Beiträge von Kirsten

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Inhalt

    Sicherlich hat jeder von uns schon einmal gelogen. Aber wahrscheinlich hat diese Lüge nur selten das Ausmaß gehabt, die die (vermeintlichen) Lügen der Bergsteiger in Mario Casellas Buch annehmen. Ob es darum einen Gipfel geht, den man doch nicht erreicht hat, um den Grund, warum man Menschen zum Sterben am Berg zurück lässt oder nur um die Frage, ob man mit oder ohne Sauerstoff oder Medikamente sein Ziel erreicht: der Autor versucht zu ergründen, ob überhaupt und wenn ja, warum gelogen wurde.


    Meine Meinung

    Das Buch beginnt mit einer echten Lüge. Mit einem Skyrunner, der fälschlicherweise behauptet, den Gipfel des K2 erreicht zu haben. Auch wenn er seine Lüge direkt zugibt nachdem er wieder daheim ist, zerstört das Interesse der Medien nicht nur fast ihn, sondern auch seine Familie.


    Manchmal ist es nicht einmal wirklich eine Lüge, sondern nur etwas, was man nicht beweisen kann. Hat Caesara Maestri wirklich als Erster den Cerro Torre bestiegen? War Oh Eun Sun wirklich als erste Frau auf allen 14 Achttausendern? In beiden Fällen gibt es nur das Wort der Akteure und unzureichende Beweise. Heute, in einer Zeit in der man alles auf Kamera und Film dokumentieren kann, sind diese Beweise nicht eindeutiger geworden, denn man kann sie fälschen. Das haben zwei Inder getan, die vorgegeben haben, den Mount Everest bestiegen zu haben.


    Es gibt aber auch Erinnerungen, die nicht eindeutig sind. Manchmal sieht man Dinge aus einer anderen Perspektive als jemand, der ebenfalls dabei gewesen ist. Das sieht man sehr deutlich in den Büchern, die zur Katastrophe am Mount Everest 1996 erschienen sind.


    Mario Casella zeigt den Druck, unter dem die Befragten teilweise gestanden sind. Dieser Druck scheint immer größer zu werden, weil man mit technischen Mitteln die Zuschauer fast auf jeden Gipfel mitnehmen kann, wenn man das will. Trotzdem hat er für mein Gefühl oft nur an der Oberfläche gekratzt. Es kam mir vor, als ob er manche Fragen nicht beantworten wollte, um vielleicht nicht eine Legende zu zerstören. Viele der Diskussionen kannte ich schon und habe so wenig wirklich Neues erfahren.

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    Liebe Grüße

    Kirsten

    Ich habe auch wieder ein Buch beendet: Mario Casella - Die Last der Schatten. Wenn Alpinisten nicht die Wahrheit sagen. Aber es ist ein Rennen gegen den SUB. Für jedes Buch, das ich beende, taucht ein Vormerker aus der OnLeihe auf:horac:

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    Inhalt

    Silas Marner musste wegen einer Intrige seine alte Gemeinde verlassen. Jetzt lebt er in Raveloe, aber er nimmt am Leben im Dorf nicht teil. Er ist ein Einsiedler geworden, der nichts kennt außer seiner Arbeit als Weber, auch wenn seine Nachbarn versuchen, ihn in die Gemeinschaft zu integrieren. Das ändert sich, als Silas ein Findelkind bei sich aufnimmt. Durch das Mädchen erkennt er, dass es mehr im Leben gibt als nur seine kleine Hütte und seine Arbeit.


    Meine Meinung

    Silas lebt sein Leben nach strengen Grundsätzen. Verstößt jemand gegen diese Regeln, kann er damit nicht umgehen. Deshalb wehrt er sich nicht, als er in seiner alten Gemeinde des Diebstahls verdächtigt wird, sondern geht weg. In Raveloe isoliert er sich, um nicht noch einmal so etwas erleben zu müssen. Mit der Zeit lernt er, dass er sich auf die Menschen um ihn herum verlassen kann und öffnet sich.


    Auch wenn er es anfangs nicht erkennt: die Menschen in Raveloe sind Silas sehr ähnlich. Sie sind aufrichtige, harte Arbeiter und kümmern sich um ihre Nachbarn. Auf der anderen Seite ist die Familie des Gutsherrn, die nach ihren eigenen Regeln lebt und auf die Einwohner des Dorf herunterschauen. Dabei erkennen sie nicht, dass es mehr als ihr Geld braucht, um ein wertvollerer Mensch zu sein.


    Die Geschichte, die in Silas Marner erzählt wird, ist nicht neu. Was sie so besonders macht, sind ihre Charaktere. George Eliot zeigt sie mit all ihren Facetten. Ich habe mit ihnen mitgefühlt, aber auch über Silas' Unbeholfenheit lächeln können. Auch wenn er anfangs wie ein grober Klotz wirkt, entdeckt man im Lauf der Geschichte, dass viel mehr in ihm steckt als er selbst annimmt.

