Beiträge von apassionata

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Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Back and Beyond von Clannon Miller.

    Gelesen von Emilia Wallace.


    In der ungekürzten Version 15 Stunden und 40 Minuten.


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    Inhaltsangabe laut Audible:

    Doktor Anna Lennarts ist zwar eine brillante Wissenschaftlerin, aber ihr Leben geht gerade total den Bach runter. Arbeitslos, pleite und mit gebrochenem Herzen bewirbt sie sich auf eine ominöse Stelle in Australien. Sie ahnt nicht, dass sie einen Job auf einer einsamen Rinderfarm mitten im Nirgendwo antreten wird.


    Man sollte vielleicht erwähnen, dass Pferde, Kühe und Kinder zu Annas natürlichen Feinden zählen. Ach ja, und nicht zu vergessen: Männer. Den Männern und der Liebe hat Anna eigentlich für immer abgeschworen, bis sie Robert Bendrich trifft, den größten Outback-Macho überhaupt.


    Die Katastrophe scheint vorprogrammiert, und Annas Abenteuer beginnt... "Back and Beyond" ist eine witzige und herzerwärmende Outback-Romanze, gespickt mit Liebe und Leid, einer Prise Erotik und vielen verrückten Abenteuern in Down Under.


    Meine Meinung:

    Man möchte vielleicht behaupten, es handelt sich um „leichte Kost“, was sicher letztendlich auch so stimmt. Trotzdem eine Geschichte, die auf unterhaltsame Art und Weise alle Nuancen bedient. Wunderbar vorgelesen von Emilia Wallace, lies mich die Geschichte und deren verschiedensten Protagonisten doch lachen, schmunzeln, die Augen verdrehen… Aber auch hadern, staunen und gar weinen. So vorprogrammiert die Inhaltsangabe eventuell scheinen mag, so überwältigend glänzten die verschiedensten Szenen durch ihre Menschlichkeit und überraschten doch hier und da. Ganz großen Anteil daran haben natürlich die so unterschiedlichen Charaktere, welche für mich stets sehr passend zur Rolle ins Storyboard eingebunden waren.


    Für mich ein Wohlfühlbuch für Zwischendurch, welches ich am liebsten in einem Rutsch durchgehört hätte.


    :thumbup:

    Nexus von Ramez Naam.


    Gelesen von Uve Teschner.
    (ungekürzt bei audible.de)


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    Inhaltsangabe nach Amazon:


    Zwischen Freiheit und Sicherheit
    Die nahe Zukunft: Die Nano-Droge Nexus ermöglicht es den Menschen, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung zu überschreiten und mit dem Bewusstsein anderer in Verbindung zu treten – ein gewaltiger Schritt in der Evolution des Menschen. Als jedoch eine Gruppe skrupelloser Wissenschaftler Nexus für ihre eigenen Zwecke missbraucht, zwingt die US-Regierung den jungen Nano-Techniker Kade Lane, sich in die Organisation einzuschleusen, um ihrem Treiben ein Ende zu bereiten. Lane gerät in einen Strudel aus Machtgier, Korruption und Mord ...


    Meine Meinung:
    Der erste Teil einer Trilogie, die aber auch ganz alleinstehend gelesen/gehört werden kann.


    2040 hat man mit Nexus eine Droge entwickelt, die menschliche Gehirne verbindet. Was man zunächst als positive Woge von freundschaftlicher Verbindung und gemeinsamen Austausch von Gedankengut oder gar als Partydroge kennenlernt, findet sehr schnell seine Kehrseite im drohenden Missbrauch.


    Technisch wie sachlich einwandfrei und nicht zu überzogen oder gar unverständlich dargestellt, beschäftigt sich diese sehr spannende Geschichte nicht nur mit dem sozialkritischen Thema unserer Zukunft. Plausibel und fast schon beängstigend authentisch aufgebaut ist es ein Genuss dem abenteuerlichen Handlungsverlauf zu folgen.


    Dabei wird der Leser stets zum Mitdenken inspiriert. Mithilfe von Nanomaschinen den menschlichen Geist zu verbinden, birgt Chancen wie Einschränkungen. Wo fangen die individuelle Möglichkeiten an, wo hört die persönliche Freiheit auf? Allgemeine Sicherheit? Ist diese noch gewährleistet? Wäre es nicht besser, dass es eine Eingrenzung der Erkenntnisse der Forschungen gibt? Oder ist dies Beschneidung der menschlichen Entwicklung? Wunderbar stimmig verwoben mit dem Thema der Meditation des Buddhismus.


    Sehr flüssig und schlüssig geschrieben rauscht man geradezu durch die Geschichte, die an Aktion und fesselnden Momenten schwer zu toppen ist.


    Das anspruchsvolle Buch eines Softwareentwicklers, der einen sehr packenden Science-Fiction-Roman kreiert. Umso erschreckender, die Fakten im Nachwort…


    Meine Wertung: 4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    Titel leicht angepasst. LG, Valentine

    Ich kann "Zank" in allem grundlegend zustimmen.


    Sebastian Fitzek steht für mich eigentlich stets für gut gestrickte Storyboards mit beeindruckend ausgearbeiteten Figuren und psychisch anspruchsvollen Spielchen. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Aber schließlich sind seine Geschichten rund um die menschliche Psyche und ihre Abgründe auch seine Spezialität. Wie auch hier…


    Mit Hilfe von verschiedenen Handlungssträngen, welche sehr eng miteinander verwoben sind, beschreibt der Autor mehrere Szenarien, welche man ganz bestimmt niemals selbst erleben möchte. Spannend vom Anfang bis zum Schluss, wird man als Leser zusätzlich noch überraschend auf ein Thema hinzu geführt, welches zum Nachdenken anregen kann. Auch erwähnenswert, das humorvoll doch zugleich informative Nachwort.


    Ich habe mir dieses Buch in der Hörbuchversion gegönnt und war auch von den Sprechern begeistert. Simon Jäger liest aber grundsätzlich immer genial.


    Meine Meinung: 5ratten

    Extinction hat auch mir richtig gut gefallen.


    Ich empfand es stellenweise zwar durchaus an einigen wenigen Stellen etwas langatmig, bedingt durch die hohe Dichte an Wissenschaftsinformationen. Doch diese gelungene Mischung aus Politik, Wissenschaft, Machenschaften und Menschlichkeit, verstreut über sehr unterschiedliche und sehr interessante Handlungsplätze ergaben abschließend betrachtet eine sehr gelungene Mischung. Für mich hat hier die Verschmelzung der verschiedenen Komponenten sehr gut funktioniert. Sehr interessant natürlich auch die „bunte“ Atmosphäre rund um die Kriegsgeschehnisse im Kongo. Einblicke, wie so ein Einsatz einer Söldnertruppe funktioniert, welch unterschiedlichen Interessen es zu betrachten gibt, die Machtspielchen der Politik…


    Der Autor hat es hier super verstanden spannende Momente sehr authentisch herüber zu bringen. Auch bei der gediegeneren „Gangart“ in Japan fand er für meinen Geschmack stets den richtigen Ton. Die ehrliche Naivität des Protagonisten dort, mit einem echten harten Kerl der Söldner sowie die politischen Ränkespiele in Amerika zusammen zu bringen ist ihm, wie ich finde, gut gelungen.


    Kurz: Emotional, spannend, hochinteressant, wissenschaftlich, überraschend… und nicht zuletzt gut geschrieben und somit aus meiner Sicht empfehlenswert.


    Und über allem stets der Gedanke: Was wäre wenn?

    - Deana Zinßmeister
    - Kirsten Schützhofer
    - Aileen P. Roberts
    - Nicole C. Vosseler


    Jeweils eher durch eine privat organisierte, lockere Veranstaltung denn in einer Lesung.
    Und bei einer, mir sehr am Herzen liegenden Autorin, war ich sogar schon zuhause eingeladen.
    Aber pst, wird nichts preisgegeben. :zwinker:

    Hallo zusammen,


    lange habe ich mich hier nicht mehr gemeldet. Aber dieses Buch hat mich so unglaublich tief enttäuscht, dass ich meine Meinung mal wieder zum Ausdruck bringen möchte.


