Beiträge von Minou76

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

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    Ich habe das Buch mittlerweile auch gelesen...und weiß nun auch wieder, warum ich solche Bücher üblicherweise nicht lese ;).


    Um wirklich Tiefe aufzubauen ist das Buch schlicht zu dünn, gut 200 Seiten reichen leider weder hinten noch vorne, um etwas anderes als die Aneinanderreihung von Fakten zu liefern. Und so rauscht eben irgendwie auch alles zügig vorbei, mir als ehemals verheiratete, später allein erziehende Mutter, auch sehr vertraut...aber ohne, dass ich so richtig mit der Dame warm werde.


    Dazu wieder diese zwanghafte Partnersuche als allein selig machendes Lebensmodell...nein, das ist mir nicht komplex genug.


    Grundsätzlich hätte ich mir vorstellen können, die Geschichte zu hören (im Auto bin ich weniger wählerisch, da die Aufmerksamkeit sowieso nicht ungeteilt ist), aber in meiner freien Couchzeit habe ich lieber andere Geschichten um mich, die mich wirklich berühren oder zum Nachdenken anregen.


    Sicherlich unterhaltend, aber eben einfach nicht meins.

    Da mir auch die vorigen Bücher der Autorin sehr gut gefallen haben konnte ich hier nicht länger geduldig sein...am Wochenende habe ich "Die Lilienbraut" verschlungen.


    Wie auch in den anderen Geschichten der Autorin wird auf zwei Zeitebenen erzählt - und wie immer mag ich die in der Vergangenheit deutlich lieber. Bei den Gegenwartserzählungen ist mir stets ein bisschen zu wenig Tiefe dabei...und es "schmalzt" auch immer mal wieder gerne zu stark für meinen Geschmack.


    Die Reisen in die Vergangenheit dagegen lassen, wie ich finde, die Zeit stets klar wieder vor den Augen erstehen. So auch in diesem Fall...gerne habe ich die junge Nellie begleitet. Neben ihrem persönlichen Schicksal sind mir auch die übrigen handelnden Charaktere wie beispielsweise ihr Bruder sehr ans Herz gewachsen und ich konnte das Buch wirklich fast nicht mehr aus der Hand legen....der Schreibstil ist angenehm und flüssig, plätschert so angenehm vor sich hin...

    Ganz lesefreie Zeiten hatte ich gar nicht...nicht, nachdem ich das Lesen erlernt hatte ;-).


    Aber in der Zeit, als meine Tochter klein war habe ich deutlich weniger gelesen...abends war ich zu müde und bin früh zu Bett und tagsüber konnte ich viel zu selten mal durchschnaufen...und da habe ich dann eher Haushaltsdinge erledigt. Da habe ich dann für ein Buch auch mal viiiiiiiiele Wochen gebraucht ;).


    Grundsätzlich ist Lesen für mich ein echtes Grundbedürfnis...

    Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass der Film auf einem Buch basiert, was ich nun sehr schade finde - dann hätte ich das Buch nämlich vorher gelesen.


    So kann ich nur über den Film sagen, dass er sehr sehenswert ist und mich sehr berührt hat. Ich befasse mich sonst filmisch abends nicht gerne mit so ernsten Themen, weil der Tag üblicherweise schon so anstrengend genug ist und ich abends lieber abschalte, aber "Still Alice" war es wirklich wert.

    Ich bin relativ leicht zum Heulen zu bringen bei Büchern und Filmen. Spontan fallen mir natürlich nur wenige Beispiele ein ... die von Minou genannte Szene gehört auf jeden Fall dazu.


    Und in der "Unendlichen Geschichte" die Uyulála und

    Ich bin nicht nah am Wasser gebaut, aber da könnte ich auch schon heulen, wenn ich nur daran denke.

    Ich bin ja ein großer Vernau-Fan, aber dieser Band hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen.


    In der Kulisse Israels habe ich mich nicht wohl gefühlt (warum, kann ich leider nicht konkret benennen) und die Geschichte empfand ich auch als ungewohnt zäh. Die Vorgängerbände haben mich immer so gerissen, dass ich sogar mit dem Kochlöffel im Topf rührend weiter gelesen habe - das war hier definitiv nicht der Fall.


    Ehrlich gesagt hat mich nur bei der Stange gehalten, dass der Folgeband wieder in Berlin handelt, wo dann auch bekannte Nebenfiguren wieder ihre Rolle einnehmen können. Diese habe ich bei "Totengebet" sehr vermisst.

    Nachdem Hören von "Die geheime Mission des Kardinals" von Rafik Schami habe ich mir gemahlenen Kardamom gekauft und packe ihn immer noch ab und zu sehr gerne in meinen Kaffee.

    Das mache ich auch...und ein bisschen Zimt und Ingwer...

    Als Kinder haben wir manchmal Szenen aus Büchern nachgespielt, z.B. dass wir auf Fuchur über Phantasien fliegen.


    Und wir haben einen Harry-Potter-Fanclub gegründet, Zaubersprüche aus den Büchern auswendig gelernt und gezaubert. Mein Opa hatte uns dafür extra Zauberstäbe gebastelt und meine Mama hat eine Harry-Potter-Party organisiert. <3


    Stimmt, das kenne ich auch. Harry Potter gab es da noch nicht, aber wir haben "Die kleine Hexe" nach Ottfried Preussler gespielt.

    Ich habe vor ein oder zwei Jahren Stuten nach einem Rezept in einem Buch nach gebacken...immer wieder war davon die Rede und mir lief zunehmend das Wasser im Munde zusammen.


    Am Ende gab es dann mehrere Rezepte und der legendäre Stuten war auch dabei...da konnte ich nicht widerstehen...

    Ich spare mir die Einzelbewertungen zu den Vorbänden, denn eigentlich ist das Ganze eine nicht zu trennende Gesamtgeschichte.


    Besonders interessant ist es natürlich, die Entwicklung der handelnden Personen und Geschehnisse zu sehen. Als lesender Beobachter war ich eigentlich schon im ersten Band traurig, weil mir klar war, dass das Leben dieser Menschen völlig auf den Kopf gestellt werden wird.


    Bei so manchen Gepflogenheiten (der Gong zum Dinner) war ich sehr an meine Lieblingsserie Downton Abbey erinnert - das Ganze nun auf deutschem Boden. Während der Gong geschlagen und Bäder bereitet werden, die Kinder von Säuglingsschwestern und Kindermädchen betreut werden, weiß man schon, dass das alles eine Ablaufzeit hat. Für die Menschen, die diesen Wandel haben ertragen müssen, insbesondere die älteren, muss das der absolute Horror gewesen sein. Ihnen wurde im Prinzip die Daseinsberechtigung entzogen. Die Bodenreform in der ehemaligen DDR, nur bekannt aus dem Fernsehen und den Geschichtsbüchern, bekommt hier trauriges Leben.


    Dagegen steht der Einblick in das Leben der "Leute", deren Lebenszweck dann eben auch ein jähes Ende nimmt. Einerseits sicherlich Befreiung und der Weg zu mehr Gerechtigkeit, andererseits natürlich auch dort völlige Ungewissheit und der Entzug von Daseinsberechtigung...Stubenmädchen, Köchinnen, Diener usw. wurden nicht mehr gebraucht.


    Die Autorin hat am Ende gelistet, was an der Geschichte real ist und was entsprechend Fiktion...für meinen Geschmack war hier traurig viel real. Daran kann man sehen, dass das Leben Geschichten schreibt, die man keinem Film abnehmen würde. Auch sehr viele Ungerechtigkeiten, die schwer zu ertragen sind. Sie haben Konsequenzen für viele Leben und haben auch viele beendet.


    Frederike als Hauptperson hat mich sehr beeindruckt und ich hoffe sehr, dass sie es irgendwann leichter im Leben hatte.


    Für mich ist diese Reihe bisher ein echtes Lesehighlight 2020, eine absolute Leseempfehlung und bekommt von mir


    :5ratten: .