    5ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten

    SUB 2022_41

    Kenneth Clark - Another part of the wood

    Myla Goldberg - Die Buchstabenprinzessin

    Günter Herburger - Birne kann alles

    Günter Herburger - Birne kehrt zurück

    John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    Mirjam Wittig - An der Grasnarbe

    Christian Huber - Man vergisst nicht, wie man schwimmt

    V.S. Naipaul - Das Rätsel der Ankunft


    :lesen: Mario Casella - Die Last der Schatten: Wenn Alpinisten nicht die ganze Wahrheit sagen

    :lesen: Kurt Baschwitz - Hexen und Hexenprozesse

    Die OnLeihe mal wieder ;-)


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    Mirjam Wittig - An der GrasnarbeChristian Huber - Man vergisst nicht, wie man schwimmtV.S. Naipaul - Der Rätsel der Ankunft

    Meine Meinung

    Der Tote am Gletscher lebt von den Charakteren. Commissario Grauner (bei dem ich viel zu oft "Gauner" gelesen habe ;-) ) und sein Ispettore Saltapepe könnten nicht unterschiedlicher sein. Das führt immer wieder zu Spannungen zwischen den beiden, macht aber auch den Erfolg ihrer Zusammenarbeit aus. Wie die Beiden miteinander umgehen fand ich stellenweise interessanter als den Fall, an dem sie arbeiten.


    Die Beschreibungen von Dorf und seinen Einwohnern fand ich anfangs nicht so gelungen, bis der Autor einen Blick hinter die scheinbar heile Fassade erlaubt hat. Danach habe ich vieles mit anderen Augen gesehen.


    Ein vielversprechender Start in eine neue Krimireihe mit interessanten Ermittlern.

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    JaneEyre ich bin eigentlich auch brav und hole nicht mehr aus den öffentlichen Bücherschränken, als ich zeitnah lesen kann. Aber kommen mir vorgemerkte Bücher aus der OnLeihe dazwischen, die ich völlig vergessen habe:saint:

    Bei mir wären es wahrscheinlich nur die Bücher von Nijntje, die ich der kleineren Leserin so oft vorgelesen habe, dass ich sie immer noch auswendig kann.

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    Inhalt

    Der Sommer 1978 ist unerträglich heiß. Auch der neunjährige Michele Amitrano und seine Freunde leiden unter der Hitze, aber das hält sie nicht davon ab, jeden Tag draußen zu verbringen. Auf einer ihrer Erkundungstouren stoßen sie auf ein abgelegenes Haus. Als Michele das Haus näher untersucht, stößt er auf ein Versteck. Aber über das, was er in dem Versteck findet, darf er mit niemandem reden.


    Meine Meinung

    Die Geschichte wird von Michele erzählt. Von Anfang an hatte ich den Eindruck, als ob er mit einer gewissen Traurigkeit auf die Ereignisse in jenem Sommer zurückblicken würde. Was wie ein Abenteuer beginnt, wird immer mehr zu einer bedrückenden Situation. Nicht nur, dass Michele nicht über das reden darf, was er im Haus findet. Plötzlich kommen seltsame Männer ins Dorf, die sich immer wieder mit den Erwachsenen treffen. Auch über diese Treffen darf niemand reden. Michele kann das Schweigen nicht ertragen und versucht auf eigene Faust, das hinter das Geheimnis zu kommen.


    Ich bin schneller als Michele hinter das Geheimnis des Hauses gekommen. Allerdings habe ich lange nicht verstanden, wie weit die Erwachsenen in Micheles Dorf in die Sache verstrickt waren. Auch Michele hat das nicht begriffen, was die Situation immer gefährlicher machte. Das konnte ich als Außenstehende zwar sehen, aber ich konnte nicht eingreifen, sondern nur zusehen.


    I'm not scared ist ein eher ruhiger Krimi. Die Geschichte lebt von der Spannung, die sich von Anfang an aufbaut und die fast mit den Händen zu greifen ist. Das Ende lässt Spielraum für eigene Interpretationen, auch wenn ich nicht an einen guten Ausgang glauben kann.

    5ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten

    SUB 2022_40

    Mario Casella - Die Last der Schatten: Wenn Alpinisten nicht die ganze Wahrheit sagen

    Iris Murdoch - The red and the green

    Eva Manesse - Dunkelblum
    Kenneth Clark - Another part of the wood

    Myla Goldberg - Die Buchstabenprinzessin

    Günter Herburger - Birne kann alles

    Günter Herburger - Birne kehrt zurück

    John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter


    :lesen: Stuart MacBride - No less the devil

    :lesen: Kurt Baschwitz - Hexen und Hexenprozesse