Beiträge von Ingroscha

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ohoh, da habe ich ja ein Fass aufgemacht :smile: Sorry dafür.


    Ja, es geht um Content, der auf mehreren Seiten vorhanden ist und damit eventuell zu einem schlechteren Ranking auf der eigenen Seite führt - ein Grund, weshalb ich meine Rezis eigentlich nicht überall streue. Ich liebe aber das litschock-Forum und würde auch hier hin und wieder gerne eine Rezi da lassen, deshalb hat mich das Thema jetzt nochmal beschäftigt.


    Nun habe ich mich aber selbst auch noch ein wenig eingelesen und unter anderem das hier gefunden in der Google-Hilfe:
    Duplizierter Content.
    Da ich für meine Beiträge kanonische URLs nutze, sollte das also kein Problem sein.


    Ich bin übrigens auch deshalb vorsichtig, weil das immer Thema im Rezensionsportal war, für das ich früher geschrieben habe. Dort hatten wir die Praxis, nie den kompletten Rezi-Text auf Amazon zu schieben, weil dann unsere Rezensionen immer wieder von google "aussortiert" wurden in den Suchergebnissen. Das kann heute anders sein. Da ich mich da aber nur am Rande mit auskenne, dachte ich, ich frage mal hier in die Runde :winken:


    Ich wollte keineswegs Verunsicherung stiften und hoffe, jetzt einiges wieder aufgeklärt zu haben.

    Hallo zusammen,


    ich habe eine technische Frage, die hier vielleicht jemand beantworten kann, da der Punkt m. E. alle betrifft, die Rezensionen auf ihrem Blog und auch hier auf literaturschock veröffentlichen.
    Ich bin wahrlich kein SEO-Spezialist, habe aber gelesen, dass google sensibel auf doppelten Content reagiert - heißt, wenn ein Inhalt unter zwei verschiedenen Links verfügbar ist. Ich würde wirklich gerne wieder hin und wieder eine meiner Rezensionen (besonders die Comic-Rezis ;-) ) mit euch teilen, aber ich habe Bedenken, dass ich dann in diese "double content"-Falle laufe.


    Hm - versteht ihr, was ich meine? Gibt es eine Lösung dafür? Oder existiert das Problem gar nicht und ich weiß es nur nicht?


    Danke :-)

    Sollen es auf jeden Fall Romane sein? Oder wären fiktive Sachbücher bzw. illustrierte Erzählungen über Drachen auch etwas? Da gibt es nämlich ganz wundervolle Bücher. Und nachdem Pern schon genannt wurde, fallen mir diese gleich als nächstes ein:


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    Peter Dickinson - Das große Buch der Drachen
    Ciruelo Cabral - Das Buch der Drachen


    Es gibt noch einiges mehr in dem Bereich, aber die zwei sind schon was besonderes, finde ich ;-)

    Ich lese mit Unterbrechungen seit einem halben Jahr an Gibsons "Peripherie" und mich schaudert es immer häufiger beim Lesen. Die Parallelen mit dem Jetzt sind wirklich gruselig und erschreckend.
    Wie so oft bei William Gibson ist es nicht so leicht, ins Buch zu finden. Ist man aber erst einmal drin, ist es hervorragend!


    Für den Beginn ist vielleicht auch der Essay-Band "Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack" gut geeignet. :winken:

    Ich habe letzte Woche dieses Buch beendet und möchte meine Rezension mit euch teilen. Das Original findet ihr in meinem Blog booknapping.de: Annika Thor - Eine Insel im Meer.



    Sie dachten, sie kämen für einen etwas längeren Urlaub nach Schweden. Doch es war kein Urlaub und der Aufenthalt sollte viel länger werden als erwartet. Steffi und Nelli lebten in Wien mit ihren Eltern, die sie aber nach Einmarsch der Deutschen in die österreichische Großstadt verlassen mussten. Sie sollten alleine zunächst nach Schweden reisen, bis ihre Eltern eine Ausreisegenehmigung für Amerika erhalten hätten. In Wien lebten sie in einer schönen großen Wohnung, bis die Nazis kamen und allen Juden ihren Besitz nahmen. In einem kleinen Zimmer wurde die Familie zusammengepfercht, sodass es ein großes Glück für die zwei Mädchen war, in das weit entfernte Schweden ausreisen zu dürfen. Ihren Eltern stand diese Möglichkeit zu dem Zeitpunkt nicht offen.


