Beiträge von Danglard

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Allerdings ist die Lektüre schon lange her und ich traue mich nicht so recht, ein Reread zu wagen.

    Befürchtest du, sie könnten dir nicht mehr gefallen?

    Ich lese eigentlich fast keine Bücher nochmals. Nehme es mir zwar immer wieder vor, aber dann gibt es so viele neue, die ich auch noch lesen möchte (siehe meinen SUB). Jetzt bin ich ja beschäftigt, ich werde sicher auch länger brauchen. Mich würde mal interessieren, wie lange ein Autor an so einem Buch schreibt, wenn wir schon beim Lesen Pausen brauchen. :err:

    HoldenCaulfield

    Das Buch in einem Schwung durchzulesen finde ich auch schwierig, aber jetzt hat es mich wieder gepackt (habe auch schon 2 Wochen pausiert).

    Mit Asperger habe ich persönlich keine Erfahrungen, das kenne ich nur aus dem Fernsehen (Boston Legal, The Good Doctor und etliche mehr). Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass unser Autor ein Kandidat ist. Ich glaube gelesen zu haben, dass die Figuren in einem Buch autistisch angelegt sein können, vielleicht ist das gemeint bzw. einfach der Schreibstil. Aber wie gesagt - ich bin da jetzt alles andere als ein Experte.

    Ich bin gerade mittendrin im Buch (Seite 256 von 872 der eBook-Ausgabe) und die von euch beschriebenen unappetitlichen Angewohnheiten Natalies sind mir auch schon leicht negativ aufgefallen. Wie zum Beispiel schon von HoldenCaulfield erwähnt


    Was mich aber tatsächlich etwas aufregt ... wieso ist die Hauptfigur Nathalie selbst auch so merkwürdig gestaltet. Ich mein die leckt ihr eigenes Handy ab und sammelt Sperma und dann trinkt sie das in der Badewanne mit dem Wasser ....

    Das finde ich auch nervig, und in der Öffentlichkeit (Straßenbahn) lese ich mittlerweile ein anderes Buch, seit mich da ein Sitznachbar mal sonderbar gemustert hat (vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet, aber verstehen könnte ich es). Trotzdem möchte ich unbedingt mehr über Natalie, Dorm und Hollberg erfahren, vor allem hätte ich mittlerweile gerne etwas mehr Dorm/Hollberg-Beziehung und etwas weniger Natalie privat. Ihre Gedankenwelt gefällt mir aber sehr gut, das finde ich phantastisch beschrieben. Hast du das Buch denn schon beendet, HoldenCaulfield?


    Ich habe Clemens J. Setz neulich in einer Literatursendung gesehen, er war auch im Prater unterwegs, das fand ich ganz amüsant, ebenso wie sein Interview. Er berichtete unter anderem, dass er ein Riesenprojekt vorhabe, aber leider dürfte es kein 1000Seiter mehr sein, da er so einen schon geschrieben habe. Ein zweites Buch mit über 1000 Seiten sei nur Fantasy-Schriftstellern erlaubt. Finde ich spaßig, etwas schrullig wie Natalie im Buch. Herr Setz, mein eBook hat jedenfalls weit unter 1000 Seiten ;)


    Ich werde weiter berichten.

    Katjaja Alles wieder gut! :bussi: Ich hätte dich auch selbst anschreiben können, habe da auch überreagiert…


    yanni   Zank

    Ich habe mich schon umgesehen, derzeit ist wirklich praktisch nichts von Olga Tokarczuk lieferbar. Außer als eBook, aber eBooks kaufe ich nur, wenn sie vergünstigt sind. Ab November erscheinen dann wieder einige Bände auf Deutsch. Meine Bücherei bietet jedenfalls derzeit überhaupt nichts von ihr an. Ich habe beim "Blick ins Buch" kurz in Unrast gestöbert, das gefällt mir wirklich sehr gut vom Stil her.

    Ich wollte nur noch mal klarstellen, dass ich mich nicht an der Kritik an sich sondern an der Art der Kritik gestoßen habe. Es liegt mir fern, den Autor in irgendeiner Weise zu verteidigen, jedoch gehe ich davon aus, dass an seinem Werk doch was "dran" sein muss, das das Komitee zur Vergabe des Preises gerade an ihn bewogen hat und das den Unsinn, den er ansonsten verzapft (hat), in eine zu vernachlässigende Größe verwandelt hat.


    Wirklich schade an der ganzen Sache finde ich, dass aufgrund des Wirbels um Handke die Preisvergabe an Olga Tokarczuk völlig untergegangen ist. Sie hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich habe in einem anderen Bücherforum gelesen, dass in einer Onleihe 28 Bücher von Handke neu eingestellt wurden, aber nur zwei von Frau Tokarczuk. "Alle sind gleich, nur einige sind gleicher" offensichtlich. :entsetzt:

    tári Danke für deine Erläuterung, konnte mir zuerst keinen rechten Reim machen... Ich bin ganz deiner Meinung. Irgendwo im Netz habe ich gestern noch eine Weltkarte gefunden, auf der jeweils die Anzahl der Nobelpreisträger ersichtlich war. Da wurde die "Übermacht" Europas so richtig deutlich.


    Kritty Danke für den Link, habe gleich ausprobiert, wer mein persönlicher Nobelpreisträger wäre - nicht zu fassen: Joanne K. Rowling. Merkwürdig, äußerst merkwürdig. :/

    Ja, ich kann mich erinnern, dass du danach aufgehört hast Alice und habe mir damals gedacht: "So werde ich das auch machen!".


    Ganz schön optimistisch, jetzt muss ich mich ranhalten, damit ich bis Nikolaus überhaupt die eine Liste fertig kriege. :err:


    Dadurch freue ich mich schon jetzt wieder auf die neue Liste im Dezember und hoffe stark, dass Igela gerade ihre kreativen Kräfte regeneriert, um wieder spannende Kriterien zu erfinden.

    Ich bin guter Dinge, dass uns Igela nicht im Stich lässt. ;)

    Ich kann auch mal wieder was abhaken:


    Nr. 9: Lies ein Buch in dem ein männlicher Protagonist den Namen eines deiner Familienmitglieder trägt (Onkel, Bruder, Mann usw.)


    Dafür hat perfekt "Thomas Raab - Walter muss weg" gepasst (Walter = Onkel)


    Damit habe ich noch 5 Aufgaben der ERSTEN Liste zu erledigen, Schneckentempo lässt grüßen :verlegen:

    Gelesen:


    Eva Baronsky - Manchmal rot 2ratten


    Ich habe von der Autorin schon "Herr Mozart wacht auf" gelesen, welches ich einfach zauberhaft fand. Auch diesmal gefiel mir der Schreibstil, die Geschichte war jedoch ziemlich unausgegoren. Vor allem mit der Protagonistin Angelina wurde ich überhaupt nicht warm, und je länger die Geschichte dauerte, umso sonderbarer wurde sie. Angelinas Verhalten war für mich absolut inakzeptabel. In eigener Sache immer vollkommen sensibel und den Tränen nahe, aber ansonsten ohne Skrupel.



    Warum der Verlag von einem "modernen Märchen" spricht, erschließt sich mir auch nicht. Positiv fand ich die Entwicklung Christians, der an seinem bisherigen Leben zu zweifeln beginnt und nach und nach erkennt, dass es Wichtigeres als Geld und Karriere gibt. Schade fand ich auch, dass die Autorin dem Buch ein so abruptes Ende verpasst hat.