Beiträge von Robert Corvus

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Bei diesem Autor erwarte ich ein unerwartetes Ende, an das ich in meinen tiefsten Träumen nicht zu denken wage.

    :err:

    Ich denke, die Trilogie findet ein recht ungewöhnliches Ende. Hoffentlich gefällt es Euch.


    Irgendetwas muss es mit dieser Figur auf sich haben. Das steckt sicherlich ein unerwartetes Geheimnis dahinter.

    Der blaue Mann, der Quilûn als Kind gerettet hat, wird auch im dritten Band wieder auftauchen. Und, ja: Seine Rolle wird dann deutlich größer ausfallen.

    Die Geister? Die Frage ist doch, wer nun dort Herrscher über die Magie ist.

    Das ist eine berechtigte Frage, denn was tief unten im Berg ist, haben wir noch nicht gesehen. Klar ist allerdings: je tiefer, desto härter und mächtiger der Stein ...


    Außerdem ist die Magie ja auf das Innere des Berges beschränkt, zumindest bis zur nächsten Flut, oder?

    Selbst, wenn das so ist: Wenn ich unter der Oberfläche eine Struktur zusammenbrechen lasse, bricht der Stein darüber ebenfalls ein, und an der Oberfläche entsteht ein Loch. Wenn da vorher ein Palast gestanden hat ... Pech!

    Aber es wird doch von Gezeiten gesprochen, also muss es auch eine Zeit geben, in der die Magie wieder aus dem Berg fließt, oder?

    Ja, genau. Gezeiten bedeuten Ebbe und Flut.

    Im ersten Band hat Abuliar erwähnt, welches Wappen die Gravioner hatten ... Und er hat auch ein wenig über deren Verhältnis zur Magie erzählt, und wieso sie damals besiegt werden konnten ... Vielleicht hilft das weiter. ;)

    Das Buch endet tatsächlich so, wie ich es erwartet habe: im Chaos.

    :err::err::err:

    Wird der Autor doch noch weich auf den letzten Seiten?

    Altersmilde. ;)


    Allerdings muss ich sagen, dass ich mich frage, wie 1. die Spinne noch in Aktion sein kann (Ich hatte auch einen Steinzauber bei Ihr vermutet?) und warum die Imagolems noch "funktionieren". Kann die Seele wirklich den Stein bewegen?

    Allerdings hab ich nicht so ganz verstanden, warum diese Spinne so ein Problem ist. Ich dachte die ist auch nur ein Zauber und durch die Umkehrung harmlos bzw. zerstört wurden.

    Was haltet Ihr von der Erklärung, die odenwaldcollies anbietet? Hier:

    Die Spinne hat mich ebenfalls überrascht, ich hatte hier eigentlich auch einen Steinzauber erwartet. Oder ist das bei ihr ähnlich wie bei den Imagolems, dass in ihr eine Seele wohnt?


    Zusammenfassend mag man sich vorstellen, was beispielsweise in Berlin oder Köln passiert, wenn auf einmal der Strom ausfällt. Das dürfte die Situation der Menschen auf dem Berg gut umschreiben.

    Ich stelle mir das vor, wie eine im Krieg zerbombte Stadt

    Das sind sehr gute Vergleiche, was die Situation auf dem Berg angeht. Zudem wissen die Menschen nicht, wie ihnen geschieht - eine Katastrophe dieser Art und dieses Ausmaßes hat sie noch nie getroffen.


    Und was ist das für ein seltsames Wesen mit den Steinsäulen als Beinen und den aneinanderliegenden Ringen, in denen sich dieser "Klumpen" wie geschmolzenes Metall dreht?

    Ja das Wesen hab ich ganz vergessen. Da frage ich mich auch, was das ist. Und irgendwie hab ich auch das Gefühl, sowas ähnliches schon gesehen zu haben. Ich weiß nur nicht wo und in welchem Zusammenhang.

    Ihr liegt richtig, das Wesen mit den Säulenbeinen, den Reifen und dem Feuer in der Mitte ist mehrfach aufgetaucht, und zwar im Sanktuarium. In Berg der Macht ist es kurz aufgetaucht und hat Agohn Angst eingejagt. In Ströme der Macht agierte es als Zeremonienmeister, als die Ahnen Tarima vernommen haben.


    Ha, das Band mit dem Stein an Alitas Herz war tatächlich ein Zauber von Anthurel, um Alita an sich zu binden, daher auch ihre hündische Ergebenheit gegenüber diesem Sch....kerl.

    Es ist also ein Liebeszauber. Jetzt wird mir auch klar, warum sich Alita nie gewehrt hat

    Und selbst wenn, er weiß, dass jedes Wort von ihr gelogen ist, was ihn betrifft, dass er in einer Scheinwelt ohne echte Wärme lebt.

    Manchmal geht die Inspiration seltsame Pfade. Ich erinnere mich an eine Szene aus einem Heimatfilm, den ich als kleiner Junge mit meiner Mutter angeschaut habe. Hauptfigur war ein Förster, der mit der jungen Dame, in die er sich verliebt hatte, eine Wanderung in den Bergen übernahm. Er zeigte ihr diverse Pflanzen und Tiere, darunter auch ein Kräutlein, von dem er behauptete, dass es einen Liebeszauber enthalte. Wenn man es über die linke Schulter der Angebeteten werfe, dann könne sie gar nicht anders, als den Werfer ebenfalls zu lieben. Was er dann auch tut. In dem Film war es natürlich als romantische Szene intendiert, die mit einem Kuss endete.

    Ich fand das damals (und finde es noch heute) unfair gegenüber der Verzauberten, die dadurch entmündigt wird. Das hat mich nie losgelassen. In vielen Märchen gibt es Liebeszauber, und fast immer sind sie positiv belegt. Der Protagonist stellt sich großen Gefahren, um den Trank, das Amulett oder den Ring zu erlangen, der ihm das Herz einer Frau erobert. Die umgekehrte Konstellation kommt natürlich auch vor.

    In New Orleans war ich in einem Voodoo-Laden, und auch dort wurden diverse magische Steine angeboten, die Liebes- oder Treuezauber enthalten sollten.

    In Gezeiten der Macht wollte ich endlich thematisieren, was für einen massiven Eingriff ein solcher Zauber für die Bezauberte bedeutet.

    Dass Anthurel so unleidlich wird, hängt für mich wesentlich mit den Überlegungen zusammen, die Rhea anstellt. Auch, wenn niemand sonst auf der Welt davon weiß, ist ihm klar, was er getan hat. Er weiß, dass Alita ihn nicht liebt und nie lieben wird. In gewisser Weise hat er sich selbst um ein Leben mit einer Frau betrogen, die ihn liebt - was seine Schuld gegenüber Alita natürlich nicht mindert.

    Wenn ein Volk aufsteht gegen seine Unterdrücker, dann will es das selbst, aber hier wußten die, die zur Schlachtbank gingen nicht, dass sie hintergangen wurden von ihrer eigenen Führung.

    Völlig richtig. Auch in diesem Fall gibt es Anführer, die für alle anderen entscheiden. Was Golar allerdings erreicht hat, ist, dass einige dieser Anführer keine Adligen sind (das wird im Abschlussband noch deutlicher werden).

    Eine etwas pessimistische Weltsicht geht davon aus, dass auch in den am weitesten entwickelten Demokratien höchstens 20 Prozent der Bevölkerung überhaupt am politischen Prozess teilnehmen. Geradezu schockierend (aber empfehlenswert) ist in diesem Zusammenhang das Sachbuch "Die Schulz-Story", das die Kampagne des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz nachzeichnet. Offenbar ließ man sich sehr von Umfrageergebnissen leiten. Dann wurde allerdings eine Umfrage durchgeführt, in der es nicht darum ging, wo Präferenzen liegen, sondern Kenntnisse zu sehr grundlegenden Zusammenhängen und politischen Fakten abgefragt wurden. Zum Höhepunkt der Krim-Krise, als jeden Tag in den Nachrichten war, wie es um die Ukraine stand, wusste gerade einmal die Hälfte der Befragten, dass Russland kein Mitglied der NATO ist (man konnte die Option Russland oder eine von drei anderen ankreuzen) ...

    Wenn das in einem Land mit unserer Schulbildung und unserem Informationsangebot so ist, kann man, denke ich, berechtigte Zweifel daran hegen, dass eine breit angelegte Volksbewegung, in der die Bürger wissen, was sie tun, überhaupt möglich ist.

    Dieser Schlägertyp ist also doch ein ehrenhafter Soldat? Hätte ich ihm nicht zugetraut.

    Na ja, Derrek neigt zu Brutalität und mag derbe Sitten. Aber gegenüber Semire war er zum Beispiel auch immer loyal.


    Die Spiegel müßten eigentlich funktionieren solange sie nicht durch die Erschütterungen zerbrochen sind, die waren ja reine Handarbeit,

    In den Rahmen der Spiegel sind Zaubersteine eingesetzt, die das Licht fokussiert halten. Sonst würde es auf dem Weg in die Tiefe zu sehr streuen.


    Diesen Zerstörungszauber in Heuschreckenform fand ich sehr passend.

    Das freut mich. Beim Schreiben war es eine besondere Herausforderung, stets die Logik der Steinmagie zu bedenken und dazu passende Zauber zu finden. :)


    Allerdings weiß ich immernoch nicht, was die Gezeiten der Macht sind. Gezeiten kommen doch regelmäßig.Haben die Ranken die Gezeiten verhindert? Hieße das, dass die Magie nach einer Zeit wieder kommt und sich der Fluss wieder umkehrt?

    Sind sie überhaupt unsterblich wenn die Magie zerstört ist?

    Können die Geister eigentlich im Berg überleben, wenn sich das Kristallherz die Magie wiederholt?

    Möglicherweise habt Ihr da eine sehr wichtige Sache übersehen - was allerdings wohl auch die Protagonisten nicht in voller Konsequenz bedacht haben.

    Die Magie erlischt nicht. Sie verschwindet auch nicht. Sie fließt zurück in den Berg (genau, Rhea, das haben die Ranken verhindert, weil sie das Kristallherz so eingeengt haben, dass es nicht mehr pumpen konnte). Das bedeutet: Alle magische Macht, die zuvor außerhalb des Berges war, ist nun wieder drin. Und die Magie, die ohnehin immer schon im Berg war, ist immer noch dort. Also konzentriert sich viel mehr magische Macht im Berg als jemals zuvor.

    Und die Geister sind im Berg ... :teufel::teufel::teufel:

    Ein Happy End für die beiden und das ungeborene Kind wäre schön. Aber allzu viel Hoffnung möchte ich da nicht hineinsetzten. Wir wissen ja, wer der Autor ist.

    Ich sage mal so: Ich bin mit dem Ende der Trilogie sehr zufrieden und zudem zuversichtlich, dass Euch das letzte Kapitel und der Epilog von Ruinen der Macht noch einmal so richtig verblüffen werden. :)

    Diese Ränkespiele sind ja katastrophal. Das nimmt ja nie ein Ende.

    Das Wort "nie" erhält bei unsterblichen Akteuren eine wortwörtliche Bedeutung ... :evil:


    Das Kyrin dann doch mal der Kragen platzt ist für mich nur allzu verständlich.

    Das war tatsächlich genau mein empfinden, als ich mich für diese Szene in Kyrin hineinversetzt habe: Ihr ist der Kragen geplatzt. Es ging einfach nicht mehr, sie konnte nicht länger zuschauen.


    Als Kyrin sich dann auch noch damit einverstanden erklärt Erlyk als Geisel an Emala auszuliefern hab ich innerlich aufgeschrien. Das ist doch wohl das Letzte! Da hat mich Kyrin doch schon sehr enttäuscht, obwohl ich sie wirklich sehr mag.

    Ich will nicht behaupten, dass diese Entscheidung alternativlos war - aber zumindest ist die Aussicht, eine riesige Armee für die eigene Sache einspannen zu können, durchaus reizvoll. Und Quilûn, der eigentlich die Führung übernehmen sollte, ist sowohl unerfahren als auch nur bedingt zurechnungsfähig.

    Das die Revoluzzer nun gemeinsame Sache mit Emala machen bereitet mir irgendwie Bauchschmerzen. Ich bin mir nicht sicher, ob das so gut ist. Emala kann man nicht trauen.

    Das stimmt - aber seine Verbündeten kann man sich nicht immer aussuchen. Dennoch bleibt ein "Pakt mit dem Teufel" natürlich riskant ...

    Und wahre Liebe kann sich auch an hartem Stein erwärmen.

    Ah, ich bin doch nicht der einzige Romantiker im Forum. <3


    Ist das eigentlich Fakt, dass es den Unsterblichen dort wirklich gut geht?

    Das ist etwas generell gefragt. "Geht es den Menschen in Hamburg gut?" - Im Schnitt geht es den Menschen in Hamburg vermutlich besser als den Menschen in Kinshasa. Aber jeder Einzelne ...?

    Auch im Berg wird es Geister geben, die sich mit den Verhältnissen erfolgreich arrangieren - und andere, denen das nicht so gelingt. Für die ist eine Ewigkeit dann eine ziemlich lange Zeit.

    Zudem wissen wir ja, dass die Geister innerhalb des Berges gegeneinander Kämpfen. Wo gekämpft wird, gibt es Gewinner und Verlierer.

    So alte Tyrannen, die ihre Nachfahren nicht machen lassen sondern eben die Macht nicht aus den Händen geben können

    Bei manchen Kindern ist das vielleicht genau die Definition, die sie für den Begriff "Eltern" geben würden. :err:


    Dass sie bereit ist, auch ihr Haus zu stürzen, da hätte ich nie dran geglaubt

    Semire ist eine Frau mit enormem Potenzial, aber man kann die Ansicht haben, dass Haus Schneegrund ihr nie die Möglichkeiten bot oder bieten würde, dieses Potenzial zu entfalten ...


    Das zeigen auch die zurückliegenden Revolutionen, dass oftmals erst recht Gewalt und Anarchie herrschen, wenn versucht wird, eine neue Ordnung zu etablieren.

    Wenn man überlegt, wie viele "failed states" die Revolutionen der neueren Zeit - wie etwa der Arabische Frühling und seine Schockwellen - hinterlassen haben, wird man schon nachdenklich ...


    Ich habe das Gefühl, er tut nicht alles für seinen Sohn, denn der kommt erst nach der "Kunst".

