Beiträge von Danglard

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Inhalt:

    Nach dem Brand seines Hauses auf einer einsamen Schäreninsel sind dem ehemaligen Chirurgen Fredrik Welin nur Wohnwagen, Zelt, Boot und zwei ungleiche Gummistiefel geblieben. Und wenige Menschen, die ihm nahestehen: Jansson, der pensionierte Postbote, die Journalistin Lisa Modin und seine Tochter Louise, die schwanger ist und in Paris lebt. Als Louise wegen eines Diebstahls in Untersuchungshaft gerät, ruft sie Fredrik zu Hilfe. Während er in Paris über ihre Freilassung verhandelt, erfährt er, dass auf den Schären schon wieder ein Haus in Flammen steht.

    »Ein Mensch, der alles verloren hat, hat nicht viel Zeit. Oder ist es umgekehrt? Ich wusste es nicht.«


    Meine Meinung:

    Im letzten Roman des verstorbenen Henning Mankell, Fortsetzung des Buches "Die italienischen Schuhe", dürfen wir wieder ein Stück des Weges mit dem pensionierten Arzt Fredrik Welin gehen, oder sollte ich besser sagen "mit dem Boot fahren"?

    Fredriks Haus ist abgebrannt, gerade noch konnte er der Feuersbrunst entkommen und steht nun mit nichts da außer seinem Pyjamaoberteil und einem Paar ungleicher Gummistiefel. Zum Glück hat seine Tochter Louise bei ihrem letzten Aufenthalt ihren alten Wohnwagen bei ihm geparkt und so zieht Fredrik gezwungenermaßen dort ein. Als Louise von dem Brand erfährt, tritt sie die Reise nach Schweden an. Das Verhältnis zwischen Fredrik und ihr ist schwierig, die Anwesenheit Louises eine Belastung für ihn, zumal der Wohnwagen nicht viel Platz bietet.


    "Ich bekam ein Kind, eine Tochter, die geboren wurde, als sie schon dreißig Jahre alt war."


    Fredrik wird der Brandstiftung verdächtigt, zudem machen ihm die bürokratischen Angelegenheiten schwer zu schaffen.


    Louise verschwindet von einem Tag auf den anderen. Als sie nach ihrer Flucht aus den Schären in Paris in Schwierigkeiten gerät, zögert Fredrik nicht und macht sich auf den Weg. Da brennt es wieder im Schärengarten.


    Das Buch stimmt sehr nachdenklich. Fredrik denkt immer wieder über das Älterwerden und den Tod nach; Mankell war bereits schwer krank, als er den Roman geschrieben hat. Fredrik erinnert sich an frühere Begebenheiten, schöne und weniger schöne, und sieht doch einen Lichtstreifen am Horizont: Ist Liebe auch noch mit 70 möglich? Wird er die Kraft finden, das Haus nochmal neu zu errichten?


    Obwohl Fredrik sich selbst genügt, verfügt er über ein feines Gespür für die Stimmungen und Probleme der anderen Schärenbewohner, was aufgrund der Ich-Perspektive noch deutlicher wird. Mir hat das sehr gefallen, zumal er doch etwas mürrisch erscheint. Die Bewohner sind nicht immer leicht zu durchschauen, man könnte meinen, der eine oder andere hat etwas zu verbergen.


    Henning Mankell hat noch einmal einen wunderbaren Roman geschrieben, in dem sich trotz aller Schwermütigkeit auch humoristische Formulierungen verstecken. Er gibt uns Optimismus mit auf den Weg.


    "Trotzdem muss sich jemand an einem Sommertag ins Gras gelegt und in die Sonne geschaut und gedacht haben: Dies ist mein Zuhause."


    Fredrik Welin hätte ich gerne noch länger begleitet, wünsche ihm nun aber alles Gute - für sein Leben und die Liebe - und lasse im Schärengarten


    5rattenzurück.

    Ich habe einen Tolino für unterwegs, man wird ja nicht jünger, und unterwegs mit Lesebrille muss nicht sein 8)

    Lieblingsautoren kaufe ich mir nur als Print, am Ende funktionieren diese Dateien irgendwann nicht mehr und das Buch wäre dahin... Was mich an eBooks am meisten stört: Wenn ich etwas nicht ganz aufmerksam gelesen habe, ist das Zurückblättern total mühsam, bei einem "richtigen" Buch finde ich die entsprechende Stelle immer viel schneller (dann weiß ich auch noch, ob gerade oder ungerade Seite). Praktisch wiederum ist die Beleuchtung.


    Ich habe auch schon Bücher nachgekauft, wenn mir das eBook sehr gefallen hat, nur damit ich sie ins Regal stellen kann.

    Ich lese gerade: :lesen:

    Michael Köhlmeier - Zwei Herren am Strand

    Val McDermid - Northanger Abbey

    Fiona Barton - Die Witwe

    Henning Mankell - Die schwedischen Gummistiefel


    Ich höre gerade:

    Andreas Föhr - Eifersucht

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    Inhalt:

    Um sie herum ist alles dunkel. Sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet. Neben ihr nur zwei Flaschen Saft und ein Handy – ihre einzige Verbindung zur Außenwelt, zur Polizei und zu ihrem Stiefsohn, dem Totengräber Max Broll. Ihre letzte Erinnerung: Ein Mann ist in ihre Wohnung eingedrungen, hat sie überwältigt, in eine Kiste gepfercht und irgendwo im Wald vergraben. Und sie erinnert sich auch, wer der Mann war: Leopold Wagner, der „Kindermacher“. Das Problem ist nur: Wagner kann es nicht gewesen sein, denn er sitzt seit achtzehn Jahren hinter Gittern.


    Meine Meinung:

    In dem vorliegenden zweiten Band um den Totengräber Max Broll wird dessen engstes Umfeld Opfer krimineller Machenschaften. Seine Stiefmutter Tilda Broll wurde entführt und Max setzt mit seinem Freund, dem ehemaligen Profifußballer Johann Baroni, alles daran sie aufzuspüren. Die Zeit drängt. Während Max rund um die Uhr im Einsatz ist, bleibt die Tätigkeit der Polizei auffallend im Hintergrund, obwohl es sich bei Tilda um eine Kollegin handelt.


    Ausschweifend kann man Aichners Stil nicht nennen. Der Autor benötigt nur wenige Worte, um Stimmungen, Situationen zu vermitteln. Mit kurzen knackigen Dialogen versteht er es ausgezeichnet, den Leser zu packen, man fiebert mit Max mit und kann seine Verzweiflung, Angst, Wut und Schmerz richtiggehend spüren. Wie weit wird Max gehen, um Tilda zu finden? Die Geschichte nimmt einen rasanten Verlauf und endet für Max mit tiefgehenden Folgen.


    Interessant fand ich, dass



    Die Auflösung des Falles selbst erschien mir nach dem so sorgfältig aufgebauten Spannungsbogen etwas lieblos ausgearbeitet, weshalb das Buch von mir


    4ratten


    bekommt.


    Liebe Grüße

    Danglard

    Außer Haus lese ich am häufigsten (nämlich 2x täglich) in der Straßenbahn, das klappt eigentlich ganz gut trotz Geräuschkulisse.

    In der Bahn stört mich die Geräuschkulisse seltsamerweise auch nicht so wie im heimischen Garten. Im Garten will ich Ruhe haben, in der Bahn rechne ich wohl von vornherein mit Lärm. ;)

    Stimmt, am Balkon werde ich auch unleidlich, wenn Nachbarn Lärm machen :grmpf:



    Geräuschkulisse stört mich auch nicht. Ich kann sogar lesen, wenn jemand neben mir fernsieht.

    Beneidenswert TheNightingale  :klatschen: TV neben dem Lesen funktioniert bei mir nur, wenn mich die Fernsehsendung nicht interessiert. Ansonsten riskiere ich immer mal ein Ohr oder Auge und verliere den Faden.

    Am am liebsten lese ich zu Hause auf meinem Poäng-Sessel oder draußen im Garten im Liegestuhl. aber grundsätzlich kann ich eigentlich auch überall lesen: beim Arzt im Wartezimmer, im Zug, im Bus...

    Ich lese auch auf einem Poäng-Sessel ;) oder im Sommer auf dem Balkon. Am liebsten wäre mir ganzjähriges Lesen am Strand, mit Meeresrauschen im Hintergrund, aber das ist geographisch leider nicht drin...


    Außer Haus lese ich am häufigsten (nämlich 2x täglich) in der Straßenbahn, das klappt eigentlich ganz gut trotz Geräuschkulisse.

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    Jean-Luc Bannalec - Bretonische Geheimnisse (Band 7 der Dupin-Reihe)


    Leider - und die Schuld liegt ausschließlich bei mir - höre ich das Hörbuch schon seit über einem Monat. Ich habe bisher alle Romane der Reihe als Hörbuch verfolgt und warte immer schon auf das Obligatorische "So ein ..." des Ermittlers ^^

    Irgendwie werden Bücher, die ich selbst lese, immer vorgezogen, weshalb meine Hörbuchstatistik fast schon peinlich ist.

    Gute Besserung, liebe Anne !


    Ich habe neulich dieses Cover entdeckt:


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    Wenn man über die in schwarz abgebildete Landschaft fährt, fühlt sich diese ganz samtig an :blume:man möchte meinen wie ein Edelweiß. Ich habe von dem Autor schon "Der Tod so kalt" gelesen, allerdings als eBook, weiß also nicht, ob der Verlag dieses Cover ebenso gestaltet hat. Ich werde mit der Anschaffung noch etwas warten, da mein SUB eh schon so riesig ist...aber diesmal wird es aufgrund des Covers sicher kein eBook.