Beiträge von OlliD

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Was erwarte ich vom Abschlussband. Ich kann es nicht wirklich beantworten. Ich denke, dass es noch zu einer erbitterten und Blut fordernden Auseinandersetzung zwischen den drei Fraktionen kommen wird. Eigentlich wäre es jetzt an Brotan, der Zauberpriesterin den Gar auszumachen. Ich weiß nicht, ob ich ein Happy End erwarte.


    Zum Leseabschnitt: Tolles Tempo, dass hier an den Tag gelegt wird. Kyrin hat es also wirklich geschafft und wider meiner Erwartung bis hierhin überlebt. Wird der Autor doch noch weich auf den letzten Seiten? Die Heuschrecken fand ich sehr schön plastisch, auch der Effekt des sich umkehrenden Wasserflusses verfehlt nicht seine Wirkung. Ohne Magie wirken auf einmal wieder klassische Waffen und Rüstungen, damit hat außer den Eingeweihten sicher niemand gerechnet. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich frage, wie 1. die Spinne noch in Aktion sein kann (Ich hatte auch einen Steinzauber bei Ihr vermutet?) und warum die Imagolems noch "funktionieren". Kann die Seele wirklich den Stein bewegen?


    Das die Stahlscheibe quasi der "Zünder" für die Freisetzung der Gehirne ist, ist genial! So wäre selbst bei einer Niederlage noch eine vernichtende Waffe freigesetzt worden.


    Auch möchte ich die Rose in Quilûns Brust noch einmal ansprechen. Mir war bereits bei der Zeremonie der Gedanke an Alita gekommen, ich hatte es aber nicht in Verbindung mit dem Halsband gebracht. War es vielleicht keine Anspielung auf Semire?


    Spätestens jetzt würde ich sagen, ist Kyrins Bruder als das entlarvt, was er schon immer gewesen zu sein scheint - ein despotischer Magier mit Hang zum Sadismus.


    Als ich im vorherigen Leseabschnitt Derrek als Schutz für die "Geiseln" sah fragte ich mich, was Semire ihm erzählt hat? Nach diesem Scharmützel bei der Befreiung ist er in meiner Achtung doch aufgestiegen. Und er scheint in Quilûn nun zumindest jemanden zu sehen, dem er die Hand gibt. War er von Anfang an eingeweiht in den Plan?


    Zusammenfassend mag man sich vorstellen, was beispielsweise in Berlin oder Köln passiert, wenn auf einmal der Strom ausfällt. Das dürfte die Situation der Menschen auf dem Berg gut umschreiben. Immer da gewesenes ist weg - die Zivilisation fällt auseinander.


    Abschließend ist ja auch meine Frage beantwortet worden, ob die Imagolems ein "normales" Bewusstsein haben können :) Ich freue mich für die kleine neue Familie. Und mir graut es vor der Zeit bis Band 3 hier liegt. Ich danke für das tolle Buch!


    p.s. Trotz aller Widrigkeiten: Erster! :)

    Tja...wie geht aus aus... ehrlich gesagt würde ich wetten blutig. Ich bin gerade nicht in der Lage eine bessere Prognose abzugeben. Ich würde wetten, dass Kyrin nicht überlebt.



    Aber nun zum Leseabschnitt. Das Treffen von Quilûn mit den Ahnen war irgendwie anders als erwartet. Man sollte doch meinen, dass der Geist befreit von den körperlichen Zwängen in der Lage ist, sich weiterzuentwickeln... Scheinbar setzt sich das Ränkespiel wirklich nur unendlich fort. Ausgerechnet Alita als Ziel zu wählen wird Quilûn auf jeden Fall fest in die Reihen der Revolutionäre einfügen.


    Die Gehirne im Regal...ich überlege die ganze Zeit, woran mich das erinnert. Die Szene in Lexx the dark Zone wäre zu offensichtlich. Eher an die Erinnerungen in Dumbledores Brunnen (Mir fällt gerade der Begriff nicht ein...) Wie verheerend muss die Wirkung auf die Imagolems sein, wenn Sie wieder zu Bewusstsein kommen. Mir düngt, dass dies weder für ihre Führer noch für sie ein glückliches Ende nimmt. Brotan mag da eine Ausnahme sein, da er so quasi die Chance hat das Aufwachsen seines Kindes zu erleben. So ein Anker kann auch die auswegloseste Situation erträglich machen.


