Beiträge von Judith C. Vogt

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ja, Azmi hat es nicht für nötig erachtet, mit ihr zu kommunizieren, und das rächt sich jetzt. Sie ist 21, was dachte er, wie lange er ihr nichts sagen kann?
    Und zu den Nägeln - das lass ich jetzt einfach so stehen. ;)

    Ohgott, wir kennen ja "nur" Magen-Darm-Grippe mit drei Kindern, aber das hat auch schon gereicht, mein tiefempfundenes Mitgefühl................ Gute Besserung!
    Freut mich, dass du weiter Spaß damit hast. Ja, ich glaube, wir waren die abgebrühten Protagonist_innen auch ein bisschen leid. Also, Laylay hat durchaus auch ihre abgebrühten Momente, aber ich glaube, mir tut es im Moment gut, Held_innen zu schreiben, die noch nicht alles gesehen haben und die noch was berühren kann. Na ja - Hopepunk ick hör dir trapsen. ;)

    Also, erst mal, freut mich, dass es dir weiter gut gefällt - und ja, Azmi hat offenbar noch nicht den Punkt erreicht, an dem Laylay für ihn kein Kind, sondern eine gleichberechtigte Erwachsene ist. Ich finde es sehr interessant, dass ihr darüber diskutiert, ich kann beide Positionen nachvollziehen. Ich hab selbst ja auch Kinder, und einer ist sogar schon in etwa in Laylays Alter. ;) Ja, man nimmt auch Anfang-20-Jährige oft noch nicht für "voll", und es gibt da so einen schmalen Grat zwischen Beschützerinstinkt und Bevormundung, glaub ich. Und Azmi hat schon bevormundend gehandelt, einfach die Entscheidungen für Laylay getroffen und sie sogar gewaltsam mitgeschleppt.

    Lustig, dass du gerade parallel das neue Buch von Bernd Perplies liest! Wir haben die beiden Bücher letzte Woche per Post getauscht, weil in beiden Schaufelradbagger vorkommen! :D

    Ah, okay, interessant, dass du das so empfindest. Unsere Absicht war eigentlich, den utopischen, hoffnungsvollen Ansatz stärker durchscheinen zu lassen als das Dystopische. Der Handgebunden-Markt sollte ja genau dafür ein Beispiel sein: Dass der Mensch nicht an sich schlecht ist, sondern dass es möglich ist, sich aus patriarchalen, hierarchischen Strukturen zu lösen. Das war den Ferales nicht möglich, weil sie stark hierarchisch geordnet wurden und das weitergetragen haben.

    Zumindest das Letzte kann ich dir erklären (weil ich dachte, es käme auch im Roman raus, hehe): Das Methylphendidat hat die Transformation unterdrückt, deshalb hat er es ihr verabreicht. Sonst hätte sie ja, ähnlich wie Mtoto, schon als kleines Kind Anzeichen gezeigt.


    Die Marktleute haben einfach nicht gedacht, dass jemand in all dem Chaos Root doch noch irgendwelche ansteckenden Varianten mitgegeben hat - da hätten sie aus Zeetos Warnung besser eins und eins zusammenzählen können, aber nachher ist man immer klüger. Und wer weiß? Vielleicht finden Laylay und Zeeto Hoffnung für den Handgebunden-Markt, dort, wohin sie unterwegs sind.