Beiträge von Nemo

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

    Mara: Jaaa, der zweite Band steht bereits im Regal (und ich habe aus Versehen auf den Rücken geschaut...nein! Zu viel verraten.), aber jetzt bin ich erst mal an einer Kafkabiographie und am Valentinstag kommt 'Bis zum Abendrot'. Danach wird 'Magier' wohl in Angriff genommen werden, aber bis dahin bin ich offen für jedwedes Theorienstapeln. :zwinker:

    Aaaaaaaah! Aaaaaaaaah! AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!


    Buch beendet. :redface: Ich KONNTE mich einfach nicht zurück halten.




    Eigentlich kann ich es kaum erwarten, weiter zu lesen. ^^ Wer ist für eine Leserunde den nächsten Band betreffend?

    Kapitel 39 ist fertig gelesen.


    Hmhmhm....Emerahl lässt sich da ja ganz schön in die Sache hinein ziehen. Ich glaube, irgendwie sind ihr die Fäden entglitten und sie hat es noch nicht so wirklich bemerkt.


    Aaaaaaaaah!

    Merkt irgendjemand, dass es mit mir durchgeht? :breitgrins: Das Buch hat mich. Man kann so wunderbar spekulieren.

    Gestern bin ich noch bis Kapitel 30 gekommen und ich werde immer unruhiger.


    Auraya ist nun bei den Elai, was ein harter Brocken zu werden scheint. Und sie ist gegangen, bevor das mit Drilli und Tryss geklärt ist, bei denen ich mitfiebere. ^^

    Also, da ich vorgestern auf einem Videoabend war, gestern dann bei meinem Freund und ich nebenbei auch noch für mein Abi lerne, komme ich nicht so schnell voran, wie gewöhnlich. (Bei Sonea habe ich jeden Teil innerhalb von 2 Tagen gelesen.)
    Naja. Aber immerhin bin ich jetzt mit Teil 1 fertig und empfinde eine gewisse Genugtuung darüber, dass meine ganzen Vermutungen ins Schwarze getroffen haben. Aber halten kann das ganze nicht. Eine Beziehung, die im ersten Buch beginnt....nein, vermutlich kommt da noch irgendjemand (vielleicht Juran?), aber ich schätze mal, es läuft irgendwann auf einen Kampf zwischen Leiard und Auraya hinaus. Bei dem sie auf der falschen Seite stehen wird, ohne es zu wissen.
    Zu Leiard habe ich auch noch die Vermutung, dass



    Ach ja, die Siyee und da vor allem Tryss. Naja, es ist ja kein Pech, wenn die beiden Vettern halt wie verrückt auf ihm rumhacken, aber ich habe die leise Befürchtung, dass er dadurch seine Erfindung erst zu spät vorstellen kann, obwohl sie in einem Krieg/Kampf gut hätte gebraucht werden können.

    Leiard wird deswegen nicht geschickt worden sein, weil es etwas seltsam anmutet, einen Traumweber, für ihn, in die sprichwörtliche Höhle des Löwen zu schicken.



    Habe jetzt gerade die erste Szene des fünften Kapitels zu Ende gelesen. Langsam bekomme ich ein mulmiges Gefühl. Erst einmal gefällt es mir nicht, dass diese Zauberin in Corel auch unsterblich ist. Ebenso wenig, dass die Weißen viiiiiiel zu oft betonen, dass die anderen Götter (die von diesem doch-keinen-Orgien-Kult) nicht real sind und dass sie religiöse Toleranz (der Kult gefällt mir viel besser, als diese Zirkelreligion) lächerlich finden.
    Mache mir Sorgen um Laiard. Vermutlich wäre es doch besser, er würde aus der Stadt verschwinden.


    Und ich habe ein ungutes Gefühl, was die Siyee angeht.



    Wie erwartet bin ich mitten drin in der Geschichte und kleinere Unannehmlichkeiten stören mich nicht mehr.
    Und ich bin zutiefts enttäuscht: Dajin hat nur Töchter! Also, entweder krallt sich Auraya an Laiard (würde mich nicht sonderlich verwundern, immerhin hat sie mit Dajin schon einen väterlichen Freund und sie hat gesagt Laiard sähe 'jünger aus'. Also, eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit) oder aber Miss Canavan geht nun, nachdem sie in der letzten Trilogie ein schwules Päarchen hatte in die andere Richtung. :breitgrins:

    Hm....habe jetzt auch Prolog und erstes Kapitel gelesen und weiß noch nicht so wirklich. Bisher habe ich dieselben Probleme, wie am Anfang der 'Rebellin'. Also vermute ich, dass sich meine Skepsis bald legen wird und ich eingesaugt werde. :breitgrins:


    Mir geht es im Prolog ebenfalls etwas zu glatt, so glatt, dass es einfach nur sehr gestelzt wirkt. Das erste Kapitel hat mich insofern überrascht, als dass es 10 Jahre später spielt, Auraya also schon recht alt ist. Aber von dem Volk der Siyee abgesehen, kommt mir doch vieles seeeeehr bekannt vor. Anscheinend äusserst mächtige Person, die sehr schnell und sehr jung an die Macht gekommen ist, obwohl sie älter als gewöhnlich war, als sie die Ausbildung begonnen hat (dass diese so einfach ausgeblendet wird, stört mich etwas....hatte mich schon darauf gefreut) und nun einen etwas älteren Herrn zur Unterstützung bei sich hat. Ich warte noch darauf, dass sein Sohn auftaucht. :zwinker:

    Das Dämonenschiff - Hohlbein 0/+


    Ein weiterer Teil der Chronik der Unsterblichen. Ich denke, er hätte vor 2, 3 Büchern Schluss machen sollen, sie wiederholen sich und werden schlechter.


    Animal Farm - George Orwell +


    Interessante Geschichte, die zum Nachdenken anregt, mich aber in sehr vielen Kleinigkeiten schon an 1984 erinnert hat.



    Unter der Haut - Doris Lessing +


    Interessante Autobiographie, die häufig abschweift und manchmal in einer Art vorweg greift, dass man sich wundert, wenn tot geglaubte Personen plötzlich wieder am Küchentisch sitzen.



    Mein Name sei Gantenbein - Max Frisch ++

    Mein absoluter :tipp: für diesen Monat. Wunderbares Buch über das Leben in den eigenen Gedanken und eine erfundene Liebe, die trotzdem nicht bestehen kann. Eine Verkettung von 'was-wäre-wenn'.



    Der Maler der fließenden Welt - Kazuo Ishiguro ++


    Typischer Ishiguro über einen Mann, der sich nur langsam die eigene Schuld eingesteht und der, wie meistens, eher durch die Reaktionen seiner Mitmenschen charakterisiert wird, als durch eigene Aussagen. Sehr ruhig und traurig.



    Siddharta - Hermann Hesse +


    Schöne, fließende Sprache, aber ich habe dieses spirituelle Erlebnis vermisst, das ich mir irgendwie von diesem Buch erhofft habe. Eine schöne. märchenhafte Erzählung, die mir aber nicht viel gegeben hat.



    Schwarzer Walzer - Patricia Melo +


    Interessante Geschichte über einen extrem eifersüchtigen Mann, der langsam von seinem eigenen Wahn gefangen genommen wird.



    Seit langer Zeit mal wieder ein abgebrochenes Buch: Wicked - Gregory Maguire

    Meine Meinung: Ein Buch, das einiges an unerklärbarem Verhalten zumindest auf den ersten Blick plausibel erscheinen lässt. Wenn der ‚Maestro’ wütend wird, wenn er anfängt Unsinn zu reden, wenn seine krankhafte Eifersucht Überhand nimmt, dann versteht man ihn auf einer gefühlten Ebene. Gleichzeitig ist es erschreckend zu beobachten, wie er sich selbst entgleitet und jeden Bezug zur Realität verliert und vor allem das Verständnis für die Menschen.
    Der Maestro ist ein wunderbarer Erzähler, eine vielschichtige und lebendige Figur. Mein Problem war, dass neben ihm die anderen Figuren ein wenig blass und mehr als Beiwerk, als Bühne für seinen Wahn gewirkt haben. Es passt allerdings zu der Geschichte und zu der Wahrnehmung des Maestros, der schließlich alles auf sich und seine Theorien reduziert.
    Eine halbe Ratte Abzug für den zu ausführlichen Klappentext.



