Beiträge von Danglard

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Lasst euch warnen von der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes - bleibt gesund!

Aber wer jetzt hier weiter Panik verbreitet, bekommt eine Zwangs-Forenpause verordnet!

    Zu Deiner Frage von heute: Kehlweiler hat mir immer mal gefehlt - und besonders von den "3 Evangelisten" hätte ich gern weiterhin gehört, daher hab ich mich wie Bolle gefreut, Mathias im letzten Vargas-Krimi wiederzutreffen :klatschen::klatschen:

    Aber hier ist es ja gut ausgegangen: Der Wolkenschieber ist natürlich ein würdiger "Nachfolger" geworden :zwinker:

    Mit dem Wolkenschieber hast du vollkommen recht :five:


    Was den wiedergefundenen Evangelisten angeht: Schade nur, dass Adamsberg & Co Mathias nicht vor Ort abgeholt haben, dann wäre vielleicht wieder mal der Besenstiel als Klingelersatz zum Einsatz gekommen :lachen:

    Antoine Laurain - Der Hut des Präsidenten


    Handlung:

    Daniel Mercier, Buchhalter der Firma Sogotec, staunt nicht schlecht, als während seines Abendessens in einer Pariser Brasserie der französische Präsident Francois Mitterrand am Nebentisch Platz nimmt. Als dieser seinen schwarzen Filzhut liegen lässt, nimmt Daniel diesen kurzerhand an sich und spürt einen Wandel in seiner Persönlichkeit. Er strotzt plötzlich vor Selbstbewusstsein und startet beruflich durch. Daniel ist sich sicher: Das liegt einzig und allein an seinem neuen Kleidungsstück. Doch dann geschieht Schreckliches: Er vergisst den Hut in einem Zugabteil…


    Meine Meinung:

    Der Hut des Präsidenten erzählt von der Reise eines Hutes; er wandert von Besitzer zu Besitzer, und verändert deren Leben zum Besseren. Die Figuren werden selbstbewusster und trauen sich plötzlich Dinge zu, die vorher unmöglich schienen. Dabei werden nicht alle Episoden gleich ausführlich geschildert. Während die in der ersten Hälfte des Buches angesiedelten Ereignisse leichtfüßig daherkommen und gute Laune machen, wird es im Kapitel um Bernard Lavalliere zunehmend politisch. Dieses Kapitel hätte auch kürzer sein können; es tauchen unzählige Namen französischer Prominenter, die mir teilweise unbekannt waren sowie Begriffe aus dem Kunsthandel auf. Das Buch ist auch eine Reminiszenz an die 80er-Jahre. Über die erwähnten TV-Serien samt Helden musste ich schmunzeln.


    Mir hat das Buch trotz der vorhin erwähnten Längen in einem Kapitel sehr gut gefallen, die Auflösung der Geschichte war durchaus gelungen und ich werde bestimmt wieder mal zu einem Buch von Antoine Laurain greifen.


    Noch ein wichtiger Hinweis: Der Epilog sollte keinesfalls überblättert werden!


    Bewertung: 4ratten

    Habt ihr auch schon die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass nicht ihr sondern der/die Autor/Autorin eine Reihe einfach abbricht, um mit einer neuen zu beginnen? Und die alte einfach so stehen lässt? Mir gings so mit Yrsa Sigurdardottir und den Büchern um die - nicht auf den Mund gefallene - Anwältin Dora, die ich nun schmerzlich vermisse. Stattdessen gibt es nun zwei Ermittler, die Dora nicht das Wasser reichen können...:cursing:

    Ich lese sehr gerne Serien, insbesondere Krimiserien. Mir gefällt es, wenn ich die Hauptpersonen und ihre Macken schon kenne, das ist für mich oft wie ein Nachhausekommen und Treffen guter alter Freunde. Die Geschichte drumherum ist ja trotzdem jedesmal wieder was Neues. Und ich mag natürlich auch Barbara und Lynley sehr gerne.


    Es kommt ja auch schon mal vor, dass bei einer Krimireihe - wie kürzlich geschehen - überraschenderweise plötzlich eine Figur aus einer anderen Reihe derselben Autorin auftaucht, oder Sagota ;) ? Du weißt sicher, was ich meine. Das ist dann ein besonders genialer Schachzug finde ich.


    Historische Serien wie die von euch erwähnten Gabaldon-Bücher habe ich noch nie gelesen, es könnte aber durchaus sein, dass ich mal reinschaue, nachdem die hier so gut ankommen. Ansonsten mag ich auch Reihen wie die von Katherine Pancol um die ungleichen Schwestern Joséphine und Iris (eigentlich eine Trilogie) oder Elena Ferrantes Bücher, in denen ich Lila und Elena durchs Leben begleiten darf. Meist mache ich dann längere Pausen zwischen den Bänden, um länger etwas davon zu haben.


    Und um auf die Wochenfrage zurückzukommen: Abgebrochene Reihen beginne ich nicht wieder, interessante Rezensionen hin oder her. Wenn ich eine Reihe abgebrochen habe, ist das Thema für mich erledigt.

    JaneEyre Ich kann noch nicht viel dazu sagen, da ich erst 20 Seiten gelesen habe, aber der Präsident samt Hut ist schon aufgetaucht ;) Ich habe von dem Autor bereits "Das Bild aus meinem Traum" gelesen; das hat mir sehr gut gefallen.

    Ich berichte dir dann Weiteres :winken:

    Gelesen:

    Andrea Camilleri - Romeo und Julia in Vigata 4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:


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    Zitat aus der letzten Wochenfrage:

    Nachdem ich mich vor ein paar Tagen hier zu meiner Abneigung gegen Kurzgeschichten geäußert habe, habe ich gestern nichtsahnend mit dem Lesen von Andrea Camilleri "Romeo und Julia in Vigata" begonnen und musste feststellen, dass das auch ein Buch mit Kurzgeschichten ist. Merkwürdiger Zufall, dass ich mir von allen Büchern auf dem Tolino gerade dieses ausgesucht habe :gruebel:

    Da es aber von Camilleri ist, beschließe ich jetzt mal, dass es mir bestimmt gefallen wird ;)

    Und so war es auch: 8 Geschichten bedeutet, dass ich noch mehr skurrile Gestalten als in einem einzigen Roman kennenlernen durfte. Die listigen Bewohner Vigatas, egal ob Marchese oder einfacher Landwirt, lösen ihre Probleme auf die für Camilleri typische und ganz spezielle Art und Weise und haben dabei immer das Herz am rechten Fleck. Die Liebe darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Eine gelungene Sammlung von Kurzgeschichten, in der sogar ein Esel namens "Mussolini" seinen Auftritt hat.

    Nachdem ich mich vor ein paar Tagen hier zu meiner Abneigung gegen Kurzgeschichten geäußert habe, habe ich gestern nichtsahnend mit dem Lesen von Andrea Camilleri "Romeo und Julia in Vigata" begonnen und musste feststellen, dass das auch ein Buch mit Kurzgeschichten ist. Merkwürdiger Zufall, dass ich mir von allen Büchern auf dem Tolino gerade dieses ausgesucht habe :gruebel:

    Da es aber von Camilleri ist, beschließe ich jetzt mal, dass es mir bestimmt gefallen wird ;)

    Auch ich habe noch 4 Bücher von Alice Munro auf meinem SuB ( Bücherschrank, Flohmarkt).Den Weg zum Sofa haben sie z. T. schon geschafft- sie landen aber immer wieder in meinem Bücherschrank.Meine Hoffnung ist, " alles zu seiner Zeit" ;).

    Also, bei Munro kann ich Euch wirklich nur zuraten. Ich bin, wie gesagt, auch kein riesiger Kurzgeschichtenfan, aber ich habe mal einen Band von ihr geschenkt bekommen und war sehr positiv überrascht.

    Danke Valentine , du hast mich überzeugt ^^ Dann werde ich mal schauen, ob ich demnächst unterwegs statt im Reader zu lesen das Munro-Büchlein mitnehme. Vielleicht bin ich ja auch positiv überrascht!? :thumbup:

    Wie meinst Du das mit dem Vorteil?

