Beiträge von Eule

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich lese es gerade wieder auf englisch und muss sagen, dass es sich mal wieder lohnt, einen Irving mehr als einmal in die Hand zu nehmen, denn die vielen Details, die er einbbaut, erschließen sich einem nicht beim ersten Lesen. Man liest ausschließlich auf den Plot hin und es entgehen einem einfach so viele Verschrobenheiten und Skurrilitäten. Dies hole ich nun nach. Und ich muss sagen, dass es auch mal wieder ein Irving ist, der es mit "Hotel New Hamphire" oder "Garp" aufnehmen kann. Zwischenzeitlich hat er mal ein wenig geschwächelt ,it seinen Geschichten. "Die vierte Hand" war z. B. zwar auch ein guter Roman, mit stark gezeichneten Figuren, aber hier bei "Bis ich Dich finde" ist er zurückgekehrt zu seinen Ursprüngen und hat eine Tiefe erreicht, die er zwischenzeitlich mal ein wenig vermissen ließ.


    Ich bin gerade mit Kapitel 10 fertig und kann mich herrlich amüsieren, wie die besitzergreifende Emma darauf wartet, dass sich bei Jack's "kleinem Freund" endlich etwas tut...
    Andererseits ist es schon ganz schön krass. Und wenn Irving nicht einen solch subtilen Sinn für Komik hätte, dann müsste man das nur noch pervers finden.
    Aber Irving versteht es, diese Dinge in Worte zu packen, die man nur noch Buchstabe für Buchstabe verschlingt und einfach nur süchtig danach wird.
    Jenny Fields wäre übrigens "entzückt" gewesen, welch verwerflicher Lust sich die Protagonisten da nur hingeben... :breitgrins:



    LG,
    Eule

    1. Auf welche Art und Weise hast Du Deinen Lieblingsautoren gefunden oder er Dich?


    Oft durch Zufall oder durch eine Empfehlung oder weil ich auf Autoren in anderen Zusammenhängen aufmerksam wurde, witzigerweise übers Vorlesen. *g*
    Auf Stephen Fry als Autor kam ich, weil er Schauspieler und Potter-Vorleser ist.
    Auf John Irving, mit dem ich z. B. vor zehn Jahren noch nichts anfangen konnte, kam ich letztlich durch Rufus Beck.


    2. Welches Buch hat Dir (im Vertrauen auf Deine Erinnerung) das schönste
    Leseerlebnis geschenkt, und welches das unangenehmste?


    Schöne Leseerlebnisse hatte ich schon zuhauf. Am schönsten empfinde ich Sitiatuionen, in denen ich mich kaum von einem Buch trennen kann, das ich wirklich am Stück durchgelese. Diesen Sommer hatte ich schon sehr schöne Lesestunden.


    Eine ganz besondere Erinnerung habe ich an ein Buch, von Rita Classen (übrigens eine tolle Autorin, die irrsinnig gute Suspense-Psychothriller schreibt).
    "Ich bin die Herrin des Hauses" - habe ich vor ein paar Jahren an einem Adventswochendende beim Schein einer Duftkerze durchgelesen. Dazu habe ich Kaffee mit Zimt getrunken. Eine Wahnsinnsatmosphäre war das, obwohl das Buch im Sommer spielt.
    Und dann fiel es mir nochmal letzten Januar in die Hände. Ich las es erneut - an einem verregneten Wochenende. Ich schuf genau dieselbe Atmosphäre, zündete genau die gleiche Duftkerze an und machte mir dazu Kaffee mit Zimt, und ich war zum zweiten Mal so gefesselt davon, dass ich wirklich ALLES um mich herum vergaß.


    An unangenehme Leseerlebnisse erinnere ich mich gerade nicht.