    Vorab, ich habe die ungekürzte Hörbuchfassung gehört.
    Eine Zusammenfassende Inhaltsgabe mache ich nicht, da das „Nichtraucher“ bereits viel besser gemacht hat, als dass ich es tun könnte. Allerdings könnte man dieses Buch sicher auf zirka 50 Seiten schrumpfen anstatt ständig abzudriften. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die Hörspielfassung nur gut 2 Stunden beträgt. Diese werde ich mir aber nicht auch noch antun. Noch nicht mal auf der Hoffnung basierend, dass man hier vielleicht das eigentliche Thema gebündelt und ohne das ganze unnütze sowie nichtssagende Larifari behandelt.


    Tja, was erwartet man als Leser wenn ein Buch mit so einem brisanten Thema derart fantastisch von den Medienvertretern angepriesen wird? … In meinem Fall war dies die Zeichnung einer gesellschafts- und sozialpolitischen Atmosphäre, die vor allem durch ihre Entstehung und der Zulassung geprägt sein würde. Neugierig und offen ging ich an dieses Buch heran. Aber was mich erwartete und vor allem negativ überraschte, war dann doch, dass das Hauptthema dermaßen unter den Tisch fallen gelassen worden ist. Das Wie, das Warum, all die Entwicklungen der jeweilig Beteiligten sowie ihre Einflüsse, Folgen und Möglichkeiten wurden (aus meiner Sicht) zu einer kleinen Randnotiz degradiert.


    Ich verstehe auch nicht wirklich, warum dieses Buch so sehr als skandalös, im muslimischen Sinne, gehandelt wurde. Die beschriebenen Veränderungen werden für meinen Geschmack doch sehr positiv vom Autor ausgeführt. Ich konnte nicht viel Antiislamistisches aufspüren. Eher im Gegenteil. Arbeitslosigkeit? Prima, die Frauen wieder an den Herd und alles ist gut. Nur mal so als Schnell-Beispiel. Überhaupt habe ich stets das Gefühl gehabt, dass Herr Michel Houellebecq nicht wirklich viel von Frauen hält… Sie sind praktisches Beiwerk für seine Amüsements. Aber lassen wir das. Im Nachhinein drängt sich mir auch der Verdacht auf, dass das Ganze überaus satirisch sein soll. Doch dafür zieht es einen viel zu sehr runter. Auch der Schreibstil an sich konnte mich nicht begeistern.


    Zudem ist das gesamte Buch überzogen von Nebenverweisen und Vergleichsstellungen zu anderen, den meisten Lesern wohl unbekannten, wenn vielleicht auch geachteten alten französischen Schriftstellern. Aber auch hier nicht wirklich um das „eigentliche“ Thema Unterwerfung zu unterstreichen sondern, nach meiner Empfindung heraus, einfach um die Verliebtheit des Autors in seine eigene Eitelkeit zu bezeichnen. Immer und immer wieder wird bei der kleinsten Gelegenheit vom Thema abgewichen. Da schnappt der Protagonist, der Literaturwissenschaftler Francois, zum Beispiel einen Fetzen einer Unterhaltung auf und was passiert…? Nein, dem wird nicht etwa nachgespürt. Der Protagonist wendet sich mehrmals viel lieber ab um sich lieber kulinarischen oder alkoholischen Genüssen zuzuwenden. Oder er verzieht sich planlos und lustlos in die Provinz. Selbst nicht verstehend was er da soll und entzieht sich somit abermals dem Hauptthema, welches den Leser eventuell doch interessiert, da er das Buch sonst nie in die Hand genommen hätte. Als Atheist zieht er sich dann auch für kurze Zeit in ein Kloster zurück, „nur“ um festzustellen, dass er den Rauchmelder in seiner Kammer doof findet? Das war überspitzt zum Ausdruck gebracht. :zwinker: Natürlich bin ich nicht so oberflächlich und habe nur den geschriebenen/gehörten Worten gelauscht, sondern auch versucht zwischen den Zeilen zu lesen. Die Atmosphäre auf mich wirken zu lassen. Allerdings hat mich die ganze Machart, das ständige Abschweifen in das Desinteresse, diese Passivität, diesen Verdruss am Leben sowie seine Frauengeschichten dermaßen genervt und aufgerieben, dass selbst dies keinen Spaß mehr macht beziehungsweise fast unmöglich war. Sollte man bei Houellebecq tatsächlich (wie bei vielen Amazon-Rezensionen angedeutet) wirklich nur so abgehoben tief Buddeln um den genialen Gedanken hinter seinen schmierigen wie depressiven Ausführungen zu finden, ist seine Schreibe letztendlich nichts für mich. Aber hey… vielleicht könnte man dann wenigstens den Klapptext überarbeiten, damit die Erwartungshaltung beim Kauf eine andere ist.
    Das sicher hochinteressante und vor allem angepriesene Hauptthema als Zugpferd für die s.e.x.uellen Auswüchse und Fantasien eines Autors, bei dem sich mir die Frage stellte WAS er mir als Leser eigentlich damit wirklich mitteilen will, zu missbrauchen finde ich schon fast unverschämt. Der Ich-Protagonist zog mich mit seiner Unlust zu Allem und Jedem, seinem Desinteresse für das eigentliche, angepriesene Buchthema, dermaßen herunter. Depressiv, suizidgefährdet und ständig alkoholisiert. Ganz zu schweigen von den ganzen unzähligen und recht krass formulierten S.E.Xpraktiken. Hätte man das Buch unter diesen vier Gesichtspunkten vermarket, hätte ich dieses Geschreibe wirklich gut hinnehmen können. Doch so?


    Sicher kommen jetzt eben jene Kritiker, die Houellebecq Schreibe vergöttern. Sie werden mir mitteilen, dass ich nichts verstanden, nicht hineingespürt habe. Die Essenz des Themas nicht auch zwischen den Zeilen zu erfassen vermocht habe. Von mir aus. ;-) Für mich ist und bleibt dieses Buch eine reine Zeitverschwendung.


    Was hätte man aus diesem Thema alles machen können. Selbst ohne bewertend zu sein… :sauer:



    Viele Grüssle
    apassionata :smile:

    Hallo zusammen,
    da ich momentan gerade etwas der "Rezi-Muffel" bin, hier meine Eindrücke zum Buch, ohne Inhaltsangabe. :redface:


    „Stadt der Schuld“ von Eva-Ruth Landys bestach für mich vor allem durch das so eindringlich beschriebene Bild dieser düsteren Zeit der Missstände und Ausweglosigkeit, um die angelaufene Industrialisierung, im England um 1840. Hoch und Tiefs, sowie arm und reich wurde hierbei dermaßen authentisch aufgezeigt, dass ich beinahe schon den grauenhaften Zuständen ja selbst geruchstechnisch ganz nahe war. Schicksale über Schicksal, egal ob unter der malträtierten Arbeiterschaft oder in den vornehmen Häusern der Aufstrebenden, verschlangen sich hierbei in einem komplexen Gespinst aus Zusammenhängen ineinander. Hierbei wurde sehr gefühlvoll und menschlich auf die jeweiligen, so unterschiedlichen Belange der verschiedenen Menschen eingegangen. Hier gab es so manche Figur, die nicht nur wandelbar beschrieben wurde, sondern sogar auch überraschen konnte. So manches Mal wäre ich am liebsten zwischen die Zeilen geschlüpft und hätte die und da geholfen oder auch getreten. Aber auch die damalige Entwicklung der Politik und der Industrialisierung an sich konnte mir die Autorin näher bringen. Geschickt eingearbeitet und durch kurze Fußnoten unterstrichen, komplettierte sich so zu einem gesamten Bildnis dieser Zeit. Trotzdem blieb die Spannung keineswegs auf der Strecke. Nein, ganz im Gegenteil. Bereits von der ersten Zeile an, bis hin zur letzten Seite, konnte ich herrlich mitfiebern, hoffen und staunen. Schließlich gab es reichlich liebenswerte wie verabscheuungswürdige Figuren in diesem Roman. Da es sich um den 2. Band einer Trilogie handelt, fand ich es sehr gelungen, dass ganz zu Beginn eine kurze, in Erinnerung bringende Zusammenfassung des ersten Bandes zu finden war. So konnten auch jene die Geschichte sehr gut verstehen, die den ersten Band noch nicht gelesen hatten. Aber ehrlich… es lohnt sich wirklich beide, in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Auch ist das Ende so gestaltet, dass man diesen Roman sehr gut einzeln lesen kann. Wer jedoch von Cathy, Aaron und all den anderen gelesen hat, wird es sich sowieso nicht verkneifen können, nicht auch den folgenden, abschließenden Teil lesen zu wollen.


