Niemand, der mit mir geht
    Pedro Lemebel - Träume aus Plüsch
    Alfredo Bryce Echenique - Küss mich du Idiot
    Antonio Skármeta - Ardiente paciencia (El cartero de Neruda)
    Urs Widmer - Im Kongo


    Frohes Lesen! :winken:

    @ Vitamin
    Ich fand das Buch toll! Die ersten 20-30 Seiten waren ein wenig mühsam zu lesen, wie du auch berichtest, aber dann hat mich die Geschichte gepackt. Man erfährt sehr viel über die Geschichte von Indien/Pakistan und das Leben der Menschen vor und nach der Unabhängigkeit. Alles schön eingepackt in den Stil des magischen Realismus, der so wunder an Gabriel Garcia Marquez erinnert. Viel Spass beim Lesen!

    Die Diskussion wird ja immer absurder! Mir ist noch nie in den Sinn gekommen, meine Bücher nach geschlechtspezifischen Merkmalen auszusuchen. Ich lese ein Buch, weil es mir gefällt, und nicht weil es von einem Mann oder einer Frau geschrieben worden ist. Das Geschlecht sagt meines Erachtens überhaupt nichts darüber aus, wie gut jemand schreibt. Es kann nichts darüber sagen, eine Person hat mehr Talent, andere weniger. GESCHLECHTSUNABHÄNGIG!!!


    Und was die Bildung von Frauen im Mittelalter oder auch in jüngerer Zeitgeschichte (bis Anfang des 20. Jahrhunderts) angeht ist anzumerken, dass die (wohlhabenden) Frauen oft dazu ermuntert worden sind, sich zu bilden aber nicht auch zu produzieren!

    Ich habe das Buch auch sehr gemocht, v.a. die besonders originelle WG! Mehr beeindruckt hat mich aber "Fliehe weit und schnell". Die ersten 20-30 Seiten sind ein wenig eigenartig, aber danach wird das Buch immer besser. Es hat mich sogar im Flugzeug gepackt- wenn man bedenkt, dass ich ein wenig unter Flugangst leide, eine beachtliche Leistung. Ein wirklich durch und durch spanneder Krimi mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Am besten selber lesen.

    oooh ich liebe fremde Bücherregale!! Vor allem wenn ich dadurch neue interessante Autoren entdecke, und das passiert mir jedes Mal. Ist übrigens auch nicht so wirklich schwer bei mir, deshalb habe ich auch Schwierigkeiten mit diesem "zeig mir was du liest, und ich sage dir wer du bist", da ich oft querfeldein lese und je nach Stimmung mal einen Klassiker, mal einen Krimi, einen Liebesroman, einen Abenteuerroman, einen historischen Roman oder fantasy lese. es variiert so stark bei mir, sodass man in diesem Falle wahrscheinlich nur von einer multiplen Persönlichkeit sprechen könnte :entsetzt::zwinker:

    Hallo


    ich befinde mich gerade in Teheran der 30-er Jahre und habe mich Hals über Kopf in einen Schreinerlehrling verliebt (und er sich in mich), obwohl ich einem anderen versprochen worden bin. Jetzt muss ich es irgendwie meinen Eltern beibringen...

    ui da gibt es mehr als genug, da wären zb Aleksander Tisma, Kenzaburo Oe, Nagib Machfus, Gioconda Belli, Ha Jin, Elias Canetti, Juan Carlos Onetti, John Steinbeck, Kazuo Ishiguro, Thomas Mann, André Gide, William Faulkner, Alfredo Bryce Echenique, Robert Menasse, Marcel Proust, Nathaniel Hawthorne,.... nur um einen Bruchteil zu nennen.

    meine neueste Errungenschaft


    José María Arguedas "Diamanten und Feuersteine"
    ich kann an lateinamerikanischer Literatur einfach nicht vorbeigehen :breitgrins:


    @nymphetamine
    servus nachbar! Skármeta will ich auch schon seit längerer Zeit lesen und deine Rezi macht noch mehr Lust darauf!

    obwohl ich immer seeehr neugierig bin, habe ich es bis jetzt noch nicht geschafft, jemanden danach zu fragen was er liest. meistens lese ich auch selber, und so kriege ich oft gar nicht wirklich mit wer mir gegenüber oder neben mir sitzt. aber ich freue mich jedes mal, wenn ich jemanden mit einem buch sehe. muss dann immer lächeln und auf das buch starren.

    heute mit der Post gekommen!!!


    Per Petterson "Sehnsucht nach Sibirien"
    Marianne Fredriksson "Eva"
    Julia Alvarez "Die Zeit der Schmetterlinge"
    Sayed Kashua "Tanzende Araber"
    Sue Monk Kidd "Die Bienenhüterin"
    Luis Sepúlveda "Tagebuch eines sentimentalen Killers"


    ...und der Juni ist gerettet

    Gruß an alle Bücherliebhaber und Bücherliebhaberinnen! :winken:


    Bin neu hier und fange gerade an mit "Der Morgen der Trunkenheit" von Fattaneh Haj Seyed Javadi.
    Es geht um eine Liebesgeschichte aus dem Teheran der 30-er Jahre und ein eigenwilliges Mädchen, das sich den Zwängen der Gesellschaft nicht beugen will, sondern ihren Weg geht. Hört sich gut an und soll in einer sehr schönen Sprache geschrieben sein. Also fange ich mal an....