    3. Von welchem Buch glaubst Du, daß Du es immer wieder lesen könntest, ohne daß es Dir langweilig wird?


    Langweilig vll nicht, aber intensiv lesen kann man Bücher, die man mehrere Male gelesen hat, auch nicht mehr. Man kennt sie ja fast in- und auswendig.
    Aber wo es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt, sind für mich zweifelsohne die Bücher von John Irving, weil der einfach so unendlich viele Paralleluniversen in seinen Handlungssträngen hat, die sich einem bei nur einem Mal lesen nicht alle sofort komplett erschließen.


    4. Von welchem Buch meinst Du, daß Du es einmal gelesen haben solltest, hast das aber noch nicht "geschafft"?


    Tolstoi - "Krieg und Frieden"
    García Márquez - "Hundert Jahre Einsamkeit"
    Bulgakow - "Meister und Margarita"


    5. Welches Buch sollte Deiner Meinung nach auf jeden Fall in der Schule
    gelesen werden? Und welches Buch würdest Du jedem Erwachsenen ans Herz legen, unabhängig von seinem Lesegeschmack und seinen Lesegewohnheiten?


    Sicher "schadet" es niemandem, mal von Goethe, Schiller, Lessing & Co. gehört zu haben, aber deren Werke den Schülern aufzunötigen, trägt nicht gerade zu einer allzu großen Lese-Motivation bei.
    Abgesehen von den üblichen "Gähn-Pflicht-Wälzern", durch die wir uns kämpfen mussten, haben wir recht angenehme Bücher gelesen.
    Max Frisch' "Homo Faber" ist allemal ein Buch, das sich lohnt. (Zumal irrsinnig gut verfilmt!)
    Ebenso Friedrich Dürrenmatt's "Der Richter und sein Henker" sowie "Die Physiker" waren ganz besondere Leckerbissen.
    Wilhelm Busch ist auch jemand, deren Geschichten äußerst lehrreich, bitterböse und so gar nicht "kindlich" sind.
    Und was ich jedem ans Herzen legen würde, was Jungen und Mädchen, Frauen und Männer gleichermaßen begeistern wird: "Viel Lärm um nichts" von Shakespeare. Da können Kuppel-Ambitionierte ne Menge lernen. :zwinker:



    6. Welches Buch müßte jemand in der Straßenbahn lesen, damit Du verleitet wärst, die- oder denjenigen anzusprechen?


    Ich spreche generell niemanden an, der in der Bahn etc. liest. Weil das schlichtweg für mich so etwas selbstverständliches ist. Wenn mir gefällt, was derjenige liest und ich es auch schon kenne, dann lächle ich in mich hinein, freue mich, dass derjenige es ebenfalls entdeckt hat und behalte ich den Rest für mich.
    Aber ich komme gern mit Kunden ins Gespräch, die Bücher kaufen. Denen gebe ich dann schon hin und wieder mal ein "Gute Wahl" mit auf den Weg. *g*


    7. Welches Buch hat Dir beim Durchleben einer schwierigen Situation einmal geholfen?


    Bücher helfen mir oft, abzuschalten und Gedanken über gewisse Dinge ruhen zu lassen. Ich tauche dann ab in eine ganz andere Erlebniswelt und kann mich richtig darin verlieren. Es gibt wahnsinnig viele Bücher, die glücklich machen.
    Was ich allerdings manchmal mache, um eine Stimmung gezielt zu erleben, statt "wegzudrängen" - ich lese dazu passende Gedichte.


    8. Wie muß ein Buch für Dich aussehen, um Dir im Bücherregal Freude zu
    bereiten?


    So blöde und abgedroschen der Spruch jetzt auch ist, aber er trifft auch hier zu: Aussehen ist nicht alles.
    Es darf nicht einsam da stehen, dem stimme ich auch zu. *g* Ansonsten ist mir egal, ob es groß, klein, dick, dünn bunt oder völlig unscheinbar grau ist - was zählt, ist einzig, was drin steht. Und das macht mir Freude.


