Beiträge von Kirsten

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links


    Inhalt

    Chris McCandless war ein Idol seiner Zeit. Die Geschichte des Aussteigers, der beim Versuch, sich seinen Traum zu erfüllen ums Leben kam, wurde ein Bestseller. Jetzt spricht seine Schwester Carine und spricht von dem, was Jon Krakauer in seinem Buch nicht erzählt hat.


    Meine Meinung

    Ich habe die Geschichte von Chris McCandless mehrere Male gelesen und hatte jedes Mal eine andere Meinung von dem jungen Mann und seinen Motiven. Was aber jedes Mal gleich blieb, war das Gefühl einer Lücke in der Erzählung. Diese Lücke wurde mit The wild truth und der Geschichte über Chris' Familie gefüllt.


    Carine erzählt eine erschütternde Geschichte. Vom Vater, der zwei Familien hatte, die er mit verbaler und körperlicher Gewalt unterdrückte. Von der Mutter, die sich als Opfer gesehen hatte, aber in Wirklichkeit nicht besser als der Vater war. Trotzdem gab Carine ihren Eltern immer wieder eine Chance, nur um immer wieder enttäuscht zu werden. Wenn ich mir überlege, was die Geschwister in ihrer Kindheit und Jugend mitgemacht haben, wundert es mich fast, wie wenig seelischen Schaden die beiden davon getragen haben. Ihre Erlebnisse haben sie geprägt, aber nicht gebrochen.


    Gut gefallen hat mir, wie Carine über Jon Krakauer schreibt. Ich bin bei seinen Büchern sehr zweigeteilt, weil ich seine Rolle nicht immer gutheiße. Hier hat er sich als ein sehr empatischer Zuhörer erwiesen, der der Familie von Chris nicht nur viel Zeit gelassen hat, seine Geschichte zu erzählen, sondern auch bei der Verarbeitung geholfen hat.


    Sicherlich kann man die beiden Bücher unabhängig voneinander lesen, aber für mich gehören sie zusammen.

    4ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten

    Ich habe jetzt die ersten drei Ruth Galloway Bücher in einem Rutsch gehört und werde jetzt eine Pause einlegen.

    Ich finde es immer schwierig, eine Reihe hintereinander weg zu lesen. Gerade bei Ruth Galloway ist es so, dass mich gerade das Zwischenmenschliche ein bisschen nervt, wenn ich zu viele Teile hintereinander weg lese. Gut, dass mir das aber nicht mehr so schnell passieren kann, denn ich bin fast auf dem aktuellen Stand ;-)

    Nochmal zwei und beide haben mir sehr gut gefallen:

    José Eduardo Agualusa - Eine allgemeine Theorie des Vergessens

    Michael Robotham - Die andere Frau

    Meine Meinung

    Dieses Buch hat mir großen Spaß gemacht. Die trockene Art, in der die Autorinnen die Macken der literarischen Helden beschrieben haben, hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte von Ödipus zeigt, dass die griechischen Götter einen sehr bösen Humor haben. Romeo und Julia sind Teenager, deren Aufstand gegen die Eltern ziemlich schief geht. Der junge Werther hat einen Ödipuskomplex und Karl May kommt mit der Realität nicht zurecht, als er endlich dorthin reisen darf, wovon er immer nur erzählen konnte. War Scarlett O'Hara eine Psychopatin und nicht die verwöhnte Südstaatengöre, wie sie im Film gezeigt wird? Pippi Langstrumpf war der erste Hippi und Harry Potter ist eigentlich ein kleiner Spießer... oder doch nicht?


    Eine Sache ist mir aber nicht ganz klar: König Artus soll zurückkommen, wenn England ihn braucht. Die Autorinnen spekulieren auf den Brexit, der zur Entstehung des Buchs noch in der Ferne liegt. Mittlerweile ist der (fast) da, nur der gute Artus lässt sich nicht blicken. Da frage ich mich, was noch auf England zukommen wird:evil:


    Was kann ich noch zu dem Buch sagen, ausser dass es ein echter:tipp:ist?

    5ratten

    Damit es nicht in Vergessenheit gerät, habe ich José Eduardo Agualusa - Eine allgemeine Theorie des Vergessens gleich als erstes Buch für den SUB-Abbau gelesen.

    Hier ist der sechste Monatsblog des Jahres. Am Bewertungsschema hat sich nichts geändert:


    ++ Große Klasse!

    + Gutes Buch!

    0 Naja ...

    - Muss man nicht gelesen haben

    -- Ab in die Tonne!


    Sonderanforderungen für den Blog

    Wer möchte, kann jedes gelesene Buch sofort hier vermelden. Wer hier „bloggen“ möchte, muss eine Rezi abliefern und diese verlinken. Und wir wollen zusätzlich wissen, warum gerade dieses Buch auf dem SUB gelandet ist: Hat es jemand empfohlen? Ist LS dran schuld? Oder war der Preis gerade so günstig? Bei Papa aus dem Regal gemopst und warum erschien es interessant?

    yanni ich hänge mich mit meiner Meinung in deinem Thread an, auch wenn die Monatsrunde schon vorbei ist. Ich hoffe, das geht in Ordnung.

    So richtig eintauchen konnte ich in den Roman nicht.

    Das konnte ich bis jetzt in keinen Roman von Margaret Atwood. Ihre Protagonistinnen haben für meinen Geschmack immer mit einer gewissen Distanz zum Erlebten berichtet, so auch bei Katzenauge. Das ist das, was ihre Romane für mich ausmacht.


    Was Elaine in ihrer Kindheit und Jugend erlebt, ist oft sehr schmerzhaft. Margaret Atwood hat sie so beschrieben, dass ich sie immer als alleine empfunden habe. Nicht unbedingt wirklich als Außenseiterin, sondern als jemand, der seine Probleme alleine lösen musste. Nicht, weil sie niemandem aufgefallen sind, aber weil man nicht darüber gesprochen hat. Vielleicht, weil es zu der Zeit üblich war, Unangenehmes eher unter den Teppich zu kehren. Vielleicht auch, weil man noch keinen Begriff für das hatte, was Elaine in ihrer Schulzeit erlebt hat. Ich habe ihre Geschichte als bedrückend empfunden.

    Mir hat das Buch, bis auf den etwas zu langen Schluss, sehr gut gefallen.

    Den Schluss empfand ich auch als zu lang, aber auch das Gefühl habe ich oft bei den Büchern von Margaret Atwood.

    4ratten