    Auch ich frage mich, was in dem Moment mit den versteinerten passiert. Weicht der Zauber? Werden die Seelen aus den Imagolems einfach befreit? Auf jeden Fall hat der Autor hier eine starke Motivation für Semire geschaffen.


    Ach Kyrin, du wirst die Anführerin, die du nie sein wolltest. Spätestens mit der Überlassung von Erlyk hat sie sich von einem Rad zum Kopf gewandelt. Auch ihre Ansprache an Semire zeigt, wie sehr sie das Ruder übernommen hat. Verständlich, dass Abuliar sich gefreut hat, sie am Ende seines "Menschseins" zu sehen.


    Die Gestalt in der Kristallherz-Höhle gibt mir Rätsel auf. Gibt es neben den Unsterblichen der Menschen noch eine dritte Macht im Berg?


    Im Umgang mit Haus Adlerhoch zeigt die Rose eindrucksvoll, was sie wirklich alles gelernt hat. Sie spielt geschickt mit Zuckerbrot und Peitsche. Ich habe fast Mitleid mit ihren Gegnern.


    Wie sehr die Grausamkeit für die Magier normal ist wird auch in der Versteinerungsszene deutlich. Agohn sieht es als Freundschaftsdienst an, die Tränenkanäle zu öffnen. Ich mag da radikal sein, aber in meinen Augen wäre ein zerstören der Statue Milde.


    Zu guter Letzt beginnt dann der große Kampf...Ich bin gespannt.

    So, auch ich habe endlich dieses Kapitel gelesen und ich muss sagen, der Autor erfüllt alle Erwartungen.


    Erstaunt hat mich das geistige Gefecht zwischen Kyrin und Buldagohm. Sie hat instinktiv richtig gehandelt und Abuliar das Leben gerettet. Auch in der Besonnenheit, einen weitern Quadratschädel zu besorgen ist sie wesentlich rationaler als der alte Zauberer. Ich fürchte nur, dass der gute Rubon seine Rechnung für die "Vermietung" drastisch nach oben schrauben wird.


    Und sie findet doch statt, die Hochzeit. Ich muss sagen, ich hatte nicht damit gerechnet. Besonders fraglich finde ich die Bedeutung der Rose. Zieht es wirklich auf Semire als Rose des Lustgartens ab oder handelt es sich um die andere Einstellung von Quilûn. Letzterer scheint völlig in seiner Sucht angekommen zu sein, auch wenn ich Semires Einschätzung nicht teile. Ich denke, er lässt sich steuern, aber nur bis zu dem Punkt an dem die Gemeinsame Sache mit Kyrin kommt. Ich hatte bei der Erwähnung der Arena schon an Brotan gedacht und mich gefragt, wie das Zusammentreffen sein wird.


    Und dann das, Brotan stirbt durch schnöden Verrat...mich würde interessieren, ob die Gravilier reagiert und Elaimon Gerechtigkeit widerfahren ist.


    Als ich Kyrins Ritual und die Beschreibung des neuen Imagolems gelesen habe war mir klar, dieser wird etwas besonderes. Ich denke, er wird mit Brotans Geist definitiv eine gewichtige Rolle spielen. Die Tatsache, dass seine Sinne so ausgeprägt sind werden auch die Verständigung mit Semire möglicherweise ermöglichen. Vielleicht wird er sogar einen freien Willen haben?


    Semire hingegen muss sich das erste mal Gefühlen stellen, die sie wirklich nicht kennt und nicht beherrscht. Ihre Reaktion finde ich daher völlig normal, auch das es ein Ereignis wie die drei Kerle braucht, um ihre Taubheit zu durchbrechen. Ich denke, sie wird jetzt doch einen Weg suchen, Tamira und eventuell Elaimon an ihrem Schmerz teilhaben zu lassen.


    Wenn man vergleicht, wie oft ich schon falsch gelegen habe ist das Buch wirklich gut und spannend. Wann kam der dritte Teil?

    Auch diesen Leseabschnitt wollte, nein konnte ich nur in einem Stück lesen. Der Titel hat genau das versprochen, was ich erwartet hatte. Es geht heiß her auf dem Berg :)


    Etwas bizarr mutet die Verlobungszeremonie an. Ich musste irgendwie an den alten Flash Gorden Film von 1980 denken bei den Rüstungen. Zumindest scheinen sich an dieser Stelle beide Beteiligten und die direkten Peers mit dem Arrangement abgefunden zu haben. Ich bin mal gespannt, wer sich in den folgenden zwei Wochen zu Wort melden wird. Ich gehe nach diesem Abschnitt davon aus, dass es nicht zu einer Eheschließung kommt.