    9. Auf welches Buch in Deinem Besitz bist Du wirklich stolz?


    Auf ein ganz kleines Büchlein, in welches mir ein Freund eine Geschichte nur für mich geschrieben hat.
    Und ein Sachbuch, an dem ich im Rahmen eines Praktikums mitgearbeitet habe.


    10. Welches Buch würdest Du lesen, wenn Du wüßtest, daß es Deine letzte
    Lektüre wäre?


    Ein seeehr, seeehr langes auf jeden Fall. *g*

    Meine "August-Ausbeute" war folgende:



    Janet Tashjian - "Cinnamon Girl"


    Mats Wahl - "Schwedisch für Idioten"


    Jess Jochimsen - "Bellboy - oder ich schulde Paul einen Sommer"


    Nicola Barker - "Nadeln im Ohr"


    Paul Grote - "Bitterer Chianti"


    "Gebrauchsanweisung Hamburg" - *gröhl* Hab mich scheckig gelacht!



    LG,
    Eule

    1. Welches ist das längste und/oder langweiligste Buch, durch das Du Dich, aus welchen Gründen auch immer, erfolgreich hindurchgekämpft hast?


    Das längste: "Die Festung" von Lothar Günther Buchheim (1460 S.)
    Das ödeste: "Die Buddenbrooks" - aber am End hat's sich gelohnt. *g*


    2. Von welchem Autor (natürlich auch Autorin) kannst Du behaupten: Von dem (oder der) habe ich wirklich jedes Buch gelesen.


    Leena Lehtolainen, Stephen Fry, Michael Chabon, Sidney Sheldon. Naja und alle Pötterchen habe ich gelesen. *g*


    3. Welches ist Dein liebster Klassiker (vor mindestens 50 Jahren veröffentlicht)?


    Pu der Bär, Mary Shelly's Frankenstein


    4. Welchen Titel hast Du in den letzten Jahren sicherlich am häufigsten verschenkt?


    "Die Mitte der Welt" von Andreas Steinhöfel


    5. Von welchem Autoren würdest Du nie wieder freiwillig ein weiteres Buch in die Hand nehmen?


    Hm ... fällt mir niemand spontan ein. Ich les ja nicht wegen der Autoren, sondern wegen der Inhalte der Bücher. Und wenn jemand, der bisher nur Schrunz in meinen Augen geschrieben hat, plötzlich nen Kracher abliefert, würd ichs natürlich lesen, wenns mir gefiele...


    6. Welches Buch hast Du mehr als 2 Mal gelesen?


    Mehr als ein Dutzend wohl.


    7. Welchen Titel hast Du erst nach einigen Seiten beiseite gelegt und dann tatsächlich später nochmals in die Hand genommen und durchgelesen?


    "Owen Meany" - Ich finde, einige Irvings brauchen halt ihre Zeit *g*
    Mittlerweile halte ich es für sein eindringlichstes Buch - nicht sein bestes, aber sein eindringlichstes. Es ging mir unendlich nah.


    8. Wenn man Dich 3 Wochen in eine Mönchszelle in Klausur stecken würde, und Du darfst nur 3 Bücher mitnehmen, welche drei Titel würdest Du wählen?


    Schwierig, eigentlich ja welche, die mir am liebsten sind. Doch ich würd zur Abwechslung mal ganz neue Titel mitnehmen, eisern für jede Woche eines. *g*


    Stephenie Meyer - New Moon
    John LeCarré - Geheime Melodie
    Celia Rees - Sommer im Haus der Wünsche


    9. Bei welchem Titel sind dir schonmal ernsthaft die Tränen (nicht vor Lachen!) gekommen, obwohl es doch nur ein Buch war?


    "Das Boot" von Lothar Günther Buchheim. Gut, sind auch einige authentische Ereignisse drin enthalten...
    Bei Irving muss ich auch schon mal hin und wieder ein Tränchen verbeißen.


    10. Welches sonst recht erfolgreiche Buch ist Dir bis heute ein großes Rätsel geblieben, d. h. Du hast es einfach nicht verstanden?


    Nicht, dass ich's nicht verstanden hätte, aber mit Paulo Coelho's "Der Alchemist" kann ich überhaupt nichts anfangen, mit keinem Buch von ihm, bis auf "Veronika beschließt zu sterben". Aber weshalb um die anderen solch eine Brühe gemacht wird, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

    Auf meinem Stapel türmen sich gerade:


    Carolyn Mackler: "Veganerin, siebzehn, Jungfrau, sucht... " und:"Die Erde, mein Hintern und andere dicke, runde Sachen"


    Melvin Burgess: "Doing it"


    Und zum zweiten Mal Louis Sachar: "Löcher"


    Sowie der neue Benjamin Lebert "Kannst du"


    Alles in allem noch immer sehr Jugend-lastig *gg*


    Aber ich habe auch Zafón's "Der Schatten des Windes" zumindest im Blickwinkel liegen... :zwinker:
    Und in Irvings "Until I find you" blättere ich auch immer noch gern herum und lese etliche Passagen noch einmal.


    LG,
    Eule


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    Ich habe es auch in einem Rutsch durchgelesen und war erschüttert und hingerissen zugleich. Morton Rhue versteht es, durch ungeschminkte und ungekünstelte Sprache zu fesseln. Ein Stil der einfach sitzt.


    Also im Buchladen verkaufen wir es auch unter der Rubrik "junge Erwachsene". Es ist sehr schonungslos und beschönt nichts, weder Gewalt, noch Missstände.
    Ich habe es allerdings auch schon einem sehr "patenten" zwölfjährigen mitgegeben. Es kommt immer darauf an.
    Aber für wirklich junge Leser ist es wirklich eine Spur heftig. Es ist ja auch ein Thema, was nicht jeder liest. Es ist unterhaltend, aber kein Schmöker für einen vergnüglichen Abend. Wer es in die Hand nimmt und zu lesen gedenkt, weiß auch worauf er sich einlässt.
    Von daher wird es seine "passenden" Leser finden.
    Es zu empfehlen werde ich allerdings nicht müde. Ein wirklich eindringliches Buch mit brisantem Inhalt, der, wie hier alle finden, wirklich zum Nachdenken anregt und unter die Haut geht...


    LG,
    Eule

    Also bei mir gibbet in der Nasszelle außer Klopapier kein anderes Papier. :breitgrins:
    Ich würd ja nicht mal ne Seite weit kommen. Irgendwie halte ich mich nicht so arg lange da auf. Und ich kann mir wahrhaft spannendere und bequemere Orte zum Lesen vorstellen, als auf'm Klo.


    Und wenn mir doch mal langweilig werden sollte - man kann ja nie wissen, nech - dann fang ich an zu singen. :breitgrins:


    Aber ich kenn Leute, da liegen Zeitschriften rum - die hab ich dann schon mal mit rausgenommen, um Zeit zu haben, sie durchzublättern, denn auf'm Klo bin ich irgendwie mit anderen Dingen beschäftigt *grins*


    LG,
    eule

    Es gibt ja Bücher, die berühren und faszinieren einen bis ins Innerste, die begleiten einen über Jahre, die liest man mehrmals, vergisst sie nie und nimmt sie immer wieder mal zur Hand, bättert ein wenig darin herum.


    An die kommt auch sonst kein Buch heran. Kennt Ihr das? Habt Ihr solche Bücher?
    Welche Bücher haben Euch besonders ergriffen oder spielen in Eurem Leben ein besondere Rolle und warum?
    Würde mich mal interessieren


    Meine sind u.a:
    Lothar Günter Buchheim - Das Boot
    Das habe ich zuerst den Film gesehen und dann über Nacht (es war Ostersonntag 1996 - weiß ich noch wie heute) das Buch gelesen und ich war hin und weg.
    Das Buch habe ich bereits an die 10 Mal gelsesen.


