Beiträge von Alexander90

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Lucas Corso ist Bücherjäger und erhält den Auftrag, das Buch "Die neun Pforten ins Reich der Schatten" auf seine Echtheit hin zu überprüfen. Hierzu muss er es mit den letzten beiden anderen verbliebenen Exemplaren vergleichen. Wieso es nur noch 3 Exemplare gibt? Weil der für den Buchdruck Verantwortliche angeblich mit dem Teufel im Bunde stand und hierfür zusammen mit seinen Büchern auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Doch bald merkt er, dass sich auch andere für das Buch interessieren...


    Meine Meinung:

    "Die neun Pforten" ist einer meiner Lieblingsfilme. Umso mehr freute ich mich, als ich endlich die Buchvorlage hierzu lesen konnte. Man möge es mir also verzeihen, wenn ich beim Rezensieren immer wieder auch auf den Film zurückkomme.

    Nach einem etwas zähen Einstieg nimmt die Handlung Fahrt auf und man rätselt mit Corso, was es mit diesem Buch auf sich haben könnte. Stand der Buchdrucker wirklich in Verbindung mit dem Teufel? Was ist das Geheimis des Buches? Lässt sich damit wirklich der Teufel beschwören? Und wieso erinnern Corso alle Menschen um ihn herum an die drei Musketiere? Während des Lesens hatte ich ständig das gleiche nagende Gefühl im Hinterkopf, mit dem ich mir auch schon beim Schauen des Films Gedanken über die neun Pforten machte. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass die Holzschnitte, die für mich immer eine mysteriöse Faszination ausgestrahlt haben, auch im Buch abgebildet werden. Dies lässt einen viel tiefer in das Rätsel um die Bücher eintauchen, als wenn man die Holzschnitte nur beschrieben hätte. Corso als Charakter wird wunderbar mit all seinen Facetten beschrieben, auch seine Gedanken und Gefühle in den Situationen, die er durchlebt, werden nachvollziehbar beschrieben.

    Nebenbei wird einem auch die Faszination für Bücher nähergebracht - nicht einfach nur die Geschichten, die Bücher erzählen, sondern Bücher an sich. In einem Kapitel wird Corso von zwei Buchdruckern erläutert, wie es theoretisch möglich wäre, nahezu perfekte Fälschungen von Büchern herzustellen. Dieses Thema mag auf den ersten Blick eher langweilig klingen, ist im Kontext der Geschichte aber so spannend erzählt, dass ich selber erstmal angefangen habe, mich weiter über Buchdruck und Buchbinden zu informieren - das nur als kleiner Hinweis am Rande^^. Schön ist auch, dass jedes Kapitel mit einem Zitat aus den drei Musketieren eingeleitet wird, die zum Kapitel passen - in Anbetracht der Tatsache, dass Dumas und die drei Musketiere eine äußerst wichtige Position in der Handlung einnehmen, ist dies ein schönes Detail.

    Mein Fazit: Ich bin begeistert. Die Geschichte um Corso ist hervorragend detailreich beschrieben und lässt einen kaum los. Ich vergebe 5 von 5 Pentagrammen:D


    5ratten


    Eine Anmerkung noch zum Film, den ich im Anschluss an die Lektüre noch einmal gesehen habe: Wieder einmal habe ich mir einen Film ruiniert, indem ich die Buchvorlage gelesen habe. Wieso heißt die Verfilmung nunmehr "Die neun Pforten" und nicht "Der Club Dumas"? Weil man alles - wirklich alles! - um den Club Dumas aus dem Film gestrichen und abgeändert hat! Das Ende wurde ebenfalls abgeändert. Hierdurch wurde die Handlung stellenweise stark verändert, Charakteren wurden andere Rollen zugeschoben - Blergh! Der Film ist immer noch gut, insbesondere die Filmmusik ist großartig, aber im Vergleich zur Vorlage hat man hier, wie ich nun erkennen kann, doch leider einiges kaputt gemacht.

    EDIT: Und dass man die Namen im Film amerikanisiert hat, geht mir auch gewaltig gegen den Strich. Aus Señor Lucas Corso wird Mister Dean Corso, aus Taillefer wird Telfer und die Baronin Ungern wird zur Baronin Kessler? Die Namen hätte man meiner Meinung nach ruhig in Ruhe lassen können.

    EDIT2: Nachdem ich mich durch den Thread gelesen habe, muss ich den anderen im Bezug auf das Ende zustimmen, es wirkte etwas unausgegoren und hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen. Ich bleibe trotzdem bei meiner Bewertung, da ich den Rest des Buches großartig finde. Es kann natürlich auch an meiner Enttäuschung über den Film liegen, die das Buch noch einmal umso besser erscheinen lässt, aber das ist mir egal, ich lasse das jetzt so^^

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    So, heute mal mit "Die einsame Bodybuilderin" von Yukiko Motoya angefangen - ich teste mal, wie ich mit dem Lesen mehrerer Bücher gleichzeitig klar komme (normale Bücher zuhause, Ebooks unterwegs/in der Mittagspause - so spare ich mir das Büchertragen und die Bücher müssen auch keinen unter Umständen rauen Transport durchmachen:))

    Ich befinde mich in einer kleinen, von zwei Brüdern geführten Buchdruckerei in Spanien, um herauszufinden, ob es sich bei einem okkulten Buch um eine Fälschung handelt. Den ursprünglichen Drucker hat das Buch schon auf den Scheiterhaufen gebracht, mal schauen, was mir das gute Stück beschert^^

    Erst in zwei Wochen, vorher gilt es noch nicht ;-)

    Windows halt, da brauchen die Updates immer so lange:D


    Plane übrigens, mir bald einen neuen Reader zuzulegen - 7 Zoll mit Blättertasten, Optionen wären also der Kindle Oasis und der Tolino Vision 5. Die werden aber noch über Micro-USB geladen. Jetzt warte ich darauf, dass endlich Ebook-Reader mit USB-C Buchse erscheinen, damit ich nur noch ein Ladegerät für alles brauche. Mal abwarten...

    Wenn Du geimpft bist, solltest Du dich doch über Deinen neuen Mikro-Chip einwählen können? ^^


    Der kann aber auch nur 5G, wurde mir im Impfzentrum gesagt. Rückständige Technologie unterstützt er nicht.

    :totlach:


    Finde die 3G-Abschaltung sowieso zu früh, wo noch nicht mal flächendeckendes 4G ausgebaut ist.

    War aber immer zu geizig für das Mobilfunkmodul beim Kindle - wenn ich unbedingt unterwegs ein Buch kaufen muss, mache ich einen Hotspot mit dem Handy auf.

    Aber schade ist es schon, wenn durch sowas Features wegfallen.

    Der Gedanke "Was wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte?" beschäftigt sicher viele von uns - oftmals länger, als uns lieb ist. Nora erhält, nachdem sie sich entschieden hat, zu sterben, diese Gelegenheit und kann in der Mitternachtsbibliothek alle Leben ausprobieren, die sie hätte haben können, wenn sie sich anders entschieden hätte. Dabei erfährt sie, dass alle Entscheidungen auch ihre Schattenseiten haben und noch so einiges anderes für sich selbst.


    Ich habe dieses Buch quasi inhaliert und konnte es kaum weglegen, so fasziniert hat mich die Geschichte um Nora, in die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Man fiebert förmlich mit und fragt sich, ob sie doch noch das für sie richtige Leben findet. Was sie fühlt, was sie denkt ist dabei sehr nachvollziehbar geschildert, was der Identifizierung mit Nora sehr zugute kommt.

    Die Thematik der Mitternachtsbibliothek und die sich für Nora ergebenden Lektionen regen auch zum Nachdenken über das eigene Leben und die eigenen Entscheidungen an und was man daraus machen möchte.

    Ich war hin und weg und kann die Lektüre absolut empfehlen. 5/5.

