Beiträge von Noa C. Walker

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Ich danke euch herzlich für euer aufmerksames Lesen. Dafür, dass ihr mich - und die anderen Teilnehmer - an euren Überlegungen habt teilhaben lassen und für viele schöne Worte, aber auch das ein oder andere kritische Hinterfragen. Ich liebe das!

    Wieder war es eine sehr harmonische und doch ehrliche Runde, für die ich mich, auch bei der Organisatorin, sehr herzlich bedanken möchte. Gerne bald wieder!


    Eure Noa/Elisabeth

    Ich denke es ist sogar der einzig richtige Weg für Alex und Marc gewesen, dass sie die Pension nicht weiter führen. In der Pension wäre Alex immer wieder mit den Schicksalen und der Trauer von Menschen konfrontiert worden.

    Ich glaube das wäre keine gute Umgebung für den Neustart ins Glück mit Marc gewesen.

    Dieses Zitat steht stellvertretend für Deine anderen Sätze. Schön, wie Du Dir Gedanken machst und dass Du uns daran teilhaben lässt.

    Das stimmt, drei happy Ends wären vielleicht ein bisschen viel gewesen. Und dass du nicht alle offenen Fragen beantwortest, damit müssen wir wohl leben.... :)

    Ihr habt doch Fantasie ... denkt euch das gewünschte "Ende" für die offenen Fragen doch einfach selbst. ;)


    Wie Jenni in den Genuss der Stiftung gekommen ist, bleibt mir weiterhin rätselhaft, ist aber auch nicht wirklich wichtig. Es hätte mich aber schon interessiert, wie es mit ihr und Boris ausgegangen ist.

    Ich fand das gar nicht so unwichtig, weil dieser Erzählstrang ja doch auch in Bezug auf Alex nicht ganz unwichtig war. Hätte mich auch interessiert!

    Hm, ich dachte, das wäre eigentlich klar, nachdem Marc überlegt hat, wie die Stiftung wohl diese Urlaube vergibt und ob die nicht besser prüfen sollten, wer sich da bei ihnen bewirbt ... (Sterbeurkunde etc.)

    Wie Jenni in den Genuss der Stiftung gekommen ist, bleibt mir weiterhin rätselhaft, ist aber auch nicht wirklich wichtig. Es hätte mich aber schon interessiert, wie es mit ihr und Boris ausgegangen ist.


    Auch hätte mich noch interessiert, was mit Simone passiert ist. Ist sie wirklich vorsätzlich aus dem Leben geschieden? Oder war es ein Unglück?

    Wie schon erwähnt, nicht immer bekommen wir auf alles eine Antwort. Obwohl manche Leser sich daran wirklich stören, halte ich *stur* daran fest, dies auch in meinen Romanen ab und zu so zu "lassen".

    Leider erfährt der Leser bis zum Schluss nichts mehr von Simone, Boris und Jana. Das finde ich schade.

    Das Leben beantwortet nicht immer alle Fragen. Und so tun es meine Bücher (manchmal) auch nicht. Ich halte das für realistischer, aber ich weiß, dass das nicht jeder Leser gernhat. **sorry**

    Zwischen Lotti und Tip hat es nicht gefunkt, sie sind aber in tiefer Freundschaft verbunden. Irgendwie hatte ich von Anfang an nicht das Gefühl, dass zwischen den Beiden die große Liebe herrschen wird, denn beide sind meiner Meinung nach zu sehr auf ihr eigenes Leben eingespielt und nicht (mehr) bereit sich anzupassen.

    Ich hatte anfangs für sie ein Happy End, fand aber drei gelingende Love-Storys etwas zu viel - und in dem Fall auch leicht unrealistisch. Als dann meine Agentin mit demselben Gedanken kam, habe ich es so gelöst, wie es jetzt ist.

    Möglicherweise hätte sie erwartet, dass sie als Älteste immer für sie da ist (das hat meine Oma von meiner Mutter, ihrer ältesten Tochter erwartet und meine Mutter musste von ihrer Schwester, also meiner Tante und ihrem Freund, also meinem Vater, lange überredet werden, bis sie bereit war zu heiraten. Aber ich glaube, bereut hat sie es nie!)

    Das gab es leider immer wieder. Ob es heute noch vorkommt, weiß ich nicht. Vielleicht in solch schlimmen Ausnahmesituationen, wie sie hier geschildert sind. (?)

    Ist denn die Pension ausschließlich für Trauernde? Ich habe es eher so verstandne, dass jeder da hin kommen kann. Die meckernden Eheleute waren ja definitiv ganz „normale“ Gäste.

    Nein, das ist eine normale Pension, die der Stiftung jedoch Zimmer zur Verfügung stellt. Früher wird erwähnt, dass Jenni über die Stiftung gekommen ist. (was für sie sehr praktisch war)

    Bei uns wurde tatsächlich mal eine Pensionswirtin überfallen. Sie hatte eine künstliche Hüfte und der Einbrecher lockte sie mit fadenscheinigen Gründen in die 1. Etage um ihr dort irgend einen angeblichen Mangel im Bad seines Pensionszimmers zu zeigen. Oben angekommen schubste der Mann sie die Treppe runter, die Hüfte brach und sie konnte sich nicht bewegen. Sie lag am Treppenende und der Kerl hat sich langsam durch die Privaträume der Dame gearbeitet und nach Geld gesucht (und gefunden).

    Das ist ja furchtbar. Gut, dass Du die Hunde hast.

    Obwohl ich das Buch sehr schön finde, stört irgend etwas meine Melodie (um bei der Sprache des Buches zu bleiben). Ich weiß nicht was genau, aber ich empfinde es als sehr unruhig.

    Da bin ich gespannt, ob Du dieses Etwas noch greifen kannst. Und ich fürchte, dass sich durch mehrere Bearbeitungen/Änderungen im Verlauf des Schreibprozesses in dem Buch ein Fehler eingeschlichen hat ...

    Wie weiter vorne schon beschrieben, ist für mich Selbstmord eine ziemlich feige Art, um aus dem Leben zu scheiden. Derjenige hinterlässt eine Schneise der Verwüstung .... OK, Selbstmord erfordert Mut, aber nur sich selbst gegenüber und derjenige handelt nach dem Prinzip "nach mir die Sintflut". Ich weiß nicht, ob man in einem solchen Moment nicht offen ist für die Menschen um einen herum, ob man einen Tunnelblick hat oder Scheuklappen oder ob man sich dessen bewusst ist, was man hinterlässt und es interessiert einen nicht. Hat Simone diese bescheuerte Wahl getroffen, damit es ihren Töchtern besser geht?? Wie kann es meinen Kindern besser gehen, wenn sie mit meinem selbst gewählten Tod leben müssen??

    Ich fürchte nur, dass diejenigen, die diesen Schritt gehen, sich keine Gedanken darüber machen. Sie sind völlig gefangen in ihrem Leid, in dem, was sie nicht länger tragen "können".

    Vielleicht empfindest du sie nur deshalb als dominant, weil auch noch der Sturm dazu kam, dann Simones verschwinden und Lottis verrücktes Verhalten.

    In diesem Abschnitt war wirklich was los und ich finde, dies hat der Handlung auch sehr gut getan.

    Wenn die Handlung nur mit Trauerbegleitung und seichter Liebesgeschichte vor sich hingeplätschert hätte, dann wäre ich sehr leicht geneigt "quer" zu lesen.

    Das wäre mir definitiv zu wenig gewesen.

    Danke! ;)