    Andreas Steinhöfel - Die Mitte der Welt
    Das habe ich schon zig Male gelesen und kenne es nahezu auswendig. Und dass ausgerechnet mein Lieblingsvorleser Rufus Beck das Hörbuch liest, hat mich vor zwei Jahren echt zum Tränenkullern gebracht, als ich es geschenkt bekam.
    Und ich warte seeeeehnsüchtig auf die Verfilmung, falls sie die jemals hinbekommen sollten....


    John Irving - Garp und wie er die Welt sah
    Das habe ich seit dem allerersten Satz geliebt! War aber nicht mein Irving-Einstieg, trug aber letztlich dazu bei, dass Owen Meany das beste und tiefgründigste Buch war, was ich 2004 gelesen habe.


    Louis Begley - Lügen in Zeiten des Krieges
    Hat mich unendlich berührt und ist eine sehr emotionales, aber denoch nicht kitschiges jüdisches Schicksal im zweiten Weltkrieg.


    Michael Chabon - Die Geheimnisse von Pittsburgh
    Eine wunderschöne Story über eine Stadt und deren Bewohner in einem langen, heißen Sommer, der voller Veränderungen ist, aber dennoch jeden dahin führt, wo er sein soll...


    Irvin D. Yalom - Und Nietzsche weinte
    Nietzsche, Wien, Fin de Siecle - eine Mischung, die man lieben muss Und Nietzsche auf der Couch eines Weggefährten Siegmund Freuds - das ist einfach nur genial!


    Colleen McCollugh - Dornenvögel
    Nachdem meine Mutter mich mal vergebens dazu bringen wollte, den Film zu schauen, (ich war 14 oder so...) habe ich später das Buch mal aus purer Langeweile angefangen bei Verwandten zu lesen. Und ich kam nicht davon los. Dann wollte ich natürlich auch den Film dazu schauen. Aber bis heute ist es das Buch, das mich sehr tief berührt hat.



    Ich bin mal gespannt auf Eure "besonderen Bücher"


    LG,
    Eule

    Ich bin ja auch "berufsgeschädigt"
    Früher hab ich sie alphabetsich nach Autoren sortiert, und natürlich alle hübsch auf Kante gerückt, nech! :breitgrins:


    Dann habe ich sie nach Interessenkreisen/Themen sortiert.
    Also die restlichen Bücher (außer Romane) sind schon noch thematisch sortiert. Meine Weinbücher und Kunstbände etc.


    Aber die Romane und Ki/Ju-Büchers und habe ich nun auch nach jeweiligem Beliebtheitsgrad aufgestellt. Klar, gleiche Autoren stehen schon zusammen. Aber ein Regalbrett ist nur für meine absoluten Lieblinge reserviert. Da steht alles drauf, was mich besonders berührt, geprägt und verzaubert hat.


    LG,
    Eule

    Was ich IMMER höre: Rufus Beck!


    Und derzeit habe ich ein wunderschönes, atmosphärisch einmaliges Hörbuch am/im Ohr:


    "Land's End - Ein Spaziergang in Provincetown" von Michael Cunningham.
    Gelesen von Ingo Abel's melodischer Schmeichelstimme, untermalt von Meeresgeräuschen und Musik.


    Ich liiieeebe die amerikanische Ostküste und bin da derzeit auch hörtechnisch im Urlaub irgendwie *g*



    Als nächstes will ich "Der mechanische Prinz" haben, gelesen Steinhöfel persönlich.
    Und den Kerkeling ("Ich bin dann mal wech"), den werd ich mir auch als Horchbuch gönnen.


    LG,
    Eule

    Also ich verleihe auch grundsätzlich keine Bücher, die mir arg am Herzen liegen.
    Ich habe schon einige nie wiedergesehen.


