Beiträge von schokotimmi

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Die Geschichte des Wasser beschreibt die Geschichte von Signe in 2 Zeitebenen, nämlich Ausschnitte ihrer Kindheit und Jugend, die sie zur Umweltaktivisten werden ließen, sowie ihrer Reise als ältere Frau auf der Blau zu ihrem ehemaligen Lebensgefährten und die Geschichte von David und seiner Tochter Lou, die in der Zukunft als Flüchtlinge direkt von der Wasserknappheit betroffen sind.

    Das Thema "Wasser" soll laut Titel eine wesentliche Rolle spielen - doch sollte man sich hier nicht täuschen lassen und auf den Originaltitel "Blau", dem Namen des Bootes schauen...


    Ich fand das Buch stellenweise recht spannend, auch wenn mir beide Hauptcharaktere nie wirklich sympathisch geworden sind, vor allem im Zukunftshandlungsstrang immer wieder Unstimmigkeiten oder Fragen zur Schlüssigkeit bzw. Nachvollziehbarkeit entstanden und das Thema "Wasser" nur einen Randplatz mit Sichtbehinderung eingenommen hat. An vielen Stellen hätte die Autorin hier Fach- und Sachbezüge einfließen lassen können, beschränkte sich aber immer nur auf die Liebesbeziehungen der Protagonisten und hat so am "Umweltthema", welches ich erwartet habe, vorbeigeschrieben.

    Vielleicht ist es ausschließlich ein Problem der Erwartungshaltung, aber für mich schafft es das Buch leider nicht, das sehr wichtige Thema Wasser ausreichend mit Denkanstößen zu versehen.


    2ratten


    Ich danke hier trotzdem nochmal für die Leserunde, die Spaß gemacht hat...


    LG

    schokotimmi

    Hallo,


    hier auch noch meine Rezi:


    Herr Jakob träumt ist ein Buch über den Wunsch nach Entschleunigung, dem Wunsch den eigenen Bedürfnissen nachzugeben und auch den Mut sich eine Auszeit hier in Form eines Winterschlafes zu nehmen, auch wenn es um einen herum doch so hektisch ist. Herr Jakob traut sich das und erfährt damit ein ganz neues Lebensgefühl, zwischen Traum und Realität.

    Das Buch erzählt diese Geschichte und man muss sich darauf einlassen, man findet viele kleine Punkte, die zum Nachdenken anregen, die einen "Erden" und zu Ruhe und Gelassenheit aufrufen. Man darf nicht alle "Wach"-Szenen auf ihre realistische Wahrscheinlichkeit prüfen, denn es ist eine Fiktion. Und vor allem sollte man mit vielen eigenen Ideen und Gedanken in den Text gehen, so kann man viele kleine Dinge für sich mitnehmen, die der Text andeutet aber am Ende doch offen lässt.


    3ratten


    LG

    schokotimmi

    Hallo Anne,


    darf ich fragen ob Du das Buch nach elf Jahren nocheinmal gelesen hast oder ob sich Deine Bewertung auf das erste Leseerlebnis bezieht?


    Ich habe das Buch auch vor 10 Jahren das erste Mal gelesen und habe es hier richtig toll bewertet, nun wurde es in meinem Lesekreis vorgeschlagen und weil ich mich nicht mehr an alles erinnern konnte, habe ich es nocheinmal (wenn auch relativ schnell) gelesen und war sehr enttäuscht. Die Freundschaft und das Opfer was Amir bringt wirkten auf mich so unecht und auch das Bild von Afghanistan war zwar interessant aber doch gab es immer wieder Szenen oder Sätze, die mich aufhorchen ließen. Vorallem bei der Rückkehr wird klar, dass Amir nie das "echte" Afghanistan kennengelernt hat, denn er gehört zu den Privilegierten zu den Reichen.


    Für mich ein Buch dass sich mit 10 Jahren Abstand, mehr Lese- und Lebenserfahrung sehr gewandelt hat und mit seinen zu vielen Zufällen und hollywoodhaften Szenen nur noch eine Gesamtwertung aus beiden Leseerlebnissen von 3ratten bekommt.


    Viele Grüße

    schokotimmi

    Insgesamt scheint die Meinung zum Buch ja relativ in die gleiche Richtung zu gehen.


    Ich wollte mich nochmal zu der Abtreibungsdiskussion zu Wort melden: Dieser Schritt ist für mich aus der Gesamtsituation heraus nachvollziehbar. Sie muss erkennen dass ihre große Liebe sie doch auf ganzer Linie enttäuscht hat, die Lebensansichten driften ganz weit auseinander und der Vater des Kinder kooperiert auch noch mit ihrer Mutter, einer Person mit der sie nichts mehr zu tun haben will. Auch die Einstellung des Vaters zu ihr ist nicht gerade durch Hilfsbereitschaft geprägt, am Ende steht sie allein da mit ihrem Boot. Von echten engen Freunden erfährt man nichts - also gäbe es nur noch sie und das Kind, ein Kind von einem Mann mit dem sie ja auch nichts mehr zu tun haben will. Für mich war die Abtreibung eine logische Konsequenz...v.a. auch weil sie ja selbst keine so tolle Kindheit hatte bei den streitenden Eltern. Und die Zeit ist auch noch nicht so weit, dass alleinerziehend sein das normalste der Welt ist.

    Ich kenne Leute, die wegen weniger abgetrieben haben.


    Also für mich gab es hier viele andere Punke die weniger stimmig waren als die Abtreibung - sie war nur der absolute Schlussstrich.


    Grüße

    schokotimmi

    Da hat der deutsche Verlag sich wohl gedacht: "Die Geschichte der Bienen" hat super funktioniert, also muss auch der zweite Band so ähnlich heißen. Im Original heißt das Buch ja einfach Blå (Blau), wie jemand von euch in einem früheren Abschnitt schon geschrieben hat - das erste aber tatsächlich Bienes historie.


    Was glaubt ihr, um was die anderen beiden Teile kreisen werden? Ich habe mit ein paar Leuten in meinem persönlichen Umfeld darüber gesprochen und wir könnten uns gut "Die Geschichte der Bäume" und irgendwas über den Fleischkonsum, Massentierhaltung und die Folgen davon vorstellen.

    Ha, da war ich ja mit meinem "Blau" Titel gar nicht so schlecht - wenn man diesen Punkt nimmt relativiert sich der Erwartung zum Buch ja vllt. ein wenig. Die Autorin wollte ja dann vom Titel her nicht die "Geschichte des Wassers" erzählen...


    Tja was könnte es sein - man findet nichts dazu. Regenwald/ Bäume könnte ich mir vorstellen, Tierhaltung eher nicht, denn sie hatte ja schon die Bienen. Ich werde die Bienen mal noch zuende hören und dann entscheiden ob ich mit der Reihe überhaupt weitermache...


    LG

    So,


    ich bin auch seit gestern durch und muss sagen, naja. Das Signe und Magnus sich so mir nichts dir nichts vertragen fand ich irgendwie nicht stimmig. Das ist ja als ob beider Leben "sinnlos" gewesen wäre. Das Ende um David, Lou und Marguerite finde ich da schon etwas plausibler, auch wenn ich die Intention nicht ganz verstehe, dort zu bleiben...aber gut, wo sollen sie hin.


    Insgesamt bringt der Abschluss noch ein paar Punkte zueinander, sodass die beiden Geschichten zumindest grob übereinstimmen - aber insgesamt muss ich gagamaus zustimmen:

    Mir war die Geschichte am Ende doch etwas zu sehr in einem luftleeren Raum. Man hätte meiner Meinung nach noch mehr über dieses Thema sagen können. Wichtiges, informatives darüber, was mit Europa passiert ist. Wie die Welt sich entwickelt mit dem Wasserproblem. Das Thema wurde, meiner Meinung nach, nur angerissen.

    Unter "Die Geschichte des Wasser" habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt - man hätte es auch "Die beiden Enden der Blau" nennen können, das hätte es wohl etwas mehr getroffen. Wasser war ja hier nur am Rande Thema...


    Ein wenig vergleiche ich das Buch mit "Die Straße" von Cormac McCathy, aber dort war die Dystopie einerseits stimmig und eindringlich dargestellt und die Unwissenheit was die Katastrophe ausgelöst hat andererseits wirklich unwichtig für den Handlungsverlauf. Hier wird viel mit Rückblicken und Erinnerungen gearbeitet, aber die wesentlichen Punkte, wie die Dinge um das "Wasser" zusammenhängen, erfährt man nicht.


    LG

    schokotimmi

    Hier passieren ja nun doch einige Dinge, man erfährt von der gemeinsamen Zeit um Signe und Magnus und wie sich zumindest rückblickend doch gezeigt hat, dass schon an vielen Punkten klar war, dass das mit den beiden nicht gut gehen wird.

    Der Protest auf dem Berg und das "Lager" sind für mich ziemlich glaubhaft dargestellt, auch der Zwiespalt der den Vater in die Knie zwingt. Die eigene Tochter über die anderen Kinder zu stellen...so ganz verstehe ich ihn da nicht.

    Das Magnus Vater umschwenkt, nun hat er auch genug Geld geboten bekommen oder hat auch Magnus darauf eingewirkt, man weiß es nicht.


    Den Anfang dieses Abschnitts fand ich gut gemacht: Signe (im Jahr 2041) auf der Blau wird fast von einem großen Frachter über den Haufen gefahren. Das könnte symbolisch dafür stehen, wie der kaum noch zu bremsende Klimawandel die Menschheit überrollt.

    Signe ist doch mit der Blau eher in der Jetzt-Zeit unterwegs, oder habe ich da was falsch verstanden? Das Jahr 2041 ist doch die Zeit in der Davids Geschichte spielt.


    Aber insgesamt fand ich die Frachter-Szene übertrieben, die hätte es nach dem Sturm nicht gebraucht - da wären mir ein paar mehr Fakten zum Thema Wasser lieber gewesen.


    David und Lou, ins diesem Abschnitt verliert David immer weiter Sympathiepunkte, die er eigentlich noch gar nicht hatte...ich fand ja schon das Verhältnis merkwürdig, dann jetzt die Schlägereien, der Egosimus mit Marguerite allein zu sein, das fehlende Feingefühl für seine Tochter.... ich weiß es nicht.

    Am Ende erfährt man ja wie Anna und er getrennt wurden, es entwickelt sich auch der Gedanke, dass sie den Brand nicht überlebt haben, aber sollte er gerade deshalb jetzt nicht auf Lou um so mehr aufpassen...


    Auch hier gibt es eine kleine Frage, die ich mir zum Thema Versorgung stelle - die Stadt am Meer, in der David so lange geblieben ist, scheint ja so gut wie ausgestorben gewesen zu sein. Für wenn haben dieser Thomas und er dann noch Wasser hergestellt, außer für sich selbst.

    Die Infrastruktur war ja demnach zusammengebrochen, andererseits unterhält das gleiche Land (denn von einem Grenzbübertritt bei der Flucht war nicht die Rede) diverse Flüchtlingslager? Hat man einzelne Regionen einfach aufgegeben, oder wie passt das für euch zusammen?


    Ich bin doch ein wenig gespannt wie es weitergeht, wenn ich mir auch zum Thema "Wasser" keine großen Hoffnungen mehr mache...


    LG

    ysa und gagamaus ich muss euch hier recht geben, die Geschichten um die Personen haben schon eine gewisse Spannung, aber doch eher auf der persönlichen Ebene. Signe scheint ja recht intelligent zu sein, aber diese wird nicht genutzt um in der Figur das Thema "Wasser" oder "Klimaschutz" inhaltlich besser anzulegen.

    David macht mir dagegen einen nicht wirklich intelligenten Eindruck und ich frage mich immer mehr, worauf diese beiden Geschichten hinauslaufen - ich meine das David jetzt Signes Boot gefunden hat, kann ja irgendwie nicht alles sein...


    Was mich allerdings sehr interessieren würde (und dazu habe ich noch nicht viel gesucht/gefunden): gab es die Umleitung der Wasserfälle tatsächlich? Oder diese unsägliche Geschichte mit dem exportierten Gletschereis?

    Habt ihr diesbezüglich mehr Infos?

    Das habe ich mich auch gefragt und habe hier einen Blog gefunden in dem es um ein großes Projekt ging:

    Wasserkraft in Norwegen


    Hier wird der Altafluss und der Staudamm erwähnt: Wikipedia weiß dazu:

    "Ein gutes Stück flussaufwärts des Canyons wurde der Altadamm errichtet. Der Bau dieses Staudamms führte zu zahlreichen Demonstrationen. Die norwegische Regierung veranlasste eine der größten Polizeiaktionen der Geschichte Norwegens, um die Demonstranten, die sich zusammengekettet hatten, zu entfernen. Ein einzelner Aktivist versuchte sogar, eine Brücke auf der Zufahrtsstraße zum Damm zu sprengen. Er fügte sich selbst hierbei allerdings mehr Schaden zu als der Brücke." Wiki_Alta


    Das klingt doch schon alles nach ein paar Grundlagen für die Geschichte, oder? Vllt. suche ich noch ein wenig und finde noch ein paar Links für uns...


    LG

    schokotimmi

    In dem Abschnitt wird das Verhältnis von Signe und Magnus erklärt und ja irgendwo ist es verständlich was die zwei verbunden hat - wenn Signe ehrlich zu sich selbst wäre, würde sie realistisch merken dass sie nicht zusammenpassen, aber Gefühle und Ängste machen eben auch blind für so rationale Gegebenheiten.

    Was aus der Schwangerschaft wird, finde ich spannend - ich glaube ja an eine Fehlgeburt.


    David und Marguerite fangen also ein Verhältnis an - ich frag mich ja, wie man in einer solchen Situation noch an S.. denken kann, aber vllt. ist es einfach nur das Gefühl der Geborgenheit, was man so nicht findet.

    Die Zeichen dass das Lager nicht gehalten wird, sind ja nun eindeutig, sollte David nicht beginnen zu handeln, für sich und Lou...

    Das es Signes Boot ist, war ja nun relativ eindeutig, der ausgetrocknete Kanal eine schöne Idee, aber auch hier hätte ich mir mehr zum Thema Wasser gewünscht, mehr in die Geschichte verpackte Fakten z.B. als Erklärung für Lou...


    Ich kann eure Kommentare aus dem letzten Abschnitt nur bestätigen und empfinde ähnlich, ja, ich möchte schon irgendwie weiterlesen und wissen was nun passiert, aber so richtig packen und fesseln tut einen das Buch nicht.


    Da kommt mir noch eine Idee, was wenn Marguerite eine Nachfahrin von Magnus ist?


    Grüße

    schokotimmi

    Aber es ist auch interessant zu lesen, wie das Leben in Europa nach einer länderübergreifenden Dürre aussieht. Das verleiht dem Buch etwas von einer Dystopie.

    Trotzdem glaube ich dass es mehr Möglichkeiten gebe der Dürre entgegenzuwirken ... irgendwie wirkt es doch eher wie eine Seuche und nicht wie der Mangel an Wasser. Ein paar Dinge passen irgendwie nicht so richtig zusammen. Wo kamen die Lebensmittel und Vorräte denn her, wenn der nächste bewohnbare Ort "unendlich" weit weg ist, wo haben die Leute, die noch vor Tagen in den Häuser gewohnt haben ihr Wasser und ihre Lebensmittel bezogen?

    Waren das wirklich zufällig die letzten die gerade erst gemerkt haben, hey hier ist das Wasser alle.

    Dystopie ja, aber ich finde die Zeitzusammenhänge merkwürdig - auch die Aussage dass David und Lou 24 Tage unterwegs waren, auch da brauchten sie Wasser, woher bekamen sie es auf dem Weg... (ich setze meine Fragen mal im nächste Abschnitt fort).

    Ja das Boot - es ist Fluch und Segen zugleich...die Erkrankung von Lou war wirklich schlimm - aber am Fehler der Ärzte deutet sich wie auch mit dem verminderten Essen an, dass auch dieses Lager nicht mehr zu halten ist. Ich bin gespannt was mit dem Boot weiter passiert - das dort nun alle Häuser verlassen sind, ist ja auch so ein Anhaltspunkt.

    Denkt ihr eigentlich dass es Magnus Villa ist?