    Wer sich gerne ausgereifte, sich entwickelnde Charaktere inmitten einer fesselnden und mitreißenden Geschichte aus historischen Tagen einverleibt, für den ist dieses Buch, wie auch sein Vorgänger, sehr zu empfehlen. Emotionen, Dramaturgie und Historie pur… wunderbar recherchiert und sehr authentisch präsentiert.


    Für mich: :tipp:

    Hallo zusammen,


    nach der sehr schönen Leserunde drüben nun auch meine Meinung hier.


    Dieser zweite Band nach "Inseln im Wind" schließt sich geschickt und nahtlos an seinen Vorgänger an. Dabei wurden mir die einzelnen Figuren trotz langer Pause sofort wieder heimisch und fügten sich sofort wieder in das Gesamtbild ein. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man bereits den ersten, ebenso fesselnden ersten Teil, gelesen hat. Trotzdem ist „Wind der Gezeiten“ auch ohne diese Vorkenntnisse lesbar und verständlich. Denn Elena Santiago alias Eva Völler verstand ihr Handwerk die notwendigen Verknüpfungen auf angenehme Art und Weise einfließen zu lassen, ohne störend zu wirken. Und so versank ich in einer blühenden wie düsteren Geschichte voller Emotionen, Romantik und Gefahr. Wunderschön beschrieben immer wieder die wohldosierten, farbenprächtigen Landschaftsbeschreibungen der Karibischen Inseln. Gespickt mit den dramatischen Ereignissen, die mich richtig mitfiebern ließen.


    Das Abschiednehmen von den Protagonisten nach Beendigung der Lektüre fiel dann auch recht schwer. Harrte ich doch stets mit ihnen aus. Hoffte, haderte und fühlte ich doch so sehr mit ihnen. Aber es waren schließlich auch hinreißende Charaktere, von denen sich viele in ihrer Unterschiedlichkeit sehr treu geblieben sind, während andere entscheidende Entwicklungen durchlaufen mussten. Auch liebenswerte Nebenfiguren sowie informative Einblicke bereicherten diese unterhaltsame Geschichte. Im Vordergrund natürlich der Freibeuter Duncan Haynes und seine Frau Elizabeth. Ihnen gelingt es nur mit größter Mühe, ihren intriganten Häschern auf Barbados zu entrinnen und sich in einer von Elementen gepeitschten Flucht auf die Insel Domenica abzusetzen. Dort scheint ihnen zunächst alles wohlgesonnen. Doch bald schon trennen sich ihre Wege und die Ereignisse überschlagen sich…


    Kurz: Ein wunderbar erzählter, sehr fesselnd umfasster Historischer Roman, inmitten einer atemberaubend schönen Kulisse und unzähligen Gefahren.


    Wobei ich hier einräumen möchte, dass dieser Roman für mich persönlich nicht nur ein Liebesroman sondern eher auch ein Historischer Roman war. :zwinker:


    Von mir: 5ratten


    Immer wieder stellt man sich die Frage, was hat es mit dem Kind auf sich? Was ist dem Kind passiert, dass es zu einem Wechselbalg wurde und wie wird es mit ihm weitergehen?


    Gerade auch dieser Handlungsstrang, der mich als Leserin hier stetig mitfiebern liess, gab dem Buch noch einmal eine zusätzliche Würze. Rätsel, Spannung, Emotion. Diese Mischung hat bei mir prima funktioniert.

    Hier meine Meinung zum Buch:


    "Der Hexenschwur" ist nunmehr der dritte Band, nach "Das Hexenmal" und "Der Hexenturm" von Deana Zinßmeister, und ich muss sagen, er hat mir noch Mal eine ganze Ecke besser gefallen, als seine beiden Vorgängerbände, die so schon großes historisches Zeitkino für mich gewesen waren. Speziell, da die Autorin diesmal eine ganz neue, fesselnde „Tonart“ mit eingearbeitet hat. Das „Keller-Kind“. Ich möchte hierzu nicht allzu viel verraten sondern nur erwähnen, dass mir die jeweiligen Passagen um den armen Wechselbalg bei jeder Erwähnung einen, ja fast schon gruseligen Schauer, beschert haben und mich gleichfalls stetig mit ihm hoffen lies.


    Zum Ablauf der Geschichte möchte ich eigentlich gar nicht so viel sagen. Wichtig für mich waren vielmehr neben der spannenden wie bildreichen Handlung, inmitten des dreißigjährigen Krieges, die äußerst authentisch beschriebenen beiden Handlungsstränge der Familie Bonner. Lebendig, vielschichtig und aus dem damaligen Leben gegriffen. Erzählt als wäre man mittendrin. Was mir persönlich immer wieder an Deana Zinßmeisters Romanen besonders gefällt, ist die Schilderung dieser früheren Zeit aus Sicht der einfachen Leute aus dem Volk. Mit der so geschilderten Kulisse kann ich mir als Leserin stets wunderbar ein sehr anschauliches und auch sehr informatives Bild dieser Epoche machen. Es sind die Probleme, Wünsche und Herausforderungen des Alltags und in Kriesenzeiten, welche untermalt durch die Lebensweise des schlichten Volkes in Not, ein Wechselspiel kreieren, welches den Intrigenspinnereien der hochherrschaftlichen Adligen anderer Romane ganz sicher in nichts nachsteht.


    Und so bangte ich mit, als der gebürtige Thüringer Johann Bonner trotz der aufkommenden Gefahr mit seiner Frau und den Kindern, nach einem familiären Schicksalsschlag, quer durch die Verwüstungen des Krieges Richtung Heimat ziehen will. Erst nach einigen Tiefschlägen und zum Teil voller Unmut treffen sie auf einen kleinen schwedischen Tross, der auf dem Rückzug ist und der ihnen streckenweise ein behütetes Geleit bieten könnte. In einer tödlichen Gefahr trifft der junge, schwedischer Arzt des Trosses dann auf die 17 jährige Magdalena, Bonners Tochter. Er verliert sofort sein Herz an sie, während das junge Mädchen nur langsam ahnt was sie empfindet. Doch die mitreisende Hübschlerin Brigitta beansprucht den attraktiven Burschen für sich, und auch Magdalenas Vater ist nicht gerade angetan, von dem was sich da für seine Tochter anzubahnen droht.


    Hexerei, Legenden und Krankheiten, der Glaube an Dämonen sowie Kriegsschauplätze und eingeflochtene, historisch verbürgte Fakten, komponierte die Autorin hier zu einem großartigen Roman, den ich jedem nur empfehlen kann. Eine wunderbar geschriebene Geschichte, die mich als Leserin emotional mitreißen konnte und mir genussvolle Lesestunden bescherte.


    Wieder einmal großartiges, historisches Kopfkino...


    Daher, auch von mir: 5ratten

    Auch gerade gelesen. Prima Weg-Lese-Spannung für Zwischendurch.


    Gerade noch versuchen die angeschlagenen TURT/LEs-Agentinnen Jade und Kyla nach ihrem gefährlichen Afghanistan-Einsatz wieder zur Normalität zurück zu finden, da schafft es der verantwortliche Terrorist Khalawihiri aus einem FBI-Gefängnis zu entkommen. Er sinnt nach Rache und Vergeltung, während die US-Behörden versuchen den flüchtenden Verbrecher habhaft zu werden. Intensiv fühlen sich Jade und Kyla auf den Plan gerufen, denn schon gibt es die ersten tödlichen Opfer zu vermelden, und immer noch ist ungeklärt, wer dieser Khalawihiri eigentlich ist und woher seine Unterstützung kommt. Als plötzlich noch ganz andere Komponenten mit ins „Spiel“ kommen…