    Aber dass sie ganz entstellt und zerfleddert und vollgeschmiert wiederkamen, hatte ich noch nicht.
    Es gibt auch nur eine handvoll Leute, denen ich ein Buch leihe/leihen würde. Aber wie gesagt - meine ganz besonderen Lieblinge bleiben hübsch bei mir im Regal. Da haben sie's warm und trocken. :zwinker:


    Ich kann auch überhaupt nicht nachvollziehen, wie jemand so mit Büchern umgehen kann. Eselsohren als Lesezeichen *aaaaarrrrrgh!* Sowas kann ich ja auch leiden wie 10 Pfund Schmierseife! :grmpf:


    Gut, ein Taschenbuch - einmal geschmökert und gut, das behandel ich jetzt auch nicht wie ein komplett rohes Ei. Aber doch zumindest schmeiß ich es nicht in die Badewanne, kipp keinen Kaffee drüber, verbuddel es nicht am Strand oder parke darauf mein Abendessen.
    Aber manchmal fragt man sich echt, wie jemand das alles auf einmal hinbekommt... Und vor allem, wie jemand denn sonst so mit Dingen umgeht... *koppkratz*


    LG,
    Eule

    Ich hab das neulich in der Bibliothek zufälligerweise als Hörbuch in die Finger bekommen und mitgenommen, weil es Irina von Bentheim (Carrie's Synchronstimme in SatC) liest.


    Ich fand es nicht literarisch überragend, aber als nette Unterhaltung für zwischendurch ganz okay. Es ist irgendwie nah am Leben, nah am Gefühl und wer kennt das nicht, wenn man ungeduldig auf eine Mail oder SMS von jemandem wartet oder sich in jemanden verliebt hat, dem das scheinbar so völlig egal zu sein scheint...
    Das Ende fand ich allerdings auch sehr gelungen und überraschend.


    Gelesen hätte ich es nicht, aber von "Carrie" vorgetragen hatte es was! *schmunzel*


    Und es gibt ja auch einen zweiten Teil - "Sind wir nicht alle ein bisschen Paul?"
    Als Hörbuch würd ich mir das auch wieder ausleihen...


    LG,
    Eule

    Hätt ich fast vergessen, weil es auch mal eben by-thy-way dazwischengeschoben war:


    "Boot Camp" von Morton Rhue hab ich auch noch gelesen.
    Erstklassig geschrieben, aber es geht unheimlich heftig zur Sache und lässt einen mit Schaudern daran denken, wie wenig (junge) Menschen in ihren Rechten und in ihrer Unantastbarkeit manchmal geachtet werden.


    Es las sich dennoch sehr flüssig weg, weil es auch eine sehr subtile Spannung enthielt, die einen fesselte.


    LG,
    Eule

    Also mich irritiert dieses "noch" in der Fragestellung ein wenig. Worauf bezieht sich das? Auf die Qualität der Literatur, weil es keine guten Ki/Ju-Bücher mehr gibt? Oder hat es etwas mit dem Alter zu tun?


    Ich finde, es gibt eine ganze Menge, was sich für "Erwachsene" lohnt. Außerdem - "erwachsen" ist meiner Meinung nach auch seeehr subjektiv.


    Ich finde es sehr schön, wenn sich ein - vom Alter her - Erwachsener eine gewisse Kindlichkeit bewahrt (hat) und die auch hin und wieder auslebt.


    Also was mich an Ki/Ju-Lit. so begeistert und fasziniert, ist der Blick auf diese Alters- & Zielgruppe. Man verliert ja dann doch gewisse Bezüge aus den Augen. Und somit behält man weiterhin Kontakt dazu und versteht eben auch "vor sich hinpubertierende Elende" besser. :zwinker:


    Es hat sich ja auch viel geändert mit den Jahren. Und ich finde, dass für Erwachsene mitunter mehr Schrunz auf den Markt geworfen wird, als für Kinder.


    Es ist sehr schwer, als Erwachsener für diese Zielgruppe zu schreiben und nur wenige bekommen es hin, den Nerv selbiger zu treffen, finde ich.


