Beiträge von SheRaven

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Grumo, das kleine Grundschulmonster von Doris Althoff


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    Klappentext:
    Marie und Jonas staunen nicht schlecht, als sie in der großen Pause ein merkwürdiges Wesen im Klassenzimmer entdecken: Das „gefährliche Grundschulmonster“, wie Grumo sich nennt, ist kein Hase, kein Eichhörnchen, kein Hamster – aber hat von allem etwas.


    Grumo ist eigentlich unsichtbar, denn er besitzt einen geheimen Lebensrettungs-Tarn-Schal, und lebt seit Jahren unbemerkt von Kindern und Erwachsenen in der Grundschule. Doch wer unsichtbar ist, hat keine Freunde und das Leben kann dann ganz schön langweilig werden. So kommt ihm die Entdeckung ganz gelegen …


    Das kleine „Grundschulmonster“ liebt Kinder und hat dabei ein ausgeprägtes Gefühl für diejenigen, die es nicht so gut haben im Leben. Dass Grumo bei seinen Versuchen, Gutes zu tun, von einem Fettnäpfchen in das nächste tritt, macht ihn umso liebenswerter.



    Meine Meinung:
    Grumo, das kleine Grundschulmonster, nein, das g e f ä h r l i c h e kleine Grundschulmonster, ist alles andere als das. Grumo ist ein Hasenhörnchenhamster und ziemlich einsam. Wie gut, dass er Marie und Jona kennen lernt und noch besser, das wir Grumo kennen lernen. Denn ohne Grumo wäre die Welt und vor allem die Kinderbuchszene ein bisschen ärmer.


    Doris Althoff hat mit Grumo ein ganz wunderbares kleines Wesen erschaffen, das Kinder ihre Grundschule mit anderen Augen sehen lässt. Ob sie die liebevolle Geschichte vorgelesen bekommen oder bereits selbst lesen - wetten, dass sie ihre Grundschule ab sofort mit anderen, mit verzauberten Augen sehen werden?


    Die Illustrationen im Buch sind in schwarz-weiß gehalten und ich bin mir sicher, dass das eine oder andere Kind die Bilder gerne ausmalen wird.


    5ratten


    Titel an Forumskonventionen angepasst (illy)

    Moffenkind" ist mein erstes Buch von Jörg Böhm und hat mich sehr enttäuscht.
    Wirr, langatmig und zuweilen schwülstig, z. B. auf Seite 51:
    "Denn auch in ihrer Familie hatte jeder so sein eigenes Päckchen mit in den Rucksack des Lebens gelegt bekommen. Und nicht jeder akzeptierte diesen zusätzlichen Ballast, sondern versuchte, ihn in einen anderen Rucksack zu schmuggeln, ohne Rücksicht auf das Gewicht zu nehmen, dass schon auf diesem Rücken lastete."
    Hier, und an vielen anderen Stellen, wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Eine Straffung der teilweise gewollt (zu) malerischen Sätze hätte zumindest eine leichte Spannung erzeugen können. Aber so warten wir und warten und warten.


    Derweil lernen wir die vielen Protagonisten, die sich auf drei Zeitebenen verteilen, kennen. Nur Eva konnte als Persönlichkeit überzeugen. Die anderen, allen voran die Matriarchin Wilhelmina, waren einfach schwach gezeichnet. Es wird nicht klar, warum die Familienmitglieder Wilhelmina fürchten und der herrischen alten Dame nicht einfach Paroli bieten.


    Als im letzten Drittel des Romans (ein Krimi ist es beim besten Willen nicht) tatsächlich so etwas wie Spannung aufkommt, schaffen es die Protagonisten mit Leichtigkeit, diese auch wieder zu vertreiben. Sie sind dem Geheimnis auf der Spur, aber ganz unvermittelt haben sie keine Lust mehr, brechen Gespräche ab und wollen gar nicht weiter in die Tiefe gehen.


    Offensichtlich stand hier die Kreuzfahrt und die Gegebenheiten an Bord im Vordergrund. Diese Dinge sind sicherlich realistisch und wirklich gut in die Geschichte integriert worden, aber leider reicht es nicht und die gute Idee zum Roman verpufft, um mit den Worten des Autors zu sprechen, "wie eine zerrupfte Wolke am Firmament".


    2ratten

    Ich mag Familiengeschichten. Ich mag es, hinter die Kulissen zu schauen, aus dem Dunkel in hell erleuchtete Fenster, und so mittendrin zu sein, aber doch außen vor.


    Joel Dicker erfüllt meine Vorlieben mit „Die Geschichte der Baltimores“ ganz hervorragend.
    Mein Blick auf die glückliche Familie, deren immenser Reichtum niemals protzig wirkt, auf den Jungen Marcus, der die Baltimores mehr liebt als seine eigene Familie wird gelenkt von den vielen Zeitsprüngen, mit denen wir die Goldmans aus Baltimore kennenlernen.
    „Die Katastrophe“, deren Konsequenz wir schon recht früh erfahren, findet immer wieder ihre unheilvolle Erwähnung es bleibt bis zum Schluss spannend, wodurch die Katastrophe denn nun ausgelöst wird. Zum Ende hin ist alles ein bisschen zu sehr „Road Movie“, aber das ich auch mein einziger Kritikpunkt.


    Doch bis dahin ist es ein langer Weg, auf dem uns Joel Dicker immer zu fesseln weiß, manchmal atemlos werden lässt und seine Figuren lieb gewinnen lässt, als wären sie alle unsere eigene, vertraute Familie.


    „Die Geschichte der Baltimores“ ist jetzt schon ein starker Anwärter auf mein Lesehighlight 2017!


    5ratten

    Ganz lange war ich nicht mehr dabei, aber ich versuche es nochmal mit einer kleinen Liste:


    Schokoladenseiten
    Weiße Schokolade - Thomas Hesse/Renate Wirth: Das schwarze Schaf (Cover weiß)
    Rum-Trauben-Nuss - Michaela Karl: Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber / Dorothy Parker, Biografie
    à la Mousse au Chocolat - Joel Dicker: Die Geschichte der Baltimores (Ersterscheinung in Frankreich)
    Pfefferminz - M.R.C. Kasasian: Mord in der Mangle Street (England)
    Alpenvollmilch - Judith Merchant: Loreley singt nicht mehr (Deutschland)


    Schön, dass Du dabei bist! Alles übernommen. LG, Valentine

    Oh ja, "Tod im Tee" hat mir auch gut gefallen!
    Ich lebe in der Nähe von Hagen, wo die Geschichte spielt, kenne einige der Örtlichkeiten und das "Theater an der Volme", in dem der Mord stattfindet.


    Ein schöner lokaler Krimi, mit sympathischen und interessanten Figuren und einer Hauptakteurin, die Lust auf mehr macht!

    Hallo zusammen,


    innerhalb von 1,5 Tagen habe ich dieses Buch gelesen, dass ich mir schon einmal aus der Bücherei geliehen hatte und nach den ersten Seiten wieder beiseite gelegt hatte. Ich fand es langatmig und langweilig.


    Aber weil wir demnächst ein paar Tage in Worpswede verbringen werden und das Buch dort spielt und mir wärmstens empfohlen wurde, hat es eine zweite Chance bekommen.


    Diesmal war ich fasziniert. Diese wunderbare Stimmung von Sommerabenden, der Künstlerkolonie, dem Miteinander und Zwischenmenschlichen, den Einblick in die Künstlerseele Heinrich Vogelers - einfach toll.
    Zugegeben: manche Passagen waren mir immer noch zu langatmig und zu detailverliebt - hier habe ich dann einfach quergelesen. :-)


    Ich freue mich total, in Worpswede mehr über Heinrich Vogeler und die dortige Zeit um 1900 zu erfahren!


    5ratten

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    Die Auberginenrepublik, das ist der Irak. In diesem schmalen Büchlein, dessen Geschichte im Jahr 1999 spielt, wird auf 155 Seiten der Weg eines Briefes vom Libanon in den Irak verfolgt. Geschrieben wurde der Brief von einem jungen politisch verfolgten Iraker, der sich in den Libanon flüchten konnte und seit zwei Jahren dort lebt. Kontakt in seine Heimat hat er nicht, zu gefährlich ist es für alle, die er kontaktieren würde.
    Nun endlich hat er eine Möglichkeit gefunden, einen Brief an seine Freundin auf den Weg zu bringen, vorbei an den Behörden und nicht auf dem üblichen Postweg.
    Der Leser reist gemeinsam mit dem Brief und lernt dabei eine Menge Leute, ihre Gedanken und ihre momentane Situation kennen. Das Ende scheint vorhersehbar, aber der Autor überrascht uns auf jeden Fall.


    Mich hat dieses Buch sehr fasziniert, ich hatte es innerhalb weniger Stunden gelesen.
    Es ist mein erstes, aber auf keinen Fall mein letztes Buch von Abbas Khider. :lesen:


    Abbas Khider floh 1996 aus dem Irak und lebt seit dem Jahr 2000 in Deutschland. Er schreibt seine Bücher in Deutsch.


    5ratten

    Ich habe meinen Karton mit Büchern auch heute abgeholt :buecherstapel: und freue mich schon total aufs Verschenken! In unserer kleinen Kleinstadt-Buchhandlung standen insgesamt drei oder vier dieser Kartons. Schade, dass ich keine/n der anderen Büchergewinner getroffen habe. :smile: