Beiträge von Kirsten

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Meine zweite Meinung

    Und ich ecke öfters mal mit der Sprache an, so wie manche meiner Vorredner schon schrieben, stört mich dieses "Yeah" immer mehr :rollen:


    Das kann ich verstehen, der Südstaatenflair ist auch mir manchmal zuviel :winken:

    Das ist mir beim zweiten Lesen extrem aufgefallen. Genauso übrigens wie der offene Rassismus bei der örtlichen Polizei. Bei den späteren Teilen ist das nicht mehr so, wenn ich mich richtig erinnere. Was allerdings geblieben ist, ist das typische Essen der Südstaaten, das immer wieder erwähnt wird.


    Weil ich mich gerade wieder quer durch die Reihe lese und das Verhältnis zwischen Lena (die übrigens Salina heißt, was ich sehr lustig fand :-) ) und Sara immer wieder thematisiert wird, habe ich diesmal mehr auf die beiden Frauen geachtet. Sara hat recht, Lena benimmt sich manchmal wirklich sehr anmaßend. Auf der anderen Seite stimme ich auch Lena zu wenn sie sagt, dass Sara sich oft sehr von oben herab benimmt.


    Den Täter hatte ich schon früh auf dem Schirm. Ob es daran liegt, dass ich das Buch schon gelesen habe oder ob ich einfach die Hinweise besser gedeutet habe, weiß ich nicht.


    Alles in allem ein gelungener reRead.

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

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    Inhalt

    In The dark erzählt John McGahern die Geschichte einer Jugend im Irland in er Mitte des letzten Jahrhunderts mit allen Aspekten: den Schönen, aber auch den weniger Schönen und der ständigen Kontrolle durch Gesellschaft und hauptsächlich die katholische Kirche.


    Meine Meinung

    Es ist keine schöne Kindheit, die der Protagonist auf der kleinen Farm der Familie erlebt. Die Mutter ist gestorben und der Vater wir immer mehr zum Tyrann. Ob er es erst durch den Tod der Mutter wurde, oder schon immer so war, erzählt der Autor nicht. Die Familie wird mit eiserner Hand geführt. Furcht und Gewalt, körperlich und seelisch, bestimmen den Alltag. Damit scheinen die Kinder aber besser damit zurecht zu kommen, als wenn sich der Vater wie ein normaler Vater benimmt. Wenn das passiert, ziehen alle die Köpfe ein und warten auf Ausbruch, der unweigerlich kommt.


    Für den Sohn gibt es neben Anschreien und Prügel noch den sexuellen Missbrauch, der regelmäßig stattfindet und gegen den er nur wehren kann, indem er ihn erträgt und dann direkt in einen Teil seiner Seele verdrängt. Trotzdem gelingt es ihm, ein relativ normales Leben zu führen. Er ist sehr begabt und erringt sogar ein Stipendium, das ihm die Flucht von dem kleinen Hof ermöglicht.


    Aber ganz entkommen kann er nicht. Nicht nur, dass er weitere Übergriffe durch einen Priester erleben muss, es scheint auch, als ob der Vater eine unsichtbare Fessel geschaffen hat, die ihn an sein altes Leben bindet. Und da sind auch noch die jüngeren Schwestern, die er beschützen will.


    John McGahern zeichnet seine Charaktere nicht schwarz oder weiß, sondern in vielen verschiedenen Schattierungen. So ist auch der Vater nicht nur der Schläger, auch wenn das sicherlich sein Handeln nicht rechtfertigt.


    Mich hat überrascht, wie deutlich John McGahern ge- und beschrieben hat, gerade was den Missbrauch betrifft. Aber auch die Gesellschaft der damaligen Zeit wurde eindrucksvoll beschrieben. Absolut lesenswert.

    5ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten

    Mungo in meinem Lieblingsschwimmbad steht auch ein öffentlicher Bücherschrank. Der war zu der Zeit, als das Schwimmbad noch offen war, auch gesperrt. Das konnte ich nicht nachvollziehen, weil zum einen das Bad ja offen war und auch die Bücherschränke im Freien nicht gesperrt waren.

    Ein wenig schade finde ich, dass die Trilogie auf einen bereits fahrenden Zug aufspringt: Ermittler/in mit persönlichem düsteren Hintergrund, den niemand wissen soll, der aber über kurz oder lang zu einem Drama führen wird.

    Die kaputten Ermittler ziehen sich schon lange durch die Krimilandschaft. Manchmal passt es zur Handlung, manchmal leider auch nicht.

    Überraschungsbücher aus dem Bücherschrank, jedes mal ein Überraschungsei

    Da greife ich auch oft bei unbekannten Büchern zu, die mich ansprechen und habe schon einige schöne Titel gefunden. Ein Ü-Ei liegt sogar noch auf meinem SUB :-)

    Ich erinnere mich ganz dunkel, dass ich schon mit dem ersten "Zorn"-Krimi des Autors vor vielen Jahren nichts anfangen konnte. Nun ein Thriller außerhalb der Reihe, also wollte ich es mal wieder wagen.

    Manchmal sind diese dunklen Erinnerungen die besten Warnungen vor einem Buch.

    Für mich ja immer interessant: über die Geschichte der DDR oder direkt die Literatur, die dort erschien?

    Mehr die Geschichte und zur Zeit noch die der letzten Jahre der DDR. Dabei war sie gar nicht so interessiert, als wir vor zwei Jahren im Mauerpark waren. Jetzt wäre es vielleicht anders.

    Im Moment lese ich sehr viel über Bergsteigen, Klettern und alles, was dazu gehört. Das Thema begleitet mich seit vielen Jahren, aber im letzten Jahr ist es noch mehr geworden.


    Die kleinere Leserin interessiert sich sehr für die Themen Nationalsozialismus und DDR und liest viel in diese Richtung. Wenn sie ein Buch ausgelesen hat, packt sie es direkt auf meinen SUB.

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    Inhalt

    Die Italienerin Nives Meroi ist 2009 eine der Frauen, der man zutraut, alle vierzehn Achttausender zuerst zu besteigen. Sie ist mit ihrem Mann am zwölften Berg, dem Kangchenzönga unterwegs, als Romano kurz vor dem Gipfel abbricht, weil er sich nicht wohlfühlt. Ohne ihn will sie den Gipfel nicht besteigen, und so kehrt sie gemeinsam mit ihm um. Beide können nicht ahnen, dass es sechs Jahre dauern wird, bis sie endlich auf dem Gipfel stehen.


    Meine Meinung

    "Ich werde dich nicht warten lassen" sagt Nives zu ihrem Mann, als er ihr anbietet, den Gipfel des Kangchenzönga ohne sie zu besteigen. Aber schon beim Absteigen wird ihr klar, dass Romanos Schwierigkeiten nicht von der Höhe kommen. Zurück in Italien stellt sich heraus, dass Romano an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet, gegen die die beiden über mehrere Monate kämpfen müssen. Auch als Romano geheilt ist, sind die beiden doch nicht gesund. Jetzt ist es Nives, die im Kopf und Herz mehr leidet, als es ihr Mann jemals getan hat.


    Deshalb gibt es vor der erfolgreichen Besteigung des Kangchenzönga noch eine, bei der alles schief geht, was schief gehen kann. Zwei Mitglieder ihrer ihrer Expedition werden bei einem Lawinenabgang verletzt und Nives und Romano besteigen nicht den Haupt- sondern einen Nebengipfel. Mich beeindruckt dabei, wie schnell die Beiden offensichtlich diesen Fehler abhaken und erkennen können, dass es eben nicht die richtige Zeit für den Gipfel war.


    Das Rennen der Frauen um die Erstbesteigung der vierzehn Achttausender ist etwas, was für Nives keine große Rolle gespielt hat. Das gleiche habe ich auch von Gerlinde Kaltenbrunner gehört. Auch sie wollte diese Gipfel besteigen, aber nicht um jeden Preis als Erste. Das Rennen ist etwas, was meiner Meinung nach den Frauen aufgedrückt wurde. Letztendlich war die Leistung der ersten Frau, die es schließlich geschafft hatte, mehr als umstritten, weil man ihr zumindest einen der Gipfel nicht zuschreiben wollte.


    Nives schafft schließlich "ihren" Gipfel und auch den letzten. Aber wichtiger als das war der Berg, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Romano besiegt hat.

    5ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten