Beiträge von René Bote

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Dabei stellte ich fest, das die Sprecherin den Namen komplett anders ausgesprochen hat, als er geschrieben wurde:

    Feyre - soo, wie würdet ihr diesen NAmen lesen??? Jap, "Fära" würde ich ihn auch nicht lesen

    Den Namen würde ich adhoc im gälischen Sprachraum einordnen, und da weiß ich, dass die Verbindung zwischen Aussprache und Schreibweise wenig mit dem zu tun hat, was ich mir instinktiv vorstellen würde.

    Saoirse ist auch so ein Beispiel für die irischen Namen.

    Was die Schauspielerin Saoirse Ronan ja auch oft mit der Frage konfrontiert, wie zum Teufel man das ausspricht (so ungefähr wie Kirsche, wenn ich mich nicht täusche, nur mit sch am Anfang halt).

    Siobhan..??

    Den Namen habe ich mir für eine Buchfigur sogar gezielt rausgesucht, weil ich für eine in Österreich aufgewachsene gebürtige Irin einen Namen brauchte, an dem sich die neuen Mitschüler die Zunge verstauchen, als sie nach Deutschland zieht.


    Ich habe bei den allermeisten Namen allgemein beim Lesen relativ schnell eine Vorstellung von der Aussprache im Kopf. Bei vielen europäischen Sprachen habe ich dabei wohl eine ziemlich hohe Trefferquote, bei außereuropäischen Namen mache ich's dann eher so, wie ich's für Latein gelernt habe: Wie man's richtig gesprochen hat, weiß keiner mehr, also sprechen wir's überwiegend nach deutschen Ausspracheregeln.

    Lustig wäre bestimmt auch, mit Arthur Weasley eine Besichtigung bei meinem Arbeitgeber zu machen. Insbesondere Industrie 4.0 fände er bestimmt ganz schön faszinierend

    O jemine, den würde ich ja nie wieder rauskriegen aus der Bude!

    Klappentext:

    Nach einem Klassentreffen liegt einer der ehemaligen Kameraden tot in der Burgruine Isenburg. Am Ümminger See wird eine Frauenleiche gefunden. Im Archäologischen Park Xanten verschwinden nacheinander Teilnehmer eines PR-Wettbewerbs. Anja Kleine, Krimi-Buchhändlerin, Sven Kempelmann, Hobbyermittler, und der gerade vom Bergmann zum Privatdetektiv umgeschulte Hannes Haarmann haben alle Hände voll zu tun. Denn das Verbrechen scheint sich im Ruhrgebiet wohlzufühlen.


    Über die Autorin (Quelle: Portrait im Buch):

    Dr. Birgit Ebbert, geboren 1962 in Borken/Westfalen, studierte Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie. Sie lebt in Hagen/Westfalen und ist als selbständige Unternehmerin und freie Autorin tätig. Sie schreibt Krimis, Jugendbücher, Ratgeber und Lernhilfen.


    Persönlicher Eindruck:

    Das Buch ist eine Kombination aus Kurzgeschichtensammlung und Reiseführer. Auf jeden der insgesamt 11 Kurzkrimis folgt ein Abschnitt, in dem zu jeder in der Geschichte erwähnten Sehenswürdigkeit der betreffenden Stadt eine kurze Beschreibung steht.

    Die Geschichten haben mir durchgehend sehr gut gefallen. Den drei Hobby-Ermittlern, die die Fälle als Protagonisten unter sich aufteilen, ist gemein, dass sie - und das gilt auch für den umgeschulten Bergmann - keine Profis sind und rein zufällig in die Sache hineinstolpern. Außerdem haben alle den Ehrgeiz, der Polizei zuvorzukommen, und scheuen sich nicht, dafür auch mal Beweisstücke vom Tatort zu entfernen. Die Geschichten mit Sven Kempelmann fallen aus dem Rahmen, weil immer wieder seine Blogartikel in voller Länge erscheinen, mitunter zur Freude der Polizei, die auf diese Weise nachlesen kann, was er ihr verheimlicht. In den Geschichten mit Anja Kleine spielt immer auch die Familie der Protagonistin eine nicht unbedeutende Rolle.