    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Meine Meinung: Ein Buch, das zum Träumen einlädt. Die Sprache und das Einfühlungsvermögen, die 'Homo Faber' für mich interessant gemacht haben, kommen hier zur vollen Blüte. Ein Mensch, der sich alles mögliche vorstellt, der sich neue, eigene Identitäten erfindet, die erleben, was er nicht erleben kann. Er distanziert sich von diesen Personen, bleibt der Beobachter, manchmal der Besucher, aber gleichzeitig benutzt er sie, als eine Erweiterung seiner Welt. Darüber entfernt er sich jedoch auch von sich selbst. Die Person, die er eigentlich ist, Enderlin, wird zum 'fremden Herrn', während Gantenbein immer öfter 'Ich' ist oder wird. Enderlin kann diese Personen sein oder eben nur zu Besuch. Überhaupt, meine Lieblingsszenen, wenn eine Person plötzlich zum 'er' wird, zu einer Person, die man nun von außen betrachtet, während das 'Ich' auftritt und einen Besuch tätigt, sich unterhält, sich heraus hält in den meisten Fällen und häufig doch rein gar nichts ändern kann.
    Am schönsten fand ich, dass ich mich in die Person hinein versetzten konnte. Wer tut das nicht, sich vorzustellen, wie dies und das wäre? Man steht vor einer Entscheidung und danach überlegt man, was passiert wäre, hätte man dies oder das getan.
    Gleichzeitig nutzt Frisch diese vielen Geschichten in der Geschichte, um die Liebe und die Ehe zu beleuchten und das Verhältnis der Menschen generell. Am Anfang, als Enderlin beginnt, sich vorzustellen, wie es wäre, blind zu sein, träumt er von einer großen Karriere, vielleicht als Politiker. Der ausgereifte, sich entwickelnde Gantenbein hingegen ist arbeitslos. Es geht nicht mehr um seine Karriere, sondern um seine Beziehung zu Lila. Eine Frau, die als wundervoll beschrieben wird und gleichzeitig, an einigen Stellen, als grausam und selbstsüchtig, ohne es selbst zu bemerken.
    Es ist eine wundervolle Liebe, eigentlich die perfekte, aber sie kann nicht bestehen, sondern ist zum Scheitern verurteil, auf die eine oder die andere Weise, es sei denn Gantenbein spielt den Blinden weiter, es sei denn er weiß, er darf nichts sehen. Denn ansonsten glaubt er, er würde sehen. Und das tut er nicht.


    Ein Buch, das das nächste Frischbuch nach ganz oben auf meinen Wunschzettel katapultiert. 5ratten :tipp:

    Das erste (rezensierte) Buch des neuen Jahres:

    Unter der Haut - Doris Lessing
    +


    (kann mir mal jemand erklären, wie ich den Text zum Link mache? *verzweifelt*)


    Eine sehr schöne Autobiographie, die einem das Leben in Afrika zur Zeit zwischen den Weltkriegen und während des zweiten näher bringt.
    Warum: Ich bin auf dem Biographien-tripp. ^^ Und meine beste Freundin hat es mir (auf mein Anraten hin) zum Geburtstag geschenkt.


    edit: Juchu! Danke!

    Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Mojoreads
    Buch24.de
    LChoice (lokal)

    * Werbe/Affiliate-Links



    Inhalt:(Klappentext) Die lange erwartete Autobiographie Doris Lessings. Offen und eindrucksvoll schreibt sie von den ersten dreißig Jahren ihres Lebens, den Kindheitstagn im heutigen Iran, dem Leben auf der Farm in Rhodesien und ihren Erlebnissen als junge Frau in Salisbury, der Hauptstadt der britischen Kolonie. Es ist ein Bericht über die Zeit, die den Hintergrund vieler ihrer Romane und Erzählungen bildet: ein literarisches Dokument und zugleich das bemerkenswerte Selbstporträt einer der großen Autorinnen der Gegenwart.



    Meine Meinung: Eine Aufzählung so vieler Namen, dass man sie sich unmöglich alle merken kann, eine kurze Einführung in die Geschichte der väterlichen und mütterlichen Familie, so beginnt 'Unter der Haut', ein Buch, bei dem ich mich am Anfang fragte, wo denn nun die Biographie bleibe, denn nach diesem Abriss der Familienchronik erzählt uns Frau Lessing allgemeines, über den Krieg, über die Wahrheit von Erinnerungen, warum sie eine Autobiographie schreibe. Das alles hat den Beigeschmack von Endgültigkeit, von erhobenem Zeigefinger. Dieser Zeigefinger taucht auch später - nachdem die eigentliche Geschichte begonnen hat - immer wieder auf, sei es in Nebensätzen, sei es in allgemeinen, philosophischen Gedankengängen, die immer wieder eingeschoben werden oder auch in Aussagen, die sie trifft und die etwas sehr endgültiges haben. Es ist nun einmal so und so....


    Zu meiner eigenen Verwunderung hat mich dieser Zeigefinger, wenn er auftauchte, zwar stets kurz geärgert (in den meisten Fällen bin ich mit Frau Lessing absolut nicht einer Meinung), aber das Lesevergnügen wurde nicht wirklich getrübt. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass eine alte Frau mir gegenübersitzen und ihre Geschichte erzählen würde, so zwanglos, und da passt der Zeigefinger ganz einfach.
    Ein Nachteil an dieser Erzählart ist, dass die Autorin immer wieder Sprünge macht, die dann im Nachhinein verwirren. Bsw. greift sie einmal der Geschichte eines griechischen Freundes namens Athen vorweg. Als dieser Freund 100 Seiten später ihren zweiten Sohn Peter im Arm hält, habe ich einen Moment gestutzt. ‘Hm, war der nicht schon tot?’


    Auch wiederholen sich einige Sachen, eben auch durch das Vorweggreifen. Und manchmal bin ich bei den ganzen Personen nicht mehr mitgekommen. ‘War jetzt die Dorothy dieselbe, wie die, von der sie da erzählt hat oder doch jemand anderes?’ Andere Wiederholungen haben wieder Zeigefingercharakter. Bsw. wenn sie immer wieder und wieder betont, dass die jungen Leute eben nicht den damaligen Zeitgeist kennen würden und deswegen nicht verstehen könnten, warum sie so und so und so gehandelt habe.
    Trotz dieser Mängel ist es ein gutes und interessantes Buch. Man erfährt auf sehr humorvolle, sich selbst nicht zu ernst nehmende Art, wie sie auf einer Farm in Afrika aufgewachsen ist und unter ihrer recht autoritären Mutter litt, die im Busch einfach vollkommen fehl am Platze war. Wir erfahren von ihren Streifzügen und ihrer -nicht gerade traumhaften- Schulzeit. Wir folgen ihr ins Jugendalter, in verschiedene Städte Südrhodesiens oder auch nach Kappstadt und lernen schließlich ihren ersten Mann kennen. Wir erleben den zweiten Weltkrieg aus einer zur Passivität verdammten Zuschauerposition, leiden unter einem hyperaktiven Kind und werden schließlich kommunistisch.


    Es ist ein Buch, das nicht langweilig wird, und das man -auch ohne je ein Buch von ihr gelesen zu haben- genießen kann, während man sich gleichzeitig ein wenig über die Zeit berichten lässt, als Simbabwe Südrodhesien hieß und eine englische Kolonie war.


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus: