Beiträge von Aurian

Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    416 Seiten

    Piper Verlag

    ET: 4. Juni 2019

    OT: You let me in


    In diesem atmosphärischen Thriller geht es um Elle, die alleine in ihrem Traumhaus auf den Klippen in Cornwall lebt und an ihrem zweiten Roman schreibt. Der Abgabetermin rückt immer näher und versetzt sie unter Druck was ihr den Schlaf raubt. In diesem erschöpften Zustand traut sie sich bald selbst nicht mehr. Als immer wieder merkwürdige Dinge passieren, weiß sie bald nicht mehr, ob das alles wirklich passiert, oder ob sie es sich nur einbildet.


    Immer wieder springt die Handlung zwischen Elles Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Es wird schnell deutlich, dass in ihrer Studienzeit etwas passiert ist, das sie noch heute belastet. Mir war schnell klar, worum es dabei geht und ich sollte recht behalten.

    Aber auch in der Gegenwart schleppt sie einige Geheimnisse mit sich herum und eines hat sogar ihre Ehe zerstört. Doch ihr allergrößtes Geheimnis hat der Mieter entdeckt, der ihr Haus während ihrer Abwesenheit bewohnt hat.


    Als Leser hat man den Vorteil, dass es immer wieder Abschnitte gibt, in denen man in die Gedankenwelt des geheimnisvollen Mieters eintaucht, was das Ganze umso beklemmender macht.


    Und so begleiten die Fragen, wer dieser Mieter ist und welche Geheimnisse Elle so lange verborgen hat, den Leser durch das Buch. Die Stimmung wird nach und nach beklemmender und man hat das Gefühl, dass sich die Schlinge um Elles Hals immer enger zuzieht.


    Die Autorin schafft es die bedrückende Atmosphäre in diesem stillen Haus greifbar zu machen und Elles Verzweiflung ist deutlich spürbar. Trotzdem kam bei mir erst gegen Ende richtig Spannung auf. Vielleicht, weil nicht alle Enthüllungen für mich überraschend waren.


    Fazit: Ein atmosphärischer Psychothriller


    4ratten

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    577 Seiten

    Bastei Verlag

    ET: 31. Mai 2019

    Kurzbeschreibung laut Amazon:

    Für ein gutes Leben gibt es ein simples Rezept: Man muss nur alles Schlechte vermeiden.

    Davon ist Konrad fest überzeugt, denn er hat schon genug Schlimmes erlebt. Seinen Lebensunterhalt verdient er, indem er bezahlte Rezensionen nach Kundenwunsch schreibt. Auch privat versieht er alles mit Sternen: die flinke Kassiererin, den lauwarmen Kaffee ... und Pia, die neue Klassenlehrerin seiner Tochter. Zu hübsch, zu unsicher, nicht geeignet für den Lehrberuf. Gerade mal zwei knappe Sterne von fünf.

    Als Pia davon Wind bekommt, will sie Konrad eine Lehre erteilen. Dass er zum neuen Elternvertreter gewählt wird, passt ihr da bestens ins Konzept. So kann sie ihn mit lästigen Aufgaben ordentlich ins Schwitzen bringen. Doch als einer ihrer Schüler gemobbt wird, erweist sich ausgerechnet Konrad als Hilfe ...

    Das hört sich unterhaltsam und kurzweilig an, oder? Und genau deswegen wollte ich das Buch gerne lesen. Dass die Geschichte anders verläuft, als ich nach der Kurzbeschreibung erwartet hatte, hat mich dabei nicht im Geringsten gestört.


    Voller Humor und leider etwas zu überspitzt zeichnet die Autorin ihre Personen, allen voran Konrad, der seine Tochter Mathilda über alles liebt. Er will nicht wahrhaben, dass sie nicht ewig sein kleines Mädchen bleiben kann und so liest er ihr immer noch jeden Abend vor, obwohl sie bereits 12 Jahre alt ist. Man ahnt schnell, dass er sie vor der Vergangenheit beschützen will, denn er weigert sich vehement ihr auch nur das kleinste Detail über ihre verstorbene Mutter zu erzählen und man fragt sich, was er Mathilda verheimlicht.

    Daneben dreht sich die Handlung hauptsächlich um das Thema Schule und dabei insbesondere um die Probleme rund um Mathildas Klasse, mit denen Pia Flemming zu kämpfen hat.


    Immer wieder lässt sich die Autorin neue Wendungen einfallen. Ihre Ideen sind interessant und unterhaltsam und die Themen wie Mobbing, falsche Produktbewertungen und Eltern, die versuchen ins Schulgeschehen einzugreifen, sind aktuell. Gerade deshalb hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Vielleicht hätte ich dann die 576 auch nicht als zu lang empfunden.


    Die Figuren werden mit einem Augenzwinkern und etwas überspitzt dargestellt, egal ob es um die übermotivierte Junglehrerin Pia geht, ihren bocklosen und selbstverliebten Kollegen Tom, oder die nervige Julia Richter, die versucht alles so zu regeln, wie es ihr und ihrer Tochter in den Kram passt.


    Insgesamt habe ich den Roman gerne gelesen, weil die meisten Personen trotz allem sympathisch sind und man ahnt, dass man diese Geschichte mit einem Lächeln beenden wird.


    Fazit: Ein lockerer Unterhaltungsroman über eine Junglehrerin und Ihre Probleme mit ihrer ersten Schulklasse.


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    Juni 2019


    Neuzugänge:


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    Lucy Clarke - Das Haus am Rande der Klippen

    Nadja Neufeldt - Erstkontakt mit Violine (ebook)

    Lina Rin - Animant Crumbs Staubchronik (ebook)


    gelesen:

    Charlotte Lucas - Fünf Sterne für dich 3ratten (Schade, da hatte ich mir mehr erwartet)

    Lucy Clarke - Das Haus am Rande der Klippen 4ratten


    Sub-Veränderung:

    +1 = 151

    Sarah Morgan - Die Stunde der Inseltöchter

    Ich hab das Hörbuch total durchgesuchtet und am Wochenende kaum was andres gemacht. Ich hoffe Morgan schreibt jetzt öfter mal in diese Richtung. Mit ihren andern Romane konnte ich ja nix anfangen, aber das hier hat mich sehr positiv überrascht.

    Freut mich, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat! :)


    Ich habe inzwischen einige ihrer Bücher gelesen und finde sie werden in letzter Zeit leider immer flacher, aber "Die Stunde der Inseltöchter" hebt sich davon angenehm ab. Da bin ich ganz deiner Meinung!

    Wirst Du uns Deine Meinung dazu mitteilen? - Ich finde die Autorin interessant (Die Bucht, die im Mondlicht verschwand hat mir gut gefallen!)

    Oh, das lese ich auch gerade und liege schon in den letzten Zügen ... das Buch hat fast eine Sogwirkung und liest sich rasend schnell durch ... mir gefällt es bis jetzt sehr gut, nun bin ich gespannt auf die Aufklärung :)

    Es dauert noch etwas, bis ich es lese, aber dann schreibe ich auf jeden Fall etwas. engi Toll, dass es dir so gut gefällt. Das steigert die Vorfreude :)

    Mai 2019


    Zugänge:


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    Annabell Nolan - Crystal Lake / Diagnose Liebe

    Susanna Ernst - Das Wispern der Schmetterlinge

    Charlotte Lucas - Fünf Sterne für dich


    gelesen:


    Annabell Nolan - Crystal Lake / Diagnose Liebe

    Susanna Ernst - Das Wispern der Schmetterlinge

    Ilona Andrews - Hidden Legacy 3 / Wilde Schatten


    Sub-Veränderung


    +/-0 = 150

    Da auch Judith Visser erst im Erwachsenenalter erfahren hat, dass sie das Asperger-Syndrom hat, merkt man dem Buch deutlich an, wie authentisch es ist und man fragt sich oft, was eigene Erfahrungen sind und was Fiktion.


    In dieser Geschichte begleiten wir die 4jährige Jasmijn ab ihrem ersten Besuch in der Vorschule und weiter bis sie eine junge Erwachsene ist und endlich erfährt, warum sie so anders ist, als ihre Mitmenschen.


    Da man als Leser von Anfang an weiß, dass Jasmijn das Asperger-Syndrom hat, kann man ihr Verhalten natürlich verstehen. Anders als ihre Familie, die zwar schon immer spürt, dass Jasmijn besonders ist, aber die nie auf die Idee kommt, dass man dies untersuchen müsste. Auf der einen Seite macht das ihre Eltern sehr liebenswert, denn sie lieben ihre Tochter so wie sie ist. Auf der anderen Seite habe ich als Leserin mit Jasmijn mitgelitten, denn ihr hätte es sicher sehr geholfen, wenn sie gewusst hätte, dass sie sich noch so sehr anstrengen kann, aber dass sie nie so sein wird wie alle anderen. Und das wäre sie doch so gerne. Wenn sie z.B. ihren Bruder Emiel sieht, der sich die Schuhe zubinden kann, einen Ball fangen, aus einem Glas trinken ohne zu kleckern und mit Erwachsenen reden, was ihr besonders schwer fällt.


    Dafür kann Jasmijn andere Dinge besonders gut. Wenn sie etwas interessiert, kann sie sich dieses Wissen schnell aneignen und merken. Deshalb liest sie auch schon früh sehr gerne und viel, denn in Büchern ist ein wahrer Schatz an Wissen verborgen.