    Fesselnd, actionreich und unglaublich sexy beschreibt Michelle Raven das Geschehen rund um die beiden Frauen, die jede für sich, immer noch an den Nachwehen ihres erst kürzlich abgeschlossenen Einsatzes zehren und doch unbedingt handeln wollen. Dabei kommen große Emotionen und atemberaubende Szenarien nicht zu kurz. Harte Kampfgefechte, listige Fallen und unvermutete Wiedersehen, sowie die Tatsache, dass die geschilderten Hintergründe weiß Gott nicht an den Haaren herbei gezogen sind. Immer wieder schafft es die Autorin zwischen den sensiblen, menschlichen Empfindungen ihrer verschiedensten Protagonisten und den gefährlichen, Tod bringenden Auseinandersetzungen umzuschalten. Brisant und spannend auch, als die Aktionistinnen gegen alle Regeln tatkräftige Unterstützung befreundeter Teams bekommen. Ob dies aber letztendlich zur Ergreifung führt, oder eventuell nur verletzbarer macht, wird hier nicht verraten. Fakt ist, das Buch ist schwupps in einem Rutsch durchgelesen und für Fans von Michelle Raven sowieso ein absolutes Muss.


    Von mir: 4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Hallo und dankeschön euch beiden... :winken:
    Na, da bin ich ja gleich mal richtig ins Fettnäpfchen gestolpert. :breitgrins: :redface: :breitgrins:
    Guck mir die Links gleich nochmal genauer an.


    Momentan favoritisiert ist hier gerade der KOBO N204-KBO-N Aura HD espresso (ja, soweit, dass ich weiss, er kann keinen Esspresso machen, bin ich dann auch tatsächlich schon gekommen :gruebel::elch: ) Aber sonst? Kennt den vielleicht jemand? Kann ihn an oder abempfehlen?

    Schließe mich gerne hier Orlands Frage an... und...


    ich bin gerade auf der Suche nach einem E-Book zum verschenken. Habe jetzt hier ein wenig quergelesen, möchte meine Frage nun dennoch auch kurz hier einstellen.
    Welchen würdet ihr mir jetzt auf die Schnelle empfehlen?


    - Es soll nicht "kaufgebunden" wie ein Kindle sein.
    - Mit diesem E-Bokk sollte man auch im sonnigen Garten lesen können (also keine Spiegelungen oder so) und abends im Bettle


    Danke vorab für eure Antwort.
    Grüssle Marion :winken:

    @Area, stimmt, die von mir Genannten sind schon einen Tick "heftiger". Wobei ich der Meinung bin, dass wenn man schon über Dominanz und Unterwerfung schreiben will, dies dann bitte auch richtig, sprich authentisch tut. Ansonsten sollte man sich vielleicht ein gänzlich anderes Thema aussuchen. :zwinker: E. L. James hat sich dieses Thema ausgesucht und es sich auf ihre Fahnen schreiben lassen. Thema verfehlt hieß dass damals in der Schule wohl. Ich kann da nichts für. :breitgrins:


    Aber ich stimme dir zu, Jazz Winter ist grauenhaft. Auch eines der wenigen, welche ich abgebrochen habe.
    Da sieht man wieder, wie schnell die Nuancen bei einem einzigen Thema überschwappen können. :zwinker: Gerade bei generell "krassen" Themen finde ich die Feinsinnigkeit von Autoren ganz, ganz wichtig.

    Jari... :Kreuz:
    Area, danke für die Alternativ-Tipps. Doch ich glaube, ich bleibe für mich dann doch mal eher bei meinen "eigenen", bereits bewährten Favoritinnen. :zwinker:
    Sandra Henke, Nina Jansen oder Mona Vera... Da gibt es jede Menge Sinnlichkeit, Authenzität, Gefühle, Erotik, Spannung, fesselnde Szenen und viel Fantasie sowie Einfühlungsvermögen. Auch wenn diese vielleicht nicht mehr ganz ausschließlich zum Genre Liebesroman zählen, so habe ich hier stets das Gefühl die Autorinnen wissen zumindest von was sie da erzählen und können es auch recht gut vermitteln.