    Für manche Künstler ist ihre Kunst so etwas wie Atmen. Sie können nicht ohne ihren schöpferischen Ausdruck existieren. Gerade in diesem Bereich scheinen Genie und Wahnsinn nah beieinander zu liegen, wenn man Picasso oder Dalí anschaut.

    Hinzu kommt Quilûns Drogenproblem ...

    Seid nicht zu streng mit ihm.


    Da tut ihnen das Volk leid und sie wollen es befreien, wer sind denn aber die Bauern und Kämpfer, die in diesem Krieg leiden, sind die nicht das Volk?

    Das ist ein sehr guter Punkt, der auch mit der Anmerkung von odenwaldcollies zusammenhängt. Letztlich befragen auch die Revolutionäre das Volk nur eingeschränkt, und selbst wenn sie es täten, wäre fraglich, inwiefern die Leute abschätzen könnten, was eine Revolution für einen Preis fordern und was sie am Ende bringen würde.

    So, wie es ist, werden sie doch wieder - zumindest für die Zeit der Kämpfe - Spielfiguren in der Hand weniger Mächtiger sein.

    Ich glaube sie hat nichts von dem wirklich begriffen, was ihr Vater wollte.

    ... was man ihr auch nicht so recht vorwerfen kann, da ihr Vater nie mit ihr darüber gesprochen hat.


    Soll aus dem Chaos eine neue Ordnung werden? Wie? Wer soll sie aufbauen, wer soll Führen?

    Es gibt eine anarchistische Kampfschrift namens "Worte an die Jugend", die Michail Bakunin zugeschrieben wird, obwohl sie vielleicht von Sergei Gennadijewitsch Netschajew verfasst wurde. Ich mache mir das folgende Zitat ausdrücklich nicht zueigen, sondern bringe es hier nur, um zu verdeutlichen, wie es im Kopf von wirklich kompromisslosen und zu allem entschlossenen Revolutionären aussieht (Bakunin, das sei zur Einordnung noch angemerkt, gilt als einer der Väter des modernen Terrorismus):

    Zitat

    Die italienischen Bauern verstehen jetzt, die echte Revolution ins Werk zu setzen: sie verbrennen alle Papiere, sobald sie sich einer Stadt bemächtigen. Eine solche Vernichtung muß überall stattfinden. Wir sagen: eine vollständige Zerstörung ist unvereinbar mit dem Aufbau und daher muß sie absolut und ausschließlich sein. Die jetzige Generation muß mit der echten Revolution beginnen. Sie muß mit der völligen Veränderung aller sozialen Lebensbedingungen beginnen, das heißt, die jetzige Generation muß alles Bestehende ohne Unterschied blindlings zerstören, in dem einzigen Gedanken: "möglichst rasch und möglichst viel". Und da die jetzige Generation selbst unter dem Einfluß jener verabscheuungswürdigen Lebensbedingungen stand, welche sie jetzt zu zerstören hat, so darf der Aufbau nicht ihre Sache sein, die Sache jener reinen Kräfte, die in den Tagen der Erneuerung entstehen. Die Abscheulichkeiten der zeitgenössischen Zivilisation, in der wir aufgewachsen, haben uns der Fähigkeit beraubt, das Paradiesgebäude des zukünftigen Lebens aufzurichten, von dem wir nur eine nebelhafte Vorstellung haben können, indem wir uns das dem bestehenden ekelhaften Zeug Entgegengesetzte denken!

    Ja, an ein Happy End zwischen Brotan und Semira habe ich nicht geglaubt, denn es wäre in der Gesellschaft absolut unlogisch und wenn der Autor eines nicht macht, dann Unlogik zulassen.

    Noch ist das Ende nicht erreicht ... ;)


    Einzig ist er dumm, weil er nicht lange überleben wird. In der kurzen Zeit hatte ihm Brotan schon mindestens zweimal das Leben gerettet.

    Immerhin hat er vorher schon zwei Jahre in der Arena überlebt, und mit jedem Kampf lernt er dazu und wird besser ...

    #TeamElaimon


    Von Steinen des Berges kann man sich vielleicht einfacher fern halten.

    Wie sieht man einem Stein an, ob er vom Berg kommt? :/


    Interessant wäre zu wissen, wer sich hinter den lebenden Skulpturen verbirg. Wissen das die Adligen? Warum werden solche Körper genutzt? Könnten sie sich nicht schönere Körper aussuchen oder sind sie da nicht frei? Machen sie das absichtlich, um mit Monstrosität zu schockieren?

    Sie können beliebige Statuen beseelen. Wenn sie sie wieder verlassen, erstarren diese Statuen. Die Ahnen können später dieselbe oder auch eine andere Statue beseelen. Deswegen weiß man als Sterblicher nie, mit wem man es zu tun hat, wenn sich eine Statue bewegt.

    die haben dort unten in ihrem Berg ja das gleiche Hauen und Stechen wie außerhalb vom Berg und der gleiche Krieg zwischen den Tiefen Häusern.

    Scheinbar setzt sich das Ränkespiel wirklich nur unendlich fort.

    Vielleicht hilft es, umgekehrt zu denken.

    Was im Berg geschieht, ist nicht so sehr die Fortsetzung dessen, was in der Außenwelt geschieht. Es ist meist die Ursache. Die Geister, die Unsterblichen, sind die Herrscher. Die Sterblichen auf dem Berg führen aus. Sie können dabei auch ihre eigenen Spiele spielen - solange sie nicht stören ...

    Was wird eigentlich genau geschehen, wenn die Magie wieder in den Berg zurückströmen wird und aus allem Gestein weicht? Werden denn dann die Imagolems überhaupt nocht "funktionieren" können, also auch Brotan?

    Kyrins Erwartungshaltung ist, dass grundsätzlich alle Zauber erlöschen - mit Ausnahme derjenigen, die mit einer lebenden Seele verbunden sind. Das wären sowohl Imagolems als auch die Weinenden Männer (und mindestens noch ein weiterer Zauber ...).


    Wobei wir nicht wissen, ob Kyrin in Bezug auf Brotan die ganze Wahrheit sagt bzw. inwiefern sie sich selbst sicher ist, dass es klappen kann.

    Letzteres ist vermutlich das größere Problem - denn woher soll sie zuverlässiges und umfassendes Wissen erhalten?


    das kann ich nicht gutheißen, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass sie kaum eine Alternative hatte, um Quilûn zum Handeln zu bewegen.

    Welche Handlungsweise könntest Du denn gutheißen?

    Für Kyrin geht es um Graf Golars Traum. Sie weiß, dass er nur in Erfüllung gehen kann, wenn sie alles auf eine Karte setzt - und zwar schnell. Das nicht zu tun, würde bedeuten, den Traum aufzugeben.


    würde Semire Emala unterstützen, wenn sie von deren nicht gerade "liebevollen" Beziehung zu Brotan wüsste?

    Möglicherweise tickt hier eine Zeitbombe ... :err:

    Ob sie ähnlich wie Tarima reagieren würde?


    Also, ich denke im Hinblick auf den Titel des dritten Bandes, dass die Revolution gelingen wird, allerdings fehlt mir bisher der Plan, was danach eigentlich geschehen soll.

    Ich erinnere mich an eine Geschichtsstunde, in der unser Lehrer meinte, der kritischste Moment in einer Revolution sei der, in dem die siegreichen Revolutionäre versuchen, eine neue Ordnung zu etablieren.

    Das ist irgendwo auch einleuchtend. Solange man gegen eine bestehende Ordnung kämpft, muss man sich mit seinen Mit-Revolutionären nur einig darüber sein, was man nicht will. Danach geht es aber darum, positiv festzulegen, was man stattdessen will ... Da kann einem schnell der ganze Laden um die Ohren fliegen.


    Ach Kyrin, du wirst die Anführerin, die du nie sein wolltest.

    In einem sehr viel harmloseren Zusammenhang - bei der Wahl eines Vereinsvorstands - meinte mal ein Freund von mir, dass diejenigen am besten geeignet seien, die den Job eigentlich gar nicht haben wollten. Wenn sie ihn dennoch annähmen, dann nicht, weil ihnen die Position gefällt, sondern, weil sie Inhalte umsetzen wollen.

    Und am Ende ist Bulgadohm tod.

    Insofern kann man sagen, dass es für ihn auch nicht unbedingt optimal gelaufen ist. :err:

    Aber die Zeremonie ist nicht wirklich romantisch.

    Ich glaube, das liegt zu einem Gutteil daran, dass es eine Zweckehe ist. Ob das für die Eheleute eine angenehme Sache ist, ist da nebensächlich. Im Vordergrund steht die gesellschaftliche Funktion der Verbindung, weswegen die Zeremonie auch ein gesellschaftliches Ereignis ist: Den Zeugen wird deutlich gemacht, dass diejenigen, die das Sagen haben = die Geister die Verbindung wollen.


    Nur was hat es nun zu bedeuten, dass die Geister davon wissen? Ist das gut oder schlecht?

    In welcher Konstellation könnte es gut (für Semire) sein?


    Blumen und Schmetterling tief im Berg, damit hätte ich so jetzt nicht gerechnnet.

    Vielleicht erinnert Ihr Euch: Die Abgaben, die Tarimas Gemahl an der Südgrenze eintreiben wollte, waren Blumen ...

    Die Unsterblichen vermissen die Schönheit der Welt, weswegen man diese zum Berg bringt. In Form von Bildern, aber auch in Form von Blumen.


    also das Elaimon derjenige ist, der Brotan hinterrücks umbringt damit habe ich so gar nicht gerechnet.

    Hehehe, das hat ja gut geklappt!

    Falls Ihr das Buch irgendwann noch einmal lesen solltet, werdet Ihr bei den Dialogen zwischen Elaimon und Brotan feststellen, dass Brotan immer von Kameradschaft und Zusammenhalt spricht, Elaimon in diesen Momenten aber auffällig zurückhaltend ist.