    Fast schon heimelig wirkt dagegen das Aufnahme-Ritual der Gladiatoren. Was so ein Kuss doch mit der Muskelanspannung im Bauch anstellt :)


    Kyrin erhellt uns auch endlich, was die eigentlichen Absichten des alten Grafen angeht. Ich muss zugeben, ich hatte mit seinen Plänen gerechnet. Jetzt passt auch die Auswahl des unschuldigen Malers als Erbe ins Bild. Ebenso das eigenständige und emanzipierte bei Semire. Tragisch finde ich, dass der Pfeil durch Kyrin geschaffen wurde.


    Hatte Robert nicht im letzten Abschnitt noch gefragt, ob wir glauben, Alita und Quilûn zusammen passen? Etwas sorge mache ich mir mit ihrem Hals. Wäre es "nur" um blaue Flecken oder eine Wunde zu überdecken dürfte das Husten und die Gesichtsfarbe nicht so schnell eintreten. Gibt es neben der Ehe und einer möglichen psychischen Abhängigkeit Alitas eventuell noch eine physische? Hält der Zauber an dem Band sie etwa am Leben?


    Semire hingegen wirkt das erste mal verliebt :) Die beste Analogie die mir einfällt ist eine Folge der Serie Dark Angel, in der das Katzen-Gen der Protagonistin dafür sorgt, dass sie rollig wird. Sie verliert fast den Überblick über Flug und Fall :) Mich wundert es, dass es erst beim dritten Besuch im Lustgarten zu ihrer Niederlage kommt. Brotan beweist einmal mehr, dass er wesentlich mehr ist als das, was die Adligen in ihm sehen.


    Würde ich raten, ich würde sagen Semire befreit Brotan und Quilûn befreit Alita. Ich denke nicht, dass Kyrin zu ihrem Bruder stehen würde. Dieser Emporkömmling hat sich doch sehr von ihr entfremdet.

    Auch wenn dieser Leseabschnitt den Titel "Pflicht" trägt muss ich sagen, dass Buch zu lesen ist alles andere als eine Pflicht!


    Semires Auftritt nötigt mir Respekt ab. Sie ergreift die Initiative und geht nach vorne. Ich wünsche ihr tatsächlich, dass sie die Anerkennung erhält, die ihr zusteht. Und das, obwohl ich an dieser Stelle sie immer noch mehr mit Argwohn als mit Zuneigung betrachte. Auch die Einladung von Zulida und Muriol und der Dank für den Leutnant heben sie aus der Menge ab. Trotz des Aufwachsens als Adelsspross erkennt sie den Wert unabhängig der Herkunft.


    Unser wertgeschätzter Autor scheint mir eine Liebesgeschichte zwischen Tamira und Brotan nicht zu gönnen...tatsächlich kann ich mich mit dieser Alternative aber anfreunden. Semire hat also jemanden gefunden, der ihr Interesse regt und der sie als das sieht, was sie ist. Ich bin mal gespannt, wie das mit der arangierten Heirat mit unserem Malergrafen ausgeht.


    Kyrin hingegen zeigt erneut eine hohe Lösungskompetenz. Respekt wie sie den alten Magier zurück ins Leben holt. Ich wünsche Agohn das schlimmste :) Beeindruckend fand ich auch den Geheimeingang, hatte ein bisschen was Harry Potter.


    Der Tempel der Freude hingegen ist mir ein Mysterium. Eine Mischung aus Freudenhaus und Assasinengilde. Nicht nur Semire ist die Weberin suspekt. Tatsächlich ist der Webstuhl gut beschrieben. Ich konnte alle Teile an einem von Fenlinkas Webstühlen wiederfinden :) Sind das einfach Grundkenntnisse oder wird hier extra für das Buch recherchiert?


    Die Szene mit Quilûn und Alita hingegen lässt mich hoffen, dass er doch den Absprung vom Quadra schaft. Vielleicht könnte die Symbiose zwischen den beiden beide retten. Auch scheint Semire von einem kurzfristig Ausnutzen zu einem dauerhaften Zweckbündnis zu wechseln. Ich begrüße dieses.


    Brotan als Gladiator wird spannend. Er scheint sowohl in Ausbildung, Psyche und Konstitution definitiv im Vorteil zu sein. Auch sein Umgang mit dem armen Elaimoin unterscheidet ihn deutlich. Sollte Semire ihn erwählen und Elaimon noch leben wäre das ein interessanter Ansatz die beiden tiefen Häuser zueinander zu führen. Kann man eigentlich den Käfig um das Herz wieder entfernen?


    Einen wichtigen Schritt zum durchhalten hat Quilûn nun auch geschafft. Er hat ein Refugium gefunden, an dem er nicht mehr der Graf ist. Ich bin gespannt, was auf den verschlungenen Wegen der Lichtschächte noch passiert.


    Von dem Gedanken Tarima und Brotan habe ich mit jetzt leider verabschiedet. Die Szene in der Arena ist dann doch zu endgültig. Besonders nach dem Funken zwischen Semire und Brotan. Würde eine Heirat mit Semire ihn nicht auch unantastbar machen für Tarima? Auch auf die Gefahr hin, dass das Haus Eichforst dann nicht mehr Treu zu Schneegrund steht?


    Hach, das Buch gefällt mir...

    Ich könnte verstehen, wenn sie sich ihres Mannes entledigt, nein, ich wünsche es ihr sogar.

    Denkt Ihr, dafür ist Alita "der Typ"?

    Ich fürchte nicht. Ein nicht wesentlicher Teil der Frauen, die ich nach Situationen häuslicher Gewalt kennengelernt habe hat die Trennung nicht geschafft. Damit Alita es gelingen kann muss ein Auslöser her.


    Das interessiert mich auch: Denkt Ihr, Quilûn und Alita würden zusammen passen?

    Ja!

    So geht es also zurück zum Ausgangspunkt der Geschichte. Dem Schacht in dem Quilûn durch Semire gerettet wurde. Das kurze Liebesspiel mit der Zimila ist eine nette Ablenkung vom wesentlichen, man gönnt es unserem Maler.


    Alita Blitzdorn tut mir aufrichtig Leid. Sie ist dermaßen in dieser Tretmühle namens Ehe gefangen. Ich könnte verstehen, wenn sie sich ihres Mannes entledigt, nein, ich wünsche es ihr sogar. Sie würde doch gut zu Quilûn passen, was meint Ihr? Ich denke auch dieses Verhalten ihres Bruders wird Kyrin davon abhalten, sich ihm zu öffnen.


    Der Lichtfürst hingegen droht offen, dem armen Erlyk etwas anzutun. An dieser Stelle wünschte man sich, dass Quilûn nicht durch seine Sucht eingeschränkt wäre und ihn direkt in die Schranken weisen würde. Ich fürchte, ein offene Konfrontation wird nicht zu vermeiden sein. Doryam wünscht man, einen Heerzug anzuführen und das erste Opfer zu sein.


    Semire hingegen muss darauf achten, dass nächtliche Ausflüge mit den Eichforsts nicht ihr Geheimnis offenbaren. Langsam sollte selbst dem unbedachten Beobachter auffallen, dass sie im Umgang mit Waffen geübt ist.


    Mit den Gravionern schickt sich also eine dritte Macht an, den Berg beherrschen zu vollen. Buldagohm scheint Kyrin bestenfalls als hilfreiches Werkzeug zu sehen. Ich bin gespannt, ob und wie diese seit Jahren verbannten Köpfe tatsächlich "mitspielen" und eine Hilfe für Haus Schneegrund sein werden.


    Die Gedenkfeier ist der Moment, in dem ich dachte "Ja, deswegen hat der Graf den Maler ausgesucht..." Seine selbstlose Geste mit der Freigabe der Geiseln ist genau das Gegenteil dessen, was vom Establishment erwartet wurde. Er sieht die Welt nicht nur anders, er handelt auch anders. Auch Semire zeigt echte Trauer, so dass hier für mich bisher der "menschlichste" Teil dieses Buchs ist.


    Ach Kyrin... so schlecht kann man doch eigentlich nicht lügen, oder? Ich fürchte, Semire wird offen in den Konflikt mir ihr gehen. Das anschließende Gespräch mit Quilûn deutet für mich auf jeden Fall in diese Richtung.