    5ratten

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    (Ich war mal so frei, die aktuelle ISBN rauszusuchen, weil sich das Cover ja doch stark verändert hat - macht sich auf jeden Fall gut im Bücherregal!)



    J.R.R. Tolkien - Nachrichten aus Mittelerde


    Bei Nachrichten aus Mittelerde handelt es sich um eine lose - ja was genau? Ich wollte es erst Geschichtensammlung nennen, doch dieser Begriff ist irgendwie unpassend. Eine Sammlung von Geschichten, unvollständigen Bruchstücken und Überlegungen zu Tolkiens Erzählungen, das umschreibt es ganz gut - oder einfach: Nachrichten aus Mittelerde!

    Christopher Tolkien hat diverse Erzählungen und Auflistungen seines Vaters genommen und in diesem Buch zusammengeführt für Menschen, die nach dem Hobbit, dem Herrn der Ringe und dem Silmarillion immer noch nicht genug haben.

    Neben den Geschichten Tuors und der Kinder Hurins (die in eigenen Büchern noch einmal ausführlicher behandelt werden) gibt es auch Informationen zur verlorenen Insel Numenor, Überlegungen über Galadriel und Celeborn und jede Menge Zusatzinfos zum Herrn der Ringe.

    Für mich begann es sehr interessant, da ich die Geschichten Tuors und der Kinder Hurins bereits kannte und erwartete, dass es sich auch beim Rest des Buches um derart gestaltete Geschichten handeln würde. Ab der Mitte zog es sich jedoch immer mehr, da es teilweise (wie z.B. bei den Überlegungen, was Galadriel und Celeborn im zweiten Zeitalter gemacht haben könnten, wohin sie gereist sein könnten etc.) für mich doch sehr theoretisch wurde und ich froh war, mit dem Buch fertig zu sein.

    Man erfährt jedoch so unglaublich vieles über Tolkiens Welt, das einem zuvor noch nicht bewusst war - man kann nur erahnen, wie weit sich die Geschichte Mittelerdes und der anderen Kontinente in Tolkiens Kopf erstreckte - aber um all das erzählen zu können, hätte er wahrscheinlich 200 Jahre alt werden müssen.

    Ist man Tolkien-Fan und will wirklich ALLES über diese Welt erfahren, ist dies eine gute Ergänzung, um sein Wissen zu erweitern. Neulingen rate ich jedoch dringendst von diesem Buch ab - der Anfang bei Tolkien sollte meines Erachtens nach immer über den Hobbit und den Herrn der Ringe gehen.


    Insgesamt gesehen habe ich viel über Mittelerde gelernt, aufgrund der Längen und allzu theoretischen Überlegungen (hat Denethor einen Palantir benutzt? Was könnte er gesehen haben? etc. etc.) vergebe ich jedoch nur 3 von 5 Nagetieren.

    3ratten

    Ich habe tatsächlich ab und zu wissend genickt und gedacht, jaja, so macht man das heute in Wirklichkeit auch.

    Mir ging es genau so, einiges kam einem erschreckend bekannt vor^^"

    Persönlich lag mir das Buch allerdings weniger, es fühlte sich beim Lesen alles sehr langsam und sehr gemächlich entwickelnd an, vieles zog sich. Aus Post-Lockdown-Perspektive ist das aber sehr realistisch!

    "Der Fremde" lag mir da weit mehr.

    So, gestern und heute wieder Beute gemacht:

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    Arturo Perez-Reverte - Der Club Dumas

    Die Vorlage für den Film "Die neun Pforten" mit Johnny Depp - den Film fand ich schon immer großartig, ich bin gespannt, wie viel besser die Buchvorlage ist^^


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    T.J. Klune - Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte - die Beschreibung klingt super interessant und der Hauptcharakter ist Beamter - damit ist er mir altem Bleistiftschubser direkt mal sympathisch:P


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    J.R.R. Tolkien - Nachrichten aus Mittelerde

    Lese es ja gerade über die Onleihe - es gefällt mir aber jetzt schon ganz gut, da kommt es direkt ins Regal (und ich habe den Vorteil, dass ich Zuhause mit dem dicken Schmöker hantieren kann und unterwegs nur den kleinen Ebook-Reader mitnehmen muss)

    eigentlich würde ich es zb meiner Nichte noch nicht erlauben ^^sie ist jetzt 13 und daher in dem Alterspektrum in dem ich es gelesen habe. Ich meine ich war sogar erst 12 oder so. Bin mir aber nicht mehr sicher.