    Ja die erste Liebe und der erste Liebeskummer sind heftig. Es hat sich schon so mancher Teenager aus Liebeskummer etwas angetan.

    Ich denke, das ist sehr verständlich. Es ist ein sehr persönlicher Bereich, viele sprechen deswegen ungern darüber, was sie gerade durchmachen. Wenn man dann noch keine Erfahrung in diesem Feld hat, ist die Ratlosigkeit maximal.

    Ich fürchte nur, dass der gute Rubon seine Rechnung für die "Vermietung" drastisch nach oben schrauben wird.

    Schön, dass jemand diese Nebenfigur erwähnt. :freu: An dem "Vermieter" habe ich beim Schreiben lange geknobelt und hatte dann viel Freude an seinen Auftritten.


    Ich denke, sie wird jetzt doch einen Weg suchen, Tamira und eventuell Elaimon an ihrem Schmerz teilhaben zu lassen.

    Das hast Du jetzt aber schön ausgedrückt. :err:


    Wann kam der dritte Teil?

    Ruinen der Macht liegt bereits zum Vorlektorat im Verlag und ist für Februar 2020 angekündigt.

    Ich glaube nicht, dass Brotan zu retten ist. Das würde mich bei diesem Autor auch echt überraschen, wenn es da plötzlich ein Happy End geben würde.

    An meiner Pinnwand klebt ein Zettel: "Schock deine Leser - schreib ein Happy End!"


    Die Frage ist nur, ob man das einfach so bestimmen kann, wer da nun nach unten geht.

    Es sind immer die Unsterblichen, die entscheiden. Aber als Graf kann Quilûn zumindest mit ihnen sprechen.

    Und die Hoffnung hatte ich ja noch nach dem ersten Teil, dass die Eltern vielleicht noch leben - z.B. von einem der Geister aufgefangen oder so.

    Mal angenommen, die Eltern leben noch. Dann hätten sie sich 16 Jahre lang nicht bei ihrem Sohn gemeldet ...

    und Doryam wird noch seine gerechte Bestimmung finden.

    Das wirft natürlich die reizvolle Frage auf: Was wäre in Bezug auf Doryam gerecht?


    Die Geste fand ich auch sehr stark. Daran sieht man, dass Quilûn nur Zeit bräuchte, um zu wachsen. Nur leider hat er die gerade nicht.

    Dieses Ende der Szene ist in einer Überarbeitung entstanden. Zunächst hatte sich Quilûn so verhalten, wie man es von ihm erwartet. Aber das war eine der Situationen, wo ich das Gefühl hatte, dass die Figur protestierte. Dass Quilûn sozusagen gesagt hat: "Das bin ich nicht! Ich handele anders." Die neue Variante fühlte sich dann für mich stimmig an.


    Der Hass ist einfach zu groß. Tarima lebt ihre Grausamkeit zu sehr aus

    Was denkst Du, was wird aus Tarima, wenn sie Erfolg hat? Wenn sie ihren Willen bekommt und Brotan vernichtet?

    Ein Problem bei so extremen Gefühlen (da gleichen sich Liebe und Hass, aber auch Neid auf seltsame Weise) liegt darin, dass diejenigen, die so empfinden, leer dastehen, wenn das Objekt, auf das sich ihr Gefühl richtet, wegfällt.

    Brotan tut mir echt leid, im Grunde ist er der große Verlierer in dieser Geschichte.

    Die Geschichte ist noch nicht zu Ende ... ;)

    Die Sucht scheint eine sehr starke zu sein, die mit Sicherheit eine größere Bedeutung hat.

    O ja. ;)


    Ich habe da auch ein wenig Bauchschmerzen. Man kennt die Motive und Ziele nicht - noch nicht. Vorsicht ist da auf jeden Fall geboten.

    Sicher hätte sie auch andere Möglichkeiten als die Köpfe der Gravioner, um nach den Gezeiten der Macht zu forschen. Tarisonn etwa hat es in den Aufzeichnungen der Magier probiert. Allerdings ist auch das nicht gefahrlos: Tarisonn ist jetzt ein Weinender Mann ...

    Endlich habe ich auch mein Buch wieder und kann weiterlesen

    :klatschen:


    Erschrocken habe ich mich darüber, in welchen Abgrund Brotans Tod Semire gestürzt hat

    Ja, das hat mich auch sehr überrascht. Für so gefühlsdusselig hätte ich sie gar nicht gehalten. Zumal sie Brotan nun auch nicht wirklich lange gekannt hat

    Semire hat nie gelernt, mit solchen Gefühlen umzugehen. Sie ist das erste Mal in ihrem Leben verliebt, oder hat es das erste Mal zugelassen. Ihr wurde noch nie das Herz gebrochen.