    Auf der Flucht


    Als Flüchtlinge kommen die Schwestern nach Schweden. Und was sie dort erleben ist damals wie heute aktuell. Zwar werden sie gastfreundlich und durchaus liebevoll aufgenommen, jedoch fühlen sie sich fremd in diesem unbekannten Land bei Menschen, deren Sprache sie nicht sprechen oder verstehen. Zudem werden die Geschwister getrennt voneinander untergebracht, was von außen nachvollziehbar, für die Kinder aber grausam ist. Allein. Fremd. Ungeliebt. Und dazu noch die Angst um die in Wien verbliebenen Eltern.


    Annika Thor schreibt in kurzen und leicht verständlichen Sätzen. Dies erleichtert jungen Menschen die Lektüre dieses so wertvollen Buches und mindert dabei älteren Lesern aber keineswegs das Leseerlebnis. Fast malerisch schildert die Autorin die kargen Landschaften der Schäreninsel auf der ihre Protagonistinnen ihr neues Zuhause finden sollen. Beim Lesen des kurzweiligen Buches kommt die teils leichtfüßige Erzählung immer wieder an Stellen, die den Lesefluss jäh stocken lassen. An vielen Ecken lauert die Grausamkeit des Krieges, der schließlich auch das benachbarte Norwegen erreicht. Zudem haben die Mädchen mit den ganz normalen Problemen von Kindern in ihrem Alter zu kämpfen. Ihre Herkunft macht das Ganze zudem nicht einfacher.


    Die Furcht vor allem, das fremd ist

    Steffi lebt etwas abseits der anderen Inselbewohner und hat es bei ihrem schon älteren Gastgeberpaar nicht leicht. Tante Märta wirkt immerzu mürrisch und streng. Onkel Evert ist zwar liebevoll, aber meist in seinem Beruf als Fischer tagelang unterwegs. So ist Steffi schlechter integriert als ihre Schwester Nelli, die in einer jungen lebhaften Familie mit zwei weiteren kleinen Kindern lebt. Nelli spricht nach kurzer Zeit bereits sehr gutes Schwedisch, bei Steffi aber dauert es lange, bis sie sich gut verständigen kann. Als die beiden zur Schule kommen, hat Steffi es in ihrer Altersklasse doppelt schwer. Die angesagten Mädchen haben so kurz vor der Pupertät bereits ihre eigene Clique und Steffi ist als Fremde das perfekte Opfer. So muss sie auch hier in Schweden erniedrigende Erfahrungen machen. Steffi ist fremd und bleibt dies auch, da es ihr nicht leicht gemacht wird, sich einzubringen, sich zu integrieren. Und mit ihren zwölf Jahren ist sie sich leider auch oft selbst im Weg und grenzt sich aus, obwohl sie eigentlich das Gegenteil erreichen möchte.


    Hoffnung – Angst – Hilflosigkeit – Hoffnung


    “Eine Insel im Meer” lässt hoffen, dass ein solcher Krieg nie wieder ausbrechen wird. Auch wenn Annika Thor nicht vordergründig über das Kriegsgeschehen berichtet, sind es doch die Rückblenden ins Leben der in Wien ansässigen jüdischen Familie und das Aufblitzen von aufschreckenden Geschehnissen im ruhigen schwedischen Alltag, die die NS-Zeit und die Verfolgung der Juden immer wieder thematisieren. Angst ist eines der Gefühle, die die Geschichte begleiten. Hilflosigkeit ein weiteres, dem sich besonders Steffi als Flüchtling ausgesetzt fühlt.


    Dieser Roman wurde 1999 in der Sparte Kinderbuch mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Heute ist er so aktuell wie eh und je. Nicht nur das Thema des Nationalsozialismus ist wichtig und sollte immer präsent sein. Auch die Möglichkeit eine Geschichte durch die Augen einer Geflüchteten zu sehen, machen dieses Buch so wertvoll. Für Menschen jeden Alters. Wie schön, dass es nun wieder in einer günstigen Taschenbuchausgabe erhältlich ist. Es gibt drei Folgebände, die ebenfalls beim Carlsen Verlag erhältlich sind. Dieser erste Roman kann aber auch losgelöst von den Fortsetzungen gelesen werden.


    auch wenn die neueren Bücher von Todd McCaffrey wohl leider immer noch nicht übersetzt werden, so gibt es dennoch Neuigkeiten:


    Die Bücher der Pern-Saga sind ab dem 28.02.17 (so die Voranküdigung) als E-Books erhältlich. Da meine Bücher im Laufe der Jahrzehnte doch ganz schön gelitten haben, ist das für mich ein schöner Anlass für einen gemütlichen Reread.