    Das kann ich nachvollziehen, ich wüsste nicht, ob ich damit einverstanden wäre, wenn meine Nichte (meine ist jetzt 6, hoffentlich können wir ihr das Lesen bald näherbringen^^) mit 12-13 schon Bücher lesen würde, in denen Menschen ermordet werden. Ich kann das aber schlecht beurteilen, vielleicht sind die Kids von heute ja auch abgehärteter und vertragen mehr, als wir ihnen zutrauen?


    Wir mögen das hier sogar gerne, wenn alte Threads neu belebt werden :daumen:

    Das ist gut zu wissen, Von anderen Foren kenne ich es nur so, dass man direkt als Leichenfledderer o.Ä. betitelt wird, wenn man ältere Threads hervorholt:D. In einem Literaturforum, in dem es eigentlich ganz logisch ist, dass man gute Bücher erst nach (im Vergleich zu anderen) Ewigkeiten für sich entdeckt und es deshalb durchaus mal vorkommen kann, dass ein Thread ein paar Jahre ruht, macht es Sinn, dass man das anders handhabt.

    So, eigentlich hatte ich mir als Nächstes die Mitternachtsbibliothek vorgenommen, da ich aber eher Lust darauf bekommen habe, mir mal wieder Werke Tolkiens zu Gemüte zu führen, habe ich mir spontan "Nachrichten aus Mittelerde" aus der Onleihe ausgeliehen. Das wird später bestimmt auch eine Anschaffung fürs Bücherregal:D


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    Ich hoffe mal, es ist ok, nach fünf Jahren einen alten Thread für eine Rezension hervorzukramen...

    In "Das Parfum" von Patrick Süskind geht es um Jean-Baptiste Grenouille, der ins stinkende Paris des 18. Jahrhunderts hineingeboren wird und ohne Liebe, dafür mit einem unglaublich ausgeprägten Geruchssinn aufwacht, den er jedoch nur für egoistische, bösartige Zwecke einsetzt.

    Ich persönlich habe dieses Buch förmlich inhaliert (ja, der Witz musste sein^^) und konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Jean-Baptistes Welt der Gerüche ist unglaublich groß und wortreich beschrieben, auch ist es faszinierend, einmal die Geschichte eines "bösen" Charakters zu lesen. Davon, wie gezielt Jean-Baptiste auf seine Ziele hinarbeitet, war ich ganz gefangen und wie kaltherzig er mit anderen Menschen, insbesondere seinen Opfern, umgeht. Er ist ein Charakter ohne Empathie, ohne Rücksicht auf andere Menschen, immer nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und dabei so geschickt, andere Menschen nicht merken zu lassen, wie er sie indirekt beeinflusst.

    Daher gibt es von mir 5/5 Ratten.

    5ratten

    Ich lese gerade den Schwalbenturm von Sapkowski (Hexer-Reihe):

    Ich bin gerade mitten im dritten Kapitel und endlich mal wieder richtig begeistert von der Reihe. Es passiert halt auch Mal wieder was.

    Daher werde ich jetzt auch sofort loslegen mit dem Lesen.

    Ah, sehr schön. Die Reihe zieht sich an manchen Stellen, ist aber aus meiner Sicht insgesamt richtig gut, insbesondere da es vom Setting her weniger dieses "Heile-Welt-Ritter-tötet-Drachen-und-rettet-Burgfräulein-Mittelalter" ist, sondern eher ein "Sinnlose-blutige-Kriege-und-Leid-Mittelalter" ist^^