Beiträge von NinaB

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Toma bleibt meine Lieblingsfigur. Bei ihr versteht man immer sofort warum sie so reagiert oder handelt wie sie es tut. Ich wäre auch sauer auf Mailín gewesen wenn sie mir das mit ihr und Eismund verheimlicht hätte. Und sie ist so mutig und stark und würde alles für ihre Leute tun. Jetzt will sie auch noch ihre Leute aus der Sklaverei frei kaufen. Toller Charakter.

    Wie schön! ^^<3

    Zitat

    Warum hatten so viele der Erwachten den Wunsch nach dem Tod? Waren es die solange im Eis Gefangenen, dass ihr Lebensalter eigentlich vorbei war?

    :thumbup:

    Toma erwähnt an einer Stelle, dass der Clan der Tausend schon vor mehr als hundert Jahren verschwunden ist. Somit ist die normale Lebenszeit der Menschen überschritten, als sie erweckt werden (wenn man annimmt, dass die meisten so zwischen 20 und 60 Jahre alt gewesen sein dürften, als sie ins blaue Eis kamen). Und andere Menschen waren wiederum sehr viel später entführt worden und wachen (so wie Birgida) nur um einige Jahre gealtert wieder auf.


    Zitat


    Oder warum lebt die Mutter nicht mehr?

    Sie ist damals, wie einige andere, einfach nur in der Schlucht ums Leben gekommen und wurde gar nicht von den Firnfrauen entführt. Ebenso ging es einigen der anderen Menschen, die nicht mehr gefunden wurden. Es wurden mehr Leute mit diesem Zauber des Schneefiebers zu der Schlucht gelockt, als mitgenommen wurden.


    Ja, ich habe auch die ganze Zeit darauf gewartet, dass sich herausstellt, dass sie doch nicht "die Böse" ist. Was bei mir glaube ich den größten Ausschlag gegeben hat, was meine Meinung über Silja angeht - und das ging Mailin ja auch so - war ihr Verhalten den Kindern in Falun gegenüber. Jemand, der sich Gänseblümchenkränze aufsetzen lässt, kann einfach kein reines Eisherz haben.

    :D :blume:



    Je länger ich über die Liebesgeschichte nachdenke... irgendwie hätte es für mich sogar ein bisschen besser gepasst wenn entweder keine Liebesgeschichte dabei gewesen wäre ... Aber ich verstehe auch, das hier wohl auch die Erwartungen der Verlage mit reinspielen. Von wegen Liebesgeschichten in Jugendfantasy...


    Ja, da hat sich in den vergangenen Jahren tatsächlich einiges verändert. Ohne "Love interest" kommt seit Twilight kaum ein Jugendbuch mehr aus. Es ist immer eine der ersten Fragen, wenn man Konzepte vorstellt und so manche/r Autor/in (inkl. mir) seufzt da schon mal insgeheim. Dafür kann man dann aber bei der Fantasy für Leser ab 10 Jahren auf die Lovestory verzichten und sich ganz auf Abenteuer und Freundschaft konzentrieren. Mir ging es "Rabenherz und Eismund" in erster Linie auch um die Freundschaft der drei Mädchen, aber ich muss zugeben, dass ich mich dann mit Eismund & Mailín doch auch "warmgeschrieben" hatte. ;)

    Zum Schluss kann ich nur sagen, dass ich das Buch einfach wundervoll und märchenhaft war und mich die Geschichte wirklich bezaubert hat.

    Wie schön, das freut mich sehr! ^^ Danke :*

    Jetzt merke ich im nachhinein das ich doch recht hatte mit dem Schiff und das es dem Kapitän aus Falun gehörte. Ich hatte nur gedacht dass Mailín doch hätte wissen müssen wie das Schiff des Kapitäns heißt, wo sie doch so viel Zeit als Kind in seinem Zuhause verbracht hatte. Der Brief den der Kapitän für Lovis hinterlassen hat war so traurig. Es wurde zwar nicht erwähnt, aber ich hoffe Mailín hat daran gedacht den Brief einzustecken um ihn Lovis zu überbringen.

    Ich denke, da sie erst sieben Jahre alt war, als der Kapitän davonging und Tom Jofnur und Kapitän Santalnik den wahren Grund der Expedition nicht groß publik gemacht haben, ist es nicht abwegig, dass Mailín den Namen des Schiffes nicht wusste.


    Und zu Lovis: Ja, ich habe es nicht noch extra erwähnt, dass Mailín den Brief an Lovis mitnimmt (falls es eine zweite Auflage des Buches gibt, werde ich da vielleicht noch einen Satz einfügen), aber Lovis bekommt den Brief natürlich - und auch das Logbuch, das Mailín in dem kleinen Boot vorfindet. Ich hatte beim Schreiben sehr genau darauf geachtet, dass diese Dinge genau in dem Boot sind, mit dem Mailín zurückkehrt. :)

    Vielen lieben Dank für die Glückwünsche zur Nominierung! :love:

    Ich freue mich auch sehr darüber, gerade bei diesem Herzensbuch ...