    Ich dachte, von Alice Munro gibt es nicht nur Bände mit Erzählungen :confused: Hab gerade etwas gegoogelt, scheint nicht so zu sein. Also doch kein Vorteil :gruebel: Dann können wir uns vielleicht darauf einigen, dass geteiltes Leid halbes Leid ist? :winken:

    Auf meinem SUB liegt schon seit Jahren von Alice Munro "Wozu wollen Sie das wissen?"

    Auch ich habe noch 4 Bücher von Alice Munro auf meinem SuB ( Bücherschrank, Flohmarkt).Den Weg zum Sofa haben sie z. T. schon geschafft- sie landen aber immer wieder in meinem Bücherschrank.Meine Hoffnung ist, " alles zu seiner Zeit" ;).

    Die Hoffnung stirbt zuletzt ;) Vermutlich gefällt mir mein Buch ja, aber die Motivation ist so bei Null. Ich müsste vermutlich einfach nur anfangen... Aber wie gesagt - GESCHICHTEN!!! Da hast du wirklich einen Vorteil!

    Handlung:

    Ex-Model Maryline und ihr Ehemann William, einst berühmt-berüchtigter Rocksänger in USA, betreiben in der Bretagne ein

    Bed-and-Breakfast. Eines Morgens wird am Strand die ertrunkene Elyne Folenfant, 23, aufgefunden. Wurde sie Opfer eines Mordes? Handelt es sich um einen Unfall? Als Ermittler tritt Simon Schwartz auf, ehemals große Liebe von Maryline. Schnell fällt der Verdacht auf William und seine Kumpels Flag und Edouard Herr, die sich in besagter Nacht zu später Stunde noch herumgetrieben haben. Wissen sie mehr, als sie zugeben? Maryline versucht auf eigene Faust herauszufinden, was sich zugetragen hat.


    Meine Meinung:

    Ich schließe mich illy an.

    Wer sich hier einen Kriminalroman erwartet, wird ziemlich schnell eines Besseren belehrt. Die Liebeswirrungen der Protagonisten stehen im Vordergrund. Was den Todesfall angeht, wird an der Oberfläche gekratzt, erst gegen Ende des Buches erfährt man den Namen der Verstorbenen. Der Ermittler scheint mehr mit der Wiedereroberung seiner Jugendliebe Maryline als mit der Aufklärung der Todesursache beschäftigt zu sein, wodurch er für mich schon von Vornherein inkompetent erschien.


    Zudem hatte das Buch für mich einige logische Schwächen. Ich fand die Handlungsweise Marylines nicht nachvollziehbar. Sie trifft eine Entscheidung, und im nächsten Kapitel erfährt man, dass sie genau das Gegenteil davon tut. Die Autorin erklärt aber nicht, weshalb. Der Leser bleibt hier ratlos zurück.


    Gestört hat mich hier vor allem, dass


    Nichtsdestotrotz ist Maryline Dreh- und Angelpunkt aller anderen Protagonisten. Ich finde es immer merkwürdig, wenn sich in einem Buch die Welt aller nur um diese eine Hauptperson dreht. Hier hätte ich mir gewünscht, dass den anderen Personen ebenso viel Aufmerksamkeit gewidmet wird.


    Die Autorin lässt noch eine Begebenheit mit Gästen der Pension einfließen, deren Sinn für die Handlung mir auch verschlossen blieb. Eine Begegnung Marylines mit einem von Williams Freunden lässt das Ganze schließlich ins Absurde abdriften... Für mich war das Alles zu weit hergeholt und unglaubwürdig.


    Letzten Endes nimmt die Autorin doch noch einmal den Faden hinsichtlich des Todesfalls auf und lässt mich wissen, weshalb bzw. wie Elyne Folenfant sterben musste.


    Allein der Schreibstil und die Tatsache, dass ich mich durch die örtlichen Beschreibungen doch wie in einem Kurzurlaub in der Bretagne fühlte, entschädigen für die ganz und gar unrunde Geschichte. Dafür gibt es von mir


    2ratten