Beiträge von SheRaven

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Hallo zusammen,


    2013 habe ich mich ja extrem zurückgehalten, aber in 2014 will ich es wieder versuchen und meinem SUB beim Abspecken helfen.
    In den letzten Tagen habe ich meinen SUB von links auf rechts gekrempelt und wieder zurück, Bücherstapel hin und her geschoben, sortiert, umsortiert - aber ihr kennt das ja! :buecherstapel:


    Und nun hoffe ich, dass meine Liste genehmigt wird! :popcorn:


    Herausgekommen sind dabei diese gegensätzlichen Pärchen:


    Schlicht und einfach erfunden ./. Anspruchsvoll und erlebte Geschichte
    Nancy Atherton - Tante Dimity und der verschwundene Prinz
    Walter Kempowski - Tadellöser & Wolff


    Lebensumfeld von Frauen
    Zoe Ferraris - Totenverse (heutige Zeit in Saudi Arabien, Ermittlerin Katya ist komplett verschleiert)
    Kathryn Miller Haynes - Ein Schlachtplan für Miss Winter (1943 in New York, Miss Winter ist freche + selbstständige Schauspielerin)


    Verschiedene Mordwaffen
    Ngaio Marsh - Ouvertüre zum Tod (Pistole, die in einem Klavier versteckt ist)
    Ngaio Marsh - Der Champagner Mord (Magnum Champagnerflasche)


    Die einzige Krimiautorin ./. ein von vielen Krimiautorinnen
    Batya Gur - Denn am Sabbat sollst du ruhen (B.G. ist lt. Klappentext die einzige Krimiautorin Israels)
    Margery Allingham - Die Spur des Tigers (M.A. ist eine von vielen Krimiautorinnen Englands)


    Format des Buches
    Volker Kutscher - Die Akte Vaterland (gebunden, dickes Buch)
    Amanda Cross - Verschwörung der Frauen (Taschenbuch, kleineres Format) (anderes Cover als verlinkt)

    Hallo ihr Lieben,


    auch ich möchte endlich mal wieder beim Lesewochende mitmachen! :daumen:
    Die Auswahl fällt mir nicht schwer, denn ich habe nur ein einziges Buch geschenkt bekommen:


    [amazon=3764505109]Robert Galbraith - Der Ruf des Kuckucks[/kaufen]


    Das Buch hatte ich mir gewünscht und ich sehr neugierig, wie Joanne K. Rowling Krimis schreibt.
    Die ersten Seiten habe ich schon gelesen und bin ausgesprochen positiv überrascht.
    Toll fand ich diese prägnante Beschreibung einer Nebenfigur: Sein Gesicht schien nur aus scharfkantigen Flächen zu bestehen, eisblaue Augen starrten direkt in die Kamera.


    Jetzt gleich werde ich erst mal Abendessen machen und danach weiterlesen. :lesen:

    In meiner Kleinstadt gründet sich gerade auch ein öffentlicher Lesekreis. Eine neu Hinzugezogene suchte über die Lokalpresse Leute, mit denen sie über Bücher sprechen kann.
    Das erste Treffen hatte ich leider verpasst und bin daher erst zum zweiten Treffen dort gewesen. Treffpunkt ist ein Café in einem Ärztehaus, das normalerweise um 18 Uhr schließt, aber der Lesekreis kann dort stattfinden.


    Gelesen wurde Zuviel Glück von Alice Munro, eine wirkliche Diskussion kam nicht zustande.
    Es waren ca. 15 Personen anwesend, darunter zwei bereits bestehende kleine Lesekreise. Einer der Kreise bestand aus Damen (Oma-Typ), die alle deutlich über 70 waren und sich am liebsten untereinander unterhielten. :boahnee:
    Ich war mit Abstand die jüngste Teilnehmerin.


    Aufs nächste Treffen bin ich sehr gespannt und ich hoffe, dass sich ein paar Leute herauskristallisieren werden, die wirklich über Bücher sprechen und nicht nur einem langweiligen Abend zu Hause enkommen wollen. :gruebel:

    Mit hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und nachdem die letzten Linley/Havers Bücher ja eher durchwachsen waren, knüpft Elizabeth George hier an alte (gute) Zeiten an.


    Linley und Havers sind nicht mehr das Team, dass sie einmal waren, denn in ihrer Welt hat sich so einiges verändert und die neue Chefin lässt die beiden nicht zusammen ermitteln. Trotzdem sind beide kollegial und freundschaftlich miteinander verbunden und können sich aufeinander verlassen.


    Der Fall ist reichlich verworren und als irgendwann eine Lösung greifbar scheint, sind immer noch 500 Seiten zu lesen. Elizabeth George füllt auch diese Seiten mit Spannung und Barbara Havers Alleingänge werden immer riskanter und der Leser schüttelt sein weises Haupt und fragt sich, ob Barbara am Ende des Buches noch im Polizeidienst ist.


    Dieses Buch spielt zu großen Teilen in der Toscana, will aber glücklicherweise keine Urlaubsgefühl vermitteln. Elizabeth George hat mich in der Toscana ankommen lassen und ich habe den italienischen Commissario Lo Bianco sehr gerne bei seinen Ermittlungen begleitet. Störend und zu häufig fand ich allerdings die kleinen Einschübe in italienischer Sprache. Es handelte sich zwar immer nur um ein Wort oder höchstens einen kurzen Satz, aber diese Einschübe gingen doch über ein Schlagwort, um Italiengefühl zu vermitteln, hinaus.
    Aber auch London kam nicht zu kurz. :daumen:


    Fazit: Ein spannendes Buch, in dem Elizabeth George zeigt, das sie Krimis schreiben kann!


    5ratten

    Viele Weihnachtsbücher, bzw. Weihnachtsgeschichten sind kitschig und eine gewisse Dosis davon habe in der Vorweihnachtszeit recht gerne. Hier allerdings war es mir am Anfang schon viel zu viel. Es war wie Zuckerwatte mit dickflüssiger Schokolade und Sahne - da ist Sodbrennen vorprogrammiet.


    Die Figuren (leider auch die Hauptfigur) blieben allesamt flach und ohne Kontur. Es wird zwar viel über das Leben und Schicksal von z. B. Lousie und Hope erzählt, aber es lies mich seltsam unberührt. Vor allem Hope als Karrierefrau konnte mir nicht nähergebracht werden.


    Trotzdem habe ich mich an der Geschichte festgelesen, gegen Ende ein Tränchen der Rührung verdrückt und ein paar Kekse - und im Endeffekt einen angenehmen Nachmittag mit dem Buch verbracht.


    Die Idee mit dem Weihnachtsglas nehme ich aber auf jeden Fall mit.


    Drei kleine 3ratten

    "Herr Mozart wacht auf" ist mir schon vor einiger Zeit aufgefallen, dann aber in Vergessenheit geraten. Als es das Buch kürzlich bei Amazon für kleines Geld für als Ebook gab, habe ich zugeschlagen und sofort mit dem Lesen begonnen.


    Keine Frage, dass ich schnell von dieser bezaubernden und charmanten Geschichte begeistert war. Mozart in unserer heutigen Welt - hoffnungslos überfordert. Nach und nach lernt er ein "Mechanikum" nach dem anderen kennen, einige findet er nürzlich, andere bleiben ihm suspekt, aber immer wieder sehnt er sich nach seiner alten, ihm bekannten Welt und nach Constanze. Da hilft ihm auch seine Fröhlichkeit und Unbekümmertheit nicht.


    Fazit: Lesenswert!


    4ratten

    Ich mag diese ländlichen Krimis, die seit einigen Jahren verstärkt auf den Markt kommen, und so griff ich auch zu diesem.


    Die Geschichte bietet sehr viel Potential und die Krimihandlung ist schlüssig erzählt, aber leider bleiben die Figuren allesamt blass, unscheinbar und konturlos. Allein eine kleine Nebenfigur (die Mutter von sieben Kindern incl. ihrer Familie) wurde gut herausgearbeitet. Die Sprache ist oft umständlich und auf den Niveau einer Anfänger-Schreibwerkstatt, aber zwischendurch gibt es immer wieder erzählerische Highlights, die mich in die Geschichte hineingezogen haben und die mich als Leserin bei der Stange hielten.
    Trotz der vielen Klischees und häufig nicht nachvollziebarer Reaktionen z. B. des Hauptkommissars, wollte ich wissen, wie die Geschichte endet und im Grunde genommen hat mir der Krimi gut gefallen, auch wenn mich viele Schreibwendungen den Kopf schütteln ließen.


    Ein gutes Lektorat hat dieser Krimi leider nicht erfahren. Schade, denn dadurch hätte viel gerettet werden können.
    Trotz meiner Kritik gebe ich drei wohlwollend gemeinte Ratten, denn die Geschichte ist gut, nur das Handwerkszeug sollte nachgerüstet werden.


    Winzigkleine 3ratten

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    Kurzbeschreibung:
    Eine Reise in die Welt der knisternden Leidenschaft. In diesen aufregenden Geschichten entführt Aveleen Avide ihre Leser in ferne Länder - aber auch ganz in der Nähe erkunden die Figuren phantasievoll und erfindungsreich das Universum der Lust. Da trifft etwa die Hoteltesterin Leonie ihre alte Liebe Adonis auf Santorini wieder. Sara will endlich Sonne tanken und erlebt stattdessen unvergessliche Nächte in Hvar. Extrem gestresst trifft die Immobilienmaklerin Kira auf Mallorca ein. Doch am Flughafen begrüßt sie ihr Mann, der sich einen Urlaub der besonderen Art für sie ausgedacht hat … Storys voller Romantik, in denen es nur so prickelt!



    Sommer, Sonne, Lust und Liebe


    Diese vier Worte fassen eigentlich alles zusammen. Denn darum geht es, um Sommerliebe, nicht nur für einen Sommer. Aber es geht heiß her in diesen Sommernächten, und auch die Sommertage lassen keinen Wunsch offen.


    Wunderschöne Landschafts- andere Umgebungsbeschreibungen machen den LeserInnen leicht, am jeweiligen Urlaubsort anzukommen und die Sonne auf der Haut zu spüren.


    Empfehlenswert sind die Geschichten für alle, die niveauvolle Erotik mit deutlichen Worten und einer großen Prise Romantik lesen möchten. Und für alle, die keine Lust auf Peitschen schwingende Managertypen haben, die ihr Kindheitstrauma an den Partnerinnen ausleben.
    In Aveleen Avides Geschichten geht es zwischen den Laken „normal“ zu und jede Frau wird sich in der einen oder anderen Geschichte wieder finden.


    Meine Lieblingsgeschichte spielte in Santorini, aber auch im wilden Westen, auf Mallorca und in Kroatien habe ich mich sehr wohl gefühlt.



    5ratten für wirklich schöne erotische Kurzgeschichten!

    „Nichts unterscheidet Deutschland und Österreich so sehr, wie die gemeinsame Sprache", hat einmal ein schlauer Mensch gesagt. Dem kann ich nur zustimmen. "Marathonduell" ist in einem deutschen Verlag erschienen und deswegen sind die größten sprachlichen Hürden ausgemerzt worden, aber es bleiben noch genug österreichische Vokabeln übrig. Diese erklären sich glücklicherweise meist von selbst und für die schwereren Fälle gibt es am Ende des Buches ein Glossar.


    Daniela Mayer und Karl Maria Katz - so heißen die beiden Ermittler, die hier das erste Mal gemeinsam die Krimibühne betreten und die unterschiedlicher nicht hätten sein können.
    Daniela Mayer ist ein ausgesprochen pragmatischer und nüchterner Typ, dem gegenüber steht der ältere Karl Maria Katz, ein Individualist, ein etwas schräger Typ, der in Wien einen Marathon läuft.
    Eine Frau wird ermordet und Katz direkt im Anschluss an den Marathon zum Tatort gerufen. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, aber sein Alibi scheint wie in Stein gemeißelt.


    Der Krimi spielt auf drei Zeitebenen, was am Anfang etwas verwirrend ist, aber nach und nach verständlich wird. Besonders ist, das der Leser den Marathon quasi mitläuft, was sicherlich für alle, die selber joggen oder sogar schon einmal einen Marathon gelaufen sind, ein besonderes Zuckerl, äh... Bonbon ist. :zwinker:


    5ratten

    Meine Lesezeichen haben einen festen Platz im Bücherregal, ich hab sie einfach an die Seite gequetscht oder sie liegen davor.


    Vor kurzem ist mein Lieblingslesezeichen, so ein magnetisches, das man an die Bücherseite klemmt, kaputt gegeangen. Ich hatte es einmal bei einem Weihnachtswichteln bekommen (ein Quietscheentchen mit Nikolausmütze war drarauf) und es
    hat während seines Lebens Unmengen an Büchern kennengelernt. Jetzt habe ich wieder ein Lesezeichen mit Gummiband in Gebrauch.

    Hallo zusammen,


    an diesem Osterwochenende möchte ich ein weiteres Buch aus der Serie "Krimi-Reihen, deren letzte Bücher mich enttäuscht haben" lesen.


    Martha Grimes - All die schönen Toten


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    Die letzten Inspektor-Jury Bücher waren ziemlich enttäuschend, aber irgendwie kann ich die Finger doch nicht von ihm lassen. :rollen:


    Beendet habe ich heute Glaube der Lüge von Elizabeth George, deren letzte Linley-Krimis auch nicht mehr das waren, was ihre Fans gerne lesen wollen. Aber ich fand das Buch überraschend gut, nachdem ich bisher viel Schlechtes darüber gehört hatte. Vielleicht gehts mir mit All die schönen Toten ja ähnlich.
    Aber zuerst muss ich mir meinen Reader zurückerkämpfen, :vader: , denn Schatzi hat sich gerade den neuen Perry Rhodan runtergeladen und wir haben dummerweise nur ein Lesegerät, was normalerweise überhaupt kein Probem ist. Wie gesagt, normalerweise... boxen


    Versüßen werde ich mir den heutigen Tag mit hoffentlich leckeren Vanillemuffins mit dicker Vanillepuddingfüllung. Leider sind die Förmchem beim Backen übergelaufen, hatte sie wohl doch zu voll gemacht. Aber ich bin zuversichtlich, dass es trotzdem schmecken wird. :smile:

    Eigentlich wollte ich warten, bis "Herzblut" als Taschenbuch erscheint. Wie gut, dass ich es nicht getan habe und beim letzen Gang durchs Städtchen zugeschlagen habe.


    Ich mag Kluftinger seit seinem ersten Fall und habe jedes neue Buch kurz nach Erscheinen gekauft, und doch gab es immer Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Die Peinlichkeiten, durch die die beiden Autoren Kommissar Kluftinger stolpern ließen, waren für mich häufig an der Grenze des Erträglichen und ich habe mich kopfschüttelnd durch die entsprechenden Szenen gequält.


    Doch bei "Herzblut" ist es anders. Auch hier stapft Kluftinger zielsicher durch einige Fettnäpfchen, doch die Autoren treiben es nicht auf die Spitze und belassen bei "nomalen" Peinlichkeiten. Deswegen mag ich "Herzblut" ganz besonders.


    Das Kluftinger seinen Job gut macht und das seine Behäbigkeit im dabei nicht im Weg steht, wissen wir schon lange. So löst er den Fall auch diesmal mit altbewährter Kombinationsgabe und mit Hilfe seiner ebenso altbewährten Kollegen, die (ebenfalls wie immer) nicht mit Frozzeleien geizen.


    Als reizvollen Gegensatz habe ich es empfunden, das Kluftinger sich in diesem Buch auf sich selbst besinnt, seine Gesundheit in den Fokos rückt und insgesamt weicher wirkt, der Fall, den er zu lösen hat, aber härter ist, als seine früheren Fälle. Das Tempo wird besonders gegen Ende rasant und braucht den Vergleich mit diversen Thrillern nicht zu scheuen.
    Aber auch die lustigen Szenen sind wieder reichlich vetreten - ich habe nicht nur einmal laut lachen müssen!


    Ganz klar:
    5ratten