Beiträge von Noa C. Walker

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Ich finde es gerade witzig, wie unterschiedlich die Dinge wahrgenommen werden. Für mich war dieser Abschnitt viel zu unruhig. Klar, der Sturm hat Unruhe in die bis dahin ruhige Geschichte gebracht, aber die Soldaten sind für mich der größte Unruheherd in dieser Sache. Ich empfinde sie als zu dominant.

    Zuerst einmal: Entschuldigt bitte, dass ich zwei Tage nicht hier war. Ich habe an beiden Tagen von 8 - 20 Uhr gearbeitet und dann keinen Computer mehr sehen wollen ... und die Beine hochlegen.
    Aber jetzt bin ich wieder da.
    Der Sturm wird wirklich sehr unterschiedlich wahrgenommen. In einer anderen Leserunde meinten zwei Teilnehmer, dass er die ganze Spannung herausgenommen hätte. Das fand ich auch interessant, weil der Sturm ja "eigentlich" Spannung hineinbringen soll. :) Aber so ist das mit den Lesern ... und mit den Autoren ... Die denken und fühlen einfach nicht ALLE gleich. ;) :) (Gut so!)


    Und eure Diskussionen verfolge ich sehr gespannt.

    Zwischen Marc und Alex knistert es ein bisschen viel. Ich fürchte mich schon vor dem Augenblick, an denen ihnen klar wird, was Marc mit sich rumschleppt.

    Fein! So ist das gewollt. :)

    Ich finde es von den Eltern unfair, nicht mit Marc reden zu wollen. Er leidet auch unter dem Unfall, er hat es ja nicht mit Absicht getan!

    Meine Freundin, deren Sohn tödlich verunglückt ist, hat den Unfallverursacher aufgesucht (!) und ihm ausdrücklich gesagt, dass sie keinen Groll hegt. Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis sie so weit war. Sie hat erzählt, dass es ihr gut getan hat. Er war ihr sehr dankbar dafür. Noch heute leidet er unter dem, was geschehen ist, er ist seitdem (Okt. 2015) nicht mehr selber Auto gefahren.

    Danke für diesen wirklich wichtigen (und schönen!) Beitrag aus dem realen Leben.

    Marc ist wirklich der Unfallgegner von Johann. Er wollte mit seinen Eltern reden, aber die sind auch so in ihrer Trauer gefangen, dass sie ihm keine Gelegenheit für ein Gespräch geben. Dabei leidet Marc schrecklich. Vielleicht würde ein Gespräch ihnen auch helfen. Ihre Wut und ihr Hass helfen jedenfalls nicht.

    Das ist wirklich ein Problem. Natürlich ist es schwierig und herausfordernd, ein Gespräch auf dieser Ebene zu führen, allerdings trifft "Hass" doch immer auch einen selbst. Das habe ich anhand von Marianne und Max versucht zu verdeutlichen. Letzendlich wäre ein Gespräch und Vergebung einfacher, schöner und bereichender - für beide Seiten.

    Warum ist Lotti bloß so aggressiv Tip gegenüber? Gibt es irgendeinen Trgger in Bezug auf Soldaten bzw. Kommandanten? Vielleicht etwas, das in Israel passiert ist? Er findet sie jedenfalls toll und da er selbst auch ein toller und erfahrener Mann ist, bin ich mir sicher, dass er seinen Weg zu ihr finden wird. Wenn auch auf Umwegen.

    Ich finde es wieder sehr schön, wie ihr mich - und die anderen - an euren Gedanken und Überlegungen zum Buch teilhaben lasst. Vielen Dank dafür. Danke auch für:


    Ein weiterer eindringlicher und atmosphärischer Abschnitt:

    Gut das die Freunde von Jens eingetroffen sind und sofort bereit waren bei der Suche zu helfen. Diese Szenen waren jetzt wirklich auch erholsam beim lesen, weil mit diesen Soldaten auch etwas Fröhlichkeit in die bisher traurige Handlung kam.

    Da war doch auch mal eine humorvolle Stimmung im alten Bauernhaus.

    Das ist mir immer wichtig, gleichgültig, wie ernst das Thema eines Romans ist. Lachen und weinen gehört beides zum Leben.

    Wobei ich lieber gar nicht darüber nachdenken möchte, wie ich reagieren würde, wenn ich eines meiner Kinder oder Enkelkinder durch so ein Unglück verlieren würde.

    Ich weiß es nicht und darum möchte ich lieber gar keine Theorien aufstellen, ob Johanns Eltern klug oder unklug handeln.

    Richtig, so geht es mir auch. Ich hoffe jedoch, dass das Schreiben dieses Buches - und damit vielleicht auch die Leser - ein klein wenig "besonnener" reagieren können, falls - was wir ja nicht hoffen - einmal Schweres über uns hereinbricht.

    Das eigene Kind zu verlieren, ist das schlimmste, was ich mir vorstellen kann. Meine Freundin hat ihren 18 jährigen Sohn durch einen Unfall verloren. Das ist gut drei Jahre her. Erst nachdem sie ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt hat (Umzug, Arbeitswechsel) kann sie wieder annähernd „normal“ leben. Es wird nie mehr, wie es war, aber das Leben hat auch (wieder) positive Seiten.

    Da gebe ich Dir völlig recht. Wir haben ja fünf Kinder und demnächst kommt das zweite Enkelkind. Eines von ihnen zu verlieren ... die Vorstellung ist grauenhaft.

    Ihr seit genauso wie ich, schon sehr tief in diese Handlung eingetaucht.

    Das ist auch nicht schwer bei dem schönen und flüssigen Schreibstil von Noa.

    Hallo Annette,


    schön, auch von Dir zu lesen!

    Und gleich mal ein fettes DANKE! an Dich. Auch für Deine sehr ausführliche Rückschau zum Buch und Deine Gedanken dazu.


    Dieses ältere Ehepaar kann ich auch gut verstehen und ich habe mich gefragt warum Alex die Beiden nicht von vorne herein in die untere Etage einquartiert hat? Das wäre vielleicht sinnvoller die Urlaubsgäste von den Trauernden räumlich etwas zu trennen.

    Die Gäste zu trennen wäre grundsätzlich eine gute Idee. Doch praktisch in einer Pension kaum machbar. Sonst hätte Alex ja womöglich Zimmer freistehen, obwohl Anfragen von Touristen da wären (oder anders herum). Das ist nicht sehr wirtschaftlich. Außerdem ist nicht jeder Trauernde so laut wie Simone. (Aber ich mag Deinen Vorschlag, weil er mir zeigt, wie viel Du bei dieser eigentlich fiktiven Geschichte mitdenkst!!!)

    Da kann ich mich nur anschließen! Ich kämpfe auch seit Kindheitstagen mit überflüssigen Pfunden. Drei Schwangerschaften haben das ihre dazu getan. Mein Mann liebt mich so, wie ich bin, aber ich hasse meine Speckrollen....

    Soll ich Dir mal etwas verraten? Ich habe oft den Eindruck, dass Menschen, die keine "Hungerhaken" sind, weitaus angenehmere Zeitgenossen sind. Umgänglicher, heimliger, gemütlicher, freundlicher, humorvoller ... (Wie immer gibt es auch hier ausnahmen, und ich könnte mich täuschen, ist ja nur "mein" Eindruck. Aber den habe ich nun mal! ) Dein Mann liebt Dich so wie Du bist. Was kann Dir Besseres passieren?

    Noch eine Gemeinsamkeit mir Alex - ich bin auch moppelig.... ^^

    Hallo Caren,

    es ist schön, so viele "gute alte Bekannte" hier zu lesen.


    Bei mir sind die Romanfiguren oft auch "schlank" oder sogar "zart". Aber immer, wenn es die Geschichte, die ich erzählen möchte, zulässt, dürfen sie auch so sein, wie viele (Frauen) nun mal sind. :)

    Sehr gut gefällt mir - abgesehen von der Handlung - wieder die bildhafte Sprache!

    Vielen Dank!!!

    Zu Marlene und Frederick sage ich jetzt mal nicht viel. Ist wohl besser, dass sie ausgezogen sind. Wobei ich sie ein klein wenig verstehen kann. Sie wussten ja nichts davon, wer in der gebuchten Pension ihr Zimmernachbar sein wird und nachts nicht schlafen zu können, weil im Nachbarzimmer jede Nacht jemand hörbar weint und Möbel rückt (oder Glasschiffe in der Gegend herumwirft) kann natürlich zermürbend sein. Aber sie hätten ja das Angebot annehmen können, die Etage zu wechseln.

    Ich muss ehrlich sagen, ich konnte sie auch verstehen, deswegen habe ich dazu auch nichts geschrieben. Simone scheint ja wirklich ziemlich zu wüten, wobei ich ihre Selbstvorwürfe sehr gut nachvollziehen kann. was für eine grauenvolle Situation, in der sie ist!

    Ich finde eure Empathie hier toll! Eine Reaktion "in der Art" wollte ich gern hervorlocken.

    Der Anfang war einfach furchtbar - Alex, damals noch Alexandra, dachte nur an ihre bevorstehende Hochzeit, bis dieser erfreuliche Gedanke ihr aufs Grausamste genommen wurde. Ich empfand die Beerdigung als sehr eindringlich geschildert: die Worte derer, die kondolierten. Es sind so viele Belanglosigkeiten dabei! Meine Mutter ist sehr früh gestorben, ich war 21, da hat ihre Patentochter zu mir gesagt "Beerdigungen sind immer so traurig" - das etwas so Unverbindliches von jemandem kam, der meiner Mutter eigentlich nahe stand, hat mich richtiggehend verletzt. Ich tue ihr sicher unrecht, denn es ist in solch einer Situation immer schwierig, die richtigen Worte zu finden, aber ich bringe das immer noch sehr stark mit ihrer Person in Verbindung, obwohl das über 30 Jahre her ist.


    Sehr gut darstellt - Elisabeth, ein richtiges Meisterstück - diese Rastlosigkeit während Alex`Reisen. Da ändert sich der Stil volkommen und passt genau zum Inhalt - genial!

    Hallo Tochter Alice,
    schön, dass Du auch wieder dabei bist!
    Ich habe Deinen ersten Abschnitt sehr aufmerksam gelesen. Dies ist einer der Gründe, weshalb ich das Buch geschrieben habe: Unsere oft absolute "Hilflosigkeit" im Umgang mit Trauernden. Ich habe gelernt, dass Schweigen oft besser ist, als hilfloses Gestammel. Die Seelen der Trauernden sind extrem empfindsam. Da kann jedes noch so gut gemeinte Wort "falsch" ankommen und viel zerstören. Und da gibt es weder auf der einen noch auf der anderen Seite einen "Schuldigen", es ist vielmehr der emotionalen Ausnahmesituation (aller) geschuldet. Das hast Du ja sehr gut erkannt.
    Vielen Dank auch für Dein Kompliment über den Stilwechsel.

    Wie immer bin ich bezaubert von Deiner Art, liebe Noa, Gefühle auszudrücken. Das ist es, was mich nach Beendigung Deiner Bücher immer noch lange beschäftigt.

    Ich versuche mich mal wieder an diesem System, nachdem es jetzt doch lange her ist, dass ich hier zuletzt gelesen und kommentiert habe. Aber zumindest das einmalige kopieren scheint schon mal geklappt zu haben.

    Hallo JanaBabsi,
    wie schön, von Dir zu lesen - und dass Du "mich" wieder liest. Ich freue mich sehr über obige Rückmeldung. Nicht jeder mag diese "Gefühlsduselei" an der ich doch immer so lange feile.