    Die Idee die Lokalkrimis mit Elementen eines Reiseführers zu kombinieren, finde ich nicht schlecht, hier ist die Umsetzung aber nicht ganz so gut gelungen wie die Geschichten selbst. Die Beschreibungen sind teils doch arg nichtssagend, selbst dafür, dass es ja nur kurze Tipps sein sollen, und eine ist sogar nachweislich falsch. Außerdem hatte ich oft das Gefühl, dass die Geschichten unter dem Versuch gelitten haben, möglichst viele Orte zu erwähnen, da wäre weniger mehr gewesen.


    Fazit:

    Sehr gute kurze Lokalkrimis, die Kombination mit einem Reiseführer ist nicht ganz gelungen.


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    Nanü, keine Wochenfrage?


    Ihr merkt, dass ihr euch mit dem Antagonisten/Bösewicht einer Geschichte identifiziert - Schockmoment oder ganz normaler Vorgang?

    Klappentext:

    Es ist Schluss mit der Schule. Morgen werden die Zehntklässler ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Viele werden sich morgen das letzte Mal sehen, ob sie es wahrhaben wollen, oder nicht. Das echte Leben beginnt.

    Jeder verbringt die letzten Tage vor diesem schicksalhaften Abend auf seine Weise. Der eine versucht sich an einer neuen Beziehung, am Anderen nagt die Angst vor der Zukunft.

    Bastian verbringt den Nachmittag wie er jeden freien Nachmittag verbringt: mit Lara. Seiner besten Freundin. Seiner Exfreundin. Jeder weiß, was er noch für sie fühlt, nur Lara nicht. Und so muss es bleiben. Egal, wie weh es tut.

    Doch was er nicht ahnt: Jemand denkt an ihn: Marie, die Außenseiterin, die vor den Abschlussprüfungen wochenlang verschwunden war. Sie trägt seit Tagen ein Geheimnis mit sich herum, das Bastian und Lara betrifft. Das alles für die beiden verändern könnte. Und von dem sie nicht weiß, was sie damit machen soll. Heute Abend wird die letzte Chance sein, eine Entscheidung zu treffen.


    Über den Autor (Quelle: Epubli.de):

    Marongue, Jahrgang 1990, wurde zwischen Rhein und Schwarzwald geboren und ist der Region den größten Teil seines Lebens treu geblieben. Er studierte Geschichte, Französisch, Deutsch und Pädagogik. Heute ist er in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Mit Schulschluss und Wachstumsschmerz hat er bislang zwei Bücher veröffentlicht.


    Persönlicher Eindruck:

    Die Grundidee der Geschichte ist solide: Beim letzten gemeinsamen Abhängen des Abschlussjahrgangs einer Realschule entsteht eine ungute Mischung aus Befreiung, teils bangem Blick auf die Zukunft und ungelösten Konflikten, die noch einmal hochkommen. In der ersten Hälfte der Geschichte springt Marongue zwischen den Perspektiven, um die Motive aller Beteiligten zu beleuchten, während er in der zweiten Hälfte konsequent bei Marie bleibt, die das Geschehen vorantreibt, ohne es aber wirklich zu steuern. Die Spannung zieht er gerade daraus, dass man lange nicht weiß, welches Faustpfand Marie in der Hinterhand hat. Außerdem bleibt lange im Dunklen, warum Marie längere Zeit nicht da war; eigentlich wird es nur andeutungsweise aufgelöst.

    Eine Protagonistin zum Liebhaben ist Marie nicht. Sie hat psychische Probleme, die nach wie vor nicht vollends aufgearbeitet sind und zu einem Verhalten sich selbst und anderen gegenüber führen, das den Leser eher abstößt. Auch sonst ist es schwierig, eine Figur zu finden, mit der man sich anfreunden kann; die einzige Figur, die auf mich einen einigermaßen sympathischen Eindruck gemacht hat, war Tuyet, ein Mädchen, das an der Handlung so wenig beteiligt ist, dass man es problemlos durch eine namenlose Statistin hätte ersetzen können. Das kann aber als Stilmittel gewollt sein, um zu unterstreichen, dass jeder seine kleineren und größeren Probleme mit sich herumschleppt, und schadet der Geschichte insofern nicht.

    Was dem Buch entschieden fehlt, ist ein gründliches Lektorat und Korrektorat. Die Fehler beginnen da, wo die Kompetenz automatisierter Rechtschreibprüfungen aufhört; neben einigen Grammatikfehlern und Sätzen, die durch nachträgliche Einfügungen nicht mehr stimmen, häufen sich vor allem Tempus-Wechsel und falsche Zeitformen. Inhaltlich sind viele der verwendeten Beschreibungen und Bilder ziemlich schräg, außerdem gibt es auch einige logische Fehler.


    Fazit:

    Vom Grundsatz her gute Geschichte, der aber der Feinschliff fehlt.


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    Isabelle ist Fünftklässlerin und Mitglied der kleinen Gruppe, die sich ehrenamtlich um die Schulbibliothek kümmert. Ihr treuester "Kunde" ist Dominik aus der Parallelklasse: Wann immer sie in der Pause Dienst in der Bibliothek hat, kommt er, um Bücher zurückzugeben und neue auszuleihen. Sein Lesetempo muss der Wahnsinn sein, manchmal kann Isabelle kaum fassen, wie viel er in wenigen Tagen schon wieder gelesen hat. Doch je mehr sie darüber nachdenkt, desto mehr Fragen fallen ihr ein, und dann hört Dominik von einem Tag auf den anderen scheinbar komplett auf mit dem Lesen...


    Liebes Lesen erscheint am 9. April als Ebook. Unter anderem bei Amazon und Ebook.de de kann es bereits vorbestellt werden. Wie üblich gibt es auf meiner Website eine Leseprobe.


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    Hans-Georg Noacks Das große Lager hat schon einige Jahre auf dem Buchrücken, aber ich finde, es ist es immer noch wert, hier vorgestellt zu werden.


    Klappentext:

    Ich hätte mich einfach nicht darauf einlassen sollen. Aber die Lagerverwaltung hatte nun mal beschlossen, daß ich erzählen soll, was wir alles während unserer Ferien in Genval erlebten... und das war nicht wenig.

    Genau gesagt waren wir sechzig Jungen: fünfzehn Belgier, fünfzehn Franzosen, fünfzehn Engländer, fünfzehn Deutsche. Unser Ferienlager lag in Genval, in der Nähe von Brüssel. Tja, und zur Verständigung gebrauchten wir zunächst die "Hand- und Fußsprache", denn Vokabeln hatten auch die anderen nur ungern für die Schule gelernt. Aber bei gemeinsamen Sportwettkämpfen, Nachtgeländespielen und Lagerfeuer lernt man schnell eine Sprache und vieles mehr. Selbst Kartoffelschälen und Zimmerdienst wurden zur Gaudi, denn Humor und Kameradschaftlichkeit hatte jeder mitgebracht!


    Über den Autor (Quelle: Wikipedia):

    Hans-Georg Noack (1926-2005) blieb nach dem 2. Weltkrieg für viele Jahre in Belgien, zunächst als Kriegsgefangener, später als Sekretär des YMCA und in einem internationalen Jugendlager. Seit 1955 war er als Schriftsteller tätig, daneben aber auch als Übersetzer und Verleger.


    Persönlicher Eindruck:

    Sechzig Jungen um die dreizehn Jahre aus Brüssel, Straßburg, Newcastle und Düsseldorf treffen in einem vierwöchigen Sommerlager in Belgien aufeinander. Ganz so leicht, wie von Lups, dem Lagerchronisten, im Klappentext beschrieben, geht das natürlich nicht mit dem Sich-Zusammenraufen, nicht nur wegen der anfangs schwierigen Verständigung. Da müssen Vorbehalte ausgeräumt werden, wie die des Düsseldorfers Peter, der aufgrund der Kriegserlebnisse seiner Familie (vor seiner Geburt) nicht mit den Engländern kann, und unter sechzig Jungen ist immer auch mal einer, der über die Stränge schlägt, wie Norman und Jean-Louis, die einen Wasserturm als Schwimmbad missbrauchen.

    Lups hält als Ich-Erzähler innerhalb der Rahmenhandlung die täglichen Ereignisse fest, Ausflüge, die Lagerolympiade, Schnitzeljagd und Geländespiel, aber auch Kleinigkeiten des Lageralltags, und er beobachtet genau, wie es dem Lagerleiter gelingt, Jungen, die anfangs nicht so recht mit den anderen warm werden wollen, doch zu integrieren.


    Fazit:

    Das große Lager ist ein Geschichte, die auch nach nunmehr 60 Jahren nichts von ihrem Charme eingebüßt hat. Themen wie Freundschaft, Vorurteile und Lagerromantik haben nicht unter dem Alter gelitten, und der Stil mit Lups als Erzähler, der mit einer Mischung aus Sachlichkeit und Humor das Lagertagebuch führt, wirkt alles andere als altbacken. Unter vielen Jugendbüchern, die ich kenne, ist Das große Lager für mich immer noch eins der besten.


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    Wer selbst mal einen Schüleraustausch mitgemacht hat, weiß, dass das eine spannende Erfahrung sein kann. Valerie, 12 Jahre alt und im belgischen Lüttich zu Hause, hat das Glück, ganz kurzfristig in so einen Schüleraustausch reinzurutschen: Als Ersatz für eine erkrankte Mitschülerin darf sie mit den Achtklässlern ihrer Schule ins Ruhrgebiet fahren.

    Mit ihrer Gastgeberin versteht sie sich trotz des Altersunterschieds auf Anhieb, doch die anderen Austauschschüler scheinen sie als Eindringling zu betrachten. Im besten Fall lassen die Älteren sie links liegen, und als zwei von ihnen sich einen saudummen Streich ausdenken, hat Valerie plötzlich ein echtes Problem. Von einem Moment auf den anderen ist sie allein in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht spricht...


    Die Geschichte ist am 18.3. als Taschenbuch und Ebook erschienen. Inzwischen ist sie der aktuellen Lage zum Trotz in den meisten Shops erhältlich. Eine Leseprobe gibt es am gewohnten Ort.


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    Kurzgeschichten lese ich nur selten. Es gibt zwar durchaus gute, aber in Anthologien trifft man leider zu oft auf Textsegmente, die keine vollständige Kurzgeschichte sind, sondern aus dem Zusammenhang gerissene Stücke eines Romans, die hier nochmal verwurstet werden und allein nicht wirklich stehen können. Das finde ich ärgerlich.

    So etwas habe ich bisher zum Glück selten erlebt. In dem Fall würde ich auch schnell aussteigen.


    Davon ab mag ich durchaus gern Kurzgeschichten. Trotzdem lese ich selten Anthologien, irgendwie habe ich so ein Gefühl, sobald ich da die erste gute gelesen habe, können mich die nächsten nicht mehr reizen, auch wenn sie in Wahrheit gut sind und mir wahrscheinlich gefallen hätten, wenn ich sie als Erste gelesen hätte. Kurzgeschichten von einem Autor gehen da schon eher, zum Beispiel die Satiresammlungen von Efraim Kishon.


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    Davon ab lese ich Kurzgeschichten gern online, zum Beispiel regelmäßig die Beiträge eines Wettbewerbs in einem anderen Forum, aber auch auf Portalen, auf denen jeder seine Geschichten einstellen kann. Auch aus dem Literaturautomaten habe ich schon die eine oder andere schöne Geschichte geholt.

    Klappentext:

    Vor 15 Jahren zerbrach in nur einer Nacht Nap Dumas‘ Leben: Sein Zwillingsbruder Leo und dessen Freundin wurden unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden – und von Naps großer Liebe Maura fehlt seither jede Spur. Nun meint Nap, inzwischen Detective bei der New Jersey Police, die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben. Doch dann tauchen im Wagen eines Mörders Mauras Fingerabdrücke auf. Nap hofft, endlich Antworten zu bekommen, doch stattdessen stößt er auf immer neue Fragen. Denn die Wahrheit darüber, was in jener fatalen Nacht tatsächlich geschah, ist dunkel und gefährlich ...


    Über den Autor (Quellen: Amazon und Portrait im Buch):

    Harlan Coben, geboren 1962 in New Jersey, studierte Politikwissenschaft und arbeitete in der Tourismusbranche, ehe er sich aufs Schreiben verlegte. Als erster Autor überhaupt wurde er mit den drei wichtigsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet, und seine Thriller wurden in 40 Sprachen übersetzt. Harlan Coben lebt mit Frau und vier Kindern in New Jersey.


    Persönlicher Eindruck:

    In deinem Namen überrascht mit einer etwas ungewöhnlichen Erzählperspektive: Der Protagonist tritt als Ich-Erzähler auf, dessen Bericht sich in erster Linie an den toten Zwillingsbruder richtet. Dadurch entsteht einerseits eine starke Unmittelbarkeit, auf der anderen Seite wird aber auch die innere Distanz zur Umwelt deutlich, die Nap Dumas als Selbstschutz dient. Die Erzählweise ist flüssig und gut zu lesen.

    Der Autor präsentiert dem Leser keinen strahlenden, sauberen Helden. Nap Dumas überschreitet Grenzen, und er ist sich dessen vollkommen bewusst. Bei seinen Ermittlungen steht nicht Gerechtigkeit im Mittelpunkt, er will für sich selbst wissen, was 15 Jahre zuvor wirklich passiert ist und wie die Geschehnisse von damals mit aktuellen Vorfällen zusammenhängen.

    Am Anfang der Geschichte kommt es dadurch, dass Nap Dumas zwar selbst Cop ist, den Fall wegen der persönlichen Verbindungen aber nicht bearbeiten darf, zu Spannungen mit dem Ermittlerteam, das auf den Fall angesetzt wird. Das wirkt teilweise recht witzig, wird aber leider im weiteren Verlauf der Handlung nicht fortgeführt; diesen Erzähstrang hätte der Autor meiner Meinung nach gern noch einmal aufnehmen dürfen.

    Gut gelungen sind dagegen die Wendungen, die die Geschichte nimmt. Selbst wenn sich zum Ende hin die Auflösung abzeichnet, gibt es doch immer noch Aspekte, die den Leser überraschen.


    Fazit:

    Gut geschriebener Krimi mit einem Protagonisten, der die üblichen Schemata vermeidet. 4ratten


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    Klappentext:

    Genauigkeit trotz Herzrasen, das Zusammenspiel schwieriger Typen und der eine Moment, der alles entscheidet – dort heißt es Tikitaka, hier: gute Literatur.


    Die Faszination des Fußballs sind die Geschichten, die er erzählt. In diesem Buch sind die 11 besten des Kurzgeschichtenpreises des Deutschen Fußballmuseums versammelt. Manuel Neukirchner hat sie gemeinsam mit den Schriftstellern Joseph Haslinger, Terézia Mora, Saša Stanišic und Ilija Trojanow ausgewählt. Die Geschichten stammen von jungen Autoren des Deutschen Literaturinstituts in Leipzig, und alle Geschichten haben eins gemeinsam. Der erste Funken ist ein Rundgang durch das Deutsche Fußballmuseum und eine damit verbundene Reise zu den Höhe- und Tiefpunkten der deutschen Fußballhistorie, vom WM-Ball von 1954 bis hin zu Götzes Schuhen von 2014. Wie die Autoren in diesem Band die Tücken von Geschichte & Gegenwart, Herz & Rasen, Papier & Tinte meistern, ist mitreißend und erhellend zugleich.


    Über den Herausgeber (Quelle: Amazon):

    Manuel Neukirchner, Jahrgang 1967, ist Literaturwissenschaftler und ehemaliger Print- und Hörfunkjournalist. Seit der Eröffnung 2015 leitet er das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund.


    Persönlicher Eindruck:

    Nachdem mir die ersten Geschichten recht gut gefallen haben, war unter den weiteren Beiträgen kaum noch etwas dabei, das meinen Geschmack getroffen hat. Die Idee, nicht die Stars in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Menschen, die nicht im Rampenlicht stehen, finde ich generell nicht schlecht, aber viele der Geschichten in Herz & Rasen waren mir zu gewollt depressiv, und in einigen störten zu häufige Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden den Lesefluss.


    Fazit:

    Gefällig vorgetragene Angriffe, aber der letzte Pass kommt zu selten an. 3ratten


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    Rein zufällig entdeckt Philine gar nicht weit weg von zu Hause einen versteckten und offensichtlich schon seit Jahren nicht mehr genutzten Garten. Der ideale Treffpunkt für sie und ihre Freundinnen! Aber der Garten muss natürlich auch irgendjemandem gehört haben, und über das, was er zurückgelassen hat, stolpern Philine und ihre beste Freundin überall. Neugierig forschen sie nach und decken dabei eine tragische Vorgeschichte auf. Können Philine und Annika diese Geschichte noch zu einem versöhnlichen Abschluss bringen?


    Die Idee zu dieser Geschichte basiert auf dem Foto, das auf dem Cover zu sehen ist. Dieses Foto habe ich bei der Suche nach Material für ein anderes Cover gefunden, den Schlagworten nach müsste es Obstsammlerherz gewesen sein. Damals passte es nicht ganz, aber manche Bilder, die ich aktuell nicht brauchen kann, speichere ich mir trotzdem, und beim Durchsehen dieser Funde fiel mir dann ein, was ich zu diesem Bild schreiben könnte.


    Das Ebook ist bereits an Neujahr erschienen und bei Amazon, ebooks.de, BoD und vielen anderen Anlaufstellen für Ebooks erhältlich. Eine Leseprobe gibt es hier.


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    In der Schule habe ich mir teilweise die Zusammenfassung der Lektüre bei Wikipedia durchgelesen (bei Klassikern sind die sehr detailliert ;) ).

    Das konnte ich nicht, weil es zu meiner Schulzeit noch keine Wikipedia gab. Dafür habe ich vor einer Weile festgestellt, dass ich in mindestens einem derartigen Artikel selbst als Quelle zur öffentlichen Rezeption des betreffenden Buches zitiert werde. Hätte ich auch nicht erwartet.

    Eigene Antwort: Ein Buch, das ich zwingend komplett durchackern musste, ist mir bislang noch nicht untergekommen. Bislang bin ich recht gut damit gefahren, durch Stichproben genau so viel herauszufinden, wie ich brauchte, und den Rest zu ignorieren.

    Wochenfrage zum 7. (eigentlich 6.) Januar:


    Ihr wollt nicht, aber ihr müsst - wie versucht ihr euch ein Buch erträglicher zu machen, das ihr nicht lesen wollt, aber lesen müsst, wegen Schule, Studium, Fortbildung, als Vorbereitung auf was auch immer oder weil die Person, die es euch geschenkt hat, sonst nie wieder mit euch redet?