Beiträge von Alexander90

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

    Diesen Monat nicht ganz so viel geschafft - ich habe aber auch mit "Der Name der Rose" angefangen - so ein Klopper braucht natürlich etwas mehr Zeit als so ein Roman mit seinen ~250 Seiten Hauch von Nichts:err:. Und Überhaupt: Man liest ja nicht, um besonders viel zu lesen, sondern aus ganz eigenen Gründen.


    Margarete Stokowski - Untenrum frei ++

    Großartig. Sollte insbesondere jeder Mann gelesen haben, der Feminismus als reinen Männerhass missversteht.


    Terry Pratchett - Gevatter Tod (Scheibenwelt Teil 4) +

    Gute Unterhaltung, Tod ist ein toller Charakter.

    (hier muss ich mir erstmal den Höhlenforscherhelm aufsetzen, es kommt nicht alle Tage vor, dass man einen 15 Jahre alten Thread ausgräbt:D)


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    J.R.R. Tolkien - Das Buch der verschollenen Geschichten, Teil 1 und 2


    Wer das Silmarillion gelesen hat, kennt sicher die vom Schreibstil an das alte Testament erinnernde Sammlung, die den gesamten von Tolkien geschaffenen Schöpfungsmythos und die Geschichte seiner Welt enthält.

    "Das Buch der verschollenen Geschichten" war ein Versuch, all diese Geschichten in eine Rahmenhandlung einzubetten, in der dem Seefahrer Eriol all diese Geschichten beim Kaminfeuer erzählt werden. Die Geschichten befanden sich zu dieser Zeit noch in einer sehr frühen Fassung, Christopher Tolkien erläutert hierbei ausführlich die Unterschiede und Veränderungen, die sie bis zum Silmarillion durchgemacht haben.


    Ich finde es unglaublich, mit welcher Akribie sein Sohn Christopher die aus dem Nachlass entstandenen Werke aufbereitet hat und mit welchem Detailgrad er die verschiedenen Fassungen der Werke vergleichend gegenüberstellt, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Widersprüche und Änderungen herausarbeitet, als hätte er geschichtliche Quellen vor sich. Und je mehr ich über seine Arbeit erfahre - der Nachlass war ein heilloses Durcheinander an Notizbüchern, losen Zetteln, teilweise auf die Rückseite anderer Dokumente geschrieben - desto mehr bewundere ich, dass er sich durch all das durchgekämpft hat und uns so Tolkiens Welt ein gutes Stück näher bringen konnte.


    Aus diesem Detailgrad ergibt sich natürlich die Konsequenz, dass das Buch stellenweise etwas anstrengend ist, allein durch die ewigen Vergleiche und Gegenüberstellungen, wie sich z.B. die Namen in den verschiedenen Geschichtsversionen verändert haben oder wie sich die Geschichten in ihrer Handlung unterscheiden. Dafür erhält man jedoch noch tiefere Einblicke in Tolkiens Welt und Arbeitsweise.


    Drei der im Buch der verschollenen Geschichten - namentlich die Kinder Hurins, der Fall von Gondolin und Beren und Luthien - wurden später noch einmal separat in Buchform veröffentlicht. Da ich alle drei Bücher bereits zuvor gelesen habe, waren diese drei Geschichten für mich somit leider schon bekannt - ich empfehle Interessierten, die verschollenen Geschichten vor den drei genannten Büchern zu lesen.


    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich kann es allen empfehlen, die noch tiefer in Tolkiens Welt einsteigen wollen und vergebe daher 4/5 Ratten (eine Ratte hat sich wegen der oben genannten Anstrengungen davon gemacht). Wie immer gilt hier jedoch meine Warnung - wer noch nie ein Werk von Tolkien in der Hand hatte, sollte dringendst die Finger davon lassen! Fangt mit dem Hobbit und dem Herrn der Ringe an, wollt ihr dann noch mehr wissen, nehmt euch das Silmarillion vor. Wenn euch das noch nicht endgültig verschreckt hat, dann könnt ihr euch an die verschollenen Geschichten und andere Tolkien-Bücher heranwagen.


    4ratten

    Wir haben sowohl 1984 als auch Animal Farm und Brave New World Mitte der '70er Jahre (also noch vor 1984..;)) in der Schule gelesen, Alexander90 .. echte "Klassiker" also.. :S

    Ich hätte es gerne auch schon in der Schule gelesen - besonders seit den Snowden-Enthüllungen ist das Buch für mich umso bedeutsamer geworden, gerade deshalb würde ich es sehr befürworten, wenn es öfters auf dem Lehrplan landen würde.


    gerade nachgeschaut, mein Expl. ist aus dem Diana Verlag Zürich; 22. Aufl. 1974 - gelesen Nov. 1976 und schaut SO aus (au amazon link sichtbar)

    Interessanterweise steht "Ein utopischer Roman" auf dem Cover; 1974 hat man wohl noch nicht von Dystopien gesprochen :evil:. Hat mich unglaublich beeindruckt damals (wenn auch nur TB ;)), muss aber sagen, dass ich Dystopien eher meide.... nicht mein Genre; abgesehen von "Schöne neue Welt" - das möchte ich unbedingt noch lesen!


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    Interessant, wie sich so ein Buchcover im Laufe der Zeit ändern kann^^

    Die Bezeichnung als Utopie irritiert mich dann doch etwas, da Utopien ja im Regelfall eher positive Welten darstellen und Dystopien das Gegenstück dazu sind. Dem Wikipediaartikel zufolge sind Utopien aber vom reinen Wortsinn her auch "Nicht-Orte", von daher würde der Begriff aus dieser Perspektive dann doch passen.

    Schöne neue Welt kann ich dir auch ans Herz legen, das hat mich gut unterhalten, auch wenn es meiner Ansicht nach nicht ganz an Atwood und Orwell herankommt.

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    George Orwell - 1984

    Meiner Meinung nach der bedeutendste dystopische Roman überhaupt. Dafür, dass das Buch 1948 geschrieben wurde, ist es unglaublich, wie viele der Überwachungsmechanismen heute problemlos möglich wären. Wenn ich mir jetzt noch "Schöne neue Welt" bestelle, habe ich meine persönliche "heilige Dreifaltigkeit der Dystopien", bestehend aus Orwell, Huxley und Atwood (Der Report der Magd) vollständig - auch wenn ich immer noch etwas grummelig bin, dass ich den Report der Magd nur kartoniert, nicht gebunden bekommen konnte.X(


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    George Orwell - Farm der Tiere

    Ebenfalls absolut zu empfehlen.


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    Christopher Hadnagy, Seth Schulman - Human Hacking - Wie Social Engineering funktioniert und wie Sie sich dagegen schützen

    Hacken besteht nicht nur aus dem Ausnutzen von Sicherheitslücken am PC - die größte Sicherheitslücke ist immer noch der Mensch, der z.B. eine vermeintliche Mail der Bank erhält und dort sein Passwort eingibt, ohne zu wissen, dass es sich um Betrug handelt. Als Nerd interessiert mich auch diese Komponente des Hackings - ich habe ein Interview der Zeit mit Hadnagy gelesen und war direkt neugierig aufs Buch.

    T.S. Klune - Mr. Parnassus Heim für Magisch Begabte (+)

    Nicht so nervig, wie ich fürchtete u iwie.. lieb

    Ja, das trifft es sehr gut - es ist einfach eine nette, süße Geschichte:)


    Carsten Henn - Der Buchspazierer ++

    Eine unglaublich schöne Geschichte für Buchliebhaber, ich habe es inhaliert:love:


    Peter Greschke - Warum funktioniert der Computer wieder nicht? Heiter-satirischer Ratgeber zu digitalen Generationskonflikten o

    Hier hatte ich mehr erwartet. Anstatt wirklich Ratschläge zu geben, wirkt es eher wie ein Meckern der jungen und alten Generation über die jeweils andere. Insbesondere der abfällige Ton von Peter Greschke, der als Vertreter der jungen Generation über seine Mutter herzieht, hat mir mehrfach sauer aufgestoßen.


    Sarah Andersen - Oddball +

    Eine weitere, sehr schöne Comicsammlung von Sarah's Scribbles.


    Marc-Uwe Kling - QualityLand 2.0 ++

    Großartige Fortsetzung von Teil 1, die die düstere Zukunftsvision mit reichlich Humor und Gesellschaftskritik fortführt.


    J.R.R. Tolkien - Das Buch der verschollenen Geschichten, 1. und 2. Teil +

    Gut, aber sehr schwere Kost, da Christopher Tolkien die Werke seines Vaters mit einer unglaublichen Akribie analysiert und vergleicht. Tipp: Diese Bücher unbedingt vor "Die Kinder Hurins", "Der Fall Gondolin" und "Beren und Luthien" lesen, sonst kennt man vieles bereits.

    Vormerker aus der OnLeihe:

    Ich freue mich ja jedes Mal, wenn hier irgendwo die Onleihe erwähnt wird - dadurch habe ich schon einige Titel gefunden, die später in Papierform ins Regal gewandert sind^^

    Das Angebot will ich wirklich nicht mehr missen<3

    Es gibt definitiv Geschichten beidenen ich die Verfilmung sogar lieber mag.

    Früher haben mich Abweichungen viel eher gestört, mittlerweile stört es mich meistens nur, wenn ich den Film insgesamt nicht so gut finde. Mir ist aber vor allem wichtig das die Atmosphäre des Buches eingefangen wird - weshalb ich z.B. sogar den Feuerkelch von Harry Potter als Film mag, obwohl er an so wichtigen Stellen abweicht.

    Bei Abweichungen der Potterfilme von der Buchvorlage muss ich immer hieran denken:D


    Im Film muss man vieles kürzen, deswegen sind Änderungen unvermeidbar. Wenn der grobe Handlungsrahmen gleich bleibt, habe ich auch nichts gegen kleinere Abweichungen, aber wenn Grundlegendes ausgelassen oder geändert wird, irritiert mich das doch sehr.

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    Marc-Uwe Kling - QualityLand

    Habe es vor einiger Zeit schon über die Onleihe gelesen. Jetzt, wo ich an Teil 2 sitze, wollte ich mir auch Teil 1 ins Regal stellen. Einer meiner seltenen Gebrauchtkäufe, da die gebundene Fassung ja nicht mehr gedruckt wird, nur noch die Taschenbuchausgabe. Und Teil 1 als Taschenbuch neben Teil 2 als Hardcover im Regal stehen zu haben, hätte mich wahnsinnig gemacht:err:

    dass nicht so wirklich Spannung aufkommen will und sich die Handlung auch nur sehr langsam entwickelt.

    Das ist so. Und das ist so, weil Dick das gar nicht beabsichtigte. Seine Werke werden meiner Meinung nach zu Unrecht in der Kategorie 'Science Fiction' abgelegt. Logischerweise erwarten dann die Lesenden hier Spannung. Aber sie sind im Prinzip Weltanschauungsfiktion - im wahrsten Sinn des Wortes "längere Gedankenexperimente", wie Arno Schmidt gesagt hätte. Man kann keine Spannung aufbauen, wenn man im Prinzip die Möglichkeiten auslotet, die das I Ging dem Schreibenden bietet. Oder eben nicht bietet.

    Ach so, danke für die Erklärung. Das ist mein erstes Buch von Dick, deswegen war mir das nicht bewusst.

    EDIT: Ich habe mir jetzt auch mal den ausführlichen Beitrag durchgelesen, den du zuvor schon hier im Thread geschrieben hast (ich halte mich von Rezi-Threads fern, bis ich das Buch gelesen/rezensiert habe, um mich nicht von anderen Meinungen beeinflussen zu lassen) und muss dir zustimmen. Hinter dem Buch steckt weit mehr, als ich angenommen habe - ich bin hier wohl mit den falschen Erwartungen herangegangen. Unter den von dir genannten Punkten ist es sicherlich gut - mein Fall ist es aber weiter nicht, ich bin wohl der falsche Leser für derartige Bücher.