    Und ich danke euch schon mal für diese tolle Leserunde, eure Rückmeldungen und die Begeisterung und Tiefe, mit der ihr den Figuren begegnet.

    Es sind ja einige noch mittendrin im Lesen, daher werde ichmich erst verabschieden, wenn der Schlusspunkt dann auch offiziell gesetzt ist.

    Bis dahin ganz liebe Grüße euch allen und einen schönen und vielleicht noch etwas winterlichen Januar! ;)

    Nina

    Ich wollte noch vermelden das mein Buch bis heute nicht angekommen ist. Das ist mir noch nie passiert. Klar, das ich länger warten muss als die anderen bin ich schon gewohnt, auch das mein Päckchen öfter mal vom Zoll in Geiselhaft genommen wird auch. Aber das es gar nicht ankommt hatte ich wirklich noch nie. Ob das Pakete-Chaos der Weihnachtszeit Schuld hat?

    Oh nein! 8| Das ist ja eine richtig blöde Panne! Ich gebe das gleich an den Verlag weiter, bin aber sehr sicher, dass sie alles korrekt losgeschickt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich mit dem Weihnachtsversand zu tun hat, (bei mir ist auch ein privates Päckchen immer noch nicht angekommen). Ich hoffe sehr, dass das Buch in den nächsten Tagen noch ankommt.


    Und für heute erst einmal: ein schönes Silvester:bang: und einen guten Rutsch euch allen! :breitgrins:

    Liebe Grüße und bis nächstes Jahr

    Nina

    Wie schön, danke! :love:



    Toma hat mir schon sehr leid getan am Ende. Ich konnte verstehen, dass sie wütend ist. Und ja, es war so großherzig von ihr, Mailin zu verzeihen. Schade, dass Toma einen anderen Weg zieht als Mailin.

    Immerhin plant sie ja, Mailín bald wieder zu treffen. :) Die Mission, den Clan zurück ans Meer zu holen, geht für Toma erst einmal vor.


    Die Geschichte rund um den Apotheker und den Kapitän hätte auch noch mal glatt eine eigene Geschichte verdient. Das war mir schon fast zu sehr am Rande erzählt, auch wenn ich es gut fand, dass das am Ende noch aufgelöst wurde.

    Ja, das wäre wirklich eine eigene Geschichte gewesen ... Hach, was hätte man da alles in ein Spin off packen können.:buecherstapel:


    Liebe Grüße :breitgrins:

    Nina

    Was mir am besten gefallen hat, waren einmal mehr die Bezüge zur Schneekönigin (Girda und Kaye :herz: ) und auch meine Erkenntnis, das die Samen ein klein wenig eingebunden waren (der Name Saman hat mich eingewickelt *gg*). Ich habe daraufhin auch über Hans Christian Andersens eigene Inspirationen für sein Märchen nachgedacht und es ist ziemlich logisch, das die Samen eine Quelle gewesen sein können. Vor allem auch die Reittiere der Räubertochter deuten daraufhin.

    Wie schön, dass der Namens- und Geschichtenbezug zu Kai und Gerda so deutlich rüberkam! ^^

    Und ja, die Samen haben bei Andersen ganz sicher als Inspiration mitgespielt. Für Tomas Volk hatte ich außerdem noch etwas Steinzeit-Kultur (Essenszubereitung im Fellkochtopf etc.) als Inspiration genommen und der Schamanismus der Völker Sibiriens spielt hier ebenfalls mit. Ich war mal in einer Ausstellung über Sibirien und war sehr fasziniert, dass unser heutiger Begriff "Schamane" sich von dem dortigen Begriff "Sámán" ableitet.

    Eismund und Silja: Eine wirklich schöne Idee und auch, das es eben nicht alles in einem einzigen kitschigen Happy End mündet - das hätte für mich absolut nicht gepasst.

    Es gibt ja schon genug märchenhaftes Ende. ;)



    Hach die Nixen (Fängerinnnen) ich bin total dafür ihnen einen eigenen Roman zu gönnen :err:

    Das würde ich total gerne machen, ich liebe Geschichten von Wasserwesen auch - und mogle sie sooft wie möglich in die Romane. 8) Im Grund ist die Inuit-Göttin Sedna ja auch ein Meerwesen, manchmal wird sie auch mit Fischschwanz dargestellt.



    Am besten hat mir in diesem Abschnitt wohl der Abschied zwischen Mailin und Joun gefallen. Ich fand gut das er in gewisser Weise verbittert ist und sich trotzdem auch neu verliebt hat.

    :flirt: Wie schön, ich freue mich gerade, dass Joun so gut ankommt. Ich denke, er ist einfach auch pragmatisch und lebt eben weiter, statt sich ewig an Verlorenem festzuklammern. Und ich habe schon oft im Verwandten- und Freundeskreis gesehen, dass beides möglich ist: nach Verlusten zu trauern und auch in gewisser Weise bitter zu bleiben - und sich gleichzeitig dem Leben wieder zu öffnen, zu lachen und weiterzumachen. Und ich denke auch, dass ein Mädchen wie Ava keine schlechte Wahl für ihn ist ...