    Mit viel Einfühlungsvermögen, beschreibt die Autorin Jasmijns Geschichte, was sicher auch ihren eigenen Erfahrungen zu verdanken ist. So sind z.B. laute und viele Geräusche für sie kaum zu ertragen. Sie kann dann Gespräche, Musik und andere Hintergrundgeräusche nur schwer filtern, denn alles klumpt sich zu einem Geräuschknäuel zusammen, das gegen ihre Ohren donnert. Und wenn sie derart überfordert wird, kommt es nicht selten zu einem totalen Zusammenbruch. In solchen Momenten fragt sie sich oft, warum sie nicht wie alle anderen sein kann und sie wird regelrecht ärgerlich auf sich selbst, weil sie sich einfach nicht normal benehmen kann. Es ist berührend zu lesen, wenn sie sich dann eine zweite „normale“ Jasmijn vorstellt, die solche Situationen mühelos meistern kann – eine Fantasie, die für sie unerreichbar bleiben wird.


    Es gibt noch vieles mehr, was für Jasmijn eine enorme Herausforderung darstellt, oder sogar unmöglich für sie ist. Doch an der Seite ihrer Hündin Senta findet sie Halt. Senta ist ihre beste Freundin. Bei ihr kommt sie zur Ruhe und es fällt ihr körperliche Nähe nicht schwer, die sie ansonsten kaum erträgt.


    Stellenweise ist das Buch fast wie ein Erlebnisbericht geschrieben. Die fast schon sachlichen Schilderungen passen jedoch perfekt zu Jasmijns Denkweise. Und so reihen sich viele einzelne Episoden in kurzen Kapiteln aneinander, während Jasmijn vom Kleinkind zur jungen Frau heranwächst. Viele dieser Episoden haben mich sehr berührt, aber da sich manches wiederholt, gab es auch die ein oder andere Länge. Ich hatte aber das Gefühl, dass das genau so passt, denn gerade Jasmijn hätte es in ihrem Perfektionismus sehr widerstrebt auch nur eine dieser Geschichten wegzulassen.


    Durch diese Lektüre habe ich das Gefühl Menschen mit dem Asperger-Syndrom besser zu verstehen. Da es viele unterschiedliche Ausprägungen gibt, ist mir durchaus bewusst, dass ich nur einen ungefähren Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten habe.


    Eine berührende und interessante Geschichte, die mich sicher noch einige Zeit beschäftigen wird.


    4ratten

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    417 Seiten

    ET: 01.05.2019

    LYX digital

    OT: Wildfire


    Mit Band 3 der Reihe um Nevada Baylor zeigt das Autorenduo, dass hinter dem Pseudonym Ilona Andrews steckt, erneut was es kann.


    Nevada hat einen neuen Fall und ihr Auftraggeber ist ausgerechnet Rogans attraktive Ex-Verlobte. Ob es Nevada gelingen wird Rynda nur als Mandantin zu sehen, ohne eifersüchtig zu werden?

    Zusätzlich muss sie dafür sorgen, dass ihre Familie vor ihrer skrupellosen Großmutter geschützt wird.

    Die einzige Möglichkeit ist, selbst ein Haus zu gründen, doch das ist mit diversen Bedingungen verknüpft, durch welche die Begabungen der Familienmitglieder öffentlich werden. Ob das wirklich der richtige Weg ist?

    Zum Glück steht ihr Rogan bei allen Problemen zur Seite und es macht erneut einfach Spaß die beiden gemeinsam zu erleben, egal ob im Kampf um Leben und Tod, oder als Liebespaar.


    Nach und nach wachsen mir die Personen der Reihe immer mehr ans Herz, allen voran Navadas Familie. Oft wirken sie wie eine ganz normale Familie, wenn sich z.B. Nevadas jüngere Schwestern zoffen, oder wenn alle mitfiebern, wie es mit Nevada und Rogan weitergeht. Doch sobald auch nur einer von ihnen in Gefahr ist, halten sie zusammen und stellen sich gemeinsam dem Gegner. In diesem Band hat mich vor allem Leons Geschichte berührt. Er hält sich für einen magischen Blindgänger, aber Nevada ist schon länger klar, dass er ein ganz besonderes Talent hat, dass allerdings für einen 16jährigen eine echte Bürde sein kann.


    Und genau das ist das Schöne an dieser Reihe. Sie ist nicht nur spannend und fantasievoll, nein, die Figuren sind auch zutiefst menschlich. Wie sie aufeinander achten gefällt mit besonders gut und nebenbei sorgen die herrlich humorvollen Dialoge für vergnügliche Lesestunden. Für Action sorgen die Kämpfe gegen die verschiedensten Gegner und Monster. Allerdings muss ich gestehen, dass ich diese teilweise nur überflogen habe, wenn sie mir zu lang waren.


    Die Reihe gefällt mir von Band zu Band besser, denn sie bietet eine fantasievolle Handlung, die mich fesselt, amüsiert und bestens unterhält. Ich lese kaum noch paranormale Reihen, aber bei Hidden Legacy mache ich gerne eine Ausnahme :)


    5ratten