    Traurig bin ich, dass Quilûn mit der Flechte versorgt wurde :( Von der Wirkung her scheint es ähnlich wie Kokain zu wirken. Es schärft die Sinne und führt zu einem Leistungshoch :(


    Auch unsere zwei Liebenden haben wieder ein kurzes Schauspiel. Brotan verspürt das erste mal wirkliche Angst - wie ich finde völlig verständlicherweise - und zeigt, dass der "Wilde" immerhin nicht wehrlos ist. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Tarima und er doch noch zu einander finden. Immerhin zeigt er ja bereits erste "Erkenntnisse". Was auf dem Berg scheinbar komplett fehlt sind wirklich Regeln zum Umgang mit gefangenen Gegnern :(

    Nach einem epochalen Einstieg wird es nun etwas ruhiger in der Geschichte. Ich muss mich Rhea anschließen, ich hatte mehr auf unseren Malergrafen gesetzt. Die Flechte scheint doch extrem süchtig zu machen, seine Symptome sind ja schon die eines kalten Entzugs. Hier hätte es Semire durchaus schaffen können, sich Sympathien bei mir zu erkaufen, hat sie aber nicht. Ihr Weg, das Rauschmittel zu nutzen um Quilûn zu lenken ist konsequent aber auch sehr unschön. Zumal sie selber ja auch schon festgestellt hat, dass es dann irgendwann mit seiner Beseitigung enden muss. Ich sehe hier auch keinen Widerspruch zum Umgang mit ihren Blumen. Der "Wert" der Blumen und ihr eigener Ertrag ist am höchsten, wenn diese ihre Situation als angenehm sehen und dies der Kundschaft vermitteln. Semire wäre vermutlich der bessere Graf des Hauses, aber hier fehlt Ihr die Weitsicht, dass eine Allianz mit Quilûn vielleicht mehr bringen könnte als sein Steuern.

    Meine Grubenlampe ist frisch entstaubt, die Reise kann beginnen…


    Wobei, tatsächlich kann die Lampe erst einmal aus bleiben. Das erste das mich irritiert, ist ein Fürst des Hauses Schneegrund niedriger gestellt als ein Graf? Oder haben diese Titel nur bedingt mit der Stellung zu tun?


    Ohne Atempause geht es weiter in die nächste Schlacht. Semire verdient sich meinen Respekt mit ihrer Kriegskunst. Der Ausfall und der Angriff auf die Hafenanlagen könnten zeitlich nicht besser ausgesucht sein. Es tut mir leid für sie, dass trotz allem Einsatz und allen Erfolgen ihre Krieger immer noch lieber einem Stutzer folgen. Zumal Semire sich dem Risiko und der Chance sehr bewusst ist, wie ihre Feststellung zeigt, dass es entweder gut ausgeht oder sie am morgen nicht mehr Aufwacht.


    Die Schlacht selber ist sehr gut beschrieben. Besonders das Momentum der Überraschung ist wirklich nicht zu unterschätzen. Wenigstens hatte Semire tapfere Soldaten mit, die Ihr das Leben gerettet haben und nicht nur sich in den eigenen Helm erbrechen.


    Bei aller Weitsicht, Finesse und Intelligenz werden wir doch Zeuge, wie jung Semire eigentlich ist. Das es sie überrascht, dass die Frauen geschändet werden und der Drang einzuschreiten machen wie menschlich. Kyrin hingegen übernimmt hier die kühl kalkulierende Rolle und rettet die Situation – so frustrierend sie ist, so real ist diese „Feier“ des Sieges. Der Krieg ist so viel hässlicher als in den Liedern.


    Die Cleroniten hingegen erinnern mich stark an Rotkreuzler. Sie sind irgendwie neutral und helfen ungeachtet der Fraktionen nach dem Maß des Leids, sehr löblich. Das das Haus Sturmruf versucht, aus der Situation Kapital zu schlagen zeigt einmal mehr, dass das politische Gefüge mit „fragil“ sehr gut umschrieben ist. Ich bin mal gespannt, ob sich die Fehde zu einem Brand ausbreitet oder endet.


    Auch Brotans Schicksal begleitet uns weiter. Er ist nach wie vor ungebrochen und ich wünsche ihm alles Gute. Ich setze auf den neuen Grafen, dass dieser mit den Traditionen bricht. Ja, ich habe immer noch Hoffnung, trotz oder gerade wegen den Erfahrungen mit diesem Autor 😊


    Wenn ich wetten sollte, würde ich auf eine enge Verbindung zwischen Tamira und Brotan wetten, und das nicht wegen dem Stockholm-Syndrom sondern wegen echter Zuneigung und Respekt…


    Zu guter Letzt in diesem Abschnitt erfahren wir noch, dass Semires Blume wirklich Kyrins Treiben entdeckt hat. Ich bin mehr als gespannt, was es mit dem Steinkopf auf sich hat. Ich denke, dass die Kommunikation früher oder später gelingen wird. Unweigerlich habe ich bei dem Steinkopf immer das Gesicht von Bo aus einem anderen Universum vor mir.


