Beiträge von RitaM

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Olefs Tod kommt für mich nicht überraschend. So wie er gewütet hat, gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder er wird getötet, oder er besiegt seine Gegner, was bei dieser Menge unmöglich war. Für ihn war es so besser.
    Nerons Tod sehe ich wie du, odenwaldcollies . Er wäre ein zu unsicherer Verbündeter geworden. Aber wenigstens konnte er vor seinem Tod seinen freien Willen wiedererlangen und etwas gutes tun.

    Deine Vermutung, dass die Zwischenwelt Xanon sein könnte, ist sehr interessant. Allerdings befürchte ich dann, dass Heliad die Bewohner ausgehen könnten, wenn man nach dem Tod nur durch Durchqueren der Zwischenwelt in die Nachwelt gelangen kann. In mir macht sich immer mehr die Befürchtung breit, dass hier Gut und Böse vertauscht sind. Ich denke dabei an die ganzen Gräueltaten, die bei uns im Namen Gottes verübt wurden. Damals dachte man auch, man tue das richtige.
    Aber wir haben noch einige Seiten vor uns. Und ich denke, Salvatore wird noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

    Genau das meinte ich. Ist Heliad tatsächlich gut, so wie wir immer dachten? Treue Diener mit der Zwischenwelt zu bestrafen ohne die Möglichkeit der Reue nenne ich schon hart, auch wenn sie böses oder ungerechtes taten, um dem Schöpfer zu dienen. Ich finde, die Grenzen verschwimmen immer mehr.
    Und Feodor ist ein richtiger Philosoph geworden, so wie er seine Ansicht darlegt.

    Heliad als Geschäftspartner hast du sehr gut ausgedrückt! 😅 Da fragt man sich wirklich langsam, was Heliad eigentlich ist. Vor allem wenn man bedenkt, wie die Zwischenweltler die Lebenden beeinflussen. Aber vielleicht ist ja genau das von Heliad geplant? Wir fragen uns ja schon lange, was gut und was böse ist. Ich wüsste aber nicht, was Feodor gegen diesen Wahnsinn ausrichten könnte.

    Du hast es wirklich dieses Mal auf unsere Freunde abgesehen! Ich hätte mir für Boralt lieber einen schönen Tod am Ende im Kreis seiner Freunde gewünscht, aber so zu sterben geht gar nicht!

    Obwohl ich langsam eine Idee habe, warum Feodor und Boralt so früh sterben mussten. Mit Feodor, Boralt, Alfons und Wolfhard wäre der Bund wieder komplett, um die Statue zu zerstören. Unter der Voraussetzung, dass sich Wolfhard doch noch überreden lässt. Und dass man aus der Zwischenwelt zurückkommen kann, haben wir ja schon gesehen. Wenigstens ein kleiner Hoffnungsschimmer!
    Olefs Entwicklung gefällt mir gar nicht. Er ist zu einem richtigen Berserker geworden. Einerseits räumt er gut unter den Feinden auf, aber ob das im Endeffekt tatsächlich so gut ist, weiß ich nicht. Auch weiß ich nicht, ob er noch zwischen Freund und Feind unterscheiden kann und sich zurückhalten kann, wenn er seine Feinde in seiner direkten Umgebung vernichtet hat.
    Mal abwarten

    Salvatore : du hast es wirklich auf Feodor abgesehen! Der arme Kerl, dass er sich noch so quälen muss! Aber wenigstens scheint sich meine Hoffnung vom letzten Band zu erfüllen, dass er vielleicht etwas über die Zwischenwelt ausrichten kann!
    Die Szene mit der Eberstatue war sehr beeindruckend. Das grüne Leuchten und die Regeneration der Skelette waren sehr gut dargestellt. Auch dass du, Salvatore, die Sprache Xanons spiegelverkehrt gewählt hast, fand ich sehr passend und unterstreicht sehr gut den Unterschied zu Heliadan. Das wirft direkt wieder die Frage auf, wer gut und wer böse ist, wie odenwaldcollies so treffend beschrieben hat. Und wo bleibt Heliad??

    Mit der Szene, wie die Angreifer an die Mauer gespült wurden, hast du alles bisherige übertroffen. Wir sind ja schon viel grausames von dir gewohnt, aber das hat alles übertroffen. Alle Achtung!

    "Spiegelgänger" von Claudia Starke ist mein bisher zweites Buch dieser Autorin, und ich muss sagen, auch dieses hat mich wieder schwer beeindruckt.


    Man kann es einerseits als spannenden Horror- oder Fantasieroman lesen, der den Lesenden aufgrund der eingestreuten Gewalt- und Mysterie-Elemente sehr gut unterhält. Man fiebert praktisch mit, wie es jetzt weitergeht und wie die Lösung dieses unheimlichen Rätsels aussieht.


    Für mich allerdings war es mehr. Auf die Gefahr hin zu spoilern war es für mich eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele. Die Augen werden gerne als Spiegel der Seele angesehen, und so stand es für mich von vorne herein fest, dass dieses Buch mehr als eine unterhaltsame Geschichte ist. Claudia Starke hat es hervorragend geschafft, die Verzweiflung und die Einsamkeit einer Person zu schildern, die im eigenen Körper gefangen ist und nur durch die Augen wie durch einen Spiegel die Umwelt wahrnimmt. Vor allem das letzte Wort des Buches macht diese Einsamkeit nochmals für den Lesenden greifbar.


    Egal wie man es liest, "Spiegelgänger" von Claudia Starke ist ein sehr gelungenes, spannendes Buch und bekommt von mir 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Vor allem diejenigen, die gerne in die Abgründe der menschlichen Seele eintauchen, kommen hier auf ihre Kosten.

    5ratten:tipp:

    Sehr interessant, deine Ausführungen! Ich hatte leider nie einen Deutschlehrer gehabt, der viel Spielraum für eigene Gedanken ließ. Und bei einigen Büchern hatte ich auch, wie du beschrieben hast, das Gefühl, hier steckt mehr dahinter, auch wenn es meistens für mich nicht so greifbar war, wie bei deinem.
    Auch wenn es nicht von dir beabsichtigt war und ich wahrscheinlich nur wegen „Split“ auf den Gedanken gekommen bin, finde ich immer noch, dass deine Beschreibungen der Spiegelwelt sehr gut zu der Verzweiflung und Einsamkeit passen, die in einer gespaltenen Persönlichkeit vorhanden sein können. Aber wie Zank es schon bemerkt hat, auch ohne diese Interpretation ist es ein sehr spannendes Buch. 👏
    Und es ist gut, dass du dieses Ende gewählt hast. Gerade dieses „Mama“ in kursiv als letztes Wort macht diese Einsamkeit greifbar.

    Ich freue mich schon auf dein nächstes Buch und dass wir wieder dabei sein dürfen! 😍

    Vielleicht hast du recht und ich interpretiere tatsächlich zu viel hinein. Das ist das Problem mit mir. Ich muss immer alles hinterfragen.😅

    Jetzt bin ich mal wirklich auf Claudias Antwort gespannt! 😊

    Danke für die Info, dass Otto ein Nachname ist! Natan Otto wird auch nur kurz erwähnt, als Anna sich erinnert, wie sie mit Lily und Natan früher oft vor dem Bahnhof saß. Ich hatte ihn als Synonym für die verschwundenen Jungs angesehen.

    Diese Dunkelheit hinter dem Spiegel ist für mich immer noch sehr greifbar und wirkt noch nach. Diese Leere, Verzweiflung und Einsamkeit war bis zum buchstäblich letzten Wort sehr einfühlsam beschrieben. Vor allem das letzte Wort „Mama“ hat mich sehr berührt. Ich hoffe, dass du, liebe Claudia Starke, hier nicht auch wieder eigene Erfahrungen eingebaut hast wie bei „Verloren“. Das wäre zu grausam.
    Über die Deutung bin ich mir noch nicht ganz sicher. Einerseits scheint Anna Lily’s Schwester zu sein, sogar die Zwillingsschwester. Das erklärt das gleiche Aussehen. Sie könnte durch einen Unglücksfall in ein Koma gefallen und schließlich wieder erwacht sein. Aber das erklärt nicht die anderen Personen.
    Ich tendiere eher zu einer gespaltenen Persönlichkeit, wobei die einzelnen Identitäten ins Innere / hinter dem Spiegel verbannt werden, wenn gerade eine andere Identität die Führung übernimmt. Dort können sie nur durch die Augen / Spiegel in die Welt hinaussehen. Sofias in sich Aufnehmen von anderen Personen könnte eine Art gelungene Psychotherapie sein, wobei sich die überflüssigen Identitäten nach und nach auflösen. Falls das die Idee dahinter ist, kann ich mir nicht vorstellen, wie grausam das für die betroffene Person sein muss. Ich hoffe, dass der Film „Split“ mich auf eine falsche Fährte gelockt hat!