    Signe ist durch ihre Eltern zum Extremen gemacht - die Mutter einerseits auf Macht, Profit und Wohlstand getrimmt, der Vater Umweltschützer und Aktivist der zum Äußersten zu gehen scheint. Aber schon als Magnus zur abendlichen Party kommt scheint klar, er tritt nicht in die Fussstapfen seines Vaters, was findet Signe nur an ihm, wo sie doch ganz offensichtlich den anderen Weg nehmen wird...


    Wir haben ja auch schon die Hälfte fast gelesen, habt ihr auch erwartet dass das Wasser an sich mehr Raum einnimmt als die Geschichten der Menschen?!


    Grüße

    schokotimmi

    Egal in welchem Erzählstrang man sich befindet - für die Kinder ist es eine genau so bedrückende Situation wie für Erwachsene.


    Zum einen der "Ausflug" von Signe mit ihrem Vater, bei der sie mehr ahnt als versteht und der Streit der Eltern. Da prallen Welten aufeinander - wie war das vorher, Gegensätze ziehen sich an?! Ein wenig ist mir die Liebe der beiden Eltern von Signe nicht ganz klar, aber irgendwann muss es ja mal geknistert haben.


    Die Szenen mit David und Lou auf dem Boot fand ich schön - ich denke ja sie werden dahin zurückkehren und vllt. noch mehr entdecken was beide Geschichten zusammenbringt - sehr spannend.

    Marguerite fand ich bis jetzt nicht soo gruselig wie manche Mitleser - ich meine David provoziert ja ein Gespräch mit ihr regelrecht um dann immer wieder daran zu denken dass sie was besseres sei und mit ihm gar nicht sprechen will.

    Dass sie dann so nett zu Lou ist fand ich eher einen guten Zug von ihr...mal sehen in welche Richtung das weitergeht.


    Viele Grüße

    eine kurze Frage vor meinen ersten Eindrücken, gibt es noch jemanden der im ebook liest? Ich lese im Mobi Format und die Einteilung der Seiten passt nicht so genau zu den Angaben, ich denke ich komme schon klar, bitte aber im Vorfeld evtl. kleine Überschneidungen zu entschuldigen

    Das hab ich schon bei der Einteilung befürchtet, aber es gibt ja keine richtigen Kapitelzahlen sondern nur die Namen. Möchtest du den jeweils ersten Satz der einzelnen Abschnitte von mir?

    Wenn das keine Umstände macht, wäre das natürlich toll, aber wenn ich die einzige bin, komme ich da schon irgendwie durch.


    LG

    Hallo,


    eine kurze Frage vor meinen ersten Eindrücken, gibt es noch jemanden der im ebook liest? Ich lese im Mobi Format und die Einteilung der Seiten passt nicht so genau zu den Angaben, ich denke ich komme schon klar, bitte aber im Vorfeld evtl. kleine Überschneidungen zu entschuldigen.


    Norwegen, Fjorde und Gletscher - ein toller Einstieg und dann das Chaos von Brand, Hitze, Flucht. Wie stark das zusammenhängt wird gleich zu Anfang klar und auch die Konflikte, die Lunde uns hier zeigen will. Geld, Prestige und Macht ohne über Natur, Raubbau und seine Folgen nachzudenken. Der Konflikt scheint in Signe ja recht früh zu reifen - sicher auch durch ihren Vater. Ich bin gespannt wie ihre Entwicklung sich vollzieht. Ich finde es gelungen wie Lunde in den Erinnerungen das Leben von Signe aufbaut.


    David und Lou tun mir Leid, besonders die Veränderung die Kinder in der Situation durchmachen ist schwer vorzustellen. Ich bin gespannt ob sie mit dem anderen Teil der Familie zusammenfinden.


    Ich bin etwas geschockt, dass es nicht nur der Wassermangel ist, sondern auch viele alltägliche Dinge nicht mehr funktionieren. Die Infrastruktur, das Telefon, ja nicht mal Kugelschreiber gibt es mehr.

    Mich hat das auch zum Nachdenken gebracht - ich glaube, wir sind uns um die umfassende Wirkung solcher Katastrophen nicht bewusst. Und wann hat man Zeit und Mut diesbezüglich weiterzudenken?

    Ich glaube ja nicht, dass diese Dinge nicht mehr funktionieren bzw. existieren, nur eben dort nicht. David und seine Tochter scheinen ja relativ überstürzt aufgebrochen zu sein und da wurde an bestimmte Dinge einfach nicht gedacht...und wenn ich jetzt mal ans Handy denke, wie gut wird wohl die Netzabdeckung in Syrien oder Libyen sein...irgendwo am Anfang stand ja auch, dass das Handy einfach nur kaputt gegangen ist.

    Aber wir werden sicher noch ein bisschen mehr zur Situation lesen.


    Der Konflikt zur Nutzung von Ressourcen ist ja immer und überall da - in Norwegen zum Beispiel wird das Land und was sich dort befindet ähnlich wie in Deutschland entweder privaten Personen bzw. Unternehmen gehören oder aber dem Staat. Und über dessen Nutzung entscheiden dann die Gemeinden, Städt etc. und genau so eine Entscheidung wurde ja schon angedeutet - eine Nutzung des Beiro für wirtschaftliche Zwecke. Und genau hier liegt die Krux - weil man die Auswirkungen einer solchen Entscheidung nicht immer bis zu Ende denkt oder denken kann und weil immer wieder wirtschaftliche Interessen mitschwingen.

    Vllt. wäre es in einer Gemeinde nicht so schlimm, aber wenn es funktioniert wollen es viele andere Gemeinden auch machen - die Kettenreaktionen sind oft das Problem glaube ich.


    Mal sehen wie es weitergeht...auf jeden Fall habt ihr recht, es regt sofort zum Nachdenken an.


    LG

    schokotimmi

    Hallo,


    ich glaube gern dass das zu umständlich ist, aber ich bin gerade verwirrt, bei vielen Pappbüchern steht doch hinten drauf 6, 12, 24 oder 36 Monate. Also zumindest war das noch vor ein paar wenigen Jahren so, sollte sich das tatsächlich so geändert haben?!


    Ich persönlich kein auch Bücher mit kleinen Reimgeschichten empfehlen, das haben beide Mädels geliebt und konnten sie teilweise dann schon mitsprechen...


    Ich denke auch in dem Alter 1-3 muss man noch nicht unbedingt die Eltern fragen - ab Grundschule kann das eine gute Idee sein, wobei es da aufs Verhältnis zum Kind ankommt. Ich und auch meine Tochter freuen uns immer über die Patentante wenn sie mal mit einem neuen Buch um die Ecke kommt, was wir so noch nicht kannten. Horizonterweiterung kann auch schön sein...


    Grüße

    schokotimmi

    Hallo,


    danke für die Liste - einige Bücher davon sind ja schon richtig "alt" (um die 10 Jahre). Gelesen habe ich noch keines der Bücher, auf dem Sub habe ich Jenny Erpenbeck - das sollte ich wirklich endlich mal angehen.

    Von Unrast hatte ich schon mal Kritiken gelesen, dann aber doch erstmal Abstand genommen. Vllt sollte ich mir das nochmal überlegen.


    Interessant klingt für mich noch "Der fliegende Berg" und Taiwan hatte ich noch nicht auf meiner Weltreise, schreibst du eine Rezi zu deinem aktuellen Buch von Wu Ming-Yi?


    Viele Grüße

    schokotimmi

    Hallo


    kaluma

    Ich kann dich beruhigen, ich bin mit Seite 160 auch noch nicht wesentlich weiter wie du und ich kann deine Empfindung bestätigen. Ein Buch bei dem man nur langsam vorankommt, was immer wieder zum Nachdenken anregt und bei dem man auch viel Mitdenken muss um dranzubleiben.

    Es gibt ein paar Namen, die immer wieder auftauchen, wie Großvater Garabet. Aber viele klingen so ähnlich dass ich mir auch oft nicht sicher bin, hatten wir ihn schon mal oder nicht.


    Trotz des Anspruchs an den Leser für mich eine sehr lohnenswerte Lektüre.


    Sagota

    Freunde aus dem Lesekreis haben mir Franz Werfels "Die vierzig Tage des Musa Dagh" auch schon empfohlen, es steht auf meiner Leseliste.


    LG

    schokotimmi