    Alles in allem bin ich sehr schnell wieder in die Story eingestiegen und freue mich auf das, das da noch kommen wird.


    p.s. Erster! :)

    Das hat nichts mit gefühllos zu tun! Aber in der Szene wirkt diese Frau wie ein Blondchen und das ist sie nicht. In friedlichen Zeiten, könnte man eine solche Reaktion noch erwarten, aber nicht in dieser Situation, in der sie selbst unter Spannung steht. Dass sie die Störung bedauert, ja, aber dass sie ihn hindern will sich zu melden, nee. Sie ist keine verkaterte Künstlerin, sondern eine Managerin.

    Hier würde ich wiedersprechen wollen, also tu ich das :) Was spricht dagegen, sich in einer solchen Situation ein kleines bisschen Heile Welt retten zu wollen? Die Probleme sind ja auch eine Stunde später noch da. Auch Managerinnen sind Menschen :)

    So... da war sie, die große Verhandlung. Hatten wir im vorherigen Leseabschnitt noch das Thema Moral hat der Autor hier wirklich jeden Trigger bei mir gefunden.


    Die Quabiten stehen so ziemlich gegen alles, was mein moralischer Kompass hergibt. Ihr "befrieden" ist nichts anderes als eine totalistische Diktatur. Wie kann ein erzwungener, durch Unterdrückung der Individuuen Zustand Frieden sein? Wir sind die Borg, Wiederstand ist nötig!


    Die Lösung ist faszinierend. Ich freue mich für Rhekla, dass Sie überlebt hat. Auch freue ich mich für die Rhos und die anderen "Töchter". Wenn das Experiment Krusenstern + x gelingt werden aus den Parasiten Smybionten. Ich denke auch, das Avea die erste Regierungschefin der neuen Welt der LFT sein wird, zumal Sie für einen Galax ein spannendes "Geschenk" kaufen kann :)


    Erstaunlich finde ich, wie schnell auf einmal das Buch zu Ende war. Hier hätte es durchaus noch etwas mehr Geschichte geben können. Ist geplant, ob diese Storyline weitergeht?


    Ansonsten bleibt mir nur festzustellen, dass das Buch mir sehr gut gefallen hat und ich mich freue, zukünftig weiter an Leserunden hier teilzunehmen :) Jetzt muss morgen auf der A2 das Hörbuch zum ersten Silberband herhalten. Ich danke euch für die gemeinsame Reise.

    Hier haben wir die Zuspitzung hin zum Klimax. Marian macht sich Sorgen um Amaya und gleichzeitig wechselt der Schauplatz auf die Krusenstern. Man könne also sagen, die Quabiten – endlich kennen wir ihren Namen – haben also einen erheblichen Raumgewinn zu verbuchen. An der Stelle, wie geht es eigentlich Thomas und Epi? Gibt es in der Zukunft vielleicht eine Fortsetzung?

    Der Kampf zwischen ADAM und Ferdinand weckt in mir noch einmal die Frage, wer ist der eigentliche Herr auf der Krusenstern? Die Posbis oder Viccor? Spätestens mit dem Labyrinth (Wieso muss ich hier so intensiv an den Trollkönig denken? RIP) scheint es ja mehrere „Herrschaftsbereiche“ zu geben.

    Rheklas Rolle wird hier auch spannend. Sie ist zeitgleich Teil des Kollektivs und setzt sich als Individuum ab. Spätestens mit der Guerilla-Aktion mit dem Grünen Heinrich zeigt sich, dass sie nicht mit den Exodus-Plänen der Quabiten einher geht. Und ja, besonders an dieser Stelle erinnert mich der grüne Heinrich sehr an Posimon. Schade, dass es ihm nicht mehr gelungen ist, sich selbst noch abzuschalten.

    Wie steht Ihr dazu? Ist es moralisch akzeptabel die Tau zu töten? Oder sind sie nur Opfer, die es zu schützen gilt? Man würde durch ihre Exekution eine wichtige Waffe der Quabiten zerstören und vermutlich viele andere retten. Einzelne zu Opfern zum Wohle vieler hat in anderen SciFi Franchises schon gewirkt.

    Interessant finde ich das Angebot Amayas, das ganze „Auszudiskutieren“ und Perry entscheiden zu lassen. Ich würde sagen, der Schachzug ist geschickt und die Chancen stehen 50/50.