    Liebe Grüße und danke!:schmetterling:

    Und an vielen ist mal wieder die Liebe "schuld". An Gutem wie an Bösem. Am Ende siegt das Gute und Mailin besteht darauf, dass auch ihr Märchen gut endet und ihr Prinz nicht tot sein darf. Danke, liebe Nina. Da hast Du mir aus der Seele gesprochen. Nein, das wäre in dieser Geschichte wirklich ein No go gewesen, dass Eismund tot bleibt. :P

    Das hätte ich nicht übers Herz gebracht. :D


    Zitat

    Schön, dass Toma und Mailin sich versöhnen. Und Tomas letzter Spruch ist perfekt. Die Frau kann nichts unterkriegen. Meine "Schildmaid" :flirt:

    Yeay! :five: Ich mochte sie beim Schreiben auch unheimlich gern, meine "Artemis".


    Zitat

    Sehr zufireden klappe ich das Buch zu. Gibt nix Besseres, wenn ein Sonntag mit einem guten Romanende beginnt.

    Wie toll, dankeschön, das freut mich sehr! :freu:

    Liebe Grüße

    Nina

    Ich war auch irgendwie enttäuscht über Siljas Entwicklung. Vielleicht kommt da ja noch was - ich kann mir nicht vorstellen, dass alles nur gespielt war und Silja wirklich böse ist (wobei ich bei dir, liebe NinaB eh nicht gern mit Gut und böse Arbeite, dafür sind deine Charaktere zu vielschichtig).

    Dankeschön! :) Ich bin gespannt, wie Dir das Ende gefallen wird ...;)

    Ich bin bei Lesungen manchmal ziemlich baff, wieviele Fünft- und Sechstklässler Filme wie "Chucky", "Annabelle" oder andere Horrorfilme kennen. Und zwar nicht nur vom Hörensagen kennen, sondern wirklich detailliert nacherzählen können und auf Nachfrage sagen, sie hätten es mit Familienmitgliedern zusammen geguckt. =O

    sie werden ha nicht im Luftleeren Raum erzählt. Gerade z. B. das Mädchen darin oft passiv sind und die Jungen aktiv macht sehr wohl etwas mit beiden Seiten. Vorallem wenn dann die allgemeinen gesellschaftlich anerkannten Muster dazu kommen. Märchen reproduzieren das und damit wird das indirekt als normal und richtig so gezeigt.

    Deshalb ist es mir auch so wichtig das Frauwnfiguren in Romanen differenzierter dargestellt werden. Deshalb finde ich die drei hier im Roman so toll. Weil sie sich nicht in Klischees verfangen, eine aktive Rolle einnehmen und auch auf Augenhöhe agieren.

    Ja, gerade bei den Grimmschen Märchen sind die Rollenverteilungen in vielen Geschichten doch sehr strikt - eben geglättet und angepasst an die damaligen Rollenmuster. Natürlich "sickern" solche Bilder auch ein. Bei uns Autorinnen und Autoren ist es auch ein Dauerthema - gerade in der Fantasy. Wie sehr greift man auf bekannte Muster zurück? Wie realistisch formt man sie um? Es gibt ja auch das Modell, schlichtweg die Rollen zu tauschen, dann kommen aber häufig auch einfach nur andere Klischees dabei raus: die Prinzessin, die sich eigentlich exakt so benimmt, fühlt und denkt wie das wandelnde Söldner- und Kämpferklischee. Kann in Einzelfällen natürlich passen, aber ganz so einfach ist es natürlich nicht immer. Ebenso bei den kämpferischen Heldinnen, die sofort das Schwert hinwerfen und dahinschmelzen, sobald der Prinz auftaucht. ;)


    Manchmal ist aber auch das Suchen nach authentischeren Darstellungen auf beiden Geschlechterseiten ein Balanceakt. Im "Winter der schwarzen Rosen" stand ganz explizit der Menschentypus "Machtmensch" im Vordergrund. Und in diesem Fall war dieser nach Macht strebende Mensch ein Mädchen (Tajann). Es war interessant zu sehen, dass viele Leser nicht viel mit dieser Konstellation anfangen konnten und ihre "Art" als "unmöglich", egoistisch oder skrupellos bewertet haben. Ich frage mich, wie eine männliche Figur in dieser Rolle gesehen würde - vermutlich als raffinierter, durchsetzungsstarker Bad Boy, der einfach weiß, was er will? Ebenso wurde Tajanns männlicher Love Interest schon mal als "schwach und weinerlich" bezeichnet, was ich sehr spannend finde. Genau wegen solcher Experimente liebe ich es auch so, Figuren zu entwerfen. Und ich freue mich sehr, dass die drei Mädchen hier so gemocht werden, obwohl sie weder Prinzessinnen noch Söldnerinnen sind. (Und Eismund sicher kein Grimmscher Retter ;)). Ich finde, alle Facetten gehören dürfen sein und gehören dazu. Weinende Männer und weibliche Machtmenschen eingeschlossen ... ^^


    Liebe Grüße

    Nina