    Das klingt nach einem wundervollen Plan! Wie schön, dass Pern niemals untergeht :herz:


    Ende März habe ich mein Blog reanimiert. Ich würde mich über Besucher freuen. Noch ist nicht viel Content auf der Seite, aber ich fülle stetig auf :-)
    Booknapping


    Ihr findet mich mit dem Blog auch auf Instagram (booknapping.de) und auf facebook :winken:


    Mittlerweile habe ich einiges etabliert, so z. B. meinen Rückblick auf die Comics, die ich im Monat gelesen habe. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut. :winken:


    Auf Instagram gibt es außerdem fast täglich Neues. Wenn ich pendle immer mit Hashtag #pendelnmitbuch und ich freue mich auch über Beteiligung an #zeigthereurecomics :breitgrins:

    Ich war nicht so ganz begeistert vom Comic bzw. Manga, vermutlich weil ich etwas anderes erwartet hatte. Ich musste grade nochmal nachsehen, gelesen habe ich es 2015 und es hat drei Pünktchen bekommen. Ich zitiere einfach mal meine Rezi, die ich damals hier veröffentlicht habe.


    Inhalt


    Im Tokio der frühen 1980er Jahre lebt Nanami bei ihrem Großvater in einer nach außen hin wirkenden kleinen Idylle. Das kleine Häuschen ist umgeben von einem zauberhaften Garten - eine Besonderheit in der Hektik der japanischen Megastadt. Doch Nanami sehnt sich nach England, sie ist fasziniert von der Punk-Szene in London und beschallt immer mal wieder den Opa und die Nachbarschaft mit Musik ihrer Lieblingsband: Public Image Limited. Sie spart auf ein Flugticket, um die Reise nach London antreten zu können und dort eine Sprachschule zu besuchen.
    Aber auch in Tokio zeigen sich die ersten Züge des Punk und Nanami rebelliert gegen die starren Grenzen, die ihr in Japan gesetzt werden - rasiert sich nach Aufforderung, sich endlich die Haare angemessen schneiden zu lassen, den Kopf, und widersetzt sich in der Schule.


    Sie geht auf Partys, auf denen die unbequeme "Musik aus England" gespielt wird und obwohl sie mit nur 15 Jahren eine der jüngsten dort ist, findet sie schnell Anschluss. Und verliebt sich. In den Falschen ...


    Meine Meinung


    Mari Yamazakis Manga "PIL" hat deutlich autobiographische Züge. Wie die Autorin im einseitigen Bonus-Kapitel "Als ich Nanami war" schreibt, wurde sie von ganz ähnlichen Erlebnissen geprägt wie die junge Protagonistin in ihrem Comic. Auch sie war als junger Teenager eigenständig, hörte in einer Phase mit Vorliebe Punk und hatte ihren ganz eigenen Stil wenn es um ihr Äußeres ging. So inspirierten sie vermutlich ihre eigenen Erlebnisse zu diesem Manga und ermöglichten der Story so einen hohen Grad an Authentizität.


    Die Story ist zart und zugleich stark in manchen Momenten, ganz ähnlich dem Charakter von Nanami. Auch der Zeichenstrich der Autorin zeugt von dieser Zartheit der Handlung und untermalt diese ganz wunderbar leicht. Aber ... "PIL" erzählt nichts Neues, die Bewegung des Punk und auch die Musik spielen eher eine nebensächliche Rolle. Vielmehr handelt es sich um eine leichte Coming-of-age-Geschichte, die eher für ein jüngeres Publikum geeignet ist. Für europäische Leser ist es außerdem nicht leicht, einen Bezug zu ihren eigenen Erlebnissen in den 80ern herzustellen, da die japanische Kultur doch sehr unterschiedlich zu der europäischen ist.


    Wer diese Graphic Novel aber ohne Erwartungen liest, die vom Cover und Titel geschürt werden könnten. Wer sich ganz einlässt auf die zarte Geschichte eines jungen Mädchens, das aus ihren Schranken auszubrechen versucht. Der wird eine ehrliche, manchmal wehmütig machende und auch zu Herzen gehende Story vorfinden.


    3ratten