    Dass sie Brotan so kurze Zeit kannte, wirkt da noch verstärkend: Mit ihm gab es keinen Alltag, kein Erlebnis, dass irgend etwas relativiert hätte, und die Verliebtheit war noch frisch und kein Stückchen abgenutzt. Ihre Beziehung hat sie nie in der Wirklichkeit bewähren müssen.

    ob sich starke Gefühle, wie seine Liebe zu Semire, dann irgendwie bemerkbar machen werden.

    Die Liebe überwindet alle Grenzen? :flirt:

    Endlich traut mir die Leserschaft mal etwas Positives zu! :)


    Brotan hat die Gesetze der Arena einfach unterschätzt.

    In diesem Bereich war er ein Neuling, und das hat er nicht erkannt, weil er durch seine Kampferfahrung zunächst sehr erfolgreich war. Dass es mehr als Kampfkraft braucht, um in der Arena zu überleben - um diese Lektion zu lernen, war es für ihn zu schnell zu Ende.


    Spannend fand ich auch die Gründe, warum sich Kyrin den Revoluzzern angeschlossen hat,

    Darin gibt es übrigens eine kleine Referenz zu Victor Hugos Les Misérables. ;)

    was ich von den Steinplättchen unter den Herzen halten soll, weiß ich auch nicht. Kann man die auch wieder loswerden?

    Es prüfe, wer sich ewig bindet ... :evil:

    Und was es für die Bewohner am und im Berg bedeutet, wenn die Magie schwächer wird, dürfte auch ziemlich weitreichende Folgen haben, denn das ganze Leben rund um den Berg ist auf den Granit und dessen Magie ausgerichtet.

    Gleichstellung für alle, die Befreiung des Berges, die Gravilier wieder zurück in ihrer alten Heimat, Frieden und Wohlstand für alle.

    Sehr viele Konflikte - egal, ob es nun Kriege sind oder die Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen - drehen sich letztlich um knappe Ressourcen. Irgendwo gibt es zu wenig Wasser - eine Volksgruppe wird vertrieben, damit die andere ihr Vieh tränken kann. Solche Sachen.

    Die Leute auf dem Berg leben vom Umland: Von dort werden massenweise Nahrungsmittel importiert, oder als Abgaben erhoben (bei solchen Aktionen waren wir ja schon einige Male Zeuge). Man darf davon ausgehen, dass ein gewisser Grad an Unterdrückung schlicht notwendig ist, um den Lebensstandard auf dem Berg zu halten. Würde man die Unterdrückung beseitigen, könnte das Ergebnis zwar Frieden und Gewaltfreiheit sein - aber auch Wohlstand für alle? Dazu müsste noch mehr passieren ...

    Gut beschrieben, faszinierender Zauber mit diesen "Schweberüstungen".

    Seit OlliD den Film "Flash Gordon" erwähnt hat, bringe ich diese Szene ständig mit den Adlermännern in Verbindung ...


    Inwieweit das auch für Alita auf Quilûn zutrifft weiß ich nicht. Vielleicht hat sie ihn nur gewähren lassen weil er der Graf ist?

    Zumindest scheint sie seine Vorliebe für die Malerei zu teilen - sie haben also wenigstens ein gemeinsames Interesse.


    Diese Hinrichtung von Jasita war schrecklich. Sie tat mir unendlich leid. Wie grausam das war.

    Und dann wird sie noch von denen gesteinigt, denen sie vorher helfen wollte.

    es waren teilweise die eigenen Schüler, die sie mal verehrt haben, die sie steinigten.

    Wenn Propheten oder Heilige fallen, dann fallen sie tief. Einem normalen Menschen verzeiht man Fehler, Sünden und Versagen - jemandem, auf den man seine Ideale projiziert hat, nicht. Man fühlt sich auf besondere Weise verraten und tief verletzt.

    Kannst du überhaupt solche Bücher schreiben?

    Manche Leserinnen und Leser meinen, Grauwacht hätte ein Happy End ...

    Ah, Murkxsi stößt zu uns!

    :laola:

    Willkommen auf dem Berg.



    Sie muss allerdings im Sinne ALLER handeln und eine emotionale Reaktion wäre da sicherlich nicht gut für ihren Status gewesen.

    Zumindest handelt sie im Sinne ihres Tiefen Hauses, oder ihrer Stellung darin ...

    Wobei sich die Frage stellt, ob diese beiden Dinge wirklich dasselbe sind. Ginge es dem Tiefen Haus Schneegrund vielleicht besser, wenn Semire den Weg für einen Fürsten wie Doryam oder einen Baron freimachen würde?


    Robert ist da wie eine Praline, man weiß nie genau, was man bekommt

    :err:


    Der Charakter ist einfach zu gut und zu wichtig für einen kurzen Auftritt. Auch wenn er am Ende sicherlich tragisch sein wird.

    Eieiei, da wird mir schon wieder unterstellt, dass ich den guten Charakteren böse Enden beschere ... Woher nimmt meine Leserschaft nur solche Fantasien?


    Vielleicht ist er klug genug, auf Semire zu hören, die definitiv die größeren Erfahrungen hat und gemäß dem intriganten Verhalten in dieser Gesellschaft auch die größeren Talente hat.

    Semire kann sicher besser beurteilen, was dem Vorteil des Hauses Schneegrund dient.

    Aber auch hier stellt sich wieder die Frage: Ist das zugleich das Beste für Quilûn? Wenn er Semire die Führung überlässt - wie wird dann sein Leben aussehen? Vor allem, wenn die aktuelle Krise überstanden ist?

    Die Verlobungszeremonie hat mir gut gefallen, dieser Flugzauber ist doch mal was ganz anderes.

    Auch da ging es mir darum, dass ich in dieser Trilogie ein besonderes Setting präsentieren möchte. Die Verlobung durfte keine einfache Feier in einem Ballsaal sein, und auch jedes Tiefe Haus sollte seinen eigenen Charakter erhalten.


    Vielleicht liegt das an dem Band mit dem Stein, dass er sie so irgendwie in der Hand hat.

    Gut beobachtet: An dem Band befindet sich ein Stein - und Steine sind in dieser Welt die Träger der Magie ...


    Nun verstehe ich auch, warum er Semire davon nichts erzählt hat,

    Jetzt aber mit ihrer Liebe zu Brotan könnte ihr eine Realisierung der Pläne ihres Vaters zugute kommen,

    Es lohnt sich, über die Frage nachzudenken, wie Semire zur Revolution steht und welche Rolle sie dabei (oder dagegen?) einnehmen könnte. ;)

    aber er war auch in der Lage, die kleinen Zeichen zu lesen, sie sie ihm gegeben hat.

    Die beiden verstehen sich. ;) Da kommt meine romantische Ader durch. <3


    Was wäre denn ein Happy End? Wenn Semire Brotan befreit, mit ihm zu den Gegnern flieht, die Vision ihres Vaters verwirklichen will und dabei das ganze Land verwüstet?

    Die Frage spiele ich gern zurück: Bei dem, was Ihr bisher über die Welt und die "Lage der Nation" wisst - was wäre der positivste Ausgang, den Ihr Euch vorstellen könnt?


    Wenn Semire inzwischen mit brotan weg ist, ist er vogelfrei?

    Vor allem ist er dann ziemlich schnell tot - die Magier kontrollieren ihn über den Herzkäfig.


    Wir sollten unsere Erwartungen runter schrauben.

    Im Gegenteil: Schraubt Eure Erwartungen nach oben - jetzt geht's erst richtig los! 8)

    Ich bin immer faszinierter, wie komplex die Geschichte wird

    Ich habe viele Leserinnen und Leser mit einem "Auskniffelverstand" - denen muss ich komplexe Geschichten bieten. ;)


    Und die Karte fand ich recht plastisch

    Eine wesentliche Herausforderung bei dieser Trilogie besteht darin, nicht auf bekannte Motive zurückzufallen. Eine ähnliche Karte kam ja schon im Prolog des ersten Bandes vor; in der ersten Fassung war es dort aber auch eine gewöhnliche Karte, also eine Zeichnung auf Pergament. Nachdem ich dort schon den 3D-Effekt etabliert habe, wollte ich den im zweiten Band noch ein bisschen steigern.


    Die angestrebte Ehe istvsichwrlich für beide eine winning Situation. Sie stärken sich gegenseitig.

    Eine weitere Schwierigkeit für mich als Autor ist die Balance zwischen: "Das ist ergibt sich schlüssig aus dem bisher Erzählten" und "das war ja völlig klar (und damit nicht mehr spannend)". Bei der Ehe zwischen Semire und Quilûn ist das eine besondere Gratwanderung: Ab wann riecht die Leserschaft Lunte? Wie viele Hinweise auf diese Lösung darf ich im Vorfeld einstreuen?

    Ich habe mich entschieden, mit der Betonung von Semires Abneigung gegen Eheschließung bzw. ihrem fortgesetzten Abweisen aller "Kandidaten" ein wenig abzulenken ...

    Vielleicht tritt aber auch ein Gewöhnungseffekt bei Bernd ein?

    Absolut. Seit ich in jedem Halbjahr einmal gelyncht werde, nehme ich das kaum noch wahr. :)


    Die beiden sind perfekt füreinander. Nur leider haben sie als Paar keine Zukunft.

    "Perfekt füreinander sein" und "keine Zukunft haben" klingt wie ein Widerspruch ... :/


    Brotans Arenakampf war sehr aufregend. Aber der Bär tat mir auch leid.

    Diese Szene haben wir im Lektorat überarbeitet, weil zunächst nicht klar war, dass es sich bei dem Bären um das Tier handelt, das man bei Erlyks Befreiung im ersten Band gefangen genommen hat. Deswegen stehen jetzt Tarimas erklärende Aussagen im Buch.