    Diese ganzen zahlreichen Serien - also Buchreihen, die es gibt, sei es Krimis, Fantasy oder Pferdedingens - das hat sich irgendwo etabliert, die Phase macht jeder mal durch irgendwo. Aber etwas zu wagen, ein wenig herauszustechen, aus dem Einheitsbrei, das ist schwierig. Aber wem es gelingt, den bewundere ich auch.


    Ich persönlich habe durch meine Arbeit eine Affinität dazu entdeckt. Und ich lese sehr gerne Literatur für junge Leute. Es ist erfrischend, herrlich unprätentiös und einfach nur interessant. Es wird einem wieder mal der Blickwinkel ein wenig geweitet, bzw. er wird anderswohin fokussiert. Schön finde ich das.


    Es gibt etablierte Autoren, die einfach irgendwie immer gehen: Funke, Boie, Pressler, Ende, Steinhöfel und wie sie alle heißen.
    Aber auch Newbies finde ich immer spannend zu entdecken.


    Wen ich ganzganz dolle gern mag, ist Eva Ibbotson. Aber nur ihre Kinderbücher!
    Sie schreibt ja auch für Erwachsene und mag diesen Spagat auch geschafft haben. Aber ich finde ihre Romane für Erwachsene nicht annähernd so gelungen wie die für Jugendliche.


    Und auch Steinhöfel hat ja durch seine "Mitte der Welt" und den Kurzgeschicten-Band "Defender" zwei sehrsehr schöne Bücher abgeliefert, in denen sich jeder Erwachsene ohne weiteres verlieren und doch auch wiederentdecken kann.


    Somit ist es immer eine sehr subjektive Sache, was Erwachsene an Ki/Ju-Büchern lesen sollten/könnten/müssten - wasauchimmer. Zumindest, was die einzelnen Titel betrifft. Die Tatsache an sich, diese Literatur hin und wieder mal zur Hand zu nehmen, ist ohne Zweifel ein für mich recht kluger Rat.


    Ein Lehrer von mir hat früher mal zu uns Abiturienten gesagt: Wir sollten doch mal öfter die "Sendung mit der Maus" schauen, dann wüssten wir, wie's in der Welt zugeht und würden etliche Dinge besser verstehen.
    Und so ist es mit Büchern genauso.


    Ich denk auch, wenn man eigene Kinder hat, wird man "zwangsweise" wieder mit dieser Literatur konfrontiert. Und dann ist es doch schön, wenn man eigene Erfahrungen und Lieblinge den eigenen Kindern vermitteln kann...


    LG,
    Eule

    Ich lese, wenn mich ein Buch fesselt, sehr schnell. Also an einem gemütlichen Sonntag komm ich da schon mal durch ein Taschenbuch durch. Das leg ich dann allerdings nur zum Essen und beim "Ruf der Natur" :zwinker: aus der Hand.


    Ansonsten, da ich meist auch vieles parallel lese und auch viel in der U-Bahn, komm ich recht flott durch Bücher durch.


    Aber es kommt wie gesagt darauf an. Durch manche "quält" man sich eher ein wenig durch. Ich hab auch schon Bücher weggelegt, denn Lesen soll ja unterhalten und nicht in Arbeit ausarten - zumindest nicht bei Belletristik.


    Andere Bücher, die lese ich mit solchem Genuss, dass ich gar nicht am Ende ankommen möchte. Ging mir gerade bei Kerkeling so. Je näher das Ende rückte, umso langsamer und weniger las ich. Ich wollte es bis zuletzt genießen und hinauszögern.
    Und bei anderen geb ich nicht eher Ruhe, bis die letzte Zeile verschlungen ist.


    Aber es gibt auch immer noch halbgelesene Bücher bei mir, die ich "irgendwann mal" zuende lesen will. Die dauern, wenn man's denn genau nimmt schon mal ein paar